Ausgabe 
4.1.1902 Erstes Blatt
 
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zu reinigen.

Der Münchener Julius Schaumberger schrieb im Jahre

die Hand und geht mit ihm in den Tod.

in dem der gleiche Konflikt künstlerisch, wenn auch nicht so bühnenwirksam wie von Ernst behandelt ist.

Eine kunstgerechte Aufführung kann dem Stück natürliche von großem Nutzen sein. Der Darsteller des Behring hat die nicht leichte Aufgabe, diesen papiernen Helden zum Men­schen zu machen, das Ringen zwischen Ueberzeugung und Liebe zu Weib und Kind eindringlich zum Ausdruck zu bringen. Herr Gerl ach gab sich damit alle Mühe, aber umsonst; er blieb, mit dem Autor, im Versuche stecken. Be­scheidene Schwärmerei, statt eitlen Ueberlegenheitsdünkels, hätten ihm besser zu Gesichte gestanden. Dagegen war Frl. Hohenfels in den schönen Szenen bräutlichen und ehelichen Glückes ganz vortrefflich und in den ernsten Situationen

Bei Äotarrlj, Husten, rauhem Halse, Heiserkeit, Berschleimung.

zeigte sie die rechte, schlichte, überzeugende Wärme. Als Dr. Scharff gab sich Herr Sandor natürlich und unge­zwungen, wenn auch etwas zu leicht; seiner humorvollen Schärfe fehlte das zweite f seines Namens. Recht hübsch war die Episode des Herrn Zoder als Mitglied eines Jüng­lingsvereins, mit wenigen vorzüglich charakterisierenden Strichen, treu nach de,n Ernstschen Vorbilde gezeichnet. Aus dem ab­stoßenden Ehepaare Wöhlers ließ sich schlechterdings nicht mehr machen, als was Herr Ramsey er und Frl. v. Hell­bronn gaben. Zu erwähnen bleiben dann noch Herr Hertzog als der unglückselige Schneider Stein, der vor­treffliche Herr Woisch alsdemütiger" Zeitungsträger und Herr Leßmann, der den Pastor ganz angemessen ausge­stattet und ausgestaltet hatte, ohne in die naheliegenden Ge­fahren des Pathetischen, Salbungsvollen und Muckerischen zu verfallen. Daß man in leichtester Sommergarderobe den Unbilden des strengen Winters trotzte, war schließlich eine belanglose Unachtsamkeit. P. Witt ko.

Schade um die Frau, sie hätte ein besieres Los verdient. Ihm aber ivird niemand eine Thräne nachweinen, nicht einmal sein Schneider. Sein Leben war überflüssig, sein Trotz kin- disch. Da ihm die weite Welt offen steht zur frischen, freien Betätigung seiner Ideen, da bleibt er im engen Neste da­heim und begeht eine Dummheit nach der anderen; er spottet seiner selbst und weiß nicht wie. Er schreibt einen ernst­haften,gedankenschweren" Roman und schickt ihn einem i Familienblatte zu! Nichts wie Thorheiten eines unreifen Jünglings mitunzeitgemäßen Gedanken" in einer fest auf das Materielle gerichteten Zeit. Ja, wäre er statt eines Zwerges an Widerstandskraft, ein überragender Geist von unbeugsamer Willensstärke, dann würde er für feine Ideen ebenso viel Anhänger wie Gegner sinden, die ecoleeia militans würde mit ihm als ihrem Gegner zu

Volttische Tagesschau.

Einen Zoll aus Kohl

verlangt eine an den Reichstag gelangte Petition- Sie ist von zahlreichen Landwirten aus einer Reihe Orte unter­zeichnet, in denen in größerem Umfange Gemüsebau be­trieben wird, außerdem auch von nicht wenigen Großgrund­besitzern, z. B. dem Reichstagsabgeordneten und Herren- hausmitgliede v. Winterfeldt-Menkin, dem Herrenhausmit- gliede und Schloßhauptmann Grafen v- Merveldt in West­falen, einem Grafen Fincken stein, einem Grafen Schwerin, unterzeichnet- Auch der Berliner Universitätsgärtner Linde- muth hat seine Unterschrift gegeben- Die Petition behauptet, Holland und Dänemark machten mit Weiß-, Wirsing- und Rotkohl, Italien mit Blumenkohl dem deutschen Kohlbau derartige Konkurrenz, daß die erstgenannten drei Kohlarten mit einem Zoll von 6 Mk., Blumenkohl mit einem solchen von 8 Mk- und Rosenkohl mit einem Zoll von 12 Mk. pro Dz- belegt werden müßten, wenn die deutsche Kohl­produktion in ihrer Existenz gesichert werden sollte- Die Petenten erheben Klage darüber, daß seit 1900 der Rot- iuib Wirsingkohl auf den deutschen Eisenbahnen zu dem billigen Spezialtarif III gefahren werde, während sie sonst höhere Fracht zahlen mußten- Die Einfuhr von Kohl in Deutschland ist allerdings seit 1880 sehr stark an gewachsen-

