Ausgabe 
6.9.1902 Erstes Blatt
 
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Hof-Möbelfabrik und Kunstsohreinerei von Ludwig Alter m Darmstadt« Ranges.

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Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungea Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion.

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Warnung!

Die meisten Nachahmungen von Dr. Hommels Haematogen werden, um das D. K. V. No. 81,391 zu umgehen, mit Zuhilfenahme! von Aether bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aetherfreie Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr. Bommel*« Haematogen und achte auf die Schutzmarkeßäu-

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Märkte.

a. Marburg, 4. Sept Auf dem heutigen Schweine- markte, der mit 970 Stück befahren war, waren die Preise trotz ziemlich lebhafter Nachfrage durchweg gedrückt. 56 Wochen alte Ferkel, für die anfangs pro Paar 36 Mark gefordert und bezahl! wurden, gingen bis auf 32 und 30 Mark zurück und wurden schließ­lich mit 24 und vereinzelt sogar 22 Mark gehandelt. 56Momä« alte Lauser kosteten durchschnittlich 4555 Mk. pro Stück, Ältere Schweine entsprechend mehr.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Leipzig, 5. Sept. Die heutige Garnbörse war zahlreich be­sucht. Tas Geschäft war recht lebhaft. Es wurde eine größere Anzahl von Käufen abgeschlossen. Bedarf auf kurze Lieferung war vorhanden, jedoch wurden viele Käufer infolge der vorgestrigen Steigerung und des gestrigen Rückschlags stutzig und zurückhaltend. Die Preise für Spinner sind nach wie vor ungünstige. Für die nächste Garnbörse ist vorläufig der 17. April n. I. in Aussicht ge­nommen.

Karlsruhe, 4. Sept. Der Mitinhaber der Bankfirma Beit L. Homburger, Leopold Willstätter, ist heute früh in der Schweiz am Herzschlag gestorben.

Brüssels 4. Sept. Es ist nunmehr der Versuch gemacht wor­den, bayerisches Bier auf dem W ass e r w e g e zu beziehen, um die Transportkosten zu vermindern. Eine volle Schiffsladung ist als erster Transport bereits gestern hier eingetroffen. Das Bier wird von München bis Mannheim per Bahn und von dort per Schiff weiterbefördert.

Bern, 5. Sept. Die Darmstädter Bank hat beim Bundesgertcht durch den Rechtsanwalt Dr. Rys (Zürich) erne Klage eingereicht gegen die Beschlüße der Aktionärversammlung der Jura-Simplon-Bahn, betreffend die Verteilung des Rein­gewinns pro 1901. Im analogen Prozeß betr. die Verteilung des Reingewinns pro 1900 ist der Schriftenwechsel beendiat, und dieser Fall kann entschieden werden nach der Rückkehr der Bundesrichter aus den Ferien. Dieses Urteil entscheidet präjudiziell auch den nveiten Prozeß, weshalb die Jura-Simplon-Bahn das Gesuch Dr. Ryfs, den zweiten Prozeß mit dem ersten zu vereinigen, ablehnte. Wie verlautet, gestaltet sich die Verständigung der Jura-Simplon- Bahn über den Rückkauf der Bahn mit den italienischen Städten und Provtnzeu, die Subventionen an den Simplon-Durchstich zahl­ten, weniger leicht, als man meinte.

Rew-Aork, 5. Sept. Die Direktoren der Mexikan Trust Company und der Bank and Corporation Trust Com­pagnie unterzeichneten ein Abkommen über die Vereinigung der beiden Gesellschaften. Die Combinarion führt den Namen In­ternational Bank and Trust Company. Das Kapital beträgt zehn Millionen Dollars. Die Gesellschaft will hauptsächlich mit den­jenigen Ländern Amerikas arbeiten, wo romanische Sprachen ge­sprochen werden.

