H
II
II
5 000
ii
100 000
n
Mk.
19 200
17 500
ii
49 460
Der Anteil Hessens an dem Betriebsüberschuß
Mk.
9 214 217,70
ii
600000,—
n
Ueberschußanteil von . .
ein für andere Staatszwecke verfügbarer
Reinüberschuß übrig von
. 1 132 321,30 Mk.
Gerichtssaal.
Auch das Schießen NNt Feuerwuffen ün Weich-- Schauspiel-Jntenbanz uich dem Mitgliede der Comädie Fran- nicht die Vorführung ausgeschloffen. Allerdings müsse zur letzterer bllL der SE, dM ebe^lH.verbs^LN fth M grgen MhLre^-cmse ConsMt Gogiue-l-rn^n^ rn Mns ttz e.m Mkommenjvorher die Genehmignug der Zweiten Slänüekammer eingeholt
der Einnahmen veranschlagt zu
500 000
170 000
77 000
36 000
156 270
194 000
95 500
35 000
49 600
24 000
46 000
87 500
7 000
ii
der
Mk.
n
Hessischen Ludwigsbahn . . . . Oessentliche Abgaben ..... Zur Verzinsung der Eisenbahnschuld
sind sodann unter „Ausleihungen und Staatsschuld" vorgesehen . . weiter daselbst zur Tilgung von Staatsschulden . . .
(gesetzlicher Bestimmung gemäß sind diese 600 000 Mk. aus dem Ertrag der Bahnen zu entnehmen)
Die Einnahmen sind veranschlagt: Badegeldcr Kurtaxe ......... Für Salz und Mutterlauge . . . . Im übrigen
An Ausgaben sind in Ansatz gebracht: Verwaltungskosten ...... Betriebskosten ....... Kosten des Parks, der Anlagen u. s. w. Inventar ......... Gebäude ......... Quellen, Röhrenleitungen u. s. w. . Reserve- und Dispositionsfonds . . Ablieferung an die Badeanstalt Bad
Salzhausen .......
*• Ablieferung an die Hauptstaatskasse zur Verwendung für allgemeine Staatszwecke .........
Der weiter sich bei einer Vergleichung und Ausgaben ergebende Ueberschuß —
50 000,—
215 000,—
Herstellungen bestritten werden, und zwar: Herstellungen im Kurhause . . . . Erweiterung der elektrischen Beleuchtungsanlage ....... Errichtung eines neuen Jnhalations- gebäudes, 2. Rate ..... Straßenherstellungskosten . . . . .
Nach Deckung dieser Ausgaben wird der Fonds noch betrugen . . . . .
Werfen mit gefährlichen Brennstoffen aus Häusern und Fenstern und ähnlicher Straßenunfug wurde leider auch diesmal wieder verübt, obwohl ausdrücklich vorher öffentlich bekanntgegeben worden war, daß derartiges verboten ist. Wegen Abbrennung von Feuerwerkskörpern unb Ruhestörung kamen denn auch eine große Anzahl von Personen zur
Alzey, 31. Dez. Um den ersten von hier abgehenden Eisenbahnzug zur Entgleisung zu bringen, wurden in der Nähe der Station Wallertheim die Einfahrtsweichenumgelegt; doch wurde durch die Achtsamkeit eines Bahnbeamten ein Unglück vermieden. Der Berüber dieses Bubenstückes wurde aber bereits in der Person eines jugendlichen Maurergesellen ermittelt und verhaftet.
** Frankfurt a. M., 1. Jan. Zwischen der hiesigen
in die Hessisch-Preußische Eisenbahngemeinschaft eingeworfenen Bahnen ist mck 11 211 539 Mk. eingestellt. Die beiderseitigen Teilungsziffern sind für 1902/03 ermittelt für Hessen zu 9 335 289 Mk., für Preußen zu 434 687 577 Mk., der Betriebsüberschuß der ganzen Gemeinschaft ist veranschlagt zu 533 264 649 Mk., es berechnet sich demnach der Ueberschußanteil Hessens wie oben angegeben zu 11 211 539 Mk., der Preußens zu 522 058110 ML'.
An Ausgaben stehen dem diesseitigen Ueberschußanteile gegenüber:
Staatszuschuß zu den garantierten Linien der früheren
zusammen 10 079 217,70 Mk.
Es bleibt sonach verglichen mit dem
Vermischtes.
* Berlin, 30. Dez. Der in letzter Zeit so viel genannte Prof. Dr. Martin Spahn in Straßburg hat sich zu Weihnachten mit der Tochter des Sanitätsrats Dr. Karl Bracht in Berlin verlobt.
