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tgeschätzt und heilig gehalten wird" — Worte noch vor rund 150 Jahren ge-
artil
würdigen
Oie Abwehrschlacht im Osten.
(Nachdruck verboten.)
26. Fortsetzung.
gespornt wurden.
Oberleutnant Karl-Heinz Becker hat sich seit Beginn des Ostfeldzuges als Spähtruppführer wiederholt ausgezeichnet und sich seit September 1941 als Kompanieführer bestens bewährt. Ende Januar hat er mit verhältnismäßig geringen Kräften einen Stützpunkt heldenhaft verteidigt, der von zwei feindlichen Regimentern eingeschlossen war. Sein vorbildlicher persönlicher Einsatz befähigte die durch die harten Kämpfe ermüdeten und stark beanspruchten Soldaten zu zähem Widerstandswillen. Als leuchtendes Vorbild an Schneid und Draufgängertum beteiligte sich Oberleutnant Becker selbst an den gefährdeten Stellen im Nahkampf, und es gelang ihm immer wieder, vorübergehend eingebrochene bolschewistische Soldaten gefangenzunehmen oder zu vernichten. In höchstem soldatischen Einsatz fand Oberleutnant Becker an einer anderen Stelle der Front am 8. Februar den Heldentod.
General der Flieger Helmut Förster hat sich durch bewußten und wohldurchdachten Kräfteeinsatz in der Führung des ihm unterstellten Fliegerkorps
Endlich werden die Geräusche geringer. „Auf- tauchen!"
Nach wie vor ist das Wetter klar. Der Dampfer liegt gestoppt steuerbord querab da. Die Silhouette des Zerstörers zieht sich nach Aufbauten, Masten und Schornsteinen quer über die Kimm. „U .. .* sucht sich über Wasser aus der Falle zu schleichen. Der Dampfer bleibt auch immer mehr zurück. Aber der Zerstörer hat etwas gesehen, beginnt jetzt wütend mit Artillerie in die Gegend zu funken. Die Entfernung zum Zerstörer wird immer kleiner. (Es hilft nichts. Wieder tauchen. Wieder das gleiche Spiel der Verfolgung. Diesmal für 2% Stunden. Nach dem Auftauchen ist die Luft rein. „U ..."'ist der U-Boot-Falle entk-ommen.
Wieder wird der alte Kurs in die Gewässer vor N e u y o r k ausgenommen. Stunden vergehen. Plötzlich wieder Mastspitzen an der Kimm. Das reißt ja heute gar nicht ab. Der Kommandant nimmt das Glas an die Augen. Ein mittlerer Tanker zieht schwer beladen seinen Kurs Nord, Zackt in großen Schlägen durch die See. Kommt aber genau in Schußrichtung auf.
„Rohr eins los!"
Zischend fegt der Aal auf sein Ziel los. „Treffer!!!" Treffer achteren Hälfte!
Eine riesige,* viele hundert Meter hohe Feuersäule schießt zum Himmel empor. Der Tanker war augenscheinlich mit Benzol beladen. Er brennt wie Zunder. Noch einmal blickt der Kommandant rund. Die Luft ist rein.
„An Besatzung: Einzeln ans Sehrohr!"
Mechanikergast X, ein Ostpreuße, klimmt als erster in den Turm.
„Na, schau dir das mal an! Das war dein Rohr!" Stumm blickt der Gast durchs Seerohr. In seine Gesichtszüge kommt Spannung. Er sagt aber kein Wort, lächelt nur den Kommandanten glücklich an. Dtr nächste ist ein Saarländer. Der kann sich gar nicht zufrieden geben. Immer neue Einzelheiten weiß er zu entdecken und spricht seine Entdeckungen aufgeregt und laut vor sich hin. Fast muß man ihn weaprügeln, damit auch mal andere drankommen.
Als letzter holt der Kommandant seinen besten Dieselheizer, 'genannt „Bumski", von Beruf Erbhofbauer im Holsteinschen. Der blickt durchs Rohr. Seine Minen verklären sich. Dann wendet er sich strahlend zum Kommandanten und kann nichts her- ausbringen als:
„Oooooch Mensch!"
