Wetter
Juni
Höchste Temperatur am 3. bis 4. Juni 29,0° C.
9liebrigfte „ „ 3. „ 4. „ 14,5° C.
.Frankfurt ». L., 5. Juni
4% Oesterr. Goldretne .
schwach.
Tendenz:
2,s
9’5
1^86
746,2
746,5 7484
102.60
46.30
29.90
114*00
44.10
2
1
2
9,7
14,5 11,3
'S
’S
.5 Z
28,2
19,7
16,4
34
85
81
. 101.90
. 93.05 . 101.80 . 92.60 . 100.00 . 99.25 . 103.05
3d/o Mexikaner . . 4Vs /j Chinesen . e Electric. 8ct uckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelßges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . , Gottharabahn . . . Lauraiiütte . . . . Bochum , , , 4 . Harpener . . . ,
4% Ungar. Goldrente . 4°/ Italien. Rente . . 4‘/a% Portugiesen . . ,0/ Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . .
Türkenlose ..... 4% Grieoh. Monopol -Anl. 4*/2% äussere Argentiner
Reichsanleihe do.
Konsols . do. . .
Hessen
Oberhessen
£ w
L- -Q
Sonnenschein Regen
Bed. Himmel
3Va% 3% 3‘/,% 3°/o 51/2% 31/3%
gl
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
8.
WNW.
WNW.
Wrof-essor Wedewer aNein komme in Betracht, sondern außer des letzteren Antwortbriefes noch eine ganze Reihe von Aussagen anderer. Feststellen müsse er auch, daß sein Sohn von seinen angeblichen Wünschen ihm niemals Mitteilung gemacht habe. Er wisse nur, daß man den evangelischen Sohn eines vor langen Jahren evangelisch gewordenen Katholiken schon von klein an versucht habe, zur römischen Kirche hinüberzuziehen.
4.
4.
5.
großen Versicherungsgesellschaften unternahm Schritte, um den Reservefonds zu vervollständigen, die aber erfolglos geblieben sein sollen. Der Direktor der Allgemeinen Familienkasse und sein Sohn sind seit gestern flüchtig.
Paris, 5. Juni. Wie vorauszusehen war, haben bi« Präsidenten des Senats und der Kammer Loubet die Mitteilung gemacht, daß von der Mehrheit der republikanischen Parteien des Senats und der Kammer ein Kabinet Brisson gut ausgenommen werden würde. Brisson wird heute nach dem Elysee berufen. Eine „Havas"-Note besagt, Deschanel. werde für das Kammerpräsidium nicht mehr kandidieren. Bourgeois werde unter diesen Umständen voraussichtüch gewählt werden.
Paris, 5. Juni. Die Subskription für die Opfer aus Martinique ergab bis jetzt 2 050000 Frs. Es wurde wiederum ein Schwindler verhaftet, der sich bei angesehenen Personen vorstellte und Gelder für die Opfer sammelte, aber zu eigenen Zwecken verwendete.
Paris, 5. Juni. Aus Algier kommen wieder schlimme Nachrichten über die Heuschreckenplage. In den Provinzen Oran und Konstantine haben die Heuschrecken sett mehreren Tagen den größten Teil der Weinberge z erstört.
Barcelona, 5. Juni. Auch die Fuhrleute sind in den Aus stand getreten. Artillerie sichert den notwendigen Verkehr. Mehrere Fabriken stellten wegen Mangels an Kohlen den Betrieb em. In Cordova traten die Landarbeiter in den Ausstand.
Aum südafrikanische» Iricde».
London, 5. Juni. Die „Times" melden aus Pre* toria vom 2. Juni: Die Buren in Wereeniging sprachen die Anerkennung ihrer Niederlagie in einer Resolution aus, die der Vollmacht der Delegierten, das Uebergabedokument zu unterzeichnen, vorausgeschickt ist. Tarin wird erklärt, daß sie nur eurgewilligt hätten, ihre Unabhängigkeit aufzugeben, weil die- englische Regierung darauf bestanden habe, nicht mehr weiter zu verhandeln,, sondern die Bedingungen zu sistieren, ferner in Anbettacht der Verluste, die sowohl die Buren wie die Engländer litten hätten, und der Unmöglichkeit, die in Kriegsgesangen- schast Geratenen je zurückzuerlangen, wie endlich zu dem. Zweck, den Wetterbestand ihrer Rasse zu sichern.
