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Erscheint,«glich außer SonnlagS.
4)em «SiebenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem kcssischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt.
-iotatlonsdruck u. Der- laq der Brüh l'schen Univerl.-Biich- u.Siein- druclerei (Pietsch Erben) Äebafnon. Srpedttwn und Drucker et :
Gchulftrabe 7.
Adresse für Develchen: Anzeiger Gieße«.
Frrnlprrchanlckluß Ar.bl.
Erstes Blatt. 152. Jahrgang Freitag S.Dezember 1SOS
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V Äy V A jährlich Mk. 2.20: durch
Glchener Anzeigers-
Eeneral-Anzeiger v ää$s
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW
Präsident Graf Dallestrem verhinderte geschickt die Ausdehnung dieser hygienische Diskussion, zu der Mg.
3>ie AsllLämpse im Keichstag.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm
Kclranntmachung.
Betr.: Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschaft in der Gemarkung Allendorf a. d. Lahn.
Nachdem GroffherzoqlicheS Ministerium deS Innern dem Statut für die öffentliche Waffergenoffenschaft zur Ent- vöfferung von Grundstücken in ^lur I der Gemarkung klllendorf a. d. Lahn unterm 29. v. MtS. die Genehmigung erteilt bat, bringen wir nachstehenden AuSzng auS demselben gemäß Art. 39 des BachgesetzeS (in bet Faffnng der Bekanntmachung vom 11. November 1899) unter dem Aussigen zur öffentlichen Kenntnis, daß daS Statut mit seiner Verkündigung in Kraft tritt.
L Namen der Genoffenschaft: Waffergenoffenschaft ,Jn der Siu".
2. Sitz derselben: Allendorf a. d. Lahn.
8. Gegenstand des Unternehmens: Entwäfferung von Flur 1 der Gemarkung Allendorf a. d. Lahn.
4. Die von der Genoffenschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung .Wasser- genoffenschaft .In der Au" zu Allendorf a. d. Lahn* im Kreisblatt für den Kreis Gießen erlaffen und vom GenoffenschastSvorsteher unterzeichnet.
Die Bekanntmachungen der Genoffenschaft sind ferner in den Gemeinden Allendorf a. d. Lahn und Lützel-Linden in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. Gleichzeitig wird Tagfahrt zur Wahl, Vereidigung und Einsetzung des GenoffenschaftSvorstandeS auf
Montag den 22. Dezember l. IS., vormittags 10 Uhr, nn Gemeindehause zu Allendorf a. d. Lahn anberaumt und die Generalversammlung zum Zwecke der Vorstandswahl hierzu einberufen.
Gießen, den 4. Dezember 1902.
Großherzoglicye^ Kreisamt Gießen.
Dr. 93rei bert
Wortes Geschäftsordnung. Herr Singer inszenierte eine regelrechte Auflehnung gegen die Präsidialgewalt. Graf Stolbergs Ersuchen, die Treppe zu räumen, wurde mit Hvhn- gelächter beantwortet: den Abg. Singer trafen nicht weniger oüs drei Ordnungsrufe. Als auch daS wirkungslos blieb, schloß ihn Graf Stvll'erg von der Sitzung aus. Ungeheurer Lärm, durch den Singers fette? Lachen hindurch- "challt. Stürmisches Bravo der Mehrheit. Ter Gemaßregelte verließ den Sitzungssaal zwar nicht — die Geschäftsordnung bietet keine handhabe für zwangsweise Ent- ernung —, er lehnte sich in breiter Pose auf seinem Sitz zurück, aber er beobachtete Schweigen. Graf Stolberg erklärte nach Wiederbeginn der Sitzung. Abg. Singer dürfe an .tben heutigen Verhandlungen nicht mehr teilnehmeu. Als die allgemeine Aufregung sich einigermaßen gelegt hatte, unternahm es Abg. Tr. Spahn (Zentr.), den Sozialdemokraten ins Gewissen zu reden. Neuer Lärm. Abg. Bebel wies die Mahnung aufs entschiedenste zurück und besckiuldigte die Mehrheit. Spektakel.verursacht zu haben. Entrüstete Protestrufe: „Der polnische Reichstag !" Scharf und bell klang dieser Ruf durch den Wirrwarr: wer ihn ausstieß, war nicht zu ermitteln.