„U ..." nimmt Kurs Heimat. Die Aufgabe ist . gelöst. Der letzte Aal hat sein. Ziel gefunden. : Bis zum Morgen des nächsten Tages aber steht ! noch die Feuersäule als heller Widerschein achteraus an der Kimm.
26. Febr. (DNB.) Deutsche Truppen IFlieger Först er. Kommandierender General eines « — —Freren Stellen im mitt- Fliegerkorps; Oberstleutnant Remer Stahel, ii m* .ft». SffiSÄÄSfSS
Der Tanker -rannte zwölf Stunden
Oer Ll-Bootfalle entkommen. - Jagd vor Aeuyork.
Von Kriegsberichter Herbert Sprang.
Der feurige Gfen
Boman von Hans von Hülfen
B erlin, »■. ,
schlugen am 24.2. an mehreren Stellen im leren Frontabschnitt
griffe, die zum Teil von Panzerkampfwagen unter, stützt wurden, ab. Don 14 eingesetzten bolschewistischen Panzerkampfwagen wurden neun neuester Bauart vernichtet. Bei der Säuberung eines Wald- qeländes von versprengten Resten der vor einigen ^Lagen vernichteten bolschewistischen Armee wurde eine Feindgruppe nach kurzem Kampf zur Heber- gäbe gezwungen und 200 Gefangene eingebracht. Eine vorübergehend in feindliche Hand gefallene Ortschaft an anderer Stelle wurde zurückerobert. Dabei ließen die Bolschewisten 133 Tote aus dem Gefechtsfeld zurück, während 125 B.olschewisttn gefangengenommen wurden. Bei zahlreichen Kanips- Handlungen' an anderer Stelle des mittleren Frontabschnitts verlor der Feind am 24. 2. Hunderte von Toten und Gefangenen sowie zahlreiches Kriegs-
im Kriegs-Winterhilfswerk, daß die Opferbereitschaft der Heimat ungebrochen ist. Der am 8.2.1942 durchgeführte 6. Ovfersonntag im Kriegs-Winterhilfswerk 1941/42 erbrachte nach hier vorliegenden Meldungen das Ergebnis von 34783199,4 5 RM. Am 6. Opfersonntag des vergangenen Jahres wurde ein Ergebnis von 22 644 773,19 RM. erzielt. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahre beträgt also 12138 426,26 RM. oder 53,6 v. H. , , ,
Diese vom deutschen Volk freiwillig aufgebrachten Mittel schaffen die Möglichkeit, neben anderen Betreuungsmaßnahmen unsere Mütter und Kinder trotz der Härte des Krieges gesund zu erhalten. In der gleichen Zeit, in der 10- bis 14jährige englische Kinder unter schwersten Bedingungen in englischen Fabriken arbeiten müssen, wird für die Gesunderhaltung der deutschen Kinder in Erholungsheimen, in fyr Landverschickung oder anderen Einrichtungen der NSV. gesorgt.
Kleine volMfche Nachrichten.
General Rommel überreichte General Frcrn« cesco Z i n g a l e s , Befehlshaber eines italienischen Armeekorps, das sich bei den jüngsten siegreichen Operationen in der Cyrenaika durch seine tapfere Haltung auszeichnete, das. ihm vom Führer verliehene Eiserne Kreuz., *
Das Langemarckstudium der Reichsstudentenfü^ rung, das begabten Volksgenossen ohne höhere Schulbildung in eigenen Anstalten den Weg zur Reifeprüfung und zum Studium kostenlos ermöglicht, hat seine Arbeit nunmehr auch auf Flamen und Niederländer ausgedehnt. In diesen Tagen sind die ersten vier Ausleselager abgeschlossen worden. 51 Niederländer und Flamen tarnen, zur Aufnahme. Der erste Lehrgang wird bereits im April beginnen.
