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annern und >ur die Lch sich ausurh. men, Ehr, 1 Eltern z, 'rperlich grj, m, aus fej vickeln. Wit Mrden, die

Getriebes, an die Aussteuer und vieles andere. Andere sparten, um die Mittel für Aus- und Fort- Mbung, für Reisen, für Fälle der Not oder einen «leichterten Lebensabend zu schaffen. Feder Haus- chentümer, jeder Handwerker, jeder Gewerbetrei- ixnde und jeder Landwirt fei sich bewußt, daß er Instandsetzungen und Ergänzungen nach dem Kriege pr nachholen könne, wenn er über entsprechende Hühaben verfüge. Es sei ausgeschlossen, daß das Sleich nach dem Kriege Zuschüsse für solche Nach- hslungen gewähren werde.

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Der Staatssekretär erklärt dazu: Jede Einschrän- Ing des persönlichen Bedarfs komme unseren ontsoldaten zugute. Auf der Sparkasse erhöhe ) außerdem der Wert der nicht verbrauchten Ein- nmensteile nicht nur durch die Zinsen, sondern -,-w« Och dadurch, daß manche Ware nach dem Kriege "eiten firafr Miger und auch besser sein werde als gegenwärtig, ler Sparer denke an Wäsche und Kleidung, die nach dem Kriege angeschafft werden sollen, an die Ein­richtung oder Ergänzung der Wohnung oder eines genheims, an den Aufbau oder Ausbau eines

3°t»eruö auf Sieltffrmdjttgung und £(bftant>Kjteit Der Korrespondent glaubt offenbar, d>ß Auchrnleck geeignet wäre, fügt aber gleich hin- e, der neue Vizekonig würde wahrscheinlich i-r letzt« Engländer aus diesem Posten K?1 ber ©eroabrung d«r Unabhängigkeit et Indien der Posten des Vizekönigs in seiner bis- rigen Form auHören müßte. Als Kandidaten t das Amt des Vizekonigs waren früher bereits imnnt worden 6tariert) Cripps, der fteiloer. -tmde Pttinl-rminister Attl-e, Luftfahrtmini. T Sir Archibald Sinclair, der frühere Gönner, «ur non Bengalen und jetzige Lordpräsident des -Heimen Rates Sir John Anderson und der suvcrneur non Bombay, Sir Roger Lumley heißt, bereits in Kürze werde eine Entscheidung

Aus dem Reich.

Zur Sparwoche.

In einem Aufsatz zur Deutschen Sparwoche ilt Staatssekretär Reinhardt in der , Spar- ssen-Zeitung" mit, daß der Zuwachs an p ar ein la gen in der ersten Hälfte des Jah- rund zehn Milliarden Reichsmark betragen hat. -lsgefamt haben die Spareinlagen etwa 65 Mil- Sarben Reichsmark erreicht. Bereits 3,5 Millionen Lohn- und Gehaltsempfänger sparen eisern monat­lich den Betrag von rund 70 Millionen Reichsmark. Damit auch die kleinsten Einkommensempfänger Hern sparen können, wird ab 1. Januar d e r M i n- Restbetrag, der eisern gespart werden kann, auf 20 Rpf. arbeitstäglich, eine Reichs­mark wöchentlich oder fünf Reichsmark monatlich ltstgefetzt werden, der Höchstbetrag einheitlich auf 1/50 RM. arbeitstäglich, 9 RM. wöchentlich oder N RM. monatlich.

jiihrung einer einheitli allen Verkehrsmitteln

I. Woche des Jahres.

Lutze statt.

dem groM

Ein Mann rechnet ab

ehaltene

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Die Woche wird genormt.

Der Deutsche Normenausschuß wird zur Herbei-

einheitlichen Wochenbenummerung bei " ' t ein Normblatt über die Be-

iblegenb vef (oft der 'N* ütigen Bolls«

Roman von Horst Biemath

, (Nachdruck verboten.)

tw ftommt^oui. fcW SchMwerserlicht,

I Der Präsident von Ecuador, Carlos del Rw, kill Anfang November Mit dem nalJ

tanffcmntnn reifen. Auf dem Wege nach Washington riegsWg'1 'schliß AuM asioaffej ie gebeutet J Ische 6*

