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e Ärirasi Lr und Oberbefehlshaber der Heeresgru Ws. in Hannover. Bei Kriegsbeginn vernichtete Deutschem {n Pommern aufmarschierten 4. Armee
Zwei
der Deutsc
die pol
politische M
erbitterten Abwehrschlachten des Sommers 1942.
stach dem Kriege führte er 1930 als Oberst das Artillerie-Regiment 2, wurde 1931 Artillerieführer DI, dann Inspekteur der Nachrichtentruppen, Kommandierender General des VI. Armeekorps in Mün-
ier und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe VI
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Inippemeri er reichst^' ry sagte, wir. 'ozeß der Te. ölter und eia ütere Ersten; nennrbeit ent« licht zu über»
inantM sührer valirj agdgeschmdel Eisernen Sm- »chreiben: ,Ja lften Liusah« Joltes verleih« icn wehmch des Lijmin
loso zu Armeegeneralen befördert. ♦
Als Anerkennung für den Kriegseinsatz besonders tewährter Kraftfahrer hat der Führer, ein Fraftfahrbewährungsabzelchen gestiftet für Kraftfahrer, die, unter erschwerten Bedim gunqen in bestimmten Kriegsgebieten eingesetzt, sich beim Fahren und um die Erhaltung und Pflege des ihnen annertrputen Kraftfahrzeuges besondere Der- dienste erworben haben. *
■ Dem ibero-amerikanischen Staat Venezuela wurde von den Vereinigten Staaten em Kredit von 30 Millionen Dollar für den Bau von Flugplätzen und Hafenanlagen bewilligt. _______
Und in dH jj iir immer hatte, -hn
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Kleine politische Nachrichten.
Anläßlich des 20. Jahrestages des Marsches auf Rom wurde der italienische Kronprinz, Fürst von Piemont, Befehlshaber der Armeegruppe Süd und Inspekteur der Infanteriewaffe, -zum Marschall von Italien, der Generalstabschef des Heeres, General Ambrosio, zum Armeegeneral, der Generalstabschef der Kriegsmarine, Admiral Riccardi, zum Generaladmiral, der Generalstabschef der Luftwaffe, General Fougier, zum Luftarmeegeneral, die Generale Gariboldi, Vercellini und Ge-
s Sohn eines iben) geboren der National« nang erhalte! r in das > 5 DberfäW SflK en am 4.W
ft«« t bikdet gemjferm^en den Ueb-r-mq m A-'N-cke- eigentlichem Forschungsbezirk der dem .Werden des geschichtlichen Sinns („Entstehung NKkM-L "L L aS sattÄ’iÄs; historisches Denken unentbehrlich
£nJ?linecfA6- kleineren Schriften, etwa „Vom Michttlchen Sinn und vom Sinn der Geschichte" rber „Preußisch-deutsche Gestalten und Probleme", !aunn ™Qn M ulerJ-?ßn anschaulichen Stil sowie iiber seine Art, Geschichte zu sehen und zu deuten, ^kernchten. So zeigt er in einer der Abhandlungen tie Analyse historischer Gedankengänge bei Goethe, echlller, Schleiermacher, Droysen und Ranke, die Fortentwicklung des neu- zeitlichen Geschlchtsdenkens sind: in einem anderen jrofeeren Aufsatz beschäftigt er sich mit den Grundigen unserer nationalen Entwicklung bis zu Bis- inarcks Reichsgründung, der mit einer Arbeit über tie Anfänge des Kanzlers zum Besten der Bismarck- Literatur gehört.
Aufschlußreiches erfahren wir noch aus Meineckes Erinnerungen über Historiker, mit denen er in jungen Jahren in Berührung kam, Droysen, Sybel «nd Treitschke; er schlägt von diesen die Brücke zu «uferen Tagen, ist also wirklich ein Historiker zwischen den Kriegen" und zwischen den Generationen, von denen die unserige ihm viel zu danken hat. In diesen Tagen erscheint eine neue Schrift ton ihm, die ein abgerundetes Bild bietet von dem
belehrten und dem Menschen Friedrich Meinecke, ter an der Schwelle des neunten Jahrzehnts zu- mckblicken kann auf eine Fülle mannhafter Arbeit iini> erfolgreicher Leistung im Dienste eines nun weinten Nationalstaates. Hans Sturm.
