Zweites Blatt.
Freitag 6. Juni 1903
153. Jahrgang
Ale heutige Wummer umfaßt 12 Seite«.
Deutsches Reich
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Marienburger AeftLage.
ii.
Marienburg, 5. Juni.
Um 8 «Uhr 30 Minuten traf der Sonderzug ein, dem das Kaiserpaar entstieg. Nach erfolgter Begrüßung fuhren Kaiser und Kaiserin im offenen Vierspänner nach dem restaurierten Schloß, dessen Weihe heute bevorsteht.
Zur Feierlichkeit im Schlosse versammelten sich das Kaiserpaar, der Großmeister des Johanniterordens Prinz Albrecht von Preußen, die Prinzen aus den souveränen Häusern, in Meisters Sommerremter, die Kommendatorcn, Ehrenkommendatoren, und Rechtsritter des Ordens St.
Der Apvetit ist rege, eine Zunahme der Kräfte macht firfji jedoch nicht bemerkbar.
M ü n ch e n, 5. Juni. Im Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer verlangte das Zentrum die Berücksichtigung bayerischer Landeskinder bei Besetzung von Universitätsprofessuren. Besprochen wurde das ungünstige Ergebnis der juristischen Uni- versitätsprüfung. Es wurde vom Regierungstisch geltend gemacht, daß ungenügendes Material von den Gymnasien komme und die doppelte Besetzung gewisser Fächer mit von Einfluß aus die ungünstigen Examenresultate seien.
Berlin, 5. Juni. Ter Vizepräsident des Norddeutschen Lloyd, Achelis, sagte bei Gelegenheit des Frühstücks, das die Stadt Dortmund den Mitgliedern des Kongresses der schifssbautechnischen Gesellschaft gab, Wunsch des Kaisers sei, den Mitte bald in Angriff genommen zu sehen und daß der Kaiser an denl Geoanken, den Kanal zu bauen, durchaus festhält. „Der Mittellandkanal kommt ganz be- st i m m t!" so soll der Kaiser kürzlich an Bord des Dampfers „Kronprinz Friedrich Wilhelm" zu dem Vizepräsidenten gesagt haben.
Ausland.
London, 5. Juni. Die Entscheidung des Kabinetts für die vorläufige Beibehaltung sowohl der neuen Er- höhungd erEinkommensteuer wie desGetreide- zolles unter gleichzeitiger Wiedereinrichtung des Tilg- ungsforrds der Nationalschuld wird als eine Ataßregel gedeutet, die Neuwahlen ins Auge fasse, die bei dem nach der Krönung in Sicht tretenden Rücktritte Salisburys und der Neubildung des Kabinetts wahrscheinlich werden würden, und die dahin ziele, der Opposition den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wenn das die Absicht war, scheint sie einstweilen Erfolg zu haben.
Paris, 5. Juni. (Ausführlichere Meldung.) Die Kammer prüfte in Ken Abteilungen die Wahlen, wobei in der 9. Abteilung über die Wahl des Nationalisten Cloutier ein heftiger Zwischenfall ausbrach. In dem Protest des radikalen Gegners befand sich eine Beschwerde überein Flugblatt, worin Cloutier die Republik ein Regime des Diebstahls und der Schande genannt hatte. Der Antisemit Millevoye ruft: „Ich habe das Nämliche drucken lassen, denn es ist die Wahrheit!" Ter Konservative Lagen- taye fügt hinzu: „Und der Präsident der Republik ist ein 211e6!" Sämtliche Anwesende springen auf. Man schreit sich Beleidigungen zu. Der radikale Bachimont nennt Millevoye eine Kanaille, worauf dieser über ihn hersällt. Es entsteht ein Handgemenge, nach dessen langem Verlauf jeder behauptete, den Anderen geschlagen zu haben, aber Thatsache ist, daß alle Prügel bekommen haben. Millevoye schickt seine Zeuge,: an Bachimont, welche dieser jedoch abweist. Nunmehr soll der Zwischenfall dem Präsidenten Bourgeois vorgelegt werden.
— Außer dem Vorsitz im Ministerium will C o m b e s das Marineportefeuille übernehmen, und zwar will er in der Marine dieselben Reformen einführen, die General Andre in der Armee eingeführt hat. Delcasse drückte in einer Unterredung mit Loubet den Wunsch aus, dem für das Ministerium der Kolonien in Aussicht genommenen Senator Etienne dieses Portefeuille nicht anzubieten, da er besonders gegen England und Siam vorzugehen wünscht und wegen sriner Befürwortung der antienglischen Politik.
Rom, 5. Juni. Der Papst empfing heute eine Abordnung aus den Vereinigten Staaten, die eine Adresse überreichte sowie ein Glückwunschschreiben des Präsidenten Roosevelt zum Papstjubiläum nebst den literarischen Arbeiten des Präsidenten.
