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Botanische Lteberraschungen aus Lava

Von Geheimrat Dr. G. Haberlandt, einer, o. Professor der Botanik an der Universität Berlin.

Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter d& Hauptichrtstleiters; Ernst Dlumschetn. Verantwortlich für Polltik unb Bilder- Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. .Han» Tbhnot; kür Stadt Gießen, Provinz Wirtichaft und Sport: ErnÜ V^umIcheln^

Truck und Verlag: Brühlsche Un-verftt^-druclcre, R. Lange K. F. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Lnzchgenleiler: Hans 3etT.

Anzeigenpreisliste Nr. e. ___________ t_

Erfreuliche Steigerung der Spartätigkeit.

Hamburg, 27. März. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt mies in einer Rede darauf hin, daß die öffentlichen Einnahmen des Rei­ch e s im dritten Kriegsjahr 49 Milliarden Reichs­mark betragen werden. Die Finanzkraft des Reiches ist erheblich stärker als im Weltkrieg 1914/18. Ir­gendwelche Gefahren für die Währung können sich aus der Finanzlage des Reiches nicht ergeben. Der Zuwachs an Spareinlagen, also der Ueberschuß der Einlagen (einschließlich der Zinsgutschriften) über die Abhebungen, beträgt seit November 1941 bis heute im Monatsdurchschnitt etwas mehr als 1500 Millionen Reichsmark. Die Steigerung beträgt dem­gemäß 50 v. S). Die Spareinlagen insgesamt betra­gen 55 Milliarden Reichsmark. Die eisernen Sparguthaben haben in der kurzen Anlauf­zeit bis Ende März bereits rund 250 Millionen Reichsmark erreicht. Am eiserenen Sparen beteiligen sich bereits mehr als drei Millionen Lohn- und Ge­haltsempfänger. Die Möglichkeit, eisern zu sparen, ist wegen der damit verbundenen großen Vergünsti­gung aus dem Gebiete der Steuern und der So­zialversicherungsbeiträge begrenzt. Der Lohn- oder Gehaltsempfänger kann nur drei oder sechs Reichs­mark wöchentlich, 13 oder 26 Reichsmark monatlich sparen. Diese Beträge können bei Leistung von Mehrarbeit um die Hälfte erhöht werden. Es ist zu erwarten, daß die Zahl der eisernen Sparer fort­gesetzt weiter steigen wird.

Oer Duce lobt die Sparer.

Rom, 27. März. (DNB.) Mussolini empfing den Vorsitzenden und den Derwaltungsrat der ita­lienischen Dolksbanken, er sagte:Die Sparer müssen geschützt werden, denn ich halte sie für die besten Staatsbürger. Sie beweisen durch Taten, daß sie an den Staat, an seine Währung und an den Sieg unserer Waffen glauben. Was dagegen nicht bei jenen Verantwortungslosen, Hyste­rikern und Defaitisten der Fall ist, die alles kunter­bunt zusammenkaufen von den schlechten Bildern unbekannter Kleckser bis zu jeder Art unnutzer Vasen " lieber 19 Millionen Sparer, deren Erspar­nisse 65 728 000 000 Lire betragen, beweisen, daß das italienische Volk und vor allem die Bauern­bevölkerung, die den wesentlichen Teil der Sparer ausmacht, geistig gesund ist.Nicht durch eine rllu- syrische Erhöhung der Preise, sondern durch Die Verteidigung ihrer Ersparnisse schützt man d e wahren Interessen des Bauernstandes. Und diese

Aus aller Wett.

Liesbet Dill 65 Jahre all.

