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05/06/1902 Zweites Blatt
 
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Donnerstag 5. Juni 1903

Zweites Blatt.

152. Jahrgang

Nr. 129

Erscheint täglich au Bet SomuagS.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem SeMsche» Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche deigelegt.

Kotatioirsdruck tu Ver­lag der B h l'sche« Univers.-Buch- rnSteia- drucket (Pieljch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

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SietzenerAnzeiger

General-Anzeiger **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

VezngSpret», monatlich 75 Pf., viertel», jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2. viertel- fährt ausscht Bestellg. Annahme von Anzeigen für dle TageSnummer biS vormittags 10 Uhr» ZellenprerS: lokal 12 Pf^ auswärts 80 Psg.

Verantwortlich: tot den polit. u. allgem. Lett: P. Wlttko: für Stadt und Land^ und , Gerichtes aatt:R.Dttt» mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck,

Die Heutige Yummer umfaßt 10 Seite«»

Politische Tagesschau.

^Wemr dir Hoffnung nicht war'..

Man schreibt uns aus Berlin unterm 4. Juni:

In Regierungskreiseu gibt man sich, gutem Vernehmen nach, der Erwartung hin, daß über die Zuckersteuer- Vorlage eine Verständigung mit dem Reichstag sich ermöglichen lassen wird. Man erachtet die in der Kommission aufgetauchten mancherlei Meinungsverschiedenheiten nicht für unüberbrückbar, umsoweniger, als die Regierung, wie es heißt, auch ihrerseits Entgegenkommen bezeigen will. Was etwaige Verschleppungsversuche betrifft, so glaubt die Regier­ung, daß diese im Hinblick auf die Branntweinsteucr- Novelle aufgegeben werden. Die Schlußabsrimmungen über beide Gesetzentwürfe sollen bekanntlich in derselben Sitzung erfolgen, und zwar dürfte die Zuckersteuervorlage, bezw. die Brüffeler Konvention, vor der Brennsteuernovelle zur end- gtttigen Abstimmung gestellt werden. Wenn freilich die in der Zuckersteuerkommission gehaltenen, schier endlosen Reden im Plenum wiederholt werden, dann kann sich die Session noch über die nächste Woche hinaus erstrecken. Dieser Even- tualttät wird man wohl allerseits entgehen wollen.

Der Verein der deutschen Zuckerindustrie hielt h-eute hier seine Hauptversammlung ab und nahm einstimmig eine Erklärung an, wonach die Versammlung die inter­nationale Zuckerkonvention für unannehmbar hält, weil neben einer übermäßigen Begünstigung seiner Kolonien Englands Verpflichtungen nicht genügend feststehen, auch die Festsetzung der Surtaxe zu den schwersten Bedenken Anlaß gibt und ferner das Fernbleiben Rußlands Befürcht­ungen erregt.

Zur Bekämpfuug der Trunksucht.

Die Kommission des preuß. Abgeordnetenhauses für die Vorberatung des Antrags Graf Douglas, betr. die Bekämp­fung der Trunksucht hat ihre Verhandlungen beendet. Sie hat das Verbot der Verabreichung von Branntwein an Per­sonen unter 16 Jahren und an Trunkenbolde beschlossen, wünscht statistische Erhebungen über die Trunksucht, Unter­bringung von Trinkern in Heilanstalten und Aufklärung des Volkes über die schädlichen Folgen des Alkoholmißbrauchs. Ferner wird die preuß. Staatsregierung ersucht: 1. In allen staatlichen und der staatlichen Llufsicht unterstehenden Be­trieben muftergiltige Einrichtungen zur Verhütung des Alko­holmißbrauchs zu schaffen. 2. Die auf Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs gegründeten Vereine von Privaten, ebenso Volksbibliotheken, Lesehallen und andere dem Verkehrszwange nicht unterworfene Veranstaltungen nach Möglichkeit zu unter­stützen. 3. Biere unter 2pCt. Alkohol steuerfrei zu lassen. Auch für Zollfreiheit des Thees sprach man sich allgemein aus. Ein Beschluß wurde aber in Rücksicht auf die ini Reichstag schwebenden Zollverhandlungen nicht gefaßt. 4. Beim Bundesrat die Einbringung einer Novelle zum Straf­gesetzbuch zu beantragen, daß Trunkenheit nur dann als strafmildernd und strafmindernd gilt, wenn sie unter starkem äußeren Zwange erworben ist. 5. Den Erlaß von Polizeiverordnungen zu veranlassen, welche nach Lage der örtlichen Verhältnisse den Ausschank und den Verkehr geistiger Getränke in den späten Abendstunden und den frühen Morgenstunden, sowie während des sonntäglichen Hauptgottes­dienstes verbieten. Es ist dieser Absatz 5 mit allen gegen die Stimme des freisinnig-volksparreilichen Abg. Wetekamp angenommen worden. 6. Eine Landeskommission zur Be­

