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Telephonischer Kursbericht«
Iruukiurt ». 31., 3. Juli
-Anl.
4>/?% äussere Argentiner
4800
। Bäoskopf’s I
Trauben-Senf
mit der Traube.
^m»H,H^Tunk ihm, H-ttl-r feine® «tun. Hs« dr- Nawr des L-id-ns s-lE
bauten senden solle, sonst werde er ihn össentl.ch zuch° Oheims erfuhr, habe -r bm ober Mer ber ^‘^en Jt- tiqen». Der Stabt». Funk wollte dl- Sache m der letzten licheil Mutorttaten m Deutschland ;u I'A. derusen u 0 o Sitzung der Versammlung zur Sprache tagen, allem Herr Jall ausführltch ta chuen besprochen. Str ärebena «ttes
sind
. 29L0 111’80 , 44.00
4»/. Italien. Rente 4*/a% Portugiesen ö°/ Portugiesen. .
1% C. Türken . Türkenlose . . .
4% Gnech. Monopol
372%
3°/o
37,°/° 3°/o
372%
Jedes Glas von Moskopf’s extrafein. Tafelsenf, rheinischer
Delikatess-Senf, superfein. Tafelsenf, trägt auf Kapsel od. Deckel diese eingetragene
Schutzmarke.
Jedes
Original-Gefäss (Fass, Kübel, Bütte, emaillierte Eimer etc.) trägt diese eingetragene
Schutzmarke.
. 102.05 . 92.75 . 102.20 . 92.45 . 94.00 . 99.35 . 102.95
101.75 . 101.80 . 103.10 . 47.15
hat viele Glückwünsche von hervorragenden Aerzten ans. allen Teilen der Welt erhalten.
Paris, 3. Juli. Gestern abend brach eine Feuers brunst in der Wohnung des Grafen Potocki aus. DaL Feuer entstand im kleinen Salon. Ehe die Feuerwehr erschien, waren bereits mehrere kostbare Gemälde und wertvolle Gobelins zerstört. Auch ein ,Aembrandt" ist ver-
Hettler entfernte sich, ehe es dazu kam. Nun hat Stadtv. Funk die Sache der Staatsanwaltschaft zur weiteren
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrllschast.
Sabbathfeier am 5. Juli 1902.
Freitag abend 80u. Samstag vormittag 8°°. Predigt.
Nachmittag 4. Sabbathausgang 986.
Wochengottesdiensl: morgens 68° Uhr, abends 7 Uhr.
Aus MdI und Kund.
Gießen, 3. Juli 1902.
L,U. Von derLandesuniversität. Die juristische Fakultät hat dem Staatsminister Karl Rothe ehrenhalber den Doktortitel verliehen und durch ihren Dekan überreichen lassen. Das Elogium hat folgenden Wortlaut:
J VIBO EXCELLEN TISSIMO CAROLO ROTHE
MAGNI DVCIS HASSIAE ET AD RHENVM MINISTRO ORDINUM SVMMORVM EQVITI PRAEblDI
OVIPATRIAM NOSTRAM HASSlACAMINDEFEbSOLADORE "RONIS AVCTIBUS AVXIT PER MVETOS ANNOS
HODIEAVGET INTER OMNES MAGISTRATUSIPSEPRIMVS PEINCIPIS N OSTRI CONS1LIARIVS 1NSIGNIS TOTIVb PRIN01Plb^UbTis CONSVL PkVDENTISS1MVS rrrrr -r.ET PVBLICAE INSTITVTA EXST R V EN DA ET RE- FOBMANDA LEGES ET PVBLICAS ET ClVn.ES FERENDAS IPSE ANIMO LIBERALI CVRAVIT
TNGENVARVM ART1VM PATRONO INTEGERRIMO QVI LVDOVICIANAM VNIVERSITATEM IN DIES MAGIS EFELORESCENTEM
OMNI OPE ATQVE OPERA AMPLLFICAVIT ET ILLVS- STRAVIT
ACADEMIAE NOSTRAE DIE NATALI SÜMKOS LOCTORIS VTR1VSQVE 1VR1S HONORES AC PRIVILEGIA HONORIS CAUSA
ADSIGNAVIT
Nebe, Toirneyabsiihr,
Rodheimerftratze 6.
4* 2% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente .
Reichsanleihe do.
Konsole . do . .
