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Gießener Anzeiger
Wie Naltschik genommen wurde
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werden Obst« und Gartenbau betrieben, daneben Sonnenblumen, Harrs, Weizen und Mais angebaut.
Gleichzeitig arbeitete sich, deutsche und italienische Infanterie durch Qualm und Staub gegen die Neuseeländer vor, die in dem schweren Beschuß weder vorwärts noch rückwärts konnten. Als das Sperrfeuer vorwärts sprang, brachen unsere Infanteristen vor und stürzten sich auf die vom Feuer noch betäubten Briten. Zahlreiche Gefangene wurden allein bei diesem Kamps eingebracht. Weitere Angehörige britischer Hilfstruppen sielen der deutsch- italienischen Panzerarmee bei Gegenstößen in die Hand.
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Dan der hochentwickelten Diehwirtschaft ist beson« ders die Pferdezucht erwähnenswert. Aus der Landwirtschaft ausbauend, ist die Stadt Standort einer Obstkonservenindustrie von größerer Bedeutung. Ein großes Mühlenkombinat, ein Fleischkombinat, Brotfabriken, eine Fabrik für Konditorwaren, Oel- mühlen, Konservenfabriken und Getreidesilos geben dem Stadtbild ihr Gepräge. Der Waldreichtum der Umgebung ermöglichte das Aufblühen einer Holzindustrie, neben der es noch Werke der Textil« und Lederindustrie, insbesondere Schuhfabriken, gibt. Die Schwerindustrie ist in Naltschik nur durch eine Eisengießerei und Wasserturbinenfabrik vertreten. Von wehrwirtschaftlich größter Bedeutung ist das etwa 100 Kilometer südwestlich Naltschik gelegene Wolfram- und Molybdänvorkommen „T y r n y a u s", das das reichste sowjetische Vorkommen dieser wichtigen sstahlveredler sein sott. Das Eisenerz gebiet Ebonmcttka liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Naltschik. Die Hauptmasse der im Gebiet um Naltschik liegenden Bevölkerung, die Kabardiner, gehören zu dem Stamm der Ädyge-Tscherkessen. Sie siedelten sich nach dem Eroberungszug Dschingis-Khans an. Nach einem 35 Jahre währenden Kampf um ihre Unabhängigkeit wurden sie zu Ende des 18. Jahrhunderts durch die Russen unterworfen.
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deutsche Sturmgeschütze halfen den rumänischen
Verbänden vorwärts, die am Abend des 26.10. die
Trotz schwerster Angriffe und ungewöhnlich hohem rNunitionseinsah konnte der Feind infolge der tapferen Abwehr der deutsch-italienischen Truppen keine Erfolge erringen. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht.
Die Angriffe auf die Flugplätze von Malta wurden fortgesetzt.
In Südostengland führten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage Angriffe gegen Industrie-, Verkehrs- und Hafenanlagen.
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Naltschik ist mit etwa 30 000 Einwohnern Hauptstadt der autonomen Sowjetrepublik Kabar- din-Balkarien. Die Stadt ist wegen ihres gesunden Gebirgsklimas und ihrer Mineralquellen ein vielbesuchter Kurort. Naltschik liegt inmitten eines Gebietes mit fruchtbarer Landwirtschaft, hauptsächlich
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Englische Kritik an der Rüstungsindustrie der LIGA.
Stockholm, 30. Okt. (Europapreß.) Die englischen Blätter verzeichnen mit nur schlecht verhehlter Schadenfreude die von dem englischen Gewerkschaftsführer Jack Tanner an der nordame- rikanischen Rüstungsindustrie geübte scharfe Kritik. Das nordamerikanische Rüstungstempo imponiere ihm keineswegs, erklärte Tanner nach dem Besuch eines großen Rüstungswerkes in Cleveland im Staate Ohio. Die Fabrik fei zwar neu und ausgezeichnet geplant und die darin ausgestellten Maschinen bildeten den Gipfel der Zweckmäßigkeit, aber die darin beschäftigten Arbeiter hätten anscheinend noch nicht die Notwendigkeit begriffen, so große Mengen Waffen und Munition roie_ nur irgend möglich so schnell wie nur irgend möglich zu produzieren.
