der rot Volksunrnde der „llngegypste" genannt wurde, bat ein Mer von 60 Jahren erreicht.
* Berlin, 6. April. Wie der ,Zokalmtz." berichtet, wurde der Apotheker St. dieser Tage am Schlesischen Bahnhof fälschlich unter dem Verdachte des Betruges fest genommen, un „Grünen Wagen" zum Polizeiprüsi- oium transportiert und dort 30 Stunden in Hast behalten, bis sich herausstellte, daß er mit ekirrem gesuchten Betrüger nicht identisch sei. Seinem sofortigen Verlangen, seinen bisherigen Prinzipal herbeizuholen, um seine Unschuld aufzuklären, wurde anfangs nicht entsprochen, bis dies schließlich nach 24 Stunden geschah, worauf die Freilassung erfolgte.
* Berlin, 5. April. Tas Projekt der Ue b e r füh r- Lng der Linden durch eine Straßenbahn-Linie ist von der Verkehrs-Deputation vorläufig auf gegeben worden. _ „ _,
* Stendal, 6. April. In der vergangenen Nacht wurde die 70 jährige Witwe Dorothea Schutz von dem 18 jährigen (Sdjneü) er gefeiten Karl Llsert ermordet. Ter Mörder ist verhaftet.
♦ Straßburg i E., 5. April. Ein S e r g ea n t des 2. bayrischen Fußartillerie-Regiments wurde in Metz verhaftet. Ter Verhaftete soll sich des Verratsmilitärischer Geheimnisse schuldig gemacht haben.
♦ Diedenhofen, 5. April. Leutnant Weber vom 135 Infanterieregiment erschoß in seiner Wohnung eine junge Dame und dann sich s e l b st.
* Glasgow, 5. April. Bei einem heute statt gehabten Fußballwettspiel zwischen Engländern und Schotten durchbrachen dieZuschauer die Barriere. Hierbei wurden dreiPersonen getötet und Hunderte verletzt. 177 Personen wurden in Krankenhäuser aufgenommen. Außer den drei sofort Getöteten sind noch 17 den Verletzungen erlegen.
♦ Brüssel, 6. April. Auf den Paris-Brüsseler Schnellzug wurde in der letzten Nacht in der Mhe von Mons ein Attentat verübt. Zwei Telegraphenstangen waren durchgesägt und quer über das Geleise gelegt worden. Ein Streckenwärter entdeckte jedoch rechtzeitig die Frevelthat. Eine gerichtliche Untersuchung ist sofort eingeleitet worden.
* Paris, 5. April. Ter holländische Maler Kämmerer hat sich in seiner Wohnung erhängt. Das Motiv der That ist eine unheilbare Krankheit. — In Ploezal stürzte eineKirche ein. Glücklicherweise war während des Einsturzes niemand in derselben anwesend.
* Paris, 5. April. Gestern abend wurde General Deloye, General-Inspekteur der Artillerie, bei einer Radtour unter einen Wagen geschleudert und schwer verletzt.
* P a r i s, 6. April. Aus Aix les Bains wird gemeldet, daß ein dortiges Feuerwerks - Laboratorium gestern infolge Explosion vollständig zerstört worden ist. Ter Direktor der Anstalt tarn daber um, ferner wurden mehrere Arbeiter verletzt.
* Petersburg, 5. April. In Ufa wurden in der letzten Nacht bei der Explosion eines Pulver-Ma- g a z i n s ein Soldat getötet, vier verwundet. Tie Explosion war dadurch verursacht, daß das über dem Pulver- leUer gelegene Wachthaus in Brand geriet.
* Ein Brief des Königsberger Gattenmörders Beck, der sich, wie gemeldet, durch Selbstmord in der Nähe von Frankfurt a. M. der irdischen Gerechtigkeit entzogen hatte, ist jetzt an die Redaktion der „Königsb. Har- tung'schen Ztg." gelangt. Beck hat den Bries kurze Zeit vor feinem Tode verfasst. Das merkwürdige Schreiben ist datiert vom 2. April abends 10 Ahr, und bereits in der Nachtstunde von 10 bis 11 Uhr auf dem Frankfurter Postamt 1 ab gestempelt. Der Bries ist mit etwas flüchtiger, ater sicherer Hand mit Bleistift geschrieben. Auf der Rückseite des Couverts steht der Name und augenblickliche Aufenthaltsort des Absenders, dahinter deutlich erkennbar drei Kreuze. Beck teilt in dem Schreiben mit, er habe einen genaueren Bericht über die Veranlassung zu seiner That und über deren Einzelheiten an die Königsberger Staatsanwaltschaft abgehen lassen. Vollständig unerfindlich sei es ihm, weshalb Frau Meerbach inhaftiert worden sei. Alle Schuld an dem Unglück trage allein seine Frau; er empfinde im etzten Augenblick keinerlei Gewissensbisse darüber, daß er ie getötet habe. „In einer Stunde", so Ijeifjt es am Ende )es Briefes, „werde ich mich erschießen; beim Erhalten dieser Zeilen dürste es Ihnen schon bekannt sein."
