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. • wichtigen Waren wie Möbel Arbeitsgerät und fon- MM unentbehrliche Gegenstände Les täglichen Ge-
frmzoM brauchs an. Den Betrieben können bestimmte Er- )ran zeugungsaufaaben gestellt und alle nicht versorg me Iruppy mingswichtigen Fertigungen verboten werden. Auch Dorian W ber Bedarf der öffentlichen Hand und sonstiger W« I mrnfjnorfii-niti+ior An hipfpn Moren wird in die
möglichen.
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(Nachdruck verboten.)
88. Fortsetzung.
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zeit auch die Deckung des dringlichsten Er® iieuerungsbedarfs der Haushaltungen er-
Aus dem Reich.
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Kriegsauflagenprogramm für die wichtigsten Haushaltswaren.
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
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ft zum autzerordentlichen Botschafter in Europa 'knannt worden. Zu seinem Nachfolger in Rom ourde der bisherige außerordentliche Gesandte in ^?rrElng, Shinrokuro Hidaka, ernannt Bo. muri erklärt dazu, daß die Entwicklung des neuen
Großverbraucher an diesen Waren wird in die Planung einbezogen werden. Die Versorgung mtt richtigen Gebrauchsgütern soll besonders den durch eindliche Einwirkung geschädigten Volksgenossen . - ... ____£. AAmUfan Olrrlnilfa
Eine Verordnung über die Bereitstellung versorgungswichtiger Waren — insbesondere im Hinblick auf die Versorgung der Lurch Luftangriffe geschädigten Volksgenossen — mit für eine einfache Lebenshaltung unentbehrlichen Waren kündigt Maßnahmen zur stärkeren Konzentrierung der Fertigung von Gebrauchsgütern auf die wirklich versorgungs-
Santacille hob beschwichtigend die Hande: ,^ch |abe mich heute mit den Akten jenes Prozessesi be- rdäftiflt, und ich weiß, daß Brackmann damals mzales und Madame Perano beschuldigte den llnschlag auf Buena Esperanza verübt zu haben, ks war eine Behauptung, die er nicht beweisen onnte. Die Gerechtigkeit, die ich vertrete, ist aus solche Beweise aber angewiesen.
, Wie dem auch sei, auf jeden Fall hat Brackmann tamit, daß er sich zum Selbstvollstrecker semes Ur- irils über Gonzales gemacht h^, das Unge^)Eeste getan, was er tun konnte — selbst dann, wenn er ilaubte, damals zu Unrecht verurteilt worden zu k Die Motive für den Mord werden ihm kaum als Milderungsgründe angerechnet werden, ^eoer Lerwirb ihm vorhalten, daß er SU seiner Recht- ittigung einen anderen Weg hatte beschreiten „Ich'fürchte, daß seine Erfahrungen ihn gegen die iffenlliche Gerechtigkeit mißtrauisch gemacht haben ,
i lmf Karen sarkastisch em. zy
„Auch Richter sind nur Menschen, ferner kontacilla mit einem &W3uden~.. f U5 Borefter Sog wie xu aDtg em 5“ W« “
I kt Hosentasche und fpie te damit Fangvau^»- listig, Don Santaeilla , sagte er L $ sa' Einschließlich stand die Baxter 2,l Company da Itols hinter Gonzales." -
. „Was wollen Sie barnit sagen, frag e
। rilla scharf und schielte auf die blitzen
Kleine politische Nachrichten.
Am 3. Jahrestag des Bestehens des Generalgou- ernements fand auf der Burg zu Krakau eine Re- lierungssltzung statt, nachdem Reichsminister Dr ßrank zuvor im Hause der NSDAP, zehn bluts- eutschen Müttern des Generalgouvernements sym- olisch für 470 weitere das goldene Mutterkreuz berreicht hatte. Die Verleihung von Kriegsverbienst- ceuzen I. Klasse an um die Steigerung der land- virtschaftlichen Produktion besonders verdiente Mitarbeiter schloß sich an.