Zu haben in Gießen auf dem Fadritlager bei Herrn Emil

Horst, Riegelpfad. 175

M c r- c r - I........ ,/t'-----1" den Strahlenschein des Märtyrertums

!. Und finden sie sie nicht, gehen nicht ohne falsche Anmaßung beließ, die Vertreter entaeaen--

Aus Stadt und Kund.

(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz." gestattet.)

Gießen, 4. Januar 1902.

** Ausgrabuugeu. Das winterliche Wetter, das ja aller­dings in der letzten Woche recht milde, infolge der vielen Regengüsse aber für Ausgrabungen durchaus nicht geeignet ivar, hat doch der mühevollen Arbeit von Freunden und Gönnern des Oberhessischen Geschichtsvereins-Museums, die darauf hinausgeht, die Schätze des wieder eröffneten Museums durch interessante Neufunde zu mehren, in keiner Weise Ab­bruch thun können. Es ist vielmehr in den letzten Wochen eine ganz beträchtliche Anzahl von Ausgrabungsarbeiten unternommen worden. So wurde an einer Stelle eine vor­geschichtliche Opferstätte mit einer großen und dicken Aschen- uud Kohlenschicht ausgegraben, in der zahlreiche Scherben und Knochen, darunter Hauer von Wildschweinen und bearbeitete Knochenstücke gefunden worden sind, z. B. ein zu einem Pfriemen verarbeiteter Knochen. Man kann daraus vielleicht darauf schließen, daß diese Opferstätte in das Ende der Steinzeit zu setzen ift An einer anderen Stelle ist mit dem Erfolg gegraben worden, daß 9tefte eines Urnen- grabfeldes aus der nachschriftlichen Zeit, etwa 200 v. Chr. Geb., aufgedeckt wurden. Man fand hier u. a. Scherben römischer Herkunft aus terra sigillata, ferner ein kleines aus Bronze bestehendes Ortband mit durchbrochener Arbeit, das von der Scheide eines Messers oder eines Dolches herrührt. Unter dieser römischen Schicht befand sich an einer Stelle eine Aschengrube, in der die Reste eines aus weit älterer Zeit, vielleicht aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. Geb., stammenden Gefäßes gefunden wurden. An einer dritten Stelle stteß man auf eine Grabstätte oder W ohnstätte, deren In­halt am nächsten verwandt ift mit den Funden im Gießener Stadtwalde, die jetzt im Museum bereits 3 Schränke füllen. Diese Stücke dürsten dem 2.-3. Jahrhundert n. Chr. Gelu angehören. Alle drei Fundstätten liegen tells in der Ge­markung Gießen, teils in deren nächster Nachbarschaft. Die Bewohner Gießens wie überhaupt der ganzen Provinz Ober- Hessen müssen den Freunden und Gönnern des Oberhessischen Geschichtsvereins - Museums, die weder Mühe noch Opfer cheuen, um die Urgeschichte unserer engeren und weiteren Heimat aufzuhellen, Dank zollen für ihre aufopfernde Arbeit, und wir können im Interesse der Geschichte unserer Heimat allen nur warm ans Herz legen, jeden bei Erdarbeiten, beim Sandgraben, Grundgraben von Häusern, Anlegen von

«tcht lediglich gerecht und folgerichtig, sie hinsichtlich des Berufsgeheimnisses auch der Presse zuzugestehen? Die sitt­liche Pflicht zur Geheimhaltung ist hier genau dieselbe wie bei den genannten Berufen- Tie praktischen Bedenken aber sind bei der Presse weit geringer als bei den Seel­sorgern und Rechtsanwälten-

Deutschland am Scheidewege.