Am 28. März wird eine Schriftstellerin 65 Jahre alt, die zwar mehr als die Hälfte ihres Lebens in Berlin gewohnt hat, ihre besten Kräfte aber aus dem Land ihrer Jugend gezogen hat, dem Saarland, dem sie zeitlebens die Treue gehalten und um dessen Deutschsein .sie mit Eifer gekämpft lat: Liesbet Dill. Sie wurde in Dudweiler geboren; ihre Vor­fahren väterlicherseits waren im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts aus Lothringen nach Saarbrücken ;ekommen, ihre Mutter stammte aus einer Winzer- amilie an der Mosel. An der Westgrenze des Reiches, dort, wo Liesbet Dill groß geworden ist, pielen fast alle ihre Romane, und sie, die mit 20 Jahren zu schreiben anfing, hat bis heute über ein halbes Hundert veröffentlicht. Dazu kommen Essays und Novellen, auch einige geschichtliche Ad- landlungen, und aus allen ihren Werken spricht rische Natürlichkeit, Herzens- und Gemütstiefe, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis. Eine Reihe ihrer Romane ist auch, wie manche unserer Leser sich ;ern erinnern werden, im Gießener Anzeiger er- chienen.

Backhaus spielte in Florenz.

Das mit fünf Beethoven-Sonaten bestrittene Eigenkonzert von Wilhelm Backhaus in Florenz war überfüllt. Backhaus gestaltet die Ausdruckswelt Beethovens mit jener im Hölderlinschen Sinne heilig-nüchternen" Konzentration, die unter Ver­zicht auf alle noch so interessante, doch private Deutung gerade das Unmittelbar-Menschliche in der Tonsprache des Meisters mit letzter Reinheit, Reife unb Gültigkeit übermittelt. Die gleiche Unbedingtheit in der schlackenlosen Erfassung des Gehaltes zeich­nete auch die Wiedergabe des 8-äur-Klavierkon- zertes von Brahms aus, das Backhaus unter Or­chesterbegleitung Mario Rossis im Teatro kommu­nale vortrug.! Nicht endenwollende Ovationen dankten.

Erzähler-Wettbewerb derneuen linie".

Im Erzähler-Wettbewerb 1942 der neuen Fi nie* erhielt Alfred Richter, der bereits früher mit dem Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet wurde, den 1. Preis. Weitere Preis­träger sind Arnold Ulitz, Günther Wandel, Heinz Horn, Grete König und Hugo Gabriel Lindner. Dieser Wettbewerb wird jetzt im 10. Jahre durchgeführt und hat sich in den letzten Jahrem hauptsächlich um die Kriegserzählung be-

Josef Winschuh: Der Partner, Wirt­schaftseindrücke einer Jtalienreise, Preis kart. 1,80 MR. Deutscher Verlag, Berlin. Auf Einladung des Instituts für den industriellen Wiederaufbau, das als Treuhänder der staatlichen Wirtschaftslenkung Italiens Wirtschaftsautarkie zu fördern bestrebt ist, hatten deutsche Wirtschaftsjournalisten Gelegenheit, einmal eine andere als die übliche Jtalienreise zu machen. Der Verfasser berichtet sehr lebendig und aufschlußreich über seine vielfältigen Eindrücke auf dieser Studienfahrt durch die wichtigsten italieni­schen Wirtschaftsprovinzen, auf der die außerordent­liche Energie, mit der das faschistische Italien auch wirtschaftspolitisch aufholt, was in Jahrzehnten vor­her versäumt war, überzeugend in Augenschein trat

Oswald Gerhardt: Stationen eine Idee. Behrings schicksalsvoller Weg. 159 S. mit Abbildungen. 1,50 RM. Wilhelm Limpert, Ver­lag, Berlin. (13) In diesem Frühling jährt sich zum 25. Male der Todestag des großen deutschen Arztes und Forschers Emil von Behring, des genia­len Bekämpfers der Diphtherie, des Tetanus und der Tuberkulose, des Retters und Erhalters unge­zählter Menschenleben. Aus Anlaß des goldenen Jubiläums feiner Blutserum-Therapie hat im Jahre 1940 an der Stätte seines Wirkens in Marburg die gesamte Kulturwelt dem Andenken Behrings und seinem segensreichen Werke gehuldigt. Das vorliegende Buch möchte, als Ausdruck des Dankes des deutschen Volkes, auch dem wissenschaftlich nicht vorgebildeten Leser einen Begriff von Behrings Persönlichkeit und von der unermeßlichen Bedeu­tung seines Lebenswerkes vermitteln. Dabei kam es dem Verfasser nicht so sehr auf Vollständigkeit als auf die Darstellung der großen Entscheidungen unb Wendepunkte in Behrings Leben an. Eme Reihe interessanter Bilder unb eine durchaus volks- tümlich-feuilletonistische Schreibweise machen bas Buch zu einer für jedermann einleuchtenden, leicht faßlichen Lektüre; sie wird in einem weiteren Um­kreise, als er der rein wissenschaftlichen Monographie zugänglich zu sein pflegt, dazu beitragen, im beut- scheu Volke Verständnis und Dankbarkeit für Beh­rings gewaltige Lebensarbeit zu wecken und zu ver­tiefen. Hans Tbyriot

