Ausgabe 
2.4.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 76

Erscheint tSgNch

außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener Kamillen- blStter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh lachen Univers^Buch- u.Stem- druckerei (Piets ch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstraße 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

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Erstes Blatt. 1558. Jahrgang

Mittwoch 58. April 1903

Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen

Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertele jährlich Mk. 2.20; durchs Abhole- u. Zweigstellen! monatlich 65 Pf.; durch! die Poft Mk. 2.viertel« jährl. ausschl. Bestellg.^ Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer- bis vormittags 10 Uhr»! Zeilenpreis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgenr.i Teil: P. Wittko' füti .Stadt und ßanb* unb' . Gerichtssaal* :R.Ditt«! mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Bekanntmachung.

betr.: Den Betrieb von Getreidemühlen.

ES ist zu unserer Kenntnis gekommen, daß den Be- ,/immungen der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 26. April 1899 betr. den Betrieb von Getreidemühlen (R^-G. 1899 S. 273) von einzelnen Mühlenbesitzern nicht nachgekommen und insbesondere den Gehilfen nicht die vor­geschriebene Ruhezeit gewährt wird.

Indem wir die Beteiligten wiederholt auf diese Be­stimmungen, insbesondere auf unsere Bekanntmachung betr. die Bestimmungen über die Arbeitszeit in Getreidemühlen vom 29. Juli 1899 (Gießener Anzeiger von 1899 Nr. 178) nachdrücklich Hinweisen, machen wir zugleich darauf aufmerk­sam, daß die Nichtbefolgung dieser Bestimmungen gemäß § 147 Abs. 1 Z. 4 der Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis 300 Mk. et)ent. Haft bedroht ist und gemäß Abs. 4 des cit § 147 die Einstellung des Betriebs bis zur Her­stellung des der Vorschrift entsprechenden Zustandes im Wege polizeilicher Verfügung nach sich ziehen kann.

Gießen, den 27. März 1902.

Großherzogliches Kreisamt Gießen- v. Bechtold.

(Krotzh. Landes-Barrgewerkschule Darmstadt.

Beginn des Sommersemesters am 20. April.

Schluß desselben am 10. September d. I.

Die Schule umfaßt 4 Klassen für Hochbau und 2 Klassen für Tiefbau.

Die Abgangszeugnisse der Großh. Landes-Baugewerk- schule sind denjenigen der Königl. Preuß. Baugewerkschulen gleichgestellt.

Programme und Anmeldeformulare sind durch die Direk­tion der Landes-Baugewerkschule, Darmstadt, Neckarstraße 3, zu erhalten.

Das Schulgeld beträgt 80 Mark.

Schluß der Anmeldefrist am 12. April d. I.

Die Direktion.

Hin Yückölick.

In einer Zeit tiefsten parlamentarischen Friedens imb politischer Beschaulichkeit fiel diesmal die Wiederkehr des 1. April, des Tages, der dem deutschen Volke seinen Bis­marck schenkte. Wenn wir rückschauend den Blick ruhen lassen auf den heißen Kämpfen, die uns endliche die nationale Einigung erwarben, so finden wir Überall die Spuren seines gewaltigen Geistes. Aber nicht allein bei dem Versenken in die Vergangenheit, bei der Freude am Gewordenen und Geschaffenen dürfen wir stehen bleiben, der Tag seiner Ge­burt nmß uns vielmehr auch veranlassen, zu prüfen, ob wir die Früchte seines unermüdlichen Schaftes uns inner­lich so angeeignet haben, daß jeder an seinem bescheidenen Teile bereit ist, im Bismarckschen Sinne mitzuarbeiten an dem großen Werke, der Sicherung der Zukunft unseres Vaterlandes. Das Vaterland, nicht die Partei! Dieser erste und für uns Deutsche schwerste poli­tische Grundsatz ist noch weit entfernt, das Leitmotiv aller