Unter diesem Titel erschienen soebenBetrachtungen über die gegenwärtige volkswirtschaftliche Verfassung und die zukünftige Handelspolitik Deutschlands" von Dr. L Pohle, Professor an der Akademie für Sozialwissen­schaften zu Frankfurt, (gr. 8. XII u. 242 S. geh. Mk. 4,80.) Das Werk darf beanspruchen,' in den augen­blicklichen handelspolitischen Erörterungen Beachtung zu sinden. Der Verfasser geht davon aus, daß nicht der Umstand, daß Deutschland nach Caprivis Wort nur noch die Wahl hätte, entweder Menschen zu exportieren oder Waren, sondern lediglich das im Gefolge der modernen Agrar- krisis eintretende Sinken der Reinerträge der deutschen Landwirtschaft bei gleichbleibendem oder gar steigendem industriellen Gewinn unsere Exportindustrie geschaffen hat, und sie weiter auszudehnen trachtet. Im Zusammenhang damit ergiebt eine Abschätzung der Größe der beiden Ab­teilungen mit entgegengesetzten handelspolitischen Inter­essen, aus denen sich die deutsche Volkswirtschaft jetzt zu- sammcnsetzt, als Resultat, daß der Teil des deutschen Wirt­schaftslebens, der, obwohl er ebenfalls Handelsverkehr mit dem Auslande unterhält, doch ausschließlich im Jnlande wurzelt, der deutscheAgrituttur-Manufaktur-Handelsstaat" immer noch rund Vierfünftel der Natton umfaßt, ivährend nur etwa 1/5 der Gesamtbevölkerung in seiner ökonomischen Existenz vom Auslande abhängt und daher zum Freihandel neigt. In Bezug aus die Zukunftsaussichten der inter­nationalen Arbeitsteilung vertritt der Verfasser die Ansicht, daß die internationale Warenbewegung nach der jetzt eine so wichtige Rolle spielenden Formel: Bodenprodukte gegen Fabrikate, nach einer kürzeren ober längeren Frist bis auf geringe Reste verschwinden wird, um einer Periode Platz zu machen, in welcher die internationale Arbeits­tellung zwar beständig wächst, die Formel des Umtauschs aber lautet: Bodenprodukte gegen Bodenprodukte und Fabrikate gegen Fabrikate; denn erst unter dieser Vor­aussetzung ift die internationale Arbeitstellung für alle an ihr beteiligten Völker ein wirklicher volkswirtschaft­licher Gewinn. Auf Grund dieser Erwägungen über die gegenwärtige wirtschaftliche Bedeutung und insbesondere die ungünstigen Zukunftsaussichten des Export-Industria­lismus und -Kapitalismus und im Hinblick aus die schweren Krisen, welche der Uebergang zum Freihandel bei der jetzigen Lage der Dinge auf dem Weltmärkte über das deutsche Wirtschaftsleben heraufbeschwören würde, kommt der Verfasser insbesondere zu zwei Handels- und wirt­schaftspolitischen Forderungen: 1. Agrarzölle von

lOjcihr. überrasch.Erfolge d.Apotheker Albrechts Aepfelsänre-Pastillen. In b. Apotheken u. bess. Drog. & 80 Pfg. Haupt-Depots: Kirsch- u.Zlniverjttäts-Apolheke, Drog. ftnft. Kertzard.

genügender Höhe, um die deutsche Landwirtschaft wenigstens in ihrem bisherigen Umfange zu erhalten, 2. Fortführung der Sozialreform (und ^war ins­besondere durch staatliche Lohnregulierung in der Haus­industrie) zu dem Zwecke, um die Entstehung bez. weitere Ausbildung solcher Exportindustrien zu verhindern, die ihre überlegene Position auf dem Weltmärkte nur der Min­derwertigkeit ihrer Arbeitsbedingungen verdanken.

Herr Abg. Köhler-Langsdorf

schreibt uns heute:

Bezügl. Ihres ArtikelsKöhler-Langsdorf in Berlin", bitte ich, wie folgt, berichtigen zu wollen:

1. Das Referat in der mir nahestehendenDeutschen Volksmacht", für deren letzteren Inhalt ich jedoch nicht in allen Fällen verantwortlich zu machen bin, stellt einen teilweisen Abdruck aus derStaatsbürgerztg." dar, die nur sehr unvollkommen über meine Berliner Rede berichtet hatte.