M Anfang November mit dem 1

Washington reisen. Aus dem Wege nad) ., ~ >ird der Präsident in Caracas der Regierung Dene- aelas einen Besuch abstatten. ___

sie bereit und so ihm

1 kommens nigstellung zur sah zu schin- gp *

ing aus M re Arbeit er«

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zeichnung von Zeitpunkten und Zeiträumen heraus- glben. Für die Bezeichnung der Wochen wird dabei estgelegt werden, daß die Woche am Sonntag 0 Uhr beginnt und am barauffolgenben Samstag 24 Uhr endet. Werden die Wochen eines Jahres ienummert, so gilt als erste Woche diejenige, die mit dem 1. Januar beginnt oder in die der 1. Januar Alt. Auch wenn der 1. Januar auf den letzten Tag einer Woche, den Samstag, fällt, so ist dies die

'later . r f>ei deren

Plötzlich traf eine Stimme sein Ohr, bei oeren

cieberanfaUs.

®°gS "prang der N°-"- Jm^selben ugenblicf fuhr feine Hand in b »

z-uberstab ließ die Spannung m seinem> Jnn-r

linen ganzen Körper. .

Das Tor auf, Pedro'." rief Gonzales.

«Jawohl, Don Sjriln7hnn(>nj)en Schlag einer Brackmann vernahm den knalle Motors,

lutotür, das weiche ( m Stand-

t gleichzeitig Schritte die sich eiig f^ rauf)e,

(j rt näherten. Er druckte sich eng r schweren ritze Betonsäule und tiefer i y -urückaescho- chatten hinein. Ein Riegel wurde^u^agi^ en. Die Torflügel flogen auf. -D

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e? >3. Fortsetzung. - T

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Meine politische Nachrichten.

In Düsseldorf fand die Einführung des an Stelle les gefallenen Obergruppenführers Knickmann ernannten neuen Führers der SA.-Gruppe Nieder- ihein, Gruppenführer Bock, durch den Stabsches

haßgefiW unb beutlii ben Deutsch- ischen Völker

Vernicht den übrige«^ esunden und , ruhmreicher d)t, bie auch lufgaben ge* lufgaben der oürben. Auj- >aten an der n, die sie zur

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Im Beisein des Reichsleiters von Scherach eröff­nete Deichserziehungsminister Rust die Jubiläums- -..ellung zur 250. Wiederkehr des Grundungs- [es der Akademie der bildenden Künste m Wien.

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| Nach achtstündiger Debatte nahm der U«A.-Senat Uar die Vorlage über die Herabsetzung des Mili- mwende. w ^zch^nstalters auf 18 Jahre mit 58 gegen fünf Weg: vor. i6timmen an, jedoch mit Einschränkungen, die Pra- ...... jdent Roosevelt ebenso wie seine M.ilitarfachoer- töntrigen nicht billigen. Insbesondere mißfaltt em Zusatz, der die Verwendung von U>sA.-Soldaten in Ue berf e e aufgeeignete Dienstleistungen schränken möchte.

Aus -er Giadt Gießen.

Stunden im Oktober.

Täglich tiefer rötet sich der wilde Wein, und feierlich zieht der Tod in die Welt ein nicht, wie ihn die alten Maler und Zeichner gemalt haben, als beinernes Gerippe, sondern als Herrscher mit großem Gepränge an bunten Kleidern, im Perlen- schmuck von Tautropfen, umweht von zartesten Ge­weben und gefrönt mit einem Diadem aus matt- goldenen Strahlen'der fernen Sonne.

Aller Prunk an Farben und Gluten täuscht aber nicht darüber hinweg, daß es der Tod ist, der seinen Einzug hält. Das in letzter Leidenschaft auflobernbe Leben, in dessen. Gewand er sich kleidet, ist eine Täuschung. Ihm scheint zwar die Macht verliehen, alles verwelken zu lassen, was sein Atem berührt, doch die Astern, die ihre weißen und rosa Blumen­sterne vergehend neigen, das brennendste Laub im Wald, in ben Gärten unb an ben Straßen rühmt noch im Sinken bie Hoffnung ber Wieberkehr unb hütet tiefer noch bas Geheimnis bes Lebens, dessen Quell im Verborgenen rauscht.