nächst für seine Sicherheit zu sorgen habe gegen einen Feind, dessen Bösartigkeit keine Grenzen kenne Und dann wörtlich fortfuhr: „Aber damit enden nicht die Absichten und Anstrengungen unserer Bemühung in einer solch heiligen Sache. Inmitten der Trümmer des Elends der Nationen ist es unser gerechtes Frohlocken, daß wir erhaben geblieben find über alles, was Ehrgeiz oder Gewaltherrschaft bewirken könnten, und unser noch höheres Frohlocken sollte sein, daß wir mcht bloß für unsere eigene Sicherheit sorgen, sondern auch Nationen, die jetzt unter dem eisernen Joch der Willkürherrschaft gebeugt sind, einen Ausblick darbieten dessen, was die Bemühungen eines freien Volkes bewirken können; und daß wenigstens in dieser Ecke der Welt der Name der Freiheit noch verehrt, wertaeschätzt und heilig gehalten wird" — tuenn diese Worte noch vor rund le>0 Jahren gesprochen wurden, so könnten sie auch heute in einer Rede Churchills stehen. f , __
Aber es waltet nicht mehr der gleiche Geist der Heberzeugung in dieser Rede, sie schafft keine politischen Tatsachen mehr, wie es heute nur noch bei Reden des Führers der Fall ist. Die englische Presse hat es mehr als einmal ausgesprochen, daß große Ereignisse in schicksalsschwerer Zeit nicht zerredet werden dürfen, aber das Kennzeichen Churchills ist es ja, daß er durch seine rednerischen Zauberkunststücke das Volk ins Verderben aeführt hat, aus dem man jetzt sein Heil dadurch sucht, daß man sich bedingungslos dem Bolschewismus in die Arme wirft. Damit hat England aus Verzweiflung den vorletzten Schritt in das endgültige Verderben getan, aus dem es keine Rückkehr mehr in geschichtliche Größe geben wird.
material.
Verbände der deutschen Luftwaffe warfen am Mittwoch im m i t t l e r e n F r o n t a b s ch n i t t mit Truppen belegte Ortschaften in Brand. Die Brande dehnten sich auf einen Fahrzeugpark aus, wobei über 60 Fahrzeuge vernichtet wurden. Das Hinterland des Feindes war ebenfalls wieder das Ziel unserer Flieger. Bombenvolltreffer unterbrachen aus wichtigen Bahnstrecken den feindlichen Nachschub und zerstörten Bahnhofsanlagen sowie eine Reihe von Zügen. Besonders wirkungsvoll war der Angriff auf einen Verkehrsknotenpunkt, auf dem gerade Truppen- und Panzerverladungen vorgenommen wurden.
In der Abenddämmerung des 25. Februar bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit Bomben schwersten Kalibers Stadt und Hafen Kertsch. In den Verladeeinrichtungen des Hafengebietes beobachteten die deutschen Flieger durch Volltreffer hervorgerufene schwere Zerstörungen. Tiefangriffe wurden auf den Hafen Noworosik an der Ostküste des Schwarzen Meeres durchgeführt. Dieser Hafen ist der Liegeplatz der sowjetischen Kriegsschiffe. Auch hier konnten Explosionen durch Volltreffer festgestellt werden. Weiter werden von dem südlichen Teil der Ostfront heftige Angriffe auf Fahrzeugkolonnen und Nachschublinien im D o n e z- Gebiet gemeldet. Mehrere Züge wurden beschädigt. Eine große Anzahl von Lastkraftwagen konnte bet den erfolgreichen Angriffen unserer Sturzkampfflugzeuge zertrümmert werden.
Das Ritterkreuz.
Berlin, 23, Febr, (DNB,) Der Führer ver- lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Alfred Gudelius, Bataillonskommandeur in einem Schützen-Regiment; Hauptmann Di;. Julius G e r l a ch , Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Karl-Heinz Becker, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment;
ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an: General der
Für Augenblicke fliegen die Köpfe herum, blicken die Augen backbord achteraus. Da steht in eigenartiger Luftspiegelung die Silhouette eines merkwürdigen Frachters. Ein unmotivierter vierkantiger Aufbau ragt um den Schornstein. Der Frachter fuhr eine Schwergutladung. Achtern anders als die normalen Frachter, einen hohen Pfahlmast mit Mastkorb. Der Vordersteven ist der eines Kabellegers, ausladend, mit breiter Wulst und kleinem Mast versehen. Ein komischer Schlitten. Unter der hoch herausragenden Silhouette steht ein breiter weißer Streifen. Es besteht Gefahr, gesehen zu werden, denn die Luftspiegelung kann täuschen. Also absetzen und langsam versuchen, in Schußposition zu
„Aber, aber! Doktor Wulflam!" rief Ulla — die Röte war ihr plötzlich ins Gesicht geschlagen, sie konnte ihre Freude kaum beherrschen, da sie ihn sprechen hörte, wie er noch niemals zu ihr gesprochen — wie noch nie ein Mensch zu ihr gesprochen —, wie sie es sich immer so herzlich gewünscht hatte, wenn sie an das herrliche Wort „Siebe" dachte ...
