Ausgabe 
2.6.1902 Zweites Blatt
 
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Konkurs geraten.

Märkte.

prei

die

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. ML, 2. Juni

Tendenz: fest.

Vertreter für Gießen: Carl Petri» Hier.

3696

Hermann Will.

4089

102.00

93.00

101.90

92.70

100.00

99L0

102.85

45.10

28.85

113.00

44.10

87«%

8%

3V,%

3% 372%

übernommen habe, um es in altbewährter Weise weiter zu führen.

8% Mexikaner . . 4%'7a Chinesen . . Electric. 8cbackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . . Diskonto-Komm andit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . , Gottbardbahn . . . Laurahütte . . , . Bochum . . . » . Harpener . , .

4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . ,

4*/,% Portugiesen . . .

3<V Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . .

Türkenlose......

4% Griech. Monopol.-Anl. 47,% äussere Argentiner

Hierdurch beehre ich mich ergebens! anzu­zeigen, dass ich mit dem 1. Juni das

Reiohsanleihe do.

Konsole . do. . .

Hessen Oberhessen

1902.

. 25.45

. 90.86 , 110.80

' 218*10 . 189.50 . 189.90 . 149.20 . 160.20 . 149.00 . 18.60 . 168.00 . 208.80 . 202.30 . 17140

Vermischtes.

* Berlin, 31. Mai. Der viel genannte Pastor Disselhoff aus Trebbin ist gestern nachmittag vom Unter - uchungsgefängnis nach der Charite überführt worden, um auf seinen Geisteszustand beobachtet zu werden.

* Lemberg, 1. Juni. Ein angeblich aus Rußland zu­gereistes Mädchen hat im Redaktionslokal derSlowo Polski" auf den Mitarbeiter des Blattes, Libanski, einen Revolverschuß abgegeben, der aber nur den Rock Li- banski's durchlöcherte. Man glaubt, daß das Mädchen irr- innig ist.

Russiche Wüteriche. Wie über Warschau aus Kiew depeschiert wird, stürzte sich der 19jährige Tischler­geselle Zschcpega im Garten der Kaufmanns-Gesellschaft auf den Generalleutnant Weiß, warf ihn zu Boden und versetzte ihm mehrere Messerstiche. Zschepcga wurde verhaftet.

* Zur Affa ire Humbert. Der von dem Unter» üchungsrichter Leydet zur Vernehmung über seine Be­ziehungen zur Familie Humbert geladene frühere Justiz­minister Guerin hat dieser Ladung keine Folge ge­leistet. Courtot, der seit 20 Jahren bei Lanquesl, dem Pariser Notar der Humberts, als erster Gehilfe thätig ge­wesen war, machte vor dem Pariser Untersuchungsrichter folgende Aussage: Humbert Vater, der ehemalige Justizminister, war's, der 1884 dem Notar Lanquesl, das ganze fingierte Uebereinkommen zwischen den Crawfords einerseits und den Humberts und Daurignacs andererseits in die Feder diktierte. Nach dieser Courtotschen Darstellung wäre der Notar Lanquesl, welcher an den Worten eines Gustave Humbert unmöglich zweifeln konnte, gröblich getäuscht worden, und alle folgenden Täuschungen seien auf diese erste Erfindung des Humbert sen. zurückzuführen. Gerüchtweise verlautete m Athen, daß auf dem in Patras (Griechenland) eingetroffenen Dampfer Cherbourg" sich die Familie Humbert befinde. Die Polizei m Patras stellte die genauesten Nachforschungen an, jedoch ohne Ergebnis. Wie dagegen aus Paris telegraphiert wird, vermutet man jetzt, daß Monsieur, Madame und Madamoiselle Humbert sich auf dem portugiesischen DampferVolage" befinden, der kürzlich St. Nazaire an der Louise-Mündung verließ, um nach Colon zu gehen.

