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7.4.1902 Zweites Blatt
 
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'Mverändert.

Märkte.

.mtücße Notierungen der heutigen Fruchtmarklpreise. lf. 17.2517.50, Kurhessischer 2)lL 17.5000.00, La Plata

100 Kg. ab hier.

te. Frankfurt a. M.» 7. April. (Telegr. Orig.°Bencht des fflien. aini/). Amtliche Sicherungen der heutigen Viehmarkt- nreiie ?uin Verkaufe standen 497 Ochsen, darunter 162 ans Oesterreich, 58 Bullen, darunter 11 aus Oesterreich, 721 Kühe, Fersen, (stiere und Rinder, 225 Kälber, 179 Schafe und Hammel, 1308 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 00 Schaflämmer. Bezahlt wurde iür 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 6466 Mk., » nuaL 5760 Mk., 3. Qual. 5254 SJlt.; Bullen 1. Qual. 53 bis sfi Mk 2. Qual. 4851 Alk.; Kühe 1. Qual. 5880 SDIL, 2. Qual. S-67'OJlf., 3. Qual. 4345 Alt, 4. Qual. 32-34 Alk., 5. Qual. 8031 All. Kälber: 1. Qualität8082 Pfg., Lebendgewicht 4850 Ps., 2. Oual. 7376 Pfg., Lebendgewicht 4447 Pfg., Schlacht­gewicht 6568 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 6364 Pfg., 2. Qual. 5960 P,g., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweme 1. Qual. 66 Pfg., Lebendgewicht 52-00 Pfg., 2. Qual. 65 Pfg., Lebendgewicht 61 Pfg., 3. Qual. 56 bis 58 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornoieh gedrückt, bei Kleineieh gut. Markt: geräumt. UebIsland mittelmäßig. , 3 .

ko. Frankfurt a. M., 7. April. (Ong^-Telegr. des(Steven. Awu"> Anttliche Notierungen der heutigen Fruchtmarklpreise. Weizen Alk. 17.2517.50, Kurhessischer Alk. 17.5000.00, La Plata Mk. 17.0017.75, Kansas Alk. 14.0514.10, Roggen (hiesiger) «Ulf. 15.7516.25, Gerste (Wetterauer) Alk. 16.5017.00, Hafer Alk. 16.5017.00, Mais Mk. 12.50 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24.0025.00, 2. Qualität Alk. 22.50

dis Alk. 23.00, 3. Qualität Mk. 20.5021.00, Roagenmehl 0 SJlf. 22.5023.00, 1. Qualität Alk. 21.2521.50, Weizenkleie Alk. 8.7o bis Alk. 9.00, Sioggenfleie Mk. 9.259.50, Maiskeime Alk. 9.50 bis Alk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.0000.00. Alles per

Landwirtschaft.

m. Muscheuhcim, 6. April. Bei der Generaloersammlung 6er Schwetneversicherungskasse kam auch die schon seit vorigem Jahre hier geübte Impfung gegen Rotlaufseuche zur Sprache. Tie Mehrzahl der Versicherten weigert sich, eine fernere Impfung vornehmen zu lassen. Da beim Fallen eines Schweines an Rotlaufseuche weder von der Kreiskasse, noch auch von der Orts- kasie eine Vergütung beansprucht werden kann, so wurde mit großer Alajorität beschlossen, eine fernere Impfung zu unterlassen und so­mit aus eine Vergütung von Seiten der Kreiskasse bei Rotlaus­seuche, sowie auch bei MUz- und Rauschbrand zu verzichten. Tie Ortskasse soll wieder, wie dies früher der Fall gewesen, alle Schäden decken. Obwohl der Vorsitzende auf die emtretenbe Erhöhung der Beiträge aufmerksam machte, beharrte bie Versammlung auf ihrem Beschluß. Veranlaßt wurde derselbe durch eine im Vorjahre kurz nach der Impfung auftretende Erkrankung der Schweine, die man hier für Rotlauf hielt, während der untersuchende Tierarzt auf Lebererkrankung erkannt hatte, sodaß die Ortskasse eintreten mußte.

