Ausgabe 
5.7.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 155 Zweites Blatt.

152. Jahrgang

Samstag 5.Juli LS«Ä

Vrschetnt täglich außer Sonntags.

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Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wtttko: für .Stadt und ßctrtb' und »Gerichtssaal^: Curt Plato; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

pie Heutige Wummer umfaßt 18 Seiten.

Politische Tagesschau.

Eine seltsame Erklärung.

Aus Berlin., 4. Juli, wird uns beschrieben:

Die Erklärungen des französischen Ministers des Aus- wSrtigeu D e l c a s s ö über die Mitteilungen der italienischen Regierung zum Dreibund vertrag hinterlassen eine etwas peinliche Empfindung. Die italienische Regierung sorgte selbst dafür, sagte Delcassß, die Lage aufzuklären und zu präzisieren. Also es liegt eine durchaus spontane, frei­willige Handlung der italienischen Regierung vor; von Frankreich her bedurfte es nicht einmal des Wunsches oder der Anregung, um Italien zu einer offenherzigen Aeußerung über die Tendenz des Dreibundes zu veranlassen.

Sollte es wirklich nötig gewesen sein, Delcasss nach dieser Richtung hinAufklärung" zu geben? Nein, Minister Prinetti, der schon als Abgeordneter aus seinen fran- Asischen Sympathien kein Hehl machte, glaubte ein übriges zur Befestigung der glücklich angebahnten Freundschaft thun zu müssen und gab gleich eine ganze Reihe von ,Versiche­rungen ab zur vollkommenen Beruhigung Frankreichs. Lückenloser, wortteicher konnte die Beteuerung nicht er»- folgen, daß Italien keinenfalls und in keiner Form bei einem Angriffe gegen Frankreich mitwirken werde. Es ist einGarantieschein für Woblverhalten", wie er sonst nur von Änem Heineren Dem größeren Staate ausgestellt wird. Auch wenn man berücksichtigt, daß Del- casss als Franzose des Effektes halber die Farben kräftig aufgetragen hat, bleibt genug übrig, um aus den Ernäh­rungen der ttalienischen Regierung den sicherlich un­beabsichtigten Einoruck eines gewissen Abhängigkeits- Verhältnisses zu gewinnen. Insbesondere enthalten die Worte:Daß Italien in keinem Falle und in keiner Form das Werkzeug oder der Gehülfe eines Angriffs gegen Frankreich werden könne", falls diese Worte getreue Wieders gäbe der italienischen Erklärung sind, eine Bescheidenheit, ja beinahe Selbstherabsetzung, die Italiens Staatsmänner nicht in glänzende Beleuchtung rückt. Der Vergleich mit einemWerkzeug", einemGehülfen" ist alles andere als schmeichelhaft. Eine Großmacht braucht nicht erst zu ver­sichern, daß sie sich nicht zumWerkzeug", zumGehülfen" für die Absichten anderer hergeben wird. Wir glauben kaum, daß man in Rom sehr angenehm berührt ist von der Veröffentlichung dieser intimen Ergebenheitsver­sicherungen, auch wenn sie den letzten Rest des Mißtrauens in Frankreich gegen die Aufrichtigkeit der italienischen Freundschaft beseitigen. Der Dreibund ist in völlig un­veränderter Form erneuert worden. Es hätte genügt, daß die italienische Regierung diese Thatsache zur Kenntnis der französischen Regierung brachte. Frankreich empfing dadurch eine ausreichende Gewißheit, daß der friedliche und defen­sive Charakter des Bündnisses fortbesteht. Es heißtoffene Thüren einstoßen", wenn Herr Prinetti in den feierlichsten, bindendsten Ausdrücken noch speziell Italiens Friedens­liebe betonte. Dadurch kann der Schein erweckt werden, als ob Deutschland und Oesterreichf-llngarn esminder e rnst meinen mit ihren auf die Erhaltung des Friedens ge­richteten Bestrebungen.SBir unsererse its werden nicht mitthun bei einem Angriff gegen Frankreich', das ist aus dem Französisch-Italienischen übersetzt der hauptsäch­liche Sinn jenerAufklärung" undPräzisierung" der Lage.

