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2.9.1902 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Dienstag 2. September LNVS

152. Jahrgang

Nr. 205

Urscheint täglich außer Sonntags.

Dem GießenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siehener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

__________________ zeigenteil: HanS Beck

Air heutige Aummer umfaßt 8 Seiten.

Uolitifche Tagesschau.

Die Posener Kaisertage.

Wie man aus Posen meldet, ist die Stadt reich ge­schmückt, obwohl die polnisch en Hausb esitz er sich nicht daran beteiligt baden. Die Umgegend des Doms ist ohne Flaggenschmuck. Die gesamte deutsche ka­tholische Geistlichkeit nimmt am Empfang teil.

Daß die Polen sich nach Kräften bemühen, imFeuer" der bevorstehenden Kaisertageihr Eisen zu schmieden", kann nicht wunder nehmen. Aber es ruft Ueberraschung hervor, wenn man sieht, wie Leute mit kerndeutschem ilöamen darauf aus sind, die Geschichte der Polen zu be­sorgen. Die deutschfeindliche Agitation des Herrn Lieder­mann, des Herausgebers des polnischen Hauptblattes, ist nachgerade maßlos geworden. Ihm schließt sich würdig ein Herr Hoffmann an. Dessen Streben ist darauf gerichtet, für die Veranstaltung einer polnischen Gewerbe-Ausstel­lung in der Provinzialhauptstadt Posen Stimmung zu machen. Der Gedanke findet in polnischen Kreisen natürlich lebhafte Unterstützung, und es sollen dort bereits be­trächtliche Summen für diesen Zweck gezeichnet sein. Herr Hoffmann wird es vermutlich in der Hauptsache darum zu thun sein, ein Geschäft dabei zu machen. Aber die Polen nutzen diese Anregung von deutscher Seite weidlich aus. Es ist zu beklagen, daß Deutsche ihren Landsleuten in den Rücken fallen.

Die Krenzervorlage.

Aus Berlin, 1. Sept., wird uns geschrieben:

Durch die zum Winter hin erfolgte Kommandierung des bisherigen zweiten Admirals beim Kreuzergeschwader, Kontreadmirals v. Ahlefeld, als Flaggoffizier zum Reichs­marineamt ist die Frage der Verstärkung der Auslands-, flotte wieder in den Vordergrund gerückt. Soll es doch spezielle Ausgabe dieses Flaggoffiziers sein, das grund­legende Material für die Neuforderung von Kreuzern zu bearbeiten. In der Erklärung derNordd. Allg. Ztg." vom Juni d. I. hieß es, die Mittel für den Ausbau der Auslandsflotte würden voraussichtlich in der Session 1904- 1905 vom Reichstag verlangt werden. 9tach Andeutungen von gut unterrichteter Seite ist jedoch stark mit der Mög­lichkeit zu rechnen, daß die Einbringung der betreffenden Vorlage schon in der Session 1903/1904 erfolgt. Der neugewählte Reichstag würde also alsbald sein Votum über die Kreuzervorlage abzugeben haben. Für die Wahr­scheinlichkeit des früheren Erscheinens der Vorlage spricht auch die bereits jetzt verfügte Berufung des genannten Flaggoffiziers ins Reichsmarineamt.

In der Schwebe.

Man schreibt uns ferner aus Berlin, 1. Sept.:

Nachdem die festlichen Tage in Berlin verrauscht sind, tritt die innere Politik wieder in ihre Rechte. Man hört die Frage aufwerfen, ob bereits Schritte gethan seien, um eirffe Verständigung über die Zolltarifvorlage zwischen der Regierung und den Führern der Mehrheitsparteien anzu­bahnen? Es war ja wiederholt davon die Rede, daß dies während der Ferien der Zollkommission geschehen sollte. Aber es ist nichts geschehen, nirgends verlautet etwas von Besprechungen, obschon zumal in der vergangenen Woche leitende Persönlichkeiten der Parteien in Berlin geweilt haben. Ebensowenig scheint eine Verständigung in den Parteilagern über die Zollpolitik erfolgt zu sein; allen­falls, daß die parlamentarischen Vertreter des Zentrums auf dem Katholikentag vertrauliche Erörterungen gepflogen haben. Die ganze Sache ist in der Schwebe. Graf Bülow wartet noch immer, wie der Hase läuft.

Der Volksfeind.