Hessen Oberhessen
1902.
. 26.30
. 90.95
. 105.00
213*40
. 185.20
. 137.10
. 145.00
. 156.40
. 150.60
. 16.90
. 167.50
. 200.50
* 170*95
Streik eingetreten.
Belgrad, 3. Juli. Es verlautet, das s er buche Königspaar werde Ende September am russischen Hoie empfangen werden. Die offizielle Mitteilung aus Petersburg soll bereits der serbischen Regierung zuge- ^utareft, 3. Juli. Wegen des Ausbruchs der Pest in Konstantinopel wurde in Sulima eine zehntägige Quarantäne eingesührt und die Häsen von Constanza und Man- galia für Provenienzen aus Konstantinopel gesperrt.
Art. 3, Wahlpflicht betreffend).
Stuttgart, 3. Juli. Von der Kammer wurde der Gesetzentwurf betr. die Kapitalsteuer, und zwar die Grund- und Gebäudesteuer angenommen. — Der Inhaber eines Bank- und Kolonialgeschäftes, Bräuning, wurde wegen Unterschlagung von Depots verhaftet. Mißglückte Differenzgcschäfte sollen den Verhafteten zu den Unterschlagungen veranlaßt haben. Geschädigt find vvrwie-
3% Mexikaner . . 4%7q Chinesen . «, Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn . Lombarden « • » Gotthardbahn . . . Lauratiütte .... Bochum . . . . . Harpener ....
Tendenz: fest.
Darmstadt erteilt worden. , . r '
**DerGeometer Sch opb ach m Butzb ach wurde mit Wirkung vom L August an als Kreisgeometer nach Friedberg versetzt. — Vorgestern wurde der neue Hauptlehrer der Gewerbeschule rn Bensheim, Architekt Eisen- hardt aus Friedberg, in seinen Dienst emgewieseii.
*♦ Besitzwechsel. Das kürzlich von Bauunternehmer H. Winn erworbene Leo'sche Anwesen, »Leltersweg 73, ging für 40 000 Mk. an Metzgermcister Schreiner über. Wie wir hören, wird Herr Schreiner dort ein modern eingerichtetes Geschäftshaus für seine Zwecke errichten.
—t— Mainz, 2. Juli. Zu der Mitteilung, daß der Kaiser am 22. August zur Truppenschau und zur Besichtigung der neuen militärischen Gebäude hierherkommen werde, ist zu bemerken, daß bei den hiesigen Militär- wie Zivilbehörden bis zur Stunde hiervon nichts bekannt ich Die Nachricht erscheint deshalb wenig glaubwürdig.
Frankfurt a. M„ 2. Juli. Bei der letzten Stadtverordnetenwahl kam u. a. auch Herr I H. Hettler in unser Stadtparlament, -in bejahrter Herr von ziemlich viel Temperament, der es alsbald zuwege brachte, sowohl ,n der Versammlung als auch durch prwate Druchchristen rc. die Lacher auf seine Seite zu bringen. Bei der Präsentation eines neuen Oberbürgermeisters agitierte er in Wort und Schrift heftig gegen die Wiederwahl des Oberbürgermeisters Dr Adick-s und in der betreffenden geheimen Sitzung der Stadtverordneten sprach er ebenfalls in sehr aggressiver Weise gegen den Oberbürgermeister. Stadtv. Funt lieg damals em Wort fallen von .nicht ernst nehmen- was Herrn tzettler alsbald so in Harnisch brachte, daß er sich hmsetzte und dem Herrn Funk einen Schreibebries zusandte, der u, a. s ch w e r e Beleidigungen enthielt. Von Herrn Hettler ist man ja gewohnt daß er einem derben Worte nicht abgeneigt ist, allein daß er einen verdienstvollen Stadtverordneten und Kollegen einen „Kaffem" nannte,~ das ging dein Angegriffenen doch über die Schnur am Hute, ferner stand noch ■ s.__Rav, «hettler. seine L>ekun-
31/2%
4% Oesterr. Goldretne
Limbura a. d. L., 2. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14-^ Mk., Weißer Weizen )0.00 Mk., Korn 11.82 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 8.89 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk._______
Vermischtes.
* Han au, 2. Juli. Bei einem Gewitter im Fuldathal wurde heute ein auf dem Felde beschäftigter Mann aus Reulbach durch einen Blitzschlag 9tötet.