2. Den Satz,d a ß i ch u u r e i n m a l b e i u a m e n t - tief) en Abstimmungen im Reichstage gefehlt hätte", habe ich weder gesagt noch angedeutet. Ter Be­richterstatter ist hier einem schweren Mißverständnis unter­legen- Ich habe gesagt, daß ich bei den meisten, den B a u e r n st a n d angehenden Fragen im Reichstage anwesend gewesen wäre und es auch fürderhin fein würde-

Unsere Leser werden diese Bemerkungen ihres Reichs­tagsabgeordneten zur Kenntnis nehmen-

rg Ä auch ÄSÄ mitunter N^n_d°« -ecken- er.uer^ als

Söhnchen in eine schwere Krankheit und liegt im Sterben, ihre Rechnung zu finden. «- « " jememgelben

WÄt'jisSgS fleht ihn an, dem Kinde die ^aufe geben zu lassen; sie müßte wahrhaften Helden übrig. Dieser kleine Schwätzer aber der Ge- ~ '

SÄÄ ÄÄ »ÄÄÄSÄtSÄÄ -säss».-« hie aUe Not mit ihm bisher aufopserungsfreudig geteilt hat, als ein tragischer Held, er ist eine verwässerte Auflage des betäubt seinen ©tarrfinn. Er willigt ein in die Nottaufe, braven Dr. Stockmann Ibsens, ein blinder Wahrheitsfana- $0$ ju spat, das Kind stirbt ohne den Segen der Kirche, tiker, den der Uriel Aeosta Gutzkows klafterhoch überragt ein Der Gedanke daran wirst die junge Mutter auf das Kranken- so halsstarriger als weichmütiger Thor ohne Herz, dessen bett, und nun entschließt sich Behring, die Hilfe seines stillduldende Frau viel mehr an seelischer Größe besitzt als Schwiegervaters zu erbitten, dem er verspricht, sich nachträglich er, der aufhört, dieses hingebungsvolle Weib zu lieben, weil ttauen zu lassen und sich aller Angriffe gegen die Religion sie ihn in gequälter Mutterliebe zur Erfüllung einer kirchlichen zu enthalten. Damit ist fern Schicksal besiegelt. Denn nun Form drängt! Und der Vater dieser Frau"b welche ein Gn- verachtet er sich selber, da er die Sünde wider den Geist be- faltspinsel, der sich dem Pfarrer in seiner ganzen Hohlheit so gmg, wider die innere Ueberzeugung. Und er hat auch die platt zu erkennen giebt, her seinen Schwiegersohn so spät ^ ^u snnem treuen Weibe verloren, bas m ihrer schwächsten burchschant, welch' ein roher Mensch, ber bte Tochter leichten ©tunbe, ba sie ihr Kind zu verlieren fürchtete, ihn zur Ver- Herzens verstößt und her Tobkranken erst Hilfe gewährt leugnung ferner Ueberzeugung trieb. Er ist kreuzunglücklich gegen ein ihm materiell wertvolles Versprechen, bas die Hin- mib lebensmüde. Und was ihn vollends über fern verfehltes Opferung eines Gewissens in sich schließt! Leblose Figuren Leben austlart, bas ist bas Märchen von fernem tapfereren aus bem Vorberhause her Subermann'schenEhre" dieses Schneiberlein . ! Die Frau brudt ihm ben Revolver in orbinäre Ehepaar Wöhlers. Emst giebt nur schwarz unb b,e ßanb unb apM """ *"'> nur weiß, jedes versöhnende Moment fehlt, zu scharf und

unvermittelt, zu stark vsrgröbert zeigen sich bie Gegensätze. Nun ja, bie Diakonieschwester Armgarb und auch die ganz kurze Episode vom Pastor Rosenfeld, sollen die Komplementär­farben liefern; aber beide kommen doch ernsthaft gar nicht in Betracht, keiner von beiden redet mehr als 20 Worte.

Wir sehen hier den sympathischen Hamburger Schrift­steller und Volksschullehrer a. D. von keiner neuen und von keiner vorteilhaften Seite. Die Streitfrage, bie er aufwirft, erhitzt von diesem winzigen Standpunkte aus heute selbst professionelle Feuerköpfe nicht mehr. Es wäre seinem Rufe dienlicher gewesen, hätte er dieses Jugendstück tief in seinem Schreine hegen gelassen. Da er es aber neu bearbeitete, vergaß er seine Hauptgestalt zu vertiefen, unb so blieb es ihm benn benommen, ernsten unb inneren Anteil an biesem in eine hcmbvoll unausgereifter Anschauungen verrannten,

Gräben unb bergt gemachten Funb, her irgenb eiwa§ Alter­tümliches zu liefern scheint, unverzüglich bem Museum bes Ober- hessischen Geschichtsvereins in Gießen zu melben.