Am 22. Oktober soll in Berlin, wie soeben gemeldet wird, das Internationale Zentral-Bureau zur Bekämpfung der Tuberkulose zu seiner ersten Tagung zusammen- treten. Der verstorbene Fürst Hohenlohe hat große Verdienste »nm Sie Bekämpfung dieser Krankheit, die all­jährlich so ungeheure Opfer fordert. Wesentlich und erfolg­reich sind ferne Bemühungen gewesen, eine gut funktio­nierende internationale Organisation zu schaffen und Mittel aufzubringen für die Begründung von Volksheilstätten. Ins­besondere ist es von Bedeutung, daß die Behörden seit längerem thatkräftig mitwirken. Tie Plakate der Eisen- bahnverwaltungen mit dem Ersuchen, das ebenso gefährliche wie unästhetische Auswersen zu unterlassen, die amtlichen Veröffentlichungen in den Zcrtungen über das Wesen der Tuberkulose und die geeigneten Verhaltungsmaßregeln, die Herausgabe von kleinen, populär abgefaßten Schriften freilich müßte von solchen Publikationen durch die Presse und durch Broschüren noch ein häufigerer Gebrauch gemacht werden, die Belehrungen in den Schulen: das alles hat doch schon manchen dkutzen gestiftet. Sehr zweckmäßig ist auch, daß die Eisenbahnverwalrungen neuerdings die öftere Reinigung der Waggons anordnen, wobei übrigens nament­lich die Fenstervorhänge zu berücksichtigen wären.

Gelegenrlich der ersten Tagung des Internationalen Zentralbureaus findeteine intime Aussprache über die schwebenden Fragen des Kampfes gegen die Tuberkulose" statt. Hoffentlich werden die Ergebnisse dieser intimen Aus­sprache alsbald der Oeffentlichkett zugänglich gemacht. Tie Tuberkulose ist der große, gemeinsame Feind, gegen dessen Abwehr jeder zu seinem Teil berufen ist. Wo sind die Herde der Tuberkulose? Viel ist scyon damit gewonnen, je klarer das erkannt rvird. Beispielsweise wird nach Mserer Meinung tauin beachtet, daß ein so kolossal ver­

breitetes Genußmittel wie die Cigarre unter Umständen eine Gefahr der Tuberkulose-Verbreitung dar- stellt, und zwar durch die Unsitte der Cigarren­arbeiter, den Speichel bei der Herstellung der Cigarre zur Hilfe zu nehmen. In achtsam beaufsichtigten Betrieben wird ja wohl ein solcher Bequem­lichkeitsbrauch möglichst verhütet werden. Aber ob das überall -geschieht, steht do'ch nicht so ohne weiteres fest. Es muß nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht werden, wie bedenklich in hygienischer Hinsicht, abgesehen von allem anderen, etn solcher Arbeitsbruch ist.

Und weiter: Man wird die Tuberkuloje nicht mitEnergie bekämpfen können, wenn man nicht eine der Hauptursachen der Tuberkulose beseittgt, das Wohnen in ungesunden, über­füllten, schlecht ventilierten und belichteten Räumen. Man kommt nicht herum um die Forderung eines Reichs-Wost- nungsgesetzes, das Normal-Bestimmuiigen enthält, für das unser neues hessisches Wohnungsgesetz eine in vieler Be­ziehung höchst wertvolle Vorstufe bildet.

Wir erwarten, daß die erste Tagung des Internationalen Zentralbureaus zur Betämpsung ver Tuberkulose mit aller Nachdrücklichkeit die Forderung des Reichswohnungsgesetzes zur Geltung bringt. In jeder Schrift wijsenscyastlicher Autoritäten, die sich nut der Tuberkulose veschäftigt, ist die Wichtigkeit der Wohnungsbeschaffenheit dargelegt. Daraus sollte der entsprechende praklijche Schluß gezogen werden.

Deutsches Keich.

Berlin, 1. oept Vom Neuen Palais bei Potsdam wird gemeldet: Heute morgen unternahmen der Kaiser und die Kaiserin einen Spazierritt nach dem Nedlitzer Holz und dem Ruinenberg. Zur Mittagstafel war der Kronprinz geladen. Sonst waren keine Einladungen ergangen- Zur Abendtafel waren anwesend der Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich und der Reichskanzler Graf von Bülow.

Aus Anlaß der Anwesenheit des Königs von Italien ist dem Polizeipräsidenten von Wind heim das Großoffizierkreuz nut dem Stern des Ordens der italienischen Krone, dem Oberregierungsrat Dr. v. Stein- meister das Kommandeurkreuz desselben Ordens, dem Regierungsrat Dr. Bae recke das Osfizierkreuz des St. Mauritius- und Lazarusordens, dem stellvertretenden Vor­steher des Zentralbureaus, Polizeifekretär Atzrolt, und dem Vorsteher des 37. Polizeireviers, Polizeileutnant Förster, das Ritterkreuz des Ordens der italienischen Krone verliehen.