Was die Früchte Javas, das Obst betrifft, so sei nur soviel gesagt, daß damals eine Ananas nur 2 Cents kostete und daß die Mangos und andere Früchte bei jeder Mahlzeit aufgetischt und mehr geschlürft als gegessen werden. Nur der kindskopf- große, grüne, stachelige Durian ist trotz seines delika­ten Fruchtsbreies wegen des fürchterlichen Gestankes, den er weithin verbreitet, nicht jedermanns Sache.

Während der ursprüngliche Botanische Garten gegenwärtig rein wissenschaftlichen Aufgaben dient, so ist der nicht weit von ihm entfernte, später an­gelegteE u l t u r t u i n" mit seinen Versuchs­feldern unb seinem agrikulturchemischen Labora­torium, dazu bestimmt, die Pflege tropischer Kultur­pflanzen zu fördern. Schon der alte Garten hat in dieser Hinsicht Hervorragendes geleistet. Ihm ist die 1852 erfolgte Anpflanzung der ersten südamerika­nischen Chinarindenbäumchen zu verdanken, deren Nachkommen heutzutage auf Java nach Millionen zählen, und in ihm haben die paar letzten Gutta- perchabäume nach ihrer Ausrottung auf der heimat­lichen Insel Singapur eine Zuflucht gefunden.

Während meines ganzen mehrmonatigen Aufent­haltes in Buitenzorg herrschte tagsüber eine durch­aus erträgliche Temperatur. Morgens rund 25 Grad Celsius, mittags 29 bis 31 Grad, abends und nachts 24 bis 25 Grad, und so Tag für Tag mit einer Regelmäßigkeit, die an die Exaktheit eines Ther­mostaten erinnert. Mit derselben Promptheit stellen sich in der Regenzeit, wenn der Westmonsun herrscht, die täglichen Gewitter ein, wobei der Blitz häufig in die langen Taue der Lianen einschlägt, die natürliche Blitzableiter sind. Von 2 dis 3 Uhr gehen mehrere Wolkenbrüche nieder.

Wenn sich in den späteren Nachmittagsstunben die Gewitter ausgetobt hatten und die Abendsonne schien, unternahm mein Gastgeber mit mir häufig eine Spazierfahrt durch die Umgebung Buitenzorgs. So lernte ich den Charakter der westjavanischen Landschaft kennen. Die von endlosen Reisfeldern, den Sawahs, mit ihren bewässerten großen und kleinen Terrassen von Kokospalmhainen, Brotfrucht­bäumen und malaischen Dörfern bedeckten weiten Ebenen werden von tiefen bambusbewachsenen Schluchten durchfurcht, in denen die Bergströme dahinbrausen; und aus den Ebenen erheben sich, mehr oder minder kegelförmige, die zahlreichen teils erloschenen, meist aber noch tätigen Vulkane her­aus, an ihren unteren Hängen Tee- unb Kaffee- plantagen tragend, in den höheren Lagen vom Ur­wald bedeckt. Ein pittoreskes Landschaftsbild.

