während mehrerer Versorgungsperioden gegen hundert Sätze Lebensmittelmarken entwendet und mit
ein
Be- die
kannte abegegeben. Als Volksschädling wurde Schroeder zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Beim Alpenrosenpflücken abgestürzt.
Stafford Grit p p 5 , heute Sprechminister des Churchill-Kabinetts und/ „Führer des Unterhauses", fühlt sich erst auf einer Etappe seines Aufstiegs angelangt. Er will noch Ministerpräsident werden. Darum hat er durch seinen Privatsekretär Wilson dem USA.-Journalisten Eric Estorick, den er von Moskau her kannte, das Material zu einem Buch zur Verfügung stellen lassen, das unter dem anreißerischen Titel „Stafford Cripps: der prophetische Rebell" erschienen ist. Die Absicht ist offenbar: sich von den unruhigen vor-reoolutionä- ren Strömungen in England emportragen zu lassen. Die materielle Beweisführung des Buches läuft darauf hinaus, daß Cripps als Botschafter in Moskau die Verbindung zwischen der Clique um den jugoslawischen General Simowitsch und der Kreml-Regierung herstellte. Der Vermittler war der jugoslawische Gesandte Gavrilowitsch in Moskau, der später auch der Usurpationsregierung Simowitsch angehörte, die den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt annullierte und das eigene Land in den tödlichen Konflikt mit Deutschland stürzte. An sich ist der Tatbestand nicht neu. Er ist sogar präziser und umfassender in der Rote des deutschen Aus- wärtigenAmtes an die Sowjetregierung vom 22. Juni 1941 dargestellt. Ein bezeichnendes Beispiel verdient jedoch ausführlicher wiedergegeben zu werden.
Ani 20. März 1941 findet in der Villa der britischen Botschaft in Perlowka bei Moskau eine geheime Besprechung zwischen Cripps, dem Gehilfen des sowjetischen Außenkommissars Wyschinski und Gavrilovitsch statt. Dieser ist soeben aus Belgrad zurückgekehrt. Er berichtet, daß die Unterzeichnung des Dreimächtepaktes durch die Regierung Zwetkv-
von Osterhofen aus über das Obere Sudelfeld weglos aufstieg, beim Alpenrosenpflücken über die Nordostalpe gegen die Rosengasse tödlich abgestürzt. Bergwachtmänner der Ortsstellen Bayrischzell und Hausham stiegen noch in. der Nacht auf und brach- ■ ten die Leiche zutal. Jugendlicher Leichtsinn und ' ungenügende Ausrüstung verschuldeten das Unglück!
Gefängnis für einen Kurpfuscher.
Ein seit geraumer Zeit in Mannheim wirkender Heilpraktiker, Max Wiedmann, wandte vorwiegend jj Pendeldiagnostik an, d. h er schwang einen Pendel über dem Patienten und über ausgebreitete Karten, auf denen sich astronomische Zahlen und • Zeichen befanden. Weiter hatte er sich auf Fernbehandlung verlegt und konnte angeblich aus einer geschriebenen Karte schon die Krankheit des Absenders feststellen und bekämpfen. In solchen Fällen
Tausende von Festungswerken an der Kanalküste.
Berlin, 28. Juli. (DNB.) Der Stand der Befestigungsarbeiten in Nordfrankreich im letzten Monat läßt einen Vergleich mit der Durchschnittsleistung der W e st w a l l a r b e i t e n aus den Jahren 1938/39 zu. Mit über 200 000 Facharbeitern wurden an der Kanalküste monatlich eine halbe Million Kubikmeter Stahl- beton verbaut. Rund 100 000 cbm Felswand
Am Kleinen Traithen bei Bayrischzell ist .... 15jcihriges Mädchen aus Köln, das in Begleitung I von vier Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren
einer weißen Schicht. Erst als Vollbehr seine Temperabilder in einen hermetisch verschlossenen Blechkoffer tat, brachte et sie in ihrer glühenden Leuchtkraft der Tropen heil mit nach Deutschland.