Mit großen Augen staunt unser Herz, still ge­worden, in die Wandlung und läßt sie auch an sich geschehen. Es kommen Tage, so voller Klarheit und Weite, an denen das Buch des Lebens vor uns aufgeschlagen zu liegen scheint. Zeile um Zeile glauben wir lesen zu können, was war und sein wird. Größer als die Trauer um das Vergängliche ist der Glaube an den Sinn und Sieg des Lebens.

Wir ernten, was reif wurde, unb wir genießen die Früchte unserer Arbeit. Den Hunger unserer Seele stillt aber nicht das Werben unb nicht bas Geworbene. Sie finbet Ruhe allein im Glanz ber Verklärung. Verklärung ist bas Ziel alles Lebens unb auch unseres Seins. Das Verklärte ist ewig. In ihm kreist Werben unb Sein in großer Wand- lung nach bem Urgesetz ber Schöpfung. K. R.

Oie Autorität der Luftschutzwarte.

NSG. Die Gruppe XII Hessen-Rheinlanb-Süd bes Reichsluftschutzbunbes teilt mit:

Der Reichsminister ber Luftfahrt unb Oberbefehls­haber ber Luftwaffe hat zu einem Erlaß bes Reichs­

ministers der Justiz feine Zustimmung gegeben, in dem im wesentlichen folgendes feftaelegt ist:

Die Amtsträger des Reichsluftschutzbunbes und die Luftschutzwarte bedürfen bei der ehrenamtlichen Erfüllung ihrer Aufgaben im Dienste der Landes­verteidigung nicht selten des Schutzes gegen minder- einsichtige, z. T. auch gewalttätige Personen. Zu ber in diesem Zusammenhang bedeutsamen Frage, ob und inwieweit die Amtsträger des Reichsluftschutz­bunbes unb bie Luftschutzwarte als Beamte im straf­rechtlichen Sinne anzusehen finb, wirb darauf hin­gewiesen, baß bie Ämtsträger bes Reichsluftschutz­bunbes, also eine Körperschaft bes öffentlichen Rech­tes, förmlich ernannt unb baher auch burch einen öffentlich-rechtlichen Akt berufen werben. Sie sind als Beamte im strafrechtlichen Sinne anzusehen, so­weit sie Aufgaben erfüllen, die aus der Staats­gewalt abgeleitet finb, z. B. Ueberwachung ber Ent­rümpelung unb Verbunkelung.

Die Luftschutzwarte werben von ben Ortspolizei- behörben förmlich herangezogen unb erfüllen in ihrer Eigenschaft als Führer ber Luftfchutzgemein- fchaften staatliche Aufgaben. In Ausübung biefer Funktionen genießen sie baher ben gleichen Straf­rechtsschutz wie die Amtsträger des Reichsluftschutz­bunbes.

Abfchließenb stellte ber Reichsjustizminister fest, baß bie Amtsträger bes Reichsluftschutzbunbes unb die Luftschutzwarte auf jeden Fall gegen strafbare Handlungen, die sie bei der Ausführung ihres Amtes stören, durch strenge Bestrafung ber Täter geschützt werben müssen.

*

* Nähmittel auf Zweite Reichsk lei­be r k a r t e. Die Reichsstelle für Kleibung weist barauf hin, baß als Nähmittelabschnitt auch ber Sonderabschnitt I der Zweiten Reichskleiberkarte gilt. Bis zum Ablauf ber Gültiakeitsdauer ber Zweiten Reichskleiberkarte am 31. August 1943 hat also auch der Sonberabschnitt I Gültigkeit. Wie bei ben anberen Nähmittelabschnitten der Zweiten Reichskleiberkarte hat bie Abgabe ber Nähmittel an Verbraucher ohne Abtrennung eines Punktabschnit­tes zu erfolgen. Es ist unzulässig, ben Verkauf von Nähmitteln abzulehnen, weil hierfür Punkte nicht eingenommen werben bürfen.

Verdunkelungszelk:

26. Oktober von 19.05 bis 7.38 Uhr.

Feierlicher Ausklang der Kuliurwoche.

heilig Herz der Völker^ o Vaterland."