* Biserta, 31. Dez. Ein Militär-Gefangener machte einen Fluchtversuch. Da derselbe nach dreimaligem Anruf nicht stehen blieb, feuerte der Wachtposten auf ihn. Der Flüchtling sank, ins Herz getroffen, sofort tot nieder.
* Rätselhafter Selbstmord. In Großwardeini hat sich der Rittmeister Valentin Revesz des 7. Hu-, saren-Regiments durch einen Schuß seines Jagdgewehres! getötet. Wie das „N. W. T." meldet, war Rittmeister Revesz ein ideal schöner Mann, strotzend von Gesundheit, und ein berühmter Herrenreiter; der Anlaß, der den allseits beliebten Offizier zum Selbstmord getrieben hat, ist vollständig unbekannt. Die letzte Nacht vor dem Selbstmord verbrachte Rittmeister Revesz in bester Laune im Kreise von Kameraden; er zog mit ihnen zu dem Hause einer Dame und veranstaltete ihr eine Serenade. Dann verabschiedete er sich von seinen' Kameraden und begab sich in seine Wohnung in die Kaserne, wo er einige Briefe schrieb. Später sandte er seinen Diener mit dem Pferde weg und gab ihm den Auftrag, er möge ihn um 11 Uhr vormittags wecken. Als der Diener bem Auftrage nach kommen wollte und das Zimmer seines Herrn betrat, hatte Rittmeister Revesz bereits den Sellrstmord verübt und war tot; der Schuß hatte ihm das ganze Gesicht zerrissen. Rittmeister Revesz entstammte einer sehr vornehmen Familie; er war ein Neffe des reformierten Bischofs Revesz. Während der letzten Manöver hatte Rittmeister Revesz durch seine kühnen Husarenstückchen viel von sich reden gemacht.
* EinUngari scher Oberleutn ant im Duell erschossen. In Hermannstadt herrscht große Aufregung wegen eines blutigen Zweikampfes zwischen Offizieren der dortigen Garnison. Zwei Kameraden, ein Oberleutnant vom Trainbataillon und ein Manipulations-Offizier (militärischer Verwaltungsbeamter) gerieten, obwohl sie eng befreundet waren, beim Kartenspiel in einen heftigen Streit. Die Folge davon war, daß der Manipulationsoffizier seinen Partner auf Pistolen forderte. Das Duell fand statt, und beim ersten Kugelwechsel sank der Oberleutnant tot zu Boden. Die Militärbehörden von Hermannstadt haben sofort eine strenge Untersuchung eingeleitet und über den traurigen Vorfcll) dem Kriegsminister Meldung erstattet.
. . 11 211 539,— „
Jahre zugenommen. In der Land mann strafte wurde vom Felde aus mit einem Revolver an einer Hausthür die Glasscheibe durchschossen. Die Kugel prallte an der Wand ab, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. In der Frank- furterstraße entstand ein Kaminbrand. Daß es auch nicht ganz ohne Schlägereien abging, ist selbstverständlich, doch trugen die Beteiligten nur unbedeutende Körperverletzungen davon. — Eine eigene Gratulationsart wählte ein Mann auf dem Seltersweg, der seine Frau aus einer Wirtschaft herausprügelte und auch auf der Straße noch nicht von ihr, trotz ihres lauten Rufens, ablassen wollte.
** Zum Vortragskurs. Während der Dauer des Vortragskurses für praktische Landwirte in Gießen (7. bis 10. Januar) wird in der Turnhalle eine Restauration, in der auch warme und kalte Speisen verabreicht werden, eingerichtet werden. Die Beteiligung am Vortragskurse verspricht auch diesmal wieder groß zu werden, namentlich sind auch aus den benachbarten preußischen Landesteilen zahlreiche Anmeldungen erfolgt.
** Vier Jahreszeiten. Seit gestern konzertiert das Damcn- Orchester „Hamrnonia", Dir. W. Mackens, in den Vier Jahres zeiten. Allabendlich stndct von 8 Uhr an in dem Lokal Konzert statt.
** Leichenlandung. Die Leiche des seit dem 13. November v. I. vermißten Agenten Julius Annuß ek von hier wurde am 31. Dezember an Burks Mühle aus der Lahn gekündet.
