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3.3.1902 Zweites Blatt
 
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Montag 3. März 1902

152. Jahrgang

Zweites Blatt

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Nie heutige Yurnmer umfaßt 12 Seiten.

dtash, Vizegouverneur Nippert, Bürgermeister Hinkle unb der Vorsitzende des Hundertkomitee der Handelskammer, Joseph Outwaite, bestiegen den Wagen des Prinzen irnfr wurden durch den Botschafter o. Holleben dem Prinzen vor- geftellt. Im Namen der Bevölkerung von Ohio dankte der Gouverneur dem Prinzen für den Besuch des Staates und betonte die warme Zuneigung und Freundschaft für den Kaiser und das deutjche Volk. Outhtvaite bewillkommnete den Prinzen "Namens der Handelskammer und Bürger von Columbus. Cr wies auf die uralte Freundschaft Deutsch­lands und die Vereinigten Staaten hin Der Prinz er­widerte :

Wo immer ich in Ohio gewesen bin, traf sch ein« große Menschenmenge, welche mich mit der größten Freundlichkeit behandelte. Ich schätze im höchsten Grade die mir heute bewiesene Herzlichkeit und Offenheit. Drücken Sie, bitte, der Bevölkerung Ohios durch die Zeitungen meinen Dank für die Art des Empfanges aus."

Nachdem der Prinz wieder auf die Plattform heraus- getreten war, stimmten deutsche SängerRitters Abschied" an. Der Zug fuhr unter dem Hurrarufen der Menge nach Cincinnati weiter. Hier traf der Zug mit dem Prinzen 8.45 Uhr abends zu halbstündigem Verweilen ein. Am Bahnhofe begrüßten etwa 40 000 Personen den Prinzen enthusiastisch. Bürgermeister Fleischmann sagte in seiner Ansprache, es sei ein stolzes Vorrecht und aufrich­tiges Vergnügen, den Prinzen namens der Stadt zu bewill­kommnen. In den Willkommen wische sich aber auch das aufrichtige Bedauern, daß der Aufenthalt des^Prinzen not­wendigerweise so kurz sei. Der Prinz erwiderte, ob­gleich ihm das Sprechen im Freien am Abend verboten sei, wolle er doch der so großen Menge ein Mort sagen. Er sei überall von großen Massen der guten Bevölkerung Ohios mit den freundschaftlichsten Kund­gebungen begrüßt worden, aber eine so gewaltige Kund­gebung habe er nirgends gesehen. Er danke für den guten Millen und bedauere, nicht langer sprechen und jedem ein­zelnen dieser Guten die Hand schütteln zu können, da die Kürze der Zeit es verbiete. Er würdige diese Kundgebung im höchsten Maße und hoffe, der Bürgermeister vermöge der Bevölkerung seine Tautbarkeit besser auszudrücken, als er augenblicklich dazu imstande sei. Sekretär Christie überreichte dem Prinzen die Rede des Bürgermeisters in prächtigem Einbande mit Gold- und Tiainantenverzierung. Die Stadt batte illuminiert. Tie Abfahrt erfolgte unter den Klängen der Musik. Die Menge schwenkte Fahnen und rief Hurra.

Newyork, 2. März, Prinz Heinrich traf heute früh 8 Uhr, eine Stunde später, als im Programm vorgesehen, in Chattanroga ein und begab sich sofort nach Loo- ko u t Mountain. Zum Andenken wurde ihm ein Album mit Ansichten überreicht.

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger v '*ää7

Amts- und Anzeigeblatt für den weis Gießen

freiem Himmel abhalten wollten. 36 Polizeibeamte und Manifestanten wurden zum Teil schwer verletzt, ungefähr zwanzig Personen wurden verhaftet.

Rom, 2. März. Der Papst empfing gestern die Ver­treter von Chile, San Domingo u. a., die ihm die Glück­wünsche der betreffenden Regierungen anläßlich seines Jubiläums überbrachten. Kardinal-Staatssekretär Ram- polla empfing gestern die englische Spezialmission.