Verlegenheiten von Kamerun-Gesellschaften. In einer Generalversammlung "der Aktionäre der drei Kamerungesell­schaften, der Kamerun-Hinterlandgesellschaft, der Deutschen Handels­gesellschaft Kamerun und der Handels- und Plantaaengesellschast Sudwest-Kamerun, wurde deren Liquidation beschlossen und zu­gleich oerwaltungseitig mitgeteilt, daß, wenn nicht sofort Schrille zur Rekonstruktion unternommen würden, der Konkurs der drei Gesellschaften unvermeidlich sei. Die gesamten Passiven der drei Gesellschaften betragen co. 300 000 Mk. Die in Afrira vorhandenen Aktiven dürften bei zwangsweisem Verkauf einen Verlust von über 200 000 Mk. ergeben. Hauptgläubiger der beiden erstgenannten Ge­sellschaften, welche gegenseitige Garantien für ihre Schulden ge­leistet haben, sino die Herren Weber und Schaer in Hamburg. Die letzteren hätten sich unter der Voraussetzung genügender Beteiligung seitens der Gesellschafter bereit erklärt, die Rekonstruktion der Ge­schäften in die Hand zu nehmen. Zu diesem Zweck soll eine neue Gesellschaft gegründet werden, welche die vorhandenen Aktiven der drei in Liquidation getretenen Gesellschaften übernehmen soll. Die Firrna Weber u. Schaer sei bereit, die Oberleitung zu über­nehmen. Nach längerer Deballe wurde beschlossen, die Neugründung einer Gesellschaft unter der Firma »Deutsche Kamerun- Gesellschaft" mit einem Kapital von 500 000 Mk. vorzunehmen. Die neue Gesellschaft übernimmt Akttva und Passiva der aufgelösten drei Gesellschaften, und zwar sind hiervon 300 000 Mk. zur Be­friedigung der Gläubiger, weitere 200 000 Mk. als Betriebskapital in Aussicht genommen. Die zu Protokoll gegebenen Beteiligungen betrugen in der Versammlung ca. 290 000 Mk.

Auszug MS den Sjavdtssmtsregifiery der Stadt Sießes.

Aufgebote.

Am 28. Aug. Karl Eugen Sontheimer, Kaufmann dahier mit Caroline Louise Speth in Frankfurt a. M. Am 30. Aug. Wilhelm Carl Heinrich Jöckel, Gerichtsasseffor in Lauterbach mit Louise Kätchen Karoline Margarethe Paula Adami dahier. Gustav Adolph Jung, Gärtner in Niederrad mit Anna Marie Wilhelmine Amend dahier. Am 1. Sept. Johannes Laucht, Dienstknecht auf Hof Ca­pelle mit Margarethe Fegmeier dahier. Wilhelm Heinrich Schmitt, Dachdecker dahier mit Anna Dorothea Katharine Tietz hierselbstz Heinrich Max Halte, Ingenieur in Köln mit Elise Wilhelmine Lehr dahier. Am 3. Sept. Georg Wilhelm Christian Kinkel, Konditorei­besitzer in Bensheim mit Franziska Gernand dahier.

Eheschließungen.

Am 30. Sept. Waldemar Bruno Franch Schloffer dahier mit Katharine Rohrbach Hierselbst. Philipp Seitz, Weinhändler und Weingutsbesitzer in Heidesheim mit Marie Bischoff dahier. Heinrich Koch, Fuhrknecht dahier mit Karoline Beata Schultheiß hierselbst. Am 4. Sept. Wilhelm Budde, SergeaM in Darmstadl mit Wilhelmine Emilie Nebl dahier.

Geborene.

Am 25. Aug. Dem Werksührer Philipp Schreiner ein Sohn. Dem Postassistent Hermann Philipp Justus Lang eine Tochter, Julie. Am 28. Aug. Dem Heizer Ludwig Biedenkopf eine Tochter. Am 29. Aug. Dem Tapezier Johann Paul Hennig eine Tochter, Eitle Karolina. Dem Taglöhner Balthasar Erb eine Tochter. Am 80. Aug. Dem Bremser Heinrich Linkmann ein Sohn. Dem Speng- lermetster Rudolf Rüdiger ein Sohn, Wilhelm. Dem Taglöhner Wilhelm Brück eine Tochter, Maria Auguste. Dem Lokomotiv­heizer Peter Schaub eine Tochter, Lina Augusta Wichelmine. Am 2. Sept. Dem Fabrikarbeiter Jakob Stecker ein Sohn, Hans Fer­dinand Theodor. Dem Postboten Wilhelm Stein eine Tochter, Karolina Elisabeths. Am 5. Sept. Dem Gerber Ludwig Mühlhause ein Sohn, Ferdinand Karl.