Die englische Presse unterstreicht diese Feststellung mit der Bemerkung, daß die USA. eben trotz Pearl Harbour noch kein Dünkirchen erlebt hätten. Die nordasrikanische Offensive habe auf die englische Rüstungsindustrie anfeuernd gewirkt, während die nordamerikanische Rüstungsindustrie anscheinend nach wie vor ihre Möglichkeiten nur zu einem Teil ausnutze.
Australien isoliert.
Schanghai. 29. Okt. <DNB) Die Rückwirkung gen des japanischen Seesieges im Sudpazifik auf militärifch-m und politt^m Gebiet beleuch et „Schanghai Times", indem sie h-rvorhebt, daß alle Hoffnungen, die auf ein erneutes offensives Auftreten der nordamerikanischen Flotte im Pazifik gesetzt wurden vernichtet seien. Der Kampfverlaus Habe aezeiat'daß die japanische Seestrateare der amen« konischen bei weitem überlegen sei. Die Verluste der Amerikaner seien so groß, daß wenig Hoffnung aus Verwirklichung des Planes einer Flotte für zwei Ozeane besteht. Die japanische Flotte habe bewiesen, dab sie fähig fei, amerikanische Schiffe |D schnell zu versenken, wie sie vom Stapel gelassen werden. Wichtig sei auch die Auswirkung auf Australien Nunmehr sei keine feindliche Flo He mehr vorhanden, die stark genug n^re, die Verbindung Amerikas und Australiens sicherzustellen. Die Seeschlacht im Südpaziftk sei ein Markstein auf dem Wege zum Sieg der Dreierpaktmächte und der Neuordnung Ostasiens.
Englische Besorgnisse.
Stockholm,^. Okt. (DNB. Funkspruch.) Auch der englischen Oefsentlichkeit hat sich beträchtliche Beunruhigung bemächtigt über den Ausgang Der dritten Seeschlacht bei den Salomonen. Der militärische Mitarbeiter des „Evening Standard" meint, der Kampf um die Salomonen gehe nicht nur um Australien und Neuseeland, sondern um dw Alliierten überhaupt. Die Salomonen feien em Prüfstein für die Organisation der atli-
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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley schreibt im „Angriff": Es fei unsere Pflicht, eine Lohnordnung zu finden, die die Gefahr und die Schwere der Arbeit, die Arbeits- und Ldistungsdereitschaft des Menschen, die Ausbildung und fein Streben berücksichtigt. Der Unternehmer fei allein sozial, der es feinen Arbeitskräften ermöglicht, durch den technischen Ausbau seiner Fabriken, durch vernünftige Arbeitsmethoden, durch die beste Betreuung an Körper, Seele und Geist, durch eine umfassende und gerechte Menschenführung die beste Leistung herauszuholen. Unter dem Zwang der Kriegsverhältnisse seien wir genötigt, alle Leistungsreserven zu mobilisieren. Notwendig sei damit auch die Beseitigung von Auswüchsen, die der aus der Systemzelt übernommenen Lohnordnung entstammen und die vor allem ein Leistunashemmnis darstellen. Bei den lohnordnenden Maßnahmen werde von einer Gruppierung der Schaffenden in lediglich drei Gruppen — Ungelernte, Angelernte und Gelernte — abge-
Berlin, 29.Okt. (DNB.) Seit fünf Tagen tobt nunmehr in Afrika Die Abwehrschlacht.» Sie nahm nach den beim OKW. vorliegenden Meldungen am 28.10. noch an Heftigkeit zu. An Der uner- schütterljchen Abwehr Der deutsch-italienischen Panzerarmee zerbrach jedoch bisher Der britische Großangriff, obwohl Die Angreifer Durch schwerstes Artilleriefeuer und starken Panzereinsatz unterstützt öitrDen. , , .
