Kunst und Wissenschaft.
Gießen, 7. Juli. Stadttheater. Aus die beiden, morgen <Dienstag) und übermorgen (Mittwoch) stattfindenden Operetlen- Gastjpiele des Emser Kurtheaters sei hiermit nochmals hiugewiesen. Am Dienstag gelangt die rerzende Operetten-Novilät „D i e P u p p e" mit §rL Berger in der Titelrolle zur Darstellung. Die be= -!orative Ausstattung bringt die Direktion von Ems mit. — Billets lind im Vorverkauf bis Dienstagabend 6 Uhr bei Herrn Lhallier zu haben. — Am Mittwoch geht ebenfalls eine neue Operette, nämlich ,2)er Landstreicher" von C. 2DL Ziehrer, dem Kapellmeister der Deutschmeister-Kapelle in Wien, in Szene.
(Sieben, 5. Juli. Vor Kurzem hiett Herr Prof. Drude in cher Oberhess. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde einen von Demonstrationen begleiteten Vortrag über Fortschritte in der drahtlosen Telegraphie. Nach Erläuterung des ursprünglichen Marconi'schen Systems zeigte der Vortragende, daß eine eindeutige Beziehung zwischen Sende- und Empfangsstation nur durch Anwendmrg von Resonanz zu erhalten ist, da nur kurze elektrische Wellen sieb durch Hohlspiegel konzentrieren lassen (auch Brechungs- und Polarisationserschemungen wurden an ihnen nach gewiesen), längere Wellen dagegen nicht mehr. Zur Herstellung deutlicher Nesonanz ist es notwendig, die zettliche Dämpfung der erregten Wellen möglichst herunter zu drücken, und das gelingt durch die von Brmm eingeführte Anordnung, nach der »Kondensatorenttadungen benutzt werden mit geschlossenem Draht- kreis, die entweder in direkter Schaltung, oder in magnetisch gekoppelter Schaltung einen geradlinigen Sender erregen. Der Typus ider letzteren Schattung (Tesla-Transformator) wurde vorgezeigt. Die Braun'fche Airordnung ergiebt außer dem Vortell der Abstimmbarkeit von Empfänger und Erreger auch zugleich viel größere ^Energiemengen und damit größeren Wirkungsbereich als die ursprüngliche Marconi'sche Schattung. — Zum Schluß wurde das Zickler'sche System besprochen, welches auf der ebenfalls von Hertz -entdeckten Beeinflussung einer Furrkenstrecke durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht beruht, und ein diesbezüglicher Versuch gezeigt.
UniversttSts-Nachrichteu.
Würzburg, 4. Juli. Die Studenten der Universität Würzburg haben, wie schon fim gemeldet, den zehn Würzburger Senatoren aus Anlaß ihrer Demission einen Fackelzug angeboten. Sie haben darauf folgende Antwort, die dem Wortführer zugestellt iwürbe, erhalten:
Kommilitonen!
Für die zugedachte Ehrung unseren Dank. Ihr vertraut uns, daß wir recht gehandelt haben. Das könnt Ihr auch. Aber die Ovation dürfen wir im Au.genblick nicht annehmen.
Aus einsttmmigen Beschluß: (gez.) Al. Schanz.
München, 6. Juli. Die Würzburger Professoren-Affaire dürste, wie die „Franks. Ztg." meldet, zu einer Disziplinär jache wegen Beleidigung des Kultusministers (d. h. wegen angeblich beleidigender Ausdrücke in der Niederlegungserklärung und wegen Veröffentlichung in der Presse) werden, aber auch einen Minister- wechsel herbetführen. Letzterer erfolgt indes keinesfalls während der Landtagsdauer. Eine Stellungnahme der übrigen Minister dahin, daß sie sich mtt dem Kultusminister solidarisch erklärten, ist nicht zu erwarten, da die Sache nicht als eine politische Frage, sondern als eine persönliche Angelegenheit des Kultusministers betrachtet wird.