In Madeira weilten zur Erholung die in den Hereroaufständen verwundeten deutschen Offiziere. Sie waren sehr böse auf ihren Landsmann und sagten zu ihm: „Jetzt haben wir endlich einen Maler, der in den Tropen arbeiten kann, und der verherrlicht Brasilien! Kommen Sie mit uns nach Deutsch-Südwest, Vollbehr, und malen.Sie dort die Gefechtsfelder, die erbarmungslose Namib-Wüste, durch die wir ziehen müssen, dann den Dornbusch, ift dem wir gegen die hinterlistigen Hereros und die Karasberge, in denen wir gegen die Hottentotten kämpfen müssen. Gebern Sie den Deutschen daheim durch Ihre Bilder einen Begriff von unseren harten Kolonialkämpfen!" Damals hat Vollbehr den Offizieren versprochen, sein ganzes Talent nur noch dem Vaterlande zu widmen. So ist er schon in Südwest- asnka Kriegsmaler geworden. ,
Weit im Innern Kameruns besuchte er einen Sul- mt~ 425 Frauen. Vollbehr hatte keine Frau bei sich, während die vielen schwarzen Soldaten seiner Expedition oftmals drei und vier hatten. Der Sultan genierte sich, daß sein hoher Gast unbeweibt war, was dort einen schlechten Eindruck machte, denn je mehr Frauen ein Mann hat, um so größer ist sein Ansehen. Der Sultan sandte ihm daher r rcr ner Töchter. Vollbehr war begeistert von den selbstgewebten und gesticktdn langen blauen Ge- manöern, die sie trugen und wollte diese mit nach München in sein Atelier nehmen, um sie bei Kostümfesten zu verwenden. Als er aber 24 Geschenke aus seinem Zett holte, sah er anfangs die 24 Prin- äessmnen nicht mehr. Sie hatten alle plötzlich nichts mehr an. „Wo sind eure Kleider", fragte Vollbehr, Boses ahnend, und ließ sich die Antwort verdolmetschen: „Wir sind dir geschenkt, mit uns kannst du machen was du willst, aber nicht mit unseren Kletdern,^ die finb zu wertvoll, die gehören dem Hofltaat. Vollbehr klagt: „Es ist ein teures Ge- Idjenf geroefen, denn ich mußte aus meinen Tausch- artifeln alle Nackedeis, wenn auch nur sparsam, wieder ankleiden,"
DerGauleitersprachz«20000Arbeitern
Oer deutsche Arbeiter verteidigt unseren durch Opfer und Leistung erkämpften Sozialismus.
den dafür angeschafften Lebensmitteln ihren eigenen Haushalt versorgt, aber auch Lebensmittel an ~
witsch bevorstehe, doch sei eine Gruppe serbischer Offiziere, geführt von General Simovitsch, bereit, an Englands Seite den Krieg gegen Deutschland zu wagen. England habe bereits seine grundsätzliche Zustimmung zu diesem Plan gegeben, aber was werde Moskau tun? Wyschinski erwidert, auch Moskau sei zur Unterstützung bereit Die Sowjet-Regierung werde mit den Putschisten einen Vertrag ab> schließen, sobald diese sich der Regierung bemächtigt hätten. Wyschinski erklärt, die Sowjetunion sei bereit, Belgrad zu unterstützen, Simowitsch solle nur voranschreiten. Auch Cripps, in den Kreml gerufen, versichert, Belgrad genieße die volle Unterstützung Londons. Ja, die englische und amerikanische Diplomatie hätten sogar erreicht, daß die Türkei an der Seite Jugoslawiens in den Krieg trete. Jetzt wird der Pakt mit der illegalen serbischen Regierung unterzeichnet. Schnell freilich mußten die serbischen Putschisten nun erkennen, daß sie betrogen worden waren. Gavrilovitsch muß feststellen, daß die Türkei niemals eine Unterstützung Jugoslawiens versprochen hat'und neutral bleibt. Der Sowjetunion aber lassen die deutschen Siege keine Zeit, die versprochene Unterstützung ins Werk zu setzen.
Man sieht, alle wesentlichen Elemente dessen, was Stafford Cripps zu feiner eigenen Empfehlung veröffentlichen läßt, sind schon bekannt. Das Buch übertreibt nur die Rolle von Cripps, da die sowjetische Regierung — auch ohne ihn — völlig in den Spuren der zaristischen Regierung in ihren Beziehungen zur „schwarzen Hand", der serbischen Verschwörerclique, stand. Das Verdienst des zur Lobpreisung von Cripps geschriebenen Buches ist nicht die Enthüllung, sondern die Bestätigung der deutschen Note vom 22. Juni 1941.