Wien, 2. März. In Kreisen der hiesigen Zucker- industriellen wird der Plan ventiliert, die Regierung zu veranlassen, mit den einzelnen Staaten, insbesondere mit Deutschland Separatverträge abzuschließen, durch die sie sich gegenseitig den Schutz gegen den Zuckerimport gewährleisten.

A t h e n, 2. Mär^. Das zwischen dem Deputierten K o u - moundouros uno dem Justizmini st er Kartalis in Kephisia ausgetragene Duell verlief bei einmaligem KMelwechsel unblutig.

Won dem MerNner Koftßeater.

In derZukunft" (Märzheft, Preis 80 Pfg.) liest man folgende Andeutungen: } R

Geheimrat Pierson, der seit Jahren fast allmächtia über die Berliner Hofbühnen herrschte, ist plötzlich qe- st o r b e n. Am Herzschlag, hieß es. Der König von Preußen ließ nicht, Ivie er's in solchen Fällen immer thut, , seine Teilname ausdrücken". Für die Pierson-Feier aber wurde ein Privatsaal gemietet. Unmittelbar vor dem Tode des Mannes, der als selbständiger Geschäftsführer sein ganzes Vertrauen besaß, hatte der Generalintendant Graf Hoch­berg sein . . . Entlassungsgesuch eingereicht, das nun,wor- laufrg" abgelehnt wurde. Vom Hausminifterium ober von einer anderen Kontrollbchörde war das Rechnungs­wesen der Hoftheater beanstandet worden

Da so seltsame Umstände zusammentrafen, drangen natürlich allerlei dunkle Gerüchte aus dem Kulissenreich in L? bösere Welt. Eine auf EmpfeMng des Bst- lchafters Fürsten Eulenburg engagierte SchausAelerin soll ihrem Protektor Phili den unhaltbaren Zustand der Hof­bühnen geschildert, haben, der aus dem Umweg über Wien dann auch dem Kaiser bekannt wurde. Ein Riesen- d.ejtzii soll entdeckt Zein; und weiter. An Dementis

Prüfung einreichten oder sich mit Fragen an Pierson wandten, bekamen keine Antwort. Empörte Mitglieder wurden mit Versprechungen gestopft, die nie gehalten wur­den. Jedem, der die skandalöse Hoftheaterwirtschaft nach Pflicht und Recht tadelte, wurde entgegnet: Was wollen Sie? Pierson hat das Defizit weggeschafft! Auch dieser Schwindel ist jetzt enthüllt. Trotzdem die Berliner Hos- bühnen einen Tiefstand erreicht haben, der selbst in des alten Hülsen schlimmster Zeit undenkbar gewesen wäre, trotz­dem das Repertoire geschändet, das Ensemble verwüstet ist, hat die Aera Pierson nun mit einem Finanzkrach geendet."

So viel aus derZukunft" des Herrn Maximilian Harden. Graf H o ch b e r g erläßt selbstverständlich um­gehend eine die Gerüchte über die angeblich wiigünstige Lage der Hoftheater-Finanzen gerichtete scharfe Er­klärung. Die Finanzen hätten sich niemals in so gutem Zustande befunden, wiejetzt, und fügt hinzu, daß ihn die gegen die Generalintendantur erhobenen Verdächtigungen veranlaßt haben, zunächst gegen einen Verbreiter derartiger Nachrichten den Schutz der Ge­setze anzurusen und die tönigl. St a ats a n w a l t; chaft um Strafverfolgung zu ersuchen.

Bezugspreis: monatlich75Pf.,viertck- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2. viertel- ckihrl. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeige» ir die Tagesnummer s vormittags 10 Uhr. .Alenpreis: lokal 12Pf» auswärts 20 Pfg.

verantwortlich: ar den polit. u. allgem. Teil: P. Witiko- für Stadt und Land" und Gerichtssaal ":R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Mnz Heinrich in Amerika.

