Samstag, 25. /Sonntag, 26 April M2
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von einzelnen Nummern
WWZ ä* General-Anzeiger für Oberhesfen .....
Londons Kriegs-Budget.
St.-Berichterstatter.
nanzmethoden verdecken, daß es in Wirklichkeit längst bankerott ist.
Als der Krieg ausbrach, erklärte Sir John Simon: „Wir werden Geld nötig haben, wie noch niemals zuvor. Die Steuern müssen den größten Betrag liefern. Es gibt nur drei Methoden, den Krieg finanziell zu führen, nämlich durch Steuern, Anleihen oder durch Inflation. "England rechne mit drei Jahren Krieg. Was aus dieser Rechnung geworden ist, wie sehr England sich in diesem Krieg verspekuliert hat, das lehrt seine jetzige finanzielle Situation, ganz zu schweigen von der politischen und militärischen Lage ...
Englische Diplomaten überführt.
Es gehört zu den Gepflogenheiten der englischen Diplomaten, Sprengstoff in ihrem Diplomatengepäck mitzuführen und auch, wenn es notwendig ist,
gleich in die Luft gehen zu lassen. Die englischen Diplomaten, die dabei ertappt werden, versuchen zwar immer unter Ausdrücken lebhafter Entrüstung die Schuld auf ihre Gegner zu schieben. Nicht immer ist dann ein eindeutiger juristischer Beweis möglich, daß die englischen Diplomaten allein die Schuldigen sind. Meist'muß man sich mit einem Indizienbeweis begnügen. Jetzt endlich ist es einmal gelungen, einen solchen Nachweis zu führen. In der Angelegenheit der Sprengstoffkatastrophe im Hotel Pera-Palast in Istanbul, die im Mai des letzten Jahres bei der Anwesenheit der aus Sofia gekommenen englischen Gesandtschaft stattgefunden hatte, hat nunmehr das Handelsgericht in Istanbul den ehemaligen englischen Gesandten in Sofia, Rendell, und den ehemaligen englischen Vizekonsul in Sofia, Harrison, sowie den ehemaligen englischen Luftattachs Patrick zum Ersatz des Schadens in Höhe von 442 000 türkischen Pfund verurteilt, nachdem es fest- gestellt hatte, daß sich der Sprengstoff i m K o f f e r eines Chiffre-Beamten der britischen Gesandtschaft in Sofia befunden hatte. Angesichts der klaren Feststellungen eines so unverdächtigen Gerichtes, wie es das Istanbuler Handelsgericht ist, dürste den Engländern das Leugnen doch vergehen.
Das schnellste Jagdflugzeug der Wett.
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Von unserem (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Lissabon, April 1942.
Die Einbringung des Budgets für das am 1. April beginnende und am 31. März endende englische Finanzjahr war sonst im Unterhaus mit der größten Feierlichkeit verbunden. Der Schatzkanzler wurde in der britischen Oeffenllichkeit danach beurteilt, ob es ihm gelungen war, Ueberschüsse zu erzielen, und nicht zuletzt war es diese Tatsache des sparsamen Wirtschaftens, die den seligen Neville Chamberlain vom Posten eines Schatzkanzlers zu dem des Premiers geeignet erscheinen ließ, wie fast alle seine Vorgänger, so auch Lloyd George, vor ihm. Das Budget 1942/43 ist so frisiert und, um es von vornherein zu sagen, so katastrophal, daß sogar die Opposition darauf verzichtete, Ihren Senf zu dem ungenießbaren Braten zu geben.