In einer erhebenden Morgenfeier, die im Zeichen des Hölderlin-WortesO heilig Herz der Völker, o Vaterland" stand, fand die Kulturwoche ber NSDAP, am gestrigen Sonntag auf Oswalds- garten einen würdigen Ausklang und festtichen Ab­schluß. Es war der ausdrückliche Wunsch und Wille ber Veranstalter, diese Abschlußkundgebung, die außerordentlich stark besucht war, inhaltlich und formal zu einem Muster nationalsozialistischer Feiergestaltung zu erheben. Dazg war ein statt­liches Aufgebot von Mitwirkenden ausersehen. Ein großer Männerchor mit Knabenstimmen, der sich aus Mitgliedern ber Wehrmacht, einer Gruppe von Luftnachrichtenhelferinnen, der Gießener und Wet­terauer Gesangvereine, der GesangsMippen der Betriebe, der Hitler-Jugend, des BDM. und der Langemarckschule zusammensetzte, sang vier Chöre. Künstler unseres Theaters (August Wilhelm Funke, Herbert K o ch l i n g und Carl Maria Zeppen­feld) sprachen Dichtungen und Führerworte. Die begleitende und umrahmende Musik ^führte der Mu­sikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Obersturmführer Musirzugsührer Herrmann aus. Den äußeren Rahmen, eine von Hakenkreuzfahnen eingefaßte und mit dem Hoheitszeichen des Reiches gekrönte Empore, hatte Bühnenbildner Karl L ö s f - l e r erstellt. Die Gesamtleitung lag in Händen von Kreischormeister Musiklehrer Heinrich Blaß.

Wort und Lied und Musik wetteiferten im Bekennt­nis zu Deutschland, demHerzen der Völker", dem niemals ausgesungenen Land". Die erlesenen dichte­rischen unb musikalischen Proben kreisten um die großen Gegenstände", um Vaterland und Freiheit, um den Krieg, um bas Reich und ben Führer als denHerzog bes Reiches".

Nach ben feierlich-langsamen Rhythmen des Königsliebes ausSigurb Jorsalfar" von Edvard Grieg unb dem von Carl Maria Zeppenfelb ernst unb einbringlich gesprochenenFahneneid" von Heinrich Lersch sang der Chor Hermann Erb- lensMorgenlieb". Die Führung der Stimmen ist einfach unb erinnert an die Ehorbearbeitungen des 14. und 15. Jahrhunderts. In schlichter Weise be­ginnen einstimmig bie Hellen Knabenstimmen, bann roerben sie von den beiden Männerstimmen abgelost, schließlich steigert sich bas Chorwerk texlich und

musikalisch unb klingt aus in dem Rufe:Herr, laß uns kämpfen, laß uns siegen!" In dem folgenden Wechselgespräch zu Dreien zwischen August Wilhelm Funke, Carl Maria Zeppenfeld unb Herbert chling, bei bem sich Temperament unb Stimmlage der Sprecher wirkungsvoll gegenein­ander abhoben, hörten wir Worte von Fichte und Arndt,Nicht die Gewalt der Arme, noch die Tüch­tigkeit ber Waffen, sonbern die Kraft bes Gemütes ist es, welche Siege erkämpft."

Das Norblanbvolk" ausSigurb Jorsalfar" von Grieg leitete zu Hugo KaunsHeimatgebet" über, bas mit schlichter Einstimmigkeit' ruhig und weihe­voll erklang. August Wilhelm Funke sprach dar­auf Will Vespers GedichtDem Führer". Aus dem Wechselgespräch, das eine Zusammenstellung von Führerworten bildete, verdient ein Wort heroorge- hoben zu werden:Nichts, was groß ist auf dieser Welt, ist dem Menschen geschenkt worden. Alles muß bitter schwer erkämpft werden: auch die Er­hebung eines Volkes wird nicht leichthin Wirklich­keit, auch sie muß innerlich errungen werden."

Aus der Fülle ber Darbietungen nennen wir noch wegen seines klaren musikaNschen Aufbaus ben ChorGelöbnis" von Franz Philipp und Hein­rich LerfchsSolbatenabschieb". Mit ganzer Seele sprach Carl Maria Zeppenfeld bie Worte: Ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen: Deutschlanb muß leben, unb wenn wir sterben müssen!" Mit ber choralartigen Weise besNieber- limbischen Dankgebets" von Eduarb Kremser klang die Morgenfeier aus.

Zum Gelingen ber Feier haben viele beigetragen,, doch die Verantwortung trägt immer nur der, bem bie Gesamtleitung zufällt. Kreischorleiter Blaß hatte durch unermüdlichen Einsatz und Umsicht die Voraussetzungen für diesen schönen Verlauf ge­schaffen. Mit Meisterhand führte er die Stimmen unb vereinigte sie zu bem mannigfach zusammenge­setzten Klangkörper. Seiner Anregung folgenb würbe auch der Text ber Qhöre vorher gesprochen.

