Nr. 76
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Zweites Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 3. April LS«S
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SietzenerAnzeiger ®
W Seneral-Anzeiger v .ssä
Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen
Die yeuttge Yuwwer umfaßt 10 Seiten.
Zum AöleSen Dr. Lieöers schreibt unser parlamentarischer Mitarbeiter unter dem L April : Tem verstorbenen Abgeordneten Dr. Lieber widmet — ein ungewöhnlicher Vorgang — auch das Organ der Regierung, die „Nordd. Allg. Ztg.", einen besonderen und sehr anerkennenden Nachrust Ter Zentrumsführer wird darin als eine der „markantesten Persönlichkeiten im öffentlichen Leben unseres Volkes" und als „einer der einsluftreichsten deutschen Politiker"' bezeichnet. Äe Schaffung eines deutschen bürgerlichen Gesetzbuches, die letzte Erhöhung der Militär-Friedens-Präsenzstärke, die Flottengesetze vom Jahr 1898 und 1900 und viele andere, die gedeihliche Entwickelung der inneren Verhältnisse unseres Vaterlandes und seine Machtstellung nach außen fördernden bedeutenden gesetzgeberischen Neu-Ordnungen seien, so sagt das offiziöse Blatt, unter der hervorragenden Mitwirkung Tr. Liebers zustande gekommen, und auch runter seinen politischen Gegnern werde das Gefühl lebendig sein, vaß er an der Lösung der zahlreichen die letzten Jahre parlamentarischer Thätigkeit ausfüllenden schwerwiegenden Fragen mit seinem großen Wissen und Können in dem aufrichtigen Bestreben mitgewirkt hat, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen.
Tie Regierung hat allerdings Grund, das Hinscheiden des Tr. Lieber zu beklagen, denn seiner oft bewährten Fähigkeit, viele unter einen Hut zu bringen, wäre es vielleicht gelungen, dem Zolltarifentwurf zur Annahme im Reichstage zu verhelfen. Man vernahm denn auch aus parlamentarischen Kreisen, daß Dr. Lieber „daraus brenne", an den parlamentarischen Verhandlungen wieder teilzunehmen, speziell im Hinblick auf die chaotische Situation, in der sich die Tarifvorlage befinde. Noch manches scheint der alte parlamentarische Kämpe auf dem Herzen gehabt zu haben, denn er trug sich mit der Erwartung, nach seiner Wiederkehr manchem „die Hölle heiß machen zu können".
Ter Nachruf der „Nordd. Allg. Ztg." hat eine weitere Bedeutung; er ist mehr als eine Ehrung des Helfers in politischen Nöten, als eine Respekterweisung vor der stärksten Partei des Reichstages: Tr. Lieber hätte nämlich, wenn er wollte, Mitglied der Regierung werden können. In Würdigung seiner Verdienste um das Zustandekommen der ersten Flottenvorlage wurde ihm außer einer Ordensverleihung ein M i n i st e r - oder Staats sekretärpo st en angeboten. Dr. Lieber zog es jedoch vor, seine Unabhängigkeit zu bewahren, und auch ein Oberpräsidium reizte ihn nicht. Er nützte dem Zentrum bei weitem mehr dadurch, daß er den Eintritt in die Regierung ablehnte, denn ebensd wie Miquel als Staatsmann für die nationalliberale Partei verloren war, hätte Lieber kaum anders gekonnt, als sich den konservativen Anschauungen seiner Ministerkollegen anzupassen. Und das wäre rasch geschehen, denn die Stärke dieses Zentrumsführers bestand eben darin, veränderten Verhältnissen Rechnung zu tragen. Er war ein brillanter, schneidiger Oppositionsführer, solange es darauf ankam, daß das Zentrum seine Macht der Regierung bewies, und er war ebenso hervorragend, ebenso geschickt, ebenso überzeugend, wenn er mit der Regierung vereint marschierte, und vereint schlug. Was das Zentrum erreicht hat, im „Sturmwind" und im „sanften Säuseln", das dankt es sehr wesentlich dem Dr. Lieber. Innerhalb der Partei hatte er zuweilen entschiedene Gegner, aber es gelang chm immer wieder, die Mißstimmung zu besiegen und seine führende Rolle zu behalten. Keiner war so belesen in Windthorst's Reden, wie er. Tas diente ihm zum Rüstzeug Freund und Feind gegenüber; er vermochte sich fast immer zur Unterstützung seiner Meinung darauf zu berufen, daß Windhorst ebenso oder ähnlich sich da und dort geäußert habe. Das wirkte mitunter wie eine feierliche Beschwörung auf das Zentrum. Die Aufhebung des Jesuitengesetzes freilich, das „Testament Windthorst's, als dessen „Vollstrecker" sich Dr. Lieber auf den Katholikentagen gerne bezeichnete, ist ihm nicht gelungen.
