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Blinde Künstler musizieren

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- Der ausübende Musiker weiß, welche Fülle von ; Fähigkeiten unö Fertigkeiten von Veranlagung und , Fleiß zusammenkommen müssen, damit schon unter

Liedern, bei.

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lusfall an

Als Bauer zurückkommt, meldet ihm Butenschon,

Toncha!" I mann der kennt mich besser als du! Der hat Aber zu 1 ganz genau gefühlt, wozu ich imstande bin! Daß

allen Böden vorkommende Halbsttauch ist ein wert­volles Heilkraut, das durch seinen eigenartigen, stark

hat ihm ge-

auf

man finden, o ja! Aber dann muß man sich seine Partner vorher genau ansehen. Man glimmt nicht eine Concha für ein solches Spiel"! Sie lacht in ihre flammende Erregung hinein.Dieser Kriminal­

normalen Verhältnissen aus dem kunstbegeisterten Jünger ein echter Künstler wird. Um so mehr wird man die hingebungsvolle Arbeit und das Künstler­tum derer würdigen, die unter so erschwerenden Umständen solche künstlerischen Leistungen vollbracht haben. Dr. Ludwig Arnold.

dng zum Bereitschaftsdienst ist ein Unterschied zwi- fdjen Beamten, Angestellten und Arbeitern nicht zu

helfen wäre ihr nicht gewesen. Ihr Leben war an diesen Mann gekettet, und es ist nur gut für sie, daß es mit dem seinen zugleich zu Ende ging. Sie würde mir mehr leid tun, wenn sie dazu nicht den Mut gefunden hätte."

Mir tut sie auch leid entsetzlich leid." Katta trocknet die Tränen, die immer wieder heroorquellen und über das Gesicht rollen.Ich kann mich so in die Seele dieser Frau hineindenken."

Du dich? Sonderbar?" Er starrt mit verwunder­ten Augen in das vom Weinen gelöste Gesicht. Weißt du eigentlich daß ich dich noch nie habe weinen sehen?" ä ,

Ein schöner Anblick, nicht wahr? Katta lacht zornig unter immer neu heroorstürzenden Tränen.

Gin sehr schöner Anblick." Detlev spricht ganz leise und hangt wie mit verzauberten Augen an dem verwandelten Gesicht.Du siehst gasiz anders aus, als sonst!"

Gott sei Dank, daß ich nicht immer so aussehe es war ein bißchen viel, alles zusammen ich heule sonst nicht in Gesellschaft."

Aber wenn du allein bist, weinst du dann manchmal?"

O ja! Oefter als mir lieb ist."

Aber warum? Du! Du hast doch keine Ursache?"

Meinst du? Und diese Concha hat es zum M-ord und Selbstmord getrieben dasselbe Schicksal."

Dein Schicksal?! Du weißt nicht, was du redest!" Ich weiß es sehr gut- Vielleicht war dieser Ba- reiro ein Schuft. Wahrscheinlich sogar. Ich will nicht sagen, daß du ein Schuft bist."

Freundlich von dir. Ich möchte mir jeden Ver­gleich mit Bareiro verbitten."

Und doch handelst du ähnlich wie fr! Diese arme Frau hat ihr ganzes Herz an ihn gehängt. Und sicher hat er sie auch einmal geliebt sehr geliebt. Aber dann ist sie ihm unbequem geworden, und er wäre sie gern losgewesen. Aber das geht eben nicht! Merke dir das für dein ganzes zukünf­tiges Leben! Man kann nicht eine Liebe abschal­ten wie eine Maschine! Nicht in eine Frau, wie diese Concha war oder wie ich bin-, wenn man Abenteuer und Abwechslung sucht, die kann

tige Anwendung findet. Sein ätherisches Del außergewöhnlich desinfizierende Kraft. Das in enthaltene Thymol wird aus diesem Grunde legentlich auch als Wurmmittel verordnet.

Der in sonnigen und halb schattigen Lagen

ie amtlich und wie. solle, dar lienischen it tämpji, hen Sol. irfoe von er 22mal I nahmen ger Nasio Ragini, rtti uni teil. Er zefuhrta g von ms einem inst vorn Minisiel im. Luft- itet mar. spanischen irinemini'

Für die Freunde guter Musik sind musikalische Darbietungen blinder Künstler in Gießen keine Seltenheit, sie bedeuten vielmehr wegen der ihnen eigenen Note eine wertvolle Ergänzung mid be­grüßenswerte Bereicherung des Musiklebens unse­rer Stadt. Dies empfanden auch die Musikfreunde am Samstag bei einem Klavier- und Liederabend in der Aula, den Maria K l a e s e r, Köln (Sopran), Kurt Emmerich, Soest (Klavier), und Bert Klaeser, Köln, als Begleiter veranstalteten.

