Ausgabe 
2.12.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

ein Menschenleben kostete.

Ein kranker Kurgast übernachtete

am Morgen mit dem HotelomnibuS zum Bahnhof, um abends

Hoteliers, den er bei sich trug, sein Hinweis auf seinen kranken

Reg«

Höchste Temperatur am L2. Dezember

Niedrigste , , 1.2. ,

Für die polit. Skbatt verantwvNliA F.

wurde. Abends langte er aufgeregt und in einem bedauerns­werten Zustand in Davos-Dorf an. Zwei Tage darauf ift er gestorben. Er hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder.

1

1

1.

2.

2.

2,6*0.

1,0*0.

2

9"

7

Basalt- Zustand, daS Anerbieten einer Kaution von 700 Francs, die wieder in cr besaß, alles half nichts, er wurde als Dieb behandelt und vorzüglich nQd) Basel zurücktransporjiert. Hier langte er abends erschöpft an und wurde eingesperrt. Seine Bitte, einen Arzt zu holen. Bekannt- cr ^hr krank sei, wurde mit der Bemerkung abgeschlagen, der Nähe er befinde sich in keinem Spital, sondern im Gefängnis. Am Morgen des nächsten TageS hatte sich beim Verhör seine Unschuld sofort herausgestellt, worauf er einfach entlasten

erwies sich als berechtigt, denn die Drcrut hatte ihre Gründe, warum sie die Augen nicht aufschlug und den Mund nicht aufthat. Sie war nicht von Fleisch und Blut, sondern bon Zink und beherbergte in ihrem Innern wahrscheinlich Alkohol. Wir sagen wahrscheinlich, denn den Zollbeamten gelang es nicht, dies festzustellen. Kaum hatte der eine von ihnen fr er Braut den Schleier herab gerissen, so hieb die ganze Hochzeitsgesellschaft aus ihn ein, sodaß er von dem Wagen abspringen mußte, und der Kutscher hieb seiner, seits auf die Pferde ein, sodaß sie im sausenden Galopp davonrasten. So gelangten die Schmuggler glücklich über die Grenze.

wurde, tft bei einer stattgehabten engeren Konkurrenz zu einem Stadtbad für Aschersleben für den von ihnen einge­reichten Entwurf der erste Preis zuteil geworden, und nach- dem die Ausführung des geplanten Bade-EtablisiementS nun* mehr auch beschloßen wurde, ist ihnen auch die Bauleitung übertragen worden.

** Lollar, 1. Dez. Die BuderuS'sche Villa, welche s. Z. von Herrn G. Nauheimer erworben wurde und in welcher seither eine feinere Weinwirtschaft betrieben wurde, ist durch Kauf an den Restaurateur Funke von Braunfels für 65 000 Mk. übergegangen, welcher daS Anwesen Anfang Januar übernimmt.

Ein polizeilicher Mißgriff in der Schweiz. Der ,Davoser Anz." erzählt von einer Verhaftung, die völlig unnötig war und nur auS Versehen geschah dabei aber

Mark verkauft; ebenso kaufte die Firma noch 2 Morgen Ge­lände um die Quelle herum an, per Morgen zu 1000 Mk. Unserer Gemeinde kommt dieser Erlös wohl zu statten, da sie schon enorme Summen für Bohrungen und Aufräumungs­arbeiten der Quelle ausgeworfen hatte. Gegenwättig läßt die Firma Bohrungen nach Kohlensäure anstellen. Heber der Quelle ist ein hoher Bohrtum errichtet, die Bohrmaschine wird durch eine Lokomobile in Bewegung gesetzt. Jetzt ist man bis zu einer Tiefe von 18 Meter gedrungen und auf eine Kalkschicht gestoßen. Die Erdarbeiten an dem Wasserleitungsprojekt Ortenberg und Umgegend sind so ziemlich beendigt. In unserer Gemeinde will man mit der Anlage der HauSleitungen bis zum Frühjahr roarten.