Handlungen und Entschlüsse zu bilden bei unserem Volke, dem die politische uno private Vereinsmeierei nun einmal tief im Blut steckt. Die Frage, ob es dem Lande, dem all­gemeinen Interesse nützlich sei, wird theoretisch natürlich von jeder Fraktion als die dominierende bezeichnet, und jede behauptet, daß sie eben auf dem Fraktionswege das Wohl der Gesamtheit suche und finde. In der That aber treibt jede Partei mehr oder weniger ihre eigene Politik und nur zu oft ohne Rücksicht aus das Ganze und aitf das Ausland. Dabei kann man nicht einmal sagen, daß die verschiedenen Wege der Fraktionen auf dem politischen Kampfplatz durch Verschiedenbeit der politischen Grundsätze und Ueberzeugungen in jedem Einzelnen zu einer Ge­wissensfrage >u.nd Notwendigkeit würden. In unseren Frak­tionen ist der eigentliche Krystallisationspunkt nicht ein Programm", sondern einePerson", ein parlamentarischer Condottiere. Mit diesen Worten charakterisiert Bismarck die immer wieder hervortreterrde Tendenz, die Partei über das Wohl des Ganzen zu stellen. Ist oas heute anders geworden?

Das Markten und Feilschen um die Sätze in der Zoll- tarifkommifsion hat uns durch Wochen und Monate die schönsten Beweise von der Opferwilligkeit der Parteien ge­geben. Mit einer gewissen Ironie sehen unsere wirtschaft­lichen Gegner im Auslande dem Verlaufe der Debatten über den Zolltarif zu, sie halten es für überflüssig, sich noch weiter in den Streit einzumischen, dessen Entscheidung sie getrost der traditionellen Uneinigkeit und der partei­politischen Zerfahrenheit der deutschen Volksvertretung selbst überlassen. Und es scheint, als ob diese Berechnung des Auslandes ohne Rest aufgehen wird. Denn der Hauptfaktor in diesen Kombinationen, die Einschätzung der deutschen Angstmeierei vor fremden Drohungen, ist eine leider nur allzu reale Größe. Mit andächtigem Gruseln hat der deutsche Zeitunasleser im vergangenen Sommer dieStimmen der ausländischen Presse vernommen, die ihm in Reuterscher Verdünnung so artig serviert wurden. Mit Entsetzen sah man schon das Deutsche Reich zur Strafe auf den wirtschaft­lichen Jsolierschemel gesetzt.

Dasselbe Schauspiel hat sich mit kleinen Variationen in diesen Tagen wiederholt. Von Amerika her hörten wir eine Kunde, die mit harter Vergeltung drohte, wenn die deutsche Regierung mll ihrem Erdschlüsse Ernst machen würde und die amerikanischen Fleischwaren von der Ein­fuhr ausschließen würde. In dumpfer Ergebenheit haben die deutschen Exporteure die Spezifizierung der amerika­nischen Gegenmaßregeln erwartet, und furchtbar richtet sich jetzt die Drohung gegen die Frankfurter Würstchen Aber auch noch über anderen deutschen Exportartikeln schwebt das Damollesschwert. DasBerl. Tagebl." meint zwar, leis sei noch nicht ganz gewiß, daß dieser Drohung eine ernstliche Aktion der amerikanischen Regierung folgen wird." Aber durch die der Weiterverarbeitung entgegen­sehenden Viehbestände der Schlachthäuser Frankfurts geht bereits ein ahnungsgrauendes Zittern.

Es ist wahrhaftig nicht erhebend für das deutsche Selbst- bewußtsein, daß die Bedrohung der Frankfurter Wurst- fabrikcurten durch ein paar völlig gleichgiltige amerikanische Blätter, deren Zusammenhang mit der Regierung ihres Landes noch dazu fragwürdig ist, eine solche Aufregung Hervorrufen kann. Traut man denn wirklich der Wider­standskraft des deutschen Volkes so wenig zu, daß man

jedem Winke amerikanischer Milliardäre von vornherein bedingungslos gehorchen will?