„Doch Baronesse Ulla. Da es nun einmal gesagt ist, kann ich's nur wiederholen: das wäre der einzige Grund für mich gewesen. Sie wissen nicht — wie könnten Sie das auch wissen?! —, wie sehr mir Ihre Gegenwart gefehlt hat in der Zeit, die Sie weg waren — und ach, schon vorher, als Sie sich plötzlich so ganz von mir zurückgezogen hatten und mir nicht mehr halfen — ich weiß bis heute nicht, warum? Wahrscheinlich hab' ich's in irgend etwas versehen — ich bin ja nur ein einfacher und ziemlich plumper Mensch neben Ihnen und habe sicherlich einen Bock geschossen, und das haben Sie mir übelgenommen. Vergeben Sie mir noch nachträglich, wenn's so ist ...! Ja, was ich sagen wollte: und wenn Sie nun Medizin studieren — und also von Dresden weggehen — sehen Sie, bann hat Dresden und die großartige Klinik gar keinen Reiz mehr für mich! Dann bleibe ich lieber hier bei meinen guten, armen Lappersdorfern ..."
„Ist das die Wahrheit?", fragte Ulla — sie fühlte, daß ihre Stimme vor übergroßer Aufregung ein wenig spröde war.
„... obwohl ich mich auch oft genug gefragt habe, was ich hier soll, wenn Sie nicht mehr da sind. Und ob ich nicht besser ganz weit weggehen soll,
in völlig andere und neue Verhältnisse, in denen mich gar nichts an Sie erinnert ... Ich habe Ihnen soviel zu danken, liebe Bargonesse Ulla", fuhr Wulflam nach einem kleinen, beklommenen Schweigen fort, das Ulla, gesenkten Blickes, nicht gestört hatte, weil ihr Herz viel zu sehr den Nachhall seiner Worte genoß: „Ohne Sie — ja, lassen Sie mich das in dieser Stunde sagen, weil wir nun schon einmal angefangen haben, persönliche Dinge zu reden — ich habe - mich früher immer davor gescheut, ich glaubte, daß ich fein Recht hätte, Sie mit meinen persönlichen Angelegenheiten und Gesinnungen und gar Gefühlen zu behelligen — darum habettcb mich immer bemüht, unser Gespräch bei den sachlichen Dingen, bei den sogenannten nüchternen Berufsdingen festzuhalten, die aber weiß Gott nicht nüchtern sind —, obwohl es mir manchmal sauer geworden ist und mich fast zur Verzweiflung gebracht hat — entschuldigen Sie, nun habe ich mich vollständig verhaspelt! — Was hab' ich bloß sagen wollen?"
Ulla lächelte. Und sie sah dabei mit einem unnennbaren Glück den feuchten Schimmer in seinen Augen, die doch so blau leuchteten, als spiegelte sich darin ein ganzer Sommerhimmel:
„Ich weiß es nicht, lieber Doktor. Ader Sie fingen an: .Ohne Sie' ...
„Ohne Sie — ja! Und das sind eigentlich die beiden Worte, in denen alles beschlossen liegt. Das, was mich so glücklich gemacht hat, und das, was nun kommt — Das wollte ich sagen: ohne Sie wäre ich hier nie heimisch geworden. Daß ich's geworden bin, und so sehr, das ist allein Ihr Verdienst. Und wie's ohne Sie in der Zukunft werden soll — ich weiß es wirklich nicht. Es sieht alles so trübe aus. — Sie wollen sich nun in die Kollegbank setzen? Und Ihre Examina machen und Fräulein Doktor werden?"
„Ja, liebster Doktor, bas muß ich wohl werden, ich kann doch nicht lebenslang die Tochter des Hauses spielen? Und aus dieser Stellung, wenn ich so
Franz Schweiger, Batteriechef in einem Flakregiment; Feldwebel Leopold Steindatz, Flugzeugführer m einem Jagdgeschwader. .