Generalfeldmarschall von Kluge 60 Lahre.
Am 30. Oktober vollendet Generalfeldmarschall von Kluae, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe an der Ostfront, fein 60. Lebensjahr. Er stammt aus einer Offiziersfamilie. Als Kadett erwarb er sich die preußische und oldenburgische Ret- stmgsmedaille. 1901 wurde er Leutnant im Feld- «rtrllerie-Regiment Nr. 46 in Wolfenbüttel. Nach lern Besuch der Kriegsakademie 1913 in den Generalstab versetzt, rückte er als Hauptmann im Stabe tss 21. Armeekorps ins Feld, er wurde auch als keobachtungsflleger eingesetzt und fand in verschiedenen Generalstabsstellungen Verwendung im taifipf gegen Rußland, in den Karpaten und an her Jsonzofront. Mit dem Hausorden von Hohen- EUern ausgezeichnet, wurde er im Oktober 1918 i Verdun in vorderster Linie schwer verwundet.
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
S7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Ich verhaftete ihn mit der üblichen Formel, unter d-m dringenden Verdacht Tenor F°rnand° Gam i-les vorsätzlich und mit U-ber egung ermordet zu heben. Brackmann schien bei dieser Er°nung w- SÄ L Ä ?«/' (egte ec und griff sich an die Stirn, wie um sich da oon zu überzeugen, daß er wach fei.
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}U so frühen Morgenstunden Witze SU mache , ilsuchte ihn, sich anzuNeiden und m.r zu folgen.
Er starrte mich an, so »aß die beiden Leute, d.° hinter mir standen, ihre 6
topfen allen Ernste- daß G°n °le^ ° ^t, ° 8 er ermordet worden ist?., fragte er ' / r ,u von feiner Verblüffung überhaupt nicht eryo. ö können. ,Wo, wann, wie — - (-n.m
,Er ist gestern abend ^gen elf -r Wagen erschossen worben, antwortete ck- , geben Sie mir Ihre Pistole.
.Erschossen worden w'°d°rh°lt^°r k-pstchu' telnd. Und dann deutete er auf I ö mic neben dem Bett auf eineir> Stutz. hmg- / j"DfoU?« kommen Sie darauf, daß ich es g s ,einen tagte er. Ich antwortete mch^,°nd-rn IZ«e meiner Leute uor, um die S g->
inhmm. Brackmann zwinkerte mtt B
habt, Don Santacilla, da ist die Pistole, und nun sehen Sie selber nach, ob daraus ein Schuß abgegeben worden ist/ Der Sergeant reichte mir Brackmanns Pistole, eine Mauser vom Kaliber 7,65."
Santacilla rieb sich die Nase und sah Karen und Forester nacheinander mit einem Blick an, als warne er sie, in Brackmanns Ironie einzustimmen. Gonzales ist nämlich mit einem Browning vom Kaliber 6,35 erschossen worden", sagte er. Karen und Forester fuhren auf. Santacilla streckte leise die kleine Hand vor, als drückte er zuerst Karen und dann Forester in ihre Sessel zurück.
„Das sagt, wenn Sie es sich unvoreingenommen überlegen, gar nichts! Es kann natürlich auf einen anderen Täter Hinweisen. Ein Mann aber, der Tat unb Flucht so gut vorbereitet wie Brackmann, wird auch daran denken, sich nicht durch feine Waffe zu verraten."
„Die Logik der Polizei ist für den normalen Menschenverstand unbegreiflich", knurrte Forester erbittert. „Wenn man Sie anhört, Don Santacilla, dann könnte man meinen, es fei für Brackmann geradezu besonders belastend, daß die Mordwaffe bei ihm nicht gefunden wurde!"
„Sie können mir nicht den Vorwurf machen, Doktor Forester, daß ich Brackmann leichtfertig ver- dächtige!" sagte Santacilla und trommelte mit feinen kurzen, fetten Fingern ungnädig auf der Armlehne seines Sessels.
Aber ich kann beschwören, daß Brackmann nur die Mauserpistole besaß!" rief Karen erregt.