Den w e st j a v a n i s ch e n Urwald, der ein typischer Regenwald ist, habe ich von dem 1425 Metfr hoch gelegenen Berggarten Tjibodas aus kennpngelernt. Nur mit ein paar Schlagworten kann hier dieser Waldorganismus charakterisiert werden, in bim, wie Fr. W. Junghuhn, der große Durch­forscher Javas, treffend bemerkt hat, eine wahres Horror vacui, ein Abscheu vor dem leeren Raume herrscht und äußerste Raumausnutzung durch die Pflanzenwelt geübt wird: turmhohe Bäume mit Hellen Stämmen und schütterem Laubwerk. Infolge­dessen ausgiebige Durchleuchtung des Waldes, die das Aufkommen eines reichen Unterholzes mit sei­nem unbeschreiblichen Wirrwarr ermöglicht. Gro­ßer Reichtum an Holzgewächsen verschiedenster Art, an Kletterpflanzen, Lianen und Epiphyten, die die Aeste der Tragbäume besiedeln, um dem Unterholz zu entrinnen und zu einem noch ausgiebigeren Lichtgenuß zu gelangen. Anscheinend ein heftiger Kampf ums Dasein; wechselseitige Anpassung, das Sich-miteinander-uertragen-können ist die letzte Lo­sung der Flora ors tropischen Urwalds.

Als ich vor einem halben Jahrhundert in dem berühmten botanischen Garten Buitenzorg auf Java wissenschaftliche Untersuchungen anstellte, ge­noß ich die Gastfreundschaft seines Direktors, Dr. Melchior T r e u b , mit dem ich mich häufig neben botanischen auch über wirtschaftliche, kulturelle und politische Fragen unterhielt. Wiederholt wurde die Zukunft Javas besprochen.

Das Städtchen Buitenzorg (Sanssouei"), von den Eingeborenen B o g o r genannt, liegt andert­halb Eisenbahnstunden weit nördlich von Batavia am Fuß des erloschenen Vulkans Salak in herr­licher Tropenlandschaft. Seine Berühmtheit ver­dankt es seinem Botanischen Garten, dem herr­lichsten und schönsten der Welt.

Aus aller Herren Länder, besonders aus Deutsch­land und Oesterreich, kamen namhafte Botaniker, um hier die morphologischen unb biologischen Merk­male der tropischen Pflanzenwelt zu studieren.

Es ist hier nicht der Ort, auf die Pflanzenschätze des Gartens näher einzugehen. Sein erster Eindruck auf mich war der, daß er eigentlich ein einziges Arboretum ist, so sehr überwiegen Holzgewächse aller Art neben bloßen Stauden und Kräutern. Ueberrascht ist man ferner von dem schütteren Laub­werk der Bäume, was damit zusammenhängt, daß das Laubblatt, das wichtigste Ernährungsorgan der Pflanze, im feuchtwarmen Tropenklima das ganze Jahr über assimilieren kann, so daß der Baum mit kaum der Hälfte der Blätterzahl auskommt, die ein europäischer Waldbaum benötigt. Befremdend wirkt auch die oft groteske Art der Verzweigung, die Form der Laubkronen all der Schirm-, Etagen- und Kandelaberbäume, wie der Botaniker sie kurz zu bezeichnen pflegt.

Ganz eigenartig ist ferner die Laubentfal - tung vieler Bäume; wenn es bei uns heißtdie Bäume schlagen aus", so darf man, wie Treub treffend bemerkt hat, hier sagen,bie Bäume schütten die Blätter aus". Heber Nacht brechen aus den Laubknospen 20 bis 80 cm lange Blattbüschel her­vor, die schlaff senkrecht herabhängen und im Winde jin und yer pendeln. Erst nach und nach richten ich die einzelnen Blätter auf. Wenn noch dazu >ie Blattbüschel anfangs weiß oder rosig gefärbt ind, so machen sie einen schier märchenhaften Ein­druck.

Hat man nacheinander die einzelnen Pflanzen­quartiere des Gartens besichtigt, wozu ich mehrere Monate brauchte, auch den Laboratorien einen Be­such abgestattet, worin mikroskopiert und experimen­tiert wird, so wandelt man immer bewundernd durch die herrlicheC a n a r i e n a 11 e e", die aus den von Epiphyten und Lianen überwucherten Exemplaren von Canarium commune bestehend, vom Gartenausgang, an dem von riesigen Blättern und Blüten der Victoria regia bedeckten Teiche vor­über, direkt bis zum Palais des Generalgouver­neurs führt. Die dichten Kronen der beiderseitigen Baumreihen vereinigen sich zu einem gewaltigen Bogengänge. Der Vergleich mit einem gotischen Dome Drängte sich mir stets aufs neue auf.

