Zweites Blatt.
Samstag 6. September 1902
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$>ie heutige Kummer umfaßt 16 Seiten
ISS. Jahrgang
Nr. 209
vrscheiut täglich cmßer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Selflschen Landwirt die Sietzener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckeret:
Schulstratze 7.
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Temperenz-Verbandes schrieben nun dem Präsidenten, er möge den Großfürsten nicht empfangen. Roosevelt konnte «der einem Vetter des Zaren, der vom russischen Botschafter begleitet ankommt, den Empfang nickt verweigern. Frau Roosevelt begab sich zu einem Onkel Roosevelts, ehe der Großfürst Boris in der Wohnung des Präsidenten an der Oysterbai erschien, und kehrte zurück, nachdem der Großfürst Lb^ereist war. Ter Großfürst dejeunierte bei Roosevelt und kehrte nach zweistündigem Aufenthalte nach Newport zurück^ wo er sehr gefeiert wird.
Newyork, 5. Sept. Newyork Herold fordert die republikanische Partei auf, anzuerkennen, daß das Volk die Trust-Politik des Präsidenten unterstützen und dieselbe nicht zu übernehmen gedenke.
ihrer Rechte den Arbeitnehmern gegenüber gehindert worden sind, auf neutralem Boden einiat. Men Arbeitgebern, den größern wie den kleinern, oen Industriellen wie den Handwerkern und Kaufleuten, ist das Bestreben einer Abwehr der Gefahr gemeinsam, welche durch den sozialpolitischen Uebereifer wohlmeinender, aber einseitiger und kurzsichtiger Reformatoren im Vereine mit der unablässigen Wühlarbeit der sozialdemokratischen Agitation den Fortbestand der Industrie und des Gewerbes Äum unberechenbaren Schaden nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer selbst bedroht."
Aus Stadt und Kaud.
Gießen, den 6. Sept. 1902.
*' Geschrvorenenliste für das 3. Quartal 1902. Bei der am 4. September stattgefundenen Auslosung der Geschworenen für das 3. Quartal 1902 wurden nachstehende Personen aus der Urne gezogen: 1. Karl Trapp, Fabrikant in Friedberg. 2. August Becker, Landwirt in Griedel. 3. Karl Schrimpf, Landwirt in Schlechtenwegen. 4. Karl Heinrich Schmidt, Landwirt in Romrod. 5. Jakob Diehm IL, Kaufmann in Lauterbach. 6. Heinrich Kratz II., Landwirt in Ober-Seibertenrod. 7. Georg Weitzel, Kaufmann in Lißberg. 8. Jakob Friedrich August Schaub, Landwirt in Büdesheim. 9. Ludwig Hofmann, Rentner in Münzenberg. 10. Johannes Weiß II., Landwirt in Altenburg. 11. Johannes Orth, Landwirt in Rieder-Breidenbach. 12. Wilhelm Schuchhard, Kaufmann in Gießen. 13. Jakob Dieffenbach IL, Bürgermeister in Ober-Roßbach. 14. Peter Wilhelm Bähr, Landwirt in Rohrbach. 15. Georg Flach, Gerber in Butzbach. 16. Karl Loth, Landwirt in Rieder-Ofleiden. 17. Bernhard Hoos, Kaufmann in Lauterbach. 18. Peter Frey mann IV., Bürgermeister in Eichelsdorf. 19. Heinrich Eduard Rühl, Landwirt in Freienseen. 20. Arnold Steinhäuser, Kaufmann in Butzbach. 21. Eugen Kaufmann, Fabrikant in Gießen. 22. August Schneider, Bürgermeister in Utphe. 23. Karl Möller II., Kaufmann in Lauterbach. 24. Louis Hartmann, Kaufmann in Gießen. 25. Heinrich Kaiser, Bürgermeister in Steinberg bei Ortenberg. 26. Julius Schilling, Kaufmann in Schlitz. 27. Friedrich Georg, Gärtner in Gießen. 28. Jakob Daniel Dietz, Landwirt in Büdesheim. 29. Jakob Schomber IL, Beigeordneter in Kesselbach. 30. Heinrich Bast III., Landwirt in Unter-Seibertenrod.