„Ich bin durchaus bereit, in den Kaschemmen des Hafens innerhalb einer Stunde ein ganzes Waf- fenarfenal zusammenzukaufen; wenn es auf eine Wette ankäme, könnte ich Ihnen auch ein komplettes Maschinengewehr besorgen, sogar unglaublich billig."
,Es muß doch festzustellen sein", rief Forester, „ob Brackmann noch eine weitere Waffe besessen hat!" /
Nischen .Kräfte und stellte durch den Weichselüber- flang bei Kulm die Verbindung mit Ostpreußen her. 3m WestfeÜdzug stieß er zur Kanalküste durch, überwand später die Somme und eroberte die französischen Häfen am Atlantik. Im Feldzug gegen die Sowjetunion nahm der Generalfeldmarschall hervorragenden Anteil an den Kesselschlachten Biclly- stock-Minsk, Smolensk und Wjasma und hatte dann m schweren Ringen der Winterschlacht den Oberbefehl über eine Heeresgruppe der Ostfront. Mit feinem Namen verknüpft ist auch der Sieg in den
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Aus der Giadi Gießen.
Wiedersehen in der Wochenschau.
Dieser läge war ich im Kino. Nicht wegen des Films, einer handgreiflichen Verwechstungstomödie mit durchsichtigem Ausgang, sondern wegen der Wochenschau; denn es gibt nkchts, was dieses eindringliche, unverfälschte Anschauungsmittel zur Illustrierung der täglichen Zeitungslektüre ersetzen könnte. Frisch und lebendig erstehen vor unseren Augen die Ereignisse der großen Tage.
Schon allein die Tatsache, daß immer wieder Namen mit Kreuzen unter den Bildberichtern erscheinen, beweist, daß die deutsche Wochenschau kein Produkt der Ateliers und der Etappe sein kann, wozu die Engländer mangels Geschehen gezwungen sind, sondern ernstes kriegerisches Geschehen, ausgenommen inmitten unserer kämpfenden Infanterie, vom Panzer und aus der Luft.
So war es auch jetzt wieder. Allein drei Berichter zeichneten mit dem Tode. Dann begann das unerhörte Geschehen vorüberzurollen.
Und da geschah es: bisher war ick den Kampfereignissen mit den wissenden, interessierten Augen des alten Soldaten gefolgt, den der Krieg schon nach Beendigung des Frankreich-Feldzuges an Land ge* schwemmt hatte, jetzt war es auch der Mensch, der Kamerad unter Kameraden, der die Handlung in fiebernder Spannung verfolgte. Die eigene, alte Kompanie war es, die auf der weißen Leinwand auftauchte, meine treue Kompanie aus dem Frankreich-Feldzug, mit der ich ausmarschiert und die damals schon eine große Gemeinschaft war. Freilich, es waren viele fremde Gesichter dabei, fein Wunder schließlich nach drei Jahren Krieg und drei Feldzügen, aber die wenigen Alten, ja, die schauten mir ins Herz, als wollten sie fragen: Na, was ist denn mit dir, warum bist du nicht mehr unter uns? War es denn wirklich so schlimm damals, als du uns verlassen mußtest?
Fragend stand plötzlich der Hauptmann vor mir. Immer noch der alte mit den gütigen Augen! Groß waren sie auf mich gerichtet. Gewiß, er sah dem Bildberichter interessiert zu, aber mir kam es vor, als schaute er durch die Linse direkt in die Heimat — nach mir!
Dann tauchten auch die alten Kämpen auf, der Kanadier, den wir so nannten, well er bei Kriegs - beginn gerade noch rechtzeitig aus Kanada aus- gerückt war und sich bei uns mit den Worten einführte: Leutnant V. aus Kanada! Dann war da noch das Müllerchen, der eines Tages eigenhändig ein Dutzend Franzosen aus ihrem Versteck herausgeholt hatte.
