Ausgabe 
1.12.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. «82

Zweites Blatt. 152. Jahrgang

Montag 1. Dezember 1903

ttbrefli füx Depelchenr Anzeiger Gießen.

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btm Gießener Anzeiger exrden im Wechsel mit dem Kesßschea Laadwtck bie Siebener Kamillen, blätter viermal In der Woche detgelegt.

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen LDZ

Z>te heutige Plummer umfaßt 12 Seiten.

sei. Der Artikel lasse

idlichen Egoismus in

ut des Pangermanis-

trotzigen Ge- nrd sich aber

^erklärte, sich einer

halten und die englische Regierung jetzt auch anerkennen. Nur tnöchte man ihn sterben lassen dort, im Lande seiner Väter. Ein rührendes Bild echter, vaterländischer Ge­sinnung und Seelen gräsie!

England erkenne, Deutschland entgegen-

Deutsches Deich.

Berkin, 30. Nov. Wie aus Schloß Neudeck gemeldet wird, ist der Kaiser Freitag abend auf dem Bahnhofe Radzionkau eingetroffen. Er wurde vom Fürsten Henckel von TonnerSmärk empfangen und fuhr sodann mit dem Gefolge und den übrigen Gästen nach Schloß Neudeck.

Ter regierende Herzog Ernst von Sachsen-Alten­burg war int Hotel Reichshof schwer erkrankt. In der Haupt- äche litt er an asthmatischen Anfällen und hochgradiger Schwäche. Im Laufe des gestrigen Tages waren vom Kaiservoare und zahlreichen anderen Fürstlichkeiten tele­phonische tmd telegraphische Erkundigungen nach dem Be- inden des Herzogs im Hotel eingegangen. Ter Herzog teht im 77. Lebensjahre. Eine spätere Meldung aus Berlin besagt: Im Befinden des Herzogs von Sachsen- Altenburg ist eine wesentliche Besserung eingetreten.

Ter ehemalige preußische Eisenbahnminister v. May- bach empfing zu seinem 80. Geburtstag am Samstag ein eigenhändiges Glückwunschschreiben des Kaisers. Unter den persönlichen Gratitlanten befandm sich auch der Reichskanzler Graf Bülow und Minister Budde.

P a d e r b o r n, 30. Nov. Ter frühere langjährige Reichs­und Landtaasabgeordnete, Zentrumsmitglied .Hesse-Pader­born ist gestorben.

Bremen, 30. Nov. Bei den Bürgerschaftswahlen ge­wannen die Sozialdemokraten zu elf alten noch echS neue Sitze. Außerdem kommen sechs sozialdemokratische Kandidaten in Stichwahl. Tie Bürgerschaft besteht aus 150 Mitgliedern.

Tie Danke skundgebung der K'rupp scheu Ar­beiter an den Kaiser wird in einem Telegramm bestehen, zu welchem jetzt Unterschriften gesammelt werden. Auch ist beschlossen worden, für Krupp ein Denkmal zu errichten, wie dies auch für den Vater des Verstorbenen, Alfred Krupp, auf dem Fabrik-Terrain an der Limbecker Straße geschehen ist. Zur Beisetzung Krupps hat sich auch ressen französischer Konkurrent Schneider, der Besitzer der Creuzot-Werke, mit seinem ersten Ingenieur nach Essen begeben.

Neunkirchen bei Saarbrücken, 30. Nov. Heute wurde hier das Denkmal für den Großindustriellen und früheren Reichstagsabgeordneten Freiherrn von Stumm-Hal- 6 er g enthüllt. An der Feier nahmen Teil der komman­dierende General des 8. Armeekorps. Generaladjutant von Deines, Generaloberst v. Los, Staatsminister Freiherr von LuciuS-Ballhausen n. a. Tie Festrede hielt der General­direktor des Stummschen Werkes ZiMken. Hierauf sprach Generalleutnant v. Schubert. Er gab davon K'enntniS, daß das gegenwärtige Vermögen des Knappschastsvereins von dreiviertel Millionen Mark auf anderthalb Millionen Mark verdoppelt werde als Stumm-Halberg-Stiftung.