In einem kurzen Schlußwort dankte Kreisleiter Backhaus dem großen Kreis von Mitwirkenden für ihren Einsatz, insbesondere dem Kreiswart der NSG.Kraft durch Freude" Pg. Schemel, dem Kreischormeister Pg. Blaß unb ben Künstlern

bie weihe Hauswanb reflektierte es, so baß ein Schimmer bavon bis auf die Straße brang. Der Wagen zog an unb glitt rückwärts näher. Plötzlich flammte bas Stopplicht auf, und die Bremsen zogen scharf an.

Etwas vergessen, Don Fernando?

,Die Taschenlampe, Pedro los, beeil dich!"

Der Diener stürzte davon. Der Motor des Wa­gens lief weiter. Aus dem Auspuffrohr zog blauer Qualm. Brackmann richtete sich auf. Er entsicherte die Pistole mit einer kleinen Bewegung des Dau­mens lieber die Säule hinweg, an ber Laterne vorbei, starrte er in den hellerleuchteten Wagen hinein. ... . _

Gonzales hielt eine Zigarette zwischen ben Lch- pen Er brückte ben rot glimmenben elektrischen An­zünder an ben Tabak. Seine Wangen höhlten sich beim Ansaugen bes Rauches.

Brackmann hob langsam bie Pistole.

7. Kapitel.

Im HotelPullman" herrschte trotz ber frühen Morgenstunden schon lebhafter Betrieb. Zwei luxu­riöse Omnibusse warteten vor der HotAterrasse aus eine Reisegesellschaft, die eine mehrtägige Fahrt ms ßanbesinnere antreten wollte. Während die Fahrt­teilnehmer im Grillraum des Hotels noch ihr Früh­stück einnahmen, waren ein halbes Dutzend Hotel- angestellte bereits damit beschäftigt, die in ber Halle aufgeturmten Kofferberge in ben Anhänger ^Das^VerlcSen des Gepäcks ging wie gewöhnlich nicht ohne Zwischenfälle ab. Während ein unver- schlossener Koffer feinen Inhalt von Toiletiegegen- ftanben gerade vor den Füßen des ohnehin schon reichlich nervösen Geschäftsführers entleerte er­schien ein Herr in der Halle, bei dessen Anblick ben Geschäftsführer die gute Laune vollends zu ver­lassen schien. Der frühe Besuche^ der zwei Finger »um Gruß an den Rand seines Panamas hob, war nämlich Don Estobar Santacilla, Kommissar der

I Kriminalpolizei von Derukruz.

Es geschah nicht oft, daß er gerade das Hotel Pullmann" dienstlich aufsuchte, aber wenn er es tat und er bevorzugte die frühen Morgenstunden für seine Besuche, so gab es gewöhnlich llnan? nehmlichkeiten. Der Geschäftsführer entsann sich mit Schaudern eines aufregenden Vorfalls, her sich vor einem Vierteljahr im Hotel abgespielt hatte.

Damals hatte sich ein Caballero aus Brasilien, der seine Stellung als Kassierer bei einer Bank in Bahia leider dazu benutzt hatte, mit ben ihm an­vertrauten Gelbem burchzubrennen, ber brohenben Verhaftung burch einen Selbstmordversuch zu ent­ziehen versucht. Dem Geschäftsführer brach der Schweiß aus, wenn er an die Geschichte dachte, denn abgesehen von ber berechtigten Aufregung unb Em­pörung ber Gäste, die für ihr gutes Geld von einem erstklassigen Hotel gewisse Ruhe verlangen durften, war die Frage- wer die Kosten der von ber Polizei erbrochenen Zimmertür zu zahlen hatte, immer noch nicht gelöst unb schwebte wie ein Schreckgespenst zwischen ihm und den Pfennigkrä­mern von der Hotelbirektion.

Don Estobar Santacilla war ein kleiner, etwas aufgeregter Mann von ungesunder, blasser Ge­sichtsfarbe, unb er hatte außerordentlich zierliche Hänbe unb Füße. Wenn er bie Fingerspitzen ber rechten Hanb in bie prall gefüllte weiße Weste schob und bie Stirn in Falten legte, würbe seine Ähnlichkeit mit Napoleon I., bie er eifrig pflegte, bejonbers deutlich.