24 Frauen als Gastgeschenk.
Geschichten um Prof. Ernst Vollbehr, den „Kriegsmaler des Führers".
Als Kieler Junge verkehrte Ernst V o l l b ö h r viel mit Matrosen. Alles, was sie ihm erzählten, glaubte er. Aber daß es Menschen gibt, die rot oder schwarz sind, daß es Papageien gibt, die rot oder grün sind und sogar seltsame Bäume, die sie Palmen nennen, unö Fische, die fliegen können — das glaubte er nicht. Er hatte sich vorgenommen, alle Weltteile zu bereisen, um sich zu überzeugen, ob alles wahr fei. Das hat er auch reichlich getan und, als Ergebnis seiner Aufenthalte in den fünf Erdteilen und den dazugehörigen kleinen und größeren Inseln, uns alle Weltteile in über 1200 farbenprächtigen Bildern nähergebracht.
In der Schule war er, wie er selbst in seinem Buche „Bunte, leuchtende Wett" erzählt, „ein fürchterlich dummes Luder" und bekam im Aufsatz und sogar im Zeichnen eine dicke Vier. Das kam so: er hatte eine Briefmarkensammlung und zu ihrer Bereicherung zeichnete er für 20 ausländische Briefmarken seinen Mitschülern die Probearbeiten. Diese bekamen gute Noten und, da er für seine Arbeit feine Zeit mehr übrig hatte, schlechte. Sein Examen zum Einjährigen nannte er eine „Zangengeburt", trotzdem ist er ein sehr bekannter Maler und überdies ein vielgelesener Schriftsteller geworden.
Einmal mußte er in seiner Jugend als Anstreicherlehrling in einer Kirche in Mecklenburg uralte wertvolle Fresken, unter anderem einen Totentanz, restaurieren. Jeden Nachmittag brachte die Pastorenköchin Irina den Malern Kaffee, mit dessen Zichorienzusatz die Köchin einmal gehänselt wurde. ?lm nächsten Tage blieb der Kaffee aus. Dies verkündete Irina mit den Worten: „Ihr habt den Kaffee schlecht gemacht, jetzt kriegt ihr auch keinen mehr." Vollbehr fragte: „Ich auch nicht?" — „Nee, du auch nicht." „Ich male euch so schöne Bilder und da bekomme ich keinen Kaffee?" „Nee." — „Dann mal' deinen Schiet alleene!" Damit warf er vom Gerüst einen gerade in rote Farbe getauchten Pinsel
NSG. Gaulotter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Dienstagnachmittag auf einer KundgebungderOffenbacherBerriebe auf dem Platz der SA. in Offenbach a. M. zu mehr als 20 000 Arbeitern und Arbeiterinnen über die sozialistische Zielsetzung des deutschen Frecheitskamp- fes.
Ausgehend von dem in-Neid und Haß begründeten Lernichtungswillen des Weltjudentums verwies der Gauleiter mit einem geschichtlichen Rückblick auf die Ursachen des Weltkrieges, auf die im Dienst der jüdischen Absichten stehende Einkreisungspolitik Eduards VH. und zog zu ihr die Parallele mit dem Hinweis auf die kriegsverbrecherische lätigfeit des jüdisch-freimaurerischen Werkzeuges Roosevelt. Eindeutig und klar kennzeichnete dann seine Rede die westlichen Demokratien als Schrittmacher des Bolschewismus. Wenn die Demokratie als Nivellierung nach unten und geiftige Vermassung bereits der Mehrheit ohne Rücksicht auf ihren menschlichen Wert die Verfügung über das Volk in die Hände gäbe» so setze der Bolschewismus lediglichProletariat gleich Mehrheit, und übe in seinem Namen seelenlose Diktatur aus. Beide stammen aus dem Judentum' und dienen seinen Plänen, lieber die Demokratie versuche dieses die Ordnung aufzulösen, um über die Demokratisierung zum Bolschewismus zu kommen.