* Kaiser und Dienstmädchen. Eine interessante Episode spielte sich am Dienstag in Berlin ab. Der Kaiser hatte in Begleitung seiner Gemahlin seinen alltäglichen Spaziergang unternommen und war in die Corneliusstraße eingebogen. Dem Kaiserpaar entgegenkommend, wandelte dort auch ein Liebespärchen; „er": König!. preußischer Linien- Jnfanterist, zur Zett auf Osterurlaub in Berlin; „sie": Geheimrats Dienstmädchen. Die beiden waren so tief im Gespräch versunken, daß sie die Welt um sich vergaßen und auch das Kaiserpaar nicht bemerkten. Erst im letzten Akoment, kaum zwei Schritt von den Majestäten entfernt, erkennt das Mädchen die einsamen „Spaziergänger" und bricht in den Ruf aus: „Du, Willem, da sind Kaisers!" Seinen Schatz loslasien, auf den Straßendamm springen und „Front" machen, war für den Soldaten natürlich das Werk eines Augenblicks, selbst ein geölter Blitz konnte nicht schneller sein. Das Mädchen blieb indessen verdutzt auf dem Bürgersteig stehen, sodaß die Kaiserin den Arm chres Gemahls loslassen mußte, um weitergehen zu können. Nichtsdestoweniger gewannen die hohen Herrschaften der Situation die heitere Seite ab, und der Kaiser drehte sich sogar um und sagte zu dem Mädchen: „Nun holen Sie sich man Ihren „Willem" wieder".
Gerichtssaal.
M. Gießen, b.April. Strafkammer. Ten Vorsitz führte Landaerichtsdirektor Tr. Güngerich, die Anklagebehörde vertrat Gerichtsasiessor Dr. Hetzel. — Gegen den Landwirt Johannes Reitz von Burggemünden hmte das Amtsgericht Homberg einen Strafbefehl erlassen unter der Beschuldigung, daß er von einer seinem Grundstück benachbarten Wiese ca. 4 Last Heugras widerrechtlich abgemäht habe. Tas Schöffengericht Homberg verwarf den von dem Angeklagten eingelegten Einspruch. In der heutigen Verhandlung vor dem Berufungsgericht wurde zwar festgestellt, daß R. von dem benachbarten Wiesenstück einen nicht unerheblichen Teil des Grases abgemäht und sich angeeignet hat; es konnte jedoch nicht erwiesen werden, daß er gewußt hat, er mähe auf einem fremden Grundstück. Unbestrittenermaßen waren nämlich die Reiser, die den beiden Grundstücken als Grenzzeichen dienten, versteck/, jedenfalls nicht mehr sichtbar. Cb die Grenze nicht trotzdem bei' gehöriger Aufmerksamkeit des Angeklagten erkennbar geroqen wäre oder durch Eckundigung bei dem Nachbar hätte festgestellt werden müssen, konnte nach Ansicht des Gerichts dahingestellt bleiben, da
der Thatbeftand der Entwendung den Nachweis des Vorsatzes und nicht mir den eventuellen Nachweis einer Fahrlässigkeit erfordere. Ein vorfätzliches Handeln war jedoch nicht nachzuweisen, der Angeklagte daher von Strafe und Kosten freizusprechen. — In der Privatklagesache Ludwig Frey gegen Heinrich Jäger, beide von Londorf, wegen Beleidigung war der Angeklagte von dem Lchöffeu- gencht Grünberg zu einer Geldstrafe von 40 Ml. verurteilt worden. Äu' seine Berufung hin wird er von der Strafkammer frei- gesprochen. I. hat im Herbst v. Js. einem anderen gegenüber geäußert, er habe einen beim Aepselwegnehmen erwischt, und ans die Frage nach der Person geanttvortet, es sei der Frey gewesen. In der heutigen Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß