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werde mich beschweren, das ist Freiheitsberaubung, nichts weiter."

Freiheitsberaubung im Amte", erklärte ihr Krähe,Paragraph 341 Strafgesetzbuch. Vergessen Sie die Nummer nicht."

Irene schwieg. Sie trat jetzt hervor, warf Krähe einen wütenden Blick zu, ging zum Spiegel und setzte sich das Hütchen auf.

Ich muß aber unbedingt noch einmal zu meinem Zimmer", sagte sie dann energisch,ich muß meine Sachen abschließen und alles ordnen das sehen Sie doch hoffentlich xein, nicht wahr?"

Natürlich", grinste der Kriminalsekretär,ich habe das längst eingesehen und war deshalb schon vorhin dort, um alles in Ordnung zu bringen. Ihr Zimmer ist versiegelt, es kommt keiner hinein"

Sie ließ sich auf ihren Stuhl fallen, der vor dem Spiegeltisch stand. Ihre Hände, die sie zu den Haaren erhoben hatte, sanken herab und einen Augenblick lang machte sie eine trostlose und ver­zweifelte Miene.

Sie Sie haben meine Sachen durchgesehen?" stammelte sie.

Ja, mit drei Beamten vom Revier, und Ihre Wirtin war auch dabei. Es ist alles ganz ordnungs­gemäß zugegangen, gemäß Paragraph 102 b(? 160 der Strafprozeßordnung."

Hören Sie auf. Sie machen mich wahnsinnig mit Ihren blöden Paragraphen." Sie hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu.

Jetzt trat Frau Behrendt vor.

Ich bin jetzt hier fertig", sagte sie schüchtern, und soll den anderen Damen beim Umkleiden helfen. Darf ich jetzt gehen?"

Krähe blickte sie freundlich an.

Liebe Frau", sagte er im väterlichen Tone,Sie kennen vermutlich den Paragraph 257 des Straf­gesetzbuches ?"

Nein"

(Fortsetzung folgt.)

Meslagmg des Oberhessischen Kunstvereins

stand.

Landkreis Gießen.

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) 1

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OHNE miLCH ZU BEREITEN

und dem wonnen äußert.

läge der Iahresgabe dem Verein auch eine gewisse Beschränkung in der Werbung auferlegt hätte. Die finanziellen Verhältnisse des Vereins haben sich trotz mancher Schwierigkeiten durch.das Heranbringen von Ausstellungsmaterial nicht verschlechtert, sie ge­statten nach dem Kriege die Wiederaufnahme der Werbung für den Verein, und zwar nicht nur durch eine größere Anzahl von Ausstellungen, sondern auch durch Kunstbeigaben und kunstgeschichtliche Rei­sen in Deutschland und im Ausland.

Im Vorstand ist insofern eine Aenderung zu ver­zeichnen, als an Stelle des von seinem Vorstands­amt zurückgetretencn Bankdirektors i. R. Grieß- bauer mit Genehmigung der Reichslammer der bildenden Künste Bankdirektor Bley er dieses Amt übernommen hat. Der Vorsitzende machte noch kurz Mitteilungen über die Sicherung des Kunst­besitzes des Vereins.

Anschließend wurde die von der Reichskammer der bildenden Künste gewünschte Satzungsänderung genehmigt, wobei vorgesehen ist,'auf Grund eines Erlasses des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda das Führerprinzip noch stärker als bisher zur Geltung zu bringen.