Hessische Handwerkskammer. Der von her Kammer angestellte Beamte zur Förderung des gewerblichen Genossen- schaftswesens im Großherzogtum Hessen Otto Paech, bisher Direktor her Frankfurter Handwerker-Genossenschaftsbank, hat mlnmehr seine Thätigkeit bei her Kammer ausgenommen. Seine nächjte Aufgabe ist, bie bereits burch bie Vorträge im vorigen Jahre gewonnenen Hanbwerkerkreise zu Fachgenossen- schäften zusammen zu fassen unb bei ihrer ersten Einrichtung zu unterstützen, wie burch eine entsprechende Agitation immer weitere Kreise für bie Genossenschaftssache zu interessieren. Das Bureau befinbet sich zur Zeit Kiesstraße 104, 1 zu Darmstadt. Alle Anfragen und Korrespondenzen in Genossen- schaftsangelegenheiteii sind dorthin zu richten.

Zum neuen Stempclgesetz. Es dürfte nicht genügend bekannt sein, daß eine fälschlicherweise zu niedrige Angabe des Wertes bei Verkäufen von Liegenschaften seitens des Kontrahenten diesen leicht die Gefahr einer Bestrafung wegen tempelhinterziehung bringen kann. Erfolgt die un­richtige Wertangabe absichtlich, so wird sie mit dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels bestraft, während ein Versuch mit Ordnungsstrafe geahndet werden kann. Ein solcher Fall wurde kürzlich von der Strafkammer Darmstadt als Berufungsinstanz entschieden; der Verkäufer wurde 150 Mk. und jeder Käufer zu 80 Mk. verurteilt.

Apotheker Sartorius hat die Traubenapotheke in Mar­burg von dem bisherigen Inhaber Otto Heß käuflich erworben^

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaateu. Die Prinzessin Friedrich Karl reifte Freitagmittag zum Besuch des Großherzogs von Hessen nach Darmstadt. In Gau' Alg es h eim starb am Freitag der Medizinalrat Dr, Mayer.

Auszng sus den Alündesgmlsreglstera der Stsdi Gießen.

Aufgebote.

Am 29. Dezember. Wilhelm Sommerlad, Lackierer dahier, m,t Anna Barbara Dickel in Angersbach. Am 30. Dezember. Carl Anton Schmidt, Schloffermeifter dabier, mit Martha Pauline Pappeck hierselbst. Friedrich Siever, Schneider dahier, mit Friederike Seckler m Darmstadt. Am 3. Januar. Johann Peter Klein, Taqlöhner dahier, mit Elisabethe Schmidt hierfelbst.

Eheschließungen.

, bl- Dezember. Hermann Klotz, Spengler dahier, mit Lina Friederike Marie Klingelmeier hierselbsl. Am 3. Januar. Dr. Franz Emil Kummer, Gymnasial-Oberlehrer in Chemnitz, mit Marie Elise Rudolph dahier.

Geborene.

Am 22. Dezember. Dem Zigarrenfabrikanten Carl Schneider em -sohn, Hans Hermann Ludwig. Am 24. Dezember. Dem Bäcker­meister Wilhelm Christian Löber eine Tochter. Dem Schneider Christian Sauer eine Tochter, Luise Susanne. Am 25. Dezember. Dem Hilssbremser Karl Bauer eine Tochter, Bertha Katharine Marie. Am 27. Dezember. Dem Privatdozenten Dr. Wilhelm Eidmaim eine Tochter, Gertrud. Am 28. Dezember. Dem Haus- bilrschen Jobaim Friedrich Wenzel ein Sohn. Am 29. Dezember. Dem Dienstknecht Ludwig Becker IX. eine Tochter. Dem Taglöhner Friedrich Jeschke eine Tochter. Luise. Am 1. Januar. Dem Weiß- bmbermeifter Konrad Dürr ein Sohn.

Gestorbene.

Am 31. Dezember. Heinrich Christian Adolf Emll Franz, 10 Jahre alt, Sohn des Zigarrenarbeiters Johannes Franz dahier. Aw 1. Januar. Philipp Haun, 46 Jahre alt, Schreiner dahier. Aui 2. Januar. Karl Jacob Wllhelm Ludwig Neuling, 1 Monat alt, Sohn des Lackierers Karl Johann Neuling dahier. Am 3. Ja» Katharine Burck, aeb. Käppchen, 38 Jahre alt, Ehefrau des Milchhandlers Christian Burck dahier. Elisabethe Schlicht, geb. Eidam, 62 Jahre alt, Ehefrau des Bremsers Friedrich Schlicht

Wasserdichter Äbschlus, Luftund fester haltbarer.

aspecle.Musler.Bewelse überBewährung* sendet portofrei der Fabrikant A ."WL Andernach Beuel ft kein .

Pdtenl-Fd/ztafe/n