e*ql
K
">rA,ch, ^ich«
mitftoo(b,2t®ttoberl942
Eichener Anzeiger
Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer biS 81/, Uhr desVormittagS Anzeiaen-Preife
für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für ffamiltenan- zeiaen und vrivate Gelegenbeitsanzeigen
149h)f. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenhei isanzetgen
Platzvorichritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr
dkühlfche llaioerMtrdrnckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhefsen ***«!jmj$*itftra^7-9
k>2. Jahrgang Nr. 248 Snchemr ragt ich, außer Sonntags und feiertags
Beilagen: (^ebener ^amilienblätter Heimat imBild'DieScholle
Bezugsvreisr
Nonatlich .RM.1L0 Austellgebüör... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Seroalt
Bvrechanfchlutt 2251
«nschritt: ^Anzeiger" beck11688^rankf./M
Cs geht um die Geeverbindungen
93 er-
Städtisch.
Harte Bngriffskämpse im Westkaukasus
V
von
jrstes Betrieben /ehnnadit
NSDAP
19.80 Uhr
feen d Theater
gefallen. Es wird nicht eher schweigen, bis es fache geworden.
£
Mi
schlossen? {artenver- Freude“, ihandlung susD
ad
19.80 Uhr en affende Heiterkeit
Butter. Hiervon wurde zwar der größte Teil des dänischen Volkes miternährt, aber als Ganzes wurde es doch allmählich in das Getriebe des brittfchen Weltreiches einbezogen, wodurch es immer mehr von seinem Eigenleben einbüßte. Die Jndustriali- ierung der landwirtschaftlichen Erwerbszweige ührte allmählich zu einem Ueberschuß an Menschen bei den rein landwirtschaftlichen Unternehmungen. Man konnte sie nicht anders unterbringen als durch Aufteilung großer Güter oder in der Verbesserung des Landes. Damit wurde dessen Leistungs- ähigkeit bis zum letztmöglichen erschöpft, naturgegeben wieder in der Veredelungsindustrie, so daß die Abhängigkeit vom Ausland sich schon in der
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kopenhagen, Oktober 1942.
terstellt werden.
„Empire ohne Schwung."
Amerikanische Kritik an der englischen Führerschicht.
Genf, 21. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der amerikanische Journalist Negley F a r s 0 n schreibt in der englischen Zeitschrift „Worlds Revue", es gebe nur wenig Engländer, die sich bei Ausbruch dieses Krieges darüber klar gewesen seien, daß Großbritannien und sein Weltreich zu einer geschichtlichen Angelegenheit geworden seien, der keinerlei Schwung oder Anziehungskraft mehr innewohne. Viele maßgebende Männer Englands arbeiteten nur noch zur Erhaltung einer überkommenen Lebensform, aber spürten nicht mehr die Kraft in sich, den Lebensinhalt der Wirklichkeit anzupassen. Die brittschen Erziehungsbehörden hätten seit Jahren nicht mehr vermocht, eine Jugend heranzubilden, die England jene Widerstandskraft hatte verleihen können, die es heute so dringend benötige. In den Staatsstellen fehle es an frischem Blut. Englands Politiker seien zu Einfluß gelangt durch Geburt oder gesellschaftliche Stellung, aber nicht auf Grund ihrer Fähigkeiten. Hierdurch habe sich eine bequeme politische Oberschicht herausgebildet, die den Blick für die Wirklichkeit und die politischen Vorgänge außerhalb Großbritanniens einbüßte. Man habe Botschafter in die Welt hinausgeschickt, die sich einer neu emporsteigenden Welt der deutschen Diplomaten hilflos gegenübergesehen hätte. Richt umsonst seien sie denn auch von der amerikanischen Presse als die „Diplomaten der gestreiften Hose" bezeichnet worden. Was dem England von heute fehle, sei eine tatkräftige und entschlossene Führerschicht. Dieser Mangel sei auch die Ursache für die vielen militärischen Rückschläge.