<£ Watzenborn-Steinberg, 21. Mai. Am morgigen Freitag, 22, Mai, feiern die Eheleute Georg R u ck e l s h a u s e n , Rentner, und Frau Katharine, geb. Happel, Watzenborn - Steinberg, Schlageterstraße, das Fest der goldene nHo ch - zeit. Der Jubilar wurde am 9.3.1867, die Jubi­larin am 24.8.1867 in Watzenborn-Steinberg ge­boren. In ihrem Ehestand wurden ihnen sechs Kin- der vier Söhne und zwei Töchter geschenkt, von denen noch fünf am Leben sind. Sie haben außerdem noch 21 Enkel. Das Jubelpaar ist noch rüstig und erledigt noch alle vorkommenden Ar­beiten. Beide interessieren sich noch rege für dos heutige Zeitgeschehen. Georg Ruckeishausen genügte seiner aktiven Dienstzeit beim Jnf.-Regt. 116 Gie­ßen in den Jahren 1888 bis 1890.

Allendors (Lahn) 1. Jgd. Heuchelheim 2. 3gb. 3:6.

Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften in Allendorf zu einem Fußballspiel, das die Heuchel- heimex verdient für sich entscheiden konnten. Mitte der ersten Halbzeit ging Heuchelheim durch seinen Mittelstürmer Hofmann in Führung. Allendorf glich bald darauf aus und konnte dann in Führung gehen. Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit konnte Heuchelheim, obwohl Allendorf mit dem Wind als Bundesgenossen spielte, auf 5:2 erhöhen. Allendorf versuchte nun mit aller Macht zu Erfolgen zu kommen. Die sichere Abwehr der Heuchelheimer, in der besonders Benner und Förster ein großes Spiel lieferten, ließ keine Er­folge zu. Kurz vor Schluß kamen beide Mannschaf' ten noch je zu einem Tor, so daß Heuchelheim mit 6:3 den Platz verlassen konnte.

Verdunkelungszeii:

21. Mai von 22.20 bis 4.47 Uhr.

Am gestrigen Mittwochnachmittag fand die Mit- aliederoersammlung des Oberhessischen Kunstvereins statt.

Der Vereinsoorsitzende, Stadtbaudirektor Gra­ve r t, berichtete über den Verlauf des Ausstellungs- wefens in den letzten Jahren. Nach seinen Darle­gungen hat sich die Zahl der Ausstellungen sowohl als die der Besucher trotz der schwierigen Zeitoer- hältnisse auf der gleichen Höhe gehalten. Erst im letzten Jahre mußten die Ausstellungen wesentlich eingeschränkt werden, wofür Verdunkelungsschwie^ rigt eiten usw., in jüngster Zeit auch die Durchfüh­rung von Sicherungsaufgaben für den Bestand der Kunst- und Kulturwerte der Anlaß waren. Infolge­dessen wird auch die Durchführung von Ausstellun­gen für die nächste Zeit nicht zu erwarten sein. Da­für ist aber die Ausgabe der Iahresgabe für 1942 und auch bereits der Iahresgabe für 1943 gesichert, so daß die Mitglieder des Kunstvereins auf diese Weise für ihre Förderung dei> Vereinsbestrebungen einen Ausgleich erhalten werden, der bei manchen anderen Kunstoereinen noch nicht vorhanden ist. Die Zahl der Mitglieder hat sich in den letzten Jahren aus der gleichen Höhe gehalten wie in den Jahren vorher, sie hätte sich ohne Schwierigkeiten sogar noch steigern lassen, wenn nicht die Beschränkung der Auf-

Mähen und Verfüttern von unreifem Getreide und Oelfrüchten verboten.

NSG. Die Landesbauemschaft Hessen-Nassau teilt mit: Die Hauptvereinigung der deutschen Ge­treide- und Futtermittelwirtschaft in Berlin hat eine Anordnung erlassen, wonach Roggen, Weizen, Gerste, Hafer einschließlich Gemenge dieser Ge­treidearten sowie Oelfrüchte in unreifem Zustande nicht abgemäht oder verfüttert werden dürfen. Nur in besonders begründeten Ausnahmefällen kann von dem zuständigen Kreisbauernführer auf An­trag eine Ausnahme von diesem Verbot bewilligt werden, falls eine ordnungsgemäße Verwertung in ausgereiftem Zustand nach Lage des Einzelfalles in Frage gestellt ist. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden nach den geltenden kriegs- wirtschaftlichen Vorschriften streng bestraft.

