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Stoor üt der Welse, dKF Me EngDnder bo8 Terrain 5e- haupleu uni) die Amerikaner sich Kurückziehen. DaS Ganze wickelt sich in den Formen einer kcurfmärmrschen Vereinbarung p>&. Die Amerikaner haben, wie seinerzert berichtet wurde, in England eine Anzahl von Fabriken errichtet, die viel Geld verschlungen haben. Diese Fabriken brachten mm die Engländer käuflich an sich, indem sie mit großer Kulanz vorgingen, uni) in die Kaufsumme auch eine Ent- schadigungsvrämie aufnahmen, welche die Amerikaner für ihre Opfer schadlos halten soll. Dafür verpflichteten sich die Amerikaner, das englische Terrain gänzlich zu raumen. Das mächtige englische Tabaksyndikat nahm weiter aus sich, den Amerikanern außerhalb Englands beim Absätze ihrer Cigaretten gewisse Unterstützungen angedeihen zu lassen. Somit hat der Kampf der beiden Riesensyndikate mit dem Siege der Engländer geendet. Tas englische Syndikat erfreut sich nun ungestört eines Monopols. Aber eben darum ist eS sehr wahrscheinlich, daß nun die Konsumenten die Kriegskosten bezahlen werden. Von der Kapitalskraft des englischen TabaksyndikatS urag man sich ein annäherndes Bild machen, wenn man erfährt, daß es über die Summe von 260 Millionen Kronen verfügt.
*Lehrerals Kellner. Die Lehrer in den Schweizer Schulen, schreibt der Genfer Korrespondent des „Daily Chro- nicle", werden zum teil so schlecht bezahlt, daß sie ihr mageres Einkommen durch Handarbeit verbessern müssen. Während der langen Sommerserien, die im Gebirge mehrere Monate dauern, werden die Lehrer in den Kantonen Wallis und Graubünden Buchhalter in Hotels, während weniger Glückliche sich mit Stellen als Kellner, Portiers oder Aussetzer in großen Geschäften begnügen. Da für diese Stellungen Englisch unerläßlich ist, breitet sich die Kenntnis dieser Sprache in allen alpinen Zentren aus. Andere haben ein gutes Einkommen dadurch, daß sie in den Serien und abends englischen Unterricht geben. Ein Lehrer im London Graubünden, der ein guter Alpinist ist, verdient alS Führer anständige Summen, ein anderer im Kanton Wallis ist Besitzer eines Hotels, das er selbst bewirtschaftet. T-ie Hotelindustrie beansprucht jedoch die Dienste der meisten ^hrer^^^^^^________ _
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m, Gießer», 80. Sept. Strafkammer. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, Die Staatsanwaltschaft wird durch Gerichtsassessor Dr. Hetzel vertreten. — Es stehen nur drei Sachen zur Verhandlung. Die Elise Zickelbach von Frankfurt a. M. hat sich dadurch gegen den § 286 des Nll-Str.-G.-B. vergangen, datz sie Galanteriewaren durch Würfelspiel ausspielte, ohne baß ihr hierzu die erforderliche obrigkeitliche Erlaubnis erteilt war. Sie wird deshalb in eine Geldstrafe von 5 Mk. verurteilt. — Der zu Mornshausen gebürtige Omnibuskutfcher Johannes Ho hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung, verübt unter Außerachtlassung der durch feinen Beruf geforderten besonderen Aufmerksamkeit, zu verantworten. Am 12. August ds. Js. fuhr der Angeklagte, der bei der Gießener Ommbusgesellschait in Dienst stand, mit feinem Omnibus von der Marburgerstraße her kommend über den Kirchenplatz nach dem Marktplatz. In der Marktstraße hatten die Taglöhner Seulmg unb Lenz, die mit dem Transport eines Herdes beschäftigt waren, mit einem Handkarren Aufstellung genommen, um das Passieren des Omnibusses abzuwarten. Der Angeklagte fuhr, obwohl gewarnt, in raschestem Tempo und stieß, obwohl er mit Leichtigkeit hätte ausweichen können, mü solcher Wucht auf den Handkarren der Arbeiter aus, daß der Karren bei-
Wetter
Oktober
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Regen
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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Landwirtschaft.
ech. Gießer», 30. Sept. Wie bereits in den letzten Jahren, wird auch in diesem eine nachträgliche Ausstellung der für die Berliner Gersten-Ausstellung angemeldeten Proben hessi- scherGersten am 6. Oktober in Frankfurt a. M. stattftnben, und zwar vormittags tm Fruchtmarkt der Börse und nachmittags im Klub für Landwirte.
§§ Friedberg, 30. Sept. Die Kartoffelernte, welche durch die zahlreichen Einquartierungen etwas hinausgeschoben wurde, ist nun im vollsten Gang und fällt trotz des trockenen Jahres sehr gut aus, sowohl in Quantität, wie in Qualität. Faule gibt es fast keine gegen das Vorjahr. Die beste und ver- breiteste Sorte ist Magnum bonum; der Doppelzentner kostet vier Mark. Die Grummeternte fiel befriedigend aus, während man aus dem Kreis Gießen viel Silagen hörte. Auch die Her bst - futterpflanzen stehen gut. Dickwurz, Gemüsearten und Zuckerrüben versprechen gleichfalls gute Erträge. Die Schädlinge des Kohls — Kohlweißling — treten nur in verschwindender Anzahl auf.