* E s s e n a. d. R., 2. Juli. Aus der Zeche Graf Beust wurde ein Bergmann getötet, ein zweiter tätlich verletzt.
* Heidelberg, 2. Juli. Der heute mittag i/212 Uhr nach Karlsruhe abgehende Gü t e r z u g fuhr versehentlich auf ein totes Geleise. Als der Führer das Versehen bemerkte, nab er sofort Kontredampf, wobei Maschine und Aender aus dem Geleise geworfen wurden und sich in den Erdboden eingruben. 10 Wagen wurden total zertrümmert. Verletzt wurde niemand, doch ist der Materialschaden sehr bedeutend __
Madrid, 3. Juli. Der Minister des Aeußern wurde ermächtigt, den Handelsvertrag mit den Ver, einigten (Staaten jn unterzeichnen. Der Vertrag wird alsdann nach Washington gesandt, wo er dem Senat $ux. Genehmigung vorgelegt wird. .
Rom, 3. Juli. Der „Tribuna" zufolge begiebt sich der König in Begleitung des Ministers des Aeußern am 2. Juli über Berlin nach Petersburg, wo er am 13. Juli ein» trifft. Dort bleibt er drei Tage und kehrt dann direkt nach Italien zurück. Die Königin begleitet den König nicht, weil ihr Zustand verlangt, daß man sie nicht den Anstrengungen der vielen Empfänge aussetze. Ein Mitarbeiter des Blattes „Italia" hatte eine Unterredung mit einem hohen russischen Diplomaten, der diese Angaben bestätigte und hinzu» fügte, das Programm der Festlichkeiten sei noch nicht festgestellt; dasselbe werde u. a. eine Parade in Zarskoje Sselo und eine Galavorstellung im kaiserlichen Theater enthalten. Der Zeitpunkt, wann der Kaiser von Rußland den Besuch in Rom erwidern werde, wo er übrigens noch niemals gewesen ist, könne man noch nicht genau bestimmen. Der Diplomat bemerkte ferner, dem König werde in Rußland ein geradezu begeisterter Empfang bereitet werden.
Judenburg, 3. Juli. Ueber die Stadt und die Um» gebung ging ein entsetzliches Unwetter nieder. Große Regenmassen setzten die ganze Stadt in wenigen Minuten unter Wasser. Viele Häuser sind eingestürzt, zahlreiche Brücken wurden weggerissen. In der Umgebung der Stadt wurde ein Bauernhaus samt den Bewohnern, bestehend aus dem Ehepaar und einem Kinde, vom Wildbach wegge- chwemmt. Der Bauer konnte sich retten. Weiter sind mehrere Sägearbeiter ertrunken und eine auf dem Felde arbeitende Frau wurde vom Blitz erschlagen.
G r a z, 3. Juli. Ein W o l ke n b r u ch mit Hagel richtete in Ober- und Mittel-Steiermark enormen Schaden an. Die ganze Fechsung ging zu Grunde. Die abstürzenden Gebirgsbäche trugen das Erdreich weg, zahlreiche Brucken wurden ro e g ge r i M e n und die Gebirgswege vernichtet. In Trofaiach mußten die Leute aus den Berg flüchten und Zferdeund Wagen den Fluten überlassen.
Laibach, 3. Juli. Die Arbeiter am Karawanken- Tunnel sowie die Steinbrucharbeiter von Bischpvlack und die Streckenarbeiter beim Wocheiner Bahnbau sind in deu
TmmbM.
Mache die Hausbesitzer nochmals darauf auf- mcrkfam, daß die Tonnen rechtzeitig bestellt werden müssen. Ohne vorherige Bestellungen werden dieselben nicht mehr abgefahren.
Bestellungen werden nur Rodheimerstraße ft entgegeugenommen.
qend kleine Leute. p . _
München, 3. Juli. Im Finanzausschuß der Kammer ist die Forderung von 10000 Mark zu Vorarbeiten für eine technische Hochschule in Nürnberg bmd) ba§ Zentrum gegen die Stimmen der übrigen Parteien abge - lehnt worden. Motiviert wurde die Ablehnung dadurch, daß die Finanzlage gegenwärtig zu ungünstig für em Millionenprojckt sei, und daß es noch fraglichsei, ob mcht auch Würzburg für die Errichtung einer technischen Hochschule in Betracht zu ziehen sei. ..