Durch seine entschlossene Führung hat Major Gudelius entscheidend zu den großen Erfolgen seiner Panzerdivision in der Schlacht bei Wjasma beigetragen. Auch in den harten Abwehrkämpfen Ende Dezember hat er immer wieder außergewöhnliche Tapferkeit, vorbildliche Entschlußfreudigkeit und hervorragende Führereigenschaften bewiesen. Als am 30.12. den Sowjets ein vorübergehender Einbruch in die Hauptkampflinie gelungen war, eilte Major Gudelius sofort als Regimentsführer an die gefährdete Stelle, raffte Teile verschiedener Einheiten zusammen, führte sie persönlich vor, warf den Gegner zurück und stellte so eine für die erfolgreiche Abwehr günstige Lage wieder her.
Vier Tage lang griffen die Bolschewisten Mitte Januar mit starken Kräften die Stellung des von Hauptmann Dr. Julius Gerlach geführten Jnf.- Batls. an. Verbissen und zäh wehrten die deutschen Infanteristen — durch das heldenhafte Vorbild ihres Kommandeurs angespornt — trotz der großen feindlichen Uebermacht und der eisigen Kälte alle Angriffe unter großen Verlusten für die Sowjets ab. Stets beteiligte sich Hauptmann Gerlach bei der vordersten Kompanie persönlich mit Gewehr und Handgranate kämpfend an der Abwehr. Allein am 17. Januar führten die Bolschewisten nach Heranziehung neuer Kräfte sechs besonders massierte Angriffe durch. Als der harte Kampftag vorbei'war, hatte der Feind vor dem Abschnitt des Bataillons Gerlach mehr als 1000 Tote verloren. Der Erfolg war nur durch das entschlossene, schneidige Handeln und durch den hervorragenden persönlichen Einsatz des Hauptmanns Gerlach möglich, durch den seine tapferen Infanteristen zu fanatischem Widerstandswillen an-
bagegen, denn England und Mc Welt waren ja ein und dasselbe.
So sehr man auch in England bis zur völligen Verbohrtheit an diesen völlig überholten Ideologien festhält, so sehr spürt man auf der Insel anderseits, daß es in diesem Kriege einer kräftigeren Medizin bedarf, wobei die „Self-Righteousness* allerdings verbietet, in dieser bolschewistischen Medizin das gefährlichste Gift zu sehen, das für die Menschheit jemals in der Hölle des Bösen gebraut wurde. Wie stark der Niedergang des Empire ist, ermißt man erst, wenn man weiß, daß erst einige Jahre opr diesem Krieg Stanley Baldwin sagte daß die „Ge- nofenfdjaft der Empire-Völker und ,hre K°m»r°d- schast in der Lehre von der wesenhaften Wurde der einzelnen menschlichen Seele wurzelten. Das fei „das englische Geheimnis, wenn die Engländer es manchmal auch nur zaghaft und schwächlich ausgenommen und befolgt" hätten, cheute haben. fte .es in ihrer verzweifelten Not zugunsten der bolschewistischen Doktrin über Bord geworfen, vom der selbst der neue Erzbischof von Canterbury kaum agen dürfte, daß sie die „Wurde der menschlichen Seele" als ihr Geheimnis betrachte.
Das sicherste Kennzeichen des britischen Verfalls jft die ungehemmte Redeflut, die sich über das Land ergießt, und bei der augenblicklich C ri p p s und Churchill bezeichnenderweise den Rekord halten. Es gibt in England eine politische Redekunst die seit den Tagen John Brights, des älteren W @lab- stones und Cromwells eines der stärksten po Nischen Machtmittel war. Winston Churchill beherrscht als Redner gewiß in glänzender Weise alle Stilmittel dieser Redekunst. Wenn Lord Chatham (der altere Pitt) am 25. April 1804 erklärte, daß England zu-
und während der Kämpfe in der Sowjetunion hervorragende Verdienste erworben. Seine straffes Führung hat die Verbände befähigt, in ununterbrochenem Einsatz höchste Leistungen zu erzielen. In kürzester Zeit gelang es, die Luftüberlegenheit zu erringen. Mit unverhältnismäßig geringen eigenen Verlusten hat er sein Korps zu großen Erfolgen geführt. Auch der ruhmvolle Anteil des Fliegerkorps in der Winterschlacht ist nicht zum wenigsten hohes Verdienst feines Kommandierenden Generals.