Ter Abg. Goth ein (Fr. Vga> kannte endlich sein Referat /üb"r die Positionen 190 bis 218 beginnen. Er entlediare sich dieser Aufgabe mit der größten Gründlichkeit. Es war erstaunlich, was Derr Gothein aus einem Bericht über die Ballbehandlung von Kakao, Backwerk, Margarine, Restles Kindermehl usw. xu machen wußte! Eine absolut TücfenTiofe und, wie man zugeben muß, den Stoff beherrschende Darlegung. Tie Ruhe und Gleichmäßigkeit im Sprechen, die Eraktheit des Satzbaues konnten nicht größer sein, wenn Derr Gothein seinen fast freigehaltenen Vortrag abgelesm hätte. Bon der Mehrheit legten nur wenige Wert auf die Bereicherung ihres Wiffens. Abg. Müller-Fulda vom Zentrum trat in den Saal und schlug die Hände zusammen, verwundert über die Dauerhaftigkeit des Redners.
Auf der Rechten bildeten sich Gruppen von Abaeord- neten, darunter Fürst Herbert Bismarck, die demonstrativ die Uhr zogen. Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thielmann kam aus dem Vorzimmer zurück imb verschwanb wieder, als er den unveränderten Stand der Dinge bemerkte. Im Zentrum schwoll das Geräusch der Unterhaltung. Durch alle diese Zeichen der Ungeduld ließ sich Abg. Gothein nicht im mindesten stören; er erhob bisweilen die Stimme und senkte sie mit weiser Maßhaltrmg wieder, sobald mehr Rübe im Saal einaetreten war. Ueber die Bedeutung eines zollfreien Kindermehls für das Heranwachsende Geschlecht sprach Herr Gothein mit liebevoller Ausführlichkeit, und als er zu Ende war, bat er um Entschuldigung, toemt er bei der Kürze der Zeit etwa das Eine imb Anbere übersehen habe. Inzwischen schien der Linken ein neuer Kriegsplan der Zollmehrheit bekannt geworden zu sein, nämlich eine Rachtsitzung abzuhalten, um badurch bie zu erwartenden „kilometeT-langen" sozialdemokratischen Kommissionsreferate zeitlich auszugleichen. So ergriff Abg. Brömel (fr. Der.) das Wort „zur Geschäftsordnung", um in einer imgefähr halbstündigen Rede für die Beschränkung der Dauer der Sitzungen im gesundheitlichen Interesse zu plaidieren. Verzweifeltes Lachen der Mehrheit. Mg. Brömel sicht um so ernsthafter fort, allerlei Klagen über geringe Temperatur im Hause, kalte Füße der Linken durch unzweckmäßige, vielleicht gar beabsichtigt unzweckmäßige Ventilation, Ueberanstrengung des Reichstags-Per-
L Tezember: .