Dr. Lieber war keineswegs der beste Redner des Zentrums. In dieser Eigenschaft wurde er von manchem Fraktionsgenossen, z. B. Gröber, Tr. Bachem, Roeren, Frhr. v. Hertling, Tr. Schödler, weit übertroffen. Sein überpathetischer Vortrag, mit Betonung fast jeden einzelnen Wortes, das etwas gesucht langsame Zeitmaß, auch in Reden, die jeglicher besonderer Bedeutung entbehrten — man vermochte die Ausführungen kaum auf die Tauer anzuhören, ohne von Ermüdung oder Nervosität befallen zu werden. Toch war durch, diese Feierlichkeit und vorsichtige Zurückhaltung Lieber der geeignete Mann, in kritischen Momenten Erklärungen für die Fraktion abzugeben oder in mehrdeutigen Wendungen nnb Ausdrücken die Entscheidung des Zentrums für die dritte Lesung zu reformieren. In Dr. Lieber hat das Zentrum nicht sein bedeutendstes, nicht sein geistig hervorragendstes Mitglied verloren, aber seinen gewandtesten und erfolgreichsten Taktiker.
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Köln, 1. April. Die „Köln. Volksztg." toibmet dem verstorbenen Dr. Lieber einen längeren warmen Nachruf und teiltu- a. über die Krankheit des Verstorbenen folgendes! mit: Lieber war eigentlich niemals ein gesunder Mann. Das Uebel, welches ihn in seinen letzten Lebensjahren so ent- setzlich heimsuchte, war sehr alt. Schon als junger Mann von 20 Jahren hatte er von ihm zu leiden, und als er, in den ersten Jahren seiner parlamentarischen Laufbahn, seine Frau heimführte, plagte es ihn schon manches Mal. Doch waren die Anfälle verhältnismäßig nicht schwer. Sre traten auf mit heftigen Schmerzen im Unterleib, zu denen sich krampfhaftes Erbrechen gesellte. Länger als zwei bis höchstens drei Tage pflegten sie aber nicht zu dauern, ^n späteren Jahren wurden sie heftiger, und der | Leidende
konnte dann des lindernden Morphiums nicht mehr ent- raten. Doch ist er nie, wie zuweilen angedeutet worden ist, „Morphinist" gewesen. Mit großer Willenskraft enthielt er sich vollständig dieses gefährlichen Mittels, sobald die raseriden Schmerzen nachgelassen hatten. Wer in dieser Zeit chn beobachten konnte, mußte überhaupt die seltene Geistes stärke und Selbstbeherrschung bewundern, mit welcher er sich seinen parlamentarischen Pflichten hingab, ohne auf fernen Zustand Rücksicht zu nehmen. Nur bei eiserner Energie hat er das leisten können, was er thatsächlich geleistet hat. Trotzdem mußte das Morphium, als später die Anfälle immer häufiger, länger und heftiger wurden, seinen Gesundheitszustand ungünstig beeinflussen. Er war sich dessen auch selbst bewußt, und nicht selten antwortete er, wenn er nach wenigen Tagen unter seinen Kollegen wieder erschien und diese an seinem fahlen Ausehen erkannten, was er wieder durchgemacht hatte, seinen teilnahmsvollen Freunden: „Ich habe wieder Morphium nehmen müssen." — Ueber die letzten Stunden vor dem Hinscheiden Liebers erfährt das Blatt noch aus Camberg: Am 26. v. M. führte Dr. Lieber noch den Vorsitz in der Stadtverordneten-Versammlung, fühlte sich aber abends abgespannt und sehr unwohl. Am 27. wurde Lungenentzündung festgestellt, gegen welche der geschwächte Körper die gewünschten Widerstandskräfte nicht mehr hatte.
Komische Tagesschau.
Eine politische Rundreise des Grafen Posadowsky.
Der Staatssekretär des Innern benutzt seine Osterferien zu einer politischen Rundreise an die Höfe der größeren Bundesfürsten. Er war schon in Dresden und sollte gestern Abend in München eintreffen, wo er heute und morgen mit den bayrischen Ministern Besprechungen haben wird, um dann nach Stuttgart und Karlsruhe weiter zu reisen. Graf Posadowsky wird diese Fahrt nicht als Erholung oder Vergnügen betrachten. Versichert doch die Münchener „Allg. Ztg.", er wolle sich mit den Regierungen „in Sachen der durch die Zolltarifvorlage geschaffenen parlamentarischen und wirtschaftspolitischen Lage und der vom Geschick der Zolltarifvorlage abhängigen Reichsfinanzreform" persönlich ins Einvernehmen setzen. Die „Voss. Ztg." glaubt die Reise des Grafen Posadowsky mit einigem Mißtrauen verfolgen zu müssen. Er sei derjenige Staatssekretär, der bei der Vorbereitung des Zolltarifs am nachdrücklichsten den Standpunkt der Hochschutzzöllner, sowohl der agrarischen wie der industriellen, vertreten habe, und auch der Vorkämpfer des Doppeltarifs. Es sei nicht undenkbar, daß er trotz seiner bisherigen Erklärungen, wonach die Sätze des Mindesttarifs die äußerste Grenze bilden, bis zu der der Bundesrat gehen werde, über diese Sätze hinauszugehen geneigt sei, wenn dafür die Zustimmung der größeren Bundesstaaten zu gewinnen wäre. Und es sei nicht ausgeschlossen, daß Graf Posadowsky sich dem Glauben hingibt, durch seine Beredtsamkeit die Minister der Mittel- und Südstaaten zu einer Erhöhung der Weizen- und Gerstenzölle bekehren zu können.