Oberstleutnant Reiner Stahel zeichnete sich vor allem bei der Verteidigung eines hart umkämpften wichtigen Stützpunktes an der Ostfront aus. Durch persönliche heldenhafte Haltung hat er seiner Truppe ein leuchtendes Beispiel höchster Tapferkeit gegeben, den Stützpunkt als Eckpfeiler der deutschen Stellung tagelang gegen starke Uedermacht verteidigt und gehalten und so eine kritische Lage gemeistert.
Oberleutnant Franz S ch w e i g e r hat sich in den schweren Panzerkämpfen in Nordafrika durch besonders tapferen Einsatz ausgezeichnet und mit seiner Batterie 43-feindliche Panzer vernichtet. Er ist seiner Batterie ein leuchtendes Beispiel höchster Tapferkeit gewesen, indem er als Richtkanonier einsprang und 16 feindliche Panzer selbst abschoß.
Feldwebel Leopold Stein b atz hat im Ostseld- zug in barten Luftkämpfen 42 feindliche Flugzeuge abgeschossen und seine Tapferkeit auch in zahlreichen kühnen Luftangriffen auf Panzer und Kolonnen bewiesen.
Opfersormtag-Ergebnis um 54 v. H. gesteigert.
Berlin, 26. Febr. (DNB.) Immer wieder beweisen die Straßensammlungen und Opfersonntage
DNB. BeiderKriegsmarine.im Februar 1942. (PK.) Hoch und klar wölbt sich der Himmel über der See, und helle Sonne gleißt schimmernd über das Wasser. Plötzlich schießt aus den dunklen Tiefen der See ein schmaler, rassiger Leib empor und teilt das Wasser um sich: „U ..." gleitet, von Neufundland kommend, der amerikanischen Küste zu. Die ersten Erfolge liegen bereits hinter dem Boot. Und Kapitänleutnant Th ... ist eigentlich recht zuftieden. Mußte doch bereits ein mehr als 10 000 BRT. großer Tanker daran glauben.
Jetzt ist „U..." gerade vom Prüfungstauchen aufgetaucht. Wie jeden Tag haben sich auch heute wieder alle Klappen als dicht erwiesen, ist „U..." genau so tauchklar wie bei der Ausfahrt. Die erste Seewache springt im grüngrauen Lederzeug auf die Brücke. Ein kurzer Rundblick ... die Kimm ist frei.
„Äusblasen mit Diesel!" Blau quillt Motorendunst zu beiden Seiten heraus.
„Dampfer backbord achteraus!".
sagen soll, verdrängen mich ja auch die bevorstehenden Ereignisse zu Hause. Eine Aufgabe muß der Mensch doch schließlich haben! Vielleicht ist Staatsexamen und Doktorexamen nicht die allernatürlichste Aufgabe für eine Frau — das mag wohl sein."
„Sehen Sie! Sehen Sie!" rief Wulflam lebhaft: „Da sagen Sie's selbst! Da sprechen Sie haargenau aus, was ich denke! Nicht die natürlichste."
„Ja, was denken Sie, Doktor?"
„Ich denke —", sagte Wulflam, und dabei ging ein zugleich verlegenes und glückliches Lächeln über fein Gesicht, und seine Sftrn, in die der Harrschopf gefallen war, färbte sich dunkelrot: „Ich denke . um mit unfern Schlesiern zu sprechen ... ob Sie mechten so gietig sein ün es ni iebelnahma ..." Er stockte.
„Hebelnehmen?" Hlla lachte. Seine Verlegenheit wirkte unwiderstehlich komisch: „Ja, was denn in aller Welt? Ich nehme doch nie etwas übel — am wenigsten einem guten Kameraden ..."
„... wenn ich Sie frage, ob Sie nicht ... statt Fräulein Doktor — lieber gleich Frau Doktor werden wollen? Frau Doktor Wulflam?"