* Von der westindischen Katastrophe. Die Gerüchte von dem letzten Ausbruch auf St. Vinzent erwiesen sich als übertrieben. Es hat neuerdings nur ein leichter Schlamm-Auswurf stattgefunden, der ein Haus ein­riß und zwei Personen tötete. Auch in anderer Hin­sicht sind Uebertreibungen vorgekommen. Eine Epidemie auf der Insel ist nicht ausgebrochen. Ein Notstand emittierte

Indem auch wir die Diskussion über diese Angelegenheit hiermit als beendet ansehen, fühlen wir uns im Anschluß an die obigen Ausführungen des Herrn Prof. Dr. Biermer ver­pflichtet zu erklären, daß weder in der Ueberschrist noch sonst in dem Text seiner statistischen Studie, die als Beilage zu Nr. 119 desGieß. Anz." verbreitet wurde, die Bezeichnung Festnummer" vorkommt. Diese Bezeichnung war vielmehr nach anderweitiger Abrede gewählt worden.

Die Redaktion des Gießener Anzeigers.

Die Sektsteuer

ist nunmehr in dritter Lesung mit 50 Pfennig per Flasche angenommen und wird am 1. Juli 1902 in Kraft treten. Tchaumweiu im Besitze von Hauchaltungsvorständeu, die weder Ausschank noch Handel mit Getränken betreiben, bleibt, sofern die Gesamtmenge nicht mehr als 30 Flaschen beträgt, von der Nachsteuer befreit!

Wir empfehlen den Gönnern unseresHenkell Trocken" hiervon Gebrauch zu mache« und sich zum Be­zug au deu Weiuhandel zu weudeu.

Henkell & Co., Mainz.

Denkmal zu errichten, das in Gießen, der Stätte seiner letzten Wirksamkeit, seinen Platz finden soll. Zu diesem Zweck wird em Aufruf erlaßen, der zu einer Sammlung auffordert. Der Aufruf ist u. a. unterzeichnet von Geh. Medizinal-Rat Prm. Dr. Gaffky, Geh. Medizinal-9iat Prof. Tr. Bostroem, Pros. Dr. Pfannsriel, Prof. Dr. Poppert, Prof. Dr. Riegel, Pro'. Dr. Strahl, Prof. Dr. Vossius. Beiträge sind zu richten an SanitatSrat Dr. I. Kanitz, Berlin W. 62, Kleiststraße 33 oder an den Quästor der Universität Gießen, Orbig.

Bubenstreich. In der vergangenen Nacht wurde eine Glasscheibe am Wetterhäuschen in der Südanlage zer­trümmert.

x Vom DüoLberg, 1. Juni. Der langersehnte Wunsch der Bewohner am Dünsberg nach eurer Fahrpo st ist nun­mehr in Erfüllung gegangen. Heute ist das Posnvägelchen zum erstenmal in Tbätigkeit getreten. Tie Ortschaften Fellingshausen, Crumbach und Frankenbach haben nunmehr eine direkte Fahrverbindung mit Rodheim. Diese Dörfer hatten zwar schon lange täglich eine zweimalige Bestellung, allein die Paketbeförderung war mit großen Schwierigkeiten verknüpft, da die Pakete stets nach Rodheim zur Post ge­bracht und meistens auch von dort abgeholt werden mußten.

Bad-Rauhcim, 31. Mai. Unterhaltungen. Früh- /onzert der Kurkapelle täglich von 78 vormittags am Kur- brunnen. Dienstag, 3. Juni, nachmittags von 4*/26*/2 und abends von 810 auf der Terrasse Konzert der Kur­kalle. Abends 8 Uhr im Saale Konzert der Hofopernsängerin Frau Thea von Baudemont-Redwitz aus Berlin. Mitt­woch, 4. Juni, nachmittags von67, und abends von

810 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: ,5)er Registrator auf Reisen", Gastspiel C. W. Büllers. Donnerstag, 5. Juni, nachmittags 47,6Vs und abends von 810 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 810 Uhr Tanz. Freitag, 6. Juni, nachmittags von 47,61/, und abends von 810 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Russisches Nationalkonzert anläßlich des Geburtstages I. M. der Kaiserin von Ruß­land. Abends 8 Uhr Theatervorstellung:Der Hypochonder*. Letztes Gastspiel C. W. Büllers. Samstag, 7. Juni, nachmittags von 41/,6V2 und abends von 810 auf der Terrasse Konzert der Kurpalle. Abends 8 Uhr im Saale musikalisch-humoristische Soiree des Klavier-, Gesangs- und Deklamations-Humoristen O. Lamborg aus Wien. Vor­läufige Anzeige: Sonntag, 8 Juni, Konzert der Kurkapelle mit Einlagen des Großh. Hess. Hofmusikers Louis Kümmel

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 2. Juni. Im preuß. Abgeordnetenhause gab heute bei Beratung der konservativen Anträge auf Verstärkung des landwirtsch. Z0llschutze8 Graf Bülow eine längere Erklärung ab, in der es heißt, die Regierung lehne e8 ab, an der Beratung dieser Anträge sich zu beteiligen.