Wie haben sich die Zeiten gewandett! Als am 23. April 1940 der damalige Schatzkanzler Sir John Simon einen Rückblick auf das erste halbe Kriegsjahr vom finanziellen Standpunkt aus warf, stellte er fest, daß der Krieg bis zu jenem Zeitpunkt 905 Millionen Pfund gekostet hätte. Auf das Jahr umgerechnet würden das, so meinte er, 1,5 Milliarden Pfund sein. Simon schlug neue Steuern in Höhe von 101 Millionen Pfund vor, weiter regte er eine Umsatzsteuer an. Aber das Haushaltsjahr 1940/41 verlief ganz anders, als es sich Simon gedacht hatte. Während Simon für das Jahr 1939/40 ein Defizit von nur 761 Millionen Pfund feststellen mußte, hatte das erste volle Kriegsjahr, für das Sir Kingsley Wood verantwortlich zeichnete, einen Fehlbetrag von bereits 2458 Millionen Pfund ergeben. Die Gesamtausgaben stiegen auf 3867 gegen 1810 Millionen Pfund; sie hatten sich also mehr als verdoppelt. Die Kosten der Landesverteidigung waren aus 3,2 Milliarden Pfund gestiegen, also um 1,2 Milliarden mehr als Simon geschätzt und ungefähr eine halbe Milliarde Pfund höher, als Sir Kingsley Wood im Juli 1940 berechnet hatte. Zum Vergleich diene, daß im letzten Weltkriegsjahr 1917/18 England nur 2,55 Milliarden ausgab. Als am 3. Oktober 1941 der Schatzkanzler Kmgsley Wood einen neuen Kreditantrag von einer Milliarde Pfund zu stellen genötigt war, die nach feiner Schätzung bis Ende 1941 reichen würde, wandte er sich zwar gegen die Kritik, England verblute finanziell am Kriege, mußte aber zugeben, daß ohne Roosevelts Leihlieferungen England eigentlich finanziell am Rande des Abgrunds angelangt fei.
Am 14. April 1942 hat Kingsley Wood abermals Rechenschaft abgelegt. Seit der Rechenschaft im Vorjahre hat sich eine Entwicklung vollzogen, die England mit größter Sorge erfüllt. Die in der Budgetrede vom 20. April 1941 angekündigte Stabilisierung der Preise und Löhne hat im Laufe des Jahres vollständig Schiffbruch erlitten. Lohnforderungen infolge der Preiserhöhungen waren bewilligt worden, die einer Schraube ohne Ende gleichen, und vergeblich versuchte die Regierung Churchill, durch Senkungen wenigstens der Lebensmittelpreise diesem gespenstischen „rush" Halt zu gebieten. Die Preismanipulationen waren aber schließlich dadurch illusorisch geworden, daß die von der Regierung lange verwehrte Erhöhung der Gas- und Elektrizitätspreise und der Tarife sonstiger gemeinnütziger Unternehmungen ab 2. März 1942 gestattet werden mußte. Den Gaswerken wurde eine Preiserhöhung von 10 v. H. zugestanden, aber das ist nur ein Präzedenzfall. Tatsächlich ist damit eine der wichtigsten Säulen der Lebenshaltungskosten geborsten. Kingsley Wood kündigte an, die Kosten der Regierungssubventionen zur Verbilligung der Le- bensnrittelpreise würden 1942/43 mehr als die bisher ausgegebenen 125 Millionen Pfund betragen; die Erhöhungen der öffentlichen laufe wurden aber von ihm mit keinem Wort erwähnt. Seine Behauptung, die Lohn- und Preiserhöhungen hätten „bie Inflation ferngehalten", verdient als typisch britische Heuchelei festgenagelt zu werden.
Die führende Fachzeitschrift „Economift" hatte angegeben, das gefantfe britische Volkseinkommen beliefe sich gegenwärtig auf 7% Milliarden Pfund. Hall man diefe — übrigens gar nicht bestrittene — Angabe mit der Tatsache zusammen, daß Kingsley Wood jetzt in feiner Budgetrede den Fehlbetrag für das abgelaufene Finanzjahr auf 2,7 Milliarden beziffert (genau 2,458 Milliarden Pfund im Jahre 1939/40), dann ergibt sich — zusammen mit dem Fehlbettag 1939/40 von 761 Millionen Pfund —, daß bereits der durch den Krieg verursachte Fehlbetrag sich jetzt schon auf fast 6 Milliarden (genau 5,919 Milliarden Pfund) beläuft. Die Gesamtausgaben für das Finanzjahr 1942/43 werden von Kingsley Wood auf 5,386 Milliarden Pfund geschätzt. Das find also zwei Drittel des britischen Gefamt - Volkseinkommens! Während nun Deutschland Seine laufenden Kriegsausgaben zu weit über 50 v. H. aus direkten Einnahmen (Steuern, Zöllen ufw.) beftreitet, hofft der britifche Schatzkanzler, daß von diefen 5,386 Milliarden