Ordnung zu schaffen. 1 , . .

Während sich Lord Chamberl Fahrt

nach Südafrika befindet, reisen die ehemalc^n Buren- generale von allen Seiten dorthin, Minister zusammenzutreffen, und bei1

s-inen Erzfeind um die Erlaubnis, t

Lhren zu dürfen; er wolle gern jick-1 atter llmtriebe ent-

Ausland.

Wien, 30. Nov. Ministerpräsident Körber wurde gestern vom Kaiser empfangen. Nachmittags sollte ein Ministerrat stattfinden.

London, 30. Nov. Auf dem Kolonialamt wird versichert, daß bezüglich der gegen Venezuela zu ergreifen­den Schritte zwischen Amerika, England und Deutsch­land ein vollständiges Einvernehmen bestehe. Tie nach Venezuela entsandten deutschen und englischen Geschwader würden dem Präsidenten Castro ein kurzes Ultimatum stellen, und, falls derselbe die englischen und deutschen Forderungen nicht erfüllt, alsbald scharf vorgehen.

Athen, 30. Nov. Tie Wahlen sind ohne erheblichen Zwischenfall verlaufen. Soweit bisher bekannt, ist in Athen die gesamte Liste der Telv annist en durchgedrutrgen, während keine Anhänger der Regierung oder der Thsotokisten ge­wählt wurden. Tie Delvannisten veranstalteten lärmende Kundgebungen in den Straßen der Stadt.

Madrid, 30. Nov. In derDeputiertenkammer erllärte der Unterrichtsminister, daß er das Dekret, wonach der Katechismus in Katalonien in spanischer Sprache gelehrt werden müsse, aufrecht erhalte.

Cettinje, 30. Nov. 'Tie Difierenzen zwischen dem Fürsten von Montenegro und dem Erzbischof von Autivari, Milin owifich, wurden in freundschaftlicher Weise beigelegt.

Politische Wochenschau.

Go aufgeregte Stunden, wie in der verflofienen Woche, haben wir in Deutschland seit längerer Zeit nicht mehr erlebt. Die parlamentarischen Kämpfe im Reichs­tag um den Zolltarif haben sich in einer Weise zuge­spitzt, daß sie beim besten Willen nicht mehr alspar­lamentarisch" bezeichnet werden können. Mag man einer starteirichtimg angehören, welcher man wolle, jeder, der es ehrlich meint mit den konstitutionellen Rechten deS deufichen Volke? und seiner berufenen Vertretung, vird über die ttrrbulenten Lärmszenen vom Donnerstag Ttnb Freitag, wie über die ganze jetzt geschaffene Situation -mb bas öde, nerv en erregende Parteigezänk int Reichstag nur ein tiefes, aufrichtiges Bedauern empfinden können. Eigentümlicherweise haben bie wüsten Ebenen zwischen der Mehrheit und ber Minderheit gerade in dem Moment ihren unerquicklichsten Charakter erreicht, in welchem die vertraulichsten Verhandlungen zwischen den Führern der wlltariffreundlichen Parteien und der Reichsregierung zu tiner endgiltigen Verständigun g geführt zu haben

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 1. Dezember 1902.

Zur gefl. Beachtung. Der leitende Redakteur unseres Blattes, Herr P. Wittko, hat mit dem heutigen Tage auf ärztliches Anraten einen mehrwöchigen Urlaub angetreten. Der politische Vertreter unseres Blattes in Darmstadt, Re­dakteur Friedrich Hannemann, hat an seiner Stelle die Re­daktionsführung übernommen.

**Hvfnachrichten. Am Montag mittag wird in Darmstadt im Offizierkasino des 1. Gvoßh. Jnfanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 Hofrat Kofler einen Vor­trag über seine kürzlich gemachten Ausgrabungen bei Bayers- eich halten, dem S. K. 5). der Gr o ß h erzv g anzuwohnen beabsichtigen. Am Abend dieses Tages gedenken S. K. Hoheit einer Einladung zu einer Abendgesellschaft beim englischen Geschäftsträger Mr. Johnstone zu folgen.

