Ausgabe 
1.7.1902 Erstes Blatt
 
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Ver

h Tc ein für aller Porjt die P noch . Jahr e rooburc stallet.

gelaufenen Jahr verbaut. Besonders zu bemerken ist, daß dem Burgwirt durch Errichtung eines Stalles im Meren- ^erger Flügel die Aiöglichkett geschaffen wurde, eine oder

k viuz Westfalen zum Andenken cm Kaiser Wilhelm I. erdichteten Denkmals.

wohnerschaft eine der seltenen Gelegenheiten geboten, die Gießener Studentenschaft in gemeinsamem farbenprächtigen Aufzug zu sehen, und die Bitte, die Häuser zu flaggen und durch frohe Teilnahme am Fest den Tag verschönern zu helfen, ist damit wohl von selbst gerechtfertigt.

** Omnibusverkehr nach dem Philosophen­wald. Zu der am Mittwoch im Philosopheuw<!ild statt-

findenden Feier der Immatrikulation des 1000. Studenten werden die Sommerwagen der Omnibusgesellschaft zwischen Bürgermeisterei und Wald verkehren und zwar nachmittags von 4 Uhr ab bis abends. Fahrpreis 20 Pfg.

** Besitzwechsel. Der Wagenmeister Schulmeyer verkaufte sein Hails Stephanstraße 29 an den Kaufmann Fritz Roth für 42 500 Mk.

o Allen dorf a. d. Lda., 1. Juli. Gestern wurde hier ein achtjähriger Junge mit knapper Not vom Ertrinken gerettet. Der Knabe hatte in einem Weiher Wasser schöpfen wollen. Das Untersinken des Knaben ist von Nienianden beobachtet worden. Nur die Bewegungen im Wasser hatte nmrt gesehen. Es vergingen einige Minuten, bis der Er­trinkende vom Straßenmart Wißner aus dem Wasser gezogen werden konnte. Durch Reiben und Bürsten brachte mein ihn wieder zum Athmen. Aerztlichc Hilfe war bald zur Stelle. Die Polizei sollte ihr Augenmerk auf den gefährlichen Platz an der Nordecker Straße richten.

(-) Hungen, 1. Juli. (Original-Telegr. des Gieß. Anz.) Die Brand-Katastrophe auf der Grube Friedrich" hat ein weiteres Opfer gefordert. Der Arbeiter Streb aus Stcinheim ist seinen Verletzungen erlegen. Auch die anderen Verletzten befinden sich zum Teil in Lebens­gefahr.

sd. Darmstadt, 30. Juni. Die Ausschüsse der ersten Kammer werden morgen, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zur Beratung der in der ersten Kammer erledigten Gegenstände zusammentreten. Die Plenarsitzungen dürsten am Samstag beginnen. Unser Prinzeßchen Elisabeth hat sich eine starke Erkältung mit Husten zugezogen, so daß es besonderer Pflege bedurfte und die beabsichtigte Reise nach Koburg unterbleiben mußte. Wie wir jetzt zu unserer Freude vernehmen, ist unser allgeliebtes Fürstenkind wieder auf dem Wege der Besserung, sodaß es bald wieder genesen sein ivird. Demnächst findet eine größere miltärische Hebung für Volksschullehrer statt, die zu einer Com­pagnie zusammengezogen werden. Am 27. Juli wird eine Anzahl Offiziere des Beurlaubtenstandes und am 28. Juli eine Anzahl ehemalige Einj.-Freiw. zu achtwöchentlichen Hebungen eingezogen. Wie schon berichtet, werden unsere Truppen am 26. August zu den Manövern ausrücken und wird der Regimentsstab des Jnf.-Regts. 115 am ersten Tag in Münzenberg, Butzbach, Griedel und Gambach einquartiert werden. Es findet zunächst Gefechtsschießen im Manöoergelände statt, woran sich die Brigade-, Divisions­und Corpsmanöver schließen. Die Entlassung des 2. und 3. Bataillons findet am 22 September statt, während das 1. Bataillon und der Regimentsstab bis zum 24. September an einer Angriffsübung gegen Festungs- (Haubitzen) Artillerie teilnehmen, sodaß deren Entlassung erst am 25. September erfolgt. Wie bestimmt verlautet, findet beim 18. Corps im nächsten Jahre Kaisermanöver statt.

