Nr. 27
Srfchetut täglich außer Sonnlags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt bie Siebener Familien- Nitter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- brucferei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st raße 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
g-rrnsprkchanschlußNr.51.
Samstag 1. Februar 1003
Erstes Blatt.
152. Jahrgang
viehenerAnzeiger
K General-Anzeiger y **
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Bezugspreis: monatlich 7öPf.,viertel- jährlich 9)1L 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlid) 66 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. atisschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pß, auswärts 20 Psg.
Verantwortlich: für den polit. tu allgem. Teil: P. Wittko; sur „Stadt und Vanb* und „Gerichtssaal":R.Ditt> mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Bekanntmachung.
Betr.: Maul- und Klauenseuche.
Nachdem ausweislich eines heute bei unS eingelaufenen Schreibens des Großh. Kreisveterinäramts dahier in Utphe die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, ordnen wir hiermit gemäß § 6 des Ministerialautzschreibens vom 3. Juli 1897 mit Wirkung für den ganzen Kreis an, daß Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine, welche aus den Gemarkungen Utphe, Treis-Horloff, Stcinheim, Rodheim, Rabertshausen, Langd, Inheiden, Hungen, Villingcn, Bellersheim, Langsdorf, Bettenhausen, Birklar, Muschenheim, Nonnenroth und Lich und den von diesen ausgeschloffenen selbständigen Gemarkungen eingeführt und nicht zum Zweck sofortiger Schlachtung unmittelbar in ein öffentliches oder Privat- Schlachthaus überführt werden, an demjenigen Standort, an dem sie nach ihrer Einführung in das zu schützende Gebiet, d. h. den nicht seuchenverdächtigen Teil des Kreises, eingestellt werden, mindestens 7 Tage verbleiben muffen, und denselben innerhalb der nächsten 14 Tage (nach Ablauf der 7tägigen Quarantäne) nur verlassen dürfen, wenn sie innerhalb jener Coutumazzeit nach dem Zeugnis des Kreisoeterinärarztes keine seuchenoerdächtigen Erscheinungen gezeigt haben. — Selbstverständlich ist, daß alle Tiere der genannten Arten, welche mit den der Contumaz unterstehenden während der Zeit derselben zusammen in einem Gehöfte untergebracht sind, denselben Vorschriften unterworfen werden.
Alle hiernach in Betracht kommenden Tiere sind unverzüglich der OrtSpolizeibehärde und von dieser dem Kreisveterinäramt zu Gießen anzumelden.
Gießen, den 31. Januar 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold.
Kekanntmachung,
betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Utphe.
Mit Rücksicht auf das bösartige Auftreten der Maul- und Klauenseuche in unserem Kreise, und in der Absicht, dieselbe möglichst auf ihren Herd zu beschränken, verbieten wir hiermit bis auf weiteres gemäß § 56 b b. R.-Gew.-Ord. bezw. § 9 dez MinistcrialauSschreibens vom 3. Jttli 1897 den Handel mit Rindvieh, Schweinen, Ziegen und Schafen im Umherziehen.
Zuwiderhandlungen werden auf Grund des § 148, 7a der Gem.Ord. bestraft.
Gießen, am 31. Januar 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v- Bechtold.
Politische Tagesschau.
Ein Oberlandeßgerichtsrat über das Duell.
Wir meldeten kürzlich, was ein Berliner Staatsanwalt auf einem Studentenkommers über das Duell zu sagen für gut befand, der bald darauf eine (Straf-?) Versetzung anö der Reichshauptstadt nach einer unerquicklichen Fabrikstadt in Westfalen erhielt. Jetzt hat sich, ebenfalls auf einem Burschenschaftskommers ein preußischer Richter geäußert. Es wird darüber folgendes gemeldet:
Auf dem Burschenschafter-Kommers in Breslau prä- öftrerte der Oberlandesgerichtsrat Dr. Ackermann („Ger- mania".Kvnigsberg) die Stellung der Burschenschaften zur Duellfrage in folgender Weise: „Die persönliche Ehre Ieln uud fleckenlos zu erhalten wird allezeit das erste streben jedes Burschen schäfters bleiben; Die neue Prägung des alten Ehrenschildes aber liegt darin, daß nicht, wie bisher, jeder Beleidigte durch ein unge- fchrtebenes ^standesgesetz zur Wahrung seiner Ehre gezwungen werden soll, auch wenn noch ein anderer Ausweg bleibt, Jein Leben vor die Pistole des Beleidigers stellen zu müssen, um Genugthuung zu fordern und Vergeltung zu üben, Iandern daß vielmehr wir denjenigen nicht V •U r un.$ dulden werden, welcher frevel- ? a V ? h r e eines anderen angetastet, und ?Ur ^CH . auf fremde (S)re gezeigt hat, daß ^enräuber ist. Daher die Einrichtung unsere^ Ehrenrates, und ich stelle hier fest, daß die ^eremi^ung alter Burschenschafter in Breslau im Dezem- in, einer Sitzung in diesem Sinne ein» ausgesprochen hat. Auf einem ganz anderen Gebiete hegen die studentischen Best immungsmen - hA«"11»1 der Fernstehende nach dem äußeren Hergänge bc* Waftenkreuzens ein Duell zu erblicken glaubt, cm"!- Deutschlands hohen Schulen seit Alters her gepflegte Wasfenubung, die ich als Sport bezeichnen uicht von uns jungen und alten Burschenichaftern als wich tigesEr ziehungsmittel eine über den bloßen Lport weit hinausgehende Bedeut- nnF bestiegen wäre. Die aktive Burschenschaft will nicht Hui gen )d) cue Burschen in ihren Reihen sehen, sondern ^Nnsrohe Jugendbie nicht zuckt und sich duckt, wo die Gefahr eines Schmisses droht, au daß die Jugend, zu Mannern gereift, die Wunden nicht scheue, welche im Kampfe der Meinungen und Ideen dein mutigen Streiter alle Zeit drohen."