Während der Anwesenheit des Königs von Italien legte der Kaiser dem Könige zur Ausführung bestimmte Entwürfe für das Goethe-Denkmal in Rom vor. Die Entwürfe fanden die volle Billi­gung des Königs.

Zu Schiedsrichtern bei den Kaiser-Ma- növern wurde, wie aus Hannover telegraphiert wird, Gras Waldersee und General v. Mitzlafs, der Chef des Militär-Reitinstituts in Hannover, ernannt.

Gegen den Redakteur des hiesigen Polenblattes, Wrobel, ist Anklage wegen Aufreizung der polni- s ch e n B e v ö l k e r u n g zu Gewaltthätigkeiten erhoben wor­den. Die Strafthat solt wegen Verbreitung des kürzlich beschlagnahmten Lokal-Liederbuches begangen worden jein.

Ein allgemeiner deutscher Handwerks- und Gewerbekammertag ist für den 25. bis 27. Sep­tember nach Leipzig einberufen worden. Die Tagesordnung umfaßt allgemein wichtige Punkte, z. B. Regelung des Submissionswesens, die Alters- und Jnvaliden-Versiche- rung der selbständigen Handwerker, die Gutachten über den Befähigungs-Nachweis für die Baugewerbe- Mittel zur Förderung der Handwerks-Fachschulen, Einführung der Arbeiter-Pensionierung usw.

Wie aus Mannheim telegraphiert wird, fand dort gestern eine von 3000 Personen besuchte sozia­listische Volksversammlung als Gegendemon­stration gegen den Katholikentag statt.

Der hiejige Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, es sei ihm bestätigt worden, daß Italien die von ihm gewünschten Konzessionen für feinen Handels­vertrag mit Deutschland erlangt habe. Man be­merkt hierzu, daß diese Nachricht, zum mindesten ver­früht ist. Dagegen sei selbstverständlich, daß die künftigen Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Italien durchaus im Geiste freundschaftlichen Einverneh­mens geführt werden.

Köln, 1. Sept. Der Großherzog von Hessen traf heuet morgen mit dem Schnellzuge 5.28, von Darm­stadt kommend, auf dem Hauptbahnyofe ein und fuhr mit dem Schnellzuge 8.15 nach Villa Hügel weiter.

Br es tau, 1. Sept. Tie sozialdemokratische Partei beging gestern den Gedenttag von Ferdinand Lassalle. Sein Grab auf dem jüdischen Friedhose war mit Kränzen, welche rote Schleifen trugen, übersät. Am Nachmittag sand eine große Feier statt, bei der Eduard Bernstein die Festrede hielt.

Heute reiften 105 Schutzleute und 10 berittene Wachtmeister zur Verstärkung des Sicherheits­dienstes während der K a i s e r t a g e nach P o , e n ab.

Stuttgart, 1. Sept. Unter allgemeiner Beteilig­ung wurde am Samstag und Sonntag in Langenburg der 70 Geburtstag des Fürsten Hermann zu H o h e n l o h e - Langenburg, des Statthalters von Elsaß-Lothringen, gefeiert. Außer einem Festmahl und einem Fackelzuge war ein großes Preisschießen veranstaltet, dem der Fürst mit seinen Angehörigen beiwohnte. Zur Feier war auch der Erbprinz Ernst, Regent von Coburg-Gotha, erschienen. Ter Fürst überwies zur Erinnerung an das Fest dem Kirchenbaufonds. in Langenburg ein .Ehrengeschenk von

10 000 Mark. Der Kaiser hat den Fürsten in einem sehr herzlichen Telegramme beglückwünscht.

München, 1. Sept. Prinz Ludwig ist heute abend nach Berlin abgereist.

Düsseldorf, 1. Sept. Auf dem Bezirkstage des Vereins für Handlungseommis von 1858 wurden vor einem großen Publikum Vorträge gehalten über:Obligatorische Fortbildungsschulen";Pensions- Versicherung der Beamten";Staats- und Selbsthllfe" undStellenlosen-Vermittlung". Am Nachmittag fand ein Festessen mit Damen in der städtischen Tonhalle statt. Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, ein Ergebenheits­telegramm an den Kaiser abzuschicken. Später fand eine Besichtigung der Ausstellung statt. Der Montag war einem Ausftuge zum Siebengebirge gewidmet.

Ausland.

London, 1. Sept. Nach einer Meldung derBir­mingham Post" werden Deutschland wahrscheinlich bald eine sehr wichtige Konzession für Eisenbahn-und Hafenanlagen in Palästina gegeben werden. Ter deutsche Botschafter in Konstantinopel unterstützt die Sache sehr; es handle sich jetzt nur nock) darum, wie viel Jahre die Konzession gilttg fein soll.