Frankfurt, 30. Juni. Die kriminalpolizeilichen Fest­stellungen über den Tod der Kathinka Petry im städtischen Schwimmbade sollen ergeben haben, daß der Tod durch Ertrinken eingetreten, daß aber ein strafbares Verschulden nicht nachzuweisen fei. Doch ist auch die Behörde der An­sicht, daß in der Kontrolle der Besuchszeiten ein Wandel ge- chaffen werden müsse.

* Kleine Mltteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am 29. Juni abends zwischen 11 und 12 Hhr wurde in einer Wirtschaft in Sachsenhausen ein Italiener von einem Landsmanne nach voraufgegangenem Streit mit einem Dolche erstochen. Der Unterleib wurde aufgeschlitzt, so daß der Tod nach wenigen Minuten eintrat. Der Erstochene war verheiratet und Vater von 4 Kindern. Der Redakteur Appelhaus aus Worms hat gestern Vormittag in der neuen Anlage in Mainz verb­ucht, sich durch einen Revolverschuß zu töten. Er wurde schwer verletzt in das Rochus-Hospital verbracht. Am 29. und 30. Juni wurden in Frankfurt mehrere Perso­nen vom Hitzschlag getroffen. Am 30. Juni, vormittags, als die 2. Kompagnie des 81. Jnf.-Regts. von einer Feld* üenstübung heimkehrte, brach in der Taunusanlage des Mus­ketier Kraus plötzlich zusammen. Er war noch nach einer )alben Stunde bewußtlos und mußte mittels Retttmgswagen in das Lazareth gebracht werden.

Ausland.

London, 30. Ium. Die Abendzeitungen melden aus Washington: Der amerikanische Konsul Livingstone in Kap Haitien ersuchte das Staatsdepartement um sofortige Entsendung eines Kriegsschiffes zum Schutz der amerikanischen Interessen. Dem Ersuchen wurde stattgegeben.

Aeorgs- und Maricu Bergwerks- und Hüttenvereiu brück. Die Aktien dieser Gesellschaft sind m den letzten der Berliner Börse wieder stark zurückgegangen. Auf ige antwortete die Direktion, sie habe keine Erklärung rten Kursrückgang der Aktien. Angesichts der Lage fei ruf die Stammaktien eine Dividende nicht möglich; im irden 4 Prozent gezahlt. Ob nach den Abschreibungen -ktien eine Dividende (i. V. 5 Prozent) erhallen, ' sei bersehbar. Tic Kohlenzeche Werne werde nächstes -oßen Teil des eigenen Kohlenbedarss decken können >)esanulage des Unternehmens sich erheblich besser ge- euer m den Wetten giebt zu häßlichen Vermutungen

fügt über ein bares, bei der Gießener Spar- und Leihkasse und beim Banthause Heichelheim angelegte-» Vermögen von ca. 4000 Aiark. Herr Lrbig warnt, diesen Betrag anzu­tasten und etwa zu verbauen, es fehle sonst dem Verein an sicheren Eingängen, wenn die Zinsen von dem Ver­mögen in Fortfall kommen. Der dann erstattete Rechen­schaftsbericht über das abgelausene Vereinsjahr konstatiert eine Einnahme von 4825 Mart, welche bis auf 318 Mark Barbestand verausgabt sind. 2876 Mark wurden int ab-

je nach Bedarf zwei Kühe zu halten. Der Verein zahlt 139 ordentliche und 5 außerordentliche Mitglieder. Die Schuld bei der Wetzlarer Sparkasse beträgt 11000 Mark. Ganz besonders wird zum Schluß des Berichts betont, daß im kommenden Jahre die unbedingt notwendigen Auf­wendungen zur Erhaltung des Wiederhergestellten über die Kräfte des Vereins hinausgehen. Bürgermeister Lich - tenthäler-Krofdorf spricht dem Kommerzienrat Gail, der in hochherziger Weise die Kosten des Wilhelms-Balkons getragen, den Kommerzienräten Heiligenstaedt und Heichel­heim, sowie dem Direktor Lemme und all den Herren, welche tn wahrhaft hochherziger Weise das Wert des Glei­berg-Vereins mit reichen Mitteln fördern halsen, den Dank des Vereins aus, und teilt mit, daß ihm die Nach­richt zugegangen sei, wonach die preußische Staatsregierung im laufenden Jahre ihre Interessen au den Gleiberg damit bethätigen will, daß sie wie im Vorjahre wieder 1000 Mart zur weiteren Restauration der Burg dem Verein überweisen wird. Geheimrat

Aus Johannesburg wird gemeldet: Die deutsche Kolonie hielt am 25. Juni einen Festkommers ab, um ihren freundschaftlichen Gesinnnngen für den König von England und die gegenwärtige Regierung von Transvaal Ausdruck zu geben. Der Vorsitzende Krause forderte die Deutschen, die natürlich der alten Regierung wegen der von ihr erfahrenen großmütigen Behänd-,^ m v r , --------------- - , ------

lung ihre Sympathie zugewendet hätten, auf iefat nach 93eJ 1 °1 b »ff1#4 nn Namen des Vereins der preuß.