Pfund wenigstens 2,4 Milliarden Pfund durch direkte Einnahmen gedeckt werden, und zu diesem Zweck hat er die Belastung der Maffen durch indirekte Steuern fast untragbar gemacht. Der „Economist" dagegen rechnet Kingsley Wood vor, daß durch direkte Steuern usw. nur 35 v. H. der Staatsausgaben aufgebracht würden, und zwar läge das an dem englischen Steuersystem, das nicht erhöht werden könne, weil Sonft die Masten, die die ganze Laft tragen, einfach nichts mehr zum Leben haben würden. Nun ift aber die Verschuldung Englands noch viel weitgehender! Die Lieferungen der USA. und der Dominien werden diesmal überhaupt nicht berechnet und find auch im vorjährigen Budget nicht eingesetzt worden. Mit anderen Worten: Trotz der Gratislieferungen, für die schon die USA. noch ihre Rechnungen präfentieren werden, hat Kiefer Krieg die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen Großbritanniens zerstört. England kann nur durch die abenteuerlichsten Fi-
Das bereits im OKW.-Bericht erwähnte neue Jagdflugzeug Focke-Wulf Fw 190 hat ich bei feinen bisherigen Einsätzen an allen Fronten hervorragend bewährt. Das Flugzeug ift mit einem BMW.-Doppelfternmotor höchster Leistung ausgerüstet. Der Jäger ist eine Konstruktion des Wehr- wirtfchaftsführers Dipl.-Jng. T a n k, der fchon mit dem Fernkampfflugzeug Focke-Wulf „Condor" und dem Nahaufklärer Fw 189 für die deutsche Luftwaffe chlagkräftige Kampfmittel schuf. Die kurze Bauart
Oer Wehrmachiberichi.
DRV.Ausdem Führe rhauptquarlier, 24. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Süd teil der Ostfront waren eigene Angriffs- und stoßtruppunternehmungen im Donez-Gebiel erfolgreich. 3m Seegebiet von No- worofijsk wurden ein Sowjetlanker und zwei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt.
3m nördlichen Frontabschnitt wurde eine abgefchnittene Kräftegruppe des Feindes an der Wolchow-Front nach mehrtägigen Kämp- fen vernichtet. Kampfflugzeuge griffen die Hafen- Anlagen von Murmansk an und beschädigten ein Handelsschiff durch Bombentreffer. Bei der Säuberung des rückwärtigen Gebiets vernichteten ungarifche Verbände eine stark bewaffnete bolfche- wistifche Bande.
3n Lappland roiefen deutsche Gebirgsjäger mehrere feindliche Angriffe ab und fügten dem Gegner schwere Verluste zu.
3m Tttittelmeer oerfentten deutsche Unterseeboote aus dem britischen Rachfchubverkehr zwei Transporter mit 13600 BRT. und drei Küstenfegler.
DRV. Aus dem Führerhauplquartier. 24. April. Der Führer verlieh heute dem Hauptmann 3 h l e f e l d, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und fandle an ihn nachstehendes Telegramm: „3n Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich 3H- nen a n l ä ß l i ch 3 h r e s 1 0 1. L u f t f i e g e s als neuntem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler.
P K Fünfmal erklang seit dem 26.3.1942 der Name Jhlefeld im OKW.-Bericht. Er ist der fünfte Offizier der deutschen Luftwaffe, der über 100 Luftsiege errungen hat nach Oberst Mölders, Major Oe- fau, Oberstleutnant Lützow und Hauptmann Philipp Denken wir an Spanien, wo der freiwillige Unteroffizier Jhlefeld der Legion Condor" neun
und die günstige Schwerpunktlage verleihen dem Flugzeug trotz seiner hohen Geschwindigkeit eine besondere Wendigkeit. Die überaus starke, aus MG.s und Kanonen neuester Konstruktion bestehende Bewaffnung machen das Flugzeug im Luftkampf zu einer überlegenen und gefürchteten Waffe. Durch das breit angeordnete, nach innen einziehbare Fahrwerk erhält der Jäger besonders gute Start- und Landeeigenschaften. — (Scherl-Bilderdienft. jWerk- photo Focke-Wulf.j)
Die militärischen Anlagen von La Valetta und die Flugplätze der 3nsel Malta erlitten durch rollende Lustangriffe erneute schwere Beschädigungen.
An der amerikanisch en O st k ü st e und im karibischen Meer versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 35 000 BRT. Unmittelbar vor einem nordamerikanischen Hafen griff ein Unterseeboot einen Schlepper mit drei Leichteren an und versenkte durch Artilleriefeuer den gefaulten Schleppzug.
Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rocht mit guter Spreng- und Brandwirkung hafen- anlagen an der englischen Südküfte.
Britische Bomber griffen in der Rächt zmn 24.4. Wohnviertel verschiedener Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste, vier der angreifenden Bomber wurden adgefchoffen.
3n der Zeit vom 11. bis 20. April verlor die britische Luftwaffe 161 Flugzeuge, davon 46 über dem Mittelmeer und in Rordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 25 eigene Flugzeuge verloren.
Oberleutnant 0 ft ermann errang am gestrigen Tage feinen 83. bis 85. Luftsieg.
Feindflugzeuge in Brand fchoß, fo hat sich fern Erfolg auf 110 Luftsiege erhöht. Der entscheidende Schritt im Leben Jhleselüs war geglückt, als er 1934 von der Infanterie zur fliegertechnischen Schule Jüterbog kommandiert wurde. Dort lernte er die Geheimnisse der geballten Kraft in einem Flugzeugmotor kennen, brachte er doch als gelernter Schlosi serlehrling die besten Voraussetzungen mit. Nach einem Lehrgang in den Heinkel-Flngzeugwerken wurde er Gefreiter und kurz darauf Monteur bei einem Jagdgeschwader. Pann kehrte er zu feiner alten Gruppe zurück — nunmehr als Jagdflieger. Bald rief Spanien, I. war dabei. Neun Gegner mußten damals schon sein überlegenes Können erkennen. Mit dem Spanienkreuz in Gold kehrte I. als einer der Erfolgreichsten unserer Legion Condor zurück, kurz darauf zum Leutnant befördert. Schon vor dem Kriege lernte I. die bekanntesten englischen Jagdflugzeugtypen Spitfire und Hurricane auf dem Internationalen Flugtreffen in Brüssel kennen, er gehörte der deutschen Kunststaffel an, die bei Fach-
Das Mittelmeer.
Ein Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht erinnerte dieser Tage daran, daß es ein halbes Jahr her ist feit dem ersten Auftreten deutscher U-Boote im Mittelmeer. Ihre Entsendung war wünschenswert erschienen, als die Briten im Herbst den Der- uch machten, die absolute Seeherrschaft im Mittelmeer an fich zu reißen und damtt die wichtigste Vor« aussetzung zu Schaffen für eine neue auf den November angesetzte Ofienfive gegen Tripolitanien, die bis nach Tunis und Algier durchstoßen Sollte, um dort den Anhängern de Gaulles Oberwasser zu geben und mit Nordafrika die Gegenküste zu ganz Südeuropa, in erster Linie zu Italien in ihren Besitz zu bringen. Für die zu diesem Zweck an der Grenze Libyens versammelte Empire-Armee, die mindestens 200 000 bis 300 000 Mann betragen mochte und in der Hauptsache aus Australiern, Neuseeländern, Südafrikanern und Indern'bestand, die wenige Monate später in Ostafien bei der Verteidigung der pazi- ischen Positionen.des Empire sehr vermißt werden ollten, war es vor allem notwendig, einen Schnellen und ungeftörten Nachschub zu sichern. Um das Kap der Guten Hoffnung herum liefen schon feit dem Sommer umfangreiche Transporte mit Kriegsmaterial, aber der Weg um Afrika herum durch das Rote Meer war zu langwierig, um die Ausrüstung einer so großen Armee in der gewünschten Frist zu bewerkstelligen. Die britische Admiralität konzentrierte daher eine erhebliche Streitkraft im Mittelmeer, um einmal den weit näheren Seeweg durch das westliche Mittelmeer für den eigenen Nach- Schub sicherzustellen und zum andern die Nachschub'- linie des deutschen Afrikakorps so weit wie möglich zu unterbinden, denn es mußte ihr natürlich viel daran liegen, während der eigenen Offensive den Gegner von jeder Unterstützung abzufchneiden und zu isolieren.