Die Skala der Blumenfarben, im Garten, wie überhaupt auf Java und auch sonst gewöhnlich in den Tropen, reicht vom hellsten Weiß über Gold und Orange bis zum grellsten Rot: eine Anvassung an den Farbensinn der so zahlreichen Tagschmetter­linge, die als Blütenbestäuber diese Farben bevor­zugen. Unvergeßlich ist mir ein mächtiger Legumi­nosenbaum des Gartens, Schozolobium excelsum, der ein einziger goldgelber Blütenstrauß war. Näherte man sich ihm, so hallte ein leiser, dunkler Glockenton an das Ohr, das Gesumme von tausen­den stahlblauen Riesenhummeln, die die Blüten­wolke angelockt hatte.

Perteidigung wird, wenn möglich, in Güte, wenn notwendig aber auch mit Gewalt durchgeführt wer­den, um zu verhindern, daß zuerst eine Verminde­rung und schließlich eine völlige Entwertung der Währung eintritt. Alle Italiener müssen sich dieses höchsten Gebotes bewußt sein."

10 Millionen RM. mehr als imDorjahr.

Berlin, 27. März. (DNB.) Der am 6. März durchgeführte letzte Opfersonntag im kriegs-MHw. 1941/42 beweist mit seinem Ergebnis von 37 817306,05 RM.» dem bisher höchsten Er- gebisis eines Opsersonntages, die ungebrochene Kraft der deutschen Heimat. Das Ergebnis der gleichen Sammlung des vorjährigen Kriegs-wyW. betrug 27 760 791,89 RM., so daß eine Erhöhung um 10 056 514,16 RM., das sind 36,23 v. H. zu verzeichnen ist.

Zwei Jagdflieger mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

B e r 11 n, 27. März. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an Oberfeldwebel Mink und Ober­feldwebel Tange, beide Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, Die in harten Luftkämpfen bis­her je 40 Feindflugzeuge abgeschossen haben.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 27. Marz, (DNB.) Der Führer ver- lieh das Ritterkreuz an: Generalmajor Behrens, Kommandeur eines Jnjanterie-Regiments; Major Lindner, Bataillonsführer in einem Infanterie- Regiment, und Oberleutnant Maek, Kommando­führer in einem Infanterie-Regiment.

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Dem tapferen Einsatz des Generalmajors Beh­rens ist es zu verdanken, daß Der unter rücksichts­losem Einsatz an Menschen und Material geführte bolschewistische Durchbruchsversuch an der Olarafront zum Scheitern tarn. Major Lindner zeichnete sich bei Der Abwehr starker Sowjetangriffe im Raum ostwärts Kursk aus. Mehrfach war es Den Bolsche­wisten infolge ihrer Uebermacht vorübergehend ge­lungen, örtlich einzubrechen; sie wurden aber jedes­mal unter großen Verlusten zurückgeschlagen. Oberleutnant Maek hat sich bei der Abwehr bolscke- wistischer Massenangriffe am Oberlauf Der Wolga hervorragend bewährt. Die ganze Wucht der .feind­lichen Angriffe richtete sich'gegen einen wich^gen Stützpunkt Der deutschen Abwehr front. Als die Bol­schewisten bereits in Den Ostteil Der Mtzpunktartig