Tie Herren vvm ,Lollkartell" haben sich geirrt. Sie glaubten, daß bei einem Sitzungsbeginn um 10 Uhr vormittags ein großer Teil der noch ausstehenden Kvmmissions- berichte heute erstattet werden könne. Es kam anders. Tie Herren hatten die verzweiselte Entschlossenheit und taktische Geschicklichkeit der Opposition unterschätzt. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit — es wat nur ein einziger Referent, Abg. Tt. Dlankenh otn (nl.) zum Wort gekommen — brach man von dieser Seite eine Geschäfts- ordnun gsdebatte vom Zaune, die immer wieder frisch entfacht wurde und mit Aussetzung der Sitzung um eine halbe Stunde — zum zweiten Mal! — lange Zeit tn Anspruch nahm. Es spielten sich hierbei tumul- tuarische Szenen ab, die alles überboten, was man bisher erlebt hat. Tie sozialdemokratische Sturmkolonne, Vvm Abg. Singer geführt, drängte, der vom Präsidenten Graf Balle st rem getroffenen Anordnung zuwider, gegen die zur Bundesratsestrade führende Treppe Tie Vordersten verlangten unter tosendem Rufen vom Vieepräsidenten Graf Stolberg das Wort zur Ge-1 sonals vorzubringen, schäftsordnung, während die Nachhut die „Begleitung" /H“*C
besorgte du^ch fortgesetztes rhytmisches Aussprechen des l
Heine (Soz.) eine malitiöse Bemerkung gegen die Rechte heisteuette, indem er kühlen Tones Untersuchung der Beschwerden zusagte. Mer kaum, daß dieser Faden jabgerissen, knüpfte Mg. Stolle (Soz.) einen neuen an, eine längere Rede, von der bei der Unruhe im Saale nur die,Stenographen Genaueres verstanden. Die Pointe war die Forderung schriftlicher Berichterstattung über die Positron „Drotzoll". , . ,,
Nunmehr vollführte die Mehrheit einen wirksamen Vorstoß, indem sie über sämtliche zu dieser Position eingegangenen sozialdemokratischen Anträge Uebergang zur Tagesordnuna vorschlug, und als Redner „für und gegen" die Mg. Dr. Spahn (Ztr.) und Dr. Stockmann (Rp.) stellte. Sie faßten sich selbstverständlich denkbar kurz, sodaß die Wänderungsanträge im Handumdrehen mit 227 gegen 79 Stimmen in den Orkus befördert" waren.
DaS geschah um 5 Uhr, nach einer im Ganzen sieben- tündigen Debatte. Ein weiteres verhinderte Mg. Gras Hompesch, der greise Vorsitzende des Zentrums. Er war berufen, den bereits angedeuteten Streich gegen die äußerste Linke zu führen, nämlich Vertagung der Sitzung bis 7 Uhr abends votzuschlagen, und that dies mit der ironischen Bemerkung, er hoffe so den Wün» chen Herrn Brömels nach einer Abkürzung der Sitzungen zu entsprechen. Triumphierend erhob die Mehrheit die Vertagung zum Beschluß. In starker Erregung verließen die Mgeordneten der Linken den Saal. Das Maschinenpersonal des Hauses trat ein, mit Kohlenstiften für bie Auffrischung bet elektrischen Bogenlampen. Man richtete ich also auf eine Nachtsitzung ein, in Erwartung eines auftegenben Verlaufs derselben. Hatte doch Ma. Singer, wie erzählt wurde, durchblicken lassen, daß er in der Nacht- sihung des „Jochs der Klausur" sich entledigen werde, und es sei nicht unerwähnt, daß selbst mit der Möglichkeit des Erscheinens lärmender Elemente auf der Tribüne gerechnet wurde. In den Spätnachmittagssttmden klang durch die Straßen Berlins der allarmierende Ruf der Zeitungs- verkäufer: „Singer in der Verbannung!" womit man die durch den Vizepräsidenten Graf Stolberg heute verfügte moralische Exmission des Sozialistenführers aus dem Reichstagssaal zu kennzeichnen beliebte.
Aus Stadt und Laut».
Gießen, den 5. Dezember 1902.
Gedenket der hungernden Vögel!
•» Gedenktage. Am 6. Dezember 1860 starb zu Bonn der historisch-politische Schriftsteller Friedrich Christoph Dahlmann. Er war ausgezeichnet durch um- fastende Bildung, besonnenes Urteil und unerschütterliche Ruhe, Hauptwortführer in der schleswig-holsteinischen Sache. Seine Schrift »Politik auf den Grund und das Maß der gegebenen Zustände zurückgeführt" fand ihrer Zeit höchste Beachtung. Seine Geschichte von Dänemark, sowie der englischen und französischen Revolution sind vortrefflich« Lehrbücher.
