Einzelbild herunterladen

Dee große Irrtum.

Roman von Mela Vrir.

6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Helene ist auf die Burg gekommen, weil sie hofft, daß Gertrauds Frische ihr helfen wird, sich aus der Müdigkeit aufzuraffen. Die Burgwirtin hat aber viele Aufgaben, und so macht Helene weite, einsame Wanderungen, oder sie stöbert in dem noch nicht erneuerten Teil der Burg herum. Sie findet im Rathaus der kleinen Stadt eine alte Chronik der Burg und vermag nun Wandmalereien und Zahlen zu deuten, die auch Gertraude bisher rätsel­haft blieben.

Mit den Gästen kommt Helene wenig zusammen, und auch nicht mit dem, den Gertraude als Eigen­brötler bezeichnete. Wohl begegnet sie ihm manch­mal, einem untersetzten, kräftigen Mann, der sie mit unbeteiligtem, ernstem Gesicht höflich grüßt, und sie erfährt jetzt, daß er in der Nähe in einem Groß­betrieb für Gartenbau tätig ist. Aus besonderem Anlaß zog er auf die Burg. Bei einem Besuch der alten Feste zeigte ihm Gertraude auf einem Rund- gang die ganze Anlage. Das war eine Auszeich­nung, die nur selten einem Gast zuteil wurde. Meist hieß es, die Burg sei nicht zu besichtigen.

Bei dieser Gelegenheit prüfte Richard Bergen- roth flüchtig die Erde der Südterrasse. Gertraude erklärte:Früter trug der ganze Schloßberg hier nach Süden Weinberaterrassen."

Kann ich dieses Stück Boden von Ihnen pach­ten?" fragte Bergenroth. Er wollte Zuchtversuche mit Pflanzen ausführen.

Die Burgwirtin brauchte den Platz nicht. Ber­genroth konnte ihn gern haben. Was für Pflanzen wollte er denn züchten?

Darüber mochte der Mann nicht sprechen; aber er wollte, wenn sich das einrichten ließ, auf der Burg wohnen.

LeilliWSsteigeriing durch Wiederherffellung

3m algerisch-tunesischen Grenzge.

waffe bekämpfte laufend britische Kraftfahrzeug- kolonnen.

haben ein derartiges verheerendes Rennen schon einmal verloren während des Norwegenfeldzuges, der insofern der Lage in Tunesien ähnelt, als beide

um die steigenden Kriegskosten zu bestreiten. Diese Summe, die man aus allen möglichen Ouel« len zusammensuchen wird, übertrifft sogar dieFrei- heitsanleihe", die im September 1918 aufgelegt wurde und über 6 Milliarden Dollar brachte.

Peiain an das französifcheVolk

Es ließ sich einrichten.

Das erfährt Helene über diesen Herrn Bergen­roth, und Gertraude meint noch, daß die Versuche wohl irgendwie mit der Oelgewinnung zusammen­hängen müßten, denn im Zimmer Bergenroths lägen wissenschaftliche Werke über solche Arbeiten. Eine Waage und Gewichte, wie sie in Zuchtlabora- tonen üblich sind, stehen da. und auf dem brüten Sims sind Sämereien sorgfältig in Glasbehältern verwahrt.

»Aber das alles roirb dich nicht weiter inter­essieren, Helene."

Gertraude irrt sich. In Helene springt ein merk­würdiges Interesse für diesen Herrn Bergenroth und seine Versuche auf.

Sie kann von ihrem Altan auf den Südhang hinunter sehen und auf den dort arbeitenden Mann. Nun beginnt sie, diese Versuche mit Aufmerksam- keit zu verfolaen. In Bergenroths Abwesenheit holt sie sich seine Bücher und versucht sich darin zurecht­zufinden. Und sie beoinnt, Bergenroth an den Svat- nachmittagen und Abenden, wenn ibn fein Dienst entlassen hat, in seinem Garten zu besuchen.

Sehr zu fernem Mißvergnügen. Aber als ihre Fragen gar nicht so sehr dumm sind, gebt er, wenn auch selten, darauf ein. Und Hel-ne erfährt, daß dieses Stück Land viel zu klein ist und teß man viel mehr Zeit haben müßte ... viel mehr Zeit.