Um ihn herum die vielen Landser, die zwei ftnittl» brüder, der Süß, der immer fidele, der schon den Weltkrieg mit mir mitgemacht hatte, bann der Schäfer, der grobe Bayer, der im großen Bach bei Calais bald einmal ertrunken märe, und da auch der Schmitt, der keinen Rotwein vertragen konnte und als Erster die Aisne durchschwamm, um das Leitfeil am andern Ufer festzumachen —
Dann war's vorbei. Blitzschnell, wie sie aufge- taucht waren, verschwanden all die Männer, mit denen ich Freud und Leid geteilt hatte. Diese paar hundert Meter aber wühlten mein Innerstes auf, hatten mir wieder jene zweite Heimat gezeigt, zu der ich mich noch immer bekannte und bekennen werde mein Leben lang.
Lange noch sann ich nach, lange noch zogen die Bilder des heimatlichen Friedens an meinem Auge vorbei, der blühende Garten, der dunkle Tannenwald, die Stadt mit ihrem Gewimmel, die Menschen, die leben und leben durften, weil die Front für sie wachte. J- C. L.
Generalleutnant Fett 70 Jahre.
LPD. Der Gaukriegerführer des Gaukriegerverbandes Fulda-Werra im NS.-Reichskriegerbund, Generalleutnant z. V. ^-Brigadeführer Fett in Frankfurt a. M. kann am 1. November feinen 7 0. Geburtstag begehen. Am 30. September gab Generalleutnant Fett das Kommando der von ihm geführten Division ab, schied aus dem Heeresdienst aus und übernahm am 1. Oktober 1942 wieder die Führung des Gaukriegerverbandes Fulda- Werra.
Generalleutnant Fett stand in der früheren Reichswehr als Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments 15 in Gießen in Garnison und hat sich in jener Zeit in weiten Bevölkerungs- kreisen der Stadt und des Kreises Gießen große Wertschätzung erworben, die ihm auch in der Gegenwart, ganz besonders von den alten Soldaten, entgegengebracht wird.
Sparen lohnt.
Es gibt Menschen, die in den Tag hineinleben und sich um die Zukunft keine Gedanken machen; mag ihnen auch eine Zeitlang das Glück zur Seite
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Die
andern«« am Sonntag.
Dandervorschlag des DHL., Zweig Gießen.
Eine schöne Herbstwanderung ist folgende: Wir beginnen am „Fürstenbrünnchen" am Wiesecker Weg, gehen durch den Wiesengrund an der „Gäns- mül)le'Y vorbei zur „Struppmühle", überschreiten hier die Wieseck, gelangen an die „Ludwigsburg" und zum „Klauseorünnchen" (Quelle neu gefaßt, Ruhebank), überqueren den Höhenrücken, besuchen den „hölzernen Born", weiter zur „Unionlinde", umwandern den Hangelstein-Bergkegel bis zur „Gnauth-Eiche" und kommen durch den schönen Walddistrikt „Dörrlach", kurz vor der „Wellersburg" wieder auf die Straße zur Stadt. Gesamtwanderzeit 3 Stunden.
Gießen — Lindener 2Harf — Theodorsruhe — Rindsmühle — Großen-Linden.
Wir beginnen unsere Wanderung an der Universitätsbibliothek und folgen von hier dem roten T, das uns zunächst zum Erdkauterweg, am Gailschen Betrieb vorüber zum Bergwerkswald bringt. Auf schönen Schneisen führt uns das Zeichen kreuz und quer bis zur Theodorsruhe, wo wir uns an dem schönen Blick zum Schiffenberg erfreuen. Den seitherigen Weg verfolgend, gehen wir weiter bis zur nächsten Schneise, wo ein Schild zur Rindsmühle
hinweist. Stets durch hübschen Waldbestand, an dessen Rand sich ein weiter Blick eröffnet, gelangen wir zur Rindsmühle. Durch das nahegelegene Leihgestern gehen wir zur Station Großen-Linden, von wo wir heimfahren. Wanderzeit 2% Stunden.
Obec-Diddersheim — Forsthaus Glaubzahl — Bad Salzhausen — Nidda.
