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Feind und Elemente zu stehen und doch nicht zu versagen. Es war keine Front in dem Sinne, wie wir alten Weltkriegskämpfer sie aus dem Stel­lungskrieg kannten, hier mal ein Schützenloch, dort ein Schützenloch, hier ein Dorf leicht befestigt oder ein Waldrand. Nein, ein unendlicher Raum von vielen tausend Kilometern spannte sich von dem letzten Soldaten im hohen Norden bis zum süd­lichsten Teil der Front; Sümpfe, Seen, reißende Flüsse dazwischen. Und dann plötzlich war das Land still geworden, die reißenden Ströme waren zu Eis erstarrt und ebenso Sümpfe und Seen. Eine einzige weiß« Decke des Todes dehnte sich über das unend­liche Land. Und während vorher noch natürliche Hindernisse erlaubten, an manchen Fronten mit schwächeren Kräften zu kämpfen, war es nun den Russen in einzelnen Vorstößen möglich, über die zu­gefrorenen Flüsse, Seen und Sümpfe während der Nächte in den Rücken der deutschen Front zu ge­langen. Hiobsbotschaft folgte auf Hiobsbotschaft. Par­tisanengruppen sprengten Bahnen und lauerten dem Nachschub auf. Die wahnsinnige Kälte ließ unsere Truppen fast erstarren.

Jedem von Euch ist ja bekannt, wie einst der große Korse, Napoleon I., von Moskau aus den Rückzug antrat, wie im russischen Winter seine ganze große Armee bis auf den letzten Mann vernichtet wurde. Ein einziges gewaltiges Leichenfeld blieb damals zurück. Da konnten dem einen oder anderen schon Gedanken aufkommen denn es sind ja nicht alle Menschen gleich stark und so mancher mag an jene grausigen Ereignisse von 1812 gedacht haben. Eines aber ist klar, schwer war dem deut­schen Soldaten nur der Kampf gegen die Elemente, denn selbst im eisigsten Sturm fühlte sich der deutsche Soldat seinem Gegner immer noch turmhoch über­legen. Kam es zum Kampfe, Waffe gegen Waffe, Mann gegen Mann, wurde der Bolschewist ge­schlagen, wo immer er angriff. Nur dort, wo eisige Stürme, gefrorene Hindernisse und tiefe Wälder es ihm ermöglichten, konnte er in den Rücken der deutschen Front eindringen.

Aber auch ein zweites ist klar: Wären wir erst einmal ausgewichen oder zurückgegangen, was wäre dann aus der Front geworden? Es gab keine aus­gehobenen Schützengräben wie im Weltkriege, keine Unterstände, nichts dergleichen; die Ortschafen auf viele Kilometer zerschossene Trümmerhaufen, sonst nichts. Es kam nur darauf an, daß die Front stand. Und sie stand. Aber was es bedeutet, in solch einem Kampfe zäh und eisern eine Front zu halten, weiß nur der, der diese kampfreichen Tage, Wochen und Monate miterlebt hat.

Ich habe schon im Reichstag gesagt: Zwei Dinge waren es, die den größten aller Siege der Welt­geschichte, nämlich den Sieg in dieser Winterschlacht erreichen Netzen: die Tapferkeit des deutschen Sol­daten und unser Führer. Ich bin unendlich glücklich darüber, daß ich in jenen Stunden oft beim Führer verweilen durfte, daß ich die Tage miter­leben konnte, da nun all diese Nachrichten auf ihn einstürmten. Ihr kennt alle euren Führer, und ich darf für mich in Anspruch nehmen, daß ich ihn viel­leicht noch besser kenne, als ihr olle, daß ich vor allem die unendliche Güt« seines großen Herzens kenne und daß ich weiß, wie unsagbar und unendlich der Führer in diesen Wochen gelitten hat. Nicht um seinetwillen, sondern um seiner tapferen Soldaten da draußen. Er hat mit ihnen gefühlt, er war ja selbst ein Soldat. Er wußte ja, wie es dem einzel­nen Musketier ging, was er dachte, was er fühlte. Er litt unsagbar. Er wußte, was er von ihm for­dern mußte: Beinahe Unmögliches, und doch mutzte es möglich gemacht werden. Er durfte nicht nach­geben. Nur eines konnte hier helfen, Härte bis zum Aeußersten, und so erlebten wir das Wunder- vare, wie in einem und demselben Menschen un­endliche Güte und eiserne Härte zusammenwohnen können. Aber diese Härte war doch nur letzten Endes wieder Liebe zu seinem Volk. Zu genau wußte der Führer, verlangte er jetzt nicht von seinen Soldaten das letzte und äußerste, dann wären olle die bisher erkämpften Siege vielleicht nutzlos gewesen.