Eine hervorragende Rolle hat, nach den Andeutungen Delcassss, dieDamenpolitik" bei der Annäherung Italiens an Frankreich gespielt. Königin Elena von Italien, die einsttge montenegrinische Prinzessin, scheint die Fäden geknüpft zu haben auf Anregung von russischer Seite. Der Vater des Zaren, Alexander III., nannte s. Zt. den Fürsten von Montenegro deneinzig wahren Freunde Rußlands". Nicht unbekannt ist, daß auch, die Gemahlin des Kaisers Nikolaus lebhaften und einflußreichen Anteil an der Politik nimmt Das erklärt manches in der russischen Stimmungspolitik". Man wird also mit diesen hohen Frauen, mit ihren Sympathien und Antipathien, zu rechnen haben.

Die Zolltarifkommiffiou

setzte die gestern begonnene Beratung des Abschnittes 5H, Kleider, Putzwaren rc., fort und nahm die Positionen 517, 518 und 520 nach frier Vorlage an, Position 519, Kleider, Putzwaren aus Baumwolle, nach dem Anträge Förster- Sachsen mit 350 statt 400 Mark der Vorlage. Im Laufe der Debatte bekämpfte Staatssekretär Graf Posadowsky die Haltung der Sozialdemottaten, welche durchweg Zollfrei- heit wollten, um Handelsverträge zu erlangen und betont, andere Staaten seien nicht solche Gemütsmenschen, daß sie dann überhaupt noch Handelsverträge abschlössen, vielmehr würde Deutschland ein Abladeplatz ihrer Waren werden. Die Handelspolittk sei ein Kampfplatz zweier Egoisten. Die autonome Einführung des Freihandels sei unmöglich Graf Posadowsky fuhr fort, der Zolltarif sei keineswegs zur Unterstützung einzelner Interessengruppen verfaßt, auch keineswegs das ausschließliche Werk des Reichsamts des Innern, er stelle vielmehr die Opinio publica sämtlicher deutscher Regierungen dar. Er warne ebenso vor Ueber- spannung des Protektionismus, wie vor dem Zuschlag eines Zollinstruments, das zur Wahrung unserer industtiellen Stellung nötig fei. Denen, die den Zolltarif hintertreiben wollen, bemerke er, daß die Lage viel ernster fei, als sie denken. Bezüglich der Abschaffung der Zollschranken gelte Miräbeaus Wort von der Abschaffung der Dodessttafe. Die Zolltarifkommission nahm unverändert die Positionen 521 bis irttl. 526 an. (Rest des Abschnittes Kleider, Pchzwaren, ferner künstliche Blumen, Regenschirme, Sonnenschirme, aus

Tuchecken geflochtene Schuhe ohne angenahte Soblen). Die Kommission erhöhte in Position 527 den Zoll für Schuhe mit angenähten Sohlen ganz oder teilweise aus Seide von 250 Mark des Entwurfes auf 600 Mark' und genehmigte un­verändert den Rest ber Position 527, ferner die Positionen 528 bis 532, Menschenhaare und Waren aus denselben, zugerichtete Schmuckfedern, Fächer, ebenso die Pos. 533 bis 542, Männerhüte, Frauenhüte aus Gespinnstwaren, Filz und Stroh, Pos. 543, Abfälle von Gespinnstwaren. Hiermit ist der Abschnitt Spinnstoffe erledigt. Weiterberatung Montag. Sechster Abschnitt (Leder).

Ein Erfolg der deutschen Industrie.