Wie aus Washington gemeldet wird, unternahmen Prinz Heinrich und Präsident Roosevelt am Freitag spät nachmittags gemeinsam einen Ausritt in die Umgegend der Stadt. Sie legten auf sehr schwierigem Ge­lände 15 englische Meilen in der Stunde zurück. Das ganze von ihnen passierte Gebiet ist von großen Ueberschwem- m un g en heimgesucht.

Ueber die Reise des Prinzen Heinrich nach dem ameri­kanischen Westen liegen heute folgende Meldungen vor:

Aus Newyork wird gemeldet: Prinz Heinrich traf am Samstag in Altona in Pennsylvanien ein. Eine viel­tausendköpfige Menschenmenge umdrängte den Magen des Prinzen; Alles suchte seine Hand zu erhaschen, um ihn durch Händedruck zu begrüßen. Die Stadtlapelle von Altona spielte und ein Chor von 300 deutschen Sängern trug deutsche Lieder vor. Die Bürger überreichten dem Prin­zen eine hübsch gestochene Adresse, die deutschen Damen brachten einen riesigen Strauß American Beauty-Rosen dar. Nach zehn Minuten ging die Reise nach Süden weiter. > Prin^ Heinrich fuhr durch das Ueberschwemmungs- gebiet nach Chattauvoga und sah in Johnstown das typische amerikanische Hochflutgebiet. Der Prinz fährt zum großen Teil auf der Lokomotive.

Bei P o r t a g e (Pennsylvanien) ist ein Güterzug ent­gleist; der Prinzenzug wurde dadurch an der Weitersahrt gehindert.

Johnstown (Pennsylvanien), 1. März. Nach nahe­zu zweistündigem Aufenthalt bei Portage traf der Zug mit dem Prinzen Heinrich um 11 llhr hier ein.

Pittsburg, 1. März. Von Portage ab fuhr der Zug mit dem Prinzen Heinrich mit äußerster Geschwindig­keit, die schließlich 60 Mellen die Stunde erreichte, und durchbrauste Johnstown, wo auf beiden Seiten des Bahnkörpers große Menschenmassen standen und dem aus der Lokomotive stehenden Prinzen zujubelten. In Bra­den Ville wurde ein kurzer Halt gemacht, und der Prinz zog sich, Hände und Gesicht von Ruß geschwärzt, in den Magen zurück, um sich für den Snchsang in Pittsburg umzukleiden. .In Pittsburg traf der Zug um 1 Uhr 14 Minuten ein. Auf dem Bahnhofe und in seiner Umgebung waren reichlich 20 000 Menschen versammelt, Musikkorps und deutsche Sängervereine aus dem Alleghany County begrüßten den einlausenden Zug; der Aufenthalt währte zehn Minuten; dem Prinzen, der in Uniform auf der Hin­teren Plattform stand, wurden ein Blumenarrangement und eine Adresse überreicht, worauf der Prinz mit einigen Worten dankte.

Newyork, 2. März. Der Zug mit dem Prinzen Hein­rich hielt in Dennison an. Die Menge drängte sich jubelnd zu den Wagen. Der geplante Aufenthalt in Steu- benville war unterblieben. Das Publikum war darüber sehr enttäuscht. Um 5 Uhr 25 Min. traf der Prinz in Co­lumbus ein und wurde hier aufs wärmste begrüßt. Tausende umstanden den Bahndamm und umringten den Bahnhof, der abgesperrt war und dessen Zutritt nur den Inhabern von Karten gestattet war. Die Musik spielte Star and spangled Banner" und dieWacht am Rhein". Ter Prinz erschien auf der Hinteren Plattform, wo er von der Menge mit Hurrarufen begrüßt wurde. Gouverneur