Auf und ab ging der Führer in seinem Bunker, eine unendliche Kraft strömte von ihm aus, und man fühlte, wie in diesem genialen Hirn alles durchdacht wurde, was überhaupt zu erwägen war, um der Front zu helfen. Um alle Einzelheiten, ja um das Letzte kümmerte sich der Führer. Jeden Zugtransport dirigierte er selbst, jedes Bataillon wies er an, in welche Stellung es zu gehen hatte, um Durchbrüche abzuriegeln. Das Gefühl der Kraft, das von jenem kleinen Bunker des Führevhaupt- guortiers ausgina, diese übermenschliche Kraft strömte vor zur Front und hielt so den letzten Mann. Und als der Frühling anbrach, da hatte der Russe nicht die deutsche Armee vernichtet. Sie stand, wo sie bei Beginn des Winters gestanden hatte. Die deutschen Divisionen stehen zur Stunde vor Moskau genau so wie sie im Herbst vor Mos­kau gestanden haben. Der gewaltigste Sieg ist er­fochten aus der Kraft und dem Genie eines Mannes und der unsagbaren Energie deutscher Männer. Mag di« feindliche Lüaenpropaganda reden, was sie will. Mag sie jetzt sprechen, die deutsche Elite­wehrmacht wäre vernichtet sie hat es in diesen Tagen zu fühlen bekommen: der erste Schlag, den die deutsche Wehrmacht wieder geführt hat, hat zu einem neuen gewaltigen Sieg geführt.

Wenn ich Euch, meine lieben Volksgenossen, in dieser Stunde diesen schrecklichen Winter in die Er­innerung zurückgerufen habe, jetzt, da unsere Män­ner vorn sich wieder in der Wärme dehnen und wieder zu neuer Kampfeslust erwacht sind und sie darauf brennen, nun das heimzahlen zu können, was sie im Winter erleben mußten, so tue ich es deshalb, damit auch Ihr versteht, deutsche Arbeiter und deutsche Arbeiterinnen, deutsche Bauern und Bauersfrauen, daß man manchmal hart fein muß und daß in gewissen Fällen nur die Härte allein zum Siege führen kann. Ich weiß, auch von Euch wird Schweres gefordert, und glaubt mir, es fällt uns sehr schwer, wenn wir aus Sicherheitsgründen zeitweise Einschränkungen in der Ernährung vornehmen müssen. Ich weiß, wie unendlich schwer der Bauer und die Bauersfrau es heute haben, um die Ernährung zu sichern, besonders schwer deshalb, weil wir wirklich von den Elementen sehr stiefmüt­terlich behandelt wurden. Drei unendlich schwere Winter liegen hinter uns. 2lber auch sonst war die Witterung der Aussaat unö Ernte nicht günstig. Wie freute ich mich im vorigen Jähr, als zunächst die Saat so stand, daß man glauben konnte, es würde eine Rekordernte. Aber wieder schlugen die Regen- schloßen bei der Ernte dazwischen und verminderten den Ertrag erheblich. Aber alle diese Dinge dürfen Euch nicht entmutigen. Ich weiß, es ist zum Ver­zweifeln, wenn man im Herbst mit Fleiß gesät hat und nun im Frühjahr dann sieht, daß große Teile nicht aufgegangen sind. Aber das nützt nichts, es muß dann umgebrochen und neu gesät werden. Denn die Ernte muß sichergestellt sein. Alle diese Hindernisse dürfen Euch nicht schrecken. Solltet Ihr aber einmal verzweifeln, dann denkt zubück, was Mllivnen Eurer Brüder, Männer und Söhne dort

Unerhörte Leistung des Riistungsarbeiiers

Schatten über England.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Oie Rede des Reichsministers Speer.