der Privatkläger in der That durch rechtskräftigen Strafbefehl wegen Aepfelentwendung mit einer Geldstrafe belegt worden war. Tas Gericht war daher der Ansicht, daß in der uifriminicrten Aeußerung lediglich eine Warnung gelegen habe und daß I. auf Grund der Bestrafung des Frey zu dieser Warnung berechtigt gewesen fei. — Ter Rendant Berthold Gutfleisch von Homberg war wegen Ruhestörung von dem Schöffengericht Homberg — unter teilweiser Aufrechterhaltung eines Strafbefehls — zu einer Geldstrafe von 5 Mk. verurteilt worden. Er soll in der Nacht vom 7. auf den 8. September v. Js. in einer Wirtschaft zu Homberg im Verlaufe eines Disputs mit dem Vertreter eines dortigen Arztes derart gelärmt haben, daß die allgemeine Ruhe gestört worden fei. In der heutigen Verhandlung ergab sich, daß der thatsächlich in der Wirtschaft stattgehabte Lärm nicht von G., sondern von anderen Personen verursacht worden mar, weshalb Freisprechung erfolgte. — Der Student Hermann Schudt aus Gießen ist des Jagens auf fremdem Jagdgebiet beschuldigt und von dem Schöffengericht Laubach zu einer Geldstrafe von 15 Mk. verurteilt worden. Ta in der heutigen Verhandlung vor der Berufungsinstanz der Jagdkamerad des Sch. sich selbst des Betretens des fremden Jagdgebiets bezichtigt, den Sch. aber völlig entlastet, und da der Forstwart, der die Anzeige erstattet hatte, eine Verwechslung nicht für ausgeschlossen hält, ersolgte Freisprechung. — Die von der Ehefrau Heinrich Köhler aus Homberg gegen das sie zu einer einwöchigen Haftstrafe wegen Ruhestörung verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts zu Homberg eingelegte Berufung wird bei Ausbleiben der Angeklagten kostenfällig verworfen. — Der Landwirt Ludwig Wagner von Nidda war wegen Uebertretung des Art. 279 des Polizeiftrafgesetz- buchs — Nichtbeleuchtung seines Fuhrwerks bei einer Fahrt auf der Staatsstraße Rainrod—Eichelsdorf — durch Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 4 Mk. — ausrechterhalten durch schöffengerichtliches Erkenntnis — verurteilt worden. Er versucht in der heutigen Verhandlung, den Beweis seines Alibi zu führen, der jedoch mißglückte. Das Schöffengerichtsurteil wird bestätigt. — Gegen die Bauunternehmer August Bieker aus Kirchhain und Johannes Bieker aus Cölbe wurde von dem Schöffengericht Gießen wegen Zuwiderhandlung gegen das Gewerbesleuergefetz auf eine Geldstrafe von 147 Alk. erkannt. Gegen das Urteil verfolgten die Angeklagten Berufung an die Strafkammer, deren Urteil am 11. ds. Mts. verkündet werden wird. — Die Bauunternehmer Gebr. Zutt in Gießen hatten vom Amtsgericht Gießen einen Strafbefehl von 4 Mk. erhalten, weil sie den freien Verkehr dadurch gestört haben sollten, daß sie unter das Gerüst eines von ihnen in Gießen aufgeführten Baues Baumaterialien lagern ließen. Das den Strafbefehl ausrechterhaltende schöffengerichtliche Urteil wurde von der Strafkammer aufgehoben, da nach Ansicht des Gerichts der freie Verkehr bereits durch Errichtung des Baugerüstes behüiderk worden war, derselbe mitten nicht nochmals durch die Lagerung von Baumaterialien gestört werden konnte.
