)n Frankfurt, und den ungemein fympachischen Errwfang, den die Frankfurter Bevölkerung überall den französischen Gästen bereitete. Das „Petit SBleu", welches bereits die Bilder der beiden Mannschaften wiedergiebt, ließ sich sogar die Liste der tzestgäste und das Musikprogranun des Banketts im Palmengarten telegraphieren. Ter Berichterstatter des „Velo" versichert, daß dieser Frankfurter Tag unvergeßlich bleiben werde. Uebrrgens haben ihm die Frankfurter versprochen, das nächste ^ohc wieder nach Paris zu kommen, aber dann „mit einer rvrrklich furchtbaren Mannschaft".
Eisenbahn-Zeitung.
Darmstadt, 28. Aug. Am L Oktober d. I. geht bekanntlich die Vermattung der Main-Neckarbahn und der daran anschließenden hessischen Nebenbahnen auf die Preußische und Hessische Etsenbahndirektion in Mainz über. Mit diesem Zeitpunkt werden gleichzeitig die seitherigen Verkehrskontrolen der Etsenbahndirektion Frankfurt a. M., der' Main-Neckarbahn in Darmstadt und der Preußischen und Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz zu einer Verkebrskontrole mit dem Sitze in D a r m st a d t vereinigt und der Lisenoahndirektion in Mainz unterstellt worden.
Bensheim, 28. Aug. Da die Vorarbeiten für den Bau tiner schmalspurigen Nebenbahn von Bensheim nach Lindenfels nunmehr vollendet sind, wird in etwa 14 Tagen in Reichenbach eine Versammlung der Interessenten an dieser Bahn rbgehatten roerixm, in der wichtige Beschlüsse zu erwarten sind.
— Neber die Beflaggung der Bahnhöfe bei ttaiserreiseu hat Minister Budde einen Erlaß an die Eisenbahndtrektionen gerichtet, in welchem bestimmt wird: Bei Reisen des Kaisers und der Kaiserin — sowohl in Sonderzügen als auch in fahrplanmäßigen Zügen bei Benutzung besonders eingestellter Wagen — sind, sofern die Reisen aus offiziellen Anlässen geschehen, zum Beispiel bei den Kaisermanövern, auf sämtlichen Stationen, die von diesen Zügen berührt werden, die Stationsgebäude zu be - slaggen, gleichviel, ob die Züge anhalten oder nicht. Bei den sonstigen Reisen ist das Beflaggen auf diejenigen Durchgangsstationen, auf denen der Zug hält, sowie auf die Anfangs- uno Endstationen zu beschränken. Für beide Fälle ist Voraussetzung, daß nicht etwa die Meise wie insbesondere auch die Ankunft, geheim bleiben soll, was in jedem einzelnen Fall ausdrücklich bekanntgegeben wird. Bei Reisen, die sich auf den Bezirk der Berliner Stadt- und Ringbahn oder auf die Strecke zwischen Berlin, Potsdamer Bahnhof oder Stadtbahn und Wildpark beschränken, hat das Beflaggen der Stationsgebäude stets zu unterbleiben, sofern nicht im Ernzelfall vom Oberhosmarschallamt eine Beflaggung als erforderlich bezeichnet wird.
Wichtige Abänderungen im Wtuterfahrplaudienst. Franks urt-Wiesbaden: Personen^ug 301a Franksurt ab U£2, Wiesbaden an 12^ wird auch im Winter zur Aufnahme des Anschlusses von Schuellzug 170a von München, Wien re. beibehal- ten. — Personenzug 306, welcher bisher im Winter zwischen Rüdes- heim und Koblenz ausfiel, soll auch auf dieser Strecke betbehalten werden. — Personenzug 318, welcher bisher im Winter ausfiel, soll zwischen Koblenz und Rüdesheim beibehalten werden, der Zug verehrt gegen den Sommerfahrplan 50 Minuten später. — Der am L Mai eingelegte Personenzug 321 Frankfurt ab ?rs, Wiesbaden an 885 wird beibehalten.. — Der Personenzug 324, welcher bisher auf der Strecke Wiesbaden-Frankfurt im Winter ausfiel, wird auch in dieser Zeit beihehalten. — Frankfurt — Homburg v. d. H. Der bisher im Winter wegfallende Personenzug 731 Frankfurt—Homburg wird beibehalten und um 10 Minuten früher gelegt, dafür fällt der Personenzug Frankfurt ab 8^ Homburg an 9£2 aas. Frankfurt — Gießen: Der Zug 804 Friedberg-Frankfurt, der auf der Strecke Friedberg—Vilbel bisher im Winter bis 15. Oktober und ab 1. März aus fiel, wird während der ganzen Winterfahrplanperiode zwischen Friedberg und Frankfurt an Werktagen gefahren werden. — Frankfurt-Marburg. Schnellzug 77 Frankfurt ab 4»o Marburg an 622 (bisher 606) die Verlegung erfolgt zur Gewinnung des Anschlusses von Schnellzug 166 von Aschaffenburg-(München) und 47 von Mainz. — Personenzug 797 verkehrt auf der Strecke Frankfurt—Vilbel 14 Minuten «rüher. — Bei Personenzug 799 ist das Anhalten in Okarben eingeführt.