Die Konkurrenzfähigkeit der deutschen mit der englischen Industrie ist gelegentlich des Wettbewerbs um die Lieferung von Lokomotiven für die Ost- indische Eifenbahngesellschaft klar zutage ge­treten. Der Staatssekretär für Indien, Lord Hamilton, mußte auf eine Anfrage im Unterhause mitteilen, daß die betreffende Eisenbahngesellschaft die deutsche Offerte den englischen vorzog, weil deutscherseits ein um mehr als 25 Prozent billigeres Angebot bei wesentlich kürzerer Lieferungsfrist fixiert war. Die erforder­lichen 32 Lokomotiven seien daraufhin endgiltig bei der deutschen Firma A. B o r s i g -Berlin in Aufttag gegeben worden. Ueberraschend schnell hat sich also der Wunsch erfüllt, den unlängst, bei der Feier der Fertigstellung der 5000. Borsigschen Lokomotive, Der frühere preußische Eisenbahnminister v. Thielen äußerte: daß die Erzeug­nisse dieser Firma den Ruhm der deutschen Arbeit in ferne Länder tragen möchten. Die englischen Industtiellen werden es erklärlicherweise besonders schmerzlich empfinden, in ihrer eigenen Kolonie von den Deutschen geschlagen worden zu sein. Das eröffnet aber den Deutschen günstige Aussichten für den Wettbewerb erst recht in nichtenglischen Ländern.

Die Vergebung von Kriegsschiffbauten, möglichst an Privatwerften wurde im Anschluß an das Flottengesetz von 1900 in einer Resolution des Zentrums gefordert, um auch die auf Privatwerften beschäftigten Ar­beiter der vermehrten und andauernden Arbeitsgelegenheit teilhaftig werden zu lassen. Die Marineverwaltung ist diesem Ersuchen nachgekommen und hat den größeren deut­schen Privatwerften Bauaufträge erteilt, die in durchaus zufriedenstellender Weise ausgeführt wurden. Es sollen nunmehr auch die kleineren Werftetablissements zum Kriegsschiffsbau herangezogen werden, was umsomehr zu be­grüßen ist, als an den hierbei in Betracht kommenden Schisfstypen der kleinen Kreuzer und Kanonenboote in nicht ferner Zeit, bei Vermehrung der Auslandsschisfe, ein größerer Bedarf sich Herausstellen wird, also den kleinen Wersten lohnende Beschäftigung in Aussicht steht. Solche Werften befinden sich z. B. in Flensburg, Lübeck und Rostock. Aus diesen ist in neuerer Zett eine Anzahl leistungsfähiger Dampfer für hanseatische Rhedereien her­vorgegangen, ihre Geeignetheit auch für den Kriegsschiss- bau kann danach wohl nicht in Zweifel gezogen werden. Seitens der Ostseerhederei haben diese Wersten umfang­reiche Aufträge schwerlich zu gewärtigen, da die Lage der Ostseeschifsahrt nach wie vor zu wünschen läßt.

lich zu feilt Nach den vorliegenden Nachrichten befinden sich in den Gefangenenlagern auf Ceylon 110, St. Helena 72, den Bermudasinseln 23, in der Umgegend Bombays, soweit bis jetzt ermittelt, etwa 40 Deutsche, außerhalb dieser Konsularbezirke befinden sich keine deutschen Gefangenen.

Die Versammlung, in der Graf Pückler über seine letzte Gerichtsversammlung sprach, und den Gerichts­hof sowie die deutsche Presse kritisierte, wurde nach halb­stündiger Dauer polizeilich ausgelöst.

Dresden, 4. Juli. Nach einem dem außerordentlichen Landtage heute ^gegangenen kgl. Dekret, betreffend die Verabschiedung der Zivil liste und der Apanagen, sollen erhöht werden: die Zivllliste des Königs von 3 052 000 auf 3 550 000 Mk., ab 1. Juli 1902; die Apanage der Königin-Witwe von 123 333 aus 210 000, des Kron^ Prinzen von 185 000 auf 300 000, der Prinzessin Mathilde von 18 500 aus 20 000 Mk. Die Königin-Witwe verzichtet indes auf die Erhöhung, vorbehaltlich der Bewilligung, einer einmaligen Abfindungssumme von 90 000 Mark für1 die Errichtung eines selbständigen Haushalts.

