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Denmschtes.
* Das Verschwinden einer deutschen Bar o- ^ne|fe mit einem romantischen Nimbus wiro ans Buda- 'pest gemeldet: Ein siebzehnjähriges Mädchen von sehr vornehmem Wesen, das sich Baronesse Adeline Nenherm (?) :n<umte, angeblich einer preußischen Adelsfamilie ent- 'jtcmmte und ans einem Berliner Pensionat geflüchtet war, 'wohnte seit zwei Wochen in einem Budapester Hotel. Sie -gab an, geflohen Ku sein, weil man sie zu einer Heirat izwingen wollte. Das junge Mädchen war aller Mittel entblößt und lebte in den letzten Tagen nur von Almosen. Seit gestern war die Baronesse verschwunden; da ihr Stroh- Hut an der Donaubrücke gefunden wurde, so wird ver- mntet, daß sie Selbstmord begangen hat. Eine freiherrlich^ Familie Neuheim ist im Freiherren-Almanach übrigens nicht Zu finden.
* Wie amtlich über die Cholera in der >MauLsch nr ei bekannt gegeben wird, sind in Jntou vom 6. Juni bis 18. Juli an Cholera 834 Personen erkrankt und '650 gestorben. In Charbin sind seit Beginn der Epidemie 1463 Personen, darunter 468 Russen, erkrankt und 939, darunter 221 Russen, gestorben.. In Port Arthur erfolgten 'vom 3. bis 22. Juli 109 Erkrankungen/ darunter 27 Europäer, und 67 Erkrankungen. In Kirin nimmt die Cholera Au. Dort sterben täglich gegen 50 Personen. In Chailar .erfolgten 20 Erkrankungen und 17 Todesfälle. In Jtschou 'an der Grenze von Korea kommen täglich etwa 50 Erkrankungen unter den Chinesen vor, in Schachedsy am Jalu- ftusse täglich etwa 30 Todesfälle. Cholerafälle wurden -außerdem verzeichnet in Liaojang, Simmintiny, Funksch- Iwangtschen, in bedeutender Zahl in Achech^e Zizikar und auf
fälle vorgekommem Die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle betrug auf der Station Mandschuria vom 12. bis 27. Juli 38 bezw. 15, in Blagowjeschtschensk bis zum 27. Juli 27 bezw. 12, am 28. Juli 14 bezw. 10. In einem Kosakendorf am Ussuri erkrankten fünf und starben zwei Personen. Auch im Transbaikalgebiet herrscht die Cholera; dort sind auf den Eisenbahnstationen bisher acht Personen erkrankt. — Wie der Rufs. Regierungsb. meldet, wurde ein Bakteriologe nach Odessa entsandt, um den Charakter der dort vorgekommenen pest verdächtigen Erkrankungen festzustellen. In letzter Zeit sind fünf Personen unter pestverdächtigen Symptomen erkrankt. Zwei davon sind bereits genesen, die andern befinden sich auf dem Wege der Besserung. Die drei letzten Erkrankungen datieren vom 21. Juli.
* Vonden Trustlönigen. Der unlängst in London verstorbene Silberkönig Mackay hat ein Vermögen hinterlassen, das auf and erthalb Milliarden Mark geschätzt wird. In den letzten Jahren war Mackay jedoch sehr wenig mitteilsam, obgleich er sich noch immer an bedeutenden Geschäften beteiligte und auch noch große Minenankäufe gemacht haben soll. 9)tan ist deshalb über den wirklichen Umfang seines Vermögens nicht im Klaren. Das aber glaubt man schon zu wissen, daß sich in seinem Testament sehr wichtige Vermächtnisse für öffentliche Zwecke befinden werden. Die Vertreter der Doppelwährung werfen ihm auch vor, daß sein in den letzten Jahren hervorge- tretener Geiz sehr viel an dem Niedergang der Währungsbewegung schuld fei. Der Stahllönig Schwab, der bedenklich erkrankt ist, hat sich dagegen in den letzten Jahren durch außerordentliche Freigebigkeit bervorgethan. Unter
anderem hat er, der selbst kinderlos ist, ein wahrhaftiges Kinderparadi es geschaffen, indem er auf der schön gelegenen Staaten-Jnsel einen 120 Morgen großen Park mit zahllosen Spiel- und Unterhaltungsplätzen Herrichten ließ, einem großen Lustdampfer täglich gegen 1000 Kir und zurückbefördert werben sollen. Auch erhalten d während des Aufenthaltes im Park völlig freie Verp Ueberhaupt ist Schwab von jeher ein großer Kind« gewesen, weshalb er seine eigene Kinderlosigkeit s das Schmerzlichste empfand.
Sumina: 15 (5) 10 (o) 3 2
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts v Gießen Gebrachte Kranke kommen.
Wöchklltlichk Ucbrrficht der TodrsjUe in brr Stabt 1
30. Woche. Vom 20. bis 26. Juli 1902.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann 1 Sterblichkeitsziffer: 30,12,
nach Abzug von 5 Ortsfremden 20,08 °/oo, Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vo 1. Lebensjahr: 2.—15.
Keuchhusten
1
—
—
1
Lungentuberkulose
3(2)
3(2)
—
—
Brechdurchfall
2
2
—
Neubildungen
3(2)
3(2)
—
—
Lungenerweiterung
1
1
—
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Gallensteinen
1
1
—
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Lebercirrhose
KD
KD
—
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Schlagfluß
1
1
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Krämpfen
1
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Bronchitis ________
1
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