Gerichtssaal.
Koblenz, 1. Sept. Eine umfangreiche Verhandlung fand hier vor der Ferienstrafkammer statt. Angeklagt war der Stadtverordnete D. aus Boppard, den früheren Gasdirektor N. durch die in einer Staütverordnetensitzung gethane Aeu- ßerung, daß dieser jahrelang die Stadt um große Be- iräge geschädigt hätte, b e l e i d i g t zu haben. Neben vielen Zeugen waren auch fünf Sachverständige geladen. Der Staatsanwalt beantragte 900 Mk. Geldstrafe. Der Gerichtshof kam zu der U e b e r z e u g u n g, daß sich der Direktor der Bopparder Gasanstalt keinerlei Unterschlagungen und Vernachlässigung seiner Pflichten habe zu Schulden kommen lassen, andererseits wurde aber dem Angeklagten der Schutz des § 193 zugebilligt, weil er in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter das Recht gehabt habe, seine Ansicht offen auszusprechen. Es erfolgte daher Freisprechung.
Landwirtschaft.
Butzbach, 28. Aug. Die Obstausstellung vom 19.bis 22. September hier wird von ca. 130 Ausstellern aus ganz Oberhessen beschickt werden, so daß der große Saal im „Hessischen Hof" reichlich besetzt werden wird. Einen Glanzpunkt 5er Ausstellung ivird die Aufgabe 2 bilden, nach welcher von jeder Obstsorte fünf Kilo gebracht werden müssen und zu der bis jetzt ca. 180 einzelne Korbe angemeldet sind. Die übrigen Nummern, welche der Hauptsache nach kleinere und größere Sortimente enthalten, werden uns ein schönes Bild derjenigen Obstsorten liefern, welche in diesem, der Obstbaumblüte so ungünstigen Jahre reichlich Früchte gebracht haben. Die ganze Ausstellurig wird ein Gesamtbild geben, das sich den früheren Schauer! des Oberhessischen Obstbauvereins würdig angliedert, zumal das Komitee in Butzbach alles aus- bieten wird.
Aus Rheiuhesieu, 1. September. Die Reise der Frühburgunder-Trauben ist bereits soweit vorangeschritten, daß in der nächsten Zeit mit dem Schließen der Weinberge begonnen werden wird.
Arbeiterbewegung.
Aachen, 1. Sept. Die Delegierten des niederrheinischen Webereiverbandes beschlossen gestern die Verschmelzung mit dem deutschen Textilarbeiteroerband.
Saint Etienne, 1. Sept. Der Sekretär des Nationalverbandes der G r u b e n a r b e i t e r, Cotte, erklärte auf Befragen, daß er die Ankündigung des Ausstandes im Loire-Revier für den 12. September als ein wahres Verbrechen ansehe. Er hoffe, die Grubenarbeiter würden die Arbeit fortsetzen.
Florenz, 1. Sept. Die Besprechung der Vertreter der Metallarbeiter mit dem Direktor des Etablissements Pignone und den Ortsbehörden führte zu keiner Verständigung. Die Ausständigen verhalten sich sehr ruhig. Diele Läden sind geschloffen. Entgegen den verbreiteten Gerüchten sind die Landarbeiter der Nachbarschaft nicht in den Ausstand getreten. Man nimmt an, daß der Ausstand bald beendet sein wird und daß die Straßenreiniger die Arbeit wieder aufnehmen wollen.
Budapest, 2. Sept. Ta in Agram ein Tischler- g e s e l l e n st r e i k ausgebrochen ist, war ein Agent in Budapest, um Arbeiter zu werben. Von den von ihm aufgenommenen 28 Arbeitern wollten 12 nach Agram abreisen. Die Budapester sozialdemokratische Partei verhinderte dies. Ungefähr 100 Arbeitern gelang es trotz eines Polizeiaufgebots am Bahnhofsperron 12 Arbeiter aus den Waggons zu reißen und aus die Schienen zu werfen. Zwei sind schwer verletzt. Tie Polizei verhaftete 20 Personen.