*

** Die Woche nmärkte werden vom kom­menden Samstag ab um 7 Uhr beginnen und um 13 Uhx beendet fein.

Aus der engeren Heimat.

Schweinemarkt in Grünberg.

4- (Brünberg, 21. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 255 Fette! und Läu­ferschweine aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 30 RM., 6 dis 8 Wochen alte 30 bis 37 NM., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 50 RM., Läuferschweine 50 bis 60 RM. das Stück. Das Gescl-äft war anfangs gut, fpäter abflauend; es verblieb geringer Ueberftanb.

Schweinemarkt in Homberg.

. Homberg, 20. Mai. Auf dem heutigen S ch w e i n e m a r 11 waren 204 Ferkel aufgetrie­ben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 28 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 35 RM. und 10 bis 12 Wochen alte 35 bis 45 RM. das Stück. Der Handel verlief schleppend; es verblieb lieber»

Es handelte sich darum, sich anzuziehen, und zwar in Anwesenheit des alten Krähe, der als Wache in ihrem Zimmer verbleiben mußte. Ihre Weigerung war kindisch, denn sie hatte eine spanische Wand, die im Gegensatz zu jener Wand auf der Bühne nicht durchsichtig war, außerdem sollte ihr die Garderobiere helfen.

Krähe, auf feinen Schirm gestützt, den schwarzen, steifen Hut auf dem Kopfe, schüttelte den Kopf.

Wie ist denn das gekommen?" fragte Frau Beh­rendt, die Garderobiere, während sie der Norodna Handreichungen machte.

Ach, der Kriminalrat hat mich nervös gemacht. Ausgerechnet vor deni Auftritt drang er bei mir ein und belästigte mich mit seinen Redereien, und dann wundert er sich, wenn ich unruhig werde und mal daneben schieße."

Ist denn etwas passiert?" erkundigte sich die Frau.

Ich weiß es nicht, aber vielleicht weiß es der Herr hier?"

Ja", sagte Krähe,ich weiß es, aber ich werde es Ihnen nicht sagen."

Warum nicht? Mir können Sie es doch sagen" Gerade Ihnen nicht."

Ist jemand getroffen worden schwer?" kam es hinter der Wand hervor.

Möglich."

Oh, mein Gott, es ist nicht zum Aushalten" tobte sie,wenn ich es nur wüßte, Behrendtchen, liebes Behrendtchen, können Sie nicht mal hinaus­gehen und sich erkundigen? Ich muß es doch wissen"

Ist gut", sagte Frau Behrendt, kam hinter der Wand hervor und wollte das Zimmer verlassen. 2!ber Krähe vertrat ihr den Weg.

Bleiben Sie lieber hier", riet er,beim ich barf Sie nicht hinaus lassen."

Frechheit!" kam es hinter der Wand hervor,ich

Die Gäste haben die besten Eindrücke von der vor­bildlichen Ordnung in der deutschen Forstwirtschaft hohen Stand unserer Waldbaukultur ge- und sich darüber sehr anerkennend ge- M. D.

Ausländische Forstmänner in unseren Wäldern

Studienreise der Internationalen Iorstzentrale durch Hessen.

Warnung aus Stendal

Roman von A. Lothar Philipp

35. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.»

Nur noch der Kunstschießakt, mit dem letzten Schuß Irenes war der Auftritt beendet. Er hoffte, daß er fein Ziel erreichen würde^

Die Ziele lagen durchweg aus der anderen Seite der Bühne. Nur die drei letzten Schüsse wurden nach einem beweglichen Ziel gefeuert, das sich un­mittelbar an der Kulisie befand, wo Lanos stand.

Diese Ziele mußte Irene durch den Spiegel be­feuern. Willis hoffte, daß sie durch den Spiegel Lanos nicht erkennen werde.