Wien, 5. Juli. Die «N. Fr. Pr." veröffentlicht eine Zuschrift des, Professors der Würzburger Universität, Dr. Ehroust, in welcher derselbe entschieden dagegen protestiert, der czechischen Nation anzugehören. Er sei trotz seines slavischen Namens von deutschen Eltern in Graz geboren und be- teiuie sich offen <§ls Angehöriger des deutschen Vottsstammes. Ebenso müsse er den Vorwurf eines Ruhestörers und Ultramontanen entascht eden zurückweisen. Wer thn kenne, müsse bezeugen, daß er national und liberal, allerdings nicht nationalliberal sei.
Bern, ö. Juli. Professor Oncken, Rektor der Universität 'Bern, war von Mitgliedern des Lehrkörpers gedrängt worden, wegen der Angelegenheit Vetter den Senat einzuberufen. Märe es auf ihn allein angekommen, so hätte er am liebsten von einer Behelligung des Senats mit dieser Angelegenheit, welche ja *in der Berner Presse ausgiebig erörtert wurde, Umgang genommen. 'Daß die Professoren deutscher Nationalität ober Herkunft an ber gegen Vetter entfachten Bewegmtg keinen Antell hatten, jonbem im Gegenteil bie Sache in ein möglichst ruhiges Fahrwasser zu leiten suchten, liegt auf ber Hanb.
Spielplau der orrrimgteu Frankfurter Stadttheatrr. Schauspielhaus.
Dienstag ben 8. Juli *): „Die beutschen Kleinstädter." Mittwoch den 9. Juli: „Miß Sara Sampson." Donnerstag ben 10. Juli, abenbs halb 8 Uhr: „Alt-Frankfurt". Freitag ben 11. Juli: „Im weißen Rößl." Samstag ben 12. Juli: Dramen- Eyklus zum Abschiebe vom allen Schauspielhause. Siebenter Aoenb. Hrch. v. SUeift (geb. 177z, gest. 1811.) Neu einftubiert:
Käthchen von Heilbronn." Sonntag den 13. Juli; „Das Aäthchen von Heilbronn."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Sport.
Gießen, 7. Juli. Bei dem gestrigen Rad-Rennen erhielt bei dem ersten Fahren (2000 Mtr.) A. Kahn- Gießen ben ersten Ehrenpreis (Vorsprung 100 Mtr.), K. Rheinländer- Launsbach ben zwecken Ehrenprts (Vorsprung 70 Mtr.), E. Seipp - Gießen ben brüten Preis (Vorsprung 50 Mtr.). A. Schaunt - Klein-Linben ben vierten Preis (Vorsprung 40 Mtr.) — Im Haupt- Fahren (3500 Mtr.) war B. Texter- Frankfurt erster (Vorsprung 250 Mtr.), A. Schaum - Klein-Linben zweiter Vorsprung (200 Dttr.), E. Wilbä ° Weilburg britter (Vorsprung 160 Mtr.), 9LSenbum = Marburg vierter (Vorsprung 130 Mtr.)
Brüssel, 6. Juli. In ber Nähe von Winant st i e ß e n gestern auf ber Landstraße zwei Automobtlwagen zusammen. Beibe Wagen würben zertrümmert unb beren Insassen zum Teil schwer verletzt.
Ostende, 5. Juli. Die Pacht des Barons R o t h s ch i l b, welche bei Resopont auf Grunb gelaufen aber roieber flott gemacht worben war, stieß einige Minuten später mit einem zur Hilfe herbeigeeckten belgischen Schnelldampfer zusammen unb erlitt schwere Havarie.
-Arbeiterbewegung.
Madrid, 5. Juli. Die Gesellschaft ber andalusischen Eisenbahnen fünbigt an, sie beabsichtige, ben Betrieb ber Bleisilbergruppe in Horcajo aufzugeben. D a 6000 Bergleute arbeitslos würben, trifft bie Regierung Vorsichtsmaßnahmen.
Cartagena, 6. Juli. Die Lage ber arbeitslosen Grubenarbeiter wirb immer ernster. Zwei weitere Gruben haben beschlossen, ben Betrieb ebenfalls e i n z u st e l l e n. Die Regierung jucht mit allen Mitteln, Unruhen zu verhinbern. Bis jetzt ist alles ruhig.