Eine lohnende Wanderung nach dem am Fuße des Vogelsbergs gelegene Bad Salzhausen ist die folgende: Wir fahren mit der Bahn nach Ober- Widdersheim. Dem Bahnhof gegenüber führt ein Feldweg in wenigen Minuten aufwärts zum Walde. Gleich beim Eintritt in den Wald stoßen wir auf weiße Kreuze, die in einer Stunde nach dem anmutig gegelegenen Forsthaus Glaubzahl führen. Von hier folgen wir in einer weiteren Stunde auf sauber gehaltenen Waldwegen zunächst noch den weißen Kreuzen, später roten Kreuzen über den Rabenstein, mit prächtigem Ausblick auf den hohen Vogelsberg, nach dem in idyllischer Waldesruhe gelegenen Bad Salzhausen, dessen Kurhaus, Anlagen und Quellen eine Besichtigung lohnen. Ein Fußpfad bringt uns in einer halben Stunde nach unferm Endziel, dem hübsch gelegenen Städtchen Nidda, mit guten Gasthäusern.
stehen, so dauert es doch zumeist nicht lange, bis ihr sorgloses Dasein durch die harte Wirklichkeit des Lebens zerstört wird. Diese Menschen stehen dann häufig vor dem Nichts. Andere Menschen dagegen überlegen alles gründlich, schmieden rechtzeitig ihre Plane, und sorgen vor. Sie wollen vor- roärtsfommen, sie wollen, daß es ihre Kinder einmal leichter haben als sie selbst; sie wollen sich auch für alle Fälle der Not sichern. Diese Menschen schaffen sich durch stetiges Sparen einen festen Rückhalt für das Leben. Sie legen sich einen „Notgroschen" zurück, sie macken Ersparnisse, um Ausgaben für größere Anschaffungen bestreiten zu können, sie sparen für die Ausbildung und Ausstattung ihrer Kinder, sie schaffen sich ein Sparkapital für den Lebensabend; sie sparen auch noch für andere lohnende Ziele. Es ist hoher Anerkennung wert, ckie weit es manche Volksgenossen durch beharrliches Sparen von Jugend auf gebracht haben. Manch anderer, dem es an der notwendigen Ausdauer fehlt, wird nachdenklich gestimmt angesichts der Erfolge des gewissenhaften Sparers, der an dem einmal gefaßten Entschluß, täglich, wöchentlich oder monatlich einen bestimmten Betrag zu- rückzulegen, festgehatten hat-und dadurch zu Wohlstand gekommen ist. Gerade heute können in Stadt und Land die Hausfrau, der schaffende Mensch in den Betrieben und die deutsche Jugend zumeist mehr denn je sparen. Jeder möge deshalb in der Sparwochö' vom 26. bis 31. Oktober daran denken: Sparen lohnt!
Die verschandelte Visitenkarte.
Gießen als aufbaufreudige Stadt hat immer Wert darauf gelegt, den Fremden ein schönes Straßenbild als gute Visitenkarte zu zeigen. Aus diesem Grunde hat sich die Stadtverwaltung schon vor dem Kriege um die gute Gestaltung der Plätze und Sttaßen in den Mttelpunkten des Verkehrs bemüht. Eines dieser auf gute Wirkung berechneten „Aushängeschilder" ist das Selterstor. Nach dessen Umgestaltung und Ausschmückung mit der großen Vlumen- anlage ist es für jedermann täglich eine Augenweide. Der anschließende Parkplatz nach dem Hindenburg- wall zu sollte die gute Wirkung des neugestalteten Selterstores noch erhöhen. Leider konnte dieser Parkplatz bisher noch immer nicht fertiggestellt werden. Mit den seit langer Zeit dort lagernden Baumaterialien verschiedenster Art, für deren Abtransport nach dem städtischen Bauhof an der Lahn offenbar bisher noch keine -Möglichkeit zu finden war, bildet er zur Zeit keine angenehme Ergänzung feiner schönen Nachbarschaft am Selterstor. Diese bedauerliche. Tatsache darf aber von niemand als Leaitimation dafür angesehen werden, daß nunmehr auf diesem Platze im Mittelpunkt der Stadt auch Hausmüll aller Art, wie man es auf dem städtischen Schuttabladeplatz am Schiffenberger Weg zu finden gewohnt ist, in die verschiedenen Baugruben abge- iaden wird. Es ist unverständlich, wie jemand überhaupt auf die absurde Idee kommen konnte, Küchenabfall, Asche, verrostetes Blech und sonstiger Unrat wären ausgerechnet an dieser Stelle eine gute Dekoration neben den ausgedienten Teerfässern, die an dieser Stelle natürlich ebenfalls keine Zierde darstellen. Noch grotesker ist der Gedanke, unsere ohnehin bis aufs äußerste angestrengte städtische Müllabfuhr würde den an diesem Platze abgelabej nen Dreck sicherlich eines Tages auflaben unb bavon- fahren. Wenn bie Stadtverwaltung dem Unfug des
„Das ist doch völlig unmöglich", sagte Santacilla.