Der Geschäftsführer stürzte auf ihn zu:Don Estobar, was fuhrt Sie her? Ich will doch nicht hoffen ..."

Kantacilla hob beruhigend die kleine Hand: Nichts von Bedeutung, Derehrtefter! Ich wollte nur eine junge Dame auffuchen, die bei Ihnen wohnt Senorita Karen Orgafsa. Sie wohnt doch hier, nicht wahr?"

Gewiß, Don Estobar ..., aber es ist früh am Morgen ..." ,

Ȁhr scharfsinnig beobachtet, Derehrtester, de-

vom Theater der Universitätsstadt Gießen für die eindrucksvolle Gestaltung der Feierstunde sowie der Bevölkerung von Gießen für das bekundete rege Interesse. Der Gruß an den Führer unb bie Hymnen der Nation beschlossen die Feierstunde.

Der Verlauf der Kulturtagtz mit ihrer weitge­spannten Veranstaltungsfolge unb die eindrucksvolle Schlußfeier gaben Kunde von bem ungebrochenen kulturellen Willen ber Heimat unb bewiesen er­neut, baß auch im vierten Jahre bes Völkerringens die Musen nicht schweigen.

Dr. Ludwig Arnold.

Sing- und Spielabend ter HZ.: »Froh zu sein, bedarf es wenig".

Im Rahmen ber Kulturwoche ber NSDAP, führte bie Hitler-Jugenb am Samstag im Stubentenheim eine Abenbveranftaltung durch, die unter bem Stich­wort ftanbFroh z u fein, bebarf es weni g". Es war ein Sing- und Spielabend, ge­staltet von ber Bann- unb Bannmäbelfpielfchar bes Bannes Gießen (116). Der große Saal bes Stu- bentenheims war schon lange vor Beginn überfüllt.

Mit bem BegrüßungsliedGuten Abenb, euch allen ..." boten die Singscharen einen herzlichen Willkommengruß, ben K.-Bannführer Wolf an- schließenb in Dankesworte für bie vielen Besucher zu- sammenfaßte. Nun wickelte sich Schlag auf Schlag eine Vvrtragsfvlge ab, die von dem ftohen Geist ber heutigen Jugenb Zeugnis ablegte. Den Be­suchern hatten es m erster Linie bie schönen ein», zwei- unb mehrstimmigen Lieber, manche auch in Kanonform, angetan, die von gründlicher, gewissen­haftester Kleinarbeit bes Dirigenten der Sing- scharen, Musiklehrer Heinrich Dietrich, zeugten. Besonders das immerhin recht viele Schwierigkeiten bietende LiedFröhlichkeit im Herzen", eine Kom­position von Karl Zöllner, und das alte LiebAls ich ein jung Geselle war ..." aus Nicolais Feinem kleinen Almanach^l777" fanben neben ben vielen anberen besonders prachtvolle Wiedergabe und ernteten stärksten Beifall, ben schönsten Dank für die Singscharen und ihren feinsinnigen Diri­genten.

Zwei heitere Scharaden, deren Gestaltung nur , einer solch frohen Jugend möglich ist, sorgten für weiteren Frohsinn und erfreuten alt und jung. Als vielversprechender Rezitator erwies sich Schar­führer Vogel, der für eine erkrankte Kameradin drei SchwänkeVon Schelmen unb Narren", auf- gezeichnet von G. H e n ß e n, zum Vorttag brachte. Scharführer Vogel war es auch, ber zu der ge­samten Vortragsfolge bie Zwischentexte geschrieben hatte, deren Ansage bem Oberjungenschaftsführer Riexinger übertragen war. Dieser erlebigte sich seiner Aufgabe mit viel Geschick, brachte bamit hei­teren Sinn in die Pausen unb erntete befonberen Dank als Ansager mit seiner DarbietungDer ziemlich lange Kurzwellensenber 4711".

