llir.44 Zweites Blatt
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)
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wie die noch älteren Batzen, Heller
wohl noch davon, daß wir etwas
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echt roman-
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Backwunder
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Reese-Gesellschaft Hameln
mit Ich tönt mir
Aus der Stadt Gießen
Abschied vom kupfernen Pfennig.
TER
stadt Gießen
lebendige Kraft schöpfen.
Wenn wir von den außerordentlichen Siegen der
lichen Werdegang zurück. Als Florenz im Jahr 1252 Goldmünzen prägen ließ, schmückte es sie mit seinem Wappen, den drei Lilien, und nannte sie „Giliati", Lilienmünzen. Durch den lebhaften Handel Italiens wurden die Münzen in anderen Ländern bekannt, auch Ungarn, Böhmen und Lübeck prägten sie und nannten sie, da sie aus Gold waren, „Gulden". Aus dem Goldgulden wurde dann ein silberner. Zunächst prägte man im 15. und 16. Jahrhundert in Deutschland Gulden von geringerem Gehalt, denen dann bald gleichwertige Münzen aus reinem Silber zur
„Gulden"' und Dukaten" blicken
ohne jeglichen Nachteil und Schaden betrieb: nämlich das Mundharmonika-Spielen und das Tinten« Klecksen. Musikalisch feinfühlig, wissenschaftlich exakt und immer und über allem humorvoll befaßte er sich mit der Geschichte und der Herstellung der Mundharmonika oder der „Maultrommel" oder des „Brummeisens", wie sie auch genannt wurde. — Im vorgerückten Alter betrieb Kerner folgende Spielerei: Er machte einen Tintenspritzer oder einen Tintenklecks auf die eine Hälfte eines Papiers, und zwar so, daß der Spritzer oder Klecks an die galt»
Deo unsere.tapferen Afrikakamvfer neben den unerhörten Anforderungen des Kampfes noch täglich irfraaen; er kann es nur ahnen.
Worüber wir uns angesichts der großen Erfolge auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz besonders freuen, ist die Bewährung der deutsch-italienischen Waffenkameradschaft, die hier unter schwersten Bedingungen ihre Feuerprobe bestanden hat. Was ihaben Churchill und seine Propagandisten im Laufe
im nächsten Moment fällt bereits wieder eine Serie Wasserbomben. Eins, zwei, drei vier! Die Manometergläser splittern, die Farbe der Deckoerschalung des Bootes spritzt uns um die Augen, und für einen Moment fetzt das Licht aus.
Ich sehe in die Gesichter des Kommandanten und des L. I. Die sind gespannt, wie alle anderen und ruhig. Wir haben nun eine kleine Schriäufpause. aber nicht lange, da kommt wieder das Mahlen der Schrauben und Stampfen der Maschinen der beiden Zerstörer. Das Boot bockt wie ein störrisches Pferd, da kommt die Meldung „Tiefenruder ist ausgefallen", und ein wenig später fällt auch das Seitenruder aus.
Kein Zweifel, die Lage ist ernst. Nun, wenn es schon sein muß, dann gefaßt, wie es sich für einen deutschen Soldaten geziemt. Ich lege mich auf meine Koje, denn i nber Zentrale bin ich überflüssig und stehe nur im Wege. Achtern steht ein Matrose am Handruder, in kurzer Zeit schweißgebadet. Doch das Tiefenruder funktioniert wieder, und fester umspannen die Hände der Tiefenrudergänger die Steuerknüppel.
Man hört jedes einzelne Kommando vor der Zentrale. Minuten werden zur Ewigkeit. Und in diese Stille kommen wieder Wasserbomben mit ihrem Knall und Bellen, als wenn ein Rudel wilder Hunde außerhalb des Bootes „hau, hau, bau" dellt, und dang „klack, klack, klack", als ob Tausende von Sprengkörpern auf das Boot herniederfielen.
Beruhigend wirkt die Stimme aus der Zentrale über alle Räume. Ruhe! R—u—h—e! Im Boot ist alle? dicht?
Das gibt doch wieder etwas Hoffnung. Wenn aber bloß der Uhrzeiger nicht gar so langsam dahinschleichen würde und es nur bald Nacht wäre. Aber weder der Zeiger noch die Zeit ändert ihren Lauf, um uns von diesem Hexensabbat zu befreien.
Stunden um Stunden müssen wir uns winden wie ein Wurm um den todbringenden Wasserbomben zu entaehen, aber allmählich schütteln wir die beiden Zerstörer ab, und als wir es wagen können, unbemerkt aufzutauchen, bat sich der Tag bereits gelenkt, und an die Stelle der Sonne bähen sich der Mond und die Sterne gesetzt. Sie leuchten nenau so schon, nein, viel schöner wie vorher und künden uns, daß wir dem Lehen neu geschenkt sind.
doch zu ihrer Zeit großes Ansehen wie die Taler, Gulden, Groschen,
genossen haben: Kreuzer; ebenso usw.
Wir sprechen
ARKEN ?n. kauft Teisen IRMANN KRSttRT 6 8/84.
Ein vielseitiger Sonderling.
Zur Erinnerung an Justinus Kerner.