Berlin, 2. Juni. Der wegen Unterschlagungen ver­haftete Pastor Disselhoff, der wegen eines Leberleidens und zur Beobachtung seines Geisteszustandes nach der Charitö gebracht worden war, ftarb in der Nacht zum Sonntag.

worden.

3. Soviel über die formelle Seite desProtestes". Aus die materielle Sette des Streitfalles hier einzu­gehen, halte ich nicht für zweckmäßig. Ich vermag nicht einzusehen, welchen Erfolg eine solche Diskussion in der Presse haben soll. Ich denke über die historischen und ozialen Grundlagen unseres deutschen Unwerfitätsweseus 0 völlig anders, als Herr Professor Sommer, daß wir Beide uns wohl nie einigen werden.

Mit diesen Richtigstellungen schließe ich meinersetts Erörterungen in der Presse.

Gießen, Montag den 2. Juni 1902.

Professor Dr. M. Biermer.

des derzeitigen Rektors der Landes Universität am schwar­zen Brett folgende Erklärung durch Anschlag bekannt ge geben:

2a eigentümlicher Weise immer noch hier und da darüber ZMifcl obzuwalten scheinen, wer der Verfasser bev Artikels imGießener Anzeiger" vorn 25. d. M. Statistisches über die Frequenz der Universität Gießen" sei, erkläre ich, daß ich der Verfasser bin. Für diese meine Privatarbeit übernehme ich nach wie vor die alleinige und volle porsonliche Verantwortung nach jeber Richtung hin. .

Die Anschauung, daß mein Artikel, sei es im Xitel, sei es in der Verwertung statistischen Materials, den Schein eines amtlichen Stempels habe enueefen können, weise ich auf das Nachdrücklichste zurück. Sie findet in der Form meiner Veröffentlichung nirgends eine Unter- stützung; ihr Inhalt spricht direkt dagegen.

Dr. jur. et Phil. M. Biermer,

0. ö. Professor der Nationalökonomie und Statistik."

Obgleich feststand, daß Herr Professor Sommer längst wußte, daß ich der Verfasser jenes Artikels, gegen den er jefctProtest eingelegt" hat, sei, erhtelt er doch vom Rektorat sofort die schriftliche und amtliche Mit­teilung, daß ich mich, wie inzwischen geschehen, im Laufe des Freitags zum alleinigen Verfasser und Urheber öffent­lich bekennen würde. Gleichzeitig haben sich sowohl der Herr Rektor als die Redaktion desGießener Anzeiger" bemüht, Herrn Professor Sommer zur Zurückziehung seinesEingesandt" zu bewegen. Herr Professor Som­mer hat nicht nur darauf bestanden, daß sein Zrotest unverändert abgedruckt werde, sondern er rst auch dabei geblieben, von mir wie von einem ihm an­scheinend unbekannten Anonymus, voneinem Herrn Br.", zu sprechen.

Dieses Vorgehen des Herrn Professors Sommer ist so rmgewöhnlich, daß ich einen Kommentar dazu nicht zu geben vermag.

2. Herrn Professor Sommer's Erklärung wird mit den Worten eingeleitet:gegen we lchen (nämlich den Artikel) ich hiermit als Dekan der bereinigten medizinischen Fakult ät Protest einleg c". Diese Ausdrucksweise legt die Annahme nahe, daß die Som- merlche Erklärung vor ihrer Drucklegung im Wortlaut seiner Fakultät borgelegen habe. Das ist indessen nicht der Fall gewesen. Die medizinische Fakultät hat die Protest­erklärung borher gar nicht zu Gesicht bekommen und war auch bon dem Schriftwechsel zwischen dem Rektorat und ihrem Dekan nicht rechtzeitig in Kenntnis gesetzt

Grüubcrg, 81. Mai. Fruchtmarkt. iDurchschnittL- preis pro 100 Kilo.) Weizen 17.00 bis 00.00 ML, Korn 1420 bis 00.00 M, Gerste 14.06 bis 00.00 Mk^ Hafer 16.52 bis 00.00 ML, Erbsen 00.00 ML, Linsen 00.00 ML, Lein 00.00 ML, Wicken 00.00 SDIL, Samen 00.00 ML, Kartoffeln 2.20 bis 0.00 NU.

fc. Frankfurt a. M., 2. Juni. (Xelegr. Orig.-Bericln deS ®xcb. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. 3um Verkaufe standen 489 Ochsen, darunter 105 aus

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Erwiderung.