kämpfung der Trunksucht einzusetzen, bei Gemeinden über 15 000 Einwohner die Bedürfnisfrage bei der Konzession von Schankstätten obligatorisch zu machen, den Verkauf von Branntwein in Mengen von weniger als 1/4 Liter im Klein­handel zu verbieten und den Borg von Branntwein unter Strafe zu stellen.

Die Demission des französischen Ministeriums.

Ter Rücktritt des Kabinetts Waldeck-Rousseau ist ein Ereignis, wie es seit dem Bestände der französischen Republik sich noch nicht ergeben, ein politisches Ereignis, das in der gesamten parlamentarischen Geschichte als ein seltener Fall betrachtet werden muß. Ein Ministerium, das während einer gefährlichen Krise wir erinnern daran, daß vor drei Jahren in Frankreich das republika­nische Prinzip durch die nationalistische Bewegung ernstlich gefährdet war die Regierung übernommen, beendigt diese glücklich und bewahrt die Republik vor dem drohenden Zusammenbruche, schreitet von Erfolg zu Erfolg bis zu den Neuwahlen, die über die Anerkennung dieser Erfolge keinen Zweifel bestehen ließen. Und aus der also erreichten Höhe der Situation entschließt sich das Ministerium jcet= willig zum Rücktritt! Dieser Rücktritt hat selbstverständlich in Paris eine ziemlich unklare politische Situation ge­schaffen. Darüber hilft auch die neuliche Erklärung Wal­deck-Rousseaus nicht hinaus, er habe sein Programm er­ledigt, die Wahlen bestätigten seinen Erfolg aller Welt und nun solle innerhalb der neu begründeten und gesicherten Institutionen eine andere Regierung an andere Probleme herantreten. Man kann mir annehmen, daß der Rücktritt Waldeck-Rousseaus nur in der Llbsicht erfolgte, die Persön­lichkeit des Ministerpräsidenten für das höchste Amt der Republik, für die Präsidentschaft selbst, zu erhalten, wenn Loubets Septennat abgclanfen. Jedenfalls dürfte Waldeck-Rousseau noch nicht mit seinem politischen Wirken und Dasein abgeschlossen haben.

Inzwischen haben die Verhandlungen des Präsidenten Loubet mit hervorragenden Parlamentariern zur Neubild­ung der Regierung längst begonnen. Einen Harrptwert dürste hierbei der Präsident daraus legen, daß die neuen Männer fähig sind, die großen volkswirtschaftlichen Auf­gaben des Landes mit Geschick und Kraft anzufassen. Viel­fach war in den letzten Tagen davon die Rede, daß Loubet den früheren Minister des Innern im Kabinett Meline, den Abg. Louis Barth ou mit der Bildung des neuen Mini­steriums betrauen werde. Doch ist dieses Gerücht, gleich allen anderen, die sich auf diese Angelegenheit beziehen, mit Vorsicht austzunehmeu. Barthou, der erst vierzig Jahre alt ist, hat für sich, daß er mit dein einen Fuße im radi­kalen und mit dem anderen im gemäßigt republikanischen Lager steht, urü) geeignet wäre, Männer aller Parteien für das Friedenswerk zu gewinnen, nach dem der Präsident der Republik trachtet, und dem er selbst, vor einigen Wochen in einer Wählerversammlung der Niederpyrenäen das Wort redete. Bourgeois und Brisson lehnten die von dem Präsidenten Loubet an sie ergangene Aufforderung zur Bild­ung des neuen Kabinetts ab. Man glaubt nun auch an ein Ministerium C o m b e s.

