Ausgabe 
7.6.1902 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Samstag V.Jum 190»

153. Jahrgang

Zweites Blatt.

Schnlstratze 7.

Adresse für Depeschen: «nzetger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. bl.

GietzenerAnzeiger

M General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 131

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vefstschen Landwirt die Siegener Zamilien- Wätier viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univ«rs.-Buch- n.Stein- druckerei (Pietsch Erben)

Ve»«gOPretS» monatlich 75 Pf., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePostMk. 2.viertel« jahrl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal IS Pf* auswärts 20 Psg.

Verantwortlich: für den poltt. u. allgem. Stell: P. Wittko: für ,Stadt und L'anb* und ,Gerichtssaal':R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Di« Heutige Hkummer umfaßt 18 Seiten

Deutsches Deich.

Berlin, 6. Juni. Auf die von dem Staatssekretär des Reichs-Marineamts erstattete Meldung über die Er­öffnung der Schantung-Eiseubahn bis Weihsin ist das nach­stehende Telegramm von dem Kaiser eingegangen:

Neues Palais, 1. Juni 1902.

Ich habe mich über Ihre Meldung von der Eröffnung der Eisenbahn nach Wechsln sehr gefreut. Möge diese Bahn dazu beitragen, im Hinterland von Tsingtau dem deutschen Unternehmungsgeist und Fleiß weitere Absatz- gebiete zu erschließen. ' gez. Wilhelm.

Der Kaiser hat dem Generalintendanten Grafen Hochberg Kreuz und Stern der Komthure des Hohen- zollernschen Hausordens verliehen.

Der Kronprinz von Siam begiebt sich morgen mit seinem Gefolge zur Besichtigung der Kruppschen Werke nach Essen und von dort, auf Einladung des Großherzogs von Baden, nach Mrlsruhe, um dann eine Rheinfahrt zu unternehmen, die mit einem Besuche der Düsseldorfer Ausstellung ihren Abschluß finden soll. Bon Düsseldorf reist der siamesische Thronfolger über Paris nach London, um den Krönungsfeierlichkeiten beizuwohnen.

Wie man aus Nürnberg meldet, ist dort die Nachricht eingelaufen, daß Graf Bülow den Kaiser zu den Museumsfeierlichkeiten begleiten wird.

Wie dieN. Fr. Pr." erfährt, hat Graf Bülow vor kurzem Gerhart .Hauptmann zu einem Tiner in kleinem Kreise eingeladen. Ter Dichter folgte der Ein­ladung.

Bei der Beisetzung des Generals der Infanterie z. D. v. Voigts-Reetz wird eine Abordnung des 7. Gre­nadier-Regiments König Wilhelm I. in Liegnitz, dessen Kommandeur.der Verstorbene in den Kriegen von 1866 und 1870/71 war, teilnehmen. Von den vier Söhnen des Verstorbenen gehört heute nur einer noch, im 3. Großh.- hessischen Infanterieregiment Nr. 117, dem Heere an, ein anderer ist der deutsche Gesandte in Zentral-Amerika. Tie Witwe des Generals, eine Dame schwedischer Abstammung, erfreute sich bisher in Montreux vollkommener geistiger und körperlicher Gesundheit und Frische.

Tas Verfahren gegen den Major a. D. Endet! ist vom Untersuchungsgericht in Posen am 30. Mai ein­gestellt wor.den, weil sich Zweifel ergeben haben, ob vom kriminellen Standpunkt aus die Einleitung des Haupt- verfahrens angängig sei.

Ter Gouverneur von Bennigsen tritt nunmehr seinen Dienst in der südwestafrikanischen Kolonialgesell­schaft als Nachfolger des Assessors Dr. Rohde am 1. August an.

Tie Kommission des preuß. Abgeordnetenhaut es für den Antrag Douglas, detr. die Bekämpfung der Trunksucht nahm heute die Beschlüsse der ersten Lesung mit unwesentlichen Aenderungen an. Der Antrag soll möglichst schnell im Plenum zur Erledigung kommen.