Die sorgsam ausgewählte Dortragsfolge stand vornehmlich im Zeichen der musikalischen Romantik. Diese stilistische Geschlossenheit gab dem Abend das Gepräge. Klavierwerke von Beethoven, Schumann und Chopin wechselten mit Proben aus dem reichen Liedgut der Romantik. Beethovens Klavier- sonate Es-dur, Werk 81a, leitete stimmungs-

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Lange ».» ; Hans Lee.

Briefe in Bareiros Hand

Roman von Anna Elisabet Weirauch

Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. (Schluß.) 56.

es nicht mehr aus!"

Sie wirst die Arme über den Tisch und dos Ge­sicht auf die Arme und schluchzt, daß ihr ganzer schlanker Körper wie im Krampf geschüttelt wird.

Katta! Aber Katta!" Behutsam und zärtlich streicht Detlev über das leuchtende Haar, über die zuckenden Schultern.Was hast du denn? Was hältst du nicht mehr aus? Nun ist doch alles ge= klärt niemand wird dich mehr belästigen! Oder ober bist du vielleicht so unglücklich?" .Seine Hände ziehen sich erschrocken zurück,um um diesen Bareiro?"

Sie hebt das blasse, tränenüberströmte Gesicht. Genau so unglücklich wie du um diese Concha!"

"Sie tut mir leid", jagt Detlev ernst. _

IQ nichts an. - .. o.. r .

Das hätten wir eher haben können, Lurjen.

last Bcruer auf der Rückfahrt mit einem besonders liefen Seufzer.Ich hätte doch sofort das ganze Hotelpersonal zusammentrommeln und vernehmen «Nüssen." ...

Wir hätten es wahrscheinlich heule sowieso ge- *dn!"

Gut, ja, wir hätten's natürlich nicht verabsäumt, iber wir hätten uns und andern manches ersparen önnen. Ich ärgere mich! Ich ärgere mich rvstklich.

Wir sind nun so alt und so klug, und immer noch machen wir Dummheiten."

Und immer wieder", lächelt Lürsen,kommt uns der Zufall zu Hilfe."*

Ah!" sagt Detlev Nehl bestürzt, als er die Zei­tung aufschlägt.Das ist doch das ist sie sicher meine arme, kleine Concha

Wer? Was?" fragt Katta ungeduldig.

Der Mord an dem Kaufmann Fernando B der in einem hiesigen Hotel erschossen aufgefunden wurde überraschend schnell geklärt. Es handelt sich um eine Eifersuchtstragödie. Die Täterin, die neun­undzwanzig Jahre alte Concha D., hat ihrem Leben selbst ein Ende gemacht und sich so der irdischen Ge­rechtigkeit entzogen was für ein Stilst^

Das sieht dir wieder ähnlich! etil! Mochtest du mir nicht vielleicht sagen, wieso das deine Concha ist?"

Selbstverständlich will ich dir das sagen. Es gibt nichts? was ich dir nicht sagen will, wenn du soviel Interesse für mich hast, um mich danach zu fragen! Ich habe diese Concha gekannt."

Und woher?"

Sie hat mich eines Abends auf der Straße an- ^!?Auf>dstse Weise also machst du Bekanntschaften!"

'.Während du dir von fremden Herren goldene Ketten schenken läßt!"

Laß mich in Ruh damit!" Ganz unvermittelt beginnt es in Kattas Gesicht zu zucken.Ich bin wirklich am Ende! Das halten selbst meine Nerven nicht aus! Diese unselige Kette, und dann muß dieser Mann noch ermordet werden, und hetzt einem die Kriminalpolizei auf den Hals, und man muß sich verhören lassen wie eine Verbrecherin, ich halte

! Der mexikanische Staatspräsident Camacho hat die Beschlagnahme der japanischen Petroleumgefell- schaft Company Petrolea Veracruzana angeordnet. Sie verfügte über Delfelder im Ausmaß von 200 Aares und hatte ihre Konzession von Präsident Car- denas im Jahre 1934 erhalten.