* Anszeichnun gen. S. K. H. der Großherzvg haben Allergnädigst geruht, am 5. d. M. dem Zugführer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemcinschaft Johann Georg Ramge zu Gießen aus Anlaß seines am 6.

November l. I. stattgehabten fünfzigjährigen Tiensfiubi- läums das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

Pr. Konzertverein. Gestern öffneten sich, zum zweitenmale in dieser Saison die Pforten deS Klubsaalesi für bie Mitglieder und Freunde deS Konzertvereins, dis zahlreich herbeigeeilt waren, um sich an bett musikalischen Darbietungen zweier liebenswürdiger Künstlerinnen zu er­freuen. Fräuelin Hedwig Strache aus Berlin hat sich bereits int vorigen Winter, als sie in einem Liederabetld der Herren Duff und Strauß als Geigerin sich einsührtex ein gutes Andenken in Gießen gesichert, und dieser Um­land mag viel zu ihrem gestrigen Engagement 6 et getragen haben. Fräulein Hedwig Meyer aus Köln ist eine auf hoher Stufe künstlerischer Vollendung stehende Pianistin, die den ihr borangegangenen Ruf, eine gute Beethoven- pielerin zu sein, durchaus rechtfertigte. Es war keine leichts musikalische Köst, welche die beiden Tanten unserem Publi­kum vorsetzten, und namentlich die ersten vier Nummern ihres Programms ließen deutsch erkennen, daß sie sich hohe Ziele gesteckt hatten . Mit Beethovens Violinsonate in Cs- dur, opus 12, Nr. 3, wurde das gestrige Kvnzert in glück­verheißender Weise eröffnet. Tie beiden Künstlerinnen zeigten sich dabei nicht nur als sichere Ensemblespielerinnen/ sondern bewiesen auch durch ihre Vortragsweise, daß sie mit Erfolg bemüht waren, in den Geist des großen Ton­dichters einzudringen. Was Fräulein Meyer für eine glän­zende, auch die größten Schwierigkeiten sicher und leicht überwindende Technik besitzt, ließen die Vorträge der chro­matischen Phantasie und Fuge von Bach, sowie der in Gießen wohl noch nicht gespielten Sonate opus 110 von Beethoven deutlich erkennen. Auch in dem Vortrag der sechs Varia­tionen von Beethoven erwies sie sich als eine, tildjtigd Meisterin ihres Instruments, deren Vortragskunst in B^uH auf Auffassung ihren technischen Fertigkeiten nicht nachsteht. Daß auch Fräulein Strache nur nach den höchsten Zielen' strebt, war an ihrer Wiedergabe der Sonate Nr. 6 in E-dur von Bach deutlich au erkennen. Tie junge Tante hat seit ihrem letzten Besuch in Gießen nennenswerte Fortschritts gemacht; sie besitzt nicht nur eine staunenswerte Technik- sie weiß auch vermöge der wundervollen Cantilene, dis sie ihrem Instrument entlockt, getragene Satze stimmungs­voll vorzutragen, was uns besonders im zweiten Satz der Violinsonate angenehm auffiel. Mit einigen Solo stücken für Violine mit Klavierbegletiung eröffnete Fräulein Strache noch die Reihe einiger moderner Kompositionen von Joachim Strauß und Brahms, letzterer in Joachims Bearbeitung, mit denen sie das Publikum so begeisterte, daß sie sich zur Zugabe eines weiteren ungarischen Tanzes von Brahms- Joachim verstand. Zum Schluß spielte Fräulein Meyer drei schwierige Solostücke von Rachmaninvff, Scarlatti und Listzt, die namentlich geeignet waren, die große technische Fertig­keit der Künstlerin noch einmal int schönsten Licht erscheinen zu lassen, int übrigen aber den Geschmack weniger befrie­digten. Jedenfalls dürfen die beiden Tanten versichert fein, daß sie sich gestern im Klubsaal einen großen Erfolg erspielt haben, und daß sie ein gutes Andenken in Gießen hinter­lassen.