Beim Staatsakt führte der Reichsminister Speer u. g. aus: Wir hatten einen schweren und harten Winter, er hat auch in der Heimat Schwierigkeiten aller Art bereitet. Es war unser aller bange Frage, ob die Zulieferungen im notwendigen Umfange sichergestellt sind und ob der Abtransport der fer­tigen Einzelteile zu den Montagewerkstätten recht­zeitig und in genügendem Umfange erfolgt, ob die Versorgung mit Kohle und mit Arbeitskräften ge­nügend bleibt und ob nicht die Energie des deutschen Arbeiters unter den vielen Erschwernissen dieses Winters erlahmen wird. Niemals darf durch ein Versäumnis in der Heimat, das uns wegen einer Bequemlichkeit einer Notwendigkeit ausweichen ließ, an der Front auch nur,eine Granate oder ein« Waffe fehlen. Die Waffen und die Munition find die Träger des Kampfes. Das Schicksal der Front, das Löben unserer Soldaten, auch unserer nächsten An­gehörigen, hängt damit unmittelbar von unserer Leistung in der Heimat ab.

Die Frühjahrslieferungen sind beendet; sie rol­len unterdessen in ungeahnten Mas­sen zur Front. Neue Fertigungen sind in An­griff genommen und werden den Ausstoß an Waf­fen und Munition in den nächsten Wochen wiederum erheblich steigern.

Der Führer hat sich immer wieder berichten las­sen, ob die von ihm geforderten Zahlen in den ein­zelnen Monaten erreicht werden konnten. Sie kön­nen sich denken, daß die Ansprüche des Führers an die Rüftungswirtschaft hoch und die von ihm ver-

Die Front dankt der Heimat.

Oie Ansprache des Gefreiten Krohn.

Gefreiter Krohn, der Beauftragt« des Führers, führte bei dem gestrigen Staatsakt in der Neuen Reichskanzlei aus:Wenn ich heute auf Befehl des Führers im Namen der gesamten deutschen Wehr­macht einem Kameraden aus einem Rüstungsbe­trieb das erste Ritterkreuz zum Kriegsverdienstk^euz überreiche, das in diesem Kriege verliehen wird, dann bringe ich damit aus übervollem Herzen den Dank aller deutschen Soldaten zum Ausdruck für di« wunderbaren Waffen, die die deutschen- ftungsarbeiter uns schmieden.

Ich weiß, daß wir ohne diese Waffen feinen der vielen Sieg« und Erfolge hätten erringen können, die uns das Kriegsgkiick in diesen Jahren schenkte. Wir haben unsere soldatische Ueberlegenheit über den Feind an allen Fronten auf dem Lande, auf dem Wasser und in der Lust immer wieder den deutschen Rüstungsarbeitern zu verdanken, die mit ungeheurem Fleiß, mit einer phantastischen Präzi-

langten Lieferungen nur äußerst schwer zu erreichen sind. Es hat sich, von Monat zu Monat steigend, das unerwartete Bild ergeben, daß diese vom Füh­rer verlangten Zahlen nicht nur erreicht, sondern immer mehr übertroffen wurden. Die letzte, für einen gewissen Abschnitt der Waffenlieferungen abschließende Meldung ergab nirgendwo einen Minderausstoß, fast überall eine Mehranliefe­rung von einem Drittel b i s zur Hälfte und auf einigen wichtigen Gebieten sogar eine Verdoppelung der vom Führer ursprünglich verlangten und erwarteten Leistung.

Der Führer ist über dieses Ergebnis tief beein­druckt. Alle Leistungen der zentralen Stellen, auch die meines Ministeriums, der Betriebsführer und der Betriebstechniker müssen hierbei weit in den Hintergrund treten gegenüber der unerhörten Lei­stung, die hier der deutsche Arbeiter voll­bracht hat. Sein bedingungsloser Einsatz ist auch dieses Mal ohne Beispiel und bewundernswert ein Einsatz, der nicht, wie das Ausland betonen wird, durch Zwang, sondern der in dieser Höhe nur durch freiwilliges, begeistertes Mitschaffen jed^s einzelnen erklärt werden kann. Den Dank all der Soldaten, di« nun mit euren Waffen ausgestattet werden, kann euch nur die Front selbst zum Aus­druck bringen, denn für sie habt ihr schließlich Tag und Nacht gearbeitet. Ich habe daher den Führer gebeten, daß ein Soldat der Front euch diesen Dank ausspricht. Er hat den Träger des Ritterkreuzes, Gefreiten Krohn, hierzu bestimmt. Er wird im Auftrage des Führers das erste Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes einem deutschen Arbeiter überreichen und in diesem Arbeiter die stolze Lei­stung der gesamten deutschen Arbeiterschaft ehren.