Bergenroth sagt das so hin; mehr zu sich selbst als zu Helene. Ader schließli-b wird er Dreh mit­teilsamer, und im Ablauf der Gespräche lernt Helene auch den Menschen Bergenroth etwas näher kennen.

Der Mann hat Landwirtschaft studiert. Da die Bewirtschaftung eines eigenen Gutes nicht in Frage kam, sich ihm durch die Nachwirkungen des Welt­krieges auch keine feinen Wünschen entsprechende Stellung in der Landwirtschaft bot. hat er in einem gärtnerischen Großbetrieb Beschäftigung gefunden, ^ank seinen guten allgemeinen Kenntnissen und der Fähigkeit, sich in das Wesen gärtnerisch»'!' Erforder­nisse einzufühlen, hat er sich sehr schnell einge­

arbeitet und ist bald in eine leitende Stellung ge­kommen. Dabei hat er seine Liebe zur Landwirt­schaft und den Blick für deren Bedürfnisse keines­wegs verloren. So interessiert ihn seit Jahren be- sonders der Oelfruchtbau.

Er wird lebhafter, als er jetzt davon spricht: Von Jahr zu Jahr wird dieses Problem für uns in Deutschland brennender und wird seine Bedeu­tung für alle Zeiten behalten. Es ist festgestellt worden, daß mit Hilfe des Oelfruchtbaues von der gleichen Fläche die mehrfache Fettleistung erzielt werden kann, als dies auf dem Wege der Milch­oder Schweinefetterzeugunq möglich ist. Dabei muß hervorgehoben werden, daß Pflanzenfette bisher der wichtigste Rohstoff für die Herstellung der Mar­garine sind. Weiter ist zu beachten, daß bei der Verarbeitung ter ölliefernden Pflanzen Oclkuchen abfallen, die der M ich- und Mastwirtschaft zuaute kommen. Außerdem übt die Einreihung von Del» pflanzen in die Fruchtfolge wertvollen Einfluß auf bie Ertragfähigkeit des Bodens wie überhaupt in betriebswirtschaftlicher Hinsicht aus."

i.Felene hört aufmerksam zu. Sie muß an den Uhlenhof denken. Das Gut ist wirtfchaftlich nicht richtig aufgezogen, und ihr Rechtsbeistand erklärte, daß am Jahres-nte. bei Ablauf des Pachtvertrages, unbedingt eine Aenderung eintreten müsse.

Sie will Bergenroth fragen, welchen Boden denn ferne Pflanzen brauchen, aber er spricht schon 2e!!er:. "Ick habe alle diese Bestrebungen um den 2C r -?tanbLau Erfolgt. Zu eigenen' praktischen ^ersuchen aber bin ist erst gekommen, als mir ein freund von emer Reise durch Osteuropa Samen einer fremden Oelpflanze mitbrachte."

Die Sie dann aussäten?"

Ja. Und ich kann Ihnen sagen, ich wartete mit einer Spannung ohnegleichen auf das Ergebnis."

Und ...?

Meine Prüfungen konnte ich nur ganz primi- tio machen Mittels einer einfachen Handpresse, die lch mir selbst zusammenbaute, versuchte ich, den

der Lohn- und Akkordgerechtigkeil

Lohnpolitische Maßnahmen in der Metallindustrie.

Kriegführenden an verschiedenen Punkten an Land setzten in einem Lande, das bisher außerhalb der Kriegsereignisse gestanden hatte." Daß in London jetzt bereits die peinliche Erinnerung an Andalsnes heraufbeschworen wird, wird für englische Ohren gewiß nicht sehr ermutigend klingen. Wir unserer­seits bedürfen keiner irgendwie gearteter Prognosen. Wir wissen, daß auch diese neue Phase im Kampf um das Mittelmeer, der bis zu Ende durchgefochten werden muß, wenn der europäische Kontinent seine politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern will, außerordentliche Kraftanstrengungen sowohl von uns wie von unserem Achsenpartner fordern, wir wissen aber auch aus dem bisherigen Verlauf des Krieges, daß die deutsche Führung noch jedem Ver­such der ftriegsausroeituna, die Churchill und Roose­velt in ihrem unsicheren Tasten nach einer schwachen Stelle unserer Fronten unternommen haben, mit Maßnahmen beaeanet ist, hie die feindliche Initia­tive zu einem Schlag ins Wasser werden ließ.

Dr. Fr. W. Lange.