Mag die „Voff. Ztg." nun recht haben oder nicht, jedenfalls ist sicher, daß Graf Posadowsky sein Möglichstes thut, um die süddeutschen Minister für seine Absichten geneigt zu machen. Denn er wird gewiß die Empfindung haben, daß er nicht nur für die Sache, die er vertritt, sondern auch für seine Stellung kämpft. Denn scheitert das Zollschifflein, so ist er als der Steuermann der nächste dazu, von den Wellen verschlungen zu werden. Ob er aber mit emer Erhöhung der Gersten- und Weizenzölle in München, Stuttgart und Karlsruhe Gegenliebe findet, muß die Zutuns: lehren. Nach den Reden der Herren v. Riedel, Pischeck und Buchenberger kann man es kaum glauben. Was übrigens noch die Reichsfinanzreform angeht, von der das Münchener Blatt redet, so ist sie in erster Reihe nicht Sache des Staatssekretärs des Innern, sondern des Staatssekretärs des Reichsschatzamts, und es ist kaum wahrscheinlich, daß der Freiherr v. Thielemann die Verhandlungen dem Grafen Posadowsky überlassen würde. Und insoweit doch die Einnahmen aus den Zöllen in Betracht kommen, hat Graf Bülow schon der Regierung eine gebundene Marschroute gegeben, indem er erklärte, die Mehrerträge sollen zu sozialpolitischen Zwecken verwendet werden. Sie kämen also für die Reichsfinanzreform überhaupt nicht in Betracht.
Berbandstag der deutsch-nationaleu Handlungsgehilfen.
Der am zweiten Ostertag in Magdeburg abgehaltene Verbandstag der deutsch-nationalen Handlungsgehilfen war sehr zahlreich besucht. Dem Verbände gehören gegenwärtig 686 Ortsgruppen mit insgesamt 45 744 Mitgliedern an. Das Gesamtvermögen des Verbandes beläuft sich zur Zeit auf 161 879.80 Mark, an Ueberschüssen wurden im letzten Jahre 43164 Mark erzielt gegen 51 285 Mark im Vorjahre. Zum Punkt „Frauenarbeit" ersuchte Brandes-Danzig um eine regere Agitation des Verbandes in den östlichen Provinzen, wo infolge der geringen Vorbildung der Angestellten die Frauenarbeit im kaufmännischen Betriebe immer mehr überhand nehme. Es sei vor allen Dingen die Errichtung von Fortbildungsschulen zu fördern, die für die werblichen Angestellten schon vielfach vorhanden seien Dank der rührigen Arbeit der verschiedenen Frauenvereinigungen, die leider sehr ost einen Rückhalt bei den städtiscyen Verwaltungen und Handelskammern fänden. So fei der zweite Bürgermeister
der Stadt Danzig Auffichtsratsmitglied des dortigen Frauenvereins. Die Folge davon fei, daß die Frmren- arbeit auch schon in die Kontore hinübergreife, und es sei daher hohe Zeit, die Kollegen im Osten durch entsprechende Flugblätter vor den Gefahren der immer mehr .überhandnehmenden Frauenarbeit zu warnen. Meckbuch- Braunschweig bedauerte ebenfalls, daß man die Fortbildung der männlichen Angestellten zu Gunsten der Frauenarbeit im Handelsgewerbe fortgesetzt vernachlässige. Auch in Braunschweig sei, und zwar unter ausdrücklicher Befürwortung durch die dortige Handelskammer, ein Fortbildungskursus für weibliche Angestellte eingerichtet wor- >en, während von einem solchen für männliche An- geftefite keine Rede sei. Gleitsmann-Dresden polemisierte gegen die weiblichen Geschäftsreisenden unter eingehender Darlegung der sittlichen Bedenken, die gegen diesen Zweig der Frauenarbeit im Handelsgewerbe vorhanden sind. — Nach weiterer Debatte wurde der Bau eines eigenen Verbandshauses in Hamburg beschlossen und als Ort für die nachste Jahresversammlung Köln bestimmt.