Anhand geschichtlicher Beispiele enthüllte der Gauleiter diese laktik des Wettjudentums und verwies dann auf den heute Millionen deutscher Soldaten offenliegenden Beweis des jeden Sozialismus hohnsprechenden Dersklaoungs- und Ausbeutungssystems der Sowjets. Demgegenüber erläuterte der Gauleiter die vom Nationalsozialismus erkämpften sozia- listischen Grundlagen des deutschen Führungsstaates. Mit der Aufrichtung des Grundsatzes der belohnten Leistung, mit der Gesund
weg. Der traf mitten auf das weiße Gewand eines mit dem lobe tanzenden Bischofs. Vollbehr wollte diesen Fleck schnell mit einem Messer entfernen. Der wurde aber dadurch viereckig, und die Spritzer sahen aus wie Nähte. Später hat ein Kunsthistoriker, als er auch dieses Bild in feinem Vortrag projizierte, begeistert ausgerufen: „Der gotische Maler hat mit diesen primitiven Mitteln, mit diesem roten Fleck sagen wollen, daß auch der Bischof ein sündiger -Mensch und dem lode verfallen ist."
Als Vollbehr, siebzehnjährig, fein erstes weibliches Modell erwartete, wollte er sehr kühl tun. Er sah nicht einmal auf, als es eintraf, und sagte nur: „Ziehen Sie sich hinter dem Wandschirm aus." — ..Was, so jung und schon so verdorben? Das sage ich dem Meister Wilbrandt!", schrie es ihm entgegen. Es war die alte Reinmachefrau, die einen stehengebliebenen Besen abholen wollte, und nicht das be=- stellte junge Mädchen ...
Ein anderes Modell hatte ihn später in Berlin einmal einige läge versetzt. Als Entschuldigung gab es an: „Ich war bei einem ganz kleinen Maler, der aber sehr groß fein soll (Adolf Menzel). Ich war so anständig und habe mich ganz ausgezogen, und er so unanständig und hat nur Halbakt bezahlt."
'auf feiner ersten Weltreise, die eigentlich nur bis Madeira gehen sollte, traf er an Bord seines Dampfers mit Herren einer Expedition zusammen, die den Amazonenstrom hinauf zum Rio Negro und zum Orinoko wollten. Auf die Bitte der Herren, diese Fahrten mitzumachen, antwortete der junge Maler begeistert mit einem lauten „Ja". Er ver- faufte rasch an die reichen Madeirafahrer feine an Bord entstandenen Bilder und fuhr mit. Zuerst malte er, auf der Höhe des Aequators, auf dem Amazonas, mit Delfarben. Infolge der großen Hitze lief die Delfarbe aber mit all den daranklebenden Infekten herunter. Dann nahm er Aquarell, das mit Honia angerieben wird. Nachts kamen die Ameisen und fraßen vor allem die grünen Stellen weg. Die Darstellung der Urwälder ist aber ohne Grün nicht gut möglich. Dann benutzte er lemperafarben, die als Bindemittel Seife und Eiweiß hat. Der Schimmelpilz tarn über Nacht und überzog die Bilder mit
erhaltung des deutschen Menschen und feiner kulturellen Betreuung habe das Reich Adolf Hitlers, trotz feiner durch die Ausplünderung der Westmächte bedingten beschränkten Möglichkeiten, bewiesen, was es im Gegensatz zur Auffassung des Judentums unter Sozialismus verstehe.
Heute gehe es darum, die ersten Erfolge auf diesem Wege zu verteidigen und damit ihre Weiterentwicklung zum Wohle des Volkes für alle Zukunft sicherzustellen. Der Soldat, so führte der Gauleiter an die als Ehrengäste an der Kundgebung teilnehmenden Verwundeten gewandt aus, aber ebenso der Arbeiter in der Heimat kämpfe somit für ein Leben unseres Volkes, dar nicht in der Sklaverei des Weltjudentums vegetieren, sondern sich nach den Gesetzen unseres Sozialismus entwickeln will. Die Frage nach der Beendigung des Krieges sei daher mit der Feststellung beantwortet, daß die Waffen erst aus der Hand gelegt werden, wenn das Judentum und seine Söldlinge besiegt am Boden liegen. Im einzelnen behandelte der Gauleiter danach die von jedem Volksgenossen in der gegenwärtigen Situation geforderte ordentliche Haltung und saubere Gesinnung. Seine Rede schloß mit einer eingehenden Darstellung der Begründung unserer Siegeszuversicht, die durch nichts zu erschüttern sei.