dem ganzen Volke. Sie müssen deshalb gleich­mäßig und gerecht verteilt werden. Wer sich gegen diesen Grundsatz versündigt, schädigt die Versor­gung Der Gesamtheit. Was Der Bauer erzeugt, gehört Dem ganzen Volke. Er soll unb muß Den Hamsterer von seinem Hose weisen. Was Deutsche Erde und deutscher Fleiß hervorbringen, geht durch die Hand des Kaufmanns. Er ist Treuhänder Dieser Waren. Er verteile sie gerecht. Durch Tausch- hanDel macht er sich schwer strafbar. Auch Die Lei­stung Des HanDwerkers hat ihren gerechten Preis. Es ist Deshalb unehrenhaft unD strafbar, Sondervorteile zu verlangen unD anzunehmen. Das Gefühl für Recht und Unrecht bet jedermann ist Die sicherste Garantie einer befriebigenDen Verteilung. Die Deutsche Hau.sfrau erwarte und verlange vom Verkäufer "nur, was ihr zusteht. Die Hingabe von Ueberpreisen und Schmiergeldern ist ihrer nicht würdig und außerdem strafbar. Tauschhandel, Schleichhandel, Wucher, Preisüberbietung und Be­stechung werden bestraft. In besonders schweren Fällen werden Vermögenseinziehung und Todes­strafe verhängt. Jeder, ob Erzeuger, Kaufmann oder Käufer setze seine Ehre Darein, vorbilDlich zu han­deln. Jeder begnüge sich mit Dem, was ihm zusteht. Das ist auch Dienst im Kriege und Vorarbeit für Den Sieg. Es kommt Dabei auf uns alle an.

Wir können uns nicht vorstellen, Daß es noch je­manden unter uns gibt, der Diesen Appell an An­ständigkeit und Sauberkeit überhören wollte. Wer es dennoch tut, handelt auf eigene Gefahr. Es mag Der eine oder Der andere Den Krieg in dieser Be­ziehung bisher nicht so ernst genommen haben, wie er Das verdient. Er gibt den anständigen Volks­genossen ein denkbar schlechtes Beispiel und ersebüt- tert Damit auf die Dauer ihr Gerechtigkeitsgefühl und ihren Glauben an die Lauterkeit und Sauber­keit des öffentlichen Lebens. Es entspricht Diesem Imperativ der Gerechtigkeit, Daß, wie es Reichs- Minister Dr. Go ebb eis formuliert hat, es sich in Bälde nicht mehr rentieren wird, für eine beson­ders liebevolle Pflege des Bauches unter Umständen den Kopf zu riskieren. Für die große Maste des deutschen Volkes wird dieser Appell an das An- siändigkeits-, Sauberkeits- und Gerechtigkeitsgefühl genügen, um sie von Verstößen zurückzuhalten, den­jenigen aber, Die nicht hören wollen, bleibt nichts anderes übrig, als zu fühlen. Sie können sich Darauf verlasen, daß ihrem Treiben ein Ende bereitet wird. Das Deutsche Volk hat sich in seiner Gesamtheit auch in der Heimat mustergültig verhalten. Es wird ein scharfes Vorgehen gegen Rechtsbrecher aus vollstem Herzen begrüßen.

Eine anrüchige Garantie.

Berlin, 27. März. (DNB ) Die schwedische Zei- hingAstonbladet" bestätigt in einer Meldung aus Washington, daß Roosevelt sich auch in Indien ein- schalten will. Wie Das AmsterdamerAllgemeen Hanbelsblad" seinerzeit berichtete, hatten Churchill und Roosevelt eine Erklärung nach Art Der14 Punkte Wilsons" verabredet, mit Der die Inder übertölpelt werden sollen. Die Garantie des ameri­kanischen Präsidenten solle Den Indern als Wechsel auf Die Zukunft überreicht werden und sie zu äußer­sten 2lnftrengungen für den englischen Krieg anspor­nen. Churchill wäre Damit unmittelbarer Zugeständ­nisse enthoben und Cripps hätte trotzdem eine Basis für feine Verhandlungen. Die Vorschläge, Die Cripps Den Indern mitbringt, enthalten zunächst Das Zuge­ständnis des Dominienftatusso schnell wie möglich nach Dem Kriege". Das gleiche Versprechen gaben Die Engländer bekanntlich schon im Weltkrieg, und als Indien sein Blutopfer an Der Westfront ver­richtet hatte, war in London alles wieder vergessen. Auch die Akzeptierung des indischen Vorschlages nach Einberufung einer konstituierenden Versamm­lung, die eine Dominienverfassuna für Indien aus­arbeiten soll, enthält nichts Greifbares. Schon gar nicht als Zugeständnis zu werten ist Die angebliche Annahme eines indischen Vorschlags durch Cripps, Der Uebertragung Dergesamten Macht" an den Exekutivrat vorsieht. Denn der Engländer macht hier den Dprbehalt, daß Der Vizekönig die Anordnungen des Exekutivrates sanktionieren muß. Auch von einer Beseitigung Der englischen Verwaltung ist nicht Die Rede. In der Praxis würde es eine Farce be­deuten, einen solchen Exekutivrat alsnationale in-