Alsfeld, 30. Nov. Ein recht erfreuliches Zeug­nis wird den Leistungen der hiesigen Gewerbeschule in einem Leitartikel der in Leipzig erscheinenden Zeitschrift für gewerblichen Unterricht, betitelt .Die Ausstellang der gewerb­lichen Lehranstalten des Großherzogtums Hessen in Darmstadt*, -uteil. Ter betr. Abschnitt beschäftigt sich zunächst mit der Büdinger Gewerbeschule, welcher er klare und anschauliche Darstellungsweise im Fachzeichnen nachrühmt, und fähtt dann fort: Das Gleiche läßt sich von der unter eifriger und tüch­tiger Leitung stehenden Alsfelder Gewerbeschule sagen. Die farbige Wiedergabe von Vorlagen und Modellen machte sehr guten Eindruck, Im Freihandzeichnen und Fachzeichnen hatte diese Schule eine größere Vielseitigkeit aufzuweisen als die meisten der übrigen gleichartigen Anstalten. BaukonstruktionS- zeichnungen leiteten in geeigneter Weise zum Entwerfen über. Die Entwürfe von kleinen Baulichkeiten waren in einfachem, gutem Geschmack und in maßvoller Formensprache zur Dar- fteCung gebracht. Alles beutete auf verständige, fachgemäße Anleitung".

Mainz, 1. Dez. Die Ein br eche rbande, welche vor einigen Wochen Frankfurt und Offenbach unsicher machte, scheint sich jetzt Mainz zum Felde ihrer Thatigkeit erkoren zu haben. Wie gemeldet wird, sind m der letzten Nacht in Mainz und Umgebung eine große Zahl von Einbrüchen verübt worden. U. A. wurde in der Gausttaße dem Uhr­macher Belzner ein Schaukasten erbrochen und Schmucksachen im Wert« von 800 Mk. entwendet. Aus einer Wohnung am Kaiser WilhelmSring wurden 100 Mk. in Baar und aus einem Geschäft in der Oberstraße ebenfalls eine Geldsumme und wcttvolle Schmucksachen gestohlen.

^. Frankfurt, 1. Dez. Bei den heute vorgcnommenen 13 Stichwahlen zur Stadtverordneten-Versamm- lung wurden neun Demokratisch-Freisinnige, drei National- liberale und ein Anhänger der Ccntrumspartci gewählt. Die Demokraten gewannen einen Sitz, den die Handwerkerpattei verlor.

-d- Wippenbach b. Ortenberg, 30. Nov. lich wurde die der hiesigen Gemeinde gehörte in des Klosterwaldes liegende Salzquelle vor einiger Zeit an eine Aktiengesellschaft in Kassel für die Summe von 6000

Meteorolostisttie Beobachtungen der Station Gießen.

Kunst und Wissenschaft.

Im Gießener Kunstverein wurde da« Gemälde von Michael Rüdisühli-BaselElchen am See" von einem diesig« Privatmann angekanst.

Im Petersburger Schabelskaja-Theater, in dem iety txn deutsche Schauspielensemble des auch in Gießen wohlbekannten 6. W. Büller gaftirt, trat unmittelbar vorher Madame E d a r- lotte Wiehe auf. Den lebhaftesten Beifall erntete sie nn Mi­modramaColombine". Als Verfasser dieses Wecke« nennen die Petersburger Blätter seltsamer Weift Schnitzler ES ist eine Schöpfung von Ettch Korn.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 2. Dezember 1902.

- Ehrender Auftrag. Den Erbauern des Gießener VolkSbades, den Architekten Stein u. Mener Hierselbst, nach deren Plänen auch das Sophienbad zu Eisenach auSgesuhtt

§§ Ortenberg, 1. Dez. Ein rentabler steinbruch in der Nähe unseres Städtchens ist Bettteb gesetzt worden. Das Matettal eignet sich zu Pflastersteinen.

Jeher nasse Flechten ?$Mbun$f?abnarU Tr. v. 9t: IhreObermcyer's Herba-Seife" hat bet einem langandauetnv- den Ekzem, gegen welches die vettchiedensten Mittel angewandt wurden, in kurzer Zeit den gewünschten Erfolg gebracht. Z. d.'n Apotheken, Drogetten u. Fabrikant I. Gioth, Hanau 17. Best.: 90 /, Seife, 3% Arnica, 2% Salbei, 1,5% Wasserb«herkrt., 3,5% Harnkrt.

5718

Schotten, 1. Dez. Bei Krupp hat sich, wie wir dem »Schott. Kr.-Bl." entnehmen, auch mancher Vogelsberger ein Heim gegründet.Aus einem Bttefe eines bei Krupp , ______