Dandel und Verkehr. Nolkswirtfchafl.
Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel ParrifiuS u. Co., Berlin-Frankfurt a. M. Die neue Generalversammlung, in der über die beantragten Satzungsänderungen, Herabsetzung des Grundkapitals durch Aktienrückkauf, Genehmigung des Abschlusses vom 30. Juni 1902 und Erteilung der Entlastung rechtsgültig Beschluß gefaßt werden soll, ist auf den 16. September anberaumt.
Schuckertgesellschaft. Dem Vernehmen nach steht in Erfüllung der der Generalversammlung gegebenen Zusagen die Kündigung einer Anzahl entbehrlicher Beamten, sowie eine erheb- licye Reduktion der Gehaltsbezüge der oberen Beamten nach Ablauf der bestehenden Verträge bevor.
Hamburg, 8L Aug. Gestern ist hier eine Lade gen ossen- schaft der Elbschiffer ins Leben gerufen worden. Gegenstand des Unternehmens ist der Transport von Gütern für gemeinschaftliche Rechnung durch Fahrzeuge der Genoffen. Der aus neun Personen bestehende Aufsichtsrat verteilt sich auf fast sämtliche schifffahrtstreibende Orte der Oberelbe. — Der „Hamb. Börsenhalle" zufolge verlangt die Hamburgische Zollverwaltung demnächst Ursprungszeugnisse für amerikanisches Getreide, das aus Montreal, Quebec!, Portland, Baltimore, Boston, Buffalo, Philadelphia, Newyork, Newport-News, Cheveland, Chicago, Milwaukee, Duluth, Minitoba und Torento zur Verladung gebracht wird. Schwimmende Ladungen sollen von dieser Maßregel frei bleiben. — Dasselbe Blatt ist ermächtigt, der anderwärts verbreiteten Nachricht zu widersprechen, daß für die Hamburg- Amerika-Lrnie schon jetzt in Dover Bureaux eingerichtet und Quais installiert würden, weil die Dampfer der Gesellschaft auf Veranlaffung des Morgan-Trusts schon in nächster Zeit Dover anlaufen würden. Es seien noch gar keine Vereinbarungen mit den Behörden Dovers getroffen. — Die „Hamb. Nachr." können aus authentischer Quelle mitteilen, daß der Lloyd Braziliero von der Hamburger Rhederet Fleitas u. Co angekauft ist. Wie das Blatt mitteilt, wird der Lloyd in eine Aktiengesellschaft umge- wandelt, deren Aktien in den Besitz der Firma übergeben. Es handelt sich dabei um 50 Seedampfer von zirka 40 000 Tons, 120 Leichter und Schleppschiffe, zwei Docks und großen Grundbesitz, ein Objekt von ungefähr Lstr. 800000.
Berlin. 1. Sept. Die Metzger-Innung St. Johann erläßt folgende Bekanntmachung: „Durch die schon 2% Jahre andauernden hohen Viehpreise sind wir gezwungen, die Preise vom 1. September ab zu erhöhen, und es kostet nunmehr: Ochsenfleisch 1. Qual. 76 Pfg., Rinofleisch 1. Qualität 70 Pfg., do. 2. Qual. 60 Pfg., Schweinefleisch (mager) 86 Pfg., do. (fett) 80 Pfg., Kalbfleifch 80 Pfg., Hammelfleisch (mager) 80 Pfg., do. (fett) 70 Pfg. Ta alle Vorstellungen des Deutschen Fleischer-Verbandes an leitender Stelle zur Oeffnung der Grenzen für Schlachtvieh ergebntslos waren, so liegt es jetzt im Jn- tereffe des fleischkonsumierenden Publikums, dafür »sorge zu tragen, daß die Grenzen für Schlachtvieh geöffnet werden, damit nicht noch höhere Preise eintreten.
Märkte.
Gießen, 2. Sept. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Pfd. 0,90—1,00 Mk.. Hühnereier pr. St. 7—8 Pfg., 2Stck. 00—00 Pfg., Gänseeter00-00 Pfg., Enteneier 0—OPfg., Käse vr.Stck.5—9 Pf., Kasematte 2 Stck. 0—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar 0,65—0,80 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,40 ÜDtf., Hahnen pr. Stück 0,60—0,90 DU., Enten pr. Stück 2,00—2,30 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleifch pr. Pfd. 66—70 Pfg., Hammelfleiscy pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—7,50 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg^ Zwiebeln pr. Zentner 6,00—7,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Wd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg.
Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, während der ersten drer Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzen und nicht im Umherziehen feilgeboten werden.