Rew-Aork, 6. Juli. Der Kohlen st reik bauert nunmehr 2 Monate. Die Blätter berechnen bie Verluste für bie Arbeiter unb Arbeitgeber aus 46 Millionen Doll. Tie Zechenbesitzer beabsichtigen eine gemeinsame Aktion, inbem sie alle erlangbaren Streikbrecher in zwei Gruben anfahren lassen wollen, woburch streiklustige Weichkohlenarbeiter abgeschreckt werben sollen.
svadcrzettung.
— Bäderfregnenz. Nauheim 10701 Personen (504 mehr wie 1901. Bäder wurden bis jetzt 121859 gegeben), Ems 7437 (inel. Passanten), Soden (Taunus) 1363, Salzschlirf 1350, Neuenahr 5800, Kissingen 100000.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Worms, 5. Juli. Fleischverteuerung. Durch die'schon längere Zeit anbauernbeii hohen Viehpreise haben sich bie hiesigen Metzgermeister nach langem Zögern und Warten endlich gezwungen gesehen, bie Fleischpreise "für Ochsen- Rinb- unb Knhfleijch burchweg je um 4 Pfg. per Pfund zu erhöhen, was allenthalben in Stabt unb Lanb ber aanzen Umgegenb vor Monaten schon geschehen ist. Es stellen sich demnach bie Preise für Ochsenfleisch: mageres 76 Pfg., fettes 72 Pfg., Rindfleisch 68 Pfg. unb Kuhfleisch 60 Pfg.
Köln, 6. Juli. Heute fanb im Geschäftsbureau ber Firma Gebr. Stollwerk bie Errichtung ber „G e b r. Stollwerk-Aktiengesellschaft statt. Das Aktienkapital beträgt 5 Mill. Mark in Vorzugsaktien unb 9 Mill. Mark in Stammaktien. Der Aufsichtsrat besteht aus ben Herren Kommerzienrat Peter Stollwerk, Stadtverordneten Heinrich Stollwerk, Direktor Damdurg von ber Darmstäbter Bank, Oberregierungsrat Schröber vom Schaaffhausen- scheu Bankverein, Albert Simon, in Firma Albert Simon u. Co., Kommanditgesellschaft in Köln, Regierungsrat von Lippa unb Justtzrat Scheerwinb. Ten Vorstand bilben Lubwig, Karl unb Gustav Stollwerk. Der Geschäftsbetrieb geht für Rechnung ber neuen Gesellschaft seit bem 1. Januar 1902.
Märkte. .
fc. Frankfurt a. M., 7. Juli. (Telegr. Orig.-Bericht bes „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen ber heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe stauben 483 Ochsen, barunter 131 aus Oesterreich, 48 Bullen, barunter 4 aus Oesterreich, 764 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinber, 2 Kühe aus Oesterreich, 228 Kalber, 113 Schafe unb Hämmel, 1046 Schweine, 0Ziegen, 0 Ziegen-, 00Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität 67—69Mk., 2. Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 59-61 Mk.; Bullen l.Qual. 60 bis 62 Mk., 2. Qual. 56—58 Mk.; Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 63—64 Mk., 3. Qual. 52—54 Mk, 4. Qual. 54—46 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qualität78—80 Psg., Lebendgewicht 48—49 Pf., 2. Qual. 70—73 Pfg., Lebendgewicht 43—44 Pfg., Schlachtgewicht 58—62 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 64—66 Pfg., 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 60—65 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg., 2. Qual. 63 Pfg., Lebendgewicht 50—00 Pfg., 3. Qual. 52—56 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberftanb gering, bei Kleinvieh gut, alles verkauft.
tc. Frankfurt a. M., 7. Juli. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.50—17.75, Kurhessischer All. 00.00-00.00, La Plata Mk. 17.25—18.00, Kansas Mk. 15.50—15.75, Roggen (hiesiger) Mark 15.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16.25, Franken- elber Alk. 16,50-17.00, Hafer Mk. 17.25—17.75, Mais Mk. 12.00—12.25, Weizenmehl 0 Mk. 25.00—25.50, 2. Qualckät Mk. 22.50
bis Mk. 23.00, 3. Qualität Mk. 20.50—21.00, Roggenmehl 0 Mk. 23.00—23.50, 1. Qualität Mk. 21.75—22.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 0.00, Roggenkleie Mk. 9.50—0.00, Maiskeime Mk. 0.00
bis Dck. 10.00, Franken, Pfalzer, Med Mk. 00.00—00.00, Alles per 100 Kg. ab hier.
"Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Travemünde, 7. Juli. Der Kaiser trat heute vormcktag 10 Uhr die Nordlcmdreise an.
Berlin, 7. Juli. Gestern fand in Schloß SchönHolz bei Berlin die feierliche Eröffnung des 20. mitteldeutschen Bundesschießens durch den Protektor, Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen statt.
Berlin, 7. Juli. Rach einem Telegramm des „23etL Tagebl." aus Budapest ist infolge der Pestfälle im Orient der Schiffsverkehr zwischen Conftanza und KonstantinopeL aus sanitären Gründen eingestellt. Es verkehren bis auf weiteres der Oricnt-Gxpreßzug und der Ostende-Expre^ug nur bis respektive von Bukarest aus.
Lo n d o n, 6. Juli. Ein Telegramm aus Caracas be* richtet: Präsident Castro verläßt Caracas morgen, um den Oberbefehl über ein bei Valencia zusammengezogenes? Heer zu übernehmen und den Aufständischen unter Mendoza gegenüberzutreten. Während der Abwesenheit Castros übernimmt General Vicenti Gomez die Vertretung des Präsidenten.
London, 7. Juli. Nach Meldungen aus Kapstadt ist Louis Botha mit feinem Serretär und Delarey in Pieter> maritzburg eingetroffen. Sie beabsichtigen, sich mit Christian Dewet nach Engttutt) zu begeben und dann eine Reise durch Europa und Amerika anzutreten, um Gelder für die Buren zu sammeln. Botha erklärte, er sei im Begriff, eine amtliche Geschichte des Krieges unter Mitwirkung der Burenführer zu verfassen.
Paris, 6. Juli. Die Blätter melden, im letzten Ministerrate drückte der Minister des Aeußeru sein Befremden darüber aus, daß die Polizei bei einem hochgestellten Beamten des Ministeriums des Aeußern, dem bevollmächtigten Minister G a v a r r y, eine Haussuchung abhielt auf eine anonyme Anzeige hin, daß Gavarry ein Mitglied der Familie Humbert beherberge. Die Denunziation fei durchaus unbegründet.
Rom, 6. Juli. Anläßlich des Regierungsjubi- läums des Papstes wurden heute im Vatikan 1500 Arme gespeist. Der Speisung wohnten Kardinal Respighi und andere Würdenträger des päpstlichen Stuhles bei.
Kapstadt, 7. Juli. Das Parlament wird in den nächsten Tagen zusammentreten.
Chicago, 6. Juli. Das Gebäude des Fleischt) ersarck»- hauses von Swift u. Co., in dem sich das Engrosgeschäft und die Bureaus befanden, ist nieder geb rannt. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Dollars.
Chicago, 6. Juli. Der „Jnterocean" meldet: Der Zusammenschluß der großen Gesellschaften, welche den Fleischversand der Vereinigten Staaten beherrschM, sei ins Werksgesetzt, mit John Rockefeller als Finanz-' mann an der Spitze. Es seien Verhandlungen im Gange über ein endgiltiges Arrangement, betreffend die Vereint-- gung der Firma Swift und A r m o u r, die in der letzten Zeit einen beherrschenden Einfluß auf andere Fleischversandtgesellschaften in allen Landesteilen gewonnen haben. Beamte der Swift--Company wissen nichts über eine angebliche Beteiligung Rockefellers am Fleischversandtgeschäft.
Utica, 6. Juli. Wie jetzt feststehl, sind bei dem Bahnunglück auf der Atoutain- und Lake-Gifenbahn 12 Personen getötet und 36 verwundet worden
Melbourne, 6. Juli. Die australische BuTtdesregie- rung beschloß, sich derBrüsselerZuckerkonventiow nicht anzuschließen, und setzte Chamberlain von diesem Entschluß in Kenntnis.'