L 0 n d 0 n, 5. Juni. Hier gitt es als ausgemachte Sache, daß Kitchener das Oberkommando in Indien bekommt.
Grrichtssaal.
Leipzig, 3. Juni. Das Reichsgericht hat gestern die Revision der „Nationalzeitung" und des Rechtsanwalts Horn in Sachen der Veröffentlichung der Schrtststucke über die zweite Untersuchungshaft Hickels v e r w 0 r f e n und sonnt die Verurteilung zu 50 bezw. 100 Alk. Strase bestätigt.
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Familien Nachrichten.
Gestorben: Auguste Freisrau Röder v. Diersburg in
Darmstadt.
London, 5. Juni. Das Unterhaus nahm mtt 216 gegen 49 Stimmen in dritter Lesung das Gesetz betreffend die Kriegsanleihe an. Während der! Beratung erklärte der Schatzkanzler Hicks Beach, eine der ^ersten Maßregeln, welche man treffen müsse, sei die Kriegs «st euer festzusetzen, welche die Goldgruben in Zukunft zu enttichten haben werden. — Tie Thatsache, daß Kitchener nur 50 000 Pfund Sterling erhalten hat und nicht wie Lord Roberts 100000, erklärt sich aus dem Unterschied des militärischen Ranges und weil Kitchener. bereits 30 000 Pfund bei seiner Rückkehr aus dem Sudan- Feldzug erhalten hat. — „Daily Attttl" veröffentlicht mehrere Briese, welche Vorschlägen, eine Subskription! zu eröffnen zu dem Zweck, Dewet einen Ehrendegen, anzubieten. Desgleichen wird vorgeschlagen, eine Subskription zum Wiederaufbau der Farm DewetH einzuleiten. — Aus Pretoria wttd gemeldet: Die hie-- sigen Blätter berichten, daß das Zugeständnis Englands, die holländische Sprache als Unterrichtssprache in Südafrika beizubehalten, zahlreiche Protestkundgebungen hervorgerufen hat. Dieselben weisen auf das Beispiel Kanadas htti, das zur Genüge darthue, daß die englische Sprache vernachlässigt würde, wenn neben ihr eine andere gestattet wäre. Auch sind die Blätter der Ansicht, daß drei Millionen Pfund Sterling zum Wiederaufbau der Farmen nicht genügen. Sie stellen außerdem fest, daß die Feindseligkeiten; in der Kajp-Kolonie fortdauern. — Die letzte Verlustilifte berichtet von zwei Toten und vier Verwundeten.
Pretoria, 5. Juni. Nach den aus der Kapkolontt, eingehenden Berichten gestaltet sich die Lage dort sehr befriedigend. Kommandant Fo chö ergab sich. Täglich finden sich viele Kämpfer zur Uebergabe ein*
London, 5. Juni. Nach einem Telegramm aus Pretoria haben die Burenkommandanten Botha und De- larey sowie eine Anzahl andere Führer die Absicht, sich demnächst nach Europa zu begeben, um die nötigen Gelder für die Unterstützung der notleidenden Burgherr auszubringen.
H a a g, 5. Juni. Dr. L e y d s wird ebenso wie Krüger vorläufig nicht nach Südafrika zurückkehren. Auf eine Anfrage des holländischen Burenvereins antwortete Krüger: „MeineTraueri st unsagbar. Jchhabe nichts weiter zu sagen."
nehmen.
e. Bad-Nauheim, 4. Juni. Im Grand £otel „Kaiserhost" veranstalteten die hier zur Kur wettenden Eng- ' länder eine Feier aus Anlaß des Friedensschlusses in Südafrika und zur Geburtstagsfeier des Königs von ( England. Tie Kapelle der Bockenheimer Husaren konzer- < tierte im Garten. Herr Seethäler, der Besitzer des Kaiser- , Hoss, hatte alles aufgeboten, um durch prächtige Blumen- । detorcttionen und ein vorzügliches Souper das Fest den 1 feiernden Engländern angenehm zu machen.
Bad-Nauheim, 4. Juni. Aus sehr zuverlässiger Quelle erfährt der „B. N. A.", daß der Großh erzog! Mitte August in Friedberg für einige Zett Aufenthatt nehmen wird. Vorigen Freitag war Oberhofmarschall von Westerweller deshalb zur Besichttgung des Schlosses in Friedberg anwesend und verweitte kurze Zeit auch in Bad- Nauheim.