Familien Nachrichten.
Verlobte: Freiin Aliee v. Heyl zu Herrnsheim in Herrnsheim mit Oberleutnant Max Edler v. d. Planitz in Darmstadt.
Krieskastrn der Redaktion.
(Anonyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt.)
Desinfektion von nicht unterkellerten Räumen. Anonyme Anfragen beantworten wir nicht.
Z. Die Frankfurter Halbmonatsschrift „Das freie Wort" behandelt diese Frage in einem „Kinderspielzeug" überschriebenen Artikel in chrer neuesten 9lummer. Sie meint u. a.: Es ist zu bedauern, daß im allgemeinen die Verleihung von Orden ihrem eigentlichen Zweck entfremdet worden ist, denn bei dem tief eingewurzelten Trieb des Menschen, sich vor seinesgleichen ausgezeichnet, sich über andere emporgehoben zu sehen, würde der Staat auf vielen Gebieten einen mächtigen Ansporn zum Guten geben können, wenn die Institution streng so gehandhabt würde, daß nur das wirkliche Verdienst durch eine Ordensdekoration ausgezeichnet würde.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Höchste Temperatur vom 31. August bis 1. Sept. 22,0° C.
Siiedrigste „ „ 31. „ „ 1. „ 13,9° 6.
September 1
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichfimg
Windstärke
Wetter
1.
215
748,8
21,8
13,2
68
SSW.
2
Bew. Himmel
1.
925
748,8
16,3
12,6
92
SSE.
1
Sternhll. Him.
2.
7*
748,9
11,1
13,5
97
E.
1
Nebel
Wöchentliche Ueberficht der ToöesMe in der Stadt Gießen.
34. Woche. Vom 17. August bis 23. August 1902.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 24,09, nach Abzug von Ortsfremden 16,06 °/qo.
Kinder
Es starben an: Zusammen:
Erwachsene:
im
vom
1.Lebenswahr: 2-
-lo. Jahr
Tuberkulose des Gehirns 1
—
—
1
Kmdbettfieber
1
1
——
—
BosartigeNeubildungen3 (2)
3(2)
—
—
Herzleiden
2
2
—
——
Nierenentzündung
Kl)
1(1)
—
—
Lebensschwäche
1
—
1
—
Abzehrung
1
—
1
—
Krämpfen
1
—
—
1
Sturz
1(1)
-—
—
1 (1)
Summa:
12(4)
7(3)
2
3(1)
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffendetr KrantheU auf von auswärts nach
Gießen gebrachte Kranke kommen.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Kiel, 2. Sept. Tie erste imb zweite T0r pedp-- boo t s-Flotille, welche vom Marwverbeschwader gestern; daselbst eingetroffen sind, haben nach Anffüllung von Kohlen abends den Hafen verlassen, um einen 9tachtangriff auf ba$ zweite aus der Fahrt zum Belt befindliche Geschwader <ai5h Zufuhren.
Posen, 2. Sept. Eine Freitagabend konfiszierte Nummer des Blattes Praca wurde in zweiter AuSs- gabe nochmals konfisziert. Gestern wurde der datteur Kwiatowsti verhaftet und der Druck einer drittelt Ausgabe unmöglich gemacht, weil die Polizei den Satz der intr tarierten Nummer vernichtete.
Breslau, 2. Sept. Maxim Gorki's viercrkttgeH Drama „Die Kleinbürger" hatte bei der gestrigen ersten Ausführung im Lobe-Theater einen großen^ Erfolg.
München, 2. Sept. In der vergangenen Nacht feuerte ein auf einer Wiese außerhalb der Stadt in Begleitung eines Mädchens befindlicher Soldat aus Mutwillen einen Revolver schuß ab. Ms darauf ein Schutzmann herbeieilte, feuerte der Soldat auch ayf diesen, worauf der Schutzmann den Soldaten durch zwei Schüsse tötete.
Kaiserslautern, 2. Sept. Der Verband deutscher Gewerbevereine hielt heute hier die 11. Hauptversammlung ab.
Stuttgart, 2. Sept. Das Telegramm, das bet Kaiser an den Fürsten Hohenlohe-LangenburA sandte, hat folgenden 'Wortlaut: „Ich sende Dir rum' heutigen Tage, an dem Du das 70. Lebensjahr vollendest, meine herzlichsten Glückwünsche und verbmde damit die Hoffnung, daß Gott der Herr'Dir noch lange Jahre gesegneten Wirkens und unverkürzte Frische schenken möge., Wilhelm."