** Tas warme Wetter, mit dem das Jahr 1901 abgeschlossen hat, ist fast beispiellos. Bisher war in den letzten 54 Jahren, für die genaue meteorologische Angaben vorliegen, der Sylvestertag des Jahres 1878 mit einer Mitteltemperatur von 9,6 Grad am wärmsten gewesen. Diese Temperatur dürfte von der des 31. Dez. 1901 um nicht weniger als 2 Grad übertroffen worden sein. Den kältesten Sylvester hatte das Jahr 1870 mit — 12,5 Gr. Im vorigen Jahr- zent war der letzte Tag am kältesten im Jahre 1892 mit — 7,5 Gr., am wärmsten 1899 mit 4,0 Gr. Im Jahre 1900 betrug die Mitteltemperatur des 31. Dez. — 5,5 Gr., lag also etwa 18 Gr. unter der diesmaligen. Falb, der wunderliche Wetterheilige, prophezeit in seinem „Wetterkalender für das 1. Halbjahr 1902 (Berlin SW. 12, Hugo Steinitz) für die Tage vom 1.—5. Januar: „Es ist ziemlich trocken!" Diese ziemlich trockene Bemerkung steht natürlich in direktem Widerspruch zu den Thatsachen. Ein grauenhafteres Regenwetter, wie es uns der heutige 2. Januar beschert hat, ist undenkbar.
)( Lich, 1. Jam Heute Morgen gegen 6 Uhr ertönte in dem benachbarten Bettenhausen der Ruf „Feuer". Es brannte die Hofratte des Heinrich Schmeel 1. Bald stand das ganze Gebäude in hellen Flammen. Infolge des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Element auf seinen Herd beschränkt werden. Die Entstehung des Brandes ist unbekannt. Man vermutet indessen Brandstiftung.
g. L o l l a r, 1. Jan. Hier wird von mehreren Bürgern beabsichtigt, einen neuen Verein unter dem Namen „Bürgergesellschaft" ins Leben zu rufen, der bezwecken soll, seinen Mitgliedern und Angehörigen öfters Gelegenheit zu zwangslosem, gemütlichem Zusammensein zu geben.
§ Butzbach,2. Jan. Am Neujahrstag ist für unsere Stadt eine den Betrieb mechanischer Musikinstrumente betreffende Polizei-Verordnung vom 21. Juni v- Js. in Kraft getreten, wonach in Wirtschaften nur von nachmittags vier bis abends 10 Uhr Orchestrions, Orgeln, Harmonikas und ähnliche Instrumente benützt werden dürfen. An den ersten Tagen von Ostern, Pftngsten und Weihnachten, sowie an deren Vorabenden, ferner in der ganzen Karwoche ist der Betrieb dieser Instrumente nicht gestattet. Dagegen kann die Spielzeit an Sonn- und Festtagen, sowie für andere besondere Anlässe verlängert werden.
s. Butzbach, 31. Dez. In der St. Markuskirche fand ein Sylvestergottesdienst für die Zivil- und Militärgemeinde statt. Das geräumige Schift und der Chor waren bis zum letzten Platze gefüllt. Vor und nach der Festpredigt sang ber Mannergesangverein erhebende Lieder.
Nieder-Ohmeo, 30. Dez. Der hiesige Kriegeroerein pflegt den Brauch, bei der Hochzettsfeier eines Kameraden eine Ehrensalve chm zu Ehren abzugeben. Dies war auch dieser Tage der Fall; allein die freudige Veranstaltung nahm ein betrübendes Ende. Der Verein kehrte vom Hochzeitshause in die Wirtschaft des Herrn Langohr zurück, wo ein Gewehr auf einen Wirtstisch gelegt wurde. Das Gewehr war noch geladen und sollte hier entleert werden. Bei Oeffnung der Kammer entlud sich der Schuß und traf einen jungen Burschen in die Backe, die schrecklich zerrissen wurde; auch ein Auge wurde stark in Mitleidenschaft gezogeu. Der Arzt veranlaßte das für den Augenblick Notwendige, hielt es jedoch für erforderlich, daß der junge Mann in die Klinik nach Gießen verbracht wurde.
Darmstadt, 1. Jan- lieber den Umbau der Darmstädter Bahnhöfe wird mitgeteilt, daß eine Zusammenlegung der zur Zeit bestehenden Bahnhöfe ins Auge gefaßt ist, und zwar aus der gegenwärtig von ihnen eingenommenen Stelle; die Bahnhöfe sollen so zu gemeinsamem Betriebe vereinigt werden. Die wesentlich zu vergrößernde Hauptwertstätte wird auf ein bei Bessungen dem Staate gehöriges Gelände verlegt, sodaß ziemlich viel Raum auf .dem Main-Neckar-Bahnhof gewonnen wird. Die Darm- ftäoter Werkstätte der Gemeinschaftsverwaltung soll durch eine Abteilung für Lokomotivausbesserung ergänzt werden, die über den Bedarf der Main-Neckar-Bahn hinaus den Bedürfnissen des Gemeinschafts'betriebes zu dienen hätte. Die Kosten des Umbaues der Hauptwerkstätte sind zu 2930000 M. veranschlagt; für das Etatsjahr 1902 bis 1903 werden davon im Hauptvoranschlag als erste Baurate 500000 Mk. vorgesehen. Die Kosten des Bahnhofumbaues werden zu rund zehn Millionen Mark veranschlagt; als Irfte Baurate werden ebenfalls 500000 Mk. gefordert-
** Mainz, 1. Jan. Der Mittelrheinische Fabrikantenverein hüt seine ordentliche Generalversammlung am 9. Januar im Kasino Hof zum Gutenberg ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vottrag des Profeffors Dr. M. Bi ermer - Gießen: „Der Reichseisenbahngedanke".