beschäftigten Arbeiters aus unserer Gegend lassen wir einige auf der Reise nach Davos in Basel in einem Hotel und fuhr Stellen folgen, die Zeugnis ablegen, m welchem Maße der ?m Morgen mit dem Hotelomnibus zum Bahnhof, um abends Verblichene von seinen Arbeitern geliebt und geehtt wurde: *n Davos-Dorf einzutreffen, wo seine Ankunft in einem Hotel Herr Krupp war eine edle Seele, sein Herz war teilnahms- aoisitt war. Gleichzeitig übernachtete in demselben Hotel in voll gegen Jeden, den er kannte, und wußte, wo e§ fehlte. ein Herr, der am gleichen Morgen nach Biel reifen Alle seine Wohlfahrtseinrichtungen, die ich hier nicht alle an- wollte. Dieser Herr gab dem Hotelier den Austtag, seine führen kann, sind die Beweise seiner Herzensgüte. Wie man- 3roei Koffer nach dem Bahnhofe zu befördern, er selbst werde cher rechtdenkende Mann, der in unserem deutschen Vater- nachkommen. Diese zwei Koffer hatte man dem gleichen lande keine Erdscholle sein eigen nennen konnte, fand hier DmnibuS anvertraut, m dem der Kranke saß. In der sein Brot und wohnt wie in seinem eigenen Hause. An die Meinung, die zwei Koffer gehötten dem miffahrenden Herrn, Verläumdungen in demVorwärts" glaubt kein Mensch, da- fte der Pottier in den Eisenbahnwagen tragen, in welchem für kannten wir unseren Herrn Krupp zu gut, es war nur bcr Kurgast einftieg. Mit sich selbst genug beschäftigt, eine elende Verleumdung, welche sich für die nächstjährigen a$tcte der kranke Mann nicht besondeS auf diesen Vorgang Wahlen nur geltend machen sollten. DaS rote Gespenst hat und war auch der Meinung, der Eigentümer sei vielleicht hier einen unblutigen Mord begangen, welcher niemals ge- letzten Augenblicke in einen anderen Wagen ein» sühnt werden kann. Herr Krupp stand bei Kaiser und König ^ftiegen. Nun kommt aber eine überaus traurige Seite in Ehren, m allen Erdteilen war sein Name mit Hochachtung dieser bis hierher ziemlich harmlosen Geschichte. Während bekannt, von seinen Arbeitern und Beamten war er geachtet be5 kurzen Aufenthalts in Zürich ging der Reisende und geehtt und diese bittere Pille konnte der schon ohnehin BahnhofSrestaurant, um sich zu erfrischen. Hier wurde leidende Mann nicht über fein Herz bringen, weil es edel cc plötzlich verhaftet mit dem Bemerken, von Basel hätte man und gut war; darum bitte ich Gott, daß ihm die Erde leicht telegraphisch gemeldet, er habe die zwei Koffer gestohlen, sein möge. Dieses Jahr hat er noch jedem Angehörigen über Seine Beteuerungen, er sei unschuldig, halsen ihm nichts, die Waren, die in seinen Konsums geholt worden waren, Seine Ausweispapiere als Hamburger, ein Brief des Davoser einen 8 0 0 igen Rabatt gewahrt."

1 'fiepen Beo Himmel

Wer sich einen wirklich dauerhaften Schirm wünicht, lasse sich denselben genau nach Wunsch und Auswahl des Materials bauen. Kein Schirm-Snstem, welches bei mir nicht repariert werden konnte. Stets sofortige und billigste Bedienung.

8284 Schirmfabrik M Levi.

a. Deut sch er.Handelstag. Bericht über die Sitz­ungen der Kommissionen betr. Kleinhandel und betr. Sozialpolitik; Tagesordnung der am 5. und 6. Dezember stattfindenden Ausschußfitzung.

b. Eingabe des Verbandes der deutschen Be­rufsgenossenschaften an den Herrn Reichskanzler betr. Gesuch um Aufhebung der die weitere Ansammlung von Reservefonds vorschreibenden Bestimmung des § 34 des Gewerbeunfallversicherungsgesetzes.

c. Eingabe der HandelskammerFrankfurt a.M. Mf fr en Reichstag, betr. Entwurf eines Zolltarifgesetzes.

id. kAntrag der Handels kämm er Bielefeld bei dem Bezirks-Eisenbahnrat Hannover-Münster, betr. Reform der Personentarife.

e. Eingabe der Vereinigung vcm Handelskammern des niederrheinisch-westfälischen Jnbustttebezirks betr. Herbei­führung eines Poftübereinkommens zwischen Holland und dem deutschen Reiche und betr. Ermäßigung der Gebühren im Fernsprechverkehr zwischen deutschen und holländischen Orten.

f. Mitteilungen über zweifelhafte Firmen in Groß­britannien und Aegypten; HanbelÄeziehungen zu Mexiko; wirtschaftliche Verhältnisse der Kapkolonie.

Tie Eingänge können während der Geschäftsstunden im Bureau der Handelskammer eingesehen werden.