Florenz, 2. Sept. Die Verhandlungen zwischen den Direttionen der Metallwerke und den Arbeitern sind ergebnislos verlaufen. Der Aus st and dauert fort. Die Arbeiter verhalten sich indessen ruhig. Entgegen den umlaufenden Gerüchten sind die Arbeiter der Umgebung nicht in den Streik eingetreten. Tie Metallarbeiter haben die übrigen Gewerkschaften ausgefordert, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Ausständigen haben nicht genügend Geldmittel zur Verfügung.
Agram, 2. Sept. Straßendemonstrationen infolge Zwistigkeiten von Kroaten und Serben'sind zu allgemeinen Revolten ausgeartet. Auf Polizei und Militär wurde mit Revolvern geschossen. Zahlreiche Ge- schäftslokale wurden geplündert und demoliert. .Eine große Anzahl Personell sind verwundet. Aus den umliegenden Garnisonen ist Militär telegraphisch, zur Unterstützung herbeigerusen worden.
Agram, 2. Sept. Demonstrationen, welche infolge des üicht nur wegen politischer sondern auch wegen konfessioneller Gegensätze sehr gespannten Verhältnisses zwischen Kroatien und Serbien besondere Bedeutung haben, erneuerten sich gestern. Tie Menge erstürmte die Wohnhäuser der Serbenführer sowie mehrere serbische Geschäfte, sodaß die Polizei mit blanker Waffe einschreiten und noch die Hilfe des Militärs in Anspruch nehmen muhte. 11 Personen wurden verhaftet, 18 v erw und et.
Sofia, 2. Sept. Der Untersuchungsrichter, welcher mit der Untersuchung gegen die Gefangenen der mace- donischen Banden beauftragt ist, nahm gestern im Lokale des Zoutschew-Comites eine Durchsuchung vor und beschlagnahmte zahlreiche Dokumente. Weitere Durchsuchungen sanden auch in einigen von Macedoniern bewohnten Hotels statt. Viele Waffen wurden beschlagnahmt. " Die Regierung scheint entschlossen, scharf gegen das Komitee vorgehen zu wollen.
Newyork, 2. Sept. Nachrichten, welche aus Fort de France einlaufen, besagen, daß ein starker Aschenregen in der Richtung von Martinique bemerkt wurde. Gleichzeitig wurden heftige Erdstöße verspürt. Ein Telegramm des „Newyork Herald" berichtet, daß am Samstag die Bevölkerung von einem heftigen Aschenregen alarmiert wurde. — Ferner wird aus Pointe a Pitre mitgeteilt, daß die Ortschaft Morn ero uge vollständig zerstört worden ist. Eine Flutw e lle richtete großen Schaden in Earbet an. 200 Personen sollen um- gekommen sein.
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. H
3*/a% Reichsanleihe . . 102.65
3o/o do. ... 92.50
37,0/0 Konsolß .... 102.70
3°/o do......99.35
31 /gO/o Hessen .... 100.40
3% Oberhessen . . . 99.70 4% Oesterr. Goldretne . . 103.80 4%A> Oesterr. Silberrente 102.10 4% Ungar. Goldrente . . 102.25 40/j Italien. Rente . . . 103.65 4%% Portugiesen . . . 51.30 3°/„ Portugiesen.....30.60
1% C. Türken .... 29.70 Türkenlose ...... 123.60 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.25 4%% äussere Argentiner —.—
2. September 1902.
3% Mexikaner .... 26.90 4V2V0 Chinesen .... 92.60 Electric. Sohuckert , . . 92.90 Nordd. Lloyd .... 109.80 Kreditaktien . . . . . 217.20 Diskonto-Kommandit. . . 187.80 Darmstädter Bank . . . 139.60 Dresdener Bank .... 145.70 Berliner Handelsges. . . 157.90 Oesterr. Staatebahn . . . 154,20 Lombarden.....19.40
Gotthardbahn ..... 196.00 Laurahütte ...... 202.00 Bochum.......187.00
Harpener......167.25
Tendenz: fest.
lieber Haarkrankheiten SÄ.£*E --------------------------------------------- U. 22. Februar 1902: Ihre „Obermeyer's Herba-Seife" hat mir in 2 Fällen von chronischem Ekzem (Hautausschlag sowie Haarausfall) des Kopfes und des Gesichts bet Kindern sehr gute Tienste geleiltet, auch verschwand das lästige Jucken sofort bei der Kur. Z. h. in Apotheken, Drogerien u. Fabrikant I. Gioth, Hanau 4. Lest.: 90% Seife, 3%' Arntea, 2% Salbei, 1,5% Wasserbecherkrt., 3,5% Harnkrt. 5712
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