^rb diesen Ausführungen in allen Punkten zustunmen können.
Di- Lage der hn Eisenbahnbetriebe beschäftigten Handwerker und Arbeiter
bildete den Gegenstand einer Audienz, die der Vorsitzende des Verbandes deutscher Eisenbahnhandwerker und Slrbeiter kürzlich
beim preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten, v. Thielen, hatte. Ter Vorsitzende Molz-Tner richtete an den Minister unter Hinweis darauf, daß in Oesterreich die betreffenden Kategorien von Eisenbahnbediensteten nach zweijähriger Thätig- keit in das Beamtenverhältnis eintreten, die Bitte, diesen Zustand in Preußen nach zehnjähriger vorwurfsfreier Dienstzeit eintreten zu lassen. Sodann wurden Wünsche geäußert wegen Verbesserung der Pensionsverhältmffe, Erhöhung des Krankengeldes aus den vollen Tagelohn, Gewährung von Freifahrscheinen bei Urlaubsreisen, wie sie den Beamten gewährt werden. Der Minister hat dem Verbandsvorsitzenden wohlwollende Erwägung der vorgetragenen Wünsche zugesichert. Bemerkenswert ist auch noch eine Erklärung des Vorsitzenden zu der Frage eines eventuellen Ausstandes der Eisenbahner; er äußerte sich dahin, daß eine Arbeitseinstellung derselben so gut wie ausgeschlossen sei; Niemand von ihnen würde die Verantwortung für ein solches Vorgehen übernehmen. — Der erwähnte Verband zähl 34 000 Mitglü der.
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Jan. Der Kai sc r stattete gestern nachmittag, anläßlich des Todestages des Kronprinzen Rudolf dem österreichisch-ungarischen Botschafter einen Besuch ab.
— Der Kaiser fuhr heute beim Generalstabsgebäude vor, und konferierte spater int Reichskanzlerpalais mit dem Grafen Bülow.
— Wie aus Kiel gemeldet wird, hat der Kaiser den Kapitänleutnant Karpf mit der Ueberführung seiner neuen Segelyacht von Amerika nach England beauftragt- — Die Erbauer der neuen Kaiseryacht erließen an 2000 hervorragende Persönlichkeiten Einladungen, dem Stapellauf der Nacht beizuwohnen.
— Dem sachsen - koburg - gothaischen dirigierenden Staats-Minister Heutig wurde der preuß. Rote Adler- Orden 2. Klasse mit dem Stern, dem Gouverneur von Deutsch-Neu-Guinea v. B e n n i g f e n der Rote Adler-Orden 3. Kl. mit der Schleife, dem Großh. Hess. Geh. Ober- Baurat und Vortragenden Rat im Ministerium der Finanzen Jmroth zu Darmstadt der Rote Adler-Orden 3. Klasse, dem Großh. Hess. Wasserbau-Inspektor, Baurat Schmitt zu Mainz d er Rote Adler-Orden 4. Kl. verliehen.