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Das fertige Brot ist also, anschaulich ausgedruckt, ein erstarrter Schaum aus geronnenem Eiweiß, ver­kleisterter Stärke mit einer Unzahl von Hohlräumen. Dieser Schaumcharakter des Brotes ist wesentlich: nur so wird das Backwerk verdaulich. Wenn die Geschichte mißraten ist und an Stelle des lockeren Maschenwerkes ein zäher Brei entstand, wie er manchmal in einemklitschigen" Kuchen steckt, bie­ten sich den Derdauungssäften nicht genügend Ka­näle und Poren zum Eindringen. Das Backwerk wird nur schwer durchdrungen und langsam aufge­spalten: es liegt lange im Magen und macht Be­schwerden. Aber auch das bestgebackene, durchaus poröse Brot oder Brötchen ist nicht jedem zuträglich, wenn es im frischen Zustand gegessen wird. Hat es jedoch eine Zeitlang gelegen, so wird es viel besser verdaut. Wie ist das zu erklären? Nun, auch das beste frische Brot schließt sich im Munde des Essers zu Klumpen zusammen, die als Ganzes herunter­geschluckt werden. x

Daß das Brotaltbacken" wird, ist wiederum ein kolloidchemischer' Prozeß, den man allgemein als Alterserscheinung an kolloiden Lösungen beob­achten kann und der darin besteht, daß sich die Substanz zusammenzieht und Wasser auspreßt. Im Fall des Brotes gibt die verkleisterte Stärke wieder etwas Wasser ab. Dadurch entstehen Risse und das Brot wirdbröcklig". Diesesspröde" Brot zerfällt natürlich beim Kauen sehr viel besser als frisches. Seine einzelnen Teile besitzen feine rechte Klebe- fähigkeit mehr und gelangen in fein zerkleinerter Form in den Magen. Die Oberfläche, die sich nun den Verdauungssäften bietet, ist viel größer und das Eiweiß kann weit rascher ab gebaut werden, - Manche Hausfrauen legen alte Brötchen auf die heiße Herdplatte, um sie wiederfrisch" zu machen. Der Prozeß des Alterns läßt sich also bis zu einem 1 gewissen Grad und für kurze Zeit umkehren. Uebn-

ich kaltblütig einen Mann umbringen könnte, der mich unglücklich macht!"

Soll i ch das fein?"

Ja, du! Du! Du! Du hast mich unglücklich ge- macht! Du hast mich in eine Liebe hineingehetzt, wie ich sie in meinem ganzen Leben nicht gekannt habe alles hätte ich gegeben und alles aufgeopfert für triefe Liebe und dann hast du Angst bekommen, um meine Karriere, ober um meine Ansprüche, ober Gott weiß um was du hast nur immer gedrängt, daß ich weggehe." Sie wird plötzlich ganz ruhig. Ich gehe ja auch weg. Ich erschieße dich auch nicht. Aber ich wollte dir das doch einmal sagen. Du hast sehr unrecht an mir gehandelt, Detlev. Ich bin zu ernst und zu schwer dafür, auch wenn mir das nie­mand glaubt."

Aber, Katta, ich ich verstehe dich nicht, wie hätte ich denn handeln sollen? Mich dir nähern? Weil ich nicht in der Lage war, dir ein Leben zu bieten wie bus verlangen kannst?"

Was ich für ein Leben verlangen kann, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß ich ein Leben verlange, das ich wahrscheinlich nicht verlangen kann, oder nicht in deinen Augen. Ein sehr besch«idenes, sehr bürger­liches, ein ganz einfaches Leben als Frau und Mut­ter."

Das habe ich dir oft angeboten." n

Du hast! Ach, laß es doch, es hat ja keinen Zweck mehr darüber zu reden, ich werbe fortgeben, wir werben uns trennen, und wir werden beide darüber Hinwegkommen."

Nein!" braust Detlev auf.Ich nicht! Ich werde nicht darüber Hinwegkommen! Das brauchst du dir nicht einzubilden! Aber willst du nicht bitte dei­nen Satz zu Ende sagen? Was habe ich?"

Du hast mir vorgeschlagen, zu heiraten, ja? Ich w§ nicht, ob es dir ganz ernst damit war. Aber bu hast dabei immer den Gedanken gehabt, daß ich arbeiten und verdienen soll."