Hlla sagte nichts. Sie war gar nicht überrascht, fie" freute sich der hübschen Wendung, die er da gesunden. Auf dem harten Stuhl neben dem Schreibtisch saß sie, als wäre sie eine der armen Frauen aus dem Dorfe, und hielt die Hände im Schoß gefaltet und die Augen geschlossen. Aber in ihrem Herzen klang ein großes Tutti von jubelnden Stimmen.
Als sie endlich den Kopf hob, sah sie, daß Wulf- lams Blick fest auf sie gerichtet mar, unerbittlich ernst und mit einem verborgenen Ausdruck von Leiden, den sie nie an ihm gesehen. Sie sah, wie seine Hand zitterte, da er sie ihr entgegenstreckte.
„Können Sie das, Hlla? Können Sie bas?"~
Und ehe sie noch etwas antworten konnte, fühlte sie sich in feinen Armen und fühlte selig, wie stark der Griff war, mit dem er sie umfing und hielt ...
Sie saßen noch lange zusammen an diesem silber
weißen Vormittag, glücklich immer wieder einer nach der Hand des andern tastend, und sprachen davon, wie sie sich fortan ihr gemeinsames Leben aufbauen wollten: hier — in gemeinsamer Arbeit. Und Ulla sagte, indem sie die Hand des Geliebten gegen ihre Lippen drückte:
„Siehst du, das Schicksal selber hat es gewollt, das glaube ich fest, und das mußt auch du fühlen. So rann ich zu meinem Teil das Unheil wieder gutmachen, was ich unwissentlich, in meiner Selbstsucht, unter den Armen und Aermsten angerichtet habe. Ihnen wollen wir leben, du! Es gibt keine schönere Aufgabe und keine größere. Mögen die da drüben im Schloß an ihr persönliches Glück denken — wir beide wollen für das Glück der andern leben und unser Glück nur darin finden. — Mein guter Kamerad!"
4. Kapitel.
Wie ein Luxusschiff auf schwarzen Wogen ruhte das weiße Schloß in der Dunkelheit dieser Februarnacht. Alle Fenster waren festlich erleuchtet. Am Portal brannten die Kugellampen auf den alten, gußeisernen Kandelabern; aber sie verblichen im Scheinwerferlicht der anfahrenden Autos, das die tiefverschneiten Taxushecken silbern aufglitzern ließ.
Baron und Baronin Fehr gaben ihre erste Gesellschaft nach der Rückkehr von der Hochzeitsreise.
Dieser Abend hatte Marion sehr beschäftigt, während sie in vorfrühlinghafter Wärme die blumigen Uferstraßen von Rapallo, Santa Margherita und Nervi entlangschlenderten, vor kleinen Cafös saßen und die malerischen Fischerbarken betrachteten oder von Portofino-Kulm auf zwei blaue Golfe niederblickten — in diesen ganzen glücklichen Tagen, über denen kein Wölkchen stand, war das Thema Geselligkeit immer wieder erörtert worden.
Geselligkeit! Ja, viel Geselligkeit wollten sie pflegen, damit es in den Wäldern von Lappersdorf niemals einsam sei!
(Fortsetzung folgt)
kommen —
„Beide Maschinen große Fahrt voraus!"
Mit hoher Fahrt sucht „U..." sich abzusetzen. Der Dampfer wird und wird nicht kleiner. „U ..." ändert den Kurs. Es ändert sich nichts. „Donnerwetter, der hält Fühlung mit uns, statt wir an ihm."
Kaum ist Kapitänleutnant Th. der Gedanke gekommen, tauchen auch schon an Backbordseite zwei Masten auf, die sich langsam hintereinanderschieben. „Feindlicher Zerstörer backbord querab!"
Mit hoher Fahrt jagt er genau aus „U ..." zu.
„Kurs 90 Grad!"
„U ..." sucht sich nach Osten herauszuziehen. 23er- geblich. Der Dampfer geht auf Gegenkurs. Der Zerstörer kommt immer mehr auf.
„Alarm?" — „Tauchen!"
In Sekunden sackt das Boot weg wie ein Stein. Für mehr als VA Stunden beginnt jetzt die Verfolgung, die an Kommandant und Besatzung höchste Anforderungen stellt.