„Also ist es Ihnen auch unmöglich, Brackmann nachzuweisen, daß er eine weitere Waffe besessen hat!" _ .
„Sehr richtig, Doktor Forester, aber dieser Beweis ist nicht unbedingt nötig."
„So, weshalb nicht?"
„Weil die Mordabsicht Brackmanns und der Tod Gonzales zwei unbestreitbare Tatsachen sind", antwortete Santacilla knapp. „Brackmanns Sache steht außerordentlich schlecht. Welchen Grund sollte ich für die Annahme haben, daß Gonzales von einem unbekannten Dritten ermordet worden wäre? Unb im übrigen macht Brackmann seine Sache ba- burch nicht besser, baß er über bie Gründe hartnäckig schweigt, bie ihn angeblich im letzten Augenblick bewogen haben, feine Pläne gegen Gonzales unb Madame Perano aufzugeben. Er lehnt jede Aeußerung mit dem Bemerken ab, er würde, da diese Geschichte zu phantasttsch klingt, ja doch keinen Glauben finden."
Eine Pause entstand. Forester klappte sein Zigarettenetui auf unb klemmte sich eine Zigarette zwischen die Lippen. Er zog heftig daran, aber er hatte vergessen, sie anzuzünden.
„Darf ich Brackmann sprechen?" fragte Karen plötzlich.
„Ich wollte Sie soeben darum ersuchen, mich zu Brackmann zu begleiten", sagte Santacilla mit einer kleinen Verbeugung, als danke er Karen dafür, daß Sie chm eine Unannehmlichkeit abgenommen hätte. Karen sah Santacilla an, und auf einmal verstand sie, weshalb er den Kopf senkte und ein wenig betreten an seiner Lippe nagte.
„Sie brauchen sich keine Vorwürfß zu machen, Senorita", murmelte er, „Sie haben gewiß das Beste gewollt ..."
„Ich habe das Beste gewollt —, unb was habe ich erreicht? Daß ich Ihre Hauptbelastungszeugin gegen Brackmann geworben bin. Mein Gott —" Und
Müllablabens auf ben bafür nicht vorgesehenen Plätzen nicht schleunigst einen Riegel vorschiebt, werben wir uns an solchen „Lieblichkeiten" wohl noch manchmal erfreuen können, ebenso wie an ben in zahlreichen Straßen häufig tagelang auf ben Bürgersteigen herumstehenben ungeleerten Mülleimern.
Wer kann Tlachrichtcnhelserin
> des Heeres werden?
NSG. Nachrichtenhelferin kann jebes beutsche Mabel im Alter von 17 bis zu 30 Jahren werben. Gesunbheitliche Tauglichkeit, arische Abstammung, straflose Vergangenheit finb weitere Voraussetzungen. Besondere Kenntnisse finb nicht erforberlich, boch wirb bie Beherrschung ber beutschen Sprache in Wort unb Schrift verlangt. Nachrichtenhelserinnen bes Heeres leisten nationalen Ehrenbienst.
Anfragen unb Meldungen finb zu richten an bas Stellv. Generalkommanbo IX. A.-K-, Abt. Komman- beur ber Nachrichtentruppe IX, Kassel, Schliefsen- platz.
Was die neue Wochenschau bringt.
Den Auftakt zur neuen Wochenschau bilden eindrucksvolle Bilder zum 20.Jahrestage des Marsches auf Rom. Wertvolle Originalaufnahmen zeigen den gewaltigen Aufstieg des faschistischen Italien seit dem Tag der Machtergreifung. Der Duce eröffnet symbolisch ben Beginn der Neugestaltung Roms; Autostraßen unb Brücken, Wohnungsbauten, Erholungsstätten für Arbeiter unb Kinder künden ebenso vom Aufbauwillen wie die Bilder von der Urbarmachung der Pontinischen Sümpfe. Die afrikanischen Kolonien werden besie- bett, und wir sehen Marschall Balbo, den Schöpfer des neuen Libyen. Weitere Bilder zeigen, wie das faschistische Italien die Schlagkraft seiner Wehrmacht immer mehr steigert.