Aber doch um Gottes willen nicht für mich! Ich kann mir mein Brot selbst verdienen, und ich könnte das Doppelte und.Dreifache verdienen, wenn ich den Zweck einsähe ich wollte nicht, daß du mir Opfer bringst baß bu auf etwas verzichtest!"

Verzichten? Opfer? Ach, das wäre so schlimm nicht gewesen, bas einzige Opfer, was ich dir nicht bringen kann, das ist eine Ehe ohne Kinder!"

Wie ein Hauch kaum hörbar kommen die Worte über ihre Lippen. Aber Detlev versteht sie. doch, und der Widerhall, den sie wecken, ist ein einziger, jubelnder, schluchzender Schrei:Katta!"

Kleine politische Nachrichten.

In Sydney ist in Begleitung des USA -Botschaf­ters Harley der neuseeländische Ministerpräsident Frazer eingetroffen, um mit der australischen Regierung Besprechungen über die Lage im Pazifik ' zu führen.

/ In'Schanghai ist eine Choleraepidemie ausgebro- j)en. Die Zahl der Erkrankten betrug bisher 157. oie nimmt täglich um 10 bis 20 zu. Der Schang­haier Epidemie-Derhütungsausschuß wiederholt drm- zmb eine Aufforderung zür Schutzimpfung.

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ne Betreuung der Kinder sichergestellt ist, zum -reitschaftsdienst herangezogen werden. Für weib- ye Gefolgschaftsmitglieder zwischen 16 und 18 hren ist die Zahl der monatlichen Bereitschafts-

Eine Veranstaltung unter dem TitelZwei Stun- den Frohsinn und Heiterkeit" unterhielt die Der* munbeten. Pitt Manderbach (Klavier), Egon Hof­mann (Akkordeon), Helmut Reichinger (Violine), Hans Manderbach (Trompete) unb Gottfried Man- berbach (Schlagzeug) spielten in reicher Vorttags- folge beliebte Melodien und Lieber. Fred Bachieni vervollständigte mit Kartenkunststücken und Zaube- reien das Programm. Hans Manderbach sorgte für den Humor. Großer Beifall dankte den Ausführen­den. In zwei Lazaretten liefen die FilmeD III 88" unbPat unb Patachon auf Seefahrt" unb bilde­ten eine gern gesehene Unterhaltung. Im Auftrage der Kreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann Filme aus der Dogelwelt unb einen Sportfilm.

Bei dem Vergleichswettkampf der HI. im Ringen und Gewichtheben, der unter Leitung des Bann- fachwartes Rabow stattfand, waren Verwundete aus verschiedenen Lazaretten als Zuschauer an­wesend.

In den Lazaretten wurden die Verwundeten durch Konzerte von Musikabteilungen verschiedener Wehr­machtteile erfreut.

Die Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Geilshausen, Freienseen unb Weickartshain hatten eine große Zahl Verwundete aus hiesigen Lazaret­ten zu sich eingeladen. Die Gastfreundschaft in den Familien unb die gemeinschaftlichen - Feiern haben die Gäste erfreut und werden in aller Erinnerung bleiben.

Feldthymian, ein Helfer der Kinder.

Der Feldchymian ober Quendel ist, wie der ihm nahe verwanbte Gartenthymian, ein vielgebrauchtes Heilkraut, bas namentlich zur Behandlung von Hu­sten und vornehmlich Keuctchusten der Kinder in Form von Tees, Sirupen, Extrakten ufw. vielfäl-

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voll den Abend ein. Durch die titn einzelnen Sätzen gegebenen Benennungen:Les Adieux, das Lebe­wohl,lAbscence, das Fernsein,le Retour, das Wiedersehen, hat der Meister selbst die Interpre­tation erleichtert. Nachdem mit wundervoller Zart­heit das Anfangsmotio der Adagio-Einleitung, das Lebewohl!" erklungen war, war das Band zwi- chen dem Solisten unb ben Hörern geschlungen.