— Heute herrschte in der Kammer große Aufregung, weil die Abgg. Franchetti und Nosarelli, Mitglieder der Kommission zur Beratung des Gesetzes über die Regelung der Verhältnisse der Kolonie Erythrea, dem Minister Prin e t ti ihre Zeugen schickten, weil dieser in den Wandelgängen der Kammer frisch und frei beider Herren Thätig- keit glossiert hatte.
Zürich, 5. Juni. Der internationale Textil-Arbeiter-Kongreß nahm einen von den englischen Delegierten gestellten Antrag auf Gründung eines internationalen Streikfonds an. Jede Gewerkschaft der einzelnen Länder hat per Jahr und Mitglied 5 Centimes einzuzahlen. Bis zum nächsten Kongreß darf der Fonds nicht angegriffen werden.
Wien, 5. Juni. Der frühere Generalinspektor, General der Kavallerie in Pension, Freiherr v. Gagern ist heute früh gestorben, v. Gagern ist im Jahre 1830 zu Schwedt in Preußen geboren.
Budapest, 5. Juni. Auf Antrag aller Direktoren wird im nächsten Schuljahr in den hiesigen Volksschulen in deutscher Sprache nicht mehr unterrichtet werden.
K o n st a n t i n o p e l, 5. Juni. F u a d P a s ch a, welcher im Februar Leute ,/gegen die staatlichen Sicherheitsorgane bewaffnet und andere revolutionäre Handlungen begangen hatte", wurde vom Kriegsgericht zu lebenslänglicher Festungshaft, Degradation und Verlust aller Orden verurteilt. 11 Offiziere und 3 Mann sind der Mitschuld angeklagt. Ein kaiserliches Jrade bestätigt das Urteil bezüglich Fuads, verfügt dessen Internierung in Damaskus und begnadigt die Mitschuldigen.
— Der verstorbene Fürst Wilhelm von Hanau war geboren am 19. Dezember 1836 in Kassel als ein Sohn Friedrich Wilhelms, des letzten Kurfürsten von Hessen, und feiner Gattin Gertrude Lehmann geb. Falkenstein, Fürstin von Stanau, Gräfin von Schaumburg. Er war zweimal vermählt, mit Prinzessin Elisabeth zu Schaumburg-Lippe, von der er 1868 geschienen wurde, und mit der 1868 geborenen Gräfin Elisabeth zu Lippe-Weißenfeld, beide Ehen blieben kinderlos. Nachfolger im Fürstentitel wird nunmehr der in Kassel lebende jüngere Bruder Prinz Karl von Hanau, geboren 1840 und in kinderloser Ehe vermählt mti Hermine geb. Gräfin Grote aus dem Haus Breese. Es leben noch zwei weitere Brüder, der unvermählte 59 jährige Prinz Friedrich Wilhelm Heinrich in Berlin, der zum Unterschied von der übrigen evangelischen Familie katholisch ist, und Prinz Friedrich Wilhelm Philipp, dessen Söhne aus der Ehe mit Albertine geb. Stäuber auch den Namen Grafen von Schaumburg führen. Somit scheint das Geschlecht der Fürsten von Hanau am Aussterben zu sein.
— Im Reichstage hat heute eine Besprechung des Chefs der Reichskanzlei Geheimrat Conrad mit dem Staatssekretär Grafen Posadowsky und Vertretern öes Auswärtigen Amtes stattgefunden. In parlamentarischen Kreisen wird angenommen, daß es sich bei dieser Besprechung um das Schicksal der Brüsseler Zucker- Konvention gehandelt habe.
— In der heutigen Sitzung des Bun des rat s wurde der Entwurf einer Bestimmung über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Hechelräumen und dergl. sowie die Vorlage betreffend die Verleihung von Korporationsrechten an die mit dem Sitze in Berlin gegründete „Deutsche Samoa-Gesellschaft" den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Tie Zustimmung wurde erteilt den Beschlüssen des Reichstags zu dem Gesetzentwurf betreffend die Abänderung des § 7 der Strafprozeßordnung, ferner den Ausschußanträgen über die Vorlage betr. den Aufruf und die Einziehung der Noten der Bank für Süddeutschland in Darmstadt sowie über den Gesetzentwurf wegen Aufhebung der außerordentlichen Gewalten des Statthalters in Elsaß- Lothringen.
— Tie „Kreuzztg." beteuert, daß der agrarische Antrag im preuß. Abgeordnetenhause keinen Vorstoß gegen den Reichskanzler darstellen sollte, und sie bezeichnet als eine Hetzerei, zu behaupten, daß er ein Mißtrauensvotum gegen den Kanzler gewesen sei.