Gestorbene.

Am 1. Sept. Karl Zinßer, 34 Jahre all, Kaufmann dahier. Am 2. Sept. Agathe Lauer, aeb. Fischbach, 56 Jahre all, 2Öittroei des Rechtsanwalts Ludwig Lauer dahier. Am 8. Sept. Emilie Voinend, 1 Jahr alt, Tochter des Stationsafpiranten Heinrich Vomend dahier.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfrage» bleiben unberücksichtigt.)

Anonymus mit demReichsboten". Besten Dank für freundliche Uebersendung des Blattes. Es dürste interessieren, daß uns yimFalle Thesrng" aus Tilsit, der Stadt, in der bekannt­lich dieser Herr als Oberbürgermeister amtierte, und aus einem anderen ostpreußischen Orte, wo man jene Vorgänge genau kennt, Zustimmungen zu Teil geworden sind. Unsere Darstellung wird im wesentlichengut und richtig" genannt. »Nicht ganz zutreffend" von uns angegebeneEinzelheiten" werden ausdmckllch als »un­wesentlich" bezeichnet. DieKgsb. Hart. Ztg." hat die Angelegen­heit in gleichem Sinne beleuchtet. Wir haben zu der Sache authentisches Material erhallen, wollen aber jene »ollen Kamellen" nicht mehr aufrühren. Tie Oeffentlichkett hat heute kein Interesse daran. Unziemliche Redensarten dieses Herrn Obev- bürgermeistcrs a. D. laffen uns gänzlich falt Wir begnügen uns mit der Thatsache. daß sein Rechtfertigungsversuch tn der »Vofs. Zig." von der überwiegenden Mehrzahl der m Betracht kommenden deutschen Zeitungen als verfehlt angesehen wird.

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seiner Art wohl das Beste und Treffendste sagt, rvaS Über 6W Veranstaltung gesagt werden kann, trefflich durch 53, zum Teil ganzseitige, wohlgelungene Wiedergaben unterstützt. Diesem schließt sich der Schluß des für die Böcklinforschung wichtigen Aufsatzes Graf Schack und Böcklin an. Der dekorative Teil des Heftes be­schäftigt sich mit der Turiner Ausstellung: die Sektionen Deutsch­land, Oesterreich, Ungarn, Frankreich, Italien und Skandinavien werden von W. Fred einer Kritik unterzogen. Außerordentlich reichhaltig und vortrefflich ist hier wieder der bildnerische Schmuck (54, darunter 15 ganzseitige, Illustrationen). Erwähnt man noch die alles Wichtige bringenden Rubriken: Von Ausstellungen und Sammlungen, Personalnotizen u. s. w., so wäre wohl der Haupt- inhall deS Heftes angeführt. Jeden, den die modernen Bestrebungen in freier und angewandter Kunst interessieren, können wir immer nur aufs neue auf Bruckmanns »Kunst" aufmerksam machen.

»Für junge Mütter" ist ein im Verlage von Wilhelm Möller in Berlin erschienenes Buch, das Belehrungen über Wochenbett, Kindespflege rc. bietet und in dessen Anhang einige brauchbare Ratschläge tn Bezug auf die Erleichterung der Entbin­dung erteilt werden. Ter Verfasser, Dr. R. Fischer giebt in dem Merkchen gute Ratschläge, durch deren Befolgung junge Frmren und Mütter sich und ihrem Kinde nützen, manchen verhängnis­vollen Fehler vermeiden werden. Auch die Andeutungen, die über Vorbeugung von Kraukheiteu gegeben werden, sind beherzigenswert, liebet die Ernährung der Kinder entroidelt Dr. Fischer verständige Ansichten, deren Befolgung nicht angelegentlich genug empfohlen werden kann.

