Ausgabe 
5.7.1902 Viertes Blatt
 
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Viertes Blatt.

Samstag 5. Juli 1903

152. Jahrgang

der bis dahin existierenden und zum Teil auch prosperieren» den Städtebund-Theater beweist.

Was nun die kurhessischen Städte betrifft, so liegen die in Frage kommenden Städte Fulda und Hersfeld, Esch- wege wie Marburg durch ihre räumliche Entfernung wre ihre Eisenbahnverbindung nicht allzu günstig für das Pro- jekt eines Zusammenschlusses zum gedachten Zweck. Anders würde sich die Sache gestalten, wenn sich Gießen mit Marburg, Wetzlar, Friedberg und Bao-Nau- Heim zu einem Städte-Theater-Bund vereinigte. Mar­burg sah bis dahin in seinen Mauern alljährlich vorzüg­liche Verstellungen des Kölner Stadttheater-Ensembles. Toch sollen diese Gastspiele in Zukunft wegfallen, wie man hört, so daß Marburg für ein Städtebundtheater bezw. für die Ausfüllung einer in dieser Richtung vorhandenen Lücke zunächst in Betracht käme, ebenso Friedberg, während Gießen sein Stadt- und Bad-Nauheim ein gut geleitetes Sommer-Theater hat. Trotzdem wäre ein Zusammenschluß der Städte Gießen, Marburg, Wetzlar, Friedberg und Bad- Nauheim nicht von der Hand zu weisen, und vielleicht treten die St ad t v o r st änd e dem Projekt näher. Tas Theater-Ensemble kann eine ganzjährige Spielzeit haben, wenn wir annehmen, daß beispielsweise auf Gießen und Bad-Nauheim je drei Monate, auf Marburg, Wetzlar und Friedberg je zwei Monate Spielzeit entfielen.

Tie Basis, auf der ein gut geleitetes Städtebund- Theater prosperieren kann, habe ich mir Vorbehalten, in einem weiteren Artikel eingehender zu besprechen.

B. v. Bodenhausen-Cassel.

Städteöundtsiealer.*)

Allenthalben regt es sich in deutschen Landen, denn es gilt der darstellenden Kunst auch in kleineren Städten ein Feld zu eröffnen und wo dies anders nicht gut möglich, einen Bund von Städten zu schaffen, der mit vereinten Kräften das hohe Ziel anstrebt, den Bewohnern die besten Werke dramatischer Kunst zugängig zu machen. So hören wir von Städtebundtheatern in Oberschlesien, in Pommern, Holstein usw. usw., neuerdings auch von einem im preu­ßischen Hessen geplanten derartigen Unternehmen. Auf dem hessischen Städtetag in Marburg hatte Schreiber dieses Gelegenheit, den versammelten Vertretern der ftüheren iurhessischen Städte auf Grund der Dr. Löwenseld'schen Ausführungen (Tr. L., Direktor des Schillertheaters in Berlin, ist der geistige Urheber und Mitbegründer der Städtebund-Theater-Jdee wie deren Verwirklichung) Vor­trag über das, Wesen der Städtebund-Theater zu halten.

Nr. 155

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien­blätter viermal In der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag bi. Brüh l'sche- Unroer|. Buch-u.Stei. binderet (Pietsch Erben) Reüakri^.. Expedition um Druckerei:

Schrtlstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr. 51.

*) Unsere Leser wissen, daß wir für die Begründung eines oberhessischen Städtebundtheaters lebhaft eintraten, weil wir uns davon eine sehr wesentliche Besserung unserer Gießener Theuterverhältnisse versprechen. Wir haben nun Herrn Bodo von Bodenhausen in Kassel, der auf demHes­sischen Städtetage" zu Marburg die Städtebundtheaterfrage beleuchtete, und der den Mitgliedern des Gießener Kauf­männischen Vereins als Rezitator bestens bekannt ist, ge­beten, die Frage eines Städtebundtheaters. zu beleuchten. D. Red- desGieß. Anz."