Harburg, 6. April. Unter denselben Erscheinungen, wie erst vor kurzer Zeit unter dem Viehbestände eines Milchhändlers in Lauenbrück), sind seit einigen Tagen das gesamte Rindvieh und die Schweine (zusammen etwa 17 Stück) des Landwirts Peter Brandt in Moorburg erkrankt, und daran bereits zwei Stücr Jungvieh eingegangen. Es ist festgeftellt, daß auch hier der Fall von Vergiftung durch Verfütterung ausländischer Cocos- kuchen vorliegt, da die mit einem Kaninchen als Versuchs­objekt vorgenommene Fütterung mit demselben Kuchen das Eingehen des Tierchens zur Folge gehabt hat. Man hofft, daß es dem Tierarzt gelingen wird, ein weiteres Eingehen zu verhüten. Es kann nicht genug davor gewarnt werden, das Vieh mit ausländischem Coeoskuchen zu füttern, um so mehr, als hier am Orte nur gute Kuchen fabriziert werden.

Obligatorische l ändliche Fortbildungs­schulen. Die Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden hat folgende Resolution einstimmig angenommen:Die Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden ist der Ueberzeugung, daß ländliche FortbiU)ungsschulen für unsere Bevölkerung dringend notwendig sind, daß sie ihren Zweck aber nur erfüllen können, wenn den Gemeinden das Recht beigelegt wird, durch Ortsstatut den Besuch obligatorisch zu machen. Tie Landwirtschaftskammer ersucht deshalb den Provinzial- Landtag, durch die Hand des Herrn Oberpräsidenten, der Provinz Hessen-Nassau, um Herbeiführung eines Gesetzes, wodurch in der Provinz Hessen-Nassau den Gemeinden eine solche Berechtigung erteilt wird."

Gerichtssaal.

L. Gießen, 5. April. Schö s f e n g er i ch t. Gegen einen Landwirt aus Rödgen, der einer Wirtin seines Heimatsortes mit seinem Notizbuch ins Auge schlug und ihr durch diesen Schlag ziemlich schwere Verletzungen beibrachte, wird aus eine Geldstrafe von 80 Mk. erkannt. Ter Amtsanwalt wollte diesen rohen Gewaltakt schwer ge­sühnt wissen und hatte deshalb zwei Wochen Gefängnis beantragt.

. Darmstadt, 6. Aprll. Kriegsgericht. In Anwesen­heit des Direktors im Kriegsministerium Generalmajor v.Tippels- kirch sowie des Chefs der Justizabteilung im Kriegsministerium Wirkl. Geh.-Kriegsrat Wolf, bie z. Z. auf einer Revisionsreife be­griffen sind, wurden gestern zwei Fälle verbandelt. Der Unter­offizier A. Karl Vomhoff von der 8. Kompagnie des Jnf.- Regiments Nr. 168 in Offenbach, geboren zu Ordruff, dem von seinen Vorgesetzten das Zeugnissehr guter Führung" ausgestellt wird und der bisher unbestraft ist, hatte am 23. März alsUnter­offizier vom Dienst" am Abend die Mannschaftsstuben abzufragen und zu revidieren. Er hatte sich aber in der Kantine einen ge­hörigen Rausch geholt unb kam um 7*10 Uhr, als bie Leute schliefen, auf em Zimmer, jagte sie ohne Veranlassung aus den Betten auf den Flur, ließ sie im Marsch antreten, wiederholt auf dem Flu^ Herumlaufen, schlug nach einigen mit dem blank ge­zogenen Seitengewehr, daß sie Verletzungen baoontrugen, stach in das Bett des Emen, der nicht rasch genug aufgestanden war, warf einen anderen gegen einen Schrank, einen weiteren gegen die Wand und würgte ihn am Hals, kurz er geberdete sich wie ein Wilder, bis endlich ein Kujonierter den Feldwebel herbeiholle, der ihm Ein­halt gebot. Der Angeklagte wirb wegen Trunkenhett im Dienst, vorschriftswidriger Behandlung und Mißhandlung von Unter­gebenen in 7 Fällen zu 5 Monat Gefängnis unb zur De­gradation verurteilt. Straferschwerend zog der Gerichtshof die außerordentliche Rohhett unb die schwere Schädigung der Disziplin in Betracht; es erscheine berechtigt, derartige chckanöfen, nur in der Absicht, zu quälen, veranlaßter Mißhandlungen outch Konstatierung abschreckender Beispiele zu vermindern. Ter zweite Fall betraf den Musketier Wilhelm Gutmann von der 5. Kompagnie des ^chf.-Regiments Nr. 117 in Alainz, der schon wiederhott, auch wegen Meuterei, vorbestraft ist. Er fing in einer Mainzer Wirtschaft im Februar ds. Js. mit einer Kellnerin, die nichts von ihm wissen wollte, Händel an, wurde durch Kameraden vor die Thür gedrängt, zog blank und schlug zwei andere Kameraden, bie ihm zured en wollten, auf den Kopf, sodaß der eine eine schwere Stirnwunde er­hielt, die vernäht werden mußte. Slur durch dieeigene" Mutze wurde der zweite Hieb gemildert. G. behauptet, sinnlos betrunken gewesen zu sein, niemand hat aber davon etwas gemerkt. Er wird wegen rechtswidrigen Waffengebrauchs und Körperverletzung zu 2'/,^Monat Gefängnis verurteilt. Ter Gerichtshof ging hier 14 Tage über den Antrag des Anklägers hinaus, da er bie außer- otdentliche Rohhett erfchwerenb in Betracht zog. Wie man hört, stehl der Besuch der oben genannten Kommisswn mit einer Bet-