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Frr derNewYorker Tribüne" schildert jemand die Kreo- Itnnen und Mulattinnen der Karaibischen Inseln als die anmutigsten, graKiösesten Frauen der Welt. Dabei ahmen diese Frauen dem stärkeren Geschlecht jener Zonen keines­wegs in der von diesen Herren der Schiöpfung eifrig kulti­vierten Faulheit nach, sondern sie verrichten die schwerste Arbeit, tragen Lasten, besorgen die Feldarbeit, arbeiten in den Zuckermühlen, sowie im Hause, widmen sich ihren meist sebr zahlreichen Familien und sind dabei doch ebenso zu­frieden und guter Dinge, wie ihre Schwestern in anderen Ländern, die bei allem Luxus und aller Bequemlichkeit des Lebens doch nicht zur Zufriedenheit gelangen. Zu ihren Pflichten gehört es unter anderem, die Militärstraßen und die Straßen in den Städten in Ordnung zu halten und auszubessern. Man bann sie an der 22 Meilen langen Regierungsstraße von Kingstown nach Georgetown überall beschäftigt sehen, Vertiefungen ausKusüllen, die Straße zu ebnen und von Fluten beschädigte Brücken auszubessern. Gewöhnliche arbeiten sie gemeinsam mit Männern, das heißt, Die Männer spielen sich als die Ausseher auf, statt bei der Arbeit mit Hand anzulegen. Auf den Feldern besorgen die Männer das Pflügen, die Frauen das Säen und Hacken. Bei der Ernte des KukerrohrS verdienen die Frauen für ununterbrochene Arbeit von Sonnenaufgang bis Sonnen­untergang 30 bis 60 Pfg., mehr nur in Ausnahmefällen. Am Samstag, dem Markttage, ziehen diese Frauen zu Fuß von St. Vincent aus in ihrem besten Staat nach, Kingstown oder Georgetown. Ihre Gatten begleiten sie, aber die Lasten werden von den Frauen getragen, während der Herr Ge­mahl vergnügt sein Bambusrohr schwingt. Tie Frauen in ihren tadellos weißen Gewändern, die aufgeschürzt bis jum Knie reichen, während lästiges Schuhwerk die Füße nicht einzwängt, erfreuen, wie sie so schnell ohne doch scheinbar in Eite zu sein dahinwandern, durch ihre natür­liche Grazie jedes künstlerische Auge. Mit dem Maultier hält die Frau Schritt, ohne zu ermüden und vergnügt plau­dert sie mit den anderen zum Markte Ziehenden. Die alten Frauen sind meist eifrige Händlerinnen. Ihre kleinen Kramläden aus den Straßen sind für westindisches Jnsel- leben charakteristisch. Sie belagern in ihren Booten die Schiffe und die Reisenden sogar in den Hotels, indem sie meist tropische Früchte und Kuriositäten feilbieten. Fast alle Mädchen besitzen eine gute, wenn auch knabenhafte, so doch zarte und wohllautende Stimme, die sich besonders zum Vortrag von Chorälen vortrefflich eignet

* Seif e aus Kloake st off. Bei dem heutigen Stande der chemischen Wissenschaft darf man sich Über nichts mehr wundern, auch nicht darüber, daß Kloakestoffe' in Seife verwandelt werden können. Dieses soll in der That demnächst in Königsberg versucht werden, nachdem damit bereits in Amerika Erfolge erzielt sind. Wie in der letzten Sitzung des Vorortvereins Mittelhufen mitgeteilt wurde, besteht die Absicht, eine Gesellschaft zu gründen, die den Schlamm der bei Metgethen gelegenen Klärbassins der Kanalleitung verwerten will Wie festgestelll ist, enthüll jener Schlamm noch 17 Prozent Fette, deren Ausnutzung durchaus lohnend erscheint und die zur Seifenfabrikation Verwendung finden sollen.