Die Absichten des Herrn Morgan aus unsere transU atlantischen Linien, die thatsächlich bestanden haben trotz aller Ableugnungen, sind glücklicherweise gescheitert an dem geschlossenen Widerstande unserer Hamburger und Bremer Transportgesellschaften. Außerdem steckt man die beiden' größten Schiffahrtsgesellschaften der Erde nicht so ohne weiteres in seine Banknotentasche, und so sehr groß scheint ddie wirlliche Gefahr derMorganisierung" auch gar nicht gewesen zu sein. Jedenfalls sind Herrn Morgans Pläne zu Wasser geworden. Nach solchen Erfolgen, die in allein Stille durch feste Energie errungen worden sind, liegt doch für uns wirklich vorläufig noch lange kein Grund vor, sofort ein Angstgeschrei zu erheben und den Rückzug anzu­treten. Etwas mehr Rückgrat und viel mehr Selbst- bewußtsein ist uns allen not gegenüber jedem Ein­schüchterungsversuch seitens des Auslandes.

Politische Tagesschau.

Aus dem Wetterwinkel.

Dielleine" Orientfrage, als welche die mckcedo» nische zuweilen bezeichnet wird, ist pünlllich mit Früh-, lingsbeginn, wie vorausgesagt, akut geworden. Der Drahte meldet von Aufruhr, Gewaltthat und von dem tradi­tionellen Ersuchen der im Ausland lebenden Macedonier an die Mächte, einzuschreiten. Was Deutschland be­trifft, so besteht an den maßgebender: Stellen jetzt so wenig, wie früher, Neigung, sich in diese Angelegenheit einzu­mischen. Es kann dies nur Sache der unmittelbar betei­ligten Mächte, also Oesterreich-Ungarns und Ruß­lands sein, iund daß diese nicht gesonnen sind, aus der macedonischen Frage eine Staatsaktion zu machen, das läßt eine Meldung des Wiener offiziösen Depeschenbureaus zur Genüge erkennen, in der die in der auswärtigen Press« verbreiteten Nachrichten, der russische Botschafter Sinow- j e w hätte bei der P s o r t e darauf hingewiesen, daß eim Verstärkung der Truppen in Macedonien geeignet wäre, die dort herrschende Aufregung zu steigern, sowie die Meldung, Sinowjew habe seine Urlaubsreise verschoben, um ein Memorandum vorzubereiten, worin der Pforte die Durch­führung von Reformen in Macedonien empfohlen werde, dementiert werden. Ebenso unrichtig sei es, daß Sinowjew der Pforte mit einer Intervention Oesterveich^ Ungarns in Macedonien und mit einer solchen Rußlands in Armenien gedroht habe. Dagegen habe Sinowjew der Pforte empfohlen, gegen die unruhigen Elemente mit Strenge einzuschreiten, jedoch die friedfertige Bevölkerung zu schonen, da Oesterreich-Ungarn und Rußland wünschten, daß Ruhestörungen vermieden werden. Irr einer Audienz am Freitag habe Sinowjew dem Sultan die von Oesterreich- Ungarn und Rußland bei der bulgarischen Regierung unter­nommenen Schritte und die von der letzteren gegebenen Versicherungen mitgeteilt und aufs neue energische Maß­nahmen gegen die Unruhestifter und rücksichtsvolle Behand­lung der Unschuldigen empfohlen. Ein Rat, der teils über­flüssig, teils vergeblich sein dürste. Denn aufsBeruhigen" verstehen sich erfahrungsgemäß die Soldaten des Sultans so gründlich, daß leider auch Unschuldige stets in Mitleiden­schaft gezogen wurden. So wird's wohl auch diesmal sein. Immerhin könnte Rußland seinen Einfluß wenigstens in

per Ksteryase.