Leipzig, 4. Juli. Der amerikanische Botschafter am Berliner Hofe Mr. White hielt heute aus Anlaß der amerikanischen Unabhängigkeitsfeier hier eine längere Rede über die Politik und die Ideen des Präsidenten Roosevelt. Von besonderem Interesse für Deutschland waren seine Bemerkungen über die Vorliebe des Präsidenten für deutsches Wesen und deutschen Geist. Mr. White erklärte, Präsident Roosevelt habe zu einem feiner nach Europa fahrenden Freunde gesagt:Ich hatte von Jugend auf eine Liebe und Verehrung für Deutschland, und wenn ich das sage, so wissen Sie, daß ich das auch so meine. Und Sie kennen mich zur Genüge, um überzeugt zu fein, daß dem so ist". Der Botschafter fuhr dann fort:Alle, die den Präsidenten Roosevelt kennen, wissen, daß kein anderer Präsident, Garfield vielleicht ausgenommen, so völlig er­saßt hatte, was Deutschland der Zivilisation gegeben hat und noch immer giebt."

Düfseldors, 4. Juli. Heute fand die zweite Plenar­sitzung des Internationalen Schiffahrts-Kon­gresses statt, der Unterstaatssettetär Zorn von Bu­lach-Straßburg und Oberpräsident v. d. Recke-Münster beiwohnten. Vor Einttitt in die Tagesordnung verlas der Vorsitzende, Ministerialdirektor Schulz-Berlin ein Dank­telegramm des Kaisers aus das an ihn gerichtete Be­grüßungstelegramm. Sodann wurden die Resolutionen, welche die Abteilungen des Kongresses gefaßt haben, ohne Widerspruch gebilligt. Hierauf folgten Ansprachen der Ver­treter der ausländischen Regierungen, die ihren Dank für die herzliche und glänzende Aufnahme in Deutschland, ins­besondere in Düsseldorf, in warme Worte kleideten. Daraus schloß Ministerialdirektor Schulz mit dem Wunsch auf ein frohes Wiedersehen den Kongreß, nachdem Oberbaudirektor Fran ziu s-Bremen ein Hoch auf den Kronprinzen als Protektor des Kongresses ausgebracht hatte. Heute nachmittag giebt die S t a d t zu Ehren der Teilnehmer des Kongresses ein Festmahl.

Bayreuth, 4. Juli. Das Ergebnis derReichs- tagsersatzwahl ist folgendes: Hagen (nl.) 3911, Fen­chel (B. d. L.) 3295, Günther (fr. B.) 1164 und Hügel (Sz.) 5498 Stimmen. Es ist also eine Stichwahl zwischen Hagen und Hügel notwendig.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Juli. Aus Kiel wird gemeldet: Die Wettfahrt des kaiserl. Nachtklubs des Norddeut­schen Regattavereins Kiel-Travemünde begann heute vor­mittag 6 bezw. 8 Uhr in festgesetzter Weise. Der Kaiser nahm in Begleitung des Prinzen Heinrich, des Großherzogs von Sachsen, des Reichskanzlers Grafen Bülow und der Herren der kaiserlichen Umgebung an Bord desMeteor" an der Wettfahrt teil. Weiterhin wird aus Trave­münde gemeldet: DieHohenzollern" mit der Kai­serin an Bord lief heute nachmittag 6 Uhr 30 Min., begleitet von dem kleinen KreuzerNymphe" hier ein und machte auf der Rhede fest. Die großen Yachten werden nicht vor Mitternacht erwartet. Der Kaiser, welcher an Bord desMeteor" ist und Prinz Eitel Friedrich, welcher auf derIduna" segelt, gedenken nach dem Ein­laufen der Yachten sich an Bord derHohenzollern" zu begeben.