sion und mit derselben Einsatzbereitschaft, von der wir Soldaten beseelt sind, für den Sieg Tag und Nacht gearbeitet und gewerkt, gedacht und erfunden haben, nm uns immer bessere, immer wirkungsvol­lere und immer schönere Waffen zu schenken. Wir Soldaten aber an der Front haben diese Waffen eingesetzt und wissen deshalb besser als jeder an­dere, was sie wert sind und was sie bedeuten. Ich bin stolz darauf, daß der Führer deshalb mich, als einen unbekannten Soldaten aus vielen Millionen, di« heute mit der Waffe in der Hand vor dem Feinde stehen, beauftragt hat, dies« Gedanken der Front zum Ausdruck zu bringen. Im Namen des Führers überreiche ich Ihnen, Obermeister Hahne, deshalb das erste Ritterkreuz des Kriegs- verdienstkreuzes und spreche Ihnen dazu die herz­lichsten Glückwünsche des Führers aus. Diesen Glück­wünschen möchte ich die aller Frontsoldaten an­schließen und zum Schluß auch meine eigenen, denn ich bin mir bewußt, daß ich ohne die Wasten, die die deutschen Rüstungsarbeiter uns in die Hand gegeben haben, niemals das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes errungen hätte.

draußen im Osten erduldet und erlitten haben, dann werden Euch diese Schwierigkeiten wie ein Nichts erscheinen.

Ich weiß, und es wurde hier vorhin vom Partei­genossen Speer schon ausgeführt, daß die Rü­stungsindustrie ihr Aeußerstes tut und getan hat und uns in diesem Frühjahr mehr und bes­sere Waffen geliefert hat, als wir hoffen und erwarten konnten. Aber nun darf' niemand glau­ben, daß wir nun heute nach diesem Staatsakt etwa feiern können. Nein, es war dies nur ein Augen­blick der Besinnung für Führung und Gefolgschaft, für die Führung, nach einem gewissen Abschnitt die Gefolgschaft zu ehren, und für die Gefolgschaft, nach dieser Feierstunde mit neuer innerer Kraft an die Arbeit zu gehen und Neues zu schaffen. Es gibt für sie nur einen Ehrenpunkt: die Forderung, die der Führer ausgestellt hat, das heißt die Erfüllung feiner Programme. Mögen sie noch so hart gestellt sein, noch so umfangreich und noch so groß, mögen sie mehr als täglich zehn Stunden Arbeit erfordern, was der Führer verlangt, ist ebenso notwendig, wie sein Befehl damals an die Musketiere, ein zer­schossenes Nest zu halten, und wenn es mit zehn­facher Uebermacht von den Bolschewisten umzingelt war. Jeder muß jetzt sein« Pflicht tun, seine Tapfer­keit und seinen Einsatz beweisen, wohin ihn der Befehl des Führers gestellt hat.

Darum spreche ich von zwei Fronten. Sie ind verschiedener Art, aber sie müssen erfüllt wer- len von der gleichen Gesinnung, von der gleichen Treue und von dem gleichen Pflichtgefühl. Und so wie draußen die Truppe zusammenhält, so sollt Ihr in Eurem Betrieb eng zusammenstehen als Kame­raden der Front und der Heimat. Mit Eurem Be­triebsführer an der Spitze sollt Ihr eine Ein­heit bilden, die in geschlossener Zusammenarbeit das Letzte und Aeußerste aus dem Betrieb herausholt.

Einen weiteren Vergleich möchte ich zwischen bei­den Fronten ziehen: So wie es draußen an der militärischen Front Stoßtrupps gibt, Stoß­trupps besonders tüchtiger und tapferer Männer, die den Auftrag haben, besonders schwere Hrnder- niffe zu beseitigen, Bunker zu stürmen, Minen zu räumen, Brückenköpfe zu erkämpfen, so gibt es auch Stoßtrupps in der deutschen Arbeiterschaft, und olche Stoßtruppführer seid nun Ihr. Auch Ihr habt iber das allgemeine Maß hinaus geleistet, ge- chuftet, gearbeitet und Werke geschaffen. Und so wie der tapfere Stoßtrupp draußen ausgezeichnet wird, besonders ausgezeichnet wird mit dem Eiser­nen I. Klasse, so seid Ihr jetzt als Stoßtrupp der deutschen Arbeiterschaft und Bauernschaft burth den Führer mit dieser hohen Auszeichnung der I. Klasse des Verdienstkreuzes geehrt worden.