Da ich zwei Tage verreist war, ist es mir erst heute möglich, auf dasEin gesandt" des Herrn Professor Sommer in der letzten Samstag-Nummer desGie­ßener Anzeiger" zurückzukommen. Ich kann mich hierbei auf folgende Feststellungen tatsächlicher Art beschränken:

1. Am Freitag, den 30. Mai vormittags habe ich im Einverständnis und mit Genehmigung Seiner Magnifizenz

47,56 Oesterr. Silberrente 101.60

" 1 . 101.70

Oesterreich, 41 Bullen, darunter 3 aus Oesterreich, 688 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, OKuh atts Oesterreich, 217 Kalber, 157 wchafe und Hammel, 1048 Schweine, OZicgen,0Ziegen-,OOLchafläminer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1.Qualität 6465ML, 2. Qual. 5760 'Ml., 3. Qual. 5256 Alk.; Bullen 1. QuaL 51 bis 54 Alk., 2. QuaL 4850 ML; Kühe 1. QuaL 5961 SDIL, 2. QuaL 5657 Alk., 3. QuaL 4548 Mk, 4. QuaL 3840 9JIL, 5. QuaL 3536 Mk. Kälber: 1. Qualität8082Pfg.,Lebendgewicht 49-50 Pst. 2. QuaL 7375 Pfg., Lebendgewicht 4345 Pfg., Schlacht­gewicht 6365 Pfg., Schafe: 1. QuaL Schlachtgewicht 6466 Pfg., 2. Qual. 6062 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. QuaL 65 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg., 2. QuaL 6400 Pfg Lebendgewicht 5000 Pfg., 3. Qual. 5256 Pfg., Lebendgewicht 0000 Psg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh gut, Markt: ge­räumt. Ueberstand bedeutend.

fc. Frautfurt a. M., 2. Juni. (Orig.-Telegr. desGießern Anz.") "Amtliche Notierrmgen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 17.5017.75, Kurhcssischer Mk. 00.0000.00, La Plata Alk. 17.2518.00, Kansas Vlk. 17.2518.00, Roggen (hiesiger) Mk. 15.0000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.7516.25, Hafer Mk. 17.7518.00, Mais Mk. 12.00 bis ML 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24.5025.00, 2. Qualität ML 22.50

bis Mk. 23.00, 3. Qualität Mk. 20.5021.00, Roaaemnehl 0 Alk. 22.5023.00, 1. Qualität ML 21.2521.50, Weizenklere ML 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.259.50, Maiskeime ML 9.50 bis *DIL 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 16.5017,00. Alles per 100 Kg. ab hier.

auß Darmstadt.

Darmstadt, 31. Maß Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst ihren Töchtern sind gestern nach- mtttag zum Besuch im Jagdschloß Wolfsgarten einge- troffen und beabsichtigen, daselbst einige Tage zu ver­weilen. Die Frau Prinzessin, sowie Ihre Schwester, Prin­zessin Heinrich von Preußen, werden dem Ver­nehmen muh der im nächsten Monat stattfindenden Kron- ungßfeier in England beiwohnen. Der Großherzog erlegte bei seinem letzten Jagdausflug vorgestern abend und gestern morgen im Lorsch er Wald 6 Rehböcke. Die seither noch im Großh. Marstall hier befindlichen Pferde, welche Eigentum der Großherzogin Viktoria Melita sind, sollen nunmehr nach Rückkehr der hohen Frau aus Nizza nach Koburg verbracht werden, ebenso wie andere noch hrer befindlichen Gegenstände. Aus diesem Anlaß hat fick) Oberstallmeister Frhr. v. Ried es el, wie bereits gemeldet, nach Koburg begeben, um die lieber» führung der wertvollen Pferde zu überwachen. In der heutigen Sitzung des Provinzialausschusses wurde in Sachen der Firma ft. Dealer in Offenbach a. M., welche in der Gemarkung Bürgel die Errichtung einer Säure- fabrif beabsichtigte, das Urteil dahin gefällt, daß das Gesuch der Firma ft. Oehler abzuschlagen sei unter Berücksichtigung der von den gegnerischen Anwälten vor­gebrachten Einwendungen. Die Anlieger und 'Nachbarn würden geschädigt und Bürgel in seiner Entwickelung und in dem voraussichtlichen Anschluß an Offenbach auf un­absehbare Zett gehindert werden. Das letzte Wort in dieser Sache dürfte nunmehr das Ministerium zu sprechen haben.