Der Beifall, der die Kundgebung begleitete, bewies. daß die Worte des Gauleiters bereites. Verständnis und lebendigen Widerhall gefunden hatten. Die lausende Arbeiter und Arbeiterinnen der Stadt Offenbach a. M., deren unermüdlicher Einsatz und Leistungssteigerung vom Gauleiter mit besonders anerkennenden Worten gewürdigt worden war, gaben damit zum Ausdruck, daß sie der kämpfenden Front auch unter jeöer Schwierigkeit beste Kameraden fein werden.
Lripps zwischen Kreml und Schwarzer Hand
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Schuß zu hören oder auch nur noch ein einziges sowjetrussisches Flugzeug feststellen zu können. Wir haben uns> überzeugt, daß unter den Gefangenen von Bataisk sowjetische Soldaten von nicht weniger» als neun verschiedenen Divisionen zu finden sind. Wir haben endlich mit eigenen Augen gesehen, daß die Achsentruppen, die an uns vorbei zur Front marschierten, absolut den Eindruck machten, als ob der Krieg erst gestern begonnen hätte: Ein neues Wunder der Disziplin und Ordnung bei den Achsenftreitkräften."
ronesch nach Saratow beträgt noch 500 km, vom Westen nach Osten. Der Kampsbereich der Luftwaffe von dieser West-Ost-Linie nach Süden kann ebenfalls auf mindestens 500 km geschätzt werden. Im letzten Wehrmachtbericht lesen wir:,, Die Luftwaffe hat durch starke Angriffe an der Niederkämpfung des feindlichen Widerstandes südlich Rostow besonderen Anteil." Jeden Tag werden stattliche Abschußziffem bekanntgegeben, die der sowjetischen Luftwaffe arg zusetzen. Oft sind die eigenen Verluste — so schmerzlich sie immer sind — im Vergleich zu den Abschußerfolgen gering. Neben der Sicherung der Luftherrschaft spielen Zielangriffe auf Bahnen und Straßen, Brücken und Fähren, auf feindliche Flugplätze und neuerdings auf die so wichtige Binnen- wasserstrahe der Wolga eine große Rolle.
Selbstverständlich: die Erdtruppen, besonders- die Infanterie, sichern endgültig den geroopnenen Raum. Darum begrüßen wir besonders ditz Mitteilung: Südlich des Unterlaufes des Don wurde / der Brückenkopf bei Rostow erheblich erweitert. Eine deutsche Kampfgruppe stieß aus dem Raum von Bataisk nach Osten vor und nahm nach harten Häuserkämpfen die zäh verteidigte Ortschaft O l - ginskaja. Gleichzeitig drangen Infanterie- und Panzerverbände ostwärts Rostow in breiter Froyt über den Don nach Süden vor und erreichten nach Ueberschreiten des Salflusses den M a n y t s ch , den letzten großen linksseitigen Nebenfluß des Dort. Die Luftwaffe unterstützte auch hier mit starken Kräften den Angriff der deutschen Truppen. Zahlreiche feindliche Stellungen und befestigte Ortschaften wurden pausenlos mit Bomben belegt. Mehrere Munitionslager und ein Kraftstofflager flogen in die Luft. Weitere lohnende Ziele boten Eisenbahnsttecken und Bahnhöfe. Die Luftangriffe führten nach Süden bis zum Bahn- knotenpunkt Tichorezk im Kubangebiet, wo ausgedehnte Brände entstanden.
Das nunmehr von unseren Truppen beherrschte Kampfgelände am Unterlauf des-. Don ist charakteristisch als Uebergangsland zwischen der Ukraine und dem Gebiet der unteren Wolga. Im oübroeften grenzt es an das Afowsche Meer, im Novdwesten schieben sich die Donez-Höhen zwischen D/nez und unteren Don. Hier ist der Standort der berühmten ausgedehnten Kohlenlager. Das wichtigste Gebiet ist der östliche Teil des Donezbeckens mit feinem hochwertigen Anthrazit. Andere bedeutende Kohlenzechen finden sich in Nichaja, Kraßbi-Suchin, Belo-Kilipwenskaja, Kraßno-Donezkaja, Kamens, Schachtingski und Schachty. Im Nordosten reichen die Ausläufer der zentralrussischen Erhebung in das Don-Becken. Sie bilden südlich der schon genannten Stadt Saratow längs des Wolga-Flusses bis hinunter nach Stalingrad, dem früheren Zarizyn, das Wolgaifche Bergufer, das sich vom jenseitigen linken Wiesenufer stark abhebt. Eine ähnliche Erscheinung, wenn auch nicht so stark ausgeprägt, zeigt der Don in seinem großen nach Westen offenen Bogen.