Die Tagesordnung der Sitzung war mit Rücksicht auf bie Einladung des Herrn Georg Dichter zur Besichtigung seiner Brauerei und seines landwirtschaftlichen Betriebes auf das Notwendigste beschränkt tvvrden. Im Anschluß an die Sitzung erfolgte bie Besichtigung dieser Betriebe unter der Führung des Herrn Dichter und seines Braumeisters, des Herrn Beichele.

Tie maschinellen Anlagen, die nach dem Urteil sachkun­diger Mitglieder der Kammer sämtlich von neuester Kon- struktton sind, wurden in eingehender und lehrreicher Weise nach ihrer Einzelbefttmnning und ihrem Zusammenwirken erklärt. Es war für jeden Teilnehmer sehr interessant, durch die Beobachtung der chemischen und technischen Vor­gänge ein klares Bild von der Verarbeitung der Gerste und des Hopfens zu dem fertigen Produkt zu erhalten. Von gleich großem Interesse war die Besichttgung des land­wirtschaftlichen Betriebes. Zunächst sei die Hauptproduk­ttonsstätte, die Schweizerei, erwähnt. Hier sah man nur Milchkühe bester Rassen in hellen und gut ventilierten Ställen; peinliche Sauberkett herrschte überall. Die Er­rungenschaften der modernen Technik sind in allen Abtei­lungen zur Anwendung gekommen, und es gelang so, die Arbeit Vieler durch Vorrichtungen zu ersetzen, welche durch Tamvf und Elektrizität betrieben in kürzester Zeit dieselbe Arbeit leisten. So werden die zerkleinerten Futtermittel durch Paternosterwerk und Transmissionen zu den lang­gestreckten Krippen der Tiere befördert. Von hervor­ragendem allgemeinen Werte für die Landwirtschaft erscheint eine in der Einttchtung befindliche Törranlage, wie ähn- liche in größerem Maßstabe bisher nur in den Zuckerfabriken zum Törren der Rübenschnitzel bestanden. Die Dorranlage soll dazu dienen, den Futterwert von Hackfrüchten, der in fttschem Zustande bald zum großen Teile verloren geht, auf lange Zeit zu erhalten. Eine hebelartig toimnbe Maschine zerkleinert "bie Futtermittel in feine Schnitzel, bie auf einer großen Anzahl von in Zwischenräumen über- einanberliegenden feinmaschigen Drahtnetzen ausgebreitet werben. In einem stark erhitzten Raume werben dann die Schnisiel bis zum völligen Eintrocknen in ständig notieren­der Bewegung erhalten. Tie Tagesleistung der Anlage soll sich je nach der Fruchtart bis auf 400 Zentner erstrecken. Der Zentner in nassem Zustande soll bei bet Trocknung ctma 20 Pfg. Kosten verursachen und etwa 1622 Prozent Konserven als eigentlichen Futterwett ergeben.

Nach Beendigung des hochinteressanten Umganges er- tuartete bie Teilnehmer im Hause bes Herrn Bichler ein von besten Frau in liebenswürdiger Wttse gebotenes Abend- bvot, wobei Gclegenhttt gegeben war, neben anderen Ge- nüijen den vorzüglichen Stoff zu bewundern, besten Her­stellung sich in der besichtigten Anlage vollzieht.

Ter Vorsitzende der Kammer dankte zum Schlüsse in anerkennenden Wotten Herrn Bichler für den geftattrtrn Einblick in «einen Bettteb und feiner Frau für die freund­liche Bewittung, und Herr Bichler gab in einer längeren Emudenlng feiner Freude Ausdruck, daß sein Bettteb solche Anerkennung von Seiten der Vettrtter von .«öandel und Jndusttte gefunden habe.

Vermischtes.

Die Braut aus Zink. Aus AveSnes wird ein lustiger Grenzvorfall gemeldet. Passiert dort eine Hochzeits­gesellschaft die Zollstatton. In dem großen Wagen, in dem sie sich befand, saß der Bräutigam auf dem Vordersitz und sprach leise mit der Neuvermählten, ohne sich weiter um bie ziemlich lauten Hvchzeitsgäst: hinter ihm unb auch um die Zollbeamten zu bekümmern, bie mit ber üblichen Frage nach verzollbaren Gegenständen an ben Wagen heran­traten unb in Anbetracht ber Umstände keine allzu ernstliche Disitatton desselben vornehmen zn wollen schienen. Toch dem einen der Beamten war aufgefall"n, daß die junge Frau, deren niedergeschlagene Augen der lange, weiße Brautschleier verbarg, den Worten ihres Gatten in etwas unnatürlicher Weise, nämlich mit merkwürdiger Regungs­losigkeit lauschte. Daher richtete er eine Fra e an sie, er­hielt aber keine Antwort. Nun sprang er auf das Trittbrett unb riß unter dem Geschrei ber Hochzeitsgesellschaft der Braut den Schleier vorn Leibe. Diese- buUale Vorgehen

Sip fn^g^nfgidenJ.miist^nSie in VYahTjSrS^iscrtvorsichrigsein .