Vorver- ß* „Kraft 3961-
3lM
»dt Ö* Oktober
30 Uhr
rflwcg: FaÜ
den Beginn eines Bahnbaues nach Tuapse, nennt die Reise von Noworossijsk nach Tuapse eine „lohnende, aber angreifende Tour" und verweist den Reisenden auf die Dampfer, die auf der Fahrt Odessa nach Datum auch in Tuapse anlegten.
feuer das weitere Vordringen unserer Truppen zu verhindern. Trotz des schweren Abwehrfeuers und trotz wütender Gegenangriffe kamen unsere Soldaten vorwärts. Auch hier konnten sich zwei Angriffsspitzen vereinigen. Die dabei eingeschlossenen feindlichen Kräften wurden vernichtet. Jeder Kilometer zäh verteidigten Bodens kostet die Bolsche- wiften, wenn sie auch jeden Geländevorteil auszunutzen verstehen, große Opfer. Denn die Ausfälle sind für den Feind offensichtlich schwer zu ersetzen. Er rafft alles zusammen, was Waffen tragen kann. So kommt es, daß man unter den Gefangenen ehemalige Matrosen, 16jährige Jungens und ergraute Männer nebeneinander sieht.
Tuapse.
Im zähesten Kampf machen die deuffchen Truppen im Nordwestkaukasus mit Richtung auf Tuapse neue Fortschritte. An dieser Stelle ist der Kaukasus noch nicht das hochalpine Gebirge der Hauptkette. Aber ein Gebirgszug folgt dem anderen, die Täler find tief eingeschnitten und für die Schwierigkeiten des Geländes spricht es, daß erst sehr spät Tuapse Eisenbahnverbindung bekam. Tuapse liegt knappe 200 Straßenkilometer südöstlich von Noworossijsk. Die Erdölleitung von Maikop nach Tuapse ist 85 Kilometer lang. Die Kammhöhe des Gebirges unmittelbar vor Tuapse beträgt rund 1000 Meter. Der Baedeker von 1912 verzeichnet erst
Stockholm, 20. Okt. (Europapreß.) Der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, machte in einer Unterhausrede drei grundlegende Veränderungen in der Seekriegführung gegenüber dem Weltkrieg für die schweren englischen Verluste zur See verantwortlich. Alexander verwies auf den bedeutend erweiterten Aktionsradius der Luftwaffe, die „ungeheuer erweiterte Operationskraft und Einsatzmöglichkeit der Unter- e e b 0 0 t e" sowie das „Ausmaß und die Verschiedenheit der deutschen Minenoperatione n". Er sprach davon, daß die Minen „geradezu aus der Luft gesät" würden. Englands Anstrengungen müßten in erster Linie darauf gerichtet ein, seine Verbindungen zur See intakt zu halten, doch dabei habe die britische Flotte die meisten V e r l u st e erlitten. Diese Verluste seien unglücklicherweise groß. Die Seekriegführung habe der Kriegs- uno*Handelsrnarine eine Last aufgebürdet, wie sie sie nie zuvor getragen habe. Später habe auch der „Schlag bei Pearl Harbour" die gesamte Kriegsstrategie im Pazifik umgeworfen.
Alexander meinte dann mit einem deutlichen Seitenhieb auf die USA.: „Das zukünftige Bauprogramm der Vereinigten Staaten im Verein mit unserem eigenen, das nicht unbeträchtlich ist — denn im Verhältnis zu unseren Hilfsquellen stellen wir immer noch mehr Tonnen Schiffsraum pro Mann her, als es in den USA. mit all den modernen Methoden der Fall ist — erweckt mein Vertrauen."
Nach dieser Bemerkung wandte sich Alexander dem heißen Eisen der zweiten Front zu und erklärte: „Wir müssen immer daran denken, daß unser Vermögen, diese zweite Front sicherzustellen, direkt von unserer Seeherrschaft abhängt, wie auch die Herrschaft in der Luft unerläßlich ist. Die Grundlage der gesamten alliierten Strategie hängt von der Beibehaltung der Seeverbindung ab. Nicht nur, damit wir selbst überleben können, sondern auch, weil wir diese Verbindungswege nötig haben, um den Krieg in das Land des Feindes zu tragen. Wir wollen auch einmal Schläge austeilen statt sie hinzunehmen."