Anläßlich des 76. Todestages des großen deut- tzen Japan-Forschers Philipp Franz von kiebold kam im Deutschen Forschungsinstitut in Kiotq der von der deutschen Botschaft in Tokio Mistete „Sieboldpreis" zur Verleihung an zwei junge japanische Akademiker, Yoshio Maruta von ber Medizinischen Akademie in Nagasaki sowie Ta- danichi Morishita von der Handelshochschule Na- casaki, der Wirkungsstätte Siebolds. Beide stehen im Felde.
Der Führer hat dem Präsidenten der Türkischen Republik anläßlich des türkischen Nationaltages trahtlich seine Glückwünsche übermittelt.
. König Christian X. von Dänemark, der nach einem ! Sturz vom Pferde in ein Krankenhaus gebracht worden war^ erhielt am Dienstag zwei Bluttransfusionen. Sem Zustand, der sich in den letzten zwei tagen infolge Kräfteoerfalls verschlechtert hatte, tleibt besorgniserregend.
*
Hongkong wurde erneut von sieben amerikanischen Bombern, begleitet von fünf Curtiß-Jägem, angegriffen. Don japanischen Jagdfliegern angegriffen, flüchteten die Flugzeuge nach Abwurf einiger Bomben in nordwestlicher Richtung. Ein Flugzeug wurde -bgeschossen.
ber Führer nunmehr bestimmt, daß alle Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Wohnungs- unb Sieblungswefens, ber Wohnungswirtschaft, des Kleingartenwesens und ber mit dem Wohnungsbau zustlmmenhängenden Ortsplanung btm Bereich des Reichsarbeitsministeriums Neichskommissar Dr. Ley übergehen. Für den »ich dieser Aufgaben führt Dr. Ley hinfort die Zeichnung „Reichswohnungskommissar".
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'* üerfe^nff1 n-I ®er Führer hatte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley 1 hEwi zum Reichskommissar für den sozialen Wohnungs- ■k. , „ bau bestellt und ihm die Vorbereitung und spätere Jj? s Lurchführung des Wohnungsbaues nach dem Kriege mit uaao! $ur Aufgabe gemacht. Zur Herbeiführung einer ein- i Mich en Leitung des • gesamten Wohnungsbaues J®* unb ber bämit zusammenhängenden Aufgaoen hat
.Den, Mm h r ctiihrer nunmehr bestimmt, bah alle 5^u«
Europa. ..für Japan notwendig mach "zür°nast°n suhlungnahm- mit d°n europäischen Ändern ein n «sonderen europäischen Botschafter zu bestellen web §er ^er Mittelpunkt aller japanischen Missionen in Europa werden solle. Seinen Aufenthalt werde der eue Botschafter hauptsächlich wohl in Berlin und Wm nehmen von wo aus er besonders die euro. ätsch-n Wirtschast-maßnahmen sowohl für die web ere Kriegführung als auch für das neue Nachkriegs- uropa verfolgen tonne. ö
Aus der Giadi Gießen.
»Schöner, stiller Gefährte der Nachts
Unerhört groß, kreisrund unb leuchtenb hängt der Silberschilb des vollen Monds am durchsichtigen Himmel und taucht ber Bergriefen wildes Gezack in fein kaltes, klares Licht. Und eine Wandluna vollzieht sich, die Annette von Droste-Hülshoff also schildert:
„und langsam stiegst du, frommes Licht, empor; ber Alpen finstre Stirnen strichst bu leise, und aus den Richtern wurden sanfte Greise."
Mitleidlos blickt der „gute Mond" herab auf alles Erbenleid, fein Nebelglanz „füllet wieder Busch und Tal" und riefelt Hemieder auf bas Häusergewirr ber Stadt; hell ist es wie am Tag.
Und nun blinzelt der Mond hin über „Rußlands Leichenwüsteneien" (wie es in einem Gedicht von Richard Dehmel heißt), wo „hoch die Nacht die blassen Hände faltet". Horch, knirscht da nicht Schnee unter Schlittenkufen, späht nicht ein fahles Gesicht aus dunkler Vermummung? Floh nicht gestern erst hier der Korse, die Geißel Europas, voran dem geschlagnen, zerbrochenen Heer? Verweht ihre Spuren im Schneel
Und heute, aus Blut unb Rauch, aus Kanonengebrüll, aus heldischem Vorwärtssturm blickt aufatmend empor zu des Mondes Glanz ein deutscher Soldat; ihm klingen im Ohr die Worte Clemens Brentanos:
„Wenn des Mondes still lindernde Tränen lösen ber Nächte verborgenes Weh, bann wehet Friebe ..