Mainz, 31. Dez. Der Redakteur und Landtagsabg. Philipp Haas von hier sollte sich heute wegen Beleidibungoes ostasiatischen Armeekorps, verübt durch einen Preßartttel, vor der hiesigen Strafkammer verantworten. Der Angeklagte, der schon wiederholt zum Verhandlungstermin vorgeladen war, zog es vor, gestützt auf feine Immunität alsLandtagsabgeord- neter, nicht zu erscheineli. Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt beantragte die Festsetzung eines neuen Termins und zu diesem die Vorführung de§ Angeklagten. Die Ansicht des Angeklagten, daß er als Landtagsabgeordneter nicht zu eftcheinen brauche, sei irttg. Auf Grund des Art. 84 der Verfassung sei nur die Inhaftnahme, aber
Universitäts-Nachrichten.
Darmstadt, 31. Dez. Geh. Hosrat Prof. Dr. Georg Schaefe-r, ordentlicher Professor der Kunstgeschichte an der hiesigen Technischer Hochschule seit dem Jahre 1869, feierte gestern das 50jährige Jubiläum seiner Doktor-Promotion an der Landes- Universität Gießen. Der Dekan der philosophischen Fakultät der Universität Gießen Herr Prof. Dr. Elbs überreichte dem Jubilar ein Jubel-Diplom im Auftrage der Fakultät und Dr. Sauer, Professor der Kunstgeschichte an der Universität, gedachte der wissenschaftlichen Werke des Geh. Hofrats Schaefer, inÄesondere auch seiner Verdienste um die Kunstdenkmäler Hessens. Der zeitige Rektor der hiesigen Technischen Hochschule, Geh. Hofrat Professor Dr. Schering, übermittelte dem Jubilar die Glückwünsche der Senate der Hochschule, Professor W i ck o v diejenigen der Abteilung für Architektur. Von dem Staatsminister Rothe und dem Rektor der Landes-Universität Professor Dr. Hansen trafen Glückwunschschreiben ein. — Die Darmstädter Studentenschaft beabsichtigt, am 21. Januar eine Bismarckfeier zu veranstalten, deren Reinertrag zum Bau einer Bismarckssäule verwandt werden soll. Der Großherzog hat das Protektorat übernommen. Die Studentenschaft hofft auf eine zahlreiche Feier seitens der Bürgerschaft.
Marburg, 31. Dez. Dem mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Abteilungs-Vorstehers beim Institut für Hygiene und eftierimentelle Theraphie an der Universität Marburg beauftragten Dr. Wilhelm Ruppel ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden.
Ans Stadt und Kand.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik besindlichenOriginal-Nachrichten istuurunter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.)
Gießen, 1. Januar 1902.
** Vom neuen Jahr 1902. Das Jahr 1902 ist ■ein sogenanntes Gemeinjahr von 365 Tagen mtt 52 Wochen. Von den hohen Festtagen fällt Karfreitag auf den 28. März, also ungewöhnlich früh, Ostern auf ben 30. und 31. März, der Himmelfahrtstag auf den 8. Mai, das Pfingstfest auf ben 18. unb 19. Mai, ber Buß- und Bettag auf ben 19. November und bas Totenfest auf ben 23. November. Im« übrigen entspricht bas nach christlicher Rechnung 1902. Jahr bem 2649. Jahre ber Nabonassarischen unb dem 7410. Jahre ber byzantinischen Aera, sowie dem 6615. Jahre ber Julianischen Periode und dem 5662/64. Jahre ber Israeliten. Seit ber Sintflut jinb 5240 Jahre, Einführung des Julia- nischeu Kalenders 1947, EinWrung des verbesserten Kalenders 202 Jahre vergangen.