Während Der beiDen letzten Tage hat sich Der Hauptstoß auf Die NorDflanke konzentriert. Die tiefgestaffelten MinenfelDer und Drahtverhaue bildeten jedoch.schwer zu nehmende Hindernisse für den Feind. Wenn britische Panzer auf Den Sturmgassen zwischen Den Stützpunkten einDrangen, traf sie Das zusammengefaßte Abwehrfeuer Der Achsentruppen. Beim Kampf um eine Einbruchstelle trennte schweres Flankenfeuer Die britischen Panzerspitzen von Der folgenDen neuseelänDischen Infanterie Vergeblich versuchten britische unD amerikanische Bomber, das Feuer unserer Geschütze und schweren Waffen niederzuhalten, um den Neuseeländern das Vorgehen zu erleichtern. Mit 8,8-cm- Flakgeschützen nahm sich inzwischen ucksere Artillerie Die Panzer vor. U e b e r 30 britische Panzer -erschlug Der Wirbel Der Geschosse. Die übrigen roanbten sich rückwärts, mürben jedoch durch Den Beschuß in Die MinenfelDer hinernge- drückt, wo sie weitere Verluste hatten.
(92. Jahrgang Nr. 256
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Berlin, 29 Okll (DNB.) Seit dem 24.10. stehen di- deutschen und rumänischen Truppen im Raum westlich Desterek im Angriff. Nach harten Kämpfen um Die Brückenköpfe über Den Bak- an gewannen Die Kampfgruppen in Der von vereinzelten Hügeln Durchzogenen Ebene schnell nach Süden Raum. Am 25.10. überschritten sie den Ischegenfluß und vernichteten hier bolsche- wistische Kräfte, die eben zur Verstärkung der betrogen Stellungen eingetroffen waren. Zu beiden Setten des Dorfes stießen am folgenden Morgen rumänische Gebirgsjäger nach Süden auf Naltschik vor. Während einige Hügel vor der Stadt iwch erbittert umkämpft wurden, beschoß unsere Ar- tillerie bereits die Stadt selbst. Auf der großen von Pjatigorsk über Naltschik nach Ordshonikidse Der- lausenden Autobahn ging Der Stoß weiter.
eindlichen Sperrbunker unmittelbar vor Der StaDt rreichten. Arn frühen Morgen des folgenden Tages erledigten rumänische Jäger die von der Sturm- artiUerie zerschossenen Sperren. Nach heftigen Stra- feentämpfen in Den Außenbezirken formierte sich Der Angriff von neuem. Die Sturmgeschütze, von rumänischen Einheiten begleitet, stießen im Keil aus Dem VahnhofsgelänDe vor unD brachen im Verein mit Flakartillerie unD Panzerabwehrkanonen Den zähen seinDlichen WiDerstand. Vom Bahnkörper in Der linken Flanke geDeckt, drangen die Rumänen tief in -je Stadt ein und ftürmten, von den Geschützen und Granatwerfern gesichert, die Straßen mit ihren Barrikaden, Betonbunkern und besonders stark befestigten Eckhäusern. Am Abend war Der NorDost- ieil Der Stadt fest in Der Hand Der rumänischen Truppen. Am 28.10. ging Der Angriff weiter. Wieder lebt Der Straßenkampf in aller Härte unD Verbissenheit auf, aber als Der Abend sank, war Naltschik trotz erbitterter Gegenwehr gefallen. Zur Sicherung des gewonnenen Stadtgebietes wurde Der Angriff noch am 28.10. weiter nach SüDen vorgetragen und die Verbindung mit Deutschen Kräftegruppen her- gestellt.