DieFrkf.-Ztg." berichtet aus Newyork: Kaiser Wilhelm kabelte an die Zeichner seiner Y a chtM e- teor III.":Ich bin von den guten Eigenschaften der Yacht befriedigt, und beglückwünsche die Zeichner. Es ist ihr gelungen, eine Schnellig keit von 60 Seemei­len in der Stunde zu erreichen.

Reichskanzler Graf Bülow wird dem Vernehmen nach von Kiel aus sofort seinen Sommer-Urlaub an­treten und sich wie im vorigen Jahre nach Norderney begeben. Auch der Staatssekretär Freiherr von Richt­hofen wird sich jetzt auf Urlaub begeben. Beide Herren werden erst nach Berlin zurücktehren, wenn der König von Italien im August zum Besuch des kaiserlichen Hofes hier eintrifft. c c m

In Den nächsten Tagen werden sich d r e r B e a m t e der Reichspost-Verwaltung in dienstlichem Auf­trage nach den Vereinigten Staaten begeben, um die dortigen Post- und Telegraphen-Einrichtungen zu stu­dieren.. r ,

DieNordd. Allg. Ztg." meldet: Die englische Regierung wies die zuständigen Kolonialbehörden an, den kaiserlichen Konsuln in Colombo, St. Helena, Hamilton (Bermuda) und Bombatj diejenigen deutschen Gefan­genen, welche auf eigene Kosten heimzukehren wünschen, zur Verfügung zu stellen. Die kaiserlichen Konsuln er­hielten Den Auftrag, diesen Gefangenen thunlichst behilf­

Ausland.

London, 4. Juli. Heute vormittag 10,15 Uhr wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Der König hatte eine gute Nacht und hat merklich besser geschlafen als je seit der Operation. Die Wunde verursacht jetzt weniger Schmerzen, der König kann sich im Bett freier bewegen, der Appetit ist besser geworden. Der Preß-Associcttion zufolge steht eine weitere Einschränkung der täg­lichen Bulletins über den Zustand des Königs bevor. Nach derVoss. Ztg." schreitet die Genesung des Königs ununterbrochen fort. Nach Palastberichten würden die Aerzte in wenigen Tagen im stände sein, den König als gänzlich außer Gefahr zu bezeichnen und die täg­lichen Krankheitsberichte auf einen einzigen zu be­schränken. Nur noch ein Leibarzt bringe die Nacht im Palaste zu. Der König erreiche rasch das Stadium, wo nichts anderes als sorgfältige Pflege zur völligen Wieder- genesuna erforderlich sei.

Lord Kitchener wird Ende nächster Woche hier eintreffen und es soll ihm ein großartiger Emp fang bereitet werden. Der Prinz von Wales und der Herzog von Connaught werden Lord Kitchener im Namen König Eduards bewillkommnen. Tas endgiltige Programm für die Empfangsfeierlichkeiten wird erst in nächster Woche festgesetzt werden.

Das Oberhaus nahm die dritte Lesung der Fi- n an zbill an.

Das Unterhaus nahm die dritte Lesung der Vorlage an, durch welche die Bestimmungen, betreffend den Verkauf von berauschenden Getränken ver­schärft werden, und nahm in feiner zweiten Lesung Die Patentgesetznovelle an, betreffend Patentgesuche und Verleihung obligatorischer Gewerbescheine in Fällen, wo der Inhaber eines Patents das Patent nicht gehörig benutzt.

Eine Depesche aus Loure nzo Marques meldet, daß 12000 Eingeborene unter Dem Häuptling Canga vom Barne-Stamm in Sambesien sich empört haben. 100(1 portugiesische Soldaten gingen an Bord eines Kreuzers nach Chinde an der Mündung des Sambesi, wenige Meilen nördlich von Beira, um gemeinsam mit 300 eingeborenen Soldaten den Aufstand zu unterdrücken.

Paris, 4. Juli. Die Neuwahlen von ein Drit­tel Der Senats in itglieDer (76 Sitze) finden