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rfne Anleihe von drei Millionen nicht dem Geiste der Frie- drnöbedingungen Genüge thun würde. Die Regierung habe t-rher in Erwägung, daß der Wortlaut des Fried ensabvom- mienö diese Auffassung zuläßt, und von dem Wunsche beseelt, d>ie Erweckung des berechtigten Gefühls der Unzufriedenheit b»ri den Buren zu vermeiden, geglaubt, in Uebereinstimm- img mit den Interessen Südafrikas und den Gefühlen des britischen Volkes zu handeln, indem sie diese Last übernehme. 2<r die Bewilligung aus Reichsmitteln geschehe, müsse auch üne entsprechende Bewilligung für die loyalen Kolonisten erfolgen. Tie neue Anleihe solle aus der Transvaalanleihe ^rückbezahlt werden. Letztere sei noch nicht ausgegeben, boa der gegenwärtige Zeitpunkt ungünstig fei. Er hoffe t.idcissen, daß im Frühjahr eine günstige Gelegenheit sich ergebe. Ritchies Antrag wurde nach, kurzer unerheblicher Debatte angenommen.
London, 5. Nov. Wie der „Standard" aus Johan- -mesburg vom 3. ds. meldet, wird die Regierung chre Antwort auf die zahlreichen Gesuche von Burghers und Irregulären, an den Kämpfen im Somaliland teil- wehmen zu dürfen, in einigen Tagen geben, sobald Lord Milner von seiner Rundreise zurückgelehrt ist. — Einer Meldung des „Standard" aus Durban vom 3. ds. zufolge erbot sich Oberst Royston der Reichsregierung gegenüber, frOO Mann aus der Kolonie Natal zum Kriegsdienst im Somali land zu den gleichen Bedingungen anzuwerben, Wie sie für die Irregulären im Burenkrieg bestanden.
Paris, 5. Nov. Die Zahl der bei dem Eisen-
Vahn-Unglück in Reims Verunglückten beläuft sich im Ganzen aus 15. Der Bruder des früheren Ministers Hanotaux ist bereits seinen Verletzungen erlegen.
Rom, 5. Nov. Ter Korrespondent der „Tribuns in Asmaro giebt Einzelheiten über einen Kampf, welcher zwischen zwei abessynischen Stämmen stattgesunden .hat. Hierbei gab es 300 Tote. ,
R o m, 5. Nov. Da der König die Kosten der Veröffentlichung des Werkes des Herzogs der Abruzzen über dessen Nordpolfahrt trägt, schenkte der Herzog die dafür bestimmten 100 000 Lire seinem Gefährten, Kapitän Cagni.
W i e n, 5. Nov. In Budapester politischen Kreisen zirkuliert das Gerücht, der Vertreter Oesterreich-Ungarns in Berlin, v. Szögyeny, fei zum Nachfolger des Ministerpräsidenten Coloman Szell designiert. Tie jüngste Audienz Szögyenys beim Kaiser stehe damit in Zusammenhang. Die Stellung Szells soll infolge der Wehr- vorlage erschüttert sein.
Graz, 5. Nov. Ter Wärter des wahnsinnigen HermannGleichweit, welch letzterer seine Mutter erschlagen haben sollte, wurde verhaftet. Er hat b e- reits eingestanden, die Frau Gleickweit erschlagen und beraubtzu haben. Um den Verdacht von sich abzulenken, verdächtigte er den wahnsinnigen Sohn der That.
Kapstadt, 5. Nov. Tas Kap Parlament lehnte die vom Asrikanderbund eingebrachte Vorlage betr. die Reor
ganisation der Truppen der Kapkolonie mit34 gegen'
29 Stimmen a b.
New-York, 5. Nov. Gestern abend explodierten tu einem Hause von Madison Square Garden eine große Menge F.uerwerkskorper. Zwölf Personen wurden in Stücke zerrißen, 82 schwer verwundet.
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt a. 4. November 1902.
3*/8o/o Reichsanleihe . . 102.00 8°/o do. ... 91.85 81/,e/o Konsole .... 101.95 3% do......91.85
3*/»% Hessen .... 100.05 3 % Oberhessen . . . 99 80 496 Oesterr. Goldrente . . 103.05 4',,96 Oesterr. Silberrente 101.30 496 Ungar. Goldrente . . 101.85 4% Italien. Rente , . . 103.50 4*7,96 Portugiesen ... 50.70
°l Portugiesen. .... 81.75 196 C. Türken .... —•— Türkenlose ...... 124.20 4% Griech. Monopol.-AnL 44.60 4*/,96 äussere Argentiner —.—
8% Mexikaner ...» 26.00 J'/tVo Chinesen . . • . 93.85 Electric. Bob ackert . . . 78.10 Nardd. Lloyd ♦ . . . 10135
Kreditaktien ..... 218.00 Diskonto-Kommandit. • . 188.20 Darmstädter Bank . . . 187.60 Dresdener Bank . . 144.10 Berliner Handelsges. . . 157.20 Oesterr. Staatabahn . . . 151.70 Lombarden • • • • • 19.50 Gotthardbahn ..... 180.50 LauraUütte ...... 199.00 Bochum ...... . 166.50 Harpener......167.00
Tendenz: fest.