- Personalien. Stationsassistent Albach ist zum 1. Januar 1903 von Gießen nach Burg- und Nieder-Ge» münden, die StationSdiätare Schlosser von Burg- und Nieder - Gemünden und Klebe von Lollar nach Gießen versetzt.
** Provinzialausschuß. Samstag, den 13. Dez. L Js. vormittags 8y2 Uhr, findet im Sitzungssaal des
Humor nnd Politik in Boyern
gehen,
spiels sagt:
,,Ter Franzmann, der au5 Engeland, Chinese, Grieche, Türk' und Ruß'
Gelegentlich bc5 25jähr. Ministerjubiläums des bayrischen Finanzministers Frbm. v. Riedel kam auch der Humor in einem Festspiel von Benno Rauchenegger zur Geltung. Dortige Blätter berichten darüber: Es erschien die Goldfee, die wichtigste Fee für einen Finanzminister, und sprach:
„Gar mancher Staatsmann klug bedacht, Hat eifrigft mir den Hoi gemacht; — Din ich ihm günstig irgendwie, Tann beißt man ihrf: Finanzgenie! Dor allem ist es ja der Staat, Der baares Geld recht nohg hat; Sind seine Kasten stark geleert, Hat sich die Steuer stets bewährt! Und kein Erfinden höher stand, Als wenn man neue Steuern fand. Doch stieß der Steuerbote nie Beim Volk auf rechte Sympathie! Was man direkt nicht holen kann, Das kommt in Form von Zöllen dran; Die machen alte Köpfe beiß. Wie man von unferm Reichstag weiß.
«Sie weit aber die Steuergelüste des Staates
darüber klagt eine Hundefreundin bewegt in Hexametern: ‘ÄÄW b°' m« “Wn Buhi, Der ihre Seele erfreut, mütterlich sorgt sie für ihn, £ei(t fte § das faffeebtfeucßtete Bradchc» mit,bm voll V-ranua-n, toebl ihm di- ÖÄlfte dcr SBurlt, manchmal Maar etwas mehr, Set ein Planchen ihm aerne in ihmn innairanltclicn Lager, Weil s>- nichts li-h-res kennt, als das ihr Io dankbare Der Nnn aber fomn.f wic ein hnngr-a-r L°we d'r mertae F>-l.S, „ L-at auf den Buhi die Rauft, «eh» und !an! Mark ifl ,u viel
■ Tas Fräulein ift der Meinung, baß selbst ein Nero so Grausames niemals ersonnen hätte. Harmloser ist die Steuer« anelle, die au« dem Hosbräuh-ws fließt, dieser international™ Stätte der Gemütlichkeit, von der der Verfastec des Fest-
Sie wandeln friedlich Hand in Hand Hinein zum lockenden Genuß! Der Sachse der so lieblich spricht: „Hereiemersch, schmeckt das Bier so scheen!" sind die Berliner fäumen nicht, Mal in das „Hofbräu" rinzujehn! Der Schneidernieister, der Poet, Der Kaufmann, Mime und Jurist — Ta sitzt beim Kruge oder steht;
Es trinken Heide, Iud' und Christ."
Vom Biere geht der Dichter auf den Wein über, auf die Perlen deZ Frankenlandes, die in Würzburgs Gauen gedeihen:
„Wenn dort die Zecher trinken, Erglühen Herz und Kopf, Und aus dem goldnen Raste Wächst hie und da ein Zopf. Doch feiner von den Zöpfen, Die Blödigkeit gebar — Mit solchem Zopfe steht man, Was richtig ist und wahr!"
Mit diesem köstlichen Frankenwein wurde schließlich der Ehrenbecher gefüllt, der dem Jubilar überreicht wurde und ihm damit ein Vivat gebracht.