Inzwischen hatte Irene aber gemerkt, daß man ihr anscheinend etwas verbergen wollte, und nun war ihre Neugierde wach geworden. Dieses Etwas mußte in der anderen Kulisse sein. Sie beschloß, bei den Spiegelschüssen, wo sie einige Sekunden Zelt hatte, zu zielen und das Ziel zu suchen, diese Kulisse ge­nau zu betrachten.

Deshalb machte sie setzt keine Anstrengungen mehr, nach jener Kulisse zu Lücken, und Willis atmete auf. Sie feuerte ihre Schüsse mit größter Sicherheit ab und errang einen lauten Beifall.

Inzwischen war Welt als Untermann angetreten. Willis flog, vom Trampolin hochgeschnellt, aus seine Schulter und fing dann den kleinen Petersen auf. Nach dem letzten Schuß sollte Irene auf das Tram­polin springen und mit mächtigem Schwung von Petersen ausgefangen werden. Sie mußte dann flach auf seinen Händen ruhen. .... , ..

Drei Paukenschläge ertönten bei ihren letzten ^r^erfte Schuß durch den Spiegel. Irene hatte nichts gesehen. Sie erblickte nur zwei ftiguren an der Kulisse und achtete nicht weiter daraus. Mit die­sem Schuß ein Paukenschlag, Willis flog auf Welks Schultern.

Seit Ausgang des vorigen Jahrhunderts sind die maßgebenden Vertreter der Landwirtschaft und der mit ihr in Interessengemeinschaft arbeitenden Forst­wirtschaft um internationale Zusammenarbeit und um den Zusammenschluß aller ihrer Kräfte bemüht. Bereits vor dem Weltkrieg wurde ein Internatio­nales Landwirtschaftsinftitut gegründet, das in spä­teren Jahren auch die Forstwirtschaft in sein Ar­beitsgebiet mit einschloß, und in der Folge wurde der Wunsch nach einer gesonderten Vertretung der internationalen Forstwirtschaft lebendig. Dieser Plan sand am 11. Mai 1939, wenige Monate vor Aus­bruch des Krieges, in der Gründung J)erInter­nationalen Forstzentrale", mit dem Sitz Berlin- Wannsee, seine Verwirklichung.

Das Aufgabengebiet der Internationalen Forst- zentrale, die nicht etwa den Charakter einer forst- wissenschaftlichen Akademie trägt, ist vorwiegend ein praktisches. Internationale Zusammenkünfte und ein geordnetes Verösfentlichungswesen bienen dem Gedankenaustausch der Forstleute aller Länder. Es ist selbstverständlich, daß in diese gemeinsame Arbeit auch Studienreisen einbegriffen sind.

Eine solche Studienreise führte in diesen Tagen elf Vertreter der Internationalen Forstzentrale, deren Betreuung dem Auswärtigen Amt untersteht, durch Hessen. Als Vertreter der Landesregierung in Darmstadt nahm Landesforstmeister Dr. h. c. fr c ff e an der Fahrt teil.

Unsere MDM.-Mitardeiterin hat die internatio­nalen Gäste auf einem Teil ihrer Reise, der Fahrt durch Oberhessen, begleitet. Thema der Er­örterungen und des Studiums war dieBuchen­wirtschaft" in Hessen. Von Berlin über Gießen kommend, wurde das Städtchen L i ch zum Aus­gangspunkt der Exkursion. Die Buchenwirtschaft in der Wetterau ist durch die Qualität des Diluvial­bodens bei der hohen Wärmesumme überaus gün­stig, und die Gäste konnten sich in den verschiedenen Forstorten genau über die geologischen, bodenkund- lichen und floristischen Besonderheiten des frucht­baren Landstriches unterrichten. Eine Besichtigung der Ruine Arnsburg mit ihrem alten Baumbestand vervollständigte den Rundgang durch diesen Bezirk.