0. Friedberg, 4. Juni. Dem hiesigen Veteranen- und Milttärverein ist es nun endlich gelungen, den Plan zur Errichtung eines Kriegerdenkmals in unserer Stadt seiner Verwirklichung entgegenzuführen. Aus den Ueberschüssen der Werning'schen Kriegsfestspiele und infolge der Opferwilligkeit unserer Einwohnerschaft ist ein Kapital von über 10 000 Alk. zusammengebracht worden, so daß nunmehr ein Ausschreiben zur Anfertigung von Entwürfen erlassen werden wird. Dem Anfettiger des besten Entwurfs soll die Ausführung des Denkmals übertragen werden, für dessen Aufstellung man den Platz in der großen Allee, gegenüber dem Amtsgericht, gewählt hat.
Friedberg, 4. Juni. Was die Hitze nicht alles verschuldet! Die Homburg —Friedberger Bahn hatte gestern bei dem 5.12 Uhr fälligen Zug eine fast einstündige Verspätung. Zwischen Roßbach und Rodheim hatten sich die Schienen durch die Hitze derart ausgedehnt, daß neues Material eingefügt werden mußte. Sollten die Erbauer der Bahn wirklich nichts davon gewußt haben, daß Eisen sich durch die Wärme streckt? Bei anderen Bahnen wird auf die Veränderung der Schienen durch die Temperatur sofort beim Legen Rücksicht genommen.
rs Als selb, 4. Juni. Am Sonntag sand hier un Hotel „Deutsches Haus" eine Bezirsksv er s ammlun g des Bundes jve>r Landwirte statt, der eine Versammlung der Vertrauensmänner vorangegangen war. In dieser wurden der Bezirks-Vorsitzende, Gursbesitzer E. Lutz- Elpenrod und dessen Stellvertreter Gutsbesitzer Ott- Liederbach einstimmig wiedergewählt. Ferner wurde beschlossen, dem Reichstagsabgeordneten des Wahlkreises, Kunstmaler Bindewsild, die bestimmt gefaßte Frage vorzulegen, wie er zu den Forderungen des Bundes in Bezug aus den Zolltaris stehe. Fritz Bley berichtete sodann über den Zolltarif und die polittsche Lage. Die Versammlung nahm nach eingehender Erörterung, an der sich namentlich Landtagsabgeordneter Korell, Pfarrer Schick, Gutsbesitzer Schach-Altenburg, Lotz-Elpenrod, Gutspächter Oelsen und Neureuther-Frankfurt beteiligten, einstimmig folgende Resolution an:
Tie heute in Alsfeld, Provinz Oberüessen tagende Bezirksversammlung des Bundes der Landwirte erwartet von den aus landwirtschaftlichen Kreisen gewählten Abgeordneten, daß sie unter feinen Umständen der Regierungsvorlage oder einem schädigenden Kompromisse zustimmen werden Sollte die von uns sachlich begründete Forderung eines lückenlosen Zollschutzes nicht zu verwirklichen sein, so müssen die industriellen Zollsätze be- chnittien werden, um eine gerechte Parität von Landwirtschaft und Industrie herbeizuführen. Dem engeren Vorstände spricht die Versammlung für seine bingebende und im Gegensätze zu so vieler Kompromißsucht unbeirrte Thätigtett ihren wärmsten Dank aus.