London, 3. Juli. Nach Telegrammen aus P r e t o r i a nimmt das Land wieder fein früheres Ans, ehen an, nach, dem der Belagerungszustand aufgehoben ist. Man kann jetzt die Stadt ohne behördliche Genehmigung betreten und verlassen. Die Eisenbahn wurde wieder unlerZwil-Ver- waltung (gestellt. — Das Kriegsamt veröffentlicht eine Verlustliste welcbe zwei Tote, drei Verwundete uno einen Ver- mWn'nmsa^^^Lan weiß nicht, ob diese Verluste vvn einem Kampfe berrühren und wo dieser eventuell ftatt- StÄ «It - Der Pariser Korrespondent de« Mmes" glaubt mttteilen zu können, daß der Kün.g von Königs Eduard geneftn^ ift Xi diese/G-^enhett dürste
laßt
des Königs Eduard. Er sprach nut toarrnfter Uner» Ä v° . den englischen Aerzten, W* " Ä
Verfolgung übergeben. „
Cronbeg,2. Juli. Wie verlautet, findet am o. August eineGedächtnisfeier fürdie Kaiserin Friedrich hiesigen evangelischen Stadtkirche statt, die gesamte kaiserliche Familie wird daran teilnehmen. Das Kronprinzenpaar von Griechenland trifft in den nächsten Tagen hier ein, und wird einige Tage auf FriedrichIos verweilen, dann aber mit den Kindern vier Wochen m Bad Langenschwalbach Aufenthalt nehmen. Prmz und Prinzessin Friedrich Carl von Hessen reisen Ende btejer Woche nach Kiel und kehren Ende Juli nach Friedrichshof zuruck.
Homburg v. d. H., 2. Juli. Die kaiserliche Familie wird vom 16. bis 24. August un hiesigen Schlosse Wohnung nehmen. Der Kaiser wird während dieser Zeit der Denkmalsenthüllung für Kaiser Friedrich in Cronberg
Dieser vorzügliche rheinische Taielsenf ist za haben in den meisten einschlägigen Engros- und Detail-Geschäften.
Verkauf nur an Wiederverkäufen 4ttoö
TN FIDEM REI GESTAE
GISSAE DIE I MEN SIS IVLII MDCCCCII SVB SIGILLO ACADEMIAE MAIORE deutscher Uebersetzung: „Dem höchst ausgezeichneten Karl Rothe, Tlimftec des Großherzoas von Hessen und bei Rhein, Ritter höchster Orden und Präsidenten, der miserem hessischen Lande viele Jahre hindurch ein unermüdlicher Mehrer war und noch ist, der erste seiner Beamten unseres pursten oberster Ratgeber, des Staates weiser Berater, der mit lluaem Sinn des Staates Einrichtungen und Ge|etze auszugestalten und zu verbessern Sorge getragen hat, der edlen Künste unentwegter Förderer, der den Ruhm der Ludwigs-Universität, die von Tag zu Tag mehr ausblüht, nut allen Kosten zu erhöhen ttachtet, am G e b u rt s t a g e u n s e r e r H o ch s ch u l die höchsten Würden und Privilegien honoris causa zuge,prochen. z. Jveö.)