Den Schluß unb ben Höhepunkt bes Abends bil­dete das LaienspielJeppe vom Berge" von Lud­wig Holberg, in der Bearbeitung von Jacobs. Schauspieler Carl Bruno Schmidt vom Theater hatte bie Spielleitung übernommen unb bot bie Gewähr für eine gute Darstellung. Die einzelnen Spieler fanden sich vortrefflich in ihre Rollen, unb da auch bie Kostüme sorgfältig ausgewählt waren, blieb bem SpiA feine Wirkung nicht versagt. Be- fonbere Erwähnung verdienen neben ben vielen Mitwirkenben die Träger der Hauptrollen, Ober­rottenführer F l ö r k e als Bauer Jeppe vom Berge unb Scharführerin Stanbfuß als Nille, bes Bauern Weib.

Mit bem Kanon der Singscharen.,Laßt euch nicht verdrießen ..." sand ber frohe Abend sein Ende. Die Hitler-Jugend hatte sich mit dieser Kulturver­anstaltung in den Dienst für die Kulturwoche der NSDAP, eingereiht unb somit auch ihr Teil zum guten Gelingen ber Woche beigetragen. Sie hat. aber auch mit bem Abend den anwesenden Eltern unb den weiteren Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit gewährt unb ben Beweis erbracht, wie Ge­sang und Spiel in besonderer Weise geeignet finb, Frohsinn zu übermitteln.

Morgenfeier im Theater: »Oie Geschwister»'.

Goethes einaktiges SchauspielDie Ge­schwister", im Oktober 1776 entstanden, spiegelt etwas von der heftigen Geifühlsspannuna wider, bie ben Dichter mit Frau von Stein verband. Nicht von ungefähr taucht Charlottes Name in ber Vor­geschichte der kleinen Handlung auf, unb nicht ohne Beziehung hat man sich in diesem Zusammenhänge ber berühmten, an die hoffnungslos Geliebte ge­richteten Verse erinnert:Ach, du warft in abge­lebten Zeiten meine Schwester ober meine Frau .." Schwester ober Frau: das ist hier die Schicksals­frage. Die Miß Fanny, von der Marianne gegen Ende des Schauspiels spricht, ist die Heldin eines

merkte Santacilla sarkastisch.(Eben deshalb hoffe ich, Senorita Orgafsa bestimmt anzutteffen."

Der Geschäftsführer faltete die Hände und sah ben Kbmmissar mit einem flehenben Ausdruck an: Machen Sie es biskret, Don Estobar", flüfterte er.Sie sehen, bas Hotel ist voller Gäste. Es wäre katastrophal, wenn es eine Szene gäbe ..."

Es wirb keine Szene geben, Sie bürfen unbe- sorgt sein; ich habe mit Senorita Orgafsa tatsächlich nur eine Kleinigkeit zu besprechen/ Er entnahm feiner Brieftasche eine Karte, ließ sich vom Ge­schäftsführer einen Bleistift unb vom Portier einen Umschlag geben und schrieb an der Portierloge ein paar Zeilen. Nachdem er bie Karte in ben Umschlag gesteckt unb biefen sorgfältig verschlossen hatte, über­gab er ihn einem Hotelboy zur Besorgung. Dar­auf begab er sich ins Schreibzimmer neben ber Halle, ließ sich dort in einen Klubsessel sinken und schloß bie Augen. Auch Napoleon hatte bei jeber Gelegenheit schlafen können.

Karen wollte gerabe ihr Zimmer verlassen, als Scmtacillas Bote an die Tür klopfte unb ihr ben Brief übergab. Sie überflog ben Namen unb bie Bleistiftzeilen. Estobar Santacilla, Kommissar, bittet Senorita Orgafsa um eine kurze Unterrebung im Schreibzimmer des Hotels.

Karen war nicht allzu überrascht, ba sie den Zweck der Unterredung zu kennen glaubte. Wahr­scheinlich hatte Gonzales die Kriminalpolizei um Schutz ersucht. Sie ließ Santacilla bestellen, daß sie ihn in wenigen Minuten auffuchen werde. Ohne Frank? Gewiß war es besser, Forester zu dieser Unterredung mitzunehmen. Er wohnte ein Stock­werk tiefer.

Karen eilte die Treppe hinab und klopfte an seine Tür. Der Aufbruch der Reisegesellschaft war unter so viel Lärm erfolgt, daß sie annehmen durfte, auch er sei längst erwacht und angezogen. Tatsäch­lich war mit dem Rasieren gerade fertig geworden und öffnete sofort. Spuren von Seifenschaum stan­den noch in seinem Gesicht.

(Fortsetzung folgt)