Arbeiterbewegung.

Kiel, 5, April. Die Baugewerkmeister haben beschloßen, die Gesellen auszufordern, sich bis nächsten Mittwoch zu er­klären, ob sie sich durch einen sünsjähriöen Kontrakt, der bei 9l/zstündiger Arbeitszeit einen Stundenlohn von 60 Pfennig festsetzt, binden wollen.

Schulamith, die Tochter Jerusalems. Wir lesen in ber FrankfurterKl. Pr.": Im Karlshaus, wo sonst bie katholische Gesellenschaft ihre Zusammenkünfte hält, hatte am Sonntag eine jüdische Schauspielertruppe ihre Bühne aufgefchlagen, unb ein zahlreiches Publikum, das teils mit religiös-landsmann­schaftlicher Teilnahme, teils aus Kuriositäten-Liebhaberei erschienen war, folgte den Schicksalen der schönen Schulamith. Schulamith be­gleitet ihren Vater eine Strecke auf ber Osterwanderung nach Jeru­salem, verirrt sich auf ber Heimkehr in ber Wüste, verschmachtet fastfer Dorscht unter ber gläuhenen Sünn" und fällt in den Brünnen", dessenQuall" sie erquicken soll. Awschulom, ein reicher Hirt, mit seinem schwanen Diener Zingelang, dem Hans­wurst des Stückes, kommt des Weges, rastet amBrünnen" unb weil,wenn wer gegessen satt, bas Wasser zu trinken auch nit schad't", so entbeett er Schulamith im Brunnen und zieht sie heraus. Sie singt ein frommes Tanklieb des Inhalts:Ich bin gerettet oun ainen Menschen, Gott füll ihn benschen." Er wirbt um sie, mit Erfolg, zieht von bannen und heiratet im 2. Akt glatt eine Ändere, bie Awigael. Tie verlassene Schulamich verwünscht im 3. Akt ihn unb seine Kinber; richtig wirb bas ältere berün- schüldigen Mallochim" von einer wilden Katze zerrißen unb bas jüngste fälltwieder einmal in einenBrünnen".JmTraum erscheintSchulamith dem Treulosen. Er gesteht seiner Frau im vierten Akt seine Schuld, sie giebt ihn frei, als er sich bas Leben nehmen will, unb nun zieht er zu Schulamith, finbet sie in der Wüste auf einem Kanapee unb heiratet sie vom Fleck mit benfelben Zeremonien im fünften Akt wie Awigael im zweiten. Mit einem großen Hallelu- jahe schließt bie Sache. Ta bie Darsteller im Jargon reden, jenem seltsamen verdorbenen Deutsch, das ber polnische Jude spricht, unb bas in Rußland wie in Holland, England unb Amerika von ber untren israelitischen Volksschicht verstanden wird, so Hingen bie naiven Reden doppelt grotesk an unser Ohr. Auch bie Art ber Darstellung hat viele fonberbare Züge. Ter Negersklave z. B. er­regt durch Grimassen unb Sprünge, bei benen er sichaus Stanb", wie ein Turner sagen würde, heftig auf den Boden setzt, bie Heiter­keit nicht nur ber Zuschauer, sondern auch der Spieler. Ein Nacht­gesang der Pilger, bei dem der Refrain ^Schloß nit!" bie Strophen des Vorsängers begleitet, scheint nach Melobie unb Text ins Alt- testamentarische zurückzureichen. Der Chor tritt nicht "sehr impo­sant auf, in Filzpantinen statt ber Sandalen, unb manche Strumpf- ferfe obendrein scheinbar mit fleischfarbener Wolle gestopft. Aber auch diese Dürftigkeit gehört im Grunde zum Ganzen, genau so wie bie brennenden Zigaretten vieler Zuschauer und wie die koscheren Salami-Brödchen, bie in ben Zwischenakten herumgereicht werden, so daß ber Musenaltar von einem leichten Knodlauchbust umhaucht wird.