Der Wekrmacktberichi.

D71V. Aus dem Führer Hauptquartier, 20. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Vel örtlichen Kampfhandlungen Im Destkau- f a f u 5 warfen deutsche Truppen feindliche Kräfte im Gegenangriff, durch starke Nahkampssllegerver- bände unterstützt, auf ihre Ausgangsstellungen zurück.

3m Raum von Alagir und ostwärts von Mos­dok fcheiterkeu wiederholte feindliche Angriffe an der wachsamen Abwehr unserer Truppen, die zwei schwächere Kampfgruppen des Gegners vernichteten.

3h Stalingrad nahmen eigene Stoßtrupps einige Häuserblocks. Feindliche Gegenstöße brachen zusammen.

An der D o n f r o n t stehen rumänische und deut­sche Truppen in harten Kämpfen gegen starke feind­liche Panzer- und Jnfanterieanqriffe.

Deutsche und Italienische Spähtrupps vernichteten in der Lnrenalka einige feindliche Panzerspäh­wagen; Bengasi wurde nach Zerstörung aller militärischen Anlagen planmäßig geräumt. Die Luft-

Berlin, 20. Nov. (DNB.) Der Generalbevoll­mächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauk- f e I, hat die Reichstreuhänder der Arbeit ange­wiesen, ab 1. Oktober in der M e t a l l i n d u st r i e lohnpolitische Maßnahmen zur Leistungssteiger-ung und zur Herstellung der Lohn- und Akkordgerechttg- teit durchzuführen. In einer Dienstanweisung an die Reichstreuhänder hat er u. a. folgende grundsätz­lichen Ausführungen gemacht:

Die Arbeitsleistung aller Deutschen in der Heimat muß der Kampfesleistung der Soldaten an den Fronten ebenbürtig fein. Sind es doch unsere Väter, Brüder, Söhne, Gatten, die draußen kämpfen, und umgekehrt sind es deren nächste Angehörige, die zu Hause in den Bergwerken, Fabriken, Werkstätten und auf dem Felde für den Sieg arbeiten. So müssen Heimat und Front eine unlösliche und un­zerstörbare Einheit darstellen. Keine von beiden kann bestehen ohne die andere. Versagt die eine, ist die andere verloren. Darum schafft der deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust n'cht nur für den Bruder draußen im Felde, sondern ebenso für die Erhaltung seines eigenen Lebens und das feiner Familie, denn der Feind, der unser Volk im Falle seines Sieges mit der sicheren Vernichtung bedroht, wird auch diese nicht schonen.

So gilt es denn nun in der Heimat alle Mittel anzuwenden, um tatsächlich das vom Führer gestellte Ziel der größten Produktion an allen kriegsnotwendigen Gütern durch die höchste Leistung zu erreichen. An den Soldaten draußen wird der denkbar härteste Maßstab ange-

Fettgehalt der Samen festzustellen. Danach traf ich bann die Auslese für die nächste Prüfung."

Heber wie viele Jahre erftreden sich Ihre Ver­suche? '

Dieses hier ist die dritte Aussaat, also die zweite Nachkommenschaft der Ausgangsvflanzen. Und ich bin eigentlich von den Ergebnisien ent­täuscht.

Sie geben aber Ihre Versuche nicht auf?"

Rem. Ich bin mir klar darüber, daß man die ßeqtungen einer Pflanze sehr wohl verändern kann. Ich arbeite weiter. Sie sehen, ich benötige hier schon den aanzen Platz."

Können Sie'denn Ihre Versuche nicht in dem Betrieb machen, in dem Sie tätig sind?"

..."Das könnte ich vielleicht. Aber ich will es nicht: konnte es auch nicht verantworten. Ich weiß ja J- auf bem richtigen Wege bin.

Uiele Umstande können da mitwirken ... für und gegen ... doch das alles zu erklären, wäre ein zu weites Feld, Fräulein Defelius."

^''^er es gibt doch auch staatliche Einrichtungen ßrr Forschung und Züchtung; wenn Sie die Leute dort aufmerksam machen raunten

auch das möchte ich nicht. Noch nicht", er« ?Et Bergenroth ablehnend. Er findet überhaupt, daß letzt genua geredet wurde.

Es dunkelt. Nebel steigen auf.