Fern in der Heimat stehet am Fenster ein Mädchen, gefaltet die Hände, sendet die Blicke zum Mond und gedenkt des fernen Geliebten. Und des Himmels Gestirn, leuchtend wie eh und je, das sich nicht wandelt im Wandel der Zeiten, gießt neuen Mut, neue Zuversicht ihr ins Herz. Denn Sinnblld ist er, der heut entschwindet dem Auge des endlichen Menschen, um morgen neu ihm zu strahlen in Glanz und in Schönheit, Künder ber ewigen Wahrheit, daß wahrlich wenn heute
„köstlicheren Samen bergen wir trauernd in der Erde Schoß" uns nimmer trügen wird ber Glaube
„baß §r aus ben Särgen
erblühen wird zu schönerm Los." L. B.
Freiwillige für die Division „Hermann Göring".
Die Division „Hermann Göring" stellt Freiwillige ein für: Jäger, Schützen, Kradschützen, Panzer, Panzerjäger, Panzerpioniere, Stumrgeschütze, leichte unb schwere Infanterie-Geschütze, Feldartillerie, leichte und schwere Flakartillerie, Nachrichteneinheiten. Einstellungsbedingungen: Größe nicht unter 1,70 Meter. Für Anwärter ber forstlichen Laufbahnen und krafttechnisch vorgebildete Bewerber für die Panzerwaffe ist die Größe 1,68 Meter zugelassen. Gute körperliche Anlagen. Angenommen werden Kriegsfreiwillige, Freiwillige für zwölfjährige Dienstzeit unb Bewerber für die Offizierslaufbahn. Meldungen sind an das für den Wohnsitz zuständige Wehrmeldeamt oder Wehrbezirkskommando zu richten. Bewerber für die Offizierslaufbahn melden sich bei der nächstgelegenen Annahmestelle für Offiziersbewerber der Luftwaffe.
Das Entgelt der Wohnnnqsvermittter.
Der Reichskommiffar für die Preisbildung hat eine Verordnung über die Entgelte der Wohnungsvermittler erlassen- Danach dürfen gewerbsmäßige Wohnungsvermittler für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß von Miet- ocrträgen höchstens erheben: bei leeren Wohnungen und leeren Zimmern bis zu 5 v. H. der Jahresmiete, bei möblierten Wohnungen bis zu 3,5 v. H. ber Jahresmiefe, bei möblierten Zimmern bis zu 2 v. H. der Jahresmiete. Wenn das Zimmer für kürzere Zeit als einen Monat benötigt wird, darf das Entgelt bis zu 10 v. H, des Mietzinses betragen. Für den Entwurf und die Ausfertigung eines Mietvertrages dürfen nur Entgelte von 3 bis 10 NM. je nach der Hohe der Jahresmiete erhoben werden. Dem Wohnungsvermittler steht ein Anspruch nur zu, wenn durch seine Vermittlung oder seinen Nachweis ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Vorschüsse jeder Art sind unzulässig. Neben den genannten Entgelten dürfen Vergütungen irgendwelcher Art oder die Erstattung von Unkosten nicht gefordert, angenommen ober gewährt werden. Es ist auch unzulässig, die Vermittlung von der lieber« nähme sonstiger Verpflichtungen abhängig zu machen.
Verbunkelungszelk:
29. Oktober von 18.59 bis 7.44 Uhr.
außerordentlich originell unb zutreffenb, daß auch Richter Menschen unb menschlichen Schwächen unterworfen finb, wie wir alle. Ich wollte ums Himmels willen niemanb ben Vorwurf ber Bestechlichkeit machen."
„Die Schuld Brackmanns ist in dem Prozeß einwandfrei festgestellt worden", sagte (santaeilla gereizt; „ober halten Sie die Unschuldsbeteuerungen in einem Prozeß, in dem es um Kopf unb Kragen geht, für etwas Außergewöhnliches?"