Sibyllenort, 6. Juni. Die Schwäche des Kö­nigs Albert dauert an. Man ist auf d a s S ch l i m m st e gefaßt. Sämtliche Prinzen des königlichen Hauses und die Minister trafen heute hier ein, ebenso Prinzessin Ma­thilde, die älteste Tochter des Prinzen Georg. Kaiser Wil­helm hat die preußische Gesandtschaft in Dresden zur fort­gesetzten Meldung über das Befinden des Königs heute telegraphisch aufgefordert. Die sächsischen Zeitungen ver­anstalten Extraausgaben, aus denen man wenig tröst­liches erfährt.

München, 6. Juni. Im Finanzausschuß der Abge­ordnetenkammer beschwerten sich bei Beratung des Kultus- etats die Klerikalen über die philosophische Fakul­tät in Würzburg, weil fie den liberalen Do­zenten Chroust wegen eines wohlwollenden Vortrages über Ignatius von Loyola schlecht behandelt habe, und daß Katholiken an der Würzburger Universität überhaupt Unfreundlichkeiten begegnen. Abg. Casselmann (lib.) nimmt die Fakultät in Schutz. Die Sache verhalte sich ganz anders, als die Klerikalen es darstellten. Der Kultus­minister teilt mit, er habe der Fakultät sein Befremden ausgesprochen, sie hätte für Chroust ein treten sollen, was sie nicht gethan habe.'

Ausland.

Haag, 6. Juni. Königin-Mutter empfing heute den russischen Gesandten v. Struve in Audienz, der als 'Doyen die Glückwünsche des diplomatischen Korps zur Genesung der Königin stberbrachte.

Paris, 6. Juni. Wie verlautet, wird das neue Ka - bin et eine bündige Erklärung dahin abgeben, daß das Vereinsgesetz ohne Herausforderung und ohne Schwäche angewendet, das Unterrichtsgesetz abgeändert und die Steuerreform vorgeuommeu werden muß. Heute abend berieten die voraussichtlichen Minister über die Ver­teilung der Portefeuilles. Soweit diese bisher feststeht, wird das Kabinett folgendermaßen zusammengesetzt: Vor­sitz und Inneres: Co mb es, Justiz: Valle, Aeußeres: Delcasse, Krieg: Andre, Marine: Marejouls, Unterricht: Chaumie, Arbeiten: Pelletan, Ackerbau: Mougeot, Handel: Trouillot, Finanzen: Rouvier und Kolonien: Tvumergue.

Bei der endgiltigen Wahl des Kammerpräsidiums wurde Bourgeois mit 326 von 503 Stimmen bei 106 Stimmenenthaltungen zum Präsidenten gewählt. T>ie Kammer wählte zu Vizepräsidenten Etienne, Maurice Faure, Trouillot und Guillain.

Der Scha h von P e r s i en spendete sür die infolge des Unglücks aus Martinique Notleidenden 10000 Frs.

Madrid, 6. Juni. Infolge der heftigen Angriffe

Weniger Wayryeit als Dichtung.

Lord Kitcheuer meldet aus Pretoria vom 6. d. M.: Die Kommissäre in den verschiedenen Bezirken melden, daß gestern 1154 Mann die Waffen nie der gelegt haben. Die Kommissäre hielten nach der Uebergabe an die Buren eine Ansprache. Tie Buren brachten dann drei herzliche Hurrahs aus den König aus. (Lieser Scherz Kitcheners ist köstlich! D. Red.) Es bestehen dre bestmöglichen Beziehjungen, nirgends zeigt sich eine Schwierigkeit.

D e w e t ist Mittwoch von Pretoria in Bredefvrt einge- trosfen. Er besuchte die Konzentrationslager und, wie Reuter meldet, forderte er seine Landsleute aus, England zu zeigen, was für gute Kolonisten die Buren abgeben könnten.