Anschließend fuhr man nach dem Gebiet der Solms-Laubachschen Forstoerwaltung, wo dieBu­chenwirtschaft auf Basalt" im Vordergrund der Be­trachtungen stand. In Laubach wurden die Gäste von Graf Solms begrüßt, der ihnen seine wert­volle, 45 000 Bände umfassende Schloßbibliothek, in der eine Reihe sorstwissenfchaftlicher Werke das be­sondere Interesse der Fachleute erweckte, zeigte. Hier gab Forstmeister Ostheim in einem einfüh­renden Vortrag einen vorwiegend historisch orien­tierten Ueberblick über die klimatischen Bedingungen der Basaltwirtschaft und über die speziellen Revier- verhältnisse und die betrieblichen Leistungen, der durch eine Fahrt zu den verschiedenen Forstorten erweitert wurde. Die forstpolitischen Probleme in bezug auf die Betreuung des Großwaldes, Ver- jüngungsfragen und Räumungsverhälknjsse standen im Vordergrund der Betrachtungen, i

Am nächsten Tag wurde, mit dem Ausgangs­punkt Schotten, dieBuch en wirtschaft im Ober- wald" 3um Gegenstand der Erörterungen. Einige der landschaftlich schönsten Punkte des Vogelsbergs, auf

Wir brauchen nicht lange nachzudenken, um zu erkennen, was der Wald den Menschen bedeutete und heute erst recht bedeutet. Möbel, Fachwerk, Dielen, Schiffe und Wagen, die Wärme der Stu­ben, die (Blut der Herde und der ersten Schmelz­öfen das alles kam aus den Wäldern. Pilze, Beeren, Wild und Vögel ganze Generationen nährten sich von dem, was der-Wald gab. Und heute greifen wir wiederum die Parole auf: Nah­rung aus dem Walde! Auch die Nahrung unserer Lungen, wertvollen Ozon, schenkt uns der Wald. Der Wald befruchtete die Kunst, die Literatur, die Malerei und Musik durch viele Jahrhunderte. Seit wenigen Jahren haben wir gelernt, den Wald von einer ganz anderen Seite aus zu werten, nämlich als Rohstoffquelle. Holz als Hei,;- und Baumaterial ist uns viel zu kostbar geworden, seit wir wissen, daß wir bei Der physikalischen und chemischen Zer­setzung des Holzes Werte finden, mit deren Hilfe wir Werkstoffe Herstellen können, die uns auf dem Textilienmarkt, auf dem Papiermarkt, in der Me­dizin und anderen Zweigen der Wirtschaft unab­hängig vom Ausland und von Devisen machen. Dieser Wert des Holzes hat sich im Kriege erheb­lich gesteigert und legt uns die Verpflichtung auf, den Wald zu schonen wie ein Heiligtum. Tabak- rauchen, Spirituskocher und Lagerfeuer haben im Walde und in der Nähe von Wäldern nichts zu suchen! Achtet auch auf spielende Kinder und nehmt eure Zündhölzer in gute Verwahrung!

Hausschlachtung und!?rischfleischabgabe

Bei Hausschlachtungen hat der Schlachtende auf Anordnung des Ernährungsamts oder der Karten­stelle Fleisch aus der Hausschlachtung abzugeben, wenn er sich sonst für einen übermäßig langen Zeit­raum aus der Hausschlachtung versorgen müßte. Dabei kann auch die Entrichtung einer Ausgleichs- abgabc in Frage kommen. Um für den Hausschlach­tenden diese Fleischablieferung zu veremfachen, wer­den wie der Reichsernährungsminister bekanntgibt, dis Außenstellen der Viehwirtschaftsverbande Fleisch aus Hausschlachtungen möglichst Fleischereibetneben am Orte der Schlachtung zuweisen, ober sonst Maß­nahmen treffen, damit eine Ausgleichsabgabe nicht fällig wird._______________ ____