Daß es den Briten nicht gelungen ist, diese bedeutsame taktische Voraussetzung für den Erfolg einer Afrika-Offensive großen Stils zu schaffen, ist neben dem Ein Satz der italienischen Kriegsmarine und der Luftwaffen beider Achsenmächte nicht zum mindesten dem Wirken der deutschen U-Boote im Mittelmeer zuzuschreiben, die gerade im kritischen Augenblick der höchsten Anspannung aller Oftensio- vorbereitungen der Briten kurz nacheinander 'm westlichen Mittelmeer den britischen Flugzeugträger „Ark Royal" (mit 22 600 t Wasserverdrängung und aus dem Baujahr 1937 stammend, einer der größten und modernsten seiner Art) und im östlichen Mittelmeer das Schlachtschiff „Barbam" (31100 t) verfenkten und das Schlachtschiff „Malaya" (eben- ■ alls 31100 t) schwer beschädigten. Fast zur Selben Zeit wurden zwei weitere britische Schlachtschine durch einen Angriff italienifcher Sturmboote auf die Flottenbasis Alexandrien außer Gefecht gefetzt, fo daß nunmehr die britische Seekriegführung im
leuten und Militärs höchste Bewunderung erfuhr. Mit dem ersten Tage des Krieges stand er im Kampf, ein Jahr später trägt der Oberleutnant als einer der ersten Jagdflieger das Ritterkreuz. Kurz darauf meldet er feinen 21. Luftsieg über dem Kanal. Am stärksten lebt in seiner Erinnerung der Luftsieg am Tage des Waffenstillstandes. Er jagt im Lufttaum über Abbeville. Plötzlich tauchen vor ihm zwei Bristol-Blenheim-Bomb er aus den Wolken. Nach wenigen Feuerstößen trudelt ein Engländer brennend in die Tiefe. Schon hat er die Zweite Blenheim im Visier, da ftitzen zu beiden Seiten feiner Kabine die Feuerstöße einer Hurricane vorbei. Im Nu liegt er im harten Kurvenkampf mit dem Engländer. Plötzlich rasen beide im Feuer ihrer Waffen aufeinander zu. Es splittert und kracht buben und drüben. Bruchteile von Sekunden entichei- den. Da kippt der Tommy brennend ab. Im gle-chen Augenblick aber stehs auch der Motor der Messerschmitt. Im Gleitflug jagt I. der Erde entgegen, und rauscht in den dichten Halmen eines Kornfeldes zu einer glatten Bauchlandung. Da stürmen französische Bauern auf ihn zu in der Meinung, einen englischen Piloten vor sich zu haben. Erst langes Dol- metschen und die Hilfe eines Flakleutnants beruhigt die Franzofen. Manch hartes Gefecht hat Hvt. I. über dem Kanal und an der englischen K"sts durchgestanden. Nun focht-er seit langen Monaten im Osten, immer lag Hpt. I. mit feinen Abfchüfsen an der Spitze seiner Gruppe. Es ift die gleiche, m her er einst als Gefreiter und Monteur tätig war, in der er bann flog, Staffelkapitän wurde und ietzt ist er ihr Kommandeur, Führer seiner Kameraden, von denen viele noch da sind, als er noch als Monteur in ihren Reihen stand. Darin liegt wahrfche'n. lich auch das Geheimnis der großen Er^olae die'er Gruppe; denn ihr Kommandeur ist der erfolgreichste Jäger und der erste Monteur feiner Jagdgruppe.
Das Ritterkreuz.
Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Henne, der als Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader bei Dünkirchen eine H»afenschleuse zerstörte, einen britischen Transporter von 10 OOO BRT. verSenkte und eine Fernkampsdatterie zer- schlug und im Osten an der Spitze seiner Nahkampf. Staffel gegen die stark verteidigten Flugplätze dec Krim bei Schlechtwetter und stärker Flak- und Jagdabwehr 68 Flugzeuge am Boden zerstörte. Don einem als bema'fnete Aufklärung geflogenen Auftrag brachte er die Meldung über die Bereitstellung von drei Kavalleriekorps und starken Panzerkräften mit.
$reifaanad>mif4dg acht (Spitfire abaescho^en.
Berlin, 24.April. (DRV.) Britifche Kampf- flugzeuge unter starkem 3agdfchuh flogen am Freilagnachmittag bie Küste der befehlen Gebiete an. Rach bisher vorliegenden Meldungen schossen deutsche 3äger acht Spitfire in heftigen Cuff- kämpfen ab.
35000 BRT. vor der LlGA.-Küste und^3600BRT.imMittelmeerversenkt
Das Eichenlaub mit Schwertern für Hlefeld.