I Durch Die gemeinsamen Operationen der deutschen i und rumänischen Truppen waren im Raum zwischen - Naltschik und Terek starke bolschewistische Kräfte vbgeschnitten worden. In den von zahlreichen Mächen durchschnittenen Flußgebieten des Tsche- gen und des Urman a kam es bei Der Aufspaltung Der feindlichen Kräfte in kleinere Teilgruppen
I uoch mehrfach zu harten Gefechten, bis Der ©iDer- ftanb enDgültig gebrochen mar. Die am oberen Baff an abgeschnittenen Bolschemisten wollten
i durch Vorstöße von NorDmesten im Vorland Des Kaukasus Die tiefe Flanke Des Deutsch-rumänischen Angriffskeiles Durchbrechen, aber unsere Infante- triften unD Jäger räumten Den Kessel westlich Des Terek aus und zerschlugen Die feindlichen Truppen
I völlig.
Oer Wehrmachibenchi.
DNB. Aus dem Führerhaupkquariier. 129. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt I bekannt.
JmWeftkaukafus wiesen die deutschen Trup- pen feindliche Gegenangriffe gegen die in den lchlen
I Tagen gewonnenen Bergstcllnngen ab, wobei fie ton der Luftwaffe wirksam nnkerskühl wurden.
I kroatische Jäger schaffen sechs sowjetische Flugzeuge I bei einem eigenen Verlust ab. _
I westlich des Terek slürmlen rumänische Ge- I birgslruppen im Verein mit deutschen ^eturgspagern die vom Feind stark befestigte und zah verieidigke riadt Naltschik. Die nordöstlich Jt a I «»geschlossenen feindlichen Kräfte wurden >m Kamps I -ufgerieben oder gefangengenommen. Damit ront- Iben innerhalb von vier Tagen mehrere | Divisionen zerschlagen, bisher über 7 0 0 0 ffi efan- Lene eingebrachl und VS Ges ch u h e, 3 v Ijet sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial er- ^'-17.7^0 stürmten unsere Truppen nach ilbwehr mehrerer Gegenangrisfe weilere Te^le de- Zndnstriegeländes und Häuserblocks. Entlastung angriffe starker, von Panzern unterstützter fern ch firäffe gegen die deutschen Stellungen sudbch der Lladt brachen wie bisher noch A"
hohen Verlusten für den >
liordwesileil des Kaspischen ®
jroei Frachtschiffe m>« ^!"77ndere°FrachI|chisf- in len«, zwei Tanker und fünf «nb«e rrand geworfen b," befchad.g'.
Der Feind verlor gestern 4 4 F l u g} n g
I eigene Flugzeuge werden vnmW- ||d) am
Das erbitlerle Hingen ini M e g 9 p gesteigert.
| fünften Tage der Abwehrschlacht noch gestelger
Oer Mythos der amerikanischen Produktion
Bon Reichspressechef Dr. Dietrich.
„Sie Produktion wird Den Krieg gewinnen", fagt Die englische Propaganda. „Durch unser Schwergewicht in Der Rüstung werden wir Die Entscheidung erzwingen", verkünden Die amerikanischen Lautsprecher. „Unsere gewaltigen Anstrengungen in der Kriegsproduktion werden uns heute wie 1918 zum Siege führen", erklärt tagtäglich Roosevelt, und Churchill wird nicht müde, immer wieder hinzuzufügen^,^)ie unermeßlichen Hilfsquellen Der Vereinigten Staaten ermöglichen uns Die Aussicht auf einen vollständigen Sieg."
Neben der immer mehr sinkenden Hoffnung auf den Bolschewismus ist der Glaube an die amerikanischen Produktionsrekorde Der einzige Punkt in Der Strategie unserer Gegner, an Dem sie noch ihre Stellungen halten. Man muß sich deshalb mit ihm beschäftigen.