der Feldkrücker Höhe und dem Hoherodskopf, mit -dem Blick über die Basaltkegel gaben Anlaß zu an­geregter Diskussion über Probleme der Landschafts­gestaltung und die Ausgaben der Waldwirtschaft in den hohen Regionen des Oberwaldes, wo der Wald in ständigem Existenzkampf gegen Wind und Schneebruch sich befindet, und noch obendrein die Wildschäden bei der Durchführung der Beforstungs­pläne erschwerend wirken. Nachdem Forstmeister Dr. Künanz anhand von Kulturpkänen und Dege- tationskarten interessante Ausführungen über den Wasserhaushalt des Vogelsbergs und die geologi­schen Bedingungen des mit Basalt durchsetzten Löß- und Lehmbodens gemacht hatte, sprach der Deta­chierte des Deutschen Reiches Forstmeister Dr. Im­me l zu den Aufgaben des Natur- und Landschafts­schutzes.

Von dem Gebiet der Hessischen Staatsforsten im Oberwald, in dem noch einige charakteristische Wald- bilder gezeigt wurden, ging es durch die standes- herrlichen Gebiete Stolberg-Roßla und Stolberg- Wernigerode, nach demwarmen Vogelsberg" über Grebenhain, Hartmannshain nach Lißberg in"ben Forstbezirk Konradsdors. Die üppigen Wal­dungen am Fuße des Vogelsbergs weisen ganz be­sondere Wachstumsverhältnisse auf und fordern eine planmäßige Gliederung des Waldbaues, insbeson­dere der Buchenbestände. Das Problem des Misch­waldes, das durch die natürliche Verjüngung, die reichliche Buchenmast sowie die starke Begrasung des Bodens die Vorwuchsfrage in den Vordergrund schiebt, wurde zum Gegenstand eingehender Erörte­rungen.

Bis zu dem Forstbezirk Konradsdors haben wir die Vertreter der Internationalen Forstzentrale, die in den folgenden Tag die Bergstraße, den Oden­wald und das Neckartal bereisen, begleitet und da-, durch einen interessanten Einblick in die Zusammen­arbeit der Forstleute bekommen. Die Reise gab Ge­legenheit zu einem fruchtbaren Gedankenaustausch zwischen den Wissenschaftlern und den Praktikern. Der Direktor der Internationalen Forstzentrale, Prof. Dr. Dr. Josef Köstler, sowie Landesforst­meister vr. b. c. H esse nahmen verschiedentlich zu den Grundfragen der Forstwirtschaft Stellung und gingen dabei nicht nur auf die Besonderheiten der hessischen Waldwirtschaft ein, sondern gaben auck) den Ausländern Gelegenheit, sich dazu zu äußern und aus der eigenen Praxis wertvolle Aus­führungen zu machen. Die verschiedenen Arbeits­methoden in den einzelnen Ländern, wie die den Nordländern unbekannte Anlage der Pflanzgärten und die uns fast unmöglich erscheinende Betreuung von 120 Millionen Hektar Waldgebiet auf Sumatra oder Java, waren der Anlaß zu besonders ange­regten Debatten, die durchweg in deutscher Sprache geführt wurden.

Das Ziel drehte sich schneller.

Irene visierte wieder durch den Spiegel. Jetzt hatte sie die Kulisse erreicht. Sie sah das Gesicht des Kriminalrats über die Schulter eines Mannes blicken. Wer war der Mann?

Ein Paukenschlag. Der zweite Schuß fiel. Peter­sen flog durch die Luft und wurde von Willis' Schultern aufgefangen. Oben zog er sich seine Kra­watte gerade, zog einen kleinen Spiegel und Kamm hervor und kämmte sich seinen Scheitel. Tosender Beifall.

Irene trat einige Schritte näher zur Kulisse heran.

Wieder visierte sie.

Da erkannte sie ihn.

Lanos!

Das Blut schoß ihr durch den Kopf. Sie atmete keuchend. Und dann drehte sie sich ein wenig zur Seite und visierte Lanos an.