** Evangelischer Bund. Der gestern abend in Steins Garten veranstaltete Familienabend des hiesigen Zweigvereins des Evang. Bundes nahm beit schönsten Verlauf. Es giebt biefe Thatsache eine Gewähr bafür, baß die an anderen Orten festgewurzelte Einrichtung auch hier den richtigen Boden find. Nach einer kurzen Be­grüßung durch den Vorsitzenden des hiesigen Zweigvereins brachte Herr Pfarrer Werner von Frankfurt ist feiner Rebe seinen Vortrag über bie religiöse und na-« tionale Bewegung im Reformationszeitalter zu Gehör. In gewanbter rhetorisch vollenbeter Sprache führte ber von früher bestens bekannte Rebner aus, wie bie gesamte religiöse und nationale Bewegung ber Reformationszeit sich in Luther verkörpere. Nicht nur ber Anstoß zur kirch­lichen Reformation würbe von diesem gegeben, sonderst auch die Grundlage zu einer nationalen (Einigung, wenn diese auch dem deutschen Charakter entsprechend noch Tange Zeit zur Ausreifung bedurfte. Ter Redner entrollte ein packendes Bild von Luthers deutscher Gesinnung, seinem deutschen Mut, seinem deutschen Gemüt und Humor. Seinen mit reichem Beifall belohnten Vortrag schloß Redner mit dem Wunsche, daß die Zeit kommen möge, wo Christentum und nationales Denken in Deutschland so geeint feien, daß sie in Luther grüßen ihren größten religiösen Re­formator. Ebenfalls wohlverdienten Beifall fanden bie Liebervorträge unb Sologesänge des Gemischten Chors des Ev. Arbeitervereins, die ihrem tüchtigen Dirigenten Herrn Lehrer Gernhardt alle Ehre machten. Die lebhafte Aner­kennung der Anwesenden veranlaßte den Chor zu einer Zugabe aus seinem reichen Liederschätze.

* * 25 jähriges Dienstjubiläum. Der Post­schaffner Gerbig beim hiesigen Postamt 1 ist heute 25 Jahre im Dienste der Reichs-Post- und Telegraphen-Ber- : waltung. Der Jubilar hat bie Felbzüge von 1866 unb . 1870/71 mitgemacht.

* * Einen M ensch en auflau f verursachte gestern abenb gegen 12 Uhr in ber Bahnhofstraße ein Mann, ber in anscheinend betrunkenem Zustande seine Frau, welche ihn zum Nachhausegehen zu veranlassen suchte, in der . gemeinsten Weise beschimpfte und schließlich auch thätlich angriff. Durch Dazwischentreten einiger, über diese Hand- . lungsweise mit Recht empörten Passanten wurde der Un- . hold zum Schweigen gebracht.

* *Der hessische Kamerad". Wie wir schon mitteilten, erhält vom 1. Januar 1903 ab die Kriegerrame- i radschaftHassia" ein eigenes Verbandsorgan unter dem : TitelDer Hessische Kamerad". Tie Kriegerkamerabschaft :Hassia", welche jetzt 30 Jahre besteht, benutzte bis 1892 . bieDeutsche Kriegerzeitung", und als diese einging, bezw.

jcheinen.

^Noch bektagenswerter, als bie parlamentarischen Streitereien, ist ein Vorfall gewesen, bessen erschütternbe Tragik wohl jedermann ohne Unterschied der Lebensstel­lung mit ergriffen hat: Das plötzliche Hinscheid^n Al­fred Krupp's. Er starb als ein Opfer schamloser, nie­derträchtiger Derleumdunassucht, die, von italienischen Aowdis ausgestreut, in radikalen deutschen Blättern leider tut einen allzufruchtbaren Boden fand. Aufs höchste ist Tiber bie feige Verleumdungsthat ber Kaiser empört luorben, der bei der Beisetzung der sterblichen Hülle des Verewigten seinem Zorn in scharfen Worten Ausdruck Hab ui'.d in unzweideutigster Weise seinen kaiserlichen .Schild schützend über den makellosen Lebenswandel und Lie volle Lauterkeit seiner Gesinnung erhob.