*' Offenbacha. M., 2. Juni. Gestern nachmittag3i/2 Uhr ereignete sich auf dem Main bei einem Ausfluge des Offenbacher RudervereinsUndine" ein Bootsunfall. Bei Griesheim kenterte ein Rennboot des -genannten Vereins mit zwei Insassen, von denen einer, ein angesehener Offen­bacher Bürger, ertrank. Aus die Auffindung der Leiche sind 600 Mark Belohnung gesetzt.

m. Mainz, 1. Juni. Ein Unteroffizier und zwei Ge- freite des Bezirkskommandos hier erkrankten am Typhus.

b. Mainz, 1. Juni. Für die Uebernahme der Direktion beS hiesigenStadttheaters haben sich bis gestern 34 Be- werber gemeldet. Zwei der zahlreichen Bewerber haben früher schon einmal das hiesige Theater mit finanziellem Er­folg geleitet. Aus Anlaß seines heutigen 25jährigen Jubiläums als Leiter der hiesigen städtischen Kapelle wurde dem Kapellmeister Emil Steinbach vom Großherzog der TitelHckfrat" verliehen. Die städtische Kapelle über­reichte heute morgen dem Jubilar einen silbernen Lorbeer- kranz mit 48 Blättern, von denen jedes Blatt den Namen eines Mitgliedes der städtischen Kapelle trägt.

fc. Frankfurt a. M., 1. Juni. Die Betrügereien des früheren Verwalters im Konkurs Hausen und Herzfeld, Rechtsanwalts Dr. Marx, der sich s. Z. durch Sturz aus dem Fenster selbst entleibte, belaufen sich auf 243 500 Mk. Der vormalige Gläubigerausschuß hat sich bereit erklärt, für feine Unterlassungen 60 000 Mk. im Vergleichswege zu zahlen. Zur Beschlußfassung über diesen Vorschlag wird auf ben 4. Juni eine allgemeine Gläubigerversammlung ein­berufen.

37s%

4% Oesterr. Goldretne . . 102.80

Gerichtssaal.

Paris, 1. Juni. Tas Gericht verurteilte zwei Person in Europa junge Mädchen unter Vorspiegelung falsche fachen bewogen hatten, sich nach Südafrika einzufc zu 15 bezw. 10 Monaten Gefängnis. In den Verhandlungen wurde estgestelll, daß die Mädchen für die Armee Kitcheners b* jlm 11111 waren.

Eisenbahn-Zeitung.

fc. Lollar, 1. Juni. Heute mürbe die normalspurjge Nebeneisenbahn Lollar-Londorf für den Gesamtver- kehr eröffnet. Die Bahn ist 14,07 Kilometer lang.

wohl, ist aber jetzt behoben. Bei der VerteÄung der SebenS* mittel fanden Prügeleien statt. Die Gcsammtzahl der Opfer auf St. Vinzent beträgt 1500. Die Verwüstung deS Landes ist allerdings umfangreicher als auf Martinique. Die durch den Ausbruch des Soufnöre in den letzten Tagen heroorgerufenen topographischen Veränderungen der Küste wird als unbedeutend bezeichnet.

Handel und Verkehr. UolkswirtschafL

ÄÖlu, 31. Mai. Nach mehrtägigen Verhandlungen hat der Vorstand der Verkaufsfyndikate der Kaliwerke mit Dem füd- amerikanifchen Düngertrust einen mehrjährigen LieferrmgsveNrag abgeschlossen, nach welchem sich der genannte Trust verpsiichtel, in Amerika als Kalidünger lediglich Erzeugniffe des Syndikats zu vertreiben.

Lemberg, 1. Juni. Die Minenfirma Siegfried Pilger m Lodygariee ist mit Passiven von über 7« 2)1 i fl. Kronen in