ausgebauten Ortschaft dngebmngen waren, trat Oberleutnant Maek zum Gegenstoß an unD warf Den Feind im Nahkampf zurück.

Kleine politische Nachrichten.

Längs der Küsten Der USA. operierende italie­nische U-Boote versenkten Drei Schisse mit insgesamt 22 600 BRT., Darunter zwei Tanker.

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Wie Der italienische Wehrmachtbericht vom Frei­tag bekanntgibt, beschränkten anhaltende Sand­stürme in der Cyrenaika Die Tätigkeit sowohl Der Spähtrupps wie Der Luftwaffe.

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Das griechische Kultusministerium hat an den Knaben- und Mädchen-Oberschulen, den Versuchs­anstalten Der Universität sowie an Handelsschulen Den Unterricht in Der Deutschen und italienischen Sprache als Pflichtfach eingeführt.

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König Gustav von Schweden hat nach Wieder­herstellung von den Folgen seiner Operation Die Klinik wieder verlassen. Für die ihm während sei­ner Krankheit erwiesenen Beweise Der Teilnahme aus allen Schichten Des schwedischen Volkes wird der König am Sonntag über Den schwedischen Rundfunk feinen Dank aussprechen.

bische Regierung" hinzustellen.

Gandhi bei Lnpps.

Stockholm, 27. März. (Europapreß.) . Am Freitag hatte Gandhi in Neu-Delhi feine zweistün­dige Unterredung mit Cripps. Er weigerte sich Journalisten gegenüber nach Der Unterredung An­gaben über Den Inhalt Der Besprechungen zu machen.

Japanischer Gondergesattdter beim Vatikan.

Tokio, 27.März. (Europapreß.) Der stellver­tretende japanische Botschafter in Vichy, Ken K a - rada, ist zum Sondergesandten beim Vatikan er­nannt worden. Die Gattin Haradas ist Katholikin. Dazu erklärte Das japanische Außenamt, daß an­gesichts Der gegenwärtigen Weltlage und der großen Zahl Der Katholiken in Ostasien die freundschaftlichen Beziehungen Und Der Kontakt zwischen Japan und dem Vatikan einer Vertiefung bebürfen. Die japa­nische Presse unterstreicht Die Bedeutung Der Er­nennung, zumal England und Die Vereinigten Staa­ten versucht hatten, eine solche Engergestaltung Der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tokio und Dem Vatikan zu hintertreiben. Die Zahl Der Katho­liken in Japan einschließlich Korea beträgt rund 200 000, Doch ist Die Zahl der Katholiken innerhalb Des ostasiatischen Raums um ein Vielfaches höher (allein auf den Philippinen rund acht Millionen).

Innerpolitische Maßnahmen in Argentinien.

Buenos Aires, 27. März. (Europapreß.) Eine Konferenz der Innenminister Der argentini­schen »BunDesstaaten und Polizeichefs Der Provinzen beschloß, ein Programm zur Verhinderung staatsfeindlicher Umtriebe. Die in Argentinien lebenden Ausländer sollen nach Er­fassung Durch Meldeämter genauer überwacht und ohne staatliche Erlaubnis eingewanderte Per­sonen ausgewiesen werden. Das. Programm sieht ferner Die Nationalisierung des Schul- Unterrichts vor, die Kontrolle des Waffenbe­sitzes sowie die Einrichtung eines ständigen Aus­schusses zur Unterdrückung staatsgefährlicher Be­strebungen. _________________________

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