ZweiNachspielezurKonitzerMordaffaire. Im dem ersteren Falle handelt es sich um eine Privatklage, die Tr. Hirsch Hildesheimer gegen den Verleger der „Staatsb. Ztg.", Wilh. Bruhn, angestrengt hatte. (££ handelt sich um einen Artikel, der in der „Staatsb. Ztg." erschienen war, nachdem der bekannte Rechercheur Schiller in Könitz wegen Verleitung zum Meineide verurteilt worden war. In dem Artikel wurde der Privatkläger beschuldigt, daß er gewissermaßen die Zentralstelle für alle in Könitz in die Erscheinung tretenden Machenschaften zur Irreführung der Justiz sei. Der Angeklagte bestritt, irgendwie für die Veröffentlichung des Artikels verantwortlich zu sein, wogegen der Privatkläger behauptete, daß der Artikel unter ausdrücklicher Billigung seitens des Angeklagten erschienen sei. Er berief sich in dieser Beziehung auf das Zeugnis des jetzt in Wien wettenden Redakteurs Böckler. Das Berliner Schöffengericht beschloß, Böckler kommissarisch in Wien vernehmen zu lassen. — Die zweite Privatttage, die von dem Lehrer W e i ch e l in Kvnitz und dessen Ehefrau ausging und sich gegen den Privatdetektiv Gustav George und den früheren Chefredakteur der „Berliner Morgenpost", Gvttl. Meyer, richtete, dürfte noch manchen Staub aufwirbeln. George hat die thntsächlichen Unterlagen zu einem Artikel gegeben, den die „Berl. Morgenpost" veröffentlicht hat. Darin wird gegen den Lehrer Weichsel der Verdacht ausgesprochen, daß er der Mordthat in Könitz nicht fernstehe, und in längeren Ausführungen wurde die Begründetheit des Verdachts zu erweisen gesucht, der schließlich dahin geführt habe, daß sich Weichel einer polizeilichen Haussuchung habe unterwerfen müssen Der Artikel schilderte den Privatkläger als in schlechtem Rufe stehend und jähzornig, behauptete, daß er seine Frau so schlecht behandelt habe, daß sie von ihm getrennt lebe und die Scheidungsklage eingeleitet habe, daß er als Lazarettgehilfe während seiner Militär-Dienstzeit bei Secierungen immer ein auffallendes Interesse an den kunstgerechten Schnitten bekundet habe und auch im Besitz von chirurgischen Instrumenten gewesen sei, daß er auf dem Wege zur Schule die Stelle zu passieren habe, wo eines Tages plötzlich die Kleidungsstücke des ermordeten Winter gefunden wurden u. s. w. Schließlich wurde die Vermutung ausgesprochen, daß W. wahrscheinlich eines Tages den Gymnasiasten Winter im Zimmer seiner Frau überrascht, ihn gewürgt und die Leiche dann zerstückelt habe. Rechtsanwalt Bobrecker bot für alle in dem Artikel enthaltenen Behauptungen den Wahrheitsbeweis an, besonders auch dafür, daß der Privatkläger thatsächlich der Thäterschaft verdächtig gewesen und deshalb Haussuchung bei ihm abgehalten worden sei. Der Gerichtshof beschloß, sämtliche angebotenen Beweise zu erheben, die Ermtttelnngsakten einzufordern und die außerhalb wohnenden Zeugen kommissarisch zu vernehmen. — Der zweite Strafsenat des Reichsgerichts erkannte in der Revisionsverhandlung des Berliner Rechtsanwalts Sonnefnfeld wegen Beleidigung des Ersten Staatsanwalts in Kvnitz auf Verwerfung der Revision und Bestätigung des Urteils des Berliner Landgerichts vom 9. Dezember v. I.
Landwirtschaft.
— Tierzuchtbestrcbuugen in der Provinz Oberheffen. Sett 1897 hat der Landw. Verein für die Provinz Lberheyen die Zuchtbestrebungen in die Hand genommen und verfolgt in konsequenter Weife das Ziel, leistungsfähigere Tiere von guter Gesundheit und sicherer Vererbungsfähigkeit gu züchten. Zu diesem Zweck sind Herdbücher eingerichtet worden, in welche die Tiere, die dem Zuchtziel entsprechen, eingetragen werden. Es wurden Z u ch t h Ö f e und B u 11 e n ft a t i o n e n errichtet, es wurden bessere Zuchttiere beschafft, die auf den Tierschauen prämiierten Tiere wurden auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft re. re. Um aber gesunde Tiere zu züchten, ist vor allem eine gesund e, naturgemäpe Haltungsweife der Tiere notwendig. Für junge Tiere ist eine solche nur durch einen rationell betriebenen Werdegang möglich. Ter Landw. Provinzialverem hat zu diesem Zweck 4 Jung- Viehweide n und 1 Fohlenw eide eingerichtet, auf denen in
diesem Jahre ca. 220 Rinder und 55—60 Fohlen aufgetrieben werden können. In erster Linie sollen auf diese Weiden junge Tiere ausgenommen werden, die später zur Zucht dienen sollen. Die Vorteile, die hierdurch für die jungen Tiere zunächst unmittelbar erreicht werden, sind: eine bessere Gesundheit und kräftigere, gegen Krankheiten wider-standsfähigere Körperverfassung, eine breitere unb- tiefere Brust, weil Her, und Lunge mehr angestrengt werden, ein breiteres Becken, gerader Rücken, kräftiger entwickelte TluSteln, bessere Stellung der Gliedmaßen und besserer Gana. Da durch den Weidegaug der Fettansatz bei jungen Tieren zum Verschwinden gebracht wird, so sehen diese beim 9lbtrieb zwar gewöhnlich nicht so rund aus wie beim Auftrieb, ihr Zuchtwert hat aber sehr wesentlich zugenommen. Weibliche Tiere nehmen leichter auf, männliche sind länger zum Zuchtdienst zu verwenden. Tiere von guter Abstammung werden erst durch ben Weidegang zu wertvollen Zucht- ticren. Wird der Weidebetrieb allgemeiner, so wird schließlich der Zuchterfolg in der ganzen Provinz beschleunigt, weil jedes auf der Weide gewesene Tier seine hier gesteigerten guten Eigenschaften auf die Nachzucht überträgt Wir können daher nur wünschen, daß bie Bestrebungen des ProvinzialvereinS durch die 2)litroirfung der Zuchtvereine und Private in erwünschter Weise unterstützt werden^ und daß recht viele Landwirte Gebrauch von den Weiden machen.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 8. April, abends 7 Uhr: „Figaros Hochzeit.* Schauspielhaus.