Darmstädter Möbelfabrik (160 Zunnu-Einricht.), Preisl.gral. 3821
Leibniz Kindermehl Cahes-Tabrih, §
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Sartenstratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis ü Uhr geöffnet.
Angebot der Arbeitnehmer: 1 Goldarbeiter, 1 Maler und Lackierer. 1 Friseur, 1 Küfer für Keller" und Hollarbeit, 1 Sattler u-ni) Polsterer, 1 Schmied, 1 Bauschreiner, 2 Bau- und Möbel- tireiner, 8 Hausburschen, 3 Kutscher, 4 Taglöhner, 3 Knechte, 5 Schweizer, 2 Fahrburlchen, 2 Kellner, 1 Aushilfskellner, 4 Dienst- Mädchen, 4 Laufsrauen, 1 Wäscherin, 1 Nähterin, 2 Bureaugehilfen.
Nachfrage der Arbeitgeber: 1 älterer Friseur, 1 Wagner, 1 Bau- und Möbelschreiner, 4 Knechte auf Weihnachten, 1 Herr- jc-i>aslskutscher, 1 Schweizer, 1 Hausbursche, 1 Küchenmädchen, 4 Dienstmädchen für sofort, 3 desgl. auf 15. November, 1 auf ll.Dezember, 2 auf Weihnachten, 1 Zimmermädchen aus 1. Januar, 1 Laufsrau gegen freie Wohnung.
Lehrlinge: 1 Schneider, 1 Bäcker.__________________________
Bekanntmachung.
Nachdem die Neueinrichtung in der Schulleitung der hiesigen Volksschule fest Mitte Oktober in Wirksamkeit getreten ist, wonach ber feuherige Oberlehrer Hahn zum Rektor der Volksschule und Lehrer Knauß zum Hauptlehrer der Stadknabenschule und Lehrer ihi. Schaas zum Hauptlehrer der Stadtmädchenschule ernannt öorben sind, teilen nur hierdurch mit, daß die Angehörigen der Schüler und andere Interessenten für die Folge mit ihren An- svagen. Mitteilungen und sonstigen Anliegen an den betreffenden pmptlehrer sich wenden könneir. Sprechstunden halten dieselben taizlich von 11—12 Uhr in dem betr. Schulhause ab; in dringenden ij- aUen sind dieselben auch wahrend der Unterrlchtszeit in den Raufen zu sprechen. Der Rekwr ist in der Regel gegen 12 Uhr nx dem Stadttnabenschulhauje — Zimmer Nr. 2 — zu sprechen, außerdem auch zu anderer Zeit in dem Schulhause, in welchem ec gerade anwesend ist.
Gleichzeitig ersuchen wir alle Behörden, gegebenen Falls mit Öen Rektor gefälligst ins Benehmen treten zu wollen.
Gießen, den 3. November 1902. 7748
Der Schulvorstand: Mecum.
Allce-SchuOe.
Donnerstag den 6. November
beginnt der
Weihnachts-Hnrs.
Unterricht in sämtlichen Stickereien, Schnitzen, Brandmalerei,
Lederschnitt u. s. w. 7724
Anmeldungen von 8—12 Uhr im Schullokal.
L. Möser, Oberlehrerin.
Kirßeii.
Ordentliche Generalversammlung Mittwoch, den 12. November 1902 abends 8‘/s Uhr im Postkeller.
Tagesordnung:
1. Wahl des Prüfungsausschusses für die Rechnung pro 1902.
2. Ersatzwahl des Vorstandes.
3. Statutenänderung (§§ 2, 5, 15, 22 und 31).
4. Bericht von der IX. General-Versammlung deutscher Ortskrankenkassen zu Hamburg.
Der Vorstand.
Anträge zur Generalversammlung müssen mindestens eine Woche vorher eingereicht werden. 7618
Gikßkm E.Mlck
E. V.
Mittwoch den 5. Movember 1902
abends 8V2 Uhr
im Hotel Grobherzog von Heften:
Hemral'-Iersammlüng
Lag es» Ordnung: Geschäfts- und Kassenbericht. Vorstandswahl. Verschiedenes.
Gießen, den 3. November 1902. 7743
Der Vorstand.
Bekanntmachung.
Für einen 18 Jahre alten Schmiedcgcselleu roirb Stellung gesucht. Ltäheres auf dem Armen- amt Gießen._______________7693
Versteigerung.