„Nein, durchaüs nicht", gab Karen zu. „Aber halten Sie es für möglich, Don Santaeilla, daß die Tat, die Brackmann gestern begangen hat, jemals hätte geschehen können, wenn er bamals wirklich zu Recht oerurteilt worden wäre?"
„Das ist eine Frage für einen Psychologen."
„Und das scheinen Sie doch zu sein!" fiel Forester heftig ein. „Denn, wenn es einen Beweis für Brack- manns Schuldlosigkeit am Brand von Buena Espe- ranza gibt, so ist es der Schuß, mit dem er Gonzales gestern nieberftredte. Weshalb wurde er vor sechs Jahren verurteilt? Wegen eines Anschlages, begangen im Auftrag einer fremden Interessengruppe —, unb natürlich aus Gewinnsucht, denn es ist doch anzunehmen, daß er ben Auftrag nicht umsonst übernommen hatte. Wollen Sie mir bitte sagen, wo sein Gewinn steckt? .
Wäre es nicht selbstverständlich gewesen, daß er nun, nachdem er entlassen wurde, sich so unauffällig roie möglich aus dem Staub machte, um feinen Ver- brechersold in aller Ruhe zu genießen? Nichts davon! Er geht hin und knallt ben Schuft nieber, dem er bin niederträchtiges Schicksal zu verdanken hat. Hätten Sie es anders gemacht? Oder können Sie mir in meinen ©ebanfengängen auch nur ein Wort nachweisen, das nicht absolut logisch und folgerichtig wäre?"
Das sind Fragen, die ich nicht zu entscheiden habe", sagte Santaeilla ärgerlich und fächelte sich mit ber Hanb Kühlung zu. „Meine Aufgabe besteht barin, Brackmann ben Morb an Gonzales nachzu- weisen —" .
Erweiterung -es Eisernen Sparens.
Durch neue Bestimmungen zum Eisernen Sparen sind, damit auch die kleinsten Lohn- oder Gehaltsempfänger eisern sparen Tonnen, die Mindestbeträge ab 1. Januar auf 5 RM. monatlich, 1 RM. wöchentlich ober 20 Rpf. arbeitstäglich festgesetzt worden. Der Höchstbetrag wird von 39 RM. monatlich, 9 RNi. wöchentlich oder 1,50 RM. arbeitstäglich, der bisher nur bei Leistung von zuschlagpflichtiger Mehrarbeit zugelassen war, von allen Lohn- oder Gehaltsempfängern eifern gespart werden können. Es können auch nach wie vor 13 RM. oder 26 RM. monatlich, 3 RM. oder 6 RM. wöchentlich und 50 Rpf. oder 1 RM. arbeitstäglich eifern gespart werden. Die Eiserne-Spar-Erklärung muß bei Mo- natslohnempfänaern spätestens einen Monat, bei Wochenlohnempfängern eine Woche vor ber Lohnzahlung abgegeben werden, für die sie erstmals gelten soll. Es empfiehlt sich, die Erhöhung auf 39 RM. monatlich, 9 RM. wochenllich oder 1,50 RM.
arbeitstäglich schon jetzt zu beantragen. Neben Weih« nachts- und Neujahrszuwendungen sind auch noch andere einmalige Zuwendungen (z. B. Geschäftsjahresabschlußprämien) für eifern jparfäfjig erklärt worden. Die Reichstreuhänder der Arbett werden die Gewährung einer einmaligen Zuwendung davon abhängig machen, daß bestimmte Teile eisern gespart werden. Es kann künftig von einer einmaligen Zuwendung, die 200 RM. nicht übersteigt, der ganze Betrag oder jeder auf volle 10 RM. lautende Betrag unb von einer einmaligen Zuwendung, die 200 RM. übersteigt, der ganze Betrag ober jeder auf volle 50 RM. lautende Betrag eifern gespart werden. Es können jedoch von jeder einmaligen Zuwendung höchstens 500 RM. im Jahr und von allen einmaligen Zuwendungen, die ein Lohn- ober Gehaltsempfänger innerhalb eines Jahres von bem« selben Arbeitgeber erhält, zusammen höchstens 1000 Reichsmark eisern gespart werden.
Klavierabend Professor Elly Ney.