** Jubiläum. Am 1- Januar waren 25 Jahre verflossen, seit der Vorsitzende ber Gießener Handelskammer, Kommerzienrat F. C. B. Koch, dieser Körperschaft an- g-ehött. Sett 12 Jahren versieht der Jubilar das Amt des Präsidenten. Gestern begaben sich die beseitigen ältesten Mitglieder ber Kammer, die Herrenn Kommerzienrat Heichelheim, Kaufmann Balser unb Kaufmann Katz in die Wohnung des Jubilars, um chm bie Glückwünsche ber Kammer nebst einem prächtigen Blumenarrangement zu überbringen. Der Großherzog hat dem Jubilar zu diesem Ehrentage das Ritterkreuz 1. Kl. des VerÄenstordens Philipps des Großmütigen verliehen, das ihm durch den Provinzialbirektor Geheimrat v. Bechtold überreicht wurde. Der Vorstand des Detaillistenvereins überbrachte im Namen 'des Vereins Glüellvünsche und ein Blumenangebinde. Eine besondere Ehrung wird dem um bie Interessen des Han- belsstanbes in Gießen und Umgegend verdienten Jubilar durch ein Festmahl zu teil werden, das am 9. ds- Mts. int Hotel Großherzog von Hessen stattfiuden soll.
** Aus dem Polizei bericht üb er das GießenerLebenundDreibeninderNeujahrs- nacht. Die Neujahrsnacht verlief im allgemeinen ruhig. Die Schutzmannschaft verwehrte es beim Anbruch des neuen Jahres den Straßenpassanten nicht, sich gegenseittg den üblichen Neujahrsglückwunsch zuzurufen und Neujahrslieder zu singen. Um 1 Uhr trat von selbst wieder Ruhe ein. Das Abbrennen von Feuerwerks körpern, insbesondere das
getroffen worden, wonach der berühmte französische Schau-, spieler mit einer ganzen französischen Gesellschaft an zwei! Abenden und zwar am 26. uno 28. Januar 1902 gastieren; wird.
Kassel, 1. Jan. Der Vorstand der Lan d es - Ver^ sicherung sanft alt Hessen-Nassau hat an bie Landräte und Magistrate der Provinz ein Rundschreiben gerichtet, indem er u. a. erklärt, daß er von ben zur Kapitalanlage verfügbaren Beständen bis zu einem Drittel derselben als Darlehen zum BauvonArbeiterwohm, un g en bereitstelle, und von der zu diesem Zwecke aus°i zuwerfenden Summe bis zu zwei Drittel den gemein^ nützig en Bauvereinen zuwenden, den Rest zum Zwecke des Baues von Wohnhäusern einzelner Arbeiter bereitstellen werde. Bei der Gewährung von Darlehen für Arbeiterwohnungen soll regelmäßig an einer Amortisattons- cjuote von IA/2 Proz. jährlich festgehalten, die übrigen, früher beschlossenen Bedingungen aber beibehalten werden, wo--, nach sich der Zinsfuß von 3 Proz. auf 31/2 Proz. erhöht, sobald die einer Baugenossenschaft bewilligten Darlehen insgesamt ben Betrag von 500 000 Mk. übersteigen.
Marburg, 30. Dez. Den Bemühungen hiesiger Bürger und Stadtverordneten ist es gelungen, den Stadtverordneten- Vorsteher Rechtsanwalt Dörffler, der s. Zt., wie wir mit- teilten, wegen Differenzen mit einem Stadtverordneten sein Amt niederlegte, zur Weiterführung des Amtes zu bewegen.
** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Im Kunst-Salon Hermes in Frankfurt a. M. hat ein Vandale ein wettvolles Gemälde dadurch ruiniert, daß er ihm mit einem Bohrer oder Nagel die Augen ausgestochen und es sonst beschädigt hat. Für bie Feststellung des Thäters ist eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt. — T.r Beigeordnete Dietz in Niederweisel ist an der inneren Verletzungen, die er sich im letzten Frühjahr beim Holzaufladen durch einen Sturz vom Wagen zuzog, gestorben. Der Verstorbene erfreute sich besonderer Achtung und Wettschätzung und genoß den Ruf, einer der bedeutendsten Pferdezüchter des Großherzogtums zu fein.
77 630 Mk. — hat in den Kurfonds zu fließen.
Der Stand dieses Kurfonds wird — wie in dem Vermögensbudget angegeben — zu Beginn des Etatsjahres 1902/03 betragen 123 030 Mk. und sich durch Zuführung oorbemerkter . . 77 630 „
aus den Erträgnissen der Badeanstalt erhöhen auf ... 200660 Mk.
Es sollen aus ihm die Kosten verschiedener größerer