Bau einer Nebenbahn von Reichelsheim nach Fürth betr. 1

Da dem geplanten Bau der Bahn große Schwierig­keiten sogar aus den Interessentenkreisen entgegenstehen, beantragt der Ausschuß: den Antrag Schönberger für vorläufig erledigt zu erklären.

Aüg. Häusel (nl.) ist der Ansicht, daß dieser Bahn­bau, der das Gersprenz- und Weschnitzthal mit Weinheim verbinde, unbedingt gebaut werden müsse, zumal die Strecke nur 8,4 Kilometer lang sei und nur einen Kosten­aufwand von einer Million Mark erfordere. Die Strecke Lindensels-Bensheim, die demnächst gebaut werden solle, biete keinen genügenden Ersatz.

Abg. Schönberger (nl.) glaubt, daß bei dem Unter­nehmen kein Risiko vorhanden sei. Auch lägen Terrain­schwierigkeiten nicht vor.

Abg. Ripp er stimmt dem Vorredner zu, während Abg. Euler erklärt, daß Lindenfels unbedingt eine Bahn haben müsse, und dazu sei die Linie BensheimLinden­fels am meisten geeignet. Deshalb müsse diese Strecke zu­erst gebaut werden.

Abg. ,Haas-Darmstadt (nl.): Für Lindenfels müsse zuerst gesorgt werden durch die Linie BensheimLinden- fete; aber dies schließe nicht aus, daß man auch die Strecke ReichelsheimFürth bauen könne. Daß dadurch der Verkehr nach Mannheim gelenkt werde, könne man durch die Bahn WeinheimWorms verhindern. Da die beteiligten armen Gemeinden die Geländeerwerbskosten nicht ausbringen könnten, müßte man hier die größeren Kommunalverbände heranziehen zu den Beiträgen. Er stelle den Antrag, den Antrag Schönberger der Regierung in wohlwollende Erwägung zu geben.

2lbg. Molt Han (Ztr.) erklärt, daß der Ausschuß lediglich aus dem Grunde dem Antrag Schönberger nicht zugestimmt habe, weil er verlange, daß den Gemeinden das Geld vom Staate vorgeschossen und später von den Gemeinden von feiten des Staats wieder eingezogen werden solle. Denn dies sei ja jedenfalls ein Novum. Daß das Projekt noch so wenig gefördert sei, daran seien die Gemeinden selbst schuld. Der Vorschlag, hier die Kom­munalverbände heranzuziehen, sei zu begrüßen. Im übri­gen werde er dem Antrag Haas zustimmen.

Finanzminister Gnauth: Die Regierung sei mit dem Antrag Haas durchaus einverstanden. Was die beiden Linien Reichelsheim-Fürth und Bensheim-Lindenfels an­lange, so fasse die Regierung ihre Aufgabe dahin auf, daß zuer,sti dafür gesorgt werden müsse, daß Lindenfels mit Personen- und Güterverkehr an das große Bahnnetz an­geschlossen werde. Zu zwei Strecken könne Lindenfels keine Beiträge stiften und die Linie nach Bensheim werde von der Gemeinde mehr gewünscht. Zuerst müsse man den Kreis der Interessenten feststellen, ehe man an den Bau der Strecke gehe. Die Linie Reichelsheim-Fürth rentiere nach einer genauen Berechnung nur 0.9 Proz. Die Regierung habe deshalb nicht unrecht, toenn sie abwarten wolle, bis die Linie Lindensels-Bensheim gebaut sei und die Inter­essenten sich zusammengeschlossen und ihre Ueberzeugung von der Nützlichkeit des ltnternehmens deutlicher dokumen­tiert hätten als durch schöne Worte und Anträge. Alsdann hoffe er, daß man zu einem guten Endresultat kommen werde.