Zu einer erneuten Gastspielreise kommt, rote man uns schreibt, Frau Prof. Elly Ney in unsere Stadt. Die Künstlerin, die vor kurzem ihren 60. Geburtstag feierte, wird ihren zahlreichen Freunden wieder einen schonen Abend bereiten. Frau Prof. Elly Ney, als Deutschlands berühmteste Beethoven- Interpretin wird von Beethoven die Sonate cis-moll op. 27/2, die dem Publikum als Mondschein-Sonate bekannt ist, und die Sonate C-dur op. 53 (Waldstein-Sonate) spielen. Don Joh. Seb. Bach wird die Künstlerin einen Choral, eine chromatische Fantasie und die Fuge d-moll bringen, während von Robert Schumann Symphonische Etüden zu Gehör gebracht werden. Die Besucher des Konzertes werden der Künstlerin einen genußreichen Abend zu danken wissen.
Oie Fachfchastsleiter im Heimatbund.
LPD. Ministerialrat Dr. Leip, ber neue Leiter des Heimatbundes für Hessen und Nassau, hat den Kustos am Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, Dr. Georg Held mann, ben Vorsitzenden des Tierschutzvereins von Darmstadt und Umgebung, zum Leiter des Fachamtes für Natur-, Tier- unb Vogelschutz, Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung ernannt. Dr. Hans v. d. A u in Darmstadt wurde zum Leiter des Fachamts Volkstum — Blutsgemeinschaft bestellt. Den Fachamtsleitern stehen für die einzelnen Spezialgebiete Fachmänner als Referenten zur Seite.
Erforschung des Bogellebens im Vogelsberg.
Lpd. Der Heimatbund für Hessen und Nassau, Gaudienststelle Darmstadt, hat im Rahmen des Naturschutzes beschlossen, die Vogelwelt des Vogelsberges einer gründlichen Durchforschung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden durch Fachmänner besetzte Beobachtungsstellen eingerichtet. Den Anfang macht man mit den Kreisen Lauterbach unb Gelnhausen. w
Gießen-Klein-Linden.'
Seit bem Sommer 1935 sind an unserer Volksschule Schwimmerzeugnisse eingeführt. Bis jetzt gelangten 118 Kinder in den Besitz des Freischwim- mer- und 29 in ben Besitz des Fahrtenschroimmer- zeugnisses. In dem verflossenen Sommer waren es 18 Freischwimmer- und 6 Fahrtenschwimmerzeug- nisse, die an Kinder ausgehändigt werden konnten, 13 Freischwimmerzeugnisse gingen an Knaben und 5 an Mädchen; von den Fahrtenschwimmerzeugnissen konnten 5 an Knaben unb 1 an Mädchen aus« gehändigt werden. Die Knaben, die an Ostern aus der Schule entlassen werden, sind alle, bis auf 2, Schwimmer.
Verhütet Frostschäden!
Mit Beginn des Winters ist rechtzeitig Vorsorge zu treffen, daß Frostschäden in den Gebäuden unter allen Umständen verhütet werden. Hauseigentümer unb Mieter müssen für ausreichende Schutzmaßnahmen, insbesondere dafür sorgen, daß Fenster und Türen stets geschlossen sind. Zum Lüften genügen bei Kälte schon einige Minuten. Richtiger ist, am Tage öfter als zu lange zu lüften.
Die in den Wohnungen, namentlich an ben Umfassungswänden offen liegenden Wasserleitungen, Klosettspüler, Abflußhähne usw. müssen durch Umwicklungen geschützt werden, soweit die Räume nicht dauernd geheizt sind oder durch zeitweiliges Offen- Halten von Verbindungstüren .zu geheizten Räumen erwärmt werden können. Auch durch gelegentliches Eingießen warmen Spül- und Abwaschwassers kann das Einfrieren der Abflüsse verhin
dert werden. Bei Anlagen, die auf diese Weise nicht ausreichend gegen Frost geschützt werden können, ist zeitroeilig Abstellung der Wafferzufuhr unter Ablassen des Wassers — auch aus den Badeöfen — geboten. Warmwasferspender sollen bei Frostgefahr nicht völlig abgesperrt werden.