Familien-Nachrichten.

Gestorbene: Frau Rektor Tr. Schüz, geb. Wendel, in Langen.

herbeigeführt

j wegen Vor- zu 30 Kronen,

Thorn, 5. April.

urteilten 45 Gymnasiasten

daß er, wie das ,F. I." berichtet, alle höfischen Förm­lichkeiten beiseite lassend, mit einem überaus kräftig gen Druck die Hand des Kaisers ergriff unü sie kräftig schüttelte, indem er sagte:Es freut mich, die Bekanntschaft eines so unternehm wenden jungen Mannes zu machen. Gerade das bewundern wir Amerikaner." Entfprechendt

schränkt erwiesen haben. (_ --- . , -.

Hier ist der Sitzungssaal des Kriegsgerichts derartig eng, daß eine Öffentlichkeit des V er f ährens nahezu aus-

friebißimg kann konstatiert werden, daß hier, in gleicher Weise wie in München und Stuttgart (in Tresden doch auch! D. Red.), in den Beratungen mit den Ministern in Bezug auf den Zoll­tarif volle Uebereinstimmung zwischen der Reichs- und der badischen Regierung konstatiert worden ist.

London, 7. Aprll. Bei dem Tribünen-Emsturz in Glas­gow sind un Ganzen, wie sich nunmehr herausgestellt, 250 Personen verletzt worden.

London, 7. April.Daily Telegraph" meldet cm3 Petersburg: Der Dichter Maxim Gorki sei an einer Lungen- Entzündung erkrankt. Sein Zustand sei höchst besorgnis­erregend.

Loudon, 7. April.Daily Expreß" meldet aus Peters-« bürg: In Rußland herrscht seit einigen Tagen eine wahre Schreckensherrschaft infolge der zahlreichen At­tentate gegen höhere Beamte. In amtlichen Kreisen verschweigt man diese Attentate vollständig. Die Zeitungen dürfen nichts darüber bringen. Es finden jedoch täglich zahl­reiche Verhaftungen statt. Gegen den Gouverneur von Finn­land, General Bobrikow, wurden in einer Woche drei Attentate verübt, wobei er einmal leicht verletzt worden.

London, 7. April. Das Parlament wird heute hiebet eröffnet. Auch findet heute wieder ein Ministerrat statt.

Paris, 7. April. Da die Regierung eine Versamm­lung von spanischen Republikanern verboten hatte, hielten diese in der Freimaurerloge eine gesellige Abendunterhaltung ab, in der der französische Abg. Sembat sowie spanische Deputierte antiklerikale Reden hielten.

Madrid, 7. Aprll. Die Arbeiterinnen der Zigarren­fabriken haben sich in einer Versammlung für den Aus- stand ausgesprochen. In Gijon kam es in einer Versamm­lung von Fuhrleuten zu Thätlichkeiten.

Rom, 7. April. Zu der Nachricht über ein Attentat auf Giolitti wird amtlich mllgeteilt, daß es sich um bie' That eines Irrsinnigen handelt. Derselbe warf sich in Cavour auf Giolitti, der aber den Angreifer entwaffnete, ohne daß er verletzt wurde. Der Irrsinnige wurde in eine Anstalt gebracht.

Krooustad, 6. Aprll. Die Verhandlungen zwischen Schalk Burger, Steyn unb Delarey haben infolge der großem Entfernung beiber Telle keinen großen Fortschritt ge», macht. Die verhanbelnben Parteien kamen überein, bie Transvaalbelegierten sollen sich bald von Kroonstad nach einem anberen Punkt begeben, um bie Verhanblungen zu er­leichtern. Es scheint zweifelhaft, ob sich Dewet bei Steyn befindet.