Tas Oberhaus nahm am Freitag die zweite Lesung der A n l e i h e b i l l an. Im Lause der Debatte sagte Viscount Goschen, der Erfolg der Anleihe und ihr hoher Kurs nach dem erschöpfenden Kriege beleuchteten die a u ß e r o r d e n t l i ch e F i n a n z k r a f t d e s L a n d e s und zeigten, wie sich der Kredit des Landes und die Verwaltung seiner Finanzen gehoben Hütten. Lord Salisbury bemerkte darauf, es sei erfreulich- aus dem Munde einer fo hervorragenden Autorität auf diesent Ge­biete zu erfahren, daß die finanzielle Lage des Landes durch die Maßnahmen der Finanzverwaltung nicht beein­trächtigt, sondern vielmehr gebessert sei.

TieBirmingham Post" undLiverpool Post" melden, Kaiser Wilhelm beabsichtige, den Kronprinzen nach Südafrika zu schicken. Begleitet von einem hervorragenden General und einem kleinen Stabe soll der Kronprinz die Schlachtfelder studieren. Die ge­nannten Blätter zeichnen sich durch ihre Märchenphantasie selbst vor anderen englischen Blättern aus .

Eins dieser Blätter will zudem erfahren haben, daß Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und Dr. Kuypers über die eventuelle Rückkehr von Krüger, Wessels, Wolmarans und Fischer stattfinden. Die britische Negier­ung garantiert sicheres Geleit in ihre Heimat und hat in Anbetracht von Krügers hohem Alter aus seine Anerkennung der britischen Souveränität über Transvaal verzichtet.

Aus Stadt und Kund.

Gießen, 7. Juni 1902.

** V om B a h n h o f s - U m b a u. Wer vor mehreren Wochen auf unserem Bahnhof war und dabei die da­mals mit größtem Eifer auf dem Vorplatz vorgcnommenen Ausschachtungsarbeiten für das neue Stationsgebäude be­

von feiten der Presse gegen den Gouverneur von Valencia hat dieser drei Redakteure des republikanischen BlattesEl Poueblo" verhaften lassen. Aus diesem Anlaß hat der 'Di­rektor des Blattes, Abg. Blasco, dem Gouverneur seine Zeugen gesandt. Der Gouverneur hat seine Ent­lassung genommen, um sich schlagen zu können.

Rom, 6. Juni. In dem am 9. d. M. stattfindenden Konsistorium wird der Papst unter anderem auch die Er­nennung des Monsignore Lingg zum Erzbischof von Augsburg, sowie des Monsignore Machchi zum Nun­tius in München vornehmen .

Gerüchtweise verlautet, daß in Turin im Herbst zwischen dem König vonJtalien und dem deutschen Kaiser efine Zusamtn en kunft stattsinden soll.

Zürich, 6. Juni. Der internationale Textilarbei­ter-Kongreß nahm in der heutigen Sitzung eine Reso­lution an, welche sich für eine einheimische metrische Garn­nummerierung sowie für die Bekämp fun g des Alko­hol-Mißbrauchs ausspricht. Der Kongreß stimmte ferner einem Anträge, betreffend Schaffung gewerb­licher Schiedsgerichte für alle Arbeiter zu, sowie einem weiteren Anträge, dahingehend, daß die Textilarbeiter bei den politischen Wahlen nur für solche Kandidaten stim­men sollen, welche Vie Beschlüsse des Kongresses respektieren. Der Kongreß wurde sodann geschlossen. Der Nächste Kongreß tritt im Jahre 1903 in Mailand zusammen.