** Zur Landtagswahl. Wie wir vernehtsten, ist die Wahlmänner wähl auf Mittwoch den 28. Oktober und die Wahl der Abgeordneten auf Samstag den 8. November angesetzt.
*• Die Feier der Silbernen Hochzeit begehen morgen der großh. Wagenmeister Otto Müller und dessen Ehegattin.
**FünfMillionen 153 000 Mark sind mit Ablauf des morgenden Tages in der Schlußkasse der Hessischen Landeslotterie zur Auszahlung gelangt. Was ist das Schicksal dieser Menge von Geld? Wenn es in Hände gelangt, die mit Kapital umzugehen verstehen, wird es den Gewinnern am sichersten das Glück bringen, nach dem sie gestrebt haben. Soweit es Gewinnern zufällt, die sich zur Anlegung der Erfahrung zuverlässiger anberer bedienen, kann das gewonnene Kapital auch für sie zu einer dauernden Wohl- that werden. Von vielen Gewinnern wird man aber auch sagen müssen: „Wie gewonnen, so zerronnen". Das toirb bei zahlreichen leichtlebigen Menschen der Fall sein, die ihr Dasein immer nur nach der augenblicklichen günstigen oder ungünstigen Lage ihrer Verhältnisse einzurichten pflegen. Es zeigt sich eben auch in der Verwendung erzielter Glückerfolge die große Verschiedenheit der menschlichen Natur. — Was aber diejenigen Spieler anlangt, die von Glück nicht begünstigt worden sind, so werden diese vernünftigerweise das gehabte Pech nicht allzu tragisch nehmen und sich etwa für die Folge von der Spielbeteiligung abhalten lassen. Das Glück ist mit dem Willen nicht erzwingbar, aber eben deswegen immer auch ohne Behinderung durch irgend welche Einflüsse für jedermann erreichbar. Deshalb werden sicherlich auch zahlreiche Nichtgewinner bei der von nächsten Donnerstag, den 18.—22. September stattfindenden Ziehung der Darmstädter Schloßsreiheitslotterie sich wieder beteiligen. Die Gelegenheit, einen Gewinn von 25 000 Mark bei nur 25 000 ausgegebenen Losen zu machens ist zu verlockend, da man sich schon für 6 Mark ein Zehntel Los verschaffen kann.
sd Darmstadt, 5. Sept. Vor einer mit außerordentlicher Frechheit und großem Raffinement zu Werke gehenden Scywindlerin, durch welche eine hiesige Firma empsinblich geschädigt wurde, sei hiermit ausdrücklich gewarnt. Dieselbe, em mit Sicherheit auftretendes sauber gekleidetes Frauenzimmer von ca. 20 Jahren mietete sich dieser Tage in einem Hause der Schuchardstraße ein, und bestellte alsbald bei einer benachbarten Firma ein hübsches Bouquet für ca. 3 Mark- Als nach kurzer Zeit ein Gartnermadchen das Bouquet an die bezeichnete Adresse gegen Bezahlung abliefern wollte, wurde demselben von der Betrügerin bedeutet, sie habe nur einen Hundertmarkschein, das Mädchen solle sich zunächst die 97 Mark Wechselgeld zu Hause holen; dem verrrauenswürdigen Mädchen wurde von der ahnungslosen Firma auch der Betrag em* gehändigt und übergab dasselbe nun Geld und Douquett der dreisten Person, welche vorgab, den Schein im Neben-
Politische Tagesschau.
Englische Generale bei dem Kaisermanöver.