Abg. Bähr (fr .w. V.) meint, daß bei der Linie eigen­artige Verhältnisse vorhanden seien. Das fehlende Bahn­stück sei nicht die einzige Dummheit der Regierung in ihrer Eisenbahnpolitik. (Der Präsident ruft den Redner zur Ord­nung.) Dem Antrag Haas werde er zustimmen, obwohl er keinen großen Zweck habe. Auch die oberhessischen Bahnen seien so unsinnig schön angelegt.

Abg. Er ck (nl.): Die Strecke dürfe man nicht unaus- ;ebaut lassen, denn die Verhältnisse lägen ebenso, wie bei >er tvcherhessischen Linie Gedern-Lauterbach

Abg. Heidenreich (nl.) ist ebenso von der Notwendig­keit des Bahnbaues überzeugt, zu dem auch die Inter­essenten beizutragen hätten, und meint, daß man auf den Bau der Linie Bensheim-Lindenfels nicht warten dürfe.

Abg. Haas- Darmstadt (nl.) 'wünscht eine Erklärung des Frnanzministers, wie er sich zu der Beitragspflicht der größeren Kommunalverbände zu den Geländeerwerbskosten beim Bau von Nebenbahnen stelle. In Preußen seien dieKreise dazu verpflichtet.

Finanzminister Gnauth erwidert, daß das Finanz­ministerium den Versuch machen werde, die größeren Kom- munalverbände zu einer solchen Beitragspflicht zu be­wegen. Für die von den Abgeordneten Schönberger und Hetdenreich behauptete Rentabilität sei es bezeichnend, daß sich bisher für die Linie ein Privatunternehmer nicht gesunden habe. Auch die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft denke bis heute noch nicht daran, ihre bereits bestehende! Linie Reinheim-Reichelsheim bis Fürth ausZudehnen. Ebenso habe die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft nicht die Absicht, diese Linie in ihr Netz aufzunehhmen. Die Re­gierung wolle sich deshalb vorerst abwartend verhalten.

Sodann wird abgestimmt und der Antrag Haas-Darm­stadt:den Antrag Schönberger der Regierung in wohl­wollende Erwägung zu geben" einstimmig angenommen.

Es folgt die Regierungsvorlage: die AVer? sionierung des Portvs betr. Der Ausschuß bean­tragt: Die Kammer wolle die Genehmigung erteilen, daß die Großh. Regierung mit dem Reichspostamt eine Verein­barung wegen Zahlung einer Pauschalsumme für Portv- und Gebührenbeträge bez. der portopflichtigen, von Staats­behörden und Beamten frankiert abzusendenden, nach Orten innerhalb des deutschen Reichs gerichteten Sendungen trifft, welcher Vereinbarung die aus Grund der stattgehabten Probe­ermittlungen rechnungsmäßig noch desmitio festzustellende Jahressumme zu Grunde zu legen ist, welche bei verein­barungsgemäß neu vorzunehmenden Probeermittlungen fest- gestellt werden wird.

Der Antrag wird debattelos angenommen. Als nächste Position erscheint auf der Tagesordnung die Vorlage über die Entschädigung für an Maul- und Klauens euch e gefallenes Rindvieh betr. in Verbindung mit einem Antr ag e Korell, die Erweiterung der bestehenden Seuchengesetz­gebung auf die Maul-und Klauenseuche betr.

Abg. Korell (fr. .w. V.) bedauert, daß alle Kosten die beteiligten Kreise tragen sollten. Davon müßte der Staat wenigstens die Hälfte tragen.

Staatsminister Rothe giebt die Erklärung ab, daß die Regierung sich mit dem Antrag Schönberger nicht ein­verstanden erklären könne.

Abg. Heidenreich (nl.) glaubt, es wäre besser, wenn die Antragsteller im Interesse des Zustandekommens der Vorlage ihre Anträge zurückzögen, denn man solle nicht fort­während bei allen Gelegenheiten an den Staatssäckel appel­lieren.