hat es nicht gefehlt; nur glaubt ihnen niemand. Sicher ist erstens, daß ein Lieferant, den man mit dem Kom­merzienratstitel besänftigt zu haben glaubte, die Verwalt­ung nach seiner Ernennung mit einer Forderung überrascht hat, deren Höhe Entsetzen erregte; zweitens, daß die Herren Hochberg und Pierson in Ungnade gefallen waren; und drlltens, daß die finanzielle Lage der Hofbühnen schlimm ist. Der Geheimrat ist also jedenfalls in der für ihn günstigsten Stunde gestorben. Weit genug hat er's gebracht. Ein Titel, der in Preußen sonst ein langes Ge­lehrtenleben krönt und den Stadtty rannen im Schweiße ihres Angesichtes erstreben, ward dem früheren Buchhändler in jungen Jahren verliehen und ihm, der nicht die geringste Theatererfahrung hatte, wurden die beiden ersten Bühnen des Reiches unterstellt. Was er wollte, geschah. Jammer­mimen, die ihm feine Freunde empfahlen, wurden ohne Bedenken fürs Hoftheater angeworben. Er ließ abgespielle Operetten von einem zusammengewürfelten Personal aus­fuhren, das ebensowenig wie das Orchester je dem Hoftheater-Verband angehört hatte, und ruhigen Mutes auf den Zettel drucken: Neues königliches Opern- Theater. Das Repertoire war in Oper und Schauspiel er­bärmlicher als je. Auf den Proben that jeder, was er wollte. Dichter und Komponisten, die neue Werke zur

Ausland.

Brüssel, 1. März. Die Zuckerkonserenz kam überein, daß die Konvention betreffend Neuregelung der Zuckerbesteuerung an einem der ersten Tage der nächsten Woche unterzeichnet werden soll.

Paris, 2. März. Der deutsche Botschafter Fürst Ra­do lin hat an den Minister des Innern ein Schreiben gerichtet, in welchem er mitteiXt, er sei vo n dem Kais er beauftragt worden, sich nach dem Befinden des Mi­nisterpräsidenten Waldeck-Rousseau zu er­kundigen. Die diachrichten über das Befinden Waldeck- Rousseaus lauten befriedigend.

* Nachdem die Gräfin de la Rochefoucauld und andere Damender Aristokratie ihre Freundinnen ersucht haben, Wahl-Propaganda bei ihren Lieferanten zu machen, umzum Heile Frankreichs" mitzuwirken, hat nun- mehr die Liga zur Erlangung der Fr au en rechte ein Runo schreiben erlassen, worin die ftanzösischen Frauen ersucht werden, bei den kommenden Wahlen ihren ganzen Einfluß zur Unterstützung t>er an ti-re a ktio- klären Kandidaten geltend zu machen.

Heute vormittag fand in der Arbeiterbörse eine V e r - f m Iu n g Arb eitsloser statt, bei der heftige Reden gehalten wuioen. Als die Versammlung auseinauderaina kam es auf der Place de la Republigue zu einem Zusam­menstoß zwischen der Polizei und Arbeitslosen die eine Kundgebung veranstalten und eine Versammlung unter

Nr. 52

Erscheint ILgNch außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- blStter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu Univers.-Buch- u.Slein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fern sp rkchanschlußNr.öl,

Deutsches Keich.

Berlin, 1. März. Der Kaiser sprach gestern beim Reichskanzler Grafen Bülow vor und hörte später im königlichen Schlosse die Vorträge der Stellvertreter des Staatssekretärs des Reichsamtes und des Chefs des Marine- kabinetts. Der Kaiser und Prinz Albrecht von Preußen werden am 21. März in Hannover zu einem Reiterfest im königlichen Reitinstitut erwartet. Beide haben Ehren­preise gestiftet. i

Der Kommandeur des großen KreuzersVineta" Kapitän Stiege hat den TitelKommodore" erhalten. Er hat auch eine besondere Flagge zu führen. Dem rangältesten Kommandanten auf der amerikanischen Station soll vor den übrigen durch die Beilegung des Tllelsftommobore" eine besondere Machtbefugnis eingeräumt werden.