Aber weit darüber hinaus ist heute nun eine einmalige Ehrung vollzogen worden, indem einem Arbeiter vor allen anderen eine Auszeichnung zu­teil wurde, die der Führer zum ersten Male ver­liehen hat. In diesem einen soll nun die gesamte deutsch« Arbeiterschaft in den Betrieben und die Bauern auf dem Lande geehrt werden, die heute chastend und arbeitend in der Heimatfront stehen. So ist nun diese hohe Auszeichnung dem Werk­meister Hahne zuteil geworden für eine aanz besondere Leistung in der Panzerherftellung. Auch er hat eine scheinbar unlösliche Aufgabe erfüllt und möglich gemacht. Und hinter ihm standet nun heute ihr Männer und Frauen, die ihr ebenfalls aus den Händen der Führung als besondere Auszeichnung das Kriegsoerdienstkreuz 1. Klasse erhalten habt. Eine symbolische Handlung von tiefster innerer Be­deutung verschönt diesen Festakt dadurch, daß ein kühner, mit dem Ritterkreuz ausgezeichneter Stoß- truppführer, ein junger unbekannter Soldat Der

Front, als Sonderbeauftragter des Führers euch den Dank der Wehrmacht hier überbracht hat. Die kämpfende Truppe dankt fo der Front der Arbeiter und der Bauern. Wahrlich ein herrliches Zeiten unserer Volksgemeinschaft, wie es schöner nicht sein kann. Aber auch ihr müßt ein tiefes und echtes Dankgefühl für die Front haben, denn sie schützt euch weit, weitab von feindlichen Truppen, daß ihr in Ruhe arbeiten und leben könnt.

Aber so wichtig die Lieferung der Waffen ist, so entscheidend die Sicherung der Ernährung für die Kriegführung ist, so kommt aber wiederum etwas hinzu für die Heimatfront, das sie ganz fo in sich tragen muß, wie draußen die Front der kämpfenden Männer: Ich habe vorhin von der Härte gespro­chen, di« jeder deutsche Soldat, der in diesem Winter in Rußland kämpfte, bewiesen hat, und deshalb er­warte ich, daß auch in der Heimat jeder einzelne härter und härter wird und sich sagt,

dieser Krieg muß durchgestanden werden, gleichgültig, wie lange er dauert. Am Ende steht der Sieg, und das allein ist entscheidend. Diese Generation muß wieder gutmachen, was sie einst versäumte, und die Jugend hilft ihr schon dabei. Das, was wir jetzt ertragen und aushalten, das ersparen wir unseren Kindern und denen, die nach uns kom­men. Ich verlange von jedem einzelnen in der heimakfronl die gleiche härte, wie sie draußen die kämpfende Front besitzt. Dazu gehört vor allem aber das Zusammenstehen und das Zu­sammenhalten untereinander; wie draußen die Front durch das Blut zufammengeschweiht wird,

fo sollt ihr durch die Arbeit verbündet sein.

In stolzer Verachtung wollen wir alle Feind­propaganda xurücfroeifen, denn es sind doch nichts anderes als Lügen. Der Jude lügt heute genau das gleiche vorn Himmel herunter wie damals in feinen schmierigen Zeitungen in der Systemzeit nur Gott fei Dank nicht mehr in Deutschland, sondern vom Ausland her. Mit lächerlicher Einfalt versucht er das, was feinem Gehirn entsprungen ist, auf allen möglichen Wegen der Propaganda in das deutsche Volk hineinzutragen. Er irrt sich. Auch hier haben die Zeiten sich geändert. Aus diesem wüsten Durcheinander, das sich einstmals deutsches Volk nannte, in dem der Bruder dem Bruder den Sck)ädel einschlug, ist nun, und das möge der Jude zur Kenntnis nehmen, eine Volksgemeinschaft ent­standen, die wie. ein granitener Block fest in sich ruht und alles zu ertragen vermag. Glaubt nicht immer alles, was erzählt wird und weist stolz alle Lügen zurück.