Die Abg. Bähr und Weidner treten für den Antrag Schönberger ein. Letzterer glaubt, daß, wenn der Bauer die ganzen Kosten tragen müsse, es besser sei, sie bekämen über­haupt das Gesetz nicht.

Ministerialrat Braun bittet, auf die Ausführungen des Vorredners nicht zu hören im Interesse der hessischen Landwirtschaft. Wenn der Landwirt für gefallenes .Vieh entschädigt werde, so sei die Ausgabe von 20 Pfg. pro Stück Rindvieh wahrlich nicht zu hoch.

Abg. Kühle r-Langsdorf): Er müsse hier eine Ange» legenhert zur Sprache bringen, über die man allerseits un­gehalten sei. Der Gießener Professor und Seuchenlehrer Preuß sei nicht im stände gewesen, in Watzenborn und Steinbach die Maul- und Klauenseuche festzustellen, ob­wohl seine Studenten diese hätten konstatieren können. Jn- olgedessen sei der Bauer gestraft worden, allein der Prjo- essor nicht. Auch in anderen Fällen habe der Professor Seuchen konstatiert, wo sie gar nicht vorhanden gewesen eien, und er begreife nicht, wie die Regierung einen solchen Mann länger in einer derartigen Stellung belassen könne-.

Obermedizinalrat Lorenz erklärt, daß das Vorhanden- ein der Seuche im Anfangsstadium sehr schw er zu kon- tatieren sei. Die Statistik ergebe nicht, daß die Seuche

I Leiden doch auch verschiedene Städte des alten Kurfürsten­tums Hessen unter dem Mangel guter Volksvorstellungen oder geeigneter Interpretation klassischer wie moderner Meisterwerke. Die bisherige Versorgung des Kunstbedürf­nisses in genannter Richtung konnten die kleinen ambu­lanten Theatergesellschaften nur unvollkommen ausführen, da die nötige Einschränkung in Bezug auf Personal, Antoren-Tantiömen wie Garderobe und Llusstattung natur» gemäß große Beschränkungen des Repertoirs zur Folge haben muß. Mangelhafte Einstudierung der Stücke mit oftmals nur einer einzigen Probe, mittelmäßige Kräfte tragen gleichfalls nicht dazu bei, das gebildete Publikum zu befriedigen und anzulocken. Was Wunder, wenn in Städten und Städtchen, wo die Kunst von Wandertruppen in gedachter Weise herabgewürdigt und zur Afterkunst ge» stempelt wird, die Gebildeten den Geschmack am Theater verlieren und den bombastischen Anpreisungen auf den Zetteln skeptisch gegenüberstehen. Tie Wohlhabenden, welche auf das Theater trotzdem nicht verzichten mögen, können wenn die Lage und Eisenbahnverbindung des Ortes es ge­statten auswärts von den Vorstellungen nahe gelegener größerer Stadt- oder Hoftheater profitieren. Die übrigen Einwohner lassen Theater Theater sein! Nun ist es ja, wie ich schon Eingangs bemerkte, schlechterdings unmöglich, daß jede mittlere Stadt ihr eigenes Theater errichte. Was jedoch der einzelnen Stadt unmöglich, nämlich einer an­ständigen Theatergesellschaft ein würdiges Heim und ge­ordnete Verhältnisse zu gewährleisten, das ist durch den Zusammenschluß mehrerer in Bezug auf ihre Bahnverbin­dung günstig gelegene Städte erreichbar, wie das Beispiel

@ Zhfr A. Ä Bezugspreis:

. rr AH V monatlich75Pf.,viertel.

SiehenerAnzeigerSi

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Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Metzen SW

~।ji hiiimiiiiiu .im ubi zeigenteil: Hans Beck.

Hessischer Zandtag.

Zweite hessische Ständekammer.