Die romantische Natur Robert Schumanns kommt nirgenbs so überzeugend zum Ausdruck wie in seiner Klaviermusik. Dies zeigten die Fanta« sie stücke aus Werk 12, Fabel, Traumeswirren unb Ende vom Lieb. Hier offenbart sich Schumann am unmittelbarsten unb eigensten. Der Komponist kann aud) das Verdienst für sich in Anspruch neh­men, Chopins Bedeutung früh erkannt unb der Ver­breitung seiner Werke den Weg gewiesen zu haben. Von Chopin hörten mir das Impromtu in Fis-dur, Werk 36. Von ben übrigen Darbietun­gen verdient die gelungene Humoreske in F-dur, eine eigene Komposition von Kurt Emmerich, besonders hervorgehoben zu werden. Franz Schu- b ert und Johannes Brahms, zwei Meister des deutschen Liedes, waren mit je drei Liedern ver­treten. Auch Bert Klaeser steuerte eigene Kam- Positionen, geschmackvolle Vertonungen von Löns-

gens bleibt bas Brot aus bisher unbekannten Gründen längere Zeit frisch, wenn man es bei 70 Grad aufbewahrt. Diese Erfahrung machen sich die Großbäckereien zunutze, indem sie die fertigen Brote in einem sterilen warmen Luftstrom lagern lassen. \

Warum, so mag der Gewitzte einwenden, wird aber der Honigkuchen nicht altbacken? Dem Teig ist ein gewisser Prozentsatz Pottasche bei gefügt. Dieser Kniff läßt sich beim Brotbacken nicht anwen­den, weil sich durch Zusatz von Alkalien der Ge­schmack wesentlich ändern würde. Zwieback und Keks dagegen verhalten sich von Anfang an ähnlich wie altbackenes Brot: sie sind immer bekömmlich. Da sie wenig Wasser enthalten, haben sie den glei­chen spröden Charakter wie altbackenes Brot unb zerfallen beim Kauen in sehr kleine Teilchen! Und noch etwas anderes fördert ihre Verdaulichkeit. In­folge der starken Hitze, mit der sie gebacken werden, wird die Stärkeabgebaut", unb zwar in einer Richtung, die auch der Derdauüngsprozeß einschlägt. Auch beim Knäckebrot, diesem uralten Gebäck des Nordens, wirkt sich die Wasserarmut günstig aus: es ist sehr spröde und zerfällt gewissermaßen im Munde zu Staub. Im Munde darf, ja soll es so stauben, damit das Brot im Magen um so mehr Verdauungssäfte aufnehmen und von ihnen leicht und schnell verarbeitet werden kann.

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Der Leutnant in einem Artillerie-Regiment Kurt Huber aus Gjeßen, Seltersweg 14, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde in Rußland mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

Für unsere Verwundeten.

Die NSG.Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkom­mandos der Wehrmacht unb in Zusammenarbeit mit dem SonderreferatTruppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propa­ganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstal­tungen durch:

bimfte auf höchstens zwei festgesetzt worben. Müt- r öerReh tr, die Kinder unter drei Jahren ober wenigstens Dberfefo drei Kinder unter 14 Jahren zu versorgen haben, m SG,erdende Mütter sowie weibliche Gefolgschaftsmit- f, ®rUfl Wieder, die unter erschwerten Bedingungen arbeiten, t, fernet I btrfen ebenso wie männliche und weibliche Gefolg- uftoai. | schaftsrnitglieder unter 16 Jahren zum Bereitschafts- Kllhl,'«! dienst nicht herangezogen werden. Bei der Eintei-

Wret^!

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Aus dem Reich.

Neuregelung im Lustschutz.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbe- j sishaber der Luftwaffe hat im Einvernehmen mit )(m Reichsarbeitsminister die Heranziehung von be= tzfstätigen Gefolgschaftsmitgliedern zum Bereit- Mftsbienst im Werkluftschutz, erweiterten Selbst- Üutz unb im Luftschutz der besonderen Derwaltun- ,in neu geregelt. Nunmehr können innerhalb eines Aonats männliche Gefolgschaftsmitblieber über 18 zchre höchstens^ sechsmal, solche zwischen 16 unb 18 zchren höchstens viermal zum Bereitschaftsdienst

Aus der Giadt Gießen.

Warum ist altbackenes Brot bekömmlicher?

Von Dr. G. Meyer.

Die einfachsten Dinge in unserem täglichen Leben sind uns osl am wenigsten bewußf. Jede tüchtige Hausfrau weiß beispielsweise, wie das Brot, das ie auf den Tisch bringt, beschaffen sein muß, damit es gut bekommt/Aber warum verträgt der Magen allgemein und der Magenkranke im besonderen altes Brot besser als frisches? Und warum sind Zwieback, Kecks und Knäckebrot so leicht verdaulich? Diese unb ähnliche Fragen lassen sich erst beant­worten, wenn der Kolloiochemiker den inneren Auf­bau der verschiedenen Brotsorten näher erläutert und man dabei die 2Zorgünge der Verdauung be­rücksichtigt.