In unserem engeren Heimatlande hat mit der ab» gelaufenen Woche das parlamentarische Seben seinen An­fang genommen. Die hessischen Land stände sind vom (Zroßherzog mit einer längeren Thronrede eröffnet wor­ben, in welcher die zahlreichen und zum Teil sehr diffi­zilen Aufgaben, mit denen sich namentlich die zweite Kam- Vier zu beschäftigen haben wird, im etn^efnen aufgezählt Vierden. Tic letztere hat mit Wusnafime des zwecken Lchriftführers das Präsidium der letzten Tagung wieder- rewahll:' der Haushalts et at, der wenige Tage nach 8em Zusammentritt der beiden Kammsern zunächst nur Len Abgeordneten zugestellt worden ist, weist wiederum arine starke Steigerung ber laufenben bernemben Ausgaben acuf. Die wesentlichen Positionen des . neuen Etats sind in biefent Blatt bereits zum Ausdruck gebracht worden. Da Sie eigentliche parlamentarische Beratung der Zwerten Kammer voraussichtlich mit dem Mogiat Februar ihren Anfang nimmt, wird sich bie gegenwärtige Tagung wahr­scheinlich toieberum bis tief in den Sommer hinein aus- 1 ehnen. ) w .

Im Ausland haben sich manchle Vorfälle ereignet, Re von Teutschlanb immerhin mit Mifmerfiamkeit ver- fjolgt werben müssen. So tritt jetzt tauch in Rußlanb Ler Haß gegen das deuffche Reich jwieder hervor. Aus Moskau schreibtman" nämlich demjStandard", daß der ^Swet" einen gegen Deutschland geriichteten Artikel bringe, ^ber selbst Diejenigen überraschen müs/se, denen die Deutsch- ftinblickkeit dieses Blattes bekannt sei. Der Artikel lasse Den tiefen Haß, ber augenblicklich Riußlanb gegen Teutfcf)* Eanb beseele, beutlich erkennen. Jo heißt

«s, habe sich burch seinen unermt weniger als einem Iahrhunbert mrs einem Nichts zum L'enker ber Weltgeschicke gemacht. Die romanischen und ^lavischen Nationen seien der Hochfi mus nicht mehr gewachsen. Selbst Saß es zur Rettung seiner Existenz . , -

fceten müsse. Rußlanb habe erkannt, daß es Oester­deich als letztes Bollwerk gegen Teutschlanb unterstützen müsse. Es gebe nur ein Mittel gegen ^Deutschland, nämlich erbarmungslosen Egoismus in Politik und Hcmbel . Man steht auch hier sehr deutlich: Schöne Seelen finden sich.

Sehr böse sieht's noch immer im Mittelamerika aus. Das durch fortwährende Revolution ^ korrumpierte Vene- Mela unb sein jetziger Vräsident Ca stro nahmen aus die Forderungen Deutschlands und ® n £J ° n Sicherheit von Leben und Gilt ihrer £ ^gehörigen ge­währleisten, eine dreiste Haltung an- und Castro macht kine Anstalten, die durch die Unruhen entstandenen Vn- rhifte zu ersetzen. Auch für die Ermordung des beulten ?'llantagenbesitzers Rüssel, fitr die ^i^^eck erfolgte Fest­nahme der beiden Unteroffiziere der

li'ch daran schließenden Angriffe des P^^s auf dm Handels- DampferValesia" ist keine ausreichenlHe Genugthuung ge geben worden . Castro verläßt sich bei ^tzigen Ge­fahren ohne Zweifel auf die MonroedoK^um ^b sich aber Sabei arg lauschen; denn Roosevelt

gemeinsamen Aktion der deufichen un?d englischen Flotte Gegenüber neutral halten zu wollen, Ui^er der Bedingung, M amerikanisches Gebiet nicht annekt^t würd.. Hoff

: L-ch gelingt es jetzt dem gemeinsamen ? Vorgehen Uglands unb Deutschlands dort endlich einmal^gründlich Ruhe und