B u d a p e st, 6. Juni. Die österreichische Dele­gation setzte die Beratung des Heeresordinariums fort. Mehrere Delegierten betonten, die Kriegsverwaltung sollte die steigenden H e e r e s f o r de r u n g en durch Ent­gegenkommen gegen die L a n d w i r t s ch a f t, Herabsetz ungderDien st pflicht und Erleichter­ungen sür die Bauernföhne minder empfindlich machen. Herold erklärte, die Jungtschechen hielten den gegenwärtigen Augenblick angesichts der finanziellen Lage unb der wirtschaftlichen Depression nicht geeignet, für eine einschneidende Reform der Bewaffnung. Die Jungtschechen stimmten auch deshalb gegen das Budget, weil sie nicht die Ueberzeugung gewonnen Hütten, dast die Armee jede Natio­nalität hochfchätze und sich jeder im Heer zu seiner Natio­nalität bekennen dürfe. Einige andere Redner sprachen sich gegen den Duellzwang im Heere aus.

Sim la, 6. Juni. Der Indische Rat hat die Vorlage betreffend Z o ll zus chl a g au f Z u ck e r a n g e n o m m e n, der Antrag Turner, welcher der Regierung die Vollmacht geben wollte, den bestehenden Zoll auf eingeführten Zucker zu verdoppeln, wurde abgelehnt. Ter Kompensations­zoll beträgt sür Zucker aus Deutschland 2Rupien 13.75 Annas, für solchen aus Oesterreichs-Ungarn 3 Rupien 3.75 Annas. Ter Vizekönig erklärte im Laufe der Beratung, die neue Gesetzgebung bezwecke, der indischen Zucker­industrie einen billigen Schutz zu gewähren, um sie vor der Dernichitung zu bewahren. Falls die Zollbasis fich als zu niedrig erweise, könne man später den Staats- fekretar noch immer um Abänderung angehen.

obachtete, dem wird es, wenn er in den letzten Tagen wieder vorüberkam, ausgefallen sein, daß die Arbeiten jetzt fast vollständig eingestellt sind. Der Grund zu dieser Sonder­baren Erscheinung ist unerfindlich, um so mehr als gerade in den vergangenen Wochen das sür Bauaussührungen günstigste Wetter herrschte. Wie uns zu Ohren gekommen ist, soll das preußische Eisenbahnministerium sich über die Art der Ausführung des Umbaues noch nicht habe schlüssig machen können. Es läge aber doch sicher im In­teresse des Baues selbst wie vor allem des reisenden Publi­kums, wenn die gänzlich unzureichenden Zustände im alten Stationsgebäude so schnell als möglich verschwänden. Hier­zu rechnen wir in erster Linie den sür den großen Verkehr viel zu engen Durchgang, die unzureichende Gepäckannahme, die bei großem Verkehr fast lebensgefährliches Gedränge hervorrufenden ungenügenden Fahrkartenschalter, die Handgepäckaufbewahrung. Die flotte Ausführung des gegen früher bedeutend verbesserten Vorplatzes mit seinen getrennten An- und Abfahrten ließ hoffen, bajj auch die seit lange ersehnte Erweiterung des Stationsgebäudes bald in Angriff genommen werden würde. Ter Vorplatz ist seit Pfingsten bereits fertig, ebenso sind seit Pfingsten die Tunnelanlagen für die oberhessischen und die Lahn-Züge im Betriebe, aber von Arbeiten, die fiir den eigentlichen Umbau des Stationsgebäudes vorgenommen würden, steht man bis heute noch nicht eine Spur.

** Missionsfeste. Einen kleinen aber gerade in Bezug auf ihre soziale und kulturelle Bedeutung interessanten Aus­schnitt aus der evangelischen Mission kennen zu lernen, bietet sich demnächst in unserer Provinz mehrfache Gelegenheit» Missionar Kabi aus Madras wird auf Missionsfesten in Kleinlinden am 12., in Schlitz am 13., in Melbach am 15. d. 9)L über seine Arbeit unter den Parias reden. Seit mehreren Jahren macht sich besonders in dem Landdistrikt von Madras unter dieser tief herabgewürdigten Volksklasse eine starke Uebertrittsbewegung bemerkbar, die der dort wir­kenden Leipziger evang.-luth. Missionsgesellschaft große Er­folge, aber auch neue und schmierige Aufgaben gebracht hat. Der genannte Missionar steht mitten in dieser Arbeit und versteht, wie seine Schriften beweisen, dieselbe sehr anschaulich und lehrreich zu schildern.