< 125. Sitzung.

Darmstadt, 4. Juli.

Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 9i/2 Uhr.

Am Regierungstisch Staatsminister Rothe (^z., Fi­nanzminister Gnauth ^z., Ministerialräte Ewald, Braun und ©reihert, Obermedizinalrat Lorenz, Oberbaurat Klin- gelhöffer, Ministerialsekretär von Werner.

Auf der Tagesordnung steht die R e gi e r u n g s - V o r - läge, Gesetzentwurf, die Nebenbahnen Bin­gen-Büdesheim und HetzbachBe erfelden betreffend.

Der Ausschuß beantragt, der Vorlage zuzustimmen. Das Haus stimmt dem Anträge debattelos zu.

Als zweite Position steht auf der Tagesordnung die Regierungsvorlage, den Bau des neuen Museums betreffend.

Staatsminister Rothe: Der Ausschuß stimme der Vorlage, die von feiten der Regierung bei dessen Verhand­lungen genügend begründet worden sei, zu. Werde die Vorlage, die 289 000 Mark erfordere, abgelehnt, so müsse in der Ausführung des Banes ein Stillstand eintreten. Aber aufgenommen müsse er später unter allen Umständen wieder werden, was alsdann voraussichtlich viel größere Kosten verursachen würde. Die derzeitige Fertigstellung des Baues fei eine wichtige Angelegenheit des Landes und er baue in dieser Beziehung auf die Einsicht des Hauses.

Abg. Ulrich (Soz.) wird zwar der Vorlage zustimmen, hätte aber gewünscht, daß auch die geologische Landes-An­stalt in dem Bau untergebracht würde, sonst müsse man für die Zukunft daran denken, für diese ein eigenes Ge­bäude zu errichten.

. Abg. Molthan (Ztr.) hält den Bau des Museums für nicht aufschiebbar. Durch eine Nichtbewilligung der Mittel werde die Regierung in eine ganze Anzahl von Pro- *effen verwickelt werden, oa sie bereits kontraktlich gebun­den fei.

Die Vorlage wird sodann einstimmig ge­nehmigt.

Als dritte Position erscheint die Regierungsvorlage, die innere Einrichtung des neuen Museums betreffend.

Staatsminister Rothe führt aus, daß heute als erste Rate der Betrag von 265 000 Mark gefordert werde; ins­gesamt beliefen sich die Kosten für die innere Einrichtung des Museums auf 905 320 Mark. Er bitte das Haus, die erste Rate zu genehmigen.

Ministerialrat Breidert: Die geologische Anstalt habe seither mit dem Museum in keinerlei Verbindung ge­standen, sondern sei teilweise in gemieteten Räumen und teils in der technischen Hochschule untergebracht. Die Re­gierung habe nicht die Absicht, diese Anstalt in dem neuen Museum unterzubringen und in den ganzen Verhandlungen mit dem Baumeister sei davon keine Rede gewesen. Eine solche Anstalt sei in keinem anderen Staat mit einem Museum verbunden, eher lasse sich dies ermöglichen bei der kunstgewerblichen Anstalt. Wenn man jetzt noch die geologische Anstalt aufnehmen wolle, so müsse man noch einen neuen Stock auf den Bau setzen. So grundverschiedene Anstalten zusammenzuschweißen sei nicht angängig und zweckdienlich.

Abg. Bähr (fr. w. V.) will ebenfalls von einer Zu­sammenlegung beider Anstalten nichts wissen. Man müsse den Bau so beschleunigen, daß der Ueberzug bald statt­finden könne. In dem alten Bau verschimmelten die aus- gestopften Vögel; auch die Bilder litten Not. Er verstehe zwar nicht viel von der Architektur, allein er meine, daß der neue Bau mindestens fünf Meter zu niedrig sei.

Die Vorlage wird sodann einstimmig an­genommen.

Es folgt der Antrag Schönberger und Genossen, den