Oie Bürokratisierung des Kriegsapparates in den £K52/. Lissabon, 20. Okt. (Europapreß.) »Lieser Krieg kann auch in Washington verloren gehen", heißt es in einem Bericht eines Sonderkomitees
liehe Widerstand von neuem auf. In Abzugsgräben, Kanalisationen, Gruben und ähnlichen Verstecken halten sich kleinere feindliche Trupps versteckt. Mit diesen Versprengten kam es in den unübersichtlichen Trümmerfeldern im Werkgelände der Geschützfabrik „Rote Barrikade" zu hartnäckigen Kämpfen. Obwohl die auf verlorenem Posten kämpfenden feindlichen Trupps jeden Vorteil ausnutzten, wurden sie von unseren Soldaten gefaßt und erledigt. Die in Häuserblocks in der nördlichen Vorstadt sitzenden Bolschewisten, Reste jener Verbände, die bei dem Stoß der deutschen Truppen aus dem Werkgelände der Traktoren- und Panzerfabrik „Dshershinskij" nach Norden westlich dieses Keiles abgeschnitten waren, wurden bei strömendem Regen in zahllosen Straßen- und Häuserkämpfen vernichtet. Sturzkampfgeschwader richteten ihre Angriffe gegen die Industrieanlagen des Werkes ,Kloter Oktober" und legten Werkhallen und Verwaltungsgebäude, die von den Bolschewisten durch Einbau von Infanteriegeschützen und Maschinenbewehren m Festungswerke umgewandelt waren, m Trümmer.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 20. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3n dem dichtbewaldeten Gelände des w e ft k a u - kaflfchen Gebirges wurde trotz ungünstiger Wetteroerhältnisie harter feindlicher Widerstand in VUnterstellungen gebrochen. An der Paßstraße nach Tuapse wurde die Verbindung der beiden Angriffsgruppen, die sich nördlich und südlich der Straße vorgekämpft hatten, an der Straße selbst hergestellt.
Am Terek-Abschnitt scheiterten feindliche Gegenangriffe. 3n Luftkämpfen wurden zehn Sowjetflugzeuge abgeschossen.
3m nördlichen Vorort von Stalingrad entrissen die deutschen Truppen den Sowjets eine weitere Häusergruppe. Die Kämpfe zur Säuberung des Werkgeländes der Gefchühfabrik „Rote Barrikade" dauern noch atu Rahkampfflieger bombardierten hauptsächlich die stark ausgebauten Stützpunkte des Werkes „Roter Oktober". Kampffliegerverbände vernichteten im Bereich der unteren Wolga mehrere Transportzüge, einen Schlepdampfer und sechs abgestellte Flugzeuge.
An der D 0 n f r 0 n ( wiesen rumänische Truppen feindliche Angriffe ab.
An der El-Alameln-Front griffen leichte deutsche und italienische Kampfflugzeuge britische Panzer- und Kraftfahrzeuganfammlungen an. Begleitende 3äger und Zerstörer schossen vier britische Flugzeuge ab. Die Bekämpfung britischer Flugplätze auf Malta wurde durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte fortgesetzt.
3n Ostengland führte die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage ausgedehnte Angriffe gegen militärische Ziele und kriegswichtige Anlagen.
ati
de»
Je 7 3073
rn.
unter wie hie ant>5 und 'Uber. Das t mit 14:2 d im Torungen. Die 3 und wies Posten auf. Ungarn an nd der Anhand. Acht- “üntges als feburg) er-- tb Denfchel 1 erreichten eistuny der schnell und wurde vor- uge.
3« den Trümmern von Nord-Stalingrad.
Berlin, 20. Okt. (DNB.) In Stalingrad haben starke Regengüsse die zum großen Teil nicht gepflasterten Sttaßen der Stadt tief aufgeweicht. Durch knietiefen Moraft wühlten sich die Trosse und Fahrkvlonnen zu den Kampfabschnitten im Nordteil der Stadt vor. In den Trümmerfeldern der eroberten Rüstungswerke flackerte vereinzelt der feind-
Zeit nur schwer verstehen, wenn auch inre e m so eindringlich ist, daß sie nicht mehr überhört werden darf. Immerhin das Wort Neuorientierung ist
er. fe* eine» • s"9. Di, wie cot S. Serli»
7'z°« Mit» (ich iinete. $e; ''MW, p« Erfolg?
Recht;. ? und des 'welen mit W Siege, Erfolge bei 3U unseren
Kriegsgefangen.
Das Anklage-Dokument des Oberkommandos der Wehrmacht hat die Mißhandlung deutscher Kriegsgefangener eindeutig bewiesen und festgestellt, daß die Engländer damit auch die Bestimmungen des Genfer' Kriegsgefangenenabkommens in gröblichster Weise mißachtet haben. Es bestand die Hoffnung, daß gerade dieses Abkommen dazu beitragen würde, Vorfälle, wie wir sie im Weltkriege erlebt haben, unmöglich zu machen. Zu un- erem lebhaften Bedauern hat sich diese Hoffnung nicht verwirklicht, obgleich man auf deutscher Seite gerade ständig bemüht gewesen ist, alle Sicherungen für den Schutz der Kriegsgefangenen zu schaffen.