Bergenroth stellt feine Arbeitsgeräte in den fleinen Bre tterschuppen, der an der Mauer des Burg^httmufbhnt' ®ünn Qct)t cr neben Selene zur JLn,?rLr näd%en scheint es, als ob Sjetene bat bobe °n bergenroths Dersuchsgarten verloren

Bernhardine schreibt au- Berlin, daß Ludwig Rautenberg nach Dahlem kam und wissen wollt^ dne flraulein befindet. Bernhardine schickt auch einen Brief, den Rautenberg abgab

Helene zerreißt ihn ungelesen.

(Fortsetzung folgt.)

hatte. Aber schon jetzt lernen die amerikanischen Generale begreifen, daß es mit der Landung einiger Infanterie-Divisionen nicht getan ist, wenn man schon allein räumlich so weit gesteckte Ziele vor sich hat, wie es hier in Nordaftika mit seinem gering entwickelten und ganz auf den Küstenstrich be­schränkten Eisenbahn- und Autosttaßennetz in einem Gelände, dessen Charakter durch Gebirge und Wüste bestimmt roirb, schon ein Vormarsch üoer 400 Kilo­meter ist, roas etwa der Luftlinie von Algier bis zur tunesischen Grenze entspricht. Nirgends mehr als hier ist der Nachschub für das Gelingen einer solchen Operation entscheidend. Eine starke Panzerroaffe muß der Kern jeder schlagkräftigen Armee auf nordafrikanischem Boden fein, Das haben die Feldzüge in Libyen und West-Aegypten immer wieder gezeigt. Sie bedarf ihrer Ergänzung durch starke Luftstteitkräfte. Für beide ist der Nach­schub an Betriebsstoff und Ergänzungsmaterial das A und O ihrer Leistungsfähigkeit. Er kann nur über See sichergestellt werden und bedarf eines im­mer größeren eigenen Kraftwagenparks, je weiter sich die Armee von ihren Ausgangspunkten entfernt.

Und hier hat nun der Gegenschlag der Achsen­mächte unverzüglich eingesetzt. Sie haben sich nicht damit begnügt, die durch das anglo-amerikanische Landungsunternehmen in Nordafrika unmittelbar gefährdete Mittelmeerküste des französischen Mut­terlandes sowie die Insel Korsika in ihren Schutz zu nehmen, sondern haben auch nicht gezögert, Trup­pen in Tunis zu landen. Sie haben damit das Stück der Gegenküste Italiens vor Briten und Ameri­kanern in ihre Hand bekommen, das von den sich schützend vor das Tirrhenische Meer, das westliche Binnenmeer Italiens, liegenden Inseln Sardinien und Sizilien nur 200 Kilometer entfernt ist. Sie be­herrschen nun also auch die andere Seite her Straße von Sizilien, die das westliche und das östliche Mittelmeerbecken trennt und von der der tunesischen Ostküste etwa 150 Kilometer vorgelagerten, von den Italienern stark befestigten Insel Pantelleria noch weiter eingeengt wird. Aber ihre wichtige Ergän­zung hat diese Aktion durch den planvollen Einsatz von See- und Luftstreitkräften der Achse in den Seekriegsräumen, die das Aufmarschgebiet der onglo-amerikanischen Expeditionsarmee in Nord­afrika begrenzen. Da die Atlantikhäfen Westmarok­kos mit Ausnahme von Casablanca nur offene Reeden sind, die einer hier ankernden Transport- flotte weder Schutz gegen feindliche Angriffe noch gegen die in dieser Jahreszeit sich häufenden Stürme geboten hätten, hatte General Eisenhower sich ent­schließen müssen, den größten Teil seiner Armee nach algerischen Häfen zu dirigieren. Er mußte also das Risiko in Kauf nehmen, seine Truppentrans­porter nach Passieren der Straße von Gibraltar in dem durch die spanische und marokkanische Küste ver­engten und daher leicht zu kontrollierenden west­lichen Mittelmeerbecken dem Angriff deutscher und italienischer U-Boote und Luststreitkräste ausgesetzt zu sehen, die bann auch noch im Küstenvorfeld der Ausschiffungshäfen Oran, Algier und Bougie, bei einer Entfernung, von etwa 950 Kilometer von Gibraltar nach Bougie, neue Ansatzpunkte finden konnten.