Südlich des Don, im Gebiet feiner beiden Nebenflüsse S a l und Manytsch reicht das Kampfgelände, das unsere Truppen nach dem Ueberschreiten des Don betreten haben, bereits in die Kalmücken- Steppe, die durch die vom Wolga-Knie in direkt südlicher Richtung sich hinziehenden Jergeni-Hügel sich von der eigentlichen Kaspischen Niederung absetzen. Auf den Jergeni-Hügeln entspringt der Sal, der in seinem vielgewundenen Mittel- und Unterlauf fast parallel 3um Don fließt, 'während der Manytsch aus südöstlicher Richtung von der Wasser, scheide zwischen Afowschem und Kaspischem Meer kommt. Auch der Abfluß zum Kaspischen Meer heißt Manytsch. Während das Dongebiet durchweg sehr fruchtbar ist, weil die Schwarzerde vorherrscht, geht das Gelände südlich des Don in kastanienbraune Böden über, an die sich die Salzsteppen anschließen. Diese sind fast waldlos und weisen vor allem in der Manytsch-Niederung Salzseen auf. Die Temperaturen sind hier sehr gemäßigt. Das Januar-Mittel beträgt —6,40, das Juli-Mittel + 24,3 Grad. Jedoch treten im Winter Schneestürme auf, im Sommer bringen die berüchtigten Trockenstürme am Manytsch und Sal eine für die Landwirtschaft verheerende Dürre. Die großen Steppen, die sich vom Don über die untere Wolga und das Kaspische Meer und nach Süden bis an den Fuß des Kaukasus erstrecken, sind die Heimat der Hirten- und Reitervölker der Kalmücken, Kirgisen, Nogaier und Tataren. Ein spanischer Korrespondent berichtet.
Madrid, 29. Juli. (Europapreß.) Der Berliner Vertreter der Madrider Zeitung „Jnformaciones", der auf Einladung des Oberkommandos der Wehrmacht an einer Reise zum Süd ab schnitt der Ostfront teilnimmt, schreibt: „Wir haben die Nacht in R 0 - st 0 w verbracht, ohne auch nur noch einen einzigen
wurden hierbei gesprengt und ausgebrochen. Zu bett Tausenden bereits fertiggestellten Festungswerken tarnen jetzt noch Hunderte hinzu, die technisch auf Grund der Erfahrungen dieses ^Krieges auf das vollkommenste aus ge stattet wurden.
Wie es in den LIGA. aussieht.
Heimkehrer berichten.
Göteborg, 28. Juli. (Europapreß.) Jft Göteborg sind mit dem schwedischen Dampfer „Drottning» Holm" 640 deutsche Staatsangehörige aus Neuyork angekommen. Sie stammen zumeist aus den mittel, amerikanischen Staaten. Zunehmende Ernüchterung und wachsende Krttik kennzeichnen nach Berichten der Heimkehrer heute die Stimmung in den Der- einigten Staaten, ohne daß jedoch für absehbare Zeit mit einem Umschwung gerechnet werden kann. Trotz der wachsenden Arbeitslosigkeit und der durch die Kriegswirtschaft sich häufenden Entbehrungen beherrscht Roosevelt in beträchtlichem Maße immer noch die Massen durch feinen ungeheuren, mit allen Mitteln arbeitenden Agitattonsapparat, nicht zuletzt auch durch die Bundespolizei, die mit ausgesprochenen Terrormethoden arbeitet und Roosevelts Propagandisten von Zeit zu Zeit mit Sensationen beliefert und damit immer wieder dazu beiträgt, die Kriegshysterie anzufachen. Der jüdische Einfluß in der Bundespolizei wird immer stärker. Die Verhöre, denen die Heimkehrer unterworfen wurden, wurden zuerst von Juden vorgenommen. Auch in der Agitation Roosevelts spielt das Judentum eine ständig wachsende Rolle. Andererseits mehren sich auch auf diesem Gebiet die Symptome opposittoneller Strö- mungen. Der bekannte Rundfunkkommentator Whyte Williams, dem vier Wochen lang alle Kom. mentare verboten waren, wurde Mitte Juli wieder zu einer Rundfunkstation zugelassen. Er unterstreicht dort Abend für Abend die Erfolge der Achsenmächte, die den erträumten Sieg des angelsächsischen Blocks immer weiter hinausschieben.