»rfÄÄ s-wiwe

? n zwischen den früheren Feinden und zur Her- bereit sei, wieder einen Geldbetrag, und zwar 300 Mark,

fteaung non ^110^ unö frieden m Transvaal. Er ver- für den Gleiberg zu spenden. - Baurat Stahl entwickelt sicherte den Oberkommrßar Lord Milner, der an dem Kommers daraus das Banprogramm für das laufende Jahr. Das teilnahm, der Sympathie und der Unterstützung der Deutschen. Dach des Nassauer-Baues muß unbedingt neu gedeckt wer- Paris, 30. Juni. Während des gestrigen National-1 den. 19/20 aller Schiefer seien total entzwei, und es regne Turnfestes, dem Präsident Loubet beiwohnte, drängte sich ein überall zum Dache hinein. Ebenso sei eine Dielung des junger Mann, der auf der offiziellen Tribüne Platz genom- Bodens unbedingt erforderlich, um die Decken des großen men hatte, an den Präsidenten heran und nef ihm w: ?fn? kleineren Säle zu schützen. Die Kosten dieser

Wenn Sie die Turnvereine so lieb haben, nüe ©iJ behaupten, ^lung

wrlcckte" estre Kimdaebuna"^^^^?^ Ausruf ver- Emmers im Parterrestock des Hauses und andere ^-

anlaßte eme Kundgebung gegen den Jüngling, der sofort binderarbeiten in diesen Räumen erfordern 250 Mark. Zur anS dem Saale entfernt wurde, während die Menge dem I Ausbesserung des alten Burgweges und ebenso des Mauer- Präsidenten Ovationen darbrachte und die Militärkapelle die Werks an der Ruine rc. seien ca. 1000 Mark erforderlich Marseillaise spielte. Für die Herstellung des Weges, falls dies schnell erfolge,

Prag, 30. Juni. (Landtag.) Ein Antrag betr. 5*^ Direktor Lemmö sich bereit erklärt, 150 Mk. zu stiften. Stellungnahme des Landtags gegen die geplante Hopfen- ^ür die Beschaffung eiserner Möbel auf der Plattform Zollerhöhung im Deutschen Reiche fordert die Re- Philippsturmes (Buchnerzimmer) und des Wilhelm- gierung auf, beim Abschluss- von neuen Handelsverträgen die ®°?°'45? F?r£ Baurat Stahl tritt:

g* öeene^hienr»b^On 3 Nach d^^sanstalt sL wirdsie'

Eröffnung der Debatte ergeht sich Schreiner m Reknmma- Verhältnisse seien für einen Ort wie der Gleiberg nicht tionm gegen das Ackerbaumimstermm wegen Nichtb-rück- haltbar Siachdem dec Geheime Zustizrat Prvsi Schmidt Nchtigung der Wünsche der Agrarier. Redner warm dafür eingetreten, werden die Baupläne genehmigt, verlangt Schaffung eines Provenienzgesetzes sowie Errichtung Prof Schmidt teilt mit, daß den Wünschen der Vor­einer Untersuchungsstation für Landesprod ukte. jährigen Generalversammlung entsprechend dem Frhrn. Schließlich wurde der Antrag einem Ausschüsse überwiesen, von Gagern betreffs der Ehrenmitgliedschaft zum Verein Mein Diplom übersendet worden ist. Es wird weiter der Ber- ~ ~ sammlung eine Tafel vorgelegt zur Erinnerung des ver-

AUS Alaol uns Kano. I storbenen ersten Burg-Baumeisters, dem der Gleiberg un-

r. endlich viel verdankt. Die Tafel, die im Borstandszimmer

G^ßen, 1. Juli 1902. I Platz finden soll, hat folgenden Wortlaut:

LTJ. Von der Universität. Der ord. Profeffor der Seinem ersten Burgbaumeister Dr. Edmund Hesse, klaff. Philologie Dr. G. Gundermann hat einen Ruf an geb. 16. Juli 1848, gestvrb. 4. Mai 1895, der in den die Universität in Tübingen erhalten und angenommen. Jahren 1882 bis 1885 die verödete Ruine znm wohnlichen ~ Das Jahresfest der Universität wurde heute Enthalt au^ugestalten mtt Eifer und Glück begann, in Üblicher Weise gefeiert. Eine zahlreiche Versammlung ^rht dtese Dafel^ctts Zeichen ^atte sich zum Festakt m der großen Aula zusammengefunden. Gießen, 4. Mai 1902. 9

Rektor Prost Dr. Hansen hielt die Festrede über Ferner wird eine Kupfertafel, die der Versammlung die Entwicklung der Botanik seit Linno. Er schloß mit dem I vor gelegt wird, im Buchnerzimmer angebracht werden, die

Hinweis auf die Wichtigkeit der Zellentheorie für die heutige folgenden Wortlaut hat:

Wissenschaft. Die Verlesung der Chronik der Universität Zur Erinnerung an das langjährige treue Mitglied

für das abgelaufene Jahr, die Verkündigung der Preisträger des Gleibergvereins

und die Mitteilung der neuen gestellten Preisaufgaben bildeten Dr. med. Klewitz zu Gießen,

den Schluß der Feier. Die Preisträger sind: Forstwissen- geboren 29. Januar 1841, gestorben 1. März 1898. schafllich- Aufgabe: Hamann, mineralogische Aufgabe: LJ?" Versammlung wird mitgeteilt daß die Familie ftriehr fipinp K- KIssBuchner dem Verein eine Lampe dediciert hat, die im

rnmnniiA «Kir/fnAifa» aP fn Aufgabe. E. Keller, Buchnerzimmer geeigneten Platz gefunden hat. Für die vom

sch-ph ologlscheAusgabe. Unverzagt. Den Balser- Rentier Dörnig gelüfteten 50 Mart ist eine kupferne Bowle ^^blt Will). Andrei en. Die übrigen Aufgaben waren mit Zubehör beschafft, die ebenfalls das Buchnerzimmer nicht bearbeitet roorben. Um V/2 Uhr fand in Steins Saalbau ziert, und welche jedem Besucher des Gleibergs zur Be- ein gemeinsames Mahl der Dozenten und höheren Beamten Nutzung zur Verfügung steht. Nachdem Geheimrat v. Bechf- der Universität statt, auf 4 Uhr ist der Beginn des Garten- iold die Generalversammlung geschlossen, blieben die Er- festes in Steins Saalbau festgesetzt. Abends wird ebenda ein Menen zu geselliger Unterhaltung noch lange bei einander, allgemeiner Kommers gefeiert. ** Ans Anlaß ihres 20jährigen Stiftungs-

* * Ernannt wurde zum Anstallsarzt des Provinzial- se st es veranstaltet die hiesige Studentenverbindung Chatt ia Siechenhauses dahier laut Beschluß des Provinzialausschusses Qm Montag den 7. d. M., abends halb 9 Uhr im Cafe Leib der hiesige praktische Ar^t Dr. B. Markwald. einen Festkommers.

* * Ernannt wurde der Franz Tippel aus Gießen ** Das 50jährige Dienstjubiläum begeht heute zum Kanzleigehilfen am Landgericht der Provinz Oberhessen.Ider Venvalter des Kollegienhauses Friedrich Wühelni Storck.

* * In den Ruhestand wurde versetzt der Weichen- Der Jubilar, der im 67. Lebensjahre steht, trat, 16 Jahre steller in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Karl I alä Freiwilliger beim Heere ein und diente beim Leib- Freitag in Gießen. regiment 117, das er als Feldwebel 1880 verließ. Damals