— Nachdem vor kurzem die Badische Anilin - und Sodafabrik und die Farbfabriken von Friedrich Bayer u. Cie. aus dem Zentralverband deutscher Industrieller aus geschieden sind, hat sich diesen jetzt auch die Firma Färb w er ke Meist er, Lucius u. Brüning angeschlossen. Sie hat ihren Austritt aus dem Zentralverband erklärt, und das Aufsichtsratsmitglied dieser Gesellschaft, Herr vom Rath, hat sein Mandat als Mitglied des Ausschusses des Zentralverbandes niedergelegt. Der Grund liegt in den Beschlüssen, die der Ausschuß des Zentralverbandes zu den die technische Industrie betreffenden Positionen des Zolltarifs gefaßt hat.
— Tie „Nordd. Allg. Ztg." weist darauf hin, daß das Reichsgericht hinsichtlich der Bestrafung des groben Un - ifugs den Standpunkt vertrat, daß nicht jede grobe und ungebührliche Handlung, die das Publikum belästigt oder gefährdet, die Strafbarkeit begründe, vielmehr weiter erforderlich sei, daß die Handlung sich zugleich als Störung oder Gefährdung des äußeren Bestandes der öffentlichen Ordnung darstelle, ähnlich wie bei der von der gleichen Vorschrift (§ 360 Ziffer 11) betroffenen ungebührlichen Erregung ruhestörenden Lärms. Tie „Nordd. Allg. Ztg." fügt hinzu, auf Ersuchen des Reichsjustizamts haben die bundesstaatlichen Justizverwaltungen die Beamten der Staatsanwaltschaft angewiesen, sich bei der Erhebung der Anklage wegen groben Unfugs diese Grundsätze stets genau zu vergegenwärtigen.
Dr e s d en, 5. Juni. (Zweite Kammer.) Unfeine Interpellation der Abgg. Bogel und Leupold, worin an- gefragt wird, ob die Staatsregierung den Toleranzantrag auch in der nach den bisherigen Beratungen des Reichstags in Frage kommenden Fassung abzulehnen ge- gedenke, erklärt der Kultusminister, die Regierung babsichtige, falls der Gesetzentwurf betreffend Freiheit der Religionsübung in der der zweiten Lesung entsprechenden Fassung vom Reichstage angenommen werde, im Bundesrat sich gegen diesen Antrag zu erllären. Tann wird die Aufnahme einer dreiprozentigen Anleihe von 100 Millionen beschlossen.
Sybillenort, 5. Juni. Ter König von Sachsen verbrachte den gestrigen Tag zum Teil auf der Veranda des Schlosses und Mief nachts mehrere Stunden ruhig.
Johann und vom Gebet zu Jerusalem und die Mitglieder der ausländischen Teputationen in Meisters Großem Remter. Dann ging der Zug vor sich, zuerst die Ritter des Johanniterordens, dann die Teputationen der Johanniter englischer Zunge und des deutschen Ordens aus Oesterreich. Es folgten die prinzlichen Mitglieder des Ordens und der Ordenshauptmann, das Ordensschwert tragend. Hieran schloß sich der Großmeister Prinz Albrecht und der Kaiser. Unter Glockengeläute ging der Zug zur Schloßkirche.
Der Zug bot ein Bild unvergleichlicher Pracht und FarheuftUle. Tie alte Architektur der Kirche in der Hellen Sommer sonne, die mllitärischen Gestalten der Troßknechte, malerisch auf Lanzen und Schwerter gestützt, boten den Hintergrund. Tie Ritter trugen über der roten Uniform den Mantel von schwarzen Mären, die Oesterreichischen trugen lange rote Mäntel mit Schwarz. Reckenhaft nahmen sich die Gestalten der vier Offiziere aus, die in der Tracht oes deutschen Ordens das schwarze Kreuz auf weißem Mantel mit gewaltigem Schwert und Schild dein Kaiser und den Prinzen voram'chrikten. Der Herrenmeister trug über der Uniform den langen schwarzen Mantel, welchen Pagen hielten. Ter Kaiser als Hochmeister trug den gleichen Mantel, der ebenfalls von Pagen gehalten wurde, darüber einen Kragen von Hermelin, aus dem Haupte mit einem mit weißen Federn verbrämten schwarzen Hut.