Man schreibt uns aus Berlin, 5. September:
Lord Roberts, der englische Kriegsjmin,ister Brod- rick und andere höhere englische Offiziere sind in Berlin eingetroffen. Im Hotel de Rome roerben sie als Gäste deS Kaisers betrachtet. Ein^ größere Anzahl fremdländischer Militärs wohnt auf Einladung deS obersten Kriecherrn den Monövern bei, auS Italien, Rumänien, den Vereinigten Staaten usw. Daß die englischen Gäste in Berlin besondere Beachtung seitens deH Publikums finden, ist nicht anzunehmen. Jnslbesondere Lord Roberts erfreut sich aus dem Burenkriege keiner übergroßen Sympathie in der Oesfent- lichkett. Man wird die englischen Offiziere höflich aber kalt kommen und gehen sehen. Wie es militärisch und taktisch nicht gemacht werden soll, das haben ja die brittschen Heerführer in Südafrika des öfteren gezeigt. Wie es zu machen ist, bei entsprechend tüchtigem Mannschaftmaterial, das werden die deutschen Manöver den englischen Generälen demonstrieren. Das verlohnt schon eine Reise über den Kanal.
Beschlagnahme der Ladung des deutschen Dampfers „Marco- mannia" vor Haiti.
Der Hamburger Dampfer „Markomannia" ist vor Haiti durchsucht und die an Bord Vorgefundenen Waffen und Munition sind beschlagnahmt worden! Beides erfolgte durch das die Flagge des Haitischen Prätendenten Firmin führende Kanonenboot „Erste ä Pierrot", dessen Komman- bant später den Dampfer wieder freigab. Die ,Marko- mannia" setzte ihre Reise fort. Tas Kanonenboot „Erste ä Pierrot" kann nun, nach diplomatischer Auffassung, nicht als Schiff einer kriegführenden Macht angesehen werden, ^ödaß die Durchsuchung des deutschen Dampfers und die Wegnahme der Waffen und Munition sich als Seeraub darstellt. Inzwischen ist die Freigabe bereits erfolgt, aber damit selbstverständlich Dieter Zwischenfall für die Reichsregierung nicht erledigt. Es besteht vielmehr kein Zweifel, daß Deutschland den Kapitän des Kanonenbootes seines Piratenstücks wegen zur Rechenschaft ziehen wird. Dem Kommandanten des deutschen Kriegsschiffes „Panther" dürften bereits entsprechende Weisungen zugegangen sein. Die Keckhett dieser seefahrenden Mestizen übersteigt nachgerade das Maß; sie kann nur der Auffassung entspringen, daß die Vereinigten Staaten eine Einmischung europäischer Regierungen in amerikanische Angelegenheiten nicht zulassen werden. Vielleicht ist die letzte, vielerörterte, ziemlich robuste Monroe-Toktrin-Rede Roosevelts von den Haittanern nicht verstanden worden. Dann wäre zu wünschen, daß der President eine nicht mißzuverstehende „Erläuterung" zu dreser Rede gäbe. Es kann doch den Nordamerikanern nicht angenehm sein, demoralisiertem Mischvolk als Schutzpatron zu gelten.
Deutsches Reich.
Berlin, 5. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Kronprinz, sind mit Sonderzug um| 5 Uhr 30 Min. in Wildpark eingetroffen, und haben sich nach dem neuen Palais begeben. Morgen wohnt das Kaiserpaar der Kaiserparade in Machendorf (Bez. Frankfurt a, O.) bei. Die Rückkehr erfolgt noch am selben Tage abends 7 Uhr 20 Min.
— Zu der Kölner Er zb ischossw ah l erfährt die „Frkf. Ztg.", der Kaiser habe bei seiner letzten Anwesenheit in Aachen einem Mitgliede des Kölner Domkapitels erklärt, er könne den Kölnern den Bischof von Metz nicht geben, weil er ihn in Lothringen dringend notwendig brauche. Der Kaiser verhandele auf diplomatischem Wege mit Dem Papste. Kandidat des Kaisers sei der jetzige Abt von Marialaach Frhr. von S t o tz i n g en- Gegenwärtig weile als Vertrauter des Kaisers der Bischof von Metz in Marialaach, wo zweifellos die Kölner Erzbischofsfrage erörtert werde. — Die „Germania" vermag an die Richtigkeit der vorstehenden Meldung nicht zu glauben. Wie aus Bochum berichtet wird, konstatiert die „Wests. Bolksztg" entgegen anders lautenden Meldungen, sie habe authentische Information, daß Bischof Schneider-Paderborn nicht für die Erzbischosswahl in Köln in Frage komme.