Parlamentarisches.

Berlin, 4. Juni.

Die Zuckersteuerkommission nahm den Antrag Müller-Fulda auf Aufhebung des Paragraphen 81 des be­stehenden Zuckersleuergesetzes, womit sich die Regierung ein­verstanden erklärt hatte, an. Die Kommission erörterte so­dann die Kontingentierung im Interesse der kleinen Fabriken. Müller-Fulda beantragt Festsetzung einer Kontingentierung auf 5 Jahre ab 1. September 1903 mit 4,40 Mk. Steuer­zuschlag bei Kontingentüberschreitung. Staatssekretär von

Thielmann bekämpft die Anträge, da die Wirkung der Zucker­konvention vorerst abzuwarten sei. Eine einseitige Pro­duktionseinschränkung Deutschlands sei bedenklich. Paasche sieht in den Anträgen eine Stärkung der Auslandskonkurrenz. Staatssekretär Graf Posadowsky warnt vor Anwendung des Kontingentssystems, das seinerzeit als Korrelat zu den Prämien erforderlich geworden sei. Die Kontingentierung würde verschiedenerorts den Rübenbau in Fesseln legen und die Landwirte schädigen. Die kleinen Fabriken könnten durch Zusammenschließen lohnender produzieren. Die Kontingen­tierung würde die Auslandsproduktion stärken. Nach längerer Debatte, in der Richthofen (kons.), Becker (Ztr.), Graf Carmen (kons.) und Müller-Fulda für die Anträge, Barth (fr'eis. V.), Staudy (kons.), Därksen (Reichsp.) sowie Graf Posadowsky dagegen sprechen, wird die A b st i m m u n g vertagt. Nächste Sitzung morgen.

Die Zollkommission nahm unverändert die Post« tion 314 Calcium karbid und andere Metallkarbide 4 Mk. an, unter Ablehnung eines Antrages Kanitz Calciumkarbid 10 Mk., eines Antrages Gothein Calciumkarbid zollftei und eines Antrages Stadthagen, Siliciumkarbid zollfrei. Ferner wurde angenommen Position 315, sonst nicht genannte Metal­loide zollfrei. Die Kommission begann dann den Abschnitt Färb waren und nahm unverändert Position 316 tierische Farbstoffe, Cochenille, Sepia rc. frei unter Ablehnung eines Antrages Beumer an, der für Cochenillencarmin 200 Mk. verlangt. Württemb. Ministerialdirektor Schneider befür­wortet den Antrag Beumer. Die Kommission nahm ferner unverändert die Position 317 bis 324 an, nämlich Anilin, sonst ungenannte Th e er färb sto f fe, Alizarin, Indigo, natürlich und künstlich, frei, Berliner Blau 10, Ultramarin 15, Bleimennige und Bleiweiß 1 Mk., Zinknilfidweiß 2, Bayt- weiß 3 Mk. Gothein hatte für Berliner Blau 1 Mk., für Ultramarin 10 Mk. beantragt. Antrick, der die Begründung der Regierungsvorlage bei den Anstreicherfarben als jämmer­lich bezeichnet, wird von dem Vorsitzenden um Mäßigung er­sucht. Position 325 roter Zinnober wird nach einem Anträge Spahn in 10 Mk. (statt 25 im Entwurf) abgeändert. Kanitz erklärte, er stimme für die Vorlage, behalte sich aber seine Stellungnahme gegenüber den Industriezöllen für die zweite Lesung entsprechend den Entschließungen der Regie» rung zu den Agrarzöllen vor. Nächste Sitzung morgen.