Washington, 4. April. Der deutsche Vor>i schlag, bie Funken-Telegraphie international zu regeln, wurde dem General Greely, dem Chef des Signal­dienstes, zur Begutachtung übergeben. Es verlautet, Greelch sei entschieden für den Vorschlag, da es sehr gefährlich für alle Regierungen und Interessen wäre, den Vorschlag abzulehnen. Greely, so heißt es, empfiehlt eine Gesetz-, gebung durch den Kongreß über die Privilegierung privater; Funken-Telegraphie und die Ermächtigung des Präsidenten, den Gegenstand auf internationalem Wege zu behandeln. Ter Präsident hat den Generalanwalt angewiesen, Hebungen über die Ursachen der Fleischverteuerung anzustellen.

hat. «

B euth en (Oberschl.), 7. April. Eine große Feuers­brunst wütete in der Ortschaft Millam o witz 20 Ge­bäude, davon 1L Wohnhäuser wurden ein Raub der Flam­men. Eine alte Frau und ein vierjähriges Kind öer*j

aroßerunq und Erweiterung des Gerichtsqebäudes in Verbindung,Augusta Diktorra" euren Besuch Ter Kapitän brachte' da sich die Räumlichkeiten schon einige Zeit als zu be- dem Kaiser den Wunsch eines Mr. Wannamaker, Chey t -7'-».:-r jTas ist in Gießen auch der^Fall. des bedeutendsten Manufakturwarenhauses Llmerikas, bor,

e vorgestellt zu werden. Ter Kaiser gewahrte die Ditte ...........w.v* - v -r v l----- sofort. Air. Wannamaker quittierte die Vorstellung damit, geschlossen ist, das dem Ge>etz aber geradezu widerspricht. ! L - ~ <*"

D. Red.) . ,

Berlin, 6. April. Gegen den ehemaligen Direktor der Preußischen Hypothekenbank, Eduard Sanden, ist dem Vernehmen nach neben dem Hauptverfaßren nun auch noch ein Vorverfahren wegen b etr ügerischen Banke­rs 11 s eingeleitet worden. Der Termin zur Hauptverhand-

ÄX »V« 'm ^meritaner W fort,

-alls werden die Vorbereitungen dahin getroffen, daß die Ter ^^^r schien sich i^es nicht ^el zu unt^hEer^. V°rh°ndlun4 bis zum Bcgi-M ber Gerichtsserien beendet denn^-m^Schltche:des Geichs M

urteNten 45' X i-Ne n b^wTmieu befche'm tafi ®?af

meldet, vom Reichsgericht zurtukgewiesen worden'ist, be-b- Puckler^ sich in ber verstossenen

KtnfeiLe? e 3 n - b i g n n g s g e s u ch e b e i m tt - i s e r g-h-lten unb^J^bez

Chemnitz, 5. April. Vor ber zweiten Strafkammer schafts-Angelegenheiten gewesen sein. MsüE. soll bas des hiesigen Landgerichts stand heute vormittag die Ver- Gesuchte sofort wieder nach dem Süden crbgereist sem, hanbfuna aeaen den fiebicbnjähriaen Kaufmannslehrlina ba die Staatsanwaltschaft aus diplomanschem Wcg^. den S chn ei^d e^r^an, ber beffibigt^i\t am 4bei Hast- unb Auslieferungs-Antrag an dre Schweiz gerichtet seinem Lehrherrn einen schweren Einbruchsdiebstahl und am 10. November einen Mordversuch auf die Direk­trice Ertel verübt zu haben. Der geständige Angeklagte wurde zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 9 Monaten

verurteilt.

Studcutcumcusurcn in Wien. Vor dem Strafrichter des brannten, rksaerichtes Fünfhaus, stand die Mechanikergattin Karoline

Bezicksgerichtes FünsHaus, stand die Mechanikergattin Karoline Zlarlsruhe, 7. Aprll. Staatssekretär Graf Posa» Pietsch gemeinfam mit drei Studenten als Angeklagte. Frau dowsky ist heute Morgen nach Berlin abgereist. Mit Be- Pietsch stellt feit Jahren ihre Wohnung zur Austragung studen- ~ ~