eh. Bletcheubach, 30. Sept. Der Herbstschweinemarkt war sehr reichlsch befahren, über 200 Stück Ferkel und ca 80 Stück Einlegschweme. Der Verkauf ging anfangs stockend, da die Verkäufer fest auf hohen Preisen bestanden. Gegen Ende des Marktes bequemten sich die Verkäufer zu niederen Preisen und jetzt wurde fast der ganze Auftrieb verkauft. 6-8 Wochen alte Ferkel erzielten pro Paar 86—38 Mk., Einlegschweine pro Stück im Alter von 4—6 Atonalen 60—65 Mk. In der Folge sollen die im Kalender verzeichneten Vieh- und Krämermärkte sämtlich au dem Marktplatz abgehallen werden, der deswegen eine Vergrößerung erfahren wird.
eitt qrschlvus erl, veustna zu Boden geworfen und nicht unerheblich verletzt wurde. DaS Gericht war bet SDleinung, baß ber Angeklagte grob fahrlässig gehandelt habe und daß er bei Anwendung einiger Torgsall und Umsicht den Unfall hätte vermeiden können. Demgemäß verurteill es ihn zu einer Geldstrafe von 80 Mt. — Der Tapezierer Adolf Zimmermann von Lanaenschwalbach ist deS Betruges, verübt in strafrechllichem Rückfall, beschuldigt. Der wegen Betrugs unb Diebstahls wteberholl mit langjährigen Zuchthausstrafen vorbestrafte Angeklagte kam im Mai b. I. nach Bab- Nauheim, wo er sich in einem Gastbause einlogirte unb eine ziemlich beträchtliche Zeche machte, ohne daß er inbeffen im Besitze aus- reichenber Gelbmtttel sich befand. Den Wirt wußte er zubem burch alle möglichen Schwinbeleien über seine Zahlungsfähigkeit zu täuschen. Das Gericht versagte bem Angeklagten mit Rücksicht aus eine vielen Vorstrafen milbernbe Umstänbe und verurteilte ihn zu einem Jahr Zuchthaus, eine Geldstrafe von 150 Mk. und dreijähriglen Ehrverlust. Staatsanwaltschaft unb Angeklagter erkannten bas Urteil sofort als rechtskräftig an.
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Eisenbahn Zeitung.
Ulrichstein, 28. Sept. Vor Kurzem fand hier wieder einmal eine Eisenbahn-Versammlung statt. Der Vorsitzende, Kassenarzt Schmidt, führte an, daß das Komitee „'1)1 ü d e — Ulrich stein — Rixs eld" durch ein generelles Projekt die Aus- ührbarkeit seiner Strecke, sowie auch eine entsprechende Rentabilität nachgewiesen habe, im Gegensatz zu dem Komitee Groß-Felda; solange die Herren dort dies Opfer nicht bringen, bestehe überhaupt keine Aussicht, daß eine Bahn in den Vogelsberg hineinkomme. Es hängt also nur vom Komitee von Groß-Felda ab, wenn unsere Bahnwunsche endlich verwirklicht werden sollen. Schließlich wurde folgender Vorschlag zur Abstimmung gestellt: „Das Komitee Groß- Felda verpflichtet sich definitiv, bis längstens Ende dieses Jahres ein generelles Projekt behufs Verbindung mit unserem Projekt aus- arbeuen zu lassen und hierüber dem Lokal-Komitee Ulrichstein in längstens vier Wochen sicheren Bescheid über dje Inangriffnahme zuzusenden." Dieser Beschluß wurde einstimmig angenommen.
I Hansel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Die Aktiengesellschaft für chemische Industrie Rheinau- Mannheim in Konkurs. Bei Prüfung der Bücher neuerbingfl haben sich keine weitere, den verhafteten Direktor Böhm belastend« Momente mehr ergeben. Für die Spargelder der Arbeiter in Höhe von 7000 Mk. wurde die sofortige Auszahlung angeordnet. Auch bei ber Neuen Jmmobiliengesellschaft Rheinau, einer weiteren Gründung Böhms, die haiiptsöchlich die Grundstücke des Stengelhofs umfaßt, wurde alles intakt befunden. Für alle Fälle wird der Betrieb bei der Aktiengesellschaft für Chemische Industrie zunächst werrergeführl werden. Bezüglich der Terraingesellschaft Rheinau, G. m. b. H., an der die Regierung durch ein Hypothekbarlehen von 1 Mill. Mk. interessiert ist, verlautet, daß dieselbe nach einer Versicherung des Ministeriums in Karlsruhe nicht gefährdet fei. Wie aus Stuttgart geschrieben wirb, hat sich auch dort, wie in Berlin, ein Schutzkomitee gebildet für die Besitzer von Aktien und Obligationen der faüiten Gesellschaft. Mit der Interessenvertretung dieses- Komitees ist Elsas-Stuttgart betraut, der zurzeit in Mannheim weist. — Nunmehr macht auch die Mannheim-Rheinauer Transportgesellschaft das Ausscheiden Böhms aus ihrem AufsichtS- ratskollegiüm bekannt. Die Aktien der Chemischen Industrie sind an den Börsen gestrichen, diejenigen der Mannheim-Rheinauer Transportgesellschaft wurden mit 90 pCt., b. L um 2,5 pCt. unter bem letzten Kurs, notirt.
— DaS Farbwerk WormS, Schifferdecker tt. Hei»», eröffnete mit bem 1. Oktober im Wormser Jnbustriegebiet am Rhein den Betrieb einer Fabrik von Erd-. Mineral- unb chemischen Farben, sowie von Farbmühlen eigenen Systems.
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Zeugnisse über die erforberliche Vorbilbung beizufügen. Gießen, am 24. September 1902.
In dem Hofe der Kaserne Jeder Mann vor Arbeit schwitzt, Weil es dauert gar so lange. Bis die Stiefel sind gewichst; Nur der Peter lacht vor Freude, Denn ihm gehts leicht aus der Hand, Denn statt Wichse hat er heute Glanzfett Poll angewandt.
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