Donnerstag, den 6. d. Mts. nachmittags 3 Uhr
sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwen)
1. eine vollst. Ladeneinrichtung, 2. Haus-u. Küchengeräte aller Art, 3. ein Oekonorniewagen,
4. 12 Dtzd. Schirmmützen u. v. A. gegen bar versteigert werden.
Gießen, den 5. November 1902. 7778 Seipel, Gerichtsvollzieher.
Am Montag, den 10. d. Mts. wird die Firma Gcbr. Fehlings im Flach'schen Walde, Gemarkung Dornholzhausen ihre
letzte Solzversikigemg abhalten. Es sind zum Verkauf vorgesehen: ca. 400 Stck. Fichtenstangen II., 111. u. IV. Klaffe, ferner ca. 130 Raummeter Fichtenfpitzen, welche sich vielfach zu Latten und Baumpfählen eignen. Die Stangen sind im letzten Winter gefällt. Beginn der Versteigerung vorm. 9*/i Uhr.
Die Käufer für Fichtenspitzen werden gebeten, sich dieselben vorher anzusehen, da dieselben wahrscheinlich am Feuerplatz verkauft werden. 7768
Heuchelheimer Mühle.
Morgen (Donnerstag) Metzelsuppe wozu ergebens! einladet 04985 H. Gräber.
Dichtung! °^°
Komme morgen mit einerLadung
Zwetschen auf den Brand, auch zu hab. i.Lad. Welterg.5. Kllngelhöfer M Famimil v. Filzhüten für Damen und Kinder besorgt rasch und billig 6888
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Pricpncn nimmt noch Kun- 11 IDCUDv den an und em- psiehlt sich im Frificren u. Kopfwäschen m u.auß.d. Hause. [04897 LniseMerschroth,Wilhelmst.3,Il
04871] Die Zubereitung seiner Tiners nni> Soupers in und außer dem Hause übernimmt Frau LiPPold, Stadt Lich.
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läalionaliibtraler Verein.
Generalversammlung
Samstag, den 8. d. Mts., abends S1/* Uhr im oberen Saale der Restauration Weidig, Sonnenstraße.
Tagesordnung:
1. Rechnungsablage.
2. Neuwahl des Vorstandes.
3. Referat über den Eisenacher Parteitag. Referent: Herr Amtsrichter Or. F u h r, Ortenberg.
Zu Punkt 3 der Tagesordnung sind Gäste willkommen.
Herd
Kamin
rotzt Ofen
nur mit
Enameline d
Staubfrei 7308 Geruchlos jfcj
7662 ______________Der Vorstand.
Kalk- und Marmorwerke, Dampsziegelei
Aug. Gabriel jr.t Gießen.
Massenfabrikation. 17076] Bahnanschlüsse.
Werke Abendstern. — Telephon Nr. 84.
Konzert-Verein
Erstes Konzert
Sonntag den 9. November 1902
abends 5 Uhr
im Saale des Gesellschaftsvereins,
Dirigent: Grossh. Universitätamusikdirektor ö. Traut«ano.
Solistin: Fräulein Agnes Leydhecker (Alt).
Orchester: Das Vereins-Orchester, verstärkt durch andere geehrte Künstler.
Programm.
1. Symphonie Nr. I In B-dur, op. 38 .
2. Lieder: a) Dein blaues Auge, op. 69, Nr. 8 .
b) Ach wende diesen Blick, op 57 Nr. 4
o) Wie bist du, meine Königin, op. 82, Nr. 9
d) Sandmännchen ....
3. „Reigen seliger Geister11 aus „Orpheus“ (für Orchester frei bearbeitet von Helix MottL)
4. Lieder: a) Ueber allen Gipfeln ist Rah .
b) Heimweh.....
c) Aus dem Nachtlied Zarathustras
d) Einkehr.....
5. Akademische Fest Ouvertüre, op. 80 .
R. Schumann.
’ J. Brahms,
Chr. W. Gluck.
Fr. Liest. Hugo Wolf. A. Mendelssohn. A, Reisenaoer. J. Brahms.
D<r Konzertflügel ist aus dem Klavierlager des Hrn. W. Rudolph, hier. PintrittskartPTl zam Konzert für Nichtmitglieder zu Mk 2.50 umuma&ai tcu (8perraju Mk- 8.60) 8ind der Musikalienhandlung von Ernst Cnallier (Rudolphs Nohfl.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben.
Hauptprobe i Sonntag vormittag 11 Uhr.
Eintrittskarte 1 Mark. Schülerkarten 50 Pfg.
Das »weite Konzert findet am 30« November statt.
Mitwirkende: Fräulein Straohe (Violine).
Fräulein Hedwig Meyer (Klarier). 7719
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