Aus London und Washington wird berichtet, daß für dies sowohl nach Umfang wie Entfernung ge­waltige Transportunternehmen mehr als fünf­hundert Schiffe mit rund zwei Millionen BRT. angesetzt wurden, wovon etwa die Hälfte in das Operationsgebiet vorgezogen worden war, wah­rend der Rest als Reserve in Gibraltar zurückbe- halten wurde, um den Nachschub durchzuführen. Den Schutz dieser großer Transportflotte hatten unter dem Kommando des Admiral Cunningham, der früher Befehlshaber des britischen Flottenstütz­punktes Alexandria war und im vergangenen Jahre Gelegenheit gehabt hat, im Aegäischen Meer und auf der Insel Kreta Erfahrungen zu sammeln, britisch­amerikanische Seestreitkräfte in der Stärke von vier Schlachtschiffen, drei Flug'"i'gträgern, etwa 30 Kreuzern und einer großen Zahl von Zerstörern übernommen, ein gewaltiges Aufgebot, das c»'s» reichend schien, um das Landungsunternehmen zu sichern und den Nachschub zu gewährleisten. Es ist gewiß weder Briten noch Amerikanern leicht ge­worden, eine so starke Flotte für diesen Zweck zu­sammenzuziehen, denn über den Atlantik zur bri- , tischen Insel wie um Afrika herum für die Der- forgung her Aegypten-Armee und auf der Eismeer- \ route, die ausschließlich den Materiallieferungen für die Sowjets dient, die nicht vernachlässigt werden dürfen, will man nicht die Ostfront preisgeben, 1 überall erfordert der Geleitzugdienst nach ro?e vor ; den Einsatz starker Kräfte, da die deutsch"n U-Boote, wie erst die letzte Sondermeldung des Oberkomman- dos der Wehrmacht gezeigt hat, trotz der ihnen im Mittelmeer gestellten neuen großen Aufgaben auch in den anderen Seekriegsräumen mit unver« . minbertem Schwung bem Feind auf b"n Fersen 1 bleiben. Für die Amerikaner war die Konzentra- 1 tion im Mittelmeer ein besonderer Entschluß, da sie i

angelsächsischen Anariff Widerstand zu leisten. Wir erleben tragische Stunden. Unordnung herrscht in den Gemütern. Ihr hört Nachrichten, die kein anderes Ziel haben, als euch zu spalten und zu schwächen. Die Wahrheit ist jedoch einfach. Wer sich nicht Der Disziplin unterwirft, die ich von jedem fordere, bringt sein Land in Gefahr. Im Interesse Frankreichs habe ich beschloffen, die Befugnisse des Präsidenten Laval zu erweitern, um ihm zu er­möglichen, eine schwierige Aufgabe durchzu führen. Die Einigkeit ist heute mehr denn je unbedingt er­forderlich. Ich bleibe euer einziger Füh­rer. Es gibt nur eine Pflicht: Gehorchen, nur eine Regierung: diejenige, der lch die Macht gegeben habe, zu regieren, und nur ein Vaterland, das ich verkörpere: Frankreich!"

Schnellboote stießen in der Rächt zum 19.No­vember gegen die britische Küste vor. Sie versenk­ten aus stark gesicherten Geleiten vier Handels­schiffe mit zusammen 9000 BRT.

An der holländischen und norwegischen Küste ver­lor die britische Luftwaffe bei militärisch wirkungs­losen Angriffen fünf Flugzeuge, davon drei durch Flakartillerie der Kriegsmarine. Ein eigenes Flug­zeug wird vermißt.

Wachsende Empörung in Marokko und Algerien.