Befolgt die K r i e g s g e se tz e. Sie wurden ja nicht von uns gegeben, meine lieben Volksgenos­sen und Volksgenossinnen, um Euch zu drangsalie­ren, um Euch zu ärgern oder Euch das Leben zu erschweren, sie sind erlassen worden,.weil sie not­wendig sind, um das deutsche Volk zu erhalten und seinen Sieg zu sichern. Und darum ist ihre Be, folgung auch notwendig. Es mag manchmal etwas nebensächlich erscheinen, das vermag der Einzelne nicht so zu durchschauen. Die Führung aber hat die Pflicht, die Dinge vorausschauend zu erkennen und vorausschauend dafür zu sorgen, daß Schwierig­keiten, die den Bestand der Nation bedrohen könn­ten, vom deutschen Volke abgewendet werden. Weil die Führung sich anstrengt, alles für das Volk zu tun, deshalb muß auch das Volk brav und anständig fein und Verständnis und Vertrauen für die Hand­lungen der Führung besitzen. Es sind ja nur immer Einzelne, ganz Wenige, die sich aus der Gemein­schaft ausschließen. Man kennt sie bereits am Typ, man kennt sie an ihrer früheren Einstellung. Sie

Die schweren Schlagschatten über England haben in einer zweitägigen Aussprache im Unter­haus zu einer immerhin unerwarteten Rebellion gegen den Regierungskurs und di« ,Löpfe" in der englischen Kriegführung, vor allem gegen Chur­chill, geführt. Der negative Eindruck dieses Pala­vers ist so stark, daß selbst der Londoner Nachrich­tendienst zugeben muß, die starke Kritik an Der Kriegführung sei nicht unberechtigt. Churchill war nicht anwesend, sondern besichtigte Mumtionsfabri- fen, um den unbequemen Kritikern seiner ständigen Niederlagen auszuweichen. Er hatte A111 e e und Cripps vorgefchickt, aber als die Debatte begann, wurde sofort Kritik laut, daß Churchill abwesend sei. Cripps meinte, unter Umständen werde sich Churchill vielleicht am zweiten, am Schlußtage der Aussprache, einfinben, aber Die Antwort war:Nein, nein", und Rufe wurden laut:Diktatur". Dann kam ein Strom von Klagen, daß Churchill das Par­lament vernachlässige und daß er den Krieg ganz allein führe. Attlee schien Churchill verteidigen zu wollen, aber er machte die Sache noch schlimmer. Er meinte, jedes Mitglied des Kabinetts habe ja feinen Anteil an Der Kriegführung, um Dann fort­zufahren:Ich glaub« nicht, daß Sie einen Appa­rat erhalten werden, der von Dem jetzigen sehr ver­schieden ist (gemeint ist die Zusammenarbeit Chur- chill/Generalstab), es sei Denn, Sie könnten ein wunderbares Genie entdecken, das Den Krieg zu Lande, zur See und in der Lust führen kann. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, daß Sie ein solches Genie ausfindig machen werden."

Am zweiten Tage schloß Cripps Die langwierig« Erörterung über Die englischen Niederlagen, über das Fehlschlagen aller Churchill-Illusionen mit Aus­führungen, die die verfahrene Situation noch ver­schlimmerten. Cripps sagte, die britische Regierung habe außerordentliche Schwierigkeiten in der Be­förderung von Truppen und ßuftftreitfräften über sehr große Entfernungen unter schnell wechselnden Umständen. Cripps fuhr fort:In dieser Beziehung besitzen unsere Feinde einen großen Vorteil über uns. Die Deutschen und Italiener halten die innere Linie und können ihre Streitkräfte von einer Front an die andere werfen, während wir uns immer um Die Peripherie bewegen müssen. Die Ja­vaner haben zeitweilig die Kontrolle über Den Pazifik und haben Damit Den Vorteil Der inneren Seeverbinbungen. Dies hat sie in Den StanD ge­setzt, ihre Streitkräfte Da zur konzentrieren, wo sie zuschlagen wollten, und es würbe hierdurch unserem Oberbefehlshaber an Ort und Stelle außerordent­lich schwer gemacht, vorauszusehen, wo ein Angriff ftattfinben würde."