— Wie von angeblich maßgebender Seite mitgeteilt wird, haben Besprechungen über den deutsch-italienischen Handelsvertrag während der An w e s en h ei t des italienischen Herrschers in Berlin nicht stattgefunden. Man betonte es an leitender Stelle und halte daran fest, daß derartige Verhandlungen, die gegenseitige Kompensationen bedingen, und worin etwaigen Wünschen Italiens entgegengekommen werden könnte, erst dann zu eröffnen feien, wenn der Zolltarif zur Annahme gelangt ist. Aus vorherige Abmachungen und bindende Versprechungen sich einzulassen, halte man für verfrüht und inopportun. Ebenso sei man aber überzeugt, daß eine neue Handelsvereinbarung, die beiden verbündeten Staaten zum Vorteil gereicht, abgeschlossen werden wird. Bei den oeiderseitigen Beziehungen erscheine es hierbei selbstverständlich, daß es an einem freundschaftlichen Entgegenkommen auch von Seiten Deutschlands nicht fehlen wird.
— Eine „Deutsche Ar b ei t g eb er-Zt g," soll mit eginn des Oktobers als Wochenblatt erscheinen. In dem wgramm heißt es:
„Unsere Zeitung soll das deutsche Arbeitgebertum > feiner Gesamtheit derart vertreten, daß sie die Arbeit- 95 er, die durch die parteipolitischen Gegensätze bisher jedem einheitlichen Vorgehen in der Wahrnehmung
Ausland.
London, 5. Sept. Tie Burengeneräle wurden von einer nach Hunderten zählenden Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Besondere Polizisten waren auf geboten. Die Generale trugen Cylinderhüte, schwarze Gehröcke uni> dunkle Kravatten und sahen ganz anders aus, als man sie sich vvrstellte. Mit den drei Generälen saß noch ihr Sekretär Brebner im zweispännigen Wagen. Dieser nahm auch an der Konferenz zwischen Both a, Dewet und De - larey mit Chamb er lain und Küchener teil. Fischer dagegen nahm nicht teil, da die englische Regierung die holländischen Burendelegierten nicht anerkennt. Fischer blieb im Hotel, als die Generäle abfuhren. Beim Verlassen des Hotels und beim Eintritt in das Kolvuialamt hatte Botha immer die Führung. Botha war auch der Wortführer auf der Konferenz. Chamberlain fuhr, mit prachtvoller Orchidee im Knopfloch, um 2.40 Uhr vor und wuroe bejubelt. Tie Burengenerale wurden in Chamberlains Zimmer geführt und erst kürz nach 5 Uhr verließen sie das Kolonialamt wieder. Tie Menge bejubelte die Generäle wiederum uni) diese dankten durch Lüsten der Hüte. Kitchener gelangte durch eine Seitenthür in das Kolonialamt, sodaß selbst die Polizei feine Ankunft nicht merkte, lieber das Re sul tat der Konferenz wird beiderseits Schweigen beobachtet. Auf Anfrage erklärte Chamberlain, daß ein vollständiger Bericht über die Vorgänge in der Zusammenkunft mit den Burenführern in einem Blaubuch veröf f en tlichjt werde.