— Bei der heutigen Sitzung der Zolltarifkom- mission des Reichstages (Vgl. unser heutiges Morgen- blatt) erklärte der badische Ministerialdirektor Scherer, der Gesetzenttvurf biete ein Kompromiß, wobei den Agrariern bis an die äußer st eGrenzeentgegen- gekommen sei. Hätte man diegemischtenTranJit- läger noch nicht, so müßte man sie einführen. Wolle man denn dieSüddeutschenalsDeutschezweiter Klasse behandeln und ihr Interesse ganz außer Acht lassen? Der M annheimer Hand el wolle Sübbeutscy- land soweit mit Brotgetreide versorgen, als das Inland hierzu nicht ausreicht. Die Transitläger könnten der Landwirtschaft keinen Schaden bringen. Der Redner wies auch aus die Ausführungen des badischen Handelsministers hin, day von der badischen Regierung jeder Uebertreibung entgegengetreten werde, namentlich den Forderungen der Agrarier, die demVolkenur Nachteile brächten.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." wie die „Berl. Korr." wenden sich auch heute gegen weitere Angriffe der „Freis. Ztg." auf das Reichsmarineamt und stellt fest, daß das Reichsmarineamt auch heute noch an der im Flöt- tengestz verlangten Gesamtsumme von 108 Millionen für 20 Jahre festhält. Es handele sich lediglich um die Verteilung dieser Gesamtkosten auf die einzelnen Jahre. Wenn die „Freis. Ztg." behauptet, die Frage der zu niedrigen Berechnung der Jndienstftellungskosten von 1906 bis 1910 hänge nicht mit der seiner Zeit vereitelten Vermehrung der Auslandsschiffe von 1906 ab zusammen, da in dem damaligen Entwurf bei der berechneten Steigerung der Jndiensthaltungskosten bis 1910 bereits die Vermehrung der Auslandsschiffe berücksichtigt war, so ist dieser einzigste Beweis der Beschuldigungen der „Fre-s. Ztg." mißglückt, denn bei den Jndiensthaltungskosten von 1906 bis 1910 ist auf die vermehrten Auslandsdiensthaltunaen auch keine Rücksicht genommen. Ter jetzige Erlaß des Staatssekretärs des Reichsmarineamts besagt: Wir werden bis 1910, also für acht Jahre, bereits mit einer erheblichen Steigerung der Auslandsindiensthaltungen rechnen müssen. Trifft das zu, so wird die im Flottengesetz erst von 191Q ab in Aussicht genommene Steigerung der Auslandsdiensthaltungen sich in ihren finanziellen Konsequenzen bereits in den Jahren 1906 bis 1910 bemerkbar machen. — In der „Dtsch. Tagesztg." wird der Erlaß scharf kritisiert, und dem Reichsmarineamt vorgewvrfen, daß es den Reichstag getäuscht habe. Nicht die neuen Forderungen, die in dem Erlaß in Aussicht gestellt werden, seien an sich bedenklich, denn darüber würde sich reden lassen, sondern die Art, wie die vorläufige Beiseitelassung dieser Forderungen begründet wird. Ter Staatssekretär habe der Sache, die er vertrete, einen recht schlechten Dienst geleistet. Es herrsche in vielen, auch in manchen agrarischen Kreisen eine lebhafte Begeisterung für die deutsche Seewehr, es sei aber fast zu befürchten, daß sie durch den Erlaß herabgedrückt werde und bedenklich abflauen könne. Die Annahme einer neuen Flotten-Vorlage, die noch so begründet sein möge, sei durch nichts mehr gefährdet worden, als durch den Erlaß des Staatssekretärs des Reichsmarineamts.
— Tie Petitions-Kommission des Reichstages hat über die Petition des Handels- und Gewerbe
vereins zu Augsburg betreffend die Erbauung einer strategischen B a hn Ber lin — Münch en — Garmisch — Fernpaß —Landeck bis zur Ar l b e r g b a l; n ev. bis Meran beraten und beschlossen, den Reichstag zu ersuchen, diese Petition dem ReiclMag zur Erwägung zu überweisen. Nach den Ausführungen des Geh. Baurats Petri und des bayerischen Vertreters beim Bundesrat hat diese Bahnlinie indessen wenig Aussicht, gebaut zu werden.
— Wahrend des Jahres 1901 sind in Preußen 1414 Eh ejubilüu ms Medaillen verliehen worden. Davon entfallen il a. auf Ostpreußen 34 (die wenigsten), die meisten dagegen auf die Rheinprovüiz (256). Von den mit der Medaille verliehenen Ehepaaren gehören 1096 der evangelischen, 254 der katholischen Konfession an, und 45 der mosaischen Religion an. Unter den 1414 Ehejubiläen waren 26 diamantene.
Mannhei m, 31. Jan. An die Zolltarifkommission des Reichstages hatte die Handelskammer folgendes Telegramm gerichtet: Gegen die beantragte allgemeine Einführung von Ursprungszeugnissen, sowie dagegen, daß durch unterschiedslose Nachahmung lästiger Zollformalitäten des 'Auslandes unser eigener Außenhandel geschädigt werde, erheben wir vorbehaltlich triftiger Begründung entschieden Wider- s p r u djw
Bückeburg, 31. Jan. Bei der heutigen Reichstag s st i ch w a h l erhielten nach vorläufiger Feststellung Demmig (fr. Vp.) 4541, Graf Reventlow (deutschsozial) 3446 Stimmen.