Von ihren Erfahrungen erwähnen die Rückwanderer vor allem die wahllosen Verhaftungen, die systematische Hetze und dieIn flati 0 nsgefahr, deren durch Roosevelts Politik bedingtes ungeheures Ausmaß immer weiteren Volkskreisen zum Bewußt- fern kommt. Bei Abgang der „Drottningholm" aus Neuyork war das Hafengebiet der Stadt sowie der Hafen selbst vollständig verödet.
Aus aller Wett. j
Baler und Sohn wegen Schwarzschlachlungen hingerichlek.
Der Fleischhauer und Gastwirt Anton Lanner sen. aus St. Lorenz bei Mondsee hatte von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1941 63 Rinder, 61 Kälber und 33 Schweine schwarzgeschlachtet. Sein Sohn Anton hatte den Verkauf des schwarzgeschlachteten Fleisches durchgeführt. Die beiden Kriegsverbrecher wurden vom Sondergericht Linz 3um Tode verurteilt. Gast* wirt Kain aus ^8ad Ischl und Gasthauspächterin Theresia Kirchberg aus Pettighofen, die größere Mengen Fleisch ohne Abgabe von Fleischmarken be- Zogen hatten, erhielten 3V= bzw. 2Vs Jahre Zuchthaus. Die Todesurteile sind bereits vollstreckt.
Zuchthaus für Diebstahl von Lebensmittelmarken.
Die ehrenamtliche Helferin im Haupternährungsamt Hamburg, Pauline Schroeder, hatte dort
3äd)ertifd).
— Toni Altenberger: Mi-ur, der Tiger, Roman. Verlag Breidenftein, Verlagsgef., Frankfurt a. M.. Preis in Halbleinen geb. 5,50 RM. Altenberger, der sich schon in seinen früheren, eben- sj falls hier besprdchenen Büchern „Der lachende Pudel" und „Der endlose Wald" als ebenso scharfer Naturbeobachter wie fesselnder Erzähler erwiesen hat, greift hier eine wahre Geschichte aus der großen internationalen Zirkuswelt heraus und gestaltete sie zu einem spannunggeladenen Roman. Das Erlebnis der Dschungel-Wildnis für einen in der Gefangenschaft groß gewordenen Tiger und die Schilderung der indischen Urwald-Landschaft sind das berückende Vorspiel für den Lebensbericht eines jungen Wiener Aristokraten, der aus tiefer Liebe Zum Tier sich dem Zirkus verschreibt und auf einer Tierfangexpedition in Indien in den Bann einer schönen Dompteuse gerät. Wie er bei Ausbruch des Weltkriegs mit seinem Lieblingstiger in Gefangenschaft kommt, dann eine neues Leben aufbaut, selbst ein Stern erster Größe am internationalen Zirkus- hmimel wird und schließlich die Treue feines Tigers ihn und seine Braut vor dem furchtbaren Racheakt einer enttäuschten Frau rettet, das ist mit feiner Charakteristik von Mensch und Tier ungeheuer fesselnd erzählt. Fr. W. Lange.
— HelnzPape:WirsuchendenFeind. Kampf der Aufklärer im Westen. Mit 34 Photos. Preis geb. 4,40 RM. C. Bertelsmann Verlag Gütersloh. Das Ergebnis der Feindflüge des Aufklärers ist entscheidend für die operativen Entschlüsse der Heerführung. Des Aufklärers Waffe ist die Handkamera. Er sucht den Feind, gehetzt von Jägern und Flak. Was der Gegner verbergen möchte: den Anmarsch seiner Panzer, feine getarnter» Batterien, seine gesprengten Brücken ..., zwei einsame Männer hoch im Aecher oder in sausendem Iiefflug bannen alles auf die Bildplatte. Sie machen den Stäben Meldung vom Standort der eigenen Truppe, lenken das Artilleriefeuer auf des Gegners Stellung. Kampftruppe'und Heeresflieger sind eins. Im Vorfeld der Mcrginottinie, in der großen Durchbruchsschlacht zum Kanal und über Flanderns Ebenen haben sie sich bewährt.