- <3 HL Magen -

birter$anHsr die Wirkung ist eine ganz überraschende ..Grosse pasdhe M.2,50.PwbeHasche1.00.Überallerha!HichM'£

anziehenderes Bild erhalten, bei der Großh. Regierung die Aufhebung des Art. 227 des Pvlizeistrafgssetzes, welcher das Auslegen von Waren an Sonn- und Festtagen ver­bietet, zu beantragen.

4. Bericht über bie letzte Sitzung des Be­zirks-Eisenbahnrats zu Frankfurt a. M.

a. In den BezirlA-Eisenbahnvat Frankfutt a. M. sind seit dem Uebergang der Main-Neckarbahn auf die Preußisch- Hestische EisenbahngeTTreirrschast auch Vettreter der Handels­kammer in Mannheim und Heidelberg eingetreten.

b. Ter Antrag, den um 7.57 vormittags in Alsfeld von Gießen ankommenden Güterzug mit Personenverkehr, als Personenzug von Alsfeld bis Lauterbach wetterlaufen zu lassen, kam nicht zur Beratung, da die Weiterführung für den Sommerfahrplan bereits beschlossen ist.

c. Bei der Großh. Handelskammer waren verschiedene Beschwerden wegen der im T-Zug-Derkehr für die Strecke Gießen-Worms (149.2 Km.) erhobenen doppelten Platz- kattengebühr eingelmifen. Auf eine Eingabe der Kammer hatte die Eisenbahndirektton Mainz mitgtteilt, daß ber Ge­bührenrechnung grundsätzlich die T a r i f entfernung zu Grunde gelegt werde und diese für Gießen-Worms wegen des dattn enthattenen Brücken Zuschlags von 8.8 firn. 158 Km. betrage. Von dem Vorsitzenden der Kammer wurde als Mitglied des Bezirks-Eisenbahnrats in der letzten Sitzung diese Angelegenheit nochmals zur Sprache gebracht und die Beseitigung dieser veralteten Maßregel angeregt. Er vertrat die Ansicht, t>a(g der Berechnung ber Platzkatten- gebühren bie wir kliche Entfernung zu Grunbe gelegt werben müffe, zumal auch bie Fahrpreise Gießen-Mainz unb Gießen-Worms auf Grunb der wirklichen Entfernung berechnet würden. Nachdem auch die Vertteter der Handels­kammer Mainz und Worms in gleichem Sinne sich ausge­sprochen hatten, erklärte der Präsident der Direktion Mainz, seine Bereitwilligkeit, die Beseitigung der doppelten Platz- matten gebühr in die Wege zu leiten.

5. Eingänge.

Kerr Zlektor, meine Klasse ift leer!" so klagt der Herr Lehrer. .Die SchülL-rinnen sind fast alle krank und die Entschuldigungszettels lauten fast aue gleich: Anna hustet; Elsa ift heiser: Miarrha bat em« Eatarrh und so fort durch die gtliuze Reide. Ter Rektor schüttelt den Roof,öni V «'.nacht er;

kommt davon, wenn die Kinder bet '.dem nakvauen Wetter schwatzend und mit offenem .stunde m v'e Schule laufen. Enrpfehlen Sie doch dftn Eltern, ne sollten den Kleinen eine Schachtel von F'tzy'S Sodener Mineral Pastillen kaufen unk^ ihnen uet. ein paar mit aus den Weg geben. Die.werden wte Bonbons gettltscht, haben eine sehr gunits ge

auf den Magen und dann halten die Kindeo den Muno geschlossen; vor allem aber bekämpfen die Pastillen leben und jeden Eatarrh gründlich und damit! wird auch ernsten Krankheiten vorgebeugt. Die Cchaahtel kon« nur 85 Pfg. \ 6X24

Dezember .

y.

-uuiumeier auf 0° reduziert

Temoeratur

der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

1

<3

3

0 c

3

-

9

Windstärke

Wetter

740,7

4- 2,5

6,2

94

8.

740,3

+ 1,8

5,1

96

N.

735,1

+ 3,5

M

98

8.