Ausland.
Kopenhagen, 31. Jan. Im Folkething brachte der Ministerpräsident Deuntzer eine Vorlage ein betreffend die Einsetzung einer Landesverteidigungs-Kommission. Der Ministerpräsident bemerkte, die Vorlage habe einen durchaus friedlichen Charakter. Dänemark lebe mit seinen Nachbarn im Frieden und wünsche diesen aufrechtzuerhalten. Die Vorlage bezwecke die Verteidigung des Landes zu ordnen.
Wien, 31. Jan. Das Ministerium des Innern erließ eine Warnung vor der Arbeitssuche in Deutschland, wo die industrielle Notlage die industriellen Ac beite rzurLand wirtschaftzurückgelenkt habe.
— In hiesigen kompetenten Kreisen werden die Befürchtungen, daß die handelspolitische Annäherung zwischen Oe st erreich und Rußland nngün- stigeWirkungen aus d.asTreibundverhältnis haben könnte, als jeder Begründung entbehrend, bezeichnet und betont, daß eine wachsende Jntiniität zwischen Rußland uiid Oesterreich der Erhaltung des Frie- oens nur förderlich fein werde.
— Tie Verhandlung des Budgetausschusses über die Hochschulen nimmt einen glatten Verlauf. Unterrichtsminister Härtel erklärte, die Regierung )Ci grundsätzlich geneigt, wenn in einer für beide Volksstämme annehmbaren Weise es möglich sei, eine deutsche und eine czechische Universität in Mähren zu errichten.
Au den hollauvischen Zscledensvorschlägen.
Die letzten Meldungen lassen leider kaum einen Zweifel mehr darüber, daß die Hoffnung aus Beendigung des süd- asrikanischen Krieges wiederum getrogen hat. Die holländische Friedensvermittelung war gut gemeint, aber es fehlte den Vorschlägen die Grundlage, die bestimmte, formelle Ermächtigung der Buren. Weder Präsident Kr ü g c r, noch der Transvaalabgesandte Tr. Leyds, noch die Burendelegierten , geschweige denn die int Felde stehenden Bnren- führer haben den Ministerpräsidenten Kuyper zu Unterhandlungen innerhalb gewisser Grenzen autorisiert. Nach der Darstellung der „Daily News" gab ein Engländer, dessen Name nicht genannt wird, durch einen Besuch, beim holländischen Ministerpräsidenten den Anstoß zu bem Ver- mirtelungsanerbieten der holländischen Negierung. Sollte es richtig sein, was das genannte Londoner Blatt behauptet: daß die holländische Negierung jenem Engländer zugesagt habe, die Burenrepubliken zur Aufgabe ihrer Forderung der Unabhängigkeit bewegen zu wollen, so würde die holländische Regierung sich einer höchst seltsamen Verkennung des Charakters der Buren hingegeben haben. Das könnte wahrlich zur Genüge bekannt sein, daß die Erhaltung der Unabhängigkeit die erste und letzte Forderung b-er Buren ist, von ber sie unter keinen Umstänben abzuweichen oftmals gelobt haben. Jede andere Friedensbedingung ist für die Buren diskutabel, nur diese nicht! Und gerade die im Felde stehenden Buren, die für die Bewahrung der Unabhängigkeit so große Opfer bringen, würden sicherlich zu allerletzt für solchen Verzicht zu haben sein. Um an Ziel zu gelangen, leisten sie nicht einen so beispiellos zähen Widerstand, ohne Rücksicht auf die furchtbaren Opfer, die der Krieg fordert. Tie holländische Regierung wird nicht umhin können, zu erklären, wie es sich verhält mit ßer ihr zuae« schriebenen Bemühung, die Buren zum Verzicht auf ob Unabhängigkeit' zm bewegen. Es erscheint schwer glaubliche daß .eine derartige Zusicherung erfolgt ist. Nach dem „Daily Telegraph" bezeichnet bie Antwort des Staatssekretärs Lan s d o w n e die holländische Friedensvermittlung mangels Vollmacht der Buren und mangels greifbarer Vorschläge als praktisch unverwertbar. Fällt die Antwort in diesem Sinne aus, dann wird ein neuer Vermittlungsvorschlag sobald nicht gemacht werden. Keine Diacht dürste Neigung haben, sich einer nochmaligen Abweisung ieiten§ Englands ansznsetzen. Ein neuer Versuch ist überdies zwecklos; denn daran ist doch auch nicht zu denken, daß England die Unabhängigkeit den Buren gutwillig zugesteht.