Höchst aufschlußreich waren auch Cripps' Bemer­kungen über die Niederlagen im pazifischen Gebiet: Niederlagen auf dem Schlachtfeld seien nicht immer Das Ergebnis von Nachlässikeit oDer Dummheit. Möglicherweise könnten sie dadurch ver­ursacht worden sein, daß Der Feind an einer be­stimmten Stell« stärker war als die eigenen Streit­kräfte. Auf eine nähere Begründung des Tatbe­standes legt man in London allerdings keinen Wert. So verkündete Cripps zu der Forderung auf Unter­suchung der Vorgänge in Singapur, die Regierung habenach sorgfältiger Erwägung" beschlossen. Daß eine solche Untersuchung Den Interessen für wirk­same Fortführung Des Krieges nicht entsprechen roürDe.

Cripps verwahrte sich Dann gegen eine Unter­schätzung Desmilitärischen Wertes" Der Terror­angriffe gegen deutsche Kulturstätten und Städte. Aus der Notwendigkeit einer solchen Verteidigung Der Churchillschen Bombardierungspolitik geht schon zur Genüge hervor, daß nicht jedem Engländer Der Sinn dieser Wahnsinnstaten, Die immer wieder

sind mit nichts zufrieden, «s ist alles falsch, was gemächt wird. Sie selbst können natürlich nichts besser. Aber weil es wenige sind, können sie leicht von uns ausgeschwitzt werden Die Hauptsache ist:

Das große deutsche Volk muß nun in gegen­seitigem Vertrauen diese riesige Aufgabe, die Freiheit der deutschen Ration endgültig zu er­kämpfen, gemeinsam meistern. Es sind die Zei­ten vorbei, da sich das deutsche Volk dumm ma­chen lieh, wie einst in den Iahren 1917 und 1918, und dann schließlich an seiner Dummheit zugrundegegangen ist. Wir sind uns vollends klar darüber, daß das deutsche Volk dazu bereit ist, die notwendige Härle dieses Krieges auf sich zu nehmen und diesen Krieg, gleichgültig, wie lange er immer dauern mag, eisern durchzu­stehen. Dafür hat der Führer seinem Volke neu­lich im Reichstag auch seinen Dank und Aner­kennung ausgesprochen.

Aber in dieser Stunde hat das Deutsche Volk so­wohl an Der Front als auch in Der Heimat Grund, einerseits Dem Führer für seine gewaltigen Lei­tungen zu danken. Er ist Der große und Der erste Waffenschmied unserer Rüstung. Er ist Der geniale und heroische Feldherr unserer Kriegsmacht, er ist vor allem Der Gar a n t Des Deutschen Sie­ges.

Ich habe Euch vorhin einen Einblick gegeben in Die gewaltigen Erschütterungen, Denen Der Führer ausgesetzt war. Ich habe Euch gezeigt, wie stark er gewesen ist. Das Schwerste zu tragen und Doch alles zum Besten zu führen, wie er alles gemeistert hat, alle Hindernisse, woher sie auch kamen, wie er alle Schwäche ausgerottet hat, wo immer sie sich zeigte. Ein solcher Führer ist Der Garant Des Sie­ges, unD diesen Führer hat Das deutsche Volk und ein anderes, und deshalb allein schon können wir mit tolzer Sicherheit auf Das EnDe dieses Kampfes als 'in siegreiches Hinblicken. Das Vertrauen her kämp- enhen Front zu ihrem obersten Kriegsherrn ist ein überwältigendes. Der letzte kleine Infanterist weiß, wenn her Führer heute befiehlt, baß angetreten wirb, daß bas fo fein muß, und baß bann auch bi« Entscheidung fällt. Er weiß, daß her Sieg bann icher ist.

Ewigen Dank schulden mir dem Führer, hem un­bekannten Soldaten des Weltkrieges, her burch feine eigene Kraft Und fein eigenes Genie heute schon nicht nur zum mächtigen Führer her Deutschen Na­tion, fonDern auch schon zum Symbol fast aller europäischen Völker geworben ist. Der Allmächtige hat uns gesegnet, weil er uns diesen Führer ge­geben hat. Aus her Treue bes Führers zu feinem Volk erwächst uns Die Verpflichtung zu fortgesetzten Bereitschaft unb bas Entscheibenbe ist, daß diese Be­reitschaft aus dem Herzen kommt, Denn sonst wäre sie nichts wert. Nur so kann bas große Werk gelingen. Unb nun wollen wir abschließen unb un­ser ganzes Flehen zum Allmächtigen gelte dem einen unb bem einen Gedanken, er möge Schutz für un­seren Führer geben unb feinen Segen für bes Führers Werk den Sieg!"