Die deutsch-konservative Partei des preuß. Abgeordneten­hauses beschloß, den Justizminister zu ersuchen, den Gesetz- Entwurf, betteffend die juristischen Prüfungen, zurück­zuziehen.

Kolonialpost.

Weiteres von der Einnahme von Banjo in Kamerun. (Vgl. unsere gestr. stummer.) Am Abend des 1. Februar ließ Jerima Jhsa um Frieden bitten. Als erste Bedingung verlangte Leutnant Sand rock persönliches Erscheinen des Jerima. Am 9. Februar mittags erschienen Jerima Jhsa und ein Teil seiner Großen. Nachdem Oberstleutnant Pavel dem Jerima erklärt hatte, daß seine Thronfolge als Haupt der Kriegspartei ausgeschlossen sei und er seinen jüngeren Bruder Jbrahima als Lamido einsetzen würde, ließ er Jerima Jhsa, Seriki Saggi, der mit zu den Haupthetzern gehörte, und den Kaigarna Pettcpette in Eisen legen. Er schickte diese drei an das kaiserliche Gouvernement. Nachdem nun am 11. mittags Jbrahima mit seinen Großen erschienen war, wurden ihm die Friedensbedingungen bekannt gegeben, die er pünktlich zu erfüllen versprach. In etwa 8 Tagen, in welcher Zeit er sein ganzes Volk zurückzuholen versprach und

KorgefchiHLe und Keschichte des Zoologischen Instituts der Itniversttät Kietzen.

(Originalartikel desGieß. Anz.")

Eine größere zoologische Sammlung scheint erst im Jahre 1825 in den Besitz der Universität Gießen gelangt zu sein, und zwar durch Ankauf der Sammlung des Medi- zinalrats Wernekirch in Münster. Nach dem vorhan­denen Verzeichnisse umfaßte sie 370 Spiritusprästarate, 208 auLgestopfte Säugetiere und Vögel, 62 starten mit Insekten, ferner eine Anzahl Conchplien und Korallen, sowie einige Schädel. Dieser Grundstock der Sammlung wurde dann durch gelegentliche Ankäufe und Geschenke vermehrt, besonders durch die umfangreiche, wertvolle Conchylien--Sammlung des Pfarrers D-r. Scriba in Cassel.

Ter zoologische Unterricht lag damals in den Händen eines Mediziners, des Prof. I. B. Milbrand, der an­fangs die Fächer Anatomie, Physiologie, Botanik und Zoologie, später nur die beiden letzteren vertrat. Nach seinem Tode im Jahre 1846 trat eine bedeutsame Ver­änderung ein, indem die Professoren für Zoologie und Bo­tanik künftig der philosophischen Fakultät zugeteilt und jede derselben einem selbständigen Dozenten übertragen wurden. Ter erste, der den neugeschaffenen Lehrstuhl erhielt, toar ein geborener Gießener, der bekannte Dr. Karl Vogt, der am 1. Dezember 1846 mit einem jährlichen Gehalt von 800 ft. zum außerordentlichen Professor ernannt wudde. Vogts Wirken war im höchsten Grade erschwert; denn er fand zur Ausübung seiner Thätigkeit nichts vor als die Sammlung, die sich in einem kläglichen Zustande befand. Seine Bemühungen auf Besserung der Zustande fanden kein oder wenig Entgegenkommen bei der Regierung. Doch