Den Hauseigentümern stehen jetzt nicht immer die Arbeitskräfte zur Verfügung, um derartige Schutzmaßnahmen durchführen zu lassen, so daß es der tätigen Mithilfe ber Mieter bedarf, um rechtzeitig und ausreichend für entsprechenden Schutz zu sorgen. Beschädigungen der Rohrleitungen sind Dem Hauseigentümer sofort zu melden. Das Auftauen eingefrorener Leitungen ist wegen Feuersgefahr stets dem Fachmann zu überlassen.
Oie Ausstattungsbeihilfe für Hausgehilfinnen.
In einem im Reichsarbeitsblatt veröffentlichten Bescheid stellt der Generalbevollrnächttgte für den Arbeitseinsatz den Begriff der kinderreichen Haushaltung klar, soweit er für die Erlangung einer Anwartschaft auf Ausstattungsbeihilfe für Hausgehilfinnen praktisch von Bedeutung ist. Danach Dürfen nur solche Kinder unter 14 Jahren als Angehörige der Haushaltungen berücksichtigt werden, die ständig zur Familiengemeinschaft gehören. Kinder, die zum auswärtigen Schulbesuch auswärts wohnen und nur für die Ferien ins Elternhaus zurückkehren, können nicht einbezogen wepden. Dagegen zählen sie als Haushaltsangehörige, wenn sie zu jedem Wochenende nach Hause kommen. Auch die vorübergehende Abwesenheit eines zum Haushalt gehörigen Kindes wegen Ferienreise, Kinderlandverschickung oder aus ähnlichen Gründen steht der Anrechnung der Beschäftigungszeit einer Hausgehilfin im Sinne der Anwartschaft auf die Ausstattungsbeihilfe nicht entgegen.
Gießener WochenrLarktpreise.
* Gießen, 29. Okt. . Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 8* Rpf., Weißkraut 4 bis 7, Rotkraut 9, rote Rüben 12, Feldsalat 50. Aepfel 30, Lauch 15, Sellerie 16, Endwien, das Stück 12, Rettich 5 bis 15 Rpf.
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♦* Führung durch das Gießener Krematorium. Die NSG. „Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Wetterau, veranstaltet am kommenden Sonntag eine Führung durch das Gießener Krematorium, Neuer Friedhof, die mit einem Vortrag von Pg. Edwin S p r u ck (Frankfurt a. M.) über die Geschichte und die technische Einrichtung her Feuerbestattung verbunden ist. Näheres siehe Anzeiaenteil in der morgigen Ausgabe.
** Autozus ammenstoß. Aus der Grünber- ger Straße, in ber Nähe des sog. Professorenecks, ereignete sich am gestrigen Mittwochnachmittag gegen 15.30 Uhr ein Zusammenstoß eines Lastautos und eines Personenkraftwagens. Als das Lastauto aus einer Waldfchneise in die Hauptstraße einbog, kam der Personenwagen in Richtung nach der Stadt zu heran und stieß, da ihn fein Lenker nicht rechtzeitig zum Stehen bringen konnte, gegen bas Lastauto. Bei dem Zusammenprall wurde der Personenwagen leicht beschädigt, während das Lastauto unversehrt blieb. • Personenschäden sind zum Glück nicht entstanden.
*♦ Erfolgreiche Hundezüchter. Auf der in Aschaffenburg veranstalteten Reichszuchtschau der Reichsfachschaft für Deutsche Schäferhunde wurde der Zuchtrüde „Faust vom Busecker Schloß" SZ. 537 373 aus dem bekannten hiesigen Deutschen Schäserhundezwinger „vom Busecker Schloß", Besitzer Alfred Hahn (Großen-Buseck) mit der höchst- zuvergebenden Note „Vorzüglich (Sluslefegruppe)" ausgezeichnet. Der aus dem gleichen Zwinger stam-
Karen und Forester hoben roie auf Verabredung gleichzeitig die Gesichter und starrten Santaeilla überrascht an.
„Nachzuweisen?" stieß Forester hervor. „Sie wollen damit doch nicht etwa sagen, daß —"
„Jawohl!" unterbrach Santaeilla ihn mit Betonung. „Ich will damit faaen, daß Brackmann auch diesmal seiner alten Taktik treu bleibt und ben Mord an Gonzales mit aller Entschiedenheit ableugnet. Dabei ist er sozusagen auf frischer Tat verhaftet worden. Ick nehme an, daß dieser neue Versuch, das Unschuloslamm zu spielen, Sie auch im Fall Buena Esperanza, skeptisch machen wird.