Vichy, 20. Nov. (Curopapreß.) Die Empörung der Eingeborenenbe-völkerung von Algerien uno Marokko gegen die im Widerspruch zu den ur­sprünglichen Versprechungen von Engländern und Amerikanern durchgeführten Beschlagnahmun­gen von Lebensmittelvorräten wächst täglich. In Perrogcmx, Sidi Bel Abbes, Orleans- ville unö Planet kam es zu erregten Kundgebungen der vorherrschend mohammedanischen Bevölkerung. Amerikanische Truppen eröffneten das Feuer auf die Menge, zahlreiche Eingeborene wurden getötet. Auch in anderen Orten im Innern Französisch-Nord- ckfrikas führten die Protestkundgebungen zu blutigen Zusammenstößen. Die Beschlagnahmungen sind darauf zurückzuführen, daß es den Engländern und Amerikanern infolge der schweren Schiffsverluste durch Achsen-U-Boote nicht möglich war, Proviant in ausreichender Menge Tür die Versorgung dieser Streitkräfte nach Nordafrika zu bringen.Nouveaux Temps" schreibt, der Kursdes französischen Franken sei willkürlich auf 75 statt auf 40 für einen Dollar unö auf 300 statt 170 für bas Pfund Sterling festgesetzt worden. Ferner habe der Ober« kommandierende der amerikanischen Stteitkräfte die Generalmobilmachung aller waffen­fähigen Franzosen verfügt. Beide Maßnah. men, so sagt das französische Blatt, könne man nur als Banditentum kennzeichnen.

Oie !lGA. borgen im Dezember 9 Milliarden Dollar.

Lissabon, 20. November. (Curopapreß.) Das Schatzamt der Vereinigten Staaten wird, wie Schatzsekretär Morgenthau bekanntgab, im Monat Dezember ungefähr 9 Milliarden Dollar borgen,

der Versuch, die japanische Riegelstellung von der ösllichen Flanke Australiens bei Der Salomonen­insel Guadalcanar zu durchbrechen, bereits soviel Schiffe gekostet hatte, daß sie gezwungen waren, Einheiten ihrer ohnehin schwächeren Atlanttkflotte in den Pazifik her * erzunehmen.

Man hat also in London sowohl als in Washing­ton ein hohes Spiel gewagt, um Die Seeherrschast im Mittelmeer zurückzugewinnen. Um so höher zu bewerten ist Der schon in Der Entroicklunasphase erfolgte Schlag deutscher U-Boote und deutsch- italienischer Luftstreitkräfte gegen die feindliche Transportflotte und die sie schützenden Kriegsschiffe. Schon Die erste Woche hat die Vernichtung von 200 000 BRT. wertvollen Fracht-, Tanker- und Transportraumes gebracht, weitere 234 000 BRT. fallen durch Beschädigung von Schiffen für eine ganze Weile aus. Auch seitdem sind U-Boote und Flugzeuge am Feind geblieben und letztere haben vor allem in der Bucht von Bougie reiche Beute gefunden. Im Kampf gegen Den Nachschub Der anglo-amerikanischen ExpeDitionsarmee liegt Der Schwerpunkt Der Abwehr Des Anschlags gegen Den europäischen Kontinent. Wir Dürfen Überzeugt fein, Daß unsere U-Boote mit gewohnter Zähigkeit sich dieser verantwortungsvollen und gewiß nicht leichten Aufgabe hingeben. Die britisch-amerikanischen Trup­pen auf afrikanischem Boten brauchen Panzer und Geschütze, Benzin unD Munition. General Ander- sons Spitze befindet sich nun schon seit einer Reihe von Tagen auf dem Vormarsch nach Osten, nur vorfühlende Patrouillen sind bislang an der tune­sischen Grenze in Gefechtsberührung gekommen. Der Gebirgscharakter des Landes fetzt Der Entfaltung größerer TruppenverbänDe Schwierigkeiten ent­gegen. Jetzt schon muß AnDerson auf Den Nachschub warten und sich Dabei Der ftänDigen Bombenangriffe Deutscher Luftstteitkräfte erwehren, Die sich seine Fahrzeugkolonnen auf Der Küstenstraße, Bereitstel­lungen unD MaterialDepots aufs Korn nahmen.

lieber Dieses Warten auf entscheidende Nachrichten vom neuen Kriegsschauplatz ist in LonDon unD Wa-

Der sozialistischeEffort" sagt, die Ereignisse in NorDafrika hätten erst Das Treiben Der Abtrünnigen vollkommen Demaskiert. Heute könne man genau feststellen, wo sich Der wahre Patriotismus befinDe. Die Verhältnisse hätten Ausnahmemaßnahmen ge» fordert. Wenn PLtain in Dieser Form Laval mit Vollmachten betraut habe, so beDeute das Die Stimme ganz Frankreichs. Er fei ter Mann, Der fein gänzes Leben einer Besserung ter internatio­nalen Beziehungen geroibmet habe. 1940 habe er Frankreich jenen entrissen, Die es verraten wollten. Kleine politische Nachrichten.