Am Eingang der Kirche empfing der Kaiser die Geiste lichkeit, die den Kaiser nach dem Hochmeistersitz geleitete. Nach dem Gemeindegesang und der Liturgie hielt D. Drtz- ander die Weiherede. An den Gesang der Geimeinde schloß sich der Weiheakt. Tarauf begab sich der Zug nach den Gastkammern. Es begann das Bankett. Tie Tafeln in den Gastkammern waren mit schweren alten Humpen besetzt. Bei dem Bankett saß der Kaiser rechts von der Kaiserin. Nach rechts folgten Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Frl. v. Gersdors, der Reichskanzler Graf Bülow, Oberhofmarschall Graf zu Eulenburg, Graf Görz- Schlitz, usw. Links von der Kaiserin saß Herzog Nikolaus von Württemberg, die Gräfin Stolberg, Oberkämmerer Graf Solms-Baruth usw. Gegenüber den Majestäten hatte Prinz Albrecht Platz genommen, zwischen dem österreichisch-ungarischen Botschafter rechts, dem großbritannischen Botschafter Lascelles, links.
Bei dem Bankett hielt der Kaiser folgenden Trink- sprach:
Durchlauchtigster Herrenmeister, verehrte Brüder vom Orden St. Johanns! Der heutige Tag hat im Einverständnis mit meinem Oheim auf mein Geheiß den Orden St. Johanns in der Marienburg versammelt, um mit mir gemeinsam als Wirte Gäste zu empfangen, die wir zu unserer Freude unter uns sehen. Seit meinem Regierungsantritt ist es das zweite Mal, daß wir uns gemeinschaftlich zu- sammensinden, und es liegt mir am Herzen, dem Orden vollste Anerkennung und Dankbarkeit auszusprechen für die treue, fleißige Arbeit, welche er auf dem ihm vorgeschriebenen Gebiete leistet und geleistet hat. Ich habe dem Zoll dieses Dankes Ausdruck gegeben dadurch, daß ich in einer Ordre an Seine Königliche Hoheit dem Orden mein Bildnis in seiner Tracht verliehen habe, damals in den Räumen Sonnenburgs, wo die Geschichte des Ordens webt und lebt, heute an denkwürdiger Stätte, an der Wiege des deutschen Ordens. Auf fremdem, heißem Boden zur Unterstützung notleidender deutscher Brüder gegründet an der Seite des Ordens St. Johanns und der Tempelherren, war sein Zweck, Jerusalem die Freiheit wieder zu erstreiten und die Grabeskirche ein für allemal dem Kreuz zu erhalten. Doch diese Hoffnung trat nicht in Erfüllung, denn schon bald nach Gründung des Deutschen Ordens mußte das heilige Land der abendländischen Christenheit als territorialer Besitz ein für allemal als verloren betrachtet werden. Gewiß wird damals mancher Ordensbruder schmerzlich auf geseufzt haben und mancher Deutscher süch gefragt haben, was wird nun aus uns werden, welche Aufgaben müssen wir uns stellen? Ich meine aber, daß gerade hier der Finger der Vorsehung zu erblicken ist. Nicht auf fremdem Boden, wo der Europäer nicht heimisch ist und wo der König noch nicht festen Fuß gefaßt hatte, sondern daheim, an des Reiches Grenze, da steckte die Vorsehung dem Orden seine Aufgabe. Und wie hat er sie erfüllt? Tas hat ein beredterer Mund als! der meine und in herrlichen Worten in der Kirche geschildert. Erhaben und groß in allen seinen Arbeiten, allen feinen Plänen, sowohl in Bezug auf feine Politik, wie in Bezug auf feine Kriegszüge und seine Bauten, so stellt der Orden gewissermaßen die Blüte deutscher Leistungsfähigkeit dar, und durch die ganze Zeit des Mittelalters hindurch, als die kaiserliche und die Reichsherrlichkeit bald verblichen und dahinschwanden, hat das deutsche Volk sich an diesen Brüdern und Kindern seines Stammes gefreut und an den Leistungen des Ordens sich erbaut. Ich habe schon einmal Gelegenheit genommen, in dieser Burg an dieser Stelle zu betonen, wie die alte Marienburg, dieses einstige Bollwerk im Osten, der A u s g a n g s p u n k t der Kultur der Länder östlich der Weichsel, auch stets, ein Wahrzeichen für deutsche Ausgaben bleiben soll. Jetzt ist es wieder so weit. Polnischer Uebermut will dem Deutschtum zu nahe treten, und i ch bin gezwungen, mein Volk aufzurufen zur Wahrung seinernationalenGüter. Hier in der Marienburg sprech^ich die Erwartung aus, daß a l l e B r ü d e r d e s Ordens St. Johann immer zu Diensten stehen werden, wenn ich, sie rufe, deutsche Art und Sitte zu wahren, und in diesem Wunsche und dieser Hoffnung erhebe ich mein Glas auf das Wohl des durchlauchtigsten Herrenmeisters und des Ordens St. Johann. £urra! Hurra! Hurra! Tie Musik setzte mit Fanfaren ein.
Prinz Albrecht erwiderte: Eure Majestät haben di«
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Nr. 130
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