Wir verkennen weder die bedeutenden Möglichkeiten noch die Fähigkeiten unserer Gegner auf dem Gebiet Der industriellen Erzeugung, aber wir sehen auch klar ihre Begrenzung. Tatsache ist, daß das wirkliche Leistungsnievau Der Vereinigten Staaten in Der Rüstungsschlacht weit unter Der schwindelnden Höhe ihrer Jllusionspropaganda liegt. Mr wissen, daß Roosevelt Die große Parole ausgegeben hat, man solle Deutschland durch Angabe von Zahlen erschrecken. Die rüstungsindustriellen Standardbegriffe Der Kapazität, Des Effektivbestandes der Produktion und des Potentials werden je nach Bedarf unter der Hand einfach vertauscht und jeweils in Dem Sinn? gebraucht, Den man einer Sache zu unterlegen wünscht.
Bekanntlich kann Die Kapazität einer JnDustrie für den Friedensbedarf nicht ohne weiteres mit ihrer Kapazität für Die Kriegserzeugung verglichen werden. Im übrigen ist Kapazität noch keine Produktion. Um eine vorhandene Kapazität auszunutzen, müssen die entsprechenden Rohstoffe sowie die geeigneten Arbeitskräfte in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Die Produktionszahlen an Waffen wiederum sagen noch nichts über die Größe des Rüstungspotenttals, denn erstens müssen Die fabrizierten Waffen zum mindesten die gleiche Qualität besitzen wie die ihres Gegners, und zweitens nützen auch die besten Waffen nichts, wenn sie nicht auf das Schlachtfeld und in die Hand der Soldaten gelangen. Die sie zu führen und zu bedienen verstehen.
Der Besitz der Rohstoffe, die Mobilisierung der Arbeitskräfte, die Kriegsorganisatton Der Wirtschaft, die Qualität der proouzierten Waffen und ihre gesicherten Transportmöglichkeiten, all das sind entscheidende Faktoren Des modernen Krieges, die nicht nur von materiellen Gegebenheiten, sondern auch von geistigen Jmpondera'bilien in höchstem Maße abhängig sind. Erst die Gesamtheit dieser Werte ergibt das effektive Rüstungspotential eines Landes und macht es mit der Kraft anderer Nationen vergleichbar. Gehen wir kurz, um die Phantasie an der Wirklichkeit zu messen, auf diese Faktoren im einzelnen ein.
Der Grundstoff aller industriellen Produktion ist die Kohle. Vor Dem Kriege unterstanden Der Kontrolle der Achsenmächte 27 v. H. Der Kohlevorkommen Der Welt. Heute sind es 53 v. H. Mit der Kohlenförderung Japans und Der Kapazität des von uns besetzten sowjetischen Raums kommt heute Die Kohlenvroduktton der Dreimächtepaktstaaten der gesamten Kohlenförderung ihrer Gegner zum mindesten gleich, wenn sie sie nicht übersteigt. Von Den Eis en erzvorkommen Der Welt beherrschen die Achsenmächte heute 46 v. H. gegen 6 v. H. vor Dem Kriege. Ein unersetzbarer Mangel herrscht in Den USA. an DereDelungsstoffen, Die Den Stahl für Die Rüstung erst verwendbar machen, und an Schrott, Der für die Stahlproduktion notwendig ist. Die von den USA. veröffentlichten Meldungen, wonach Hochhäuser und Untergrundbahnen abgebrochen, ja sogar die nicht für Die Kriegsproduktion benötigten Maschinen verschrottet werden sollen, sprechen hier Bände. Demgegenüber ist Den Achsenmächten auf Den Schbachtfädern Europas als Beute eine Schrottmenge zugefallen. Die Amerika selbst dann nicht beschaffen könnte, wenn es seine bei Pearl Harbour auf Dem Grund des Meeres ruhende Flotte wieder heben und verschrotten könnte.