(Schluß.)

Strahlender Sonnenschein lag über den grünen Rasen­flächen des Schloßparkes von Breitenhagen. Bunter Krokus, leuchtende Tulpen und gelbe Märzbecher prangten auf dm zahlreichen Beeten uckd ein süßer Duft verriet die zarten Vellchen, welche verstohlen die lleinen Köpfchen aus den Grashalmen reckten. Unter den Bäumen breitete sich ein dichter Teppich von Anemonen und Leberblümchen aus, es war gar lustig anzusehen. Von der hohen Linde in der Nähe des Schlosses klang das Lied der Stare kräftig hinaus, vom Walde her antwortete die Drossel in langgezogenen Tönen und der Specht lachte ftöhlich dazu. Es war ja Ostern heute, fröhliche Ostern!

Auf der Schloßterrasse wurde es lebendig .Große Körbe bunt gefärbter Eier wurden die Treppe zum Garten hinuntergetragen und ihnen folgte Herr v. Brvckdorf, der Hausherr, mit seiner fröhlichen Gattin. Der greise Pfarrler Brinkmann schloß sich ihnen an und wintte ungeduldig seiner Frau, die mit ihrem geliebten Sohne Rudolph noch so viel zu reden hatte war er doch erst gestern heim­gekommen.

Einer alten Sitte gemäß wurden die Bewohner des Pfarrhauses am ersten Ostertage stets aufs Schloß zu Mittag geladen und nachher begab man sich in den Garten, um die Ostereier zu verstecken, die von dem Zwillings­pärchen und der gesamten Dorftugend gesucht wurden. Zu dem größten Bedauern Rudolphs fehlte Fräulein Rosa bei dem fröhlichen Treiben, sie mußte die ungeduldige Kmder- schar hüten. Die Körbe leerten sich und endlich war das letzte Ei geborgen. .

Nun stürmte sie die Treppe hinab, die fröhliche fugend, allen voran die Zwillinge. Wie ein lebendig gewordener Strom überschwemmten die Kinder den Garten, ein jedes hielt ein Körbchen in der Hand.

Der Osterhase ist aber dieses Jahr besonders fleißig gewesen, Hans", sagte Rudolph zu Hans, der soeben wieder ein ganzes Nest der schönsten Eier gefunden hatte.

Ach, dummes Zeug, ich glaube nicht an den Oster­hasen."

So, so, und seit wann denn nicht?" fragte der Vater

belustigt. Er stand in nächster Nähe und hatte den Aus­spruch seines Sprößlings gehört.

Seit seit", stockend hielt Hans inne, sein Ge­sichtchen wurde dunkelrot und er sah scheu zu Främein Rosa herüber. /

Sag' es mir leise ins Ohr, ich werd's Fräulein Rosa nicht wieder sagen", sagte Herr v. Brockdorf neckend, es reizte ihn manchmal, der pädagogischen Art und Weise des Fräuleins ein Schnippchen zu schlagen er war ein gar schwacher Vater. Er fuhr jedoch erschreckt zurück, als das Kinderstimmchen an seinem Ohr wisperte:Seit gestern abend, Vater, als ich mit frei? den Osterhasen im Garten gesucht habe, und da war doch nur Herr Brinkmann, der unserm Fräulein Rosa viele bunte Eier brachte, und da haben sie sich doch so sehr geküßt. Er möchte wohl gern Pfarrer von Breitenhagen werden und Fräulein Rosa soll seine liebe, lleine Frau sein und sie will ihm dann auch viele, viele Ostereier färben, gerade wie bei uns. Aber er sagte, das ginge nicht, er wäre zu jung, sagt er. Ist das wahr, Vater, daß er kein Glück hat und noch viele, viele Jahre warten muß."