Ein Nahrungsmittel wird zweifellos um so besser vertragen unb um so rascher verdaut, je leichter und schneller die Verdauungssäfte vom Speichel bis zum Pepsin bis in die hofften Winkel,der Nah­rungsmasse eindringen können. Ein dicker zäher Brei hat im Verhältnis zu seinem Gewicht und seiner Masse eine kleine Oberfläche und bietet daher den Verdauungssäften geringe Angriffsmöglichkeit. Erliegt schwer im Magen", während leichte, flockige Krümel, die ben sie bearbeitenden Säften eine verhältnismäßig große Oberfläche bieten, ohne Schwierigkeit umgewandelt, also verdaut werden. Was wir hier zum Alltagsaebrauchdick" und zäh" oderleicht" undflotftg" nennen, das er­klärt uns der Kolloidchemiker. Das Brot besteht nämlich aus Stärkekörnchen, die von Eiweiß um­geben sind. Bei der Teigbereitung quill das im Getreidekorn bzw. im Mehl enthaltene Eiweiß, der Kleber" genannt, durch das beigegebene Wasser auf. Da der Teig durch Zusatz von Hefe oder so­genanntem Sauerteig zur Gärupg gebracht wird, oildet sich aus einem Teil der Stärke, der sich in Zucker verwandelt hat, Kohlensäure und Alkohol. Die Kohlensäure lockert den Teig auf, es entstehen Gasblasen. Kohlensäure und Alkohol entweichen, wenn der Backprozeß beendet ist, und die verblei­benden Hohlräume werden mit Luft gefüllt. So er­starrt das Eiweiß zu einem festen Maschenwerk, und die restliche Stärke erscheint darin inverkleistertem" Zustand; dettn während des Backens hat sie Wasser aufgenommen und ist dadurch gewissermaßen schon für den Verdauungsvorgang präpariert: Ungequol­lene Stärke setzt nämlich den Derdauungssäften we­sentlich größeren Widerstand entgegen als gequol-

i Irangezogen werden. Bei weiblichen Gefolgschafts- iD'.tgliebern ist wie bisher der Umfang des Bereit- ^aftsdienstes außer von dem Alter davon abhän- ijz zu machen, ob das Gefolgschaftsmitglied Kinder g; Hsitzt, wobei die Zahl und das Alter der Kinder ehe Rolle spielt. Weibliche Gefolgschaftsmitglieder Per 18 Jahre, die keine Kinder über 14 Jahre frben, können nunmehr höchstens viermal, solche rt t Kindern unter 14 Jahren höchstens zweimal im jonat, und auch nur dann, wenn eine einwand-

Maria Klaescr-Cremer sang einleitend drei Lieder von Schubert,Vor meiner Wiege", ,,Su« leikas II. Gesang" undLiebesbotschaft". Die San- gerin verfügt über eine wohldurchgebildete Stimme. Bei aller Schlichtheit trug sie die Lieder mit Wärme und Innigkeit vor. Besonders ausdrucksvoll waren die Schlußworte des ersten Liedeszur langen, zur letzten und tiefesten Ruh". Die Wiedergabe der Brahms-Lieder gelang ihr in mancher Hinsicht noch besser. Die sorgfältige Atemtechnik und die gute Aussprache verrieten die gründliche Schulung. Bert Klaeser am Flügel erwies sich als ein ge­wandter und feinsinniger Begleiter, der sich bis­weilen größere Zurückhalturkg auferlegen dürfte. An Stelle der im Programm vermerkten Lieder sang Maria K l a e s e r - C r e m e r Löns-Lieder von Bert Klaeser. Die Solistin meisterte die Wiedergabe der zum Teil recht schwierigen Lieder nicht nur technisch, sondern sie bewältigte sie auch künstlerisch. Die Hörer, die Mit Spannung und Ergriffenheit den Darbietungen folgten, spendeten reichen Beifäll und erzwangen einige Zugaben.