Dann zeigt die Kamera Bilder von der Ostfront, wo südlich des Ilmensees vorgeschobene Verbände au5 der Luft versorgt werden. Auch geistige Nahrung, Zeitungen und Bücher, werden hier ab« geworfen. Feindliche Batterien legen starkes Feuer auf einen Sumpfwald hinter den vordersten deutschen Linien, und wir sehen Essenträger, die täglich diesen gefährdeten Weg überwinden. Weiter erleben wir den zähen Abwehrkampf deutscher Soldaten, die jeden Angriff der Bolschewisten blutig abweisen, und wir werden Zeugen eines Angriffs unserer Infanteristen und Panzer, der zu wichtigen Frontverbesserungen führt.
Nach.wie vor tobt der Kampf in ben Fabrikoor- ftäbten Stalingrads, wo deutsche Infanterie in die Häusergruppe hinter der Geschützfabrik „Rote Barrikade" eindringt und Panzerkampfwagen die MG.-Nester der Sowjets niederwalzen. Gegenüber ben oft mit tierischer Wut kämpfenden Bolschewisten beweist der deutsche Soldat auch in den schweren Häuserkämpfen immer wieder feine Ueberlegenheit. Nach spannenden Aufnahmen vom Vormarsch unserer Truppen im Kaukasus gegen Tuapse bringt die Wochenschau zum Schluß Bilder von der Front in Nordafrika, wo wir einen Angriff deutscher Kampfgeschwader auf Kufra, ben südlichsten Eckpfeiler der britischen Stellungen, miterleben. Die Funkstation unb Flugzeughallen werden von Volltreffern getroffen, unb lichterloh brennen die Oeltanks. Wjr überfliegen mit der Kamera bri»
plötzlich preßte sie bas Taschentuch gegen ihren Munb.
Forester streckte bie Hänbe vor, als wolle er Karen etwas abnehmen: „Es ist meine Schulb, nur meine Schulb! Wenn ich nicht auf ben blöbfinnigen Einfall gekommen wäre, hätten Sie nie im Leben baran gebacht, Gonzales zu besuchen. Ich konnte mir bie Zunge abbeißen!"
Ein paar Sekunben lang gab Karen bem Schwächegefühl nach, sie weinte, ganz schnell unb tränenlos, bann stand sie auf unb nötigte Santacilla, sich ebenfalls zu erheben. „Kommen Sie, Don Santacilla", sagte sie mit fester Stimme. Forester schloß sich Santacilla wie selbstverständlich an.
Die Präfektur war in einem alten Dominikanerkloster untergebracht, das Stürme und Erdbeben unangefochten überdauert hatte. Die dicken Backsteinmauern vermochte selbst die Aequatorsonne kaum zu durckdringen. Santacilla führte Karen unb Forester burch bämmerige, kühle Gänge an schmalen Fensterschlitzen vorbei, die weniger an bie klösterliche Bestimmung bes Gebäudes als an bie Schießscharten einer Festung erinnerten.
Er öffnete bie Tür feines Amtszimmers und ließ Karen unb Forester höflich ben Vortritt. Es war ein überheller, weißgetünchter Raum mit einem häßlichen Schreibtisch, drei ober vier Stühlen unb ein paar Aktenschränken. Zwischen ben beiden gotischen, stark vergitterten Fenstern war eine Photographie des Präsidenten angebracht. An ber Wanb, ber Santacilla den Rücken kehrte, menrf er am Schreibtisch saß, hing in einem kolossalen, von Gold strotzenden Rahmen ein riesiges Delgemälbe: Napoleon I., ohne Kopfbedeckung, im Hintergrund die Fassade von Fontainebleau. War es wirklich Napoleon?
Forester starrte das Bild und Don Santacilla an, der gerade auf einen Klingelknopf drückte und einem sofort herbeistürzenden Polizeisergeanten befahl, Brackmann aus ber Haft vorführen zn kaffem
(Fortsetzung folgt)