Dienstag den 8. April, abends 7 Uhr: „Uriel Acosta."
Auszug uus de» iürdjrnbüdjtru btt Stabt Gieße».
Evangelische Gemeinde.
Getaufte. Markusgemeinde. Den 23.März. Dem Kaufmann Heinrich Heyne ein'Sohn, Heinrich, geb. den 23. Februar. Den 25. Dem Bauunter-nchrner Albert Rübsamen eine Tochter, Emilie, geb. den 5. Februar. Den 30. Dem Schuhmacher Wil- helm Schmidt eine Tochter, Anna Elisabethe, geb. den 21. Januar. Dem Dreher Wilhelm Müller eine Tochter, Katharine Margarethe Elisabethe, geb. den 18. Februar. Dem Schreiner Karl Andreas Schreier ein Sohn, Rudolf Arnold Andreas, geb. den 24. Februar, Dem Müller Adam Reich ein Sohn, Ernst, geb. den 5. Februar. Dem Fuhrmann Georg Bachmann eine Tochter, Anna Auguste Marie, geb. den 4. März. Dem Restaurateur Maximilian Otto Lebrecht Jaskowsky eine Tochter, Martha Margarethe Luise Phitippine, geb. den 19. Februar. Dem Unwersitäts-Garteninspek- tor Friedrich Rehn eit eine Tochter, Johanna Margareche Karoline Bertha, geb. den 30. Januar. Den 3L März. Dem Schlossen Heinrich Dörr eine Tochter, Elisabeth, geb. den 28. Februar. Dem Bäcker Ludwig Arnold ein Sohn, Ludwig Jakob Johannes Karl, geb. den 18. Februar. Dem Schuhmacher Johann Jost Stauß ein eoijn, Otto Heinrich, geb. den 7. Februar. Dem Schneider! Christian Petersen eine Tochter, Elisabethe, geb. den 12. Februar. Dem Arbeiter Karl Becker ein Sohn, Karl Heinrich, geboren den 4. Februar. Dem Taglöhner Johann Friedrich Menzel ein Sohn,^ Johann Volbrecht, geb. den 28. Dezember. Dem Taglöhner Justus Schäfer eine Tochter, Marie Elisabethe, geboren den 22. Februar. Dem Fuhrmann Ludwig Becker eine Tochter, Luise Karoline, geb. den 29. Dezember» Dem Schneider Ludwig Herrmann eine Tochter, Elisabeth Luise, geb. den 5. Februar. Lukasg emeinbe. Den 30. März. Dem Schuhmacher Heinrich Friedrich Linn eine Tochter, Elisabeth Katharine Marie, geb. den 15. März. Dem Schreiner. Wilhelm Becker eine Tochter, Katharina, geb. den 29. Januar. Dem Eisenhobler Heinrich Herzberger eine Tochter, Mathilde Margarethe, geb. den 18. März. Dem Fuhrmann Heinrich Abel ein, Sohn, Wilhelm Heinrich, geb. den 23. Februar. Dem Kaufmann Georg Emil Seng ein Sohn, Franz, geb. den 5. Januar. Den 31. März. Dein Hilfswärter Heinrich Albach eine Tochter, Marie, geb. den 9. März. Den 1. April. Dem Werkmeister Karl Anton Schmidt ein Sohn, William Otto Theodor, geb. den 3L Januar. Johannesgemeinde. Den 30. März. Dem Taglöhner Wll- Helm Schneller ein Sohn, Johann Hermann geb. den 15. Januar. Dem Spenglermeister Georg Tahmer ein Sohn, Karl, geb. den 6. Januar. Dem Großh. Landgerichts-Registrator Ludwig Jagev eine Tochter, Auguste Wilhelmine Meta Charlotte, geboren den 10. Februar. Dem Schneider Wilhelm Hoffmann ein Sohn, Wilhelm Christian Emst, geb. den 18. Januar. Den L April. Dem, Kaufmann Johann Seibel eine Tochter, Elisabeth, geboren den 27. Februar.