Lanbach, 7. Juni. Das älteste Glied unserer Gemeinde, Frau Franziskus, die Wittwe des gräflichen Haushof­meisters F., feiert heute ihren 94. Geburtstag. Sie begeht diesen Tag in verhältnismäßig großer Rüstigkeit. Hoffentlich ist es ihr vergönnt, noch ebenso rüstig den 100. Geburtstag zu feiern. Unter dem Lehrerkollegium des hiesigen Gym­nasiums ist es allein Lehrer Hotz, der seit Gründung dieser Schule, also seit nahezu 27 Jahren, als Hilfslehrer an ihr wirkt. Sein Gesundheitszustand nötigte ihn, dieses Amt am 1. Juni niederzulegen. An seine Stelle trat in das Lehrer­kollegium als Hilfslehrer Lehrer Weil ein, der den Gesang- unterricht übernahm.

Marburg, 6. Juni. Der hessische Städte tag nahm eine Resolution an, nach welcher eine Petition cm den Reichstag gerichtet werden soll, der Reichstag möge dem Beschluß der Zolltariskommission aus Aufhebung der kommunalen Verbrauchsabgaben auf Lebens­mittel seine Zustimmung versagen. In einer weiteren Resolution erklärte der Städtetag, er sehe keinen Anlaß, die Uebernahme der Haftpflicht der Lehrer auf die Städte zu empfehlen .

tc. Frankfurt a. M., 6. Juni. Während eines Tele­phongesprächs mit Karlsruhe verspürte em hiesiger Geschäfts­mann plötzlich einen Schlag und sank bewußtlos zu Boden. Er erholte sich zwar nach einiger Zeit wieder, doch blieb eine leichte Lähmung zurück, die er für die Folge einer elektrischen Entladung hält, die seinen Körper während des Telephongesprächs getroffen hat. Er hat deshalb die Reichs­post auf eine lebenslängliche Rente von 1800 Mk. pro Jahr verklagt.

Frankfurt, 7. Juni. Wie dieKl. Pr." hört, bring! der Abschluß der Stadthauptkasse für das Jahr 1901, im Gegensatz zu den früher in Aussicht gestellten ungünstigen Ergebnissen, einen Ueberschuß von mehreren hundert- tansend Mark.

Vermischtes.

* Typhus. In Noithausen bei Gelsenkirchen wütet seit einigen Tagen wiederum der Typhus. Rotthausen ge­hört zu denjenigen Gemeinden, die bei der letzten Typhus- Epidemie die meisten Todesfälle aufzuweisen hatte. Diesmal ist ebenfalls schon eine Anzahl Personen der Epidemie erlegen.______________________

Sport.

Radsport. Am 15. Juni wird auf dem Sportplatz an der Hardt hier ein Radwettfahren veranstaltet, das für die Vereine vom Gau IX des D. R.-B. offen ist. Das Rennen besteht aus: 1. Erstfahren für jüngere Fahrer, die noch keinen Preis er­rungen haben, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werte von Mark 30, 20, 10. 2. Hauptfahren, 8000 Bieter. 3 Ehrenpreise im Werte von Aik. 100, 40, 20. 3. Gauverbands-Wanderpreisfahren, 2000 Meter. Dem Ersten: Große goldene Gan-Medaille sowie Anrecht auf den silbernen Pokal (Wanderpreis) des Gaues IX; dem Zweiten und Dritten: je ein Ehrenzeichen. 4. Vorgabefahren, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werte von Mk. 50, 30, 20. 5. Mehr­sitzerfahren, 2000 Meter. 3 Paar Ehrenpreise im Werte von Mk. 60, -10, 20. An das Wettfahren schließt sich ein Konzert, ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 116 an. Meldungen mit den Einsätzen (pro Rennen und Fahrer 2 Mark) und Angabe der Licenznummer sind bis Montag, den 9. Juni, abends