Ein Paukenschlag. Der Schuß fiel.

Wenig hatte das Visieren gesehen und im letzten Augenblick Lanos zurückgerissen. Beide fielen hin.

Irene hatte die Flinte wcggeworfen, war auf das Trampolin gesprungen und flog nach oben. Petersen fing sie auf und hielt sie auf feinen flachen Händen.

Die Kapelle spielte laut die letzten, ausklingenden Takte.

Die Säule von Menschen neigte sich langsam nach vorn und mit dem letzten Paukenschlag sprangen sie alle vier auf ihre Füße und verbeugten sich.

Das Publikum klatschte laut Beifall. Auch als der Vorhang bereits zugegangen war, wurden sie her­vorgerufen.

Zweimal kam auch Irene hervor. .

Das drittemal nur noch die drei Willis. Krimi­nalrat Wenig hatte Irene von der Bühne weg ver­haftet.

10.

Ich tue es nicht, nein, ich tue es nicht, solange der Mann im Zimmer ist", schrie Irene und stampfte mit den Füßen auf.

Aus -er Stadt Gießen.

, Pfingstrosen.

Man nennt diese stolze Blume wohl auch Päonie, Königs-, Bauern- oder Gichtrose. Wohl am häusig- ften findet sich die ungefüllte Päonie, die sogenannte Pumpeirose", meist dunkelrot leuchtend, während die gefüllte auch in Scharlachrot, in strahlendem Weiß oder zartem Rosa erblüht. Herrlicher Zim­merschmuck, eine Vase mit den prächtigen großen Blüten!

Doch dient die Pfingstrose keineswegs lediglich zum Schmuck der gärten und Zimmer, auch nutzbar wird sie gemacht. So werden den Kindern beim Zahnen die roten Sarnen der Pfingstrose alsZahn­korallen" um den Hals gehängt, sie sollen die Zähn­chen daran durchbeißen. Des Weiteren hat sich die Volksmedizin der Pfingstrose bemächtigt. U. a. fin­det sich in einem handgeschriebenen Heft mit alten Bauernrezepten aus der Karlsbader Gegend die fol­gende Vorschrift:

Psingstrosen, Gichtrosen.

Das Männlein (die ungefüllte Päonie? und die weibliche die gefüllte?) hat eine lange Wurzel, die Blätter gleichen den Nußblätrern, die Blume hat ein prächtiges Aussehen. Drei Tage vor dem neuen Monde'im März vor Aufgang der Sonne gegraben, so dienet sie wider fallende Sucht. Wenn sie aber im März bei zunehmendem Licht gegraben wird, so hilft sie vor die Gicht und Steinschmerzen, ein gutes Mittel wider die Sucht sjede gefährliche Krank­heit, des. auch Epilepsies und schwere Noth sSchwe- renoti)]. Wenn auch nur die Wurzel oder die glän­zenden Körner an den Hals gehängt, auch den Kin­dern an die Arme gebunden fwerden, so helfen siej. Man legt auch das Kraut und die Blumen den Kin­dern in die Wiege soll alle Zauberei gbhalten. Die Wurzel in Wein gesotten ist gut für die lau­fende Gicht, Krampf und Stein. Die Wurzel findet man in der Apotheke eingemacht, und von der Blume ein Wasser, Sirup und Zucker, welches wider die lähmenden Gebrechen hilft." L. B.

Zahlt Steuern bargeldlos.

Es ist aus Gründen der Verwaltungsverein­fachung dringend erwünscht, daß Steuern nicht am Schalter der Finanzkasse ober Zollkasse, sondern nur durch Postschecktiberweisung im Giroverkehr, durch Banküberweisung oder durch Steuerzahlkarte entrichtet werden. Der Steuerpflichtige muß bei jeder Steuerzahlung auf dem Zahlungsabschnitt die Steuernummer, die Steuerart und den Zeitraum, für den die Steuer entrichtet wird, angeben.

Leben aus dem Walde.