Kriegsgefangenschaft gehörte in früheren Zeiten zu den trostlosesten Schicksalen, die man kannte. Das Recht des Krieges war unbegrenzt, es gab keinerlei einschränkende Bestimmungen, die Kriegsgefangenen, die dem Gegner in die Hände fielen, waren ihm auf Gnade und Ungnade aus- geliefert: sie konnten noch von Glück sagen, wenn sie nicht erschlagen wurden, sondern in die Sklaverei verkauft wurden. Selbst in der Zeit des 'lassischen Alterums, in einer Zeit, in der das Men- chentum schon zum lebendigen Begriff geworden war, dachte niemand daran, das schwere Los der Kriegsgefangenen zu mildern, auch die Griechen der Spät-Antike hatten nur unter sich gewisse Bestimmungen getroffen, die sich auf den Austausch der Kriegsgefangenen bezogen. Die Bilder der römischen Triumphbogen beweisen, daß man damals nicht nur die Krieger, solchem auch ihre Frauen und Kinder in die Gefangenschaft brachte, und sie in den Triumphzügen als Siegesbeute dem Volk von Rom vorführte.
Erst ganz langsam entwickelte sich eine mildere Auffassung. Bei den Germanen wurden die Kriegsgefangenen zwar nicht als verkäufliche Sklaven, aber doch als Personen minderen Rechts, als Unfreie anaefehen. Im ganzen Mittelalter galt der Kriegsgefangene gewissermaßen als persönliches Eigentum seines Ueberwinders und mußte feine Freiheit durch ein Lösegeld erkaufen. Im amerikanischen Bürgerkrieg erhielten die Amerikaner, die einen Engländer als Gefangenen einbrachten, 300 Dollar für den Soldaten. Offiziere wurden hoher bewertet. Neger wurden als Sklaven verkauft, lieber das Auslösungssystem entwickelten sich dann im Laufe der Zeit feste Formen und es gab zwischen den Kriegführenden bestimmte Sätze, wie die einzelnen Chargen bewertet wurden. Als am 16. Oktober 1756 die sächsische Armee vor Friedrich dem Großen kapitulieren mußte, wurden die Offiziere entlassen und die Mannschaften zum Teil in geschlossenen Regimentern in die preußische Armee eingereiht. Ein solches Verfahren würde heute unmöglich erscheinen, aber damals kannte man den Begriff Vaterland angesichts der deutschen flaut*
Skandinavien und Europa
Von unserem ds.-Berichterstatter.
des Repräsentantenhauses für die nationale teidigung. Es hält eine völlige Reorganisation der Obersten USA.-Kriegsbehorden für notwendig und wirft den Leitern des Krieasproduktionsprograrnrns einschließlich der für die Arbeitskraft-Mobilisierung zuständigen Personen vor, sie hätten bisher noch nicht den Sinn des modernen Krieges erfaßt. Ein neues „Büro für die Kriegsmobilisierung" soll nun Abhilfe schaffen. Diesem Büro müsse das Kriegs- produktionsamt, die Verteilung der Arbeitskräfte, die Arbeitsdienstpflicht und die Preisfestsetzung un-
6tufe steht.
Dieser Vorzug ist bas Ergebnis der überaus ; «lustigen Lebensbedingungen, die Schweden sich im ! Laufe der Zeit hat schaffen können. Hierzu gehört Mzüglich die großartige innere Kolonisa - ; Ilion, die es den Bevölkerungsschichten mit gar feinem oder geringem Besitz hat zukommen lassen, beit 1904 unterstützt der Staat die Eigenheimbewe- tjung zur Ansiedlung von Landarbeitern durch Kreilgewährung in Form von vorteilhaften Darlehen. Lis 1935 konnten auf diesem Wege 85 000 Wohnungen errichtet werden, darunter 50 000 mit Landbesitz. Damit erhielten 400 000 Menschen, d. h. ein Zehntel der ländlichen Bevölkerung Schwedens ge- unbe Wohnungen und zum größten Teil noch dazu Jen notwendigen Boden zur Gewinnung des Lebensunterhaltes. Daneben wurde seit 1933 eine geänderte Aktion zur Ansieblung von Holzarbeitern unb Flößern durchgeführt, die schon in den ersten eineinhalb Jahren über 4000 SiedlungAellen beendete. Zu dieser hauptsächlich vom Staate auf jem Lande verfolgten Siedlungswelse gesellte sich bald eine von Staat und Gemeinden betriebene Siebtungspolitit am Raube ber Stabte, naturgemäß in erster Linie am Rande ber Landeshauptstadt Stockholm, sowie in den Industriegebieten m ihrer Nachbarschaft wie in Nordschweden.