•* Der Charakter als Professor ist den Oberlehrern Jakob May am Gymnasinm zu Bensheim, Dr. Otto Seipp am Gymnasium und der Realschule zu Worms, Dr. Philipp Brückel an der Oberrealschule zu Darmstadt und Dr. Rudolf Becker am Ludwig-Georgs-Gymnasium zu
den Dcmlils, welche die Landschp-ften hinter dem Varzm bewohnen, Zuflucht. Nun tarn vor etwa 14 Tagen die Kunde, 4>aß die Taulils mehrere Paparatawaleute, darunter cmch> die eigentlichen Mörder Tomanmaduk und dessen Bruder, Löhne des Hauptanstifters Tokilang, erschlagen und auf gezehrt hätten. Anfänglich glaubte man annehmen
müssen, daß die Nachricht ihrer Ermordung nur eine faUche Ausstreuung seitens der Paparatawaleute sei, um He Regierung zur Einstellung der Streifzuge der Schntz- truppe zu bewegen. Assessor Wolfs, der Kai,erliche Bezirks- cichter, begab sich daraus mit einer Tnchpe von Polizei- soldaten nach der Taulillandsch^st und überraschte die Menschensresser beim Schm aus e, zubereitet au^ den Leibern der Mörder-Brüder und ihr er ^Gen o st en. ^Es herrscht also kein Zweisel mehr über ihr klägliches Schicksal. Am 2. Mai gelang es sodann, Tokilang, ihren Vater, die Seele der Unternehmung, zu e r s ch i eß en, unb। Jein en Kops, aus den ein ziemlich hoher Preis crusgesetzt w<u, in Herbertshöhe einzuliesern. Der alte Kannibale hatte sich wieder aus seinem Versteck hervorgewagt und war aus seuieii Platz zurückgekeyrt. Dort wurde er überrascht und> trotz seiner Zaubermittel, die er gegen die Gewehrtause schleuderte von einer Mauserkugel durchbohrt. Unter großem Triumphgeschrei brachten die Buta-Polizei-Jungen sein Haupt an die Küste, wo es der Regierungsarzt Dr. Wendt- lcmd in Spiritus legte. Man sahndet jetzt noch nach einem .weiten Unruhestifter Namens Towagira, der verschiedenes Luf dem Kerbholz hat, aber bisher immer m den midurch- b rin glich en Urwald entkam. Die Stra,expedition hat wohl Mevr als 100 Eingeborenen das Leben gekostet, und es werden wahrscheinlich noch manche mehr an den Folgen von junger und Obdachlosigkeit wahrend starker Regenfälle umkommen. Es ist zu hossen, daß mpolge
energischen und anhaltenden Einschreitens der Behörden ein nachhaltiger Eindruck aus die wilden Gemüter gemacht wurde, und daß die Wiederkehr einer Greuelthat, wie die kürzlich berichtete, sür eine lange Zeit ausgeschlossen ist.
Handel und Nerkehr. Uolkswirrschast
— Frankfurter Börse. Die heutige Börse nahm wieder einen stillen Verlauf, doch konnte die Tendenz als fest bezeichnet werden. Die auswärtigen Plätze botew wenig Unregung, die festere Stimmung stützte sich lediglich am den billigm Geldstand und bessere Berichte der Industrie. Tie kanalfreundliche Rede des neuen Ministers Budde, bessere Berichte aus den beiden großen Jndustriebezirken, wonach die Hutten besser beschäftigt sein sollen, erner daß Nachfrage für Eiseiifabrikate vorhanden ist, alle diese Umstände wirkteii auf die Gesamtstlmmung. Kohl^i- und Eifenpapiere ansehnlich höher. DeMsche p-onds schwach. Von Bankaktien waren Deutsche Bank gefragt, und glaubt man die Nachfrage für dieses Papier mit einem Er,olg der bosnischen Anleihe, die am Samstag aufgelegt wird, ferner em größeres amerikanisches Geschäft, das großen Nutzen abwerfen W, n Zusammenhang bringen zu dürfen. Lombarden schwach, Staatsbahn fest. Argentinier, Spanier, Serben und besonders Portugiesen fest. Elektrizitätswerk Lahmeyer 4 Proz. niedriger.
- Am Samstag findet die Zeichnung auf 7o Millionen Kronen steuerfreie4'/.proz. Bosnisch-Herzegoviuische Ei eubahu-Landes- Auleihe verstärkte Verlosung bis zum 1. April 1913 ausgeschlossen ä 100 Proz. statt.
Markte.
Uenelte Meldungen.
Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers.
Darmstadt, 3. Juli. (Zweite Kammer) Abg. Haas-Darmstadt hat einen neuen Antrag als Artikel 3 eingebracht, der die Bildung von drei neuen Kreisen bezw. drei neuen Abgeordneten vorsieht. Nach einer längeren Debatte, in der mehrfach die formelle^ Richtigkeit des Antrages angezweifelt wird, zieht Abg. Haas semen Antrag zurück. Art. 5 wird angenommen. Bei Art. ch der zweijährigen Wohnsitz verlangt, wird die ursprüngliche Regierungsvorlage wieder hergejtellt und angenommen. Artikel 7 8, 8a, und 9 werden ebenfalls angenommen.
> Darmftadt, 3. Juli. Die Wahlrechtsvorlage wurde mit 33 gegen 3 Stimmen angenommen (außer
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öiv W|tvu. 11., Schillerstraße 2.