Getraute. Markusgemeinde. Ten 22. März. Otto- Rausch, Arbeiter zu Gießen und AnnaMargareche Sauer, Tochter des Schäfers Philipp Sauer zu Roch bei Marburg. Den 30. März. Johann Georg Reitz, Lackierer zu Gießen und Emilie Schmids Tochter des verstorbenen Horiidrehers Jakob Schmidt zu Alsfeld» Heinrich Repp, Taglöhner zu Gießen und Kacharme Ruyl, Tochter des Ofenputzers Jakob Ruhl zu Gießen. Karl Wagner, Fabrikarbeiter zu Gießen und Elisabethe Zimmer, Tochter des Taglohners Konrad popp zu Seibertsdorf. Albrecht Buch, Bäcker zu Gießen und Henriette Bertha Marie Helene Schwan, Tochter des Oeko- nomen Philipp Schwan zu Gießen. Georg Martin, Bauaspirant zu Gießen und Elifabethe Margarethe Kacharine Henriette Schwan, Tochter des Messerschmieds Georg Schwan zu Gießen. Johannesgemeinde. Ten 30. März. Johannes Wilhelm Otto, Schlosser zu Gießen und Margarethe Belloff, Tochter des verstorbenen Küfermeisters Heinrich Belloff zu Gießern Den 31. März. Georg Heinrich Merz. Flascheiibierhändler zu Gießen, em Witwer, und Sophie Kraft, Tochter des Steinl)auer§ Georg Heinrich Straft zu Bleichenbach.
Beerdigte. Markusgemeinde. Den 25.Mär^. Johann Jost Henkel, Schneider, verheiratet, 53 Jahre alt, starb den 23. Marz. Heinrich Grün, Gastwirt, ein Witwer, 55 Jahre alt, starb den 23. März. Den 29. März. Anna Drescher, Tochter des Arbeiters Karl Drescher, 20 Jahre alt, starb den 27. März. Den 2. April. August Noll I, Rentner, verheiratet, 76 Jahre alt, starb den 30. März. Bernhard Heinrich Johann Pitzer, Sohn des verstorbenen Kiitschers .Christian Pitzer, 9 Jahre alt, starb den 31. März. Lukasgemei nde. Den 4. April. Ehristtne Ott, geb, Zinßer, Ehefrau des Barbiers Karl Ott, 46 Jahre alt, starb den 1. April. Den 3. April. Margarethe Baumann, geb. Fenster, Witwe des Taglöhners Konrad Baumann, 66 Jahre alt, starb den 1. April.
WchentW Zlebrrßcht -er Todesfälle in der Stadt Gieße«.
11. Woche. Vom 9. bis 15. März 1902.
Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (infl. 1600 Mann Militär), Sterblichkeitsziffer: 22,08, nach Abzug von 6 Ortsfremden 10,40 %o.
Kinder
Sinin.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommeiu
Es starben an: Zusammen: 1
Erwachsene:
im
vom
1. Lebensjahr:
2,-15. Jahr
Lungenschwindsucht
2 (1)
2 (1)
—
—
Lungenentzündung
3 (1)
3 (1)
—
—
Bronchitis
1
—
—*•
1
Tiphtheritis
1 (1)
—
—
1 (1)
Ileus
1 (1)
1 (1)
—
—
Tarmkatarrh
3
3
—1
—
Lebensschwäche
1 (1)
—
1 (1)
—
Bösckrtiger Blut-
annut
1 (1)
1 (1)
—
—
Selbstmord
1
1
—
—
Summa:
11 (6)
8 (4)
1 (1)
2 (1)
Kchisssnachrichleli.
„R e d Star £ i n i e" Antwerpen.
Der Postdampfer „Southwark" der „Red Star Linie" in Älntwerpeir ist laut Telegramm am 1. April wohlbehalten in New-Pork angekommen.