Ter nunmehr vom Bundesrat verabschiedete zweite Nacht ra gs et at für 1901 enthält eine Forde­rung von 335 500 Mark zur Bereitstellung von Mitteln für Beihilfen an anerkannte Invaliden für das Viertel­jahr JanuarVlärz 1902.

TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Fachzeitung Deutsche Zuckerindustrie" stellt die Behauptung auf, daß es der deutschen R e g i e r u n g int Verein mit der austro- ungarischen Regierung gelungen scheine, Enaland und Frank­reich zu d up i e r e n. Da England von seinen exorbitanten Forderungen nicht nachgab, möge es der Regierung zweck­mäßig erschienen jein, scheinbar darauf einzugehen. In Mirkllchkeit entscheide über Prämie und Zoll ja nicht die Brüsseler Konferenz, auch nicht die Regierung, sondern der Reichstag. Gegen diese Unterstellung muß aufs entschie­denste Verwahrung eingelegt werden. Es versteht sich von selbst, daß die deutsche Regierung keinerlei Verpflich­tung eingeht, für die sie nicht volle Verantwortung zu übernehmen bereit ist, und daß sie, wenn sie einen Vertrag unterzeichnen läßt, für diesen mit allem Nachdruck ein- treten wird. Für eine deutsche Zeitschrift aber ist es un­würdig, gegen die deutsche Regierung den Verdacht erregen zu wollen, daß sie ein unehrliches Spiel treibe.

München, 1. März. In der Kammer der Ab­geordneten (vgl. Pol. Wochenschau) ergab die Debatte, oah die Mitglieder des Bauernbundes aus den gleichen Gründen wie Heim wegen des niedrigen Gerstenzolles den ganzen Zolltarif für unannehmbar erklären, während sich im Namen der Liberalen Dr. Casselmann in gleichem Sinne avie der Finanzminister aussprach und die Hoffnung äußerte, daß der Zolltarif doch noch zu­stande kommen werde.

Das Urteil des Prinzen Heinrich und der hohen deutschen Offiziere über die Marineakademie zu Annapolis wird im Marinedepartement mit großer Befriedigung aus­genommen. Admiral v. Tirpitz sagte, die amerikanische Marine habe sich großartig entwickelt. Kapitän v. Müller meinte, die Akademie habe auf den Prinzen Heinrich einen vorzüglichen Eindruck gemacht; besonders gut hätten ihm die schneidigen Erscheinungen der Kadetten gefallen.

Ferner wird aus Newyork depeschiert: Die hier ver­anstalteten Festlichkeiten für die Offiziere und die Mann­schaft derHohenzollern" im Union Leage Club und bei dem Kriegerbund dehnten sich bis in die späte Nacht aus und nahmen einen sehr gediegenen Verlauf. In Deutsch­land ist eine Kabelmeldung aufgetaucht, wonach bei dem Sta pellauf - Diner am 25. v. M. große Be­trunkenheit geherrscht und das Publikum in rohester Weise alles gestohlen habe, sodaß der Besitzer der Werst habe einschreiten müssen. Hieran ist kein wahres Wort. Champagner wurde überhaupt nur an dem Tische des Präsidenten Roosevelt serviert, und auch dort nur kurze Zeit. Das Publikum verhielt sich, wie allseitig anerEannft wird^ durchweg musterhaft.

Stone, der Schriftführer des Ausschusses für das Staatszeitungs-Bankett, erhielt ein Telegramm von de m Kaiser, das in deutscher Uebersetzung, wie folgt, lautet:Empfangen Sie meinen Dank für Ihre willkommene Botschaft. Ich schätze den großen, sympathischen Empfang, der von den Herausgebern der Zeitungen der Vereinigten