tischer Mensuren zur Verfügimg. Es finb deshalb zahlreiche An­zeigen gegen sie eingelaufen, sie wurde auch schon einige Male wegen Mitschuld am Verbrechen des Zweikampfes bestraft, u. a. mit 3 Monaten schweren Kerkers. Im Januar meldete ein Wach­mann dem Polizellommisfariat Rudolphsheim, daß eine große An­zahl von Studenten sich in die Wohnung der Pietsch begeben habe. Ein Polizeikommissär begab sich sofort mit einigen Polizeiagenten dorthin. Als sie sich der Thür der Wohnung näherten, orang ihnen Lärm und Säbelllirren entgegen. Der Polizeikommisfär pochte an die verschlossene Thür und da ihm nicht geöffnet wurde, ließ er sie gewaltsam öffnen. Im Zimmer standen ungefähr v0 Personen um 2 Studenten herum, die, durch Stierköpfe (Fecht­masken mit Gitternetz) und Fechthandschuhe geschützt, mit Schlägern auf einander losdroschen. Die Situation ließ vermuten, daß es sich hier um einen Zweikampf gehandelt hatte. Die Polizei nahm eine genaue Haussuchung vor. Der Jurist Sudeny wurde in einem Bette liegend, der Techniker Fleischer in einem Kasten versteckt auf­gefunden. Zwischen Studeny und Zenker hatte ein Säbelduell stattgefunden. Anlaß dazu gab ein Auftritt, den die beiden Stu­denten im Ratskeller hatten. Außer der Alenfur Zenker-Studeny hatte gleichzeitig in einem anderen Zimmer der Pietfch-Bude eine Mensur zwischen dem Techniker Fleischer unb einem Studenten stattgefunden, dessen Namen jetzt weder Fleischer noch die anderen Anwesenden nennen wollten. Fleischer hatte in dieser Mensur eine Verletzung am Kinn erlitten, allerdings nicht durch Schuld seines Gegners, sondern, indem nämlich die Klinge eines Säbels abfprang. Die Voruntersuchung wegen Verbrechens des Zwellampfcs wurde schließlich eingestellt, weil die Gerichtsärzte erklärten, daß mit ben oerroenbeten Säbeln keine gefährliche Verletzung werden konnte. Der Richter verurteilte Frau Pietsch schubleistung zu einem Monat Arrest, Zenker j, Studenv zu 12 Kronen Geldstrafe. Fleischer wurde freigesprochen.

Telephonischer Kursbericht.

.Frankfurt a. JH.. 7. April 1902.

37e% Reicheanleihe . . 101.85 S»/o do. ... 92.50 3V,°/c Koneolfl . . . . 101.80 3% do.....92.15

3'/z0/g Hessen .... 100.20 356 Hessen ...... 4% Oesterr. Goldretne . . 102.80 4 256 Oesterr. bilberrento 101.40 456 Ungar. Goldrente . . 101.10 40/1 Italien. Rente , . . 100.90 4% 56 Portugiesen . . . 43.60 .50/ Portugiesen. .... 28.55 1% C. Türken ..... Türkenloso ...... 110.60 4% üriech. Monopol.-Anl. 43.75 4,/256 äussere Argentiner.

Tendenz: t

3-Vq Mexikaner .... 26.50 4*/2 '/j Chinesen .... 90.30 Electric, bewuchert . . . 110.20 Nordd. Lloyd......

Kreditaktien , . . . . 211.50 Diskonto-Kommandit. . . 194.00 Darmstädter Bank . . . 138.50 Dresdener Bank .... 137.40 Berliner Handelsges. . . 153.60 Oesterr. Staatabahn . * . 143.10 Lombarden.....17.60

Gotthardbahn.....167.60

Laurahütte ...... 200.50 Bochum . 196.00

Harpener ...... 166.50

Krirskasten der Redaktion.

(Anouynie Anfragen bleiben unberücksichtigt.

cand. med. E. Ihr Anerbieten ist schr frewidlich, wir müffen aber zunächst wissen, welcher Art Ihre Artllel sind, die wir von Ihnen zu erwarten haben.

Neueile Wewrnigen.

Origiualdrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 7. April. Vor drei Jahren machte der Kaiser aus seiner Nordlanbreise oem Lloyddampser

jwanzig Pfennige

S ** ö Resultat des billigen Einkaufs

Eea eines Waschpulvers, für welches der betreffende Fabrikant nicht einmal feinen Namen hergiebt, weil es meist Soda, wenn nicht noch schärfere Stoffe wie Eylor ujro. enttjält Tie werwollere Sparsamkeit liegt im Erhalten der Wäsche, und dies kann nur durch Anwendung eines wirklich guten Seifenpulvers geschehen, wie Giotb's gemahlene Kernseife mit Salmiak unb Terpentin, für welches ber Fabrikant, I. Gioth, Hanau, bittet) ferne Firma auf jebem Packet garantiert. Preis per Packet 15 Pfg.