Wien, 5. Sept. Die Statuten der ö st er r eich isch en Antiduellliga,deren Zweck die Bekämpfung des Duells ist, sind nunmehr von der Regierung genehmigt. Die Liga strebt das Ziel durch Organisierung von Ehrenräten und Anbahnung legislativischer Reformen zum Schutz der persönlichen Ehre an. Die Liga hat ihren Sitz in Wien, ist aber berechtigt, Zweigvereine in ganz Oesterreich zu gründen. Jedes Ligamitglied ist verpflichtet, im Falle eines Ehrenhandels den Ehrenrat anzurufen, oder bei Hinemziehung in einen Ehrenhandel auf dessen friedliche Austragung durch den Ehrenrat yinzuwirken. Der Ehrenrat hat durch sein Urteil dem gekränkten Teil volle Genugthuung zu verschaffen. Zu den ersten Befürwortern und Gründern der österreichischen Antiduellliga gehört der Jnfant Don Alfonso, der Bruder des Jnfanten Ton Carlos, Herzogs von Madrid, der auf Schloß Ebenzweier bei Gmunden ansässig ist.
Salzburg, 5. Sept. Tie vom Verein der hiesigen Schönerianer im Kurhaus .abgehaltene Sedan feier wurde infolge einer Rede des Lllrgeordneten Stein, in welcher dieser über das jüngst veröffentlichte General- stabSwerk von 18 70 sprach und dabei die Haltung Oesterreichs aufs schärfste kritisierte, von dem Regierungskommissar polizeilich aufgelöst.
Agram, 5. Sept. Auf telegraphisches Ersuchen wurde ein Bataillon Infanterie per Bahn nach Brod a. Save abgesandt, wo ernste Unruhen ausgebrochen sein sollen. Nähere Nachrichten lassen die Behörden nicht durch. Nach Meldungen aus Sissek fanden dort in der letzten Nacht große Demonstrationen statt. Mehrere serbische Geschäfte wurden geplündert. Tie Gendarmerie, welche von den Temonstranten attackiert wurde, machte von der Feuerwaffe Gebrauch und verwundete mehrere Exeedenten.
Petersburg, 5. Sept. Durch den traurigen .Vorfall bei Hofe wird die Möglichkeit erörtert, ob die Zarin je wieder guter Hoffnung werden kann, und ob nicht vielleicht jede Aussicht auf einen männlichen Erben dahin ist. Noch vor wenigen Tagen soll der Zar geäußert haben, er werde bei der Geburt eines Thronfolgers ganz Rußland durch seine Gnadenbeweise in Erstaunen fetzen. Selbstverständlich herrscht auch bei Hofe tiefe Verstimmung, da das Gerücht wissen will, daß das totgeborene Kiüd ein Knabe war.
Konstantinopel, 5. Sept. Kontreadmiral Pa- lumbo überreichte heute in ein^r Audienz dem Sultan Geschenke des Königs von Italien, für die der Sultan feinen Dank aussprach. Am Nachmittag besuchte Palumbo die Vertreter Der Mächte. Ter Sultan übersendet dem König von Italien als Gegengeschenk ein Porzellan- Service aus der kaiserlichen Fabrik.
Washington, 5. Sept. Boris wurde vom Präsidenten R o o s e v e l t in Oysterbai empfangen, indessen Frau Roosevelt kurz vorher weg ging und zwar, wie die „World" erklärt, um ihn nicht empfangen zu müssen. Ties soll auf Wunsch der christlichen Temperenzvereinigung geschehen sein, weil Boris Champagner aus dem Pantoffel einer Theaterdame getrunken und zu den Blondinen gesagt haben soll, er werde sich erst in Newyork das Vergnügen machen, mit den Brünetten zu soupieren Ter Großfürst bestritt diese Geschichte bei seiner Ankunft in Newyork, doch als er auf das telephonische Gesuch einer Choristin das eine Theater besuchte an Stelle eines anderen und so darauf erpicht war, den Chor zu sehen, daß er behauptete, zu beschäftigt zu fein, und der Gouverneur des Staates Newyork zu empfangen, da nahm man sein Dementi nicht ernst. Mitglieder des. Frauen-
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Gletzener Anzeiger!■ w General-Anzeiger " ’SST
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Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW
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