Im Verhältnis zu der geringen Bevölkerung Schwedens (6,3 Millionen bei nur 14 auf 1 qkm) «scheinen diese Siedlungserfolge als ungeheure so- jiale Leistungen, die den Lebensstandard des ge- amten Volkes außerordentlich erhöht haben. Trotzdem muß festqestellt werden, daß Schweden in Den letzten Jahrzehnten nicht in der Lage war, seinem geringen Bevölkerungsüberschuß tm eigenen Land genügend Arbeitsmöglichkeiten zu geben, wirnep Hieb die Auswanderung nach Ueberfee unverändert stark. Die Ursachen dafür liegen nun nicht in einem absoluten Arbeitsmangel. Gegen- teil! Schweden besitzt in seiner Provinz Norrland nn Siedlungsgebiet, das mit Recht das "Amerika schwebens" genannt wird, teils weil es schon nne große Anzahl Siedler aufgenommen bat teils veil hier noch mindestens 1,5 Millionen Hektar fulturfähiqes Land zur Verfügung stehen, die. aus lange Zeit hinaus bequem den Bevolkerungsuber^ schuß aufnehmen konnten. Allein, ber mobente Schwede will zunächst nicht den von der Landes natur gewiesenen Wegen nachgehen. dem Maße Die er seine Kultur hochzuchtete und °ft 9en,^ ,n 'Irberzivilisation entarten ließ erlahmte fein 61 eb- lungsfähiqkeit im Innern. 6r folgte ^ber ben -ngelsächsischen Lockungen und su^te 'n England ober jenseits des Atlantik seine ^ukunst P Unlieben Neigungen erschienen chm wichtiger als das Wohl feines Volkes und Vaterlandes. Für ein hlche Volks- und Wirtschaftsaesinnung kann liirlich im neuen Europa kein Iies
Ganz ähnlich und äußerlich n°ch sinnfälliger 1 gen die Dinge i n D ä n e m a r k Hier «W" kandwirtfchaft schon beinahe als em Kunsrwe . IM feit 1864? b.b. nach d-r N!°derlag- m d°m lmtsch-dänischen Kriege, die über em Ahrtauft
?e75,ackftuchternk «enten nod) W^e^^CT^ing^fü^rten^aftfuHernritte^aus Ueb«. k entwickelte sich Dänemark zu e.meL^“b sirtschaftlicher Edelerzeugmtte
(baren) Schlachtgeflügel, Mastrinder, E,er
Berlin, 20. Ott (DNB.) Im Westteil des Kaukasus waren die Angriffskämpfe der deutschen und verbündeten Truppen durch anhaltende (Seroitter{türme mit starken Regen- fällen sehr erschwert. Im Hochgebirge gingen Schneemassen nieder, die bis zu drei Meter tiefe Verwehungen hervorriefen. Trotzdem setzten Infanteristen und Jäger zunächst im Raum von Schaumjan die Säuberung ber rückwärtigen Talgebiete fort. Die Bolschewisten hatten zahlreiche Straßen und Brücken gesprengt. Die große Paßstraße war durch elf über sechs Meter breite Panzergräben aufgerissen und durch mehr als ein Dutzend Baumverhaue unpassierbar gemacht. Dennoch wurde der Zutritt im Nah kämpf erzwungen.
Südlich von Schaumjan setzten die Bolschewisten zu Gegenstößen gegen die deutschen Angriffsspitzen an, die vom Feuer zahlreicher Batterien und Salvengeschütze unterstützt wurde«. Die mehrfach wiederholten Angriffe blieben im Abwehrfeuer liegen. Auch west lich der Straße von Tuapse mußte der Feind unter dem in den letzten 48 Stunden ständig wachsenden Druck der deutschen und slowakischen Verbände seine Stellungen aufgeben. Er versuchte, sich unter gleichzeitiger Zuführung von Verstärkungen a u f d e n G e - birgstämmen weiter südlich in bereits vorbereiteten Stellungen festzusetzen.