Vom Burenkrieg.
Nach großen Bemühungen scheint jetzt die direkte Verständigung zwischen den hervorragendsten Bu- rensührern über die Friedensbedingungen! nahe bevodstehen. Noch am Sonntag hatte Schalk Burger die Fühlung mit dem Präsidenten Steijn nicht gewinnen können. Gestern aber scheint Steijn Nachricht bekommen zu haben. Wie nänrlich aus Pretoria vom Montag berichtet wird, vereinbarte Steijn eine Konferenz mit Delarey, zu welcher auch Schalk Burger unmittelbar erwartet wird. Man glaubt, General Botha werde bei der Konferenz zugegen sein. Kommandant Mears (?). sandte eine Nachricht, daß er die Entscheidung der Burenregierungen abwarte. Auch De Villiers schickte einen Parlamentär nach Kimberley, um nach Waffenstillstands-Bedingungen zu fragen. Ferner berief nach einer Meldung aus Heidelberg in Transvaal Kommandant Albert eine Versammlung vor: Burghers nach einem Orte 35 englische Meilen östlich von Springs, um über die Rätlichkeit einer allgemeinen Uebergabe zu beraten. General Hans Botha berief zu dem gleichen Zwecke eine Versammlung nach Amsterdam. Die allgemeine Ansicht ist, die Buren seien mit Ausnahme weniger Unversöhnlicher sehr begierig! auf die Beendigung des Krieges, doch würden sie je nach dem Resultate der Konferenz weiter kämpfen oder die Waffen niederlegen.
Tie Friedensbewegung hat indessen auf dre mitt* tärischen Operationen nicht den geringsten E i n f l u ft Wie Lord Kitchener meldet, entfaltet besonders der Burenkommandant Beyers im Norden Transvaals jetzt wieder eine regere Thätigkeit. Er habe einen nur gering besetzten engtischen Posten im Spelonkendistrikte umzingelt, sei aber von einer zum Entsätze herbeigeeilten britischen Kolonne unter Oberst Colenbrander mit leichter Mühe zurückgeworfen worden. — Nach einer wei- teren Meldung Kitcheners sind in der vergangenen Woche 26 Buren gefallen und verwundet, 259 im Nordosten des Oranjestaates gefangen genommen worden. Tie Operationen seien durch das Anschwelsten der Flüsse sehr behindert.
Tas englische Kriegsnünisterium giebt bekannt, daß sich am 30. Adärz in der Nähe von Barberton in Transvaal ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete. 39 Sol-? baten wurden getötet, 45 verletzt.
Deutsches Keich.
Berlin, 1. April. Der Kaiser konferierte heute Vormittag im Auswärtigen Amt mit dem Staatssekretär Frhr. v. Richthofen und hörte später im Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und des Chefs des Admiralstabes.
—. Der Kaiser beabsichtigt für die großen Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie und des Norddeutschen Lloyd sein Portrait zu stiften.
— Der Kaiser übersandte dem deutschen Botschafter in Paris, Fürsten Ra d ol in als Geburtstagsgeschenk seine Goldbronze-Büste, der Fürstin Radolm zum Osterfeste ein herrliches Blumenarrangement in Form eines Ostereies.
— Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, sprach der Kaiser am 1. Osterfeiertage dem Direktor Anton v. Werner. anläßlich des Verlustes seiner Gattin und seines Sohnes' durch ein sehr gnädiges Handschreiben seine warme Teilnahme aus und verlieh ihm gleichzeitig den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse.
— Der holländische Ministerpräsident Dr. Kuyper isb heute früh aus dem Haag hier eingetroffen. Er besuchte im Lauf des Tages den Staatssekretär v. Nicht Hof en und verweilte ferner im Kultusministerium.
— Anläßlich des Todes des Fürsten Münster finfr zahlreiche Trauer-Kundgebungen erfolgt. Der Kaiser sandte an die Gräfin Gröben ein in heimlichen Worten gehaltenes Beileids-Telegramm, in welchem er den Tod des fähigen Diplomaten beklagt, der ihm und seinen Vorgängern ein treuer Beamter und Berater gewesen sei. Er hätte gewünscht, daß der Fürst seinen Lebensabend noch recht lange in Ruhe und Frieden genießen möchte, doch der Allmächtige habe es anders gewollt. — Außer dem Kaiser kondolierten sämtliche deutsche Fürsten, die meisten preußischen Minister, höheren Militärs und Staatsbeamte. Ferner trafen Beileids-Telegramme ein von der deutschen Kolonie in Paris und London, vom Herzvg von Ujest, dem Fürsten Radolin, dem Fürsten Metternich sowie von vielen hohen Würden-