Wiesbaden, 3. Juni. Professor Wedewer teilt mit daß die Nachricht, gegen ihn sei in Zusammenhang mtt dem Selbstmorde des früheren Gymnasiasten Bresaen eine Tis z ip li n ar u n t e r s u ch un g ein- aeleitet worden, unzutreffend ist. Das „Wiesb. Vollsblatt" giebt folgende Darstellung des Falles: Wohl bat der Vater des unglücklichen jungen Mannes, dessen Schmerz und Aufregung ja begreiflich aenug ist, geglaubt, daß Vrofessor Tr. Wedewer seinen Sohn heimlich getauft und in die katholische Kirche ausgenommen habe und deshalb Beim werde erhoben beim Provinzial-Schulkollegiurn In Kassel, welches diese Beschwerde - mag sie auch noch so grundlos Pin — selbstredend ordnungsgemäß prüfen muß und sie deshalb an Pros. W. zur „Aeußerung" über- janbte. Tas ist alles. - Dr. Br es gen erttart in einer Zuschrift an den „Rhein. Kurier", er habe beim Direktor des hiesigen Königl. Gymnasiums woyl Anzeige gegen Prof. Wedewer erhoben, nicht aber behauptet, baß Prof. We- bewer seinen Sohn „heimlich in die katholische Kirche Liufgenommen habe. Nicht ein Brief [eine» Sagues an
4%% Oesterr. öiiberrente 101.70 " - ” 101.60
gegen 7 Uhr endlich niedergegangen, und mtt ihm ist auch die ersehnte Abkühlung der tropischen Glut, die seit mehr als einer Woche herrschte, eingetreten. Nach dem amtlichen Bericht zeigte das Thermometer heute morgen um 71/2 Uhr 16,4 Grad Celsius gegen 2,0 um dieselbe Zeit am gesttigen Tage.
* • Omnibusverkehr nach dem Schiffenbergerwald. Der Vorstand der Omnibusgesellschaft teilt uns mit, daß er infolge schwacher Beteiligung gezwungen ist, die Linie nach dem Schiffenbergerwald an Wochentagen einzustellen. Er ist jedoch bereit, bei Beteiligung von mindestens 10 Personen und bei vorheriger Bestellung Extrawagen ohne Preiserhöhung fahren zu lassen. An Sonntagen bleibt der Verkehr wie seither bestehen.
♦* Tötlich'ör Unfall. Der Weg, welcher von Hohensolms nach Altenkirchen führt, hat an einer abschüssigen Stelle eine starke Kurve. Ein Flaschenbierwagen erlitt dort vor mehreren Jahren einen bedeutenden Unfall. Und schon wieder verunglückte am Samstag abend dort em Fuhrmann aus Altenkirchen, der von Gießen heimkehrte. Man fand ihn am Sonntag morgen mit eingedrückter Hirnschale tot neben seinem Wagen. Der Wagen war umgeworfen, die beiden -Scherbäume waren abgebrochen und hatten sich in den Erdboden gewühlt. Nur das Pferd kam mit heiler Haut davon, das sich das Waldgras schmecken ließ. .
* * Der 1. Preis, den der Gießener Radklub „Germania' auf der Dauerfahrt über 100 Kilometer nach Butzbach bei dem Stiftungsfest des Butzbacher Radfahrer-Klubs errungen hat, ist bei dem Mitgliede des Klubs „Germania" Karl Muhl, Bahnhofstraße 43, ausgestellt.
* # Wirtschaftsübcrnahme. Der bisherige Buffetier der hiesigen Bahnhofswirtschaft Kohler wird im Laufe ds. Mts. die Leitung der Museumswirtschaft in Marburg über-
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
S. Darmstadt, 5. Juni. (Zweite Kammer.) Fortsetzung der Beratung des Main-Neckar-BahimBertrages. Abg. v. Brentano stellt festz daß die Freisinnigen, an ihrer Spitze Dr. Gutfleis ch, im Falle der Annahme des Vertrages das zweifelhafte Verdienst hätten, ihn durch- aeführt zu haben. Die Ausführungen Gutfleisch's und die vielen Klagen über den Gemeinschaftsvertrag sollten sie zur Vertagung der Vorlage bewegen. Es sei die Pflicht jedes hessischen Abgeordneten, für die Vertagung zu stimmen. Ministerialrat Ewald erklärt, das Mißtrauen einer Anzahl von Main-Neckar-Bahnbeamten gegen den Berttag für ungerechtfertigt. Abg. Jöckel (kons.) wendet sich gegen die Ausführungen der Abgeordneten Schmidt und Brentano. Infolge des Verttages von 1898 der große Vorteile gebracht habe, müsse man auch diesen aiinehmem Abg. M 0 l t h a n bedauert die von Dr. G n a u t h gestellte Kabinettssiage. Im Interesse des Landes liege das nicht. Finanzminister Gnauth weist nochmals aus die zwingenden Gründe hin, die sich aus Art. 18 des 1896er Vertrages ergeben, und wiederholt bezügl. der Kabinettssiage man könne keinen Minister wieder nach Berlin schicken, dessen erste Verhandlungen keinen besseren Erfolg erzielt hätten. Staatsminister Rothe weist nochmals auf den Ernst der Lage hin und erklärt, er teile die Stellungnahme des Finanzministers. — Der Vertrag dürfte mit vier Stimmen Mehrheit angenommen werden.