Der frühere südafrikanische Ministerpräsident Ge­neral H e r tz o g ist, wie Reuter aus Pretoria be­richtet, gestorben.

*

Der schweizerische Bunbesrat hat eine Erhebung Der allgemeinen Wehrsteuer unD Die Erhebung eines neuen Wehropfers beschlossen.

Am 6. Jahrestag des ToDes Des Falangegrünters Jose Antonio Primo De Rivera fand an feinem (Brabe im Escorial Der Vorbeimarsch von Abord­nungen aller Gliederungen der Partei statt. Auch der GeDenkmesse in der Basilika der Klosterkirche

legt, das ist der Vernichtunasroille der Feinde. Der Soldat roirb geprüft durch den Einsatz seiner Blutes und Lebens,, der Maßstab, Der zu Haus« im Betrieb angelegt werden kann, ist unvergleichtek erträglicher. Gerade deshalb erfordert die Gerech. tigkeit gegenüber dem Soldaten draußen, daß bit Leistungen in den Betrieben genau gemessen wer. Den und daß ein jeder schon aus Kameradschaft an« gehalten roirb, feine Leistungen auf das er« r ei d) b a r e Höchstmaß zu steigern.

In allen Betrieben der gesamten Kriegsindustrie ist somit die Notwendigkeit von Leistungssteigerung klar erwiesen. Ihr kann und muß durch eine ge, rechte nationalsozialistische Regelung des Verhältnis, fes zwischen Akkorden und Lohnen schnellstens Rech, nung getragen werden. Um dieser Gerechtigkeit nach nationalsozialisttschen Grundsätzen willen ordnete ich die Durchführung von lohnpolitischen Maßnahmen zur Wiederher st ellung Der Lohn- und Akkordgerechtigkeit in vollstem Einvernehmen mit Der Partei, Der DAF. unD Den staatlichen Dienststellen an, Die sich in eini­gen^ Gauen Des Reiches, in Denen sie bereits ein« geführt würben, bestens bewährt haben. Auch sie dienen Dem Sieg Des nationalsozialistischen Groß- deutschen Reiches und gereichen durch ihre Ver­wirklichung Dem deutschen Arbeiter zur höchsten Ehre. Denn dadurch stattet er Der Front seinen Dank ab und ist Des Brüters im Felde würdig. Der gesamten Nation, d. h. unserem lieben Deutschen Volk, leistet Der deutsche Arbeiter hierdurch eine» unvergänglichen Dienst.

Paris, 20. Nov. (DNB.) Staatschef Marschall P ä t a i n erklärte in einer Rundfunkansprache an Das französische Volk:Generale im Dienste einer fremden Macht haben meinen Befehlen Den Ge­horsam verweigert. Generale, Offiziere, Unteroffi­ziere und Soldaten Der afrikanischen Armee, g e horcht nicht diesen unmürDigen F uh- ,rern! Ich wieterholte euch meinen Befehl, Dem

shington Der erste Rausch Der Begeisterung ver­flogen unD hat schon wesentlich geDämpfteren Tönen Platz gemacht. In seiner Sorge um Den Fortgang eines mit so hohem Einsatz begonnenen Unterneh- _ .

mens sieht man in London schon Die Gespenster Des 61 cf griffen Nahkampfflleger feindliche Vorhuten

Norwegenabenteuers auftauchen. So meint die und gaullistische Verbände. Die Den eigenen Vor- wird v°n d°m R-nn-n um di° m-rsch aufzuhalten suchten, mit sichtbarem Cr-

Flugplätze Tunesiens abhangen. Die Alliierten e0[a a ' 7

letzte feftgi

Wl

fes» ge« Mben, di?

Sttt

Der hi t JIM den Mksschiidli ßenxitoerb ^richtet mi I Verbrecher, ! Labei einer ; viele Lerbr , her Derdm

Ein Per zwischer ligens bet

Aeschleumi ien Gleisei

Sm

lrotz alle'

Lilien

Längen imn SffjS Ltwe Em'

WS ST; xayreut

MI-H-S niti Arbeit groben J jle MaW holt einen Wen brie1 .Maus' bürg befh i einen ausla 5uben Mi Gericht Mar

Smem Jftk ins ? t'65, ^heiter, R? "ut s*? voi y eine .

N?hmit k ^rKA

D