Namur, 1. Sept. Der gestern abgehaltene Kongreß der belgischen Schullehrer forderte sämtliche Mitglieder auf, mit allen Kräften bei der Regierung dahin zu wirken, den allgemeinen Schulzwang in Belgien einzu­führen. Ter Kongreß drückte die Hoffnung aus, die Regie­rung werde diesem Wunsche baldigst Nachkommen.

Paris, 1. Sept.Libre Parole" versichert, daß zwischen dem Ma r in e m inift e r Pellet an und dem Kriegsminister Andre ein Tuell stattzufinden drohte, jedoch durch das Tazwischentreten des Presidenten Loubet vereitelt worden ist.

Ter bisherige Botschafter in Berlin Marquis de No a i l l e s erhielt das Großkreuz der Ehrenlegion. Zu Botschaftern sind ernannt: für Berlin Bihou r d , für Pern Raindre, Petersburg Bompard, Madrid Jules Cambon, für Washington Jusserand.

B r e st, 1. Sept. Gestern fand eine große Versamm­lung der bretonischen Freidenker statt, in welcher gegen die Verfügungen der Regier u.ng oetr. ote Schließung der O r d e n s s ch u l e n protestiert wurde.

B o u r g o i n, 1. Sept. Bei dem Festmahl nach der Ent­hüllung des Kriegerdenkmals sagte Kriegs Minister Andre in einer Rede: Ich werde einen Trink sprach auf den französischen Arbeiter ausbringen; im Namen der republikanischen Natton kann ich Ihnen sagen, daß fein Mitglied des Kabinetts die Verantwortung für das gemeinsam unternommene Werk fürchtet. Tie Regierung ist entschlossen, den Arbeiter einer Erziehung zu ent­reiß e n, die feine geistigeundmaterielleFrei- heitnurschädigen kann. Eine Erziehung muß rein weltlich sein, wenn das Werk der Republik nicht geschädigt werden soll. Tie ersten Schritte in dieser Richtung haben meine Freunde, Millerand durch Regelung des Rechtes auf Ausstand und Waldeck-Rousseau durch das Vereinsgesetz, unternommen.

Wien, 1. Sept. Ter Abg. Wolf soll dieOstd. R u n d s ch a u" an die deutsche Votkspartei verkauft haben und beabsichtigen, nach Deutschland überzusiedeln.

Gegenüber anders lautenden Meldungen konstatiert dasFremdenbl.", daß der ö st e r r e i ch i s ch e Botschaf­ter in Berlin lediglich mit Rücksicht auf den Todesfall im österreichischen Kaiserhaufe der Galavorstellungim O p e r n h a u s e i n B e r l i n bei Anwesenheit des Königs von Italien nicht beigewohnt habe.

Budapest, 1. Sept. Ter Ministerialerlaß, wonach die Stadt Kronstadt in Siebenbürgen nunmehr offiziell Bras so heißen solle, wurde in der Krorr- städter Stadtvertretung mit Widerspruch ausgenommen Professor Lasset betonte, die Zurkenntnisnahme des Erlasses erfolge unter tiefstem Bedauer n. Der Vorsitzende be­merkte, im Privatverkehr könne auch ferner der Name Kron­stadt unbehindert gebraucht werden.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 2. September 1902.

" Hofnachrichten. Der Großherzog beabsichtigt am Mittwoch, 3. d. Mts., früh wieder nach Darmstadt zurückzukehren.

A. Zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Universität Sidney wird vom Rektor und Senat der Lan- desunioersität ein Glückwunschschreiben abgehen. Rektor und Senat der Universität Marburg haben eine tabula gratu- latoria nach Sidney gesandt.

** Der Gesetzentwurf über Denkmalspflege im Großherzogtum Hessen, den die Regierung dem Landtag in letzter Session unterbreitet hatte, ist nunmehr Gesetz geworden. Anfangs von der Zweiten Kammer wesentlich nach der Vor­lage angenommen, wurde der Entwurf von der Ersten Kammer mehrfachen Aenderungen d. h. Erweiterungen unter­zogen, denen jetzt, nachdem die Regierung sich einverstanden erklätt hat, auch die Zweite Kammer zugestimmt hat. Das neue Gesetz tritt mit dem 1. Oktober in Kraft. Als beratende sachverständige Instanz setzt es dem Minister einen Denk­mal s r a t an die Seite, dem je ein Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, zwei im Lande wohnhafte Bau­denkmalsbesitzer und mindestens zwei Mitglieder von hessischen Geschichts- und Altertumsvereinen an­gehören werden. Dem Denkmalsrat wird es auch obliegen,