Die Pfefferkuchen-Gedichte kommen zwar alljährlich zu Weihnachten wieder, aber ste werden anscheinend immer schlechter, früher gab es mitunter recht hübsche Leistungen auf diesem Gebiet; der befannte Berliner Witz erzwang stch Achtung und zündete. Heute steht es mit der „Pfefferkuchenvoesie" aber fast ebenso, wie mit vielen ^genannten Witzblättern: der Witz ist ausgegangen. Als neueste „Gedichte" liest man jetzt folgende:
„Solange als vom Zolltarif
Im Reichstag man wird sprechen, (Seht meine Treue niemals schief — Will ich den Schwur nicht brechen." — Und ^Weihnachtsgelder pumpt ich mir, Weil ich wollte Dich belohnen;
Das ist feine Schande, denn —
Unsere Stadt pumpt ia Millionen/ —
Das nennt man „aktuelle" Arbeit und meint es besonder- gut gemacht zu haben. Von den sonstigen Erzeugnisten wollen wir ganz schweigen.
Eine Wettfahrt zwischen Lnstschiff nnd Antvmobtt wurde neulich in London veranstaltet. Dieser Versuch bildet ein Glied in der Reihe von Proben, die hinstchtlich der Brauchbarkeit von Ballons zi, Kriegszeiten unter der Leitung des Londoner Aero- Klubs angestellt werden. Der Plan war, daß der Liiftschiffer Depeschen zu besorgen hätte, von Automobilen verfolgt würde und versuchen, während eines Fluges von 3 bis 4 Stunden seine Verfolger entweder weit genug hinter stch zurückzulasten oder ihre Aufmerksamkeit derart zu täuschen, daß er ungesehen einen Abstieg ausführen könnte. Falls ein verfolgendes Automobil dem Ballon so nahe bleiben würde, daß sein Führer den Abstieg bemerken, innerhalb einer halben Stunde nach erfolgtem Abstieg den Ballon erreichen könnte, hätte die Aufgabe seitens der Verfolger als gelöst und der Ballon nebst seinen Insasten als gefangen genommen zu nelten. Das Luftschiff stieg mit vier Personen m der Gondel auf. Die Verfolgung würde von neun Automobilen unternommen. Es gelang dem Führer des Ballons in der Thal, die Verfolger zu täufchen und nach Erreichung einer Höhe von etwa 600 Metern unbeachtet eine Landung zu vollziehen.
Wallenstein als Gntöherr. Die .Reichenberger Zeittmg^ schreibt: Die Nenwiese, eine Waldidylle im Isergebiete, zählte zu ihren Besitzern auch einmal Wallenstein, der sich auch um Bewirtschaftung eifrig kümmerte. Als er z. B. fand, daß die Fasanen, die für seine Tafel abgeschickt wurden, viel magerer wären, als diejenigen von anderen Gütern, verlangte er," daß man den Fasanen fleißig Futter schütten und sie nicht in Kammern sperren solle, in denen ste nur abmagerten. Es sei aber auch aufzumerken, daß ihn die Wärter nicht bestehlen; es müßten einige Leute bestellt werden, bie deshalb bei den Fafanenhändlern in Prag Nachfrage hielten. Käme eine Schiild an den Tag, so fei der betreffende Wärter, Anderen zum Abscheu, unverweilt aufzuknüpfen, der Entdecker aber mit 300 Gulden zu belohnen. Er empfahl Fürsorge und Wachsamkeit für das Wild und ordnete den Aufbau von Schuppen in jedem Revier an, damit man im Winter den Tieren Heu Dorftreuen könne. Als ihm einmal berichtet wurde, es sei auf der Reichenberger Herrschaft ein Fünfundzwanziger gesehen worden, kam sogleich oon ihm der Befehl, wohl achtzugeben, daß. dem Hirsche nichts geschehe.