Einen hohen Grad künstlerischer Reise zeigte Curt Emmerich aus Soest, der Beethovens Abschieds­sonate spielte. Er verstand es, in der Ton spräche den Schmerz des Abschieds wie den Jubel des Wieder­sehens eindringlich zum Ausdruck zu bringen. Auf gleicher künstlerischer Höhe stand die Interpretation der technisch schwierigen Fantasiestücke Schumanns. Nach der Wiedergabe seiner eigenen Komposition und eines spanischen Tanzes mußte der Künstler sich ebenfalls zu einer Zuaabe entschließen. Er spielte das Wiegenlied von Chopin.

Eine gerechte Würdigung erfahren die blinden Künstler, wenn man folgende Ueberlegung anstellt.

bog er bei der Gepäckaufbewahrung des Haupt- bohnhofs zwei Koffer gefunden und beschlagnahmt Hot, die am Donnerstagabend hinterlegt und nicht Äaeholt worden sind. Sie sind sogar gezeichnet der eine C.D. und der andere F. B. Es ist fast überflüssig, daß Bauer einen halbaufgelösten und vkrwaschenen Gepäckschein in Concha Delgados Eafdie gefunden hat. , .

In den Koffern findet fick) noch allerhaiid Wis- senswertes. Ein umfangreicher Briefwechsel, in den Bauer flüchttg hineinsieht.Na, da haben Sie eine nette Feierabendbeschäftigung, Butenschon! Liebes­briefe, Drohungen, Berzweiflungsausbriiche, amu« feren Sie sich damit! Ich fahre mit Lursen eben noch mal ins Baltic." _ , .

Die Nachforschungen nach der Senorita Delgadv geItalien sich sehr einfach: dann und dann ist sie ge­kommen, dann abgereist, dies Zimmer hat sie bc- vahnt. Das Zimmermädchen von vlerhundertdrel- ili'dzwanziq erinnert sich ihrer sehr genau, sie hat lange genug da gewohnt. Am Donnerstag hat sie in großer Hast ihre Kofter gepackt. Den einen mit 0. D. gezeichnet, und den andern mit r. B., der itcnb auch auf ihrem Zimmer, jawohl Und das Mädchen Toni Schünemann hat angenommen, daß tr vielleicht eigentlich dem Herrn im ersten Stock «hörte, den die Dame immer besucht hat, o ja, lehr oft ist sie hinuntergeschlichen, als ob eine Herm- ükhkeit dabei wäre aber schließlich geht s einen

Hachen.

Allen zum Bereitschaft^dienst eingeteilten Kräften ift entwÄer zum Beginn oder am Ende der auf dm Bereitschaftsdienst folgenden Arbeitsschicht eine Ksätzliche Freizeit von mindestens sechs Stunden zu «währen, wenn sie während des Bereitschaftsdien­stes zu einer mit erheblicher Beanspruchun-g verbun- fenen Hilfeleistung' eingesetzt worden sind. Weib- I chen Gefolgschaftsmitgliedern und Gefolgschafts- i itgliedern zwischen 16 und 18 Jahren ist in jedem alle, also auch dann, wenn eine solche Hilfeleistung cht ftattgefunben. hat, eine zusätzliche Freizeit von 1 indestens vier Stunden zu gewähren.

Arbeitsstunden, die infolge der vorgeschriebenen ^unterbrochenen Ruhezeit ausfallen, sind nach Mög- stchkeit durch Mehrarbeit im Rahmen der geltenden Ärbeitszeitvorfchriften auszugleichen. Soweit ein icht vorgenommen werden kann und ein _____ Arbeitsentgelt eintritt, haben die Ge- ftlgfchaftsmitglieder einen Anspruch auf Vergütung -es regelmäßigen Arbeitsentgeltes für die durch )es frc Ruhezeit ausgefallene Arbeitszeit. Bei Dorlie- tn besonderer Verhältnisse können abweichende Re- düngen mit Zustimmung der zuständigen Aufsichts- chörden getroffen werden.

Der brasilianische Staatspräsident Vargas wird sich in Kürze zu einem Besuch nach den USA. be­leben, berichtetDaily Telegraph". Luftfahrtmmi- ster Filho soll seine Vertretung übernehmen.

Zwischen der Regierung, von Peru und der > BewM V' IlSA.-OrganisatiostInstitut für interamerikanische roße Lei- Angelegenheiten" wurde ein Vertrag abgeschlosien, Ausdruck durch den Peru einen neuen Kredit von einer UHU- )es Flug-1 linn Dollar erhält.