sielen zwei bedeutsame Ereignisse in seine Zeit, die Er­werbung der vergleichenden anatomischen und zoologischen Sammlung des Obermediziualrtas von Frorieg in Weimar und besonders die Erbauung eines stattlichen Hauses für die anatomisch^physiologische Anstalt, in dem'auch die zoologische Ausnahme finden sollte. So hatte Vogt doch gute Aussicht für die Zukunft. Allein er sollte sich, wie bekannt, der günstigen Verhältnisse nicht mehr erfreuen. Es kamen die Jahre 1848 und 1819 und Vogt wurde in die politische Aufregung nicht nur mit hincingerissen, sondern ward einer ihrer Führer. Als er als Mitglied der Reichs- regentschast von Stuttgart aus am 18. Juni 1849 den Aufruf an das deutsche Volk miterlassen hatte, schritt die hessische Regierung zu seiner sofortigen Entfernung aus dem Lehr­amt. In einem Schreiben am 23. Juni gab sie der Uni­versität unter eingehender Darlegung ihrer Gründe davon Kenntnis.

Als Nachfolger wurde auf Vorschlag der Universität Dr.R.Lentart aus Göttingen berufen, der im Sommer­semester 1850 in Gießen seine Thätigkeit begann, die sich auf 19 Jahre erstreckte. Gleich zu Beginn seines Hierseins ward die Uebersicdelnng der zoologischen Sammlung m das Anatomie--Gebäude bewerkstelligt. Leukart hat dieselbe in außerordentlicher Weise befördert. In allen Teilen der­selben finden wir die Spuren seiner Wirksamkeit, und es ist zu einem großen Seile ihm zu verdanken, daß dieselbe namentlich an Spiritus-Präparaten aus allen Gebieten des Tierreiches reichhaltig ist. Den Schwerpunkt seiner Thätigkeit aber legte Leutart in den akademischen Unter­richt und vor allem in die von ihm in Deutschland zuerst und mit außerordentlichem Erfolg abgehaltenen praktischen Hebungen. Aus Deutschland und dem Auslande kamen da­

mals zahlreiche junge Zoologen nach Gießen, um unter Leukarts Leitung hier zu arbeiten, uiid eine stattliche Reihe der tüchtigsten und angesehensten Forscher ist aus seinem Laboratorium hervorgegangen. Lenk art selbst hat die meisten seiner grutidlegeudeli Arbeiten hier geschaffen. Wir dürfen sagen, daß nächst Liebig Leukart am meisten dazu beigetragen hat, unsere kleine Universitätsstadt auf dem ganzen Erdrund bekannt und angesehen zu machen. Im Jahre 1869 verließ Leukart Gießen, um einem Rufe nach Leipzig Folge zu leisten.

Nach Leukart war Anton Schneider, der nach malige Professor in Breslau, Ordinarius der Zoologie in Gießen, auf den 1881 Hubert Ludwig folgte. Als dieser im Jahre 1887 nach Bonn berufen wurde, trat der jetzige Professor Tr. I. W. Spengel an feine Stelle.

Tie Räumlichkeiten des Zoologischen Instituts waren zu Leukarts Zeit noch recht beschränkt, da im oberen Stocke des Gebäudes gleichzeitig das physiologische Institut untergebracht war. Erst als im Jahre 1890 die Physiologie in ein anderes Gebäude übersiedelte, wurde durch Heber* lassung des.ganzen oberen Stockwerkes einigermaßen dem Raummangel abgeholfen. Trotz alledem sind die Räumliche leiten noch sehr beschränkt, namentlich sind die Räume für die Sammlung ganz ungenügend und zur Abhaltung von praktischetl Hebungen müssen mancherlei Notbehelfe her> halten. Etwas Platz wurde noch gewonnen durch Errichtung eines Trerhäuschens im Garten, in dem lebende Tiere und Aquarien gehalten werden. Vor allem aber gelang den Be­mühungen Spengels eine Verbesserung der Einrichtung des Instituts und eine erhebliche Vermehrung des Personals sodaß, abgesehen vom Raummangel, das hiesige Institut vollkommen auf der Höhe der Zeit steht.