Berlin, 5. Juni. In einer Zuschrift an die „Deutsche Tagesztg." bezeichnet ein parlamentarischer Berichterstatter die Nachricht, daß die deutsch-konservative Fraktion des Abgeordnetenhauses den Justizminister ersuchen wolle, den Gesetzentwurf über das juristische Studium und den juristischen Vorbereitungsdienst zurückzuziehen, als unzutreffend. Es treffe nur so viel zu, daß aus dem Schoße des Abgeordnetenhauses mit der Staatsregierung beziehungsweise dem Justizminister in besagter Richtung verhandelt wird.
München, 5. Juni. Im Nachbarort Forstkirchen wurden gestern infolge Einsturzes eines Brunnenschachtes zwei Arbeiter verschüttet. Obwohl die Rettungsarbeiten von Pionieren die ganze Nacht fortgesetzt wurden, ist es bis heute früh 8 Uhr nicht gelungen, die Verschütteten zu bergen.
Paris, 5. Juni. In der Umgegend von Reims und Troyes richteten Hagelschläge und Gewitter in den Obst- und Weinbergen großen Schaden an.
Paris, 5. Ium. Wie der „Matin" meldet, wurde enb^ gütig festgestellt, daß der gesetzmäßige Reservefonds der Versicherungsgesellschaft „Allgemeine Familienkasse" ein Defizit von 2 4 Millionen aufweist. Das Syndikat der
Vermischtes.
• Berlin, 4. Juni. Wie die „Staatsb.-Ztg." mitteilt, befindet sich Graf Pückler-Klein-Tschirne, der sich bekanntlich längere Zeit im Auslande aufgehalten hat, wieder m Berlin, und beabsichtigt, am Freitag Abend m einer öffentlichen Versammlung des deutschen Antisemitenbundes zu prechen. Graf Pückler habe eine Kaution hinterlegt, wodurch der seinerzeit erlassene Steckbrief außer Wirkung gesetzt worden sei.
* Erdbeben in Südamerika. Der Korrefpondent des „New-York Herald" in Valparaiso meldet, daß nach einer Depesche aus La Paz im Choico-Gebiet eine vulkanische Eruption erfolgt ist, durchweiche zwei Dörfer zerstört und 75 Menschen getötet wurden. Die Eruption dauert fort.
Bekanntmachung.
Tas Hebregister über die Umlagen der Stadt Gießen pro 1902 03" liegt acht Tage lang aus umcrem Bureau — Zimmer Nr. 15 — mr Einsicht eines jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablaus der Offenlegungssrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müssen und daß spater vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden tonnen.
Gießen, den 3. Juni 1902. 4190
Grvbytwzogcicht.' Dürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Arbeiterbewegung.
Lemberg, 4. Juni. An dem Leichenbegängnis der vier bei den gestrigen Unruhen Getöteten beteiligten sich mehrere tausend Personen, meist Arbeiter. Es wurden mehrere Reden gehalten. Nach dem Begräbnis versammelten sich tue Teilnehmer aus einem Platz in der Nähe des Friedhoss, wo ein Führer der Arbeiter mitteilte, daß die heutigen Verhandlungen mit den Bauunternehmern ein günstiges Ergebnis gehabt hatten, und die Arbeiter aufforderte, morgen die Arbeit wieder auszunehmen. Die Arbeiter kehrten sodann ruhig nach der Stadt zurück.
HoUe-dieak der i-r-elitischcn Keligion-gesrUsch-fi.
Sabbathseier am 7. Juni 1902.
Freitag abend 800. Samstag vormittag 8°° Predigt. Nach- mittag 4°°. Sabbathausgang 9ro.
Wochengottesdienst: morgens 680 Uhr, abends 9 Uhr.
1902.
. 25.65
. 90.40
. 109.50
216*00
. 187.40
. 140.90
. 147.50
. 158.60 . 150.60 . 18.10 . 168.50 . 206.10
. 200.30
. 179.50
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Telephonischer Kursbericht