Telephonischer Kursbericht»
-Frankfurt a. Hl., 7. Juli 1902.
SVoO/n Reiohsanleihe . . 102.15 3% Mexikaner .... 26.60
30/o do. ... 92.80 3V,% Konsole .... 102.00 30/0 do......92.30
372% Hessen .... 100.15
Oberhessen . . . 99.35 4% Oesterr. Goldretne . . 103.05 4‘/2% Oesterr. Silberrente 102.00 4% Ungar. Goldrente . . 102.20 4«/c Italien. Rente . . . 103.25 4V2% Portugiesen . . . 47.30 3°/l> Portugiesen. .... 29.25 1% C. Türken .... —.— Türkenlose......111.60
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.80
47a % äussere Argentiner
41/29/o Chinesen . o . . 9LIO
Electric. Bohuckert . . . 103.50-
Nordd. Lloyd . . . . —.—
Kreditaktien.....211-10«
Diskonto-Kommandit. . . 185.40
Darmstädter Bank . » . 137.20
Dresdener Bank . . . ._ 145.00
Berliner Handelsges. . . 156.70 Oesterr. Staatsbahn . . . 150.60 Lombarden . , . . . 17,40 Gotthardbahn ..... 167.70 Laurahütte ...... 199.50 Bochum . ...... 191.00 Harpener......170.75
Tendenz: still.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß in der !Zeit vom 8. August bis 20. September d. I. voraussichtlich keine Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung abgehalten roerben.
Dringliche, die Beschlußfassung der Stadtverordnetenversammlung erfordernde Angelegenheiten sind daher spätestens bis 25. dss. Mts. bei uns vorzubringen.
Gießen, den 5. Juli 1902. 4943
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
Aus der Stiftung der Friedrich Textor Eheleute sollen am 23. September 1902 240 Mark an sog. verschämte Arme ohne ^Unterschied der Religion in Gaben von nicht unter 50 Mark vergeben werden.
Anmeldungen hierzu haben bis zum 1. August bei dem Xnueuamt zu erfolgen.
Gießen, 3. Juli 1902. 4963
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
Mecum.
Verdingung
Von Gärtuerarbeit.
Die zur Anlage und Unterhaltung des Schmuckhofes im neuen Friedhof erforderlichen gärtnerischen Arbeiten sollen auf Gruyd Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung öffentlich verdungen werden, wozu Termin auf
Montag den 14. Juli d. I., vorm. lV/2 Uhr, anberaumt wird.
Plan und Bedingungen liegen zur Einsicht der Inter
essenten bei uns auf Zimmer Nr. 2 (in den Neuen Säuen 43) während • der Dienststunden offen und sind Angebotsformulare daselbst erhältlich. Die Angebote sind bis zum genannten Termine schriftlich und verschlossen bei uns einzureichen.
Zufchlagsfrist 14 Tage. Gießen, 5. Juli 1902.
Das Stadtbauamt.
Schmandt. 4965
Foxterrier, 2jahng, in gute Hände umsonst abzugeben.
Näh. in ber Exped. d. Bl.
I Statt jeder besonderen Anzeige! | Die glückliche Geburt eines gesunden, präch- tigen Jungen beehren sich hocherfreut anzuzeigen
Wilhelm Horn und Frau S Mathilde geb. Herbert, gl
Giessen, den 6. Juli 1902. 4957 bgj
Erklärung.
Um den mir zn Ohren gekommenen fütfchlichen Gerüchten einer gewissen .Konkurrenz, daß ich schwerlich jetzt Kohlensäure hätte, zu begegne«, mache ich meine werte Kundschaft aufmerksam, daß ich nach wie vor daö größte Kohlensäure-Lager am hiesigen Platze unterhalte und somit in der Lage bin, was Preis und prompte Lieferung anbclaugt, jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. 4966
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Habe noch
üamtlose
zur 5. Klasse abzugeben.
Joseph Stern
02942 Kollekteur.
Keschäftserössmmg.
Hierdurch erlaube ich mir die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich am hiesigen Platze
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Hochachtungsvoll
Heorg Garl Molk.
Gießen, den 7. Juli 1902.____________________________4962
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