fi. General-Versammlung des Gleiberg- erhielt er im neu erbauten Kollegienhause die Stelle als Ver- Vereins. Gestern wehte tagsüber von dem Bergsried walter und hat als solcher 45 Semester Tausende junger der alten Burgruine Gleiberg, dem Wahrzeichen unterer 12(tabemifer einziehen sehen in die Hallen der Wissenschaft, weiten Gegend, die Fahne, und sandte ihre Grüße .cnab l Der alte Stork, wie ihn die Musensöhne nennen, erfreut sich ins wette Thal den Burgmannen entgegen, die gegen 4 Uhr unter diesen allgemeiner Belrebthett. Jede Gefälligkeit, so- Ä LgHbL"uud^u1'chL:r'K w«. üe d°° Dienst zuläßt kann d-r Stubcnt »om knJter bescheidenen Mttelu ist Hier in den letzten Jahren Dan? haben. Die Proseßoren aber und die Direktoren der der Opferwilligkett edler Geber und Dank der Energie des zahlreichen Jnstüute des Kollegienhauses rühmen dem Jubilar Gleiberg-Vereins und besonders fernes Burgbaumeisters ^r und Pflichttreue nach. Die Gattin des Jubilars steht des Baurat Stahl Großes geleistet, und immer mH neuen ihm bei Ausführung seines Dienstes treu zur Seite. Ihr wird Vorschlägen kommt der unermüdliche Baumeister. Zwar mit Recht nachgerühmt, daß es ihrer Kontrolle zu danken sei, der Finanzminister des Vereins schüttelt den Kops, wenn wenn im Kollegienhause peinlichste Sauberkeit herrscht. Dem Ser-^5.tc ^ojlen geredet wird. Aber der Blick auf das Jubilar und ferner Gattin ist ein freundlicher Lebensabend Erreichte und die Hoffnung auf weitere edle Spender wünfcken veranlaßt die Hüter der Burg zu allem 3a1 und Amen tu 0 11 / c ry - -. Y

sagen, was Baurat Stahl vorschlagt. Um 5 Uhr nachmittags

eröffnete der Vorsitzende des Gleiberg-Vereins, Geheimrat IDon Oswaldsgatten durch die Neustaut, Marktsiraße, Markt, v. Bechtold die Generalversammlung, deren Beratungen Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Südanlage, Bleichstraße, diesmal in dem im Nassauerbau wieder hergestellten Löbersiraße, Goethestraße, Ludwigsstraße, Ludwigsplatz, Grün- Luxemburger Zimmer stattfanden. Die Versammlung war, bergerstraße bewegen und an dem mehr als die Hälfte unserer wie immer, nur sehr schwach besucht. Der Rechner Quästor I Studentenschaft mit Fahnen und Chargierten im Wix teil- 0rbig unterbreitete der Versammlung den Voranschlag nehmen wird, erfahren wir folgendes: Der Zug wird durch ^v^.^^'?0 'Oahr. Derselbe sieht eine Einnahme drei Vorreiter eröffnet. Es folgt unsere Regimentsmusik ur* 10 neuen Anteilen' und 20 Mark ^gerechnet wird^ In ? ei"e~ ^en der 1000. ©tubent, stud mec Ausgabe stehen u. a. 440 Mark Zinsen für ein Darlchen der ^oms, mit Sr. Magnisieenz dem Rektor. Daran ichließer. Sparkasse in Wetzlar, 100 Mark Geschäftsunkosten, und ebenfalls m Wagen, die Dekane der Fakultäten und die ca. 800 Mark Steuern und Bauunkosteii. Der Verein ver- Vertreter unserer Stadtbehörde sowie die Stadtverordneten r""r " " - - ...... -- 'mit ihren Damen. Es folgen dann sämtliche hiesigen

Studentenkorporationen nebsl einem Teil der Nicht- Korporationsstudenten in einem zwecken Teil des Zuges, auf den drei Niusikkapellen verteckt sind. Es ist damit der Ein­

Uermischtes.

* Münster, 30. Juni. Die beiden letzten Wagen des Schnellzuges 93 sind gestern abend zwischen Westbevern und Kattenvenne entgleist. Im Zug war die Prinzessin Heinrich. Niemand wurde verletzt. Der Zug fuhr mit 25 Minuten Verspätung weiter. Die mutmaßliche Hrsache ist Gleisverwerfung.

* Reutlingen, 30. Juni. Der Redakteur und Mck» inhaber des ReutlingerGen.-Anz.", Spverer, f gestern abend bei einem Ausflug vom Lichtenstein-Felsen ab* gestürzt. Er trug so schwere Verletzungen davon, daß er bald darauf verstarb.

* Bukarest, 1. Juli. Der von Galatz nach hier ab­gegangene Pers onenzug ist zwischen den Stationen Plojesti und Brazi entgleist. Zwei Personen wurden getötet und vier schwer verletzt.

* Konstantinopel, 1. Juli. Hier sind vier Pest- älle vorgekvmmen. Der Sanitätsrat hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen.

* Die schwarzen Pocken sind auf dem Auswanderer» iahnhof Ruhleben bei Spandau ausgebrochen; mehrere 'ffen sind daran erkrankt und in der Isolierbaracke unter* rächt worden. Um eine Ausbreitung der Seuche zu ver- ern, sind alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln getroffen.

del und Verkehr. Uslksivirlschast.