* Ter Mond und das kluge Fritzch^n. Fritz- chen ist ein sehr kleines dickes Kerlchen, das sich gerne auf dem Arm tragen läßt, weil fein großes Körpergewicht die Keinen Füßchen gar schnell ermüdet. Da er nun auch ein frisches, schönes Bübchen ist, wird er von seiner Wärterin sehr verwöhnt; liebkosend patscht sie öfter auf seine Kehr­seite und sagt dabei lachend:Tu mit Deinem Mond!" 9hm ist ober Fritzchen sehr gescheidt, und als jüngst die Frau Öberamtsxichter zu Besuch anwesend war, durfte er zeigen, was er schon alles kann. Er trippelt zu seinem Tischchen im Kinderzimmer, holl fein Bilderbuch und legt itS der Frau Oberamtsrichter auf ben Schoß. Diese schlägt das Buch auf und beginnt, ihn zu examinieren:Nun, Fritz­chen, da sieh' einmal, was ist denn das?" Und prompt antwortet das putzige Männchen:Tie Sonn' I"Schön!" gelohnt ihn der Besuch. Und toeiter fragt die Dame: ,Uiü) was ist «denn &a£?" Und wieder antwortet Fritzchen rasch:Die Stern' l" ,/Ja, das ist aber nett von Dir", lobt die Dame,aber nun sage mir auch, wo ist denn der Mond?" Da dreht sich Fritzchen schnell umA legt sich zu Boden und .indem er sich mit dem Händchen auf die Kehrselle patscht, ruft er freudestrahlend: ,/Da.U"

* Ein jüdischer einjährig-freiwilliger Studiosus bittet den Feldwebel um Urlaub. Feldwebel: Wat haben Se denn schon wieder vor? Freiwilliger: Möchte zur Jrnrnattikulatiom ' Feldwebel: Ihr mit eure verfl .... Mische Feiertage wollt wol' jar teeneu Dienst mehr dhunl

Kunst und Wissenschaft

Das Projekt eines neuen Theaters in Berlin. Ein famfortüim, an dessen Spitze Direktor Dr. Br ahm, der bisherige -Direktor des Deutschen Theaters, steht, wird das neue Theater -nach Bayreuther Mu st er auf dem Platze der Hochschule für Musck in der Potsdamer Straße errichten.

Hamburg, 4. Sept. Der 13. internationale Orienta- listen-Konareß begann heute abend seine offiziellen Ver­anstaltungen rnck einem Begrüßungsabend irn Konzerthause. Namens Les vorbereitenden Ausschusses sprach Geh.-Rat Windisch-Leipzig. Hr wünschte dem Kongreß ferneres Gelingen ferner Arbeit und legte die Leitung in die Hände des Hamburger Komitees. Vehr- inann-Hamdurg hielt die Begrüßungsrede. Er gab einen Rückblick Äber die bisherigen Erfolge der orientalischen Wiffenschast und wies «uf die zahlreichen Beziehungen Hamburgs zu den Orientalisten lin. Lebhafter Beifall folgte der Rede. Geselliges Zusammensein anb ein Konzert schlossen den Abend. Heute Vormütaq wurde der Kongreß eröffnet. Das Ehrenpräsidium wurde Bürgermeister Mönckeberg übertragen. Jn seiner Begrüßungsansprache wies der Vertreter der deutschen Reichsregierung^ Wirkt. Geh. Legationsrat Dr. Rosen, darauf hin, daß der kaufmännische Geist der Orienta­listik die Wege geebnet habe. Er begrüßte Hamburg als Stadt tiefes Geistes. U. A. sprachen auch Abgesandte der italienischen, Iranzö fisch en und nordamerikanischen Regierungen, die stürmisch begrüßt wurden. Der Kongreß sandte ein Huldigungstelegramm tn den Kaiser, König Oskar von Schweden iind Erzherzog Rainer aon Oesterreich ab. Ein von letzterem eingegangenes Begrußungs- Lelegramm wurde unter stürmischem Beifall in der Versammlung Ler ungarischen Delegierten verlesen. Aus Gießen ist Prof. Dr. Stade anwesend. Der Kongreß tagt in zehn Seknonen, von Lenen sich sieben einzelnen nationalen Gebieten widmen ; ferner ist eine allgemein indogermanische und eine allgemein semitische Sek­tion vorhanden, eine zehnte endlich behandelt die Wechselwirkungen zivischen Orient und Oceident. Am 10. September wird der Kongreß geschlossen.

Kitteratur.

- Mit dem Septemberheft derKunst" (München, Verlags- cmstalt F. Bruckmann, Preis vierteljährlich 6 Mk.) beschließt diese von uns immer mit besonderer Freude gewürdigte Kunstzeilschrlsl iJjren dritten Jahrgang. Aus dem reichen Jiihalt des September- hsftes möchten rotr hervorheben einen Aufsatz von Paul Clemen über die Deutsch-Nationale Kunstausstellung in Düsseldorf, der in

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