Die fingen, warmen Kinderaugen blickten den Vater fragend an, und derselbe küßte den kleinen Mund, der so verräterische Dinge ausplauderte, zu seiner Beruhigung sah er den jungen Brinkmann wieder in des Fräuleins Nähe, er hatte nichts gehört. Herr v. Brockdorsf sann eine Weile nach, dann beugte er sich zu Hans nieder und flüsterte: Er soll nicht so lange warten und Fräulein so darf ihm schon nächste Ostern die Eier färben, wir aber kommen alle zu ihm und helfen sie suchen. Sag's aber niemanden weiter, sonst wird nichts draus."

Auch Fritz nicht?"

Doch, dem Bruder barftt Du es sagen, aber ich ver­lasse mich darauf, daß Ihr schweigt."

Ganz stolz über ein Geheimnis zog der kleine Bursche davon, und man sah ihn gar bald in einer Ecke des Gartens bei seinem Bruder stehen, dem er leuchtenden Auges mit- teiltte, was sein kleines Herz so froh machte. In dem Zimmer nebenan saßen die Erwachsenen und zu ihrem Erstaunen wurde Fräulein Rosa von Frau v. Brockdorf aufgefordert, sich ihrem Kreise anzuschließen, die Mamsell könne sie heute bei den Kinsern vertreten.

Mit lieblichem Erröten nahm sie ihren Platz neben Rudolph ein, sie war zu befangen, um die freudige Auf­regung zu bemerken, die aus den Blicken des würdigen Pfarrers strahlte, doch blickte sie verwundert auf, als Herü v. Brockdorf ihr über den Tisch ein riesiges Chokoladenei reichte mit dem Bemerken, das habe der Osterhase eigens für Fräulein Rosa, die treue Hüterin seiner Kinder, gebracht, denn das Innere berge einen Bries an ihre Adresse. Ver­wirrt nahm das junge Mädchen die Gabe in Empfang, sie öffnete das Ei und drehte den Brief unschlüssig in den Händen.

Nun, sind Sie denn gar nicht neugierig, Fräulein Rosa?"

Einen harmlosen Scherz vermutend, erbrach sie das Schreiben, doch als sie die Worte desselben überflog, zog eine dunkle Röte über ihr Gesichtchen, sie lächelte in seligem Glück, dann aber schlug sie aufschluchzend ihre Hände vor das Gesicht, um dasselbe an der breiten Brust ihres über­raschten Liebsten zu bergen, indessen Herr v. Brockdorf den gerührten Zuhörern laut verkündete:Wenn Fräulein Rosa Berg den Wunsch haben sollte, den hier anwesenden Predigt- amtskandidaten Rudolph Brinkmann mit ihrer Hand zu beglücken, so gebe ich zum Dank für ihre treuen Dienste als Mitgift ihrem Verlobten die Anwartschaft auf die Pfarrstelle von Breitenhagen. So Gott will, soll sie schon künftige Ostern ihrem lieben Pastor viele Ostereier färben, und ich lade uns alle, insbesondere die Zwillinge, die so llüglich das tiefe Geheimnis unseres lieben Paares aus­spionierten, dazu ein."

Frankfurt a.M., 28. März. In der soeben eröffneten April- Abstellung des Kunslsalons Hermes hat der Direktor der Königsberger Künstlerakademie Prof. Ludwig T e t t m a n n eine Sonderausstellung von 12 neuen Werken veranstaltet. Vertreten sind ferner Franz Corertens mit 3 neuen Gemälden, Gustav Scho nieder mit 3 Marinen, Eduard G r ü tz n e r mit einem soeben fertig gestellten großen BildeMephisto und Faust". Hans Thoma mit seinem neuesten WerkeTie Lebensalter" und Julius Diez mit 2 Pastellen. Tie Ausstellung enthält außerdem eine Elite-Ausmahl von Einzelwerken aller unserer ersten Meister wie A. Böcklin, Lenbach, Liebermann, Defregger, Kaulbach, Leibl rc. re