Nach den Feststellungen unserer Gegner verfügen die Achsenmächte heute über 67 v. H. des B a uxi ts, 74 v. H. des gesamten Zinnerzes, 60 v. H. Des Wolframs, 30 v. H. des gesamten Chroms, 49 v. H. der Magnesiumerzeugung und 35 v. H. des Mangans der Welt. An Kupfer haben Die Vereinigten Staaten für Das Jahr 1942 einen Fehlbetrag in Der Rü- ftungsproDuttion von minDeftens 30 v. H. Dis G u m m i Versorgung Der Vereinigten Staaten ist katastrophal, Da Die Dreimächtepaktstaaten heute 91 v. H. Der Gesamterzeugungsquellen Der Welt an Gummi kontrollieren.
Die amerikanische Zeitschrift „Engineering Mining Journal" hat kürzlich errechnet. Daß Die Dreimächtepaktkoalition, Die bei Kriegsausbruch nur 10 v. H. der Bevölkerung und 5 v. H. aller Rohstoffquellen beherrschte, heute über 35 v. H. Der Be» völkerung unD 33 v. H. Der Rohstoffquellen Der ganzen Erde verfügt. Derartige generelle Angaben mit schwer vergleichbaren Werten wollen wir uns hier nicht zu eigen machen. Uns genügt es, zu wissen. Daß Die Dreierpaktmächte heute bereits über mehr kriegswichtige Rohstoffquellen verfügen, als ihre Gegner noch besitzen. Das englische Imperium hat in Diesem Kriege bereits 40 bis 50 v. H. Der Rohstoffschätze, Die es einst beherrschte ober aus Europa bezog, unD Die Sowjets über 60 v. H. ihrer lebens- und-kriegswichtigen Rohstoffe an die Dreierpaktmächte verloren. Und was Japan den Vereinigten Staaten in Ostasien nahm, reicht vollkommen aus, um zu verhindern, daß Amerikas Bäume in Den Himmel wachsen. Der Produktions- chef DonalD Nelson — Der es ja wissen muß — schrieb in feinem Rechenschaftsbericht über Den Stand Der USA.-Kriegsproduktion am 22. Augusß
SW -wKsu. General-Anzeiger für Oberhessen
gangen werden. Für Die eifenbearbeitenDe Industrie werde eine Acht-Teilung, beginnend mit Der einfachsten Hikfsarbeit bis zur hochqualifizierten Facharbeit, vorgenommen. Der gerechten Leistung werde der gerechte Lohn zukommen. Dieser Grundsatz müsse auch für die Stücklohnarbeit Gültigkeit haben. Daher müsse auch Die Akkordarbeit so gestaltet sein, daß Die Entlohnuna ihrem Leistungswert entspricht. So sei Der neue Lohngruppenkatalog für „Eisen und Metall" entstanden, Die neue Tarifordnung für die Bauwirtschaft. Maßnahmen für andere Wirtschaftszweige seien in Vorbereitung. Künftig könnten die betriebe in größerer Selbst- oerantmortung an der Ordnung ihrer Löhne Mitarbeiten. Im Interesse einer objektiven Bewertung von Arbeit und Leistung würden unabhängige, in der Deutschen Arbeitsfront verankerte und vom Reichstreuhänder anerkannte Leistungsbe- roertungs ft eilen angestrebt, die Berater Der Betriebsführer in Lohnfragen fein würden.
Im Luftraum über dem zerwühlten Schlachtfeld mit feinen Staub- und Rauchwolken standen die Flugzeuge der Achse ebenfalls in schweren Kämpfen. Unentwegt griffen sie die feindlichen Bomber und Jäger an, durchbrachen die Flaksperren und drangen tief ins feindliche Hinterland ein. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit ihrer Flugzeuge konnten sich die Briten nicht davor schützen, daß deutsche Kampftlugzeuge mit ihren Bomben feindliche Batterien am Bahnhof von El Alamein zer- schlugen, Benzindepots in Brand warfen und Pan- zeransarnrnlungen zersprengten. Der Großangriff geht weiter. Aber trotz allen Aufwandes an Truppen, Panzern, Geschützen und Flugzeugen konnten die Briten bisher keine Erfolge ~