2lüe diese Kämpfe, die sich um fast 1000 Meter hohe Berge, um steil abfallende Felswände unb um starke Waldbefestigungen entwickelten, verlangten von den unentwegt nachstoßenden Infanteristen und Jägern äußerste Kraftanstrengungen. Aber die deutschen Verbände, die sich beiderseits der Paßstraße nach Tuapse vorgekämpft haben, haben auf der Straße selbst die Verbindung hergestellt und damit diese wichtige Nachschubstraße für die Versorgung her deutschen Verbände geöffnet. Darüber hinaus wurden in den weiter südlich liegenden Auffangstellungen der Bolschewisten Einbrüche erzielt.
Auch südostwärts Noworossijsk geht unser Angriff gegen die zu Festungen ausgebauten Fabriken an der Küstenstraße vorwärts. Die Bolschewisten haben sich an den zum Meer steil abfallenden Felswänden und anderen überhöhten Geländepunkten festgesetzt und versuchen durch Sperr-
Einfuhr bedeutender Mengen von Getteide (342 000 Tonnen), Futtermitteln (746 000 Tonnen) und Del- famen (296 000 Tonnen) ausdrückt.
Schon diese Ziffern bedeuteten eine beängstigend wirkende Bedrohung des nationalen Wirtschaftslebens in Dänemark. Deshalb versuchten bereits früher einsichtige Kreise be$ Landes, die Bindungen an England zu läsen und die Wirtschaft wie in vergangenen Zeiten wieder in ihre natürlichen Bahnen nach Deutschland hinzulenken. Der Krieg unterstützt und beschleunigt jetzt diese Besttebungen. Allein in Dänemark und mehr noch in Schweden zeigen sich reichlich genug Widerstände. Der vor.. Individualismus kann und will die Zeichen der
lhr.__________
iellbettreter bei für $oliti! unb H-ms Thyckl; ft Numfchcin.
8i. Lange fi. <Z. ter- Hans Beck.
Die bedeutsame Rede des Reichsmarschalls Hermann Goring hat wertvolle Aufschlüsse über die netc Kraft und den WirkungÄiereich des neuen fcrapa nach der wirtschaftlichen Sette gegeben fie gesicherte Machtstellung des Großdeutschen
's in Mitteleuropa, seine Ausweitung nach ten sowie der Anschluß der Staaten im Süden
Sudosten des Erdteils stellen einen Wirtschafts- m dar, der durch seine geistigen und materiellen ergten eine Machtballung verkörpert, wie sie in ich er Weise zum zweiten Male sich nicht auf Erde findet. Ihrer Anziehungskraft können sich umliegenden Völker auf die Dauer nicht mehr «tziehen.
Diese Feststellung muß am unmittelbarsten auf Me beiden skandinavischen Staaten Schweden ckd Dänemark wirken. Daraus müßte sich enllich zwangsläufig eine wirtschaftlich e euor i en ti erun g für beide Länder ergeben.
falls reizt es zu untersuchen, wie weit eine che tatsächlich auf dem Marsche ist: Schweden e Dänemark sind dank der geistigen Fähigkeiten er Bevölkerung wirtschaftlich und sozial hoch wickelte Länder. Sie haben Kulturleistungen voll-
t, die sie an die Spitze der Kultumationen der de ftellen. Dadurch ist natürlich ihre völkische genart zu voller Entfaltung gelangt. Selbst bis dem Punkte hin, wo sie in Eigenwillen um= ägt; eine Gefahr, die bei so rein nordischen Völ- , wie beide verkörpern, sehr nahe liegt und durch ihre Geschichte oft genug bewiesen wird, f Die schärfste Prägung hat Schweden erfahren. MolgSdessen ist auch seine Individualität am deutschsten entwickelt worden. Und zwar so weit, daß bk Nation allmählich Schaden nimmt. Schweden ist bas Land in Europa, das nächst Frankreich den iringften Bevölkerungszuwachs besitzt. Frankreich Ht praktisch schon völlig still, während Schweden, auf 1000 Einwohner gerechnet, immer noch einen Zugang von 2,2 Menschen im Jahr hat. Dieser justand ist schon lange ein Gegenstand ernster sorge. Er beruht in erster Linie auf einer nur sehr ringen Geburtenfreudigkeit, die mit 14,2 noch roter der Frankreichs mit 15 steht, also das Mini- rourn des Erdteils auf weist. Nur seiner geringeren Äerblichkeit (12,0 gegen 15,3) verdankt es Schweben, daß es nicht völlig mit Frankreich auf einer