Uebrigens scheint Brackmann selber einzusehen, daß seine Rolle allmählich den Reiz ber Neuheit verliert; denn nachdem er nach der Verhaftung zunächst sehr mitteilsam war, hüllt er sich nunmehr in ein eindrucksvolles Schweigen. Genau wie seinerzeit bei dem Prozeß —"
Karen fuhr auf; es war, als schüttele sie den Schleier einer Betäubung ab, durch den Santacillas Worte nur undeutlich zu ihr gedrungen waren. „Sie können sagen, was Sie wollen, Don Santaeilla, aber eines können Sie mir nicht einreden, daß Brackmann plötzlich feige geworden fein sollte. Das ist kein Mensch, der sich vor der Verantwortung drückt oder den Folgen seiner Handlung aus dem Wege geht —"
„Sie vergessen, daß es diesmal um Brackmanns Kovf geht", wurde Karen von Santaeilla unterbrochen. „Die Anklage wird auf Meuchelmord lauten; das kann ich Ihnen schon sagen, bevor die Untersuchung abgeschlossen ist."
„Und trotzdem würde er die Tat eingestehen, wenn er sie begangen hätte!" rief Karen heftig.
Santaeilla hob bedauernd die Schultern: „Ich bin in meinem Beruf leider noch niemals einem Helden begegnet, Senorita", sagte er ironisch. „Im übrigen erinnere ich Sie daran, daß Sie unb Doktor Forester, als Sie von mir erfuhren, Gonzales fei heute nacht ermordet worden, auch nicht einen Augenblick darüber im Zweifel waren, wer ber Täter war.
Sie wußten, daß es nur Brackmann gewesen fein konnte. Und selbst ber kühnste Phantast dürfte vor der Behauptung zurückschrecken, hier könne ein heimtückisches Spiel des Zufalls vorliegen, daß Gonzales gerabe in dem Augenblick von einem Dritten getötet wurde, in dem Brackmann sozusagen den Finger schon an den Abzug seiner Pistole gelegt hatte.
Brackmann hat nach feiner Verhaftung nicht ab-- zustreiten versucht, daß er tatsächlich die Absicht gehabt hatte, Gonzales und Madame Perano zu erschießen. Ja, er gab sogar zu, gestern abend die Calle Stella aufgesucht und das Haus von Gonzales beobachtet zu haben, um die Tat vorzubereiten. Er wollte sie allerdings erst zwei Tage später ausführen, kurz vor dem Auslaufen des chilenischen Dampfers nämlich, auf dem er als Maschinist angeheuert batte.'1
Santaeilla machte eine kleine Pause, um die Weste, die durch die üppige Fülle feines Bauches ewig emporrutschte, mit einem entschlossenen Ruck wieder nach unten zu ziehen.
„Gestern abend um elf Uhr erhielt ich die Nachricht, daß Gonzales ermordet aufgefunbee worden sei. Während ich ben Tatort untersuchte, war bereits eine kleine Armee von Detektiven dabei, Brackmanns Aufenhalt zu erkunden. Um vier Uhr morgens wurde uns gemeldet, daß fein Schlupfwinkel entdeckt fei. Er hatte im Hotel ,Mona Lisa*, einer Pulqueria, deren Padrone wir übrigens schon seit geraumer Zeit auf die Finger schauen, ein Zimmer genommen. Ich nahm die Verhaftung persönlich vor.
Brackmann schlief, als wir in fein Zimmer ein« drangen. Falls Sie übrigens der Meinung fern sollten, ein gesunder Schlaf spreche für ein gutes Gewissen, so lassen Sie mich Ihnen versichern, daß das eine irrige Annahme ist. Immerhin, ich muß Ihnen gestehen, daß Brackmann auf mich feinen schlechten' Eindruck machte. Jedenfalls bin ich nie einem Mann begegnet, der sich so gut in der Gewalt hatte und sich so geschickt benahm rote er. Für einen Augenblick wurde sogar ich unsicher. (Forts, folgt.)