Am 21. Februar sind es achtzig Jahre her, daß ber liebenswerte Poet Justinus Kerner aus dem Leben schied, an dem er keineswegs geizig gehangen, aus dem er aber soviel gemacht hatte, wie nur ein fröhlich schaffender, mit Humor begabter, Mistig überaus reger Mensch machen kann. Hinter feinem Sarge schritt trotz der Kälte, die damals herrschte, der treue Uhland. Die Erkältung, die M)lanb sich bei diesem Begräbnis zuzog, ist-wahrscheinlich der Keim für seine schwere Erkrankung zewesen — er starb im selben Jahre.
linie grenzte, deckte dann die andere Hälfte darüber, strich mit der Hand darüber, klappte wieder auf und sah nach, welch phantastisches Gebilde sich ergeben habe. Er nannte das „Klecksographien", und die Spielerei ist bei der Jugend bis heute lebendig ge» fi»n ein? l"ttsame Erin" " ' j 'el-
seitigen Sonderling. Johannes Günther.
denn wir sind erst auf geringer Tiefe, da knallt es zum zweiten, dritten und vierten Male ... Wasserbomben?
Ich kenne das aus dem Weltkrieg her. Es gebt zu langsam, bis wir auf Tiefe kommen, denn schon ! hören wir das Rauschen des zweiten Zerstörers, und
Nachdem man in anderen Ländern schon seit längerer Zeit nach und nach von Öen Kupfermünzen sich getrennt hat, heißt es auch für uns Abschied nehmen von dem guten alten Kupferpfennig, oem „Roten", wie er im Volksmund heißt. Getreulich hat er uns weit über ein halbes, Jahrhundert lang begleitet, von manchem sehr zu Unrecht mißachtet, den anderen beglückend in harter Not. Uno trotzdem wird es auch fein Schicksal werden, fast in Vergessenheit zu geraten, wie so viele andere Mün- zen vor ihm, die ’**** onuoAa«
auf eine Höhe gestellt zu werden, die keine in den Morgennebel getauchte Gänsefeder erreichte."
Auch ein anderes Lied Justinus Kerners: „Dort unten in der Mühle saß ich in guter Ruh und sah dem Räderspiele und sah den Wassern zu" ist ja in den Schatz der Volkslieder übergegangen. — Nach einem Menschenalter hat übrigens Uhland den ersten Teil seiner Volkslieder-Sammlung mit einer herzlichen Erinnerungswidmung an gemeinsame junge Forscherjahre Kerner zugeschickt. — Ein Ergebnis echt romantischen Humors und echt romantischen gemeinsamen Schaffens ist die hübsche, von den Theatern leider immer noch gar nicht ausgewertete Posse „D e r B ä r" oder „Die Bärenritter", an der Uhland und Kerner zu gleichen Teilen ge-
ten Referenzen tiemes Hotel °te. unter 0669 ^*8« erbeten..
der Hand, was bedeuten sollte tiefer zu gehen, wollte eben fragen, was oben anliegt, da er- eine fürchterliche Detonation. Die Frage bleibt . ... in Munde stecken. Wieder das Zeichen des Kommanb"nten mit der Hand ... tiefer, tiefer,
mächtige Herrscher der Inflation, seinen Namen aus dem kleinen erzgebirgischen Städtchen bezogen.
Jm Hexenkessel vor Alexandrien
Von Kriegsberichter Fritz Huck.
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dieses Krieges nicht alles versucht, um die Achse Berlin—Rom, die einen dicken Strick; durch die Rechnung der plutokratischen Kriegstreiber bedeutet, zu zerbrechen. Sie sparten weder mit Schmähungen und Drohungen, noch mit Schmeichelworten und Versprechungen gegenüber unseren italienischen Bundesgenossen, ohne allerdings auch nur den geringsten Eindruck zu machen. Wenn nun die deutschen Afrikaverbände, die angeblich längst geschlagen und vernichtet waren, zusammen mit den italienischen Soldaten imstande waren, die große Offensive der Briten zu zerschlagen und zur Niederlage zu verwandeln, so bedeutet dies neben dem militärischen Fiasko auch eine vollkommene Pleite der britischen Propagandastrategie, die auf die Entzweiung Deutschlands und Italiens ausgerichtet war.
Wir wollen nicht verheimlichen, daß sich zu unserer Freude über die Taten unserer Afrikakämpfer auch ein gut Teil Schadenfreude gesellt über jene strategischen Blindgänger, deren Infamie und Habgier zwar ausreichten, den Krieg anzuzetteln, nicht aber, Siege zu erringen. Nach einer Serie von Fehlschlägen, die durch keinerlei Erfolge beeinträchtigt waren, glaubten Churchill und Roosevelt nun, durch entsprechende Anhäufung von Truppen und Material an der ägyptisch-libyschenGrenze nach bewährtem deutschem Vorbild einen Schwerpunkt und sodann einen Kessel zu bilden, in dem die zahlenmäßig «weit unterlegenen deutsch-italienischen Verbände mit Mann und Maus gefangen werden sollten.
Was wurde den australischen, neuseeländischen und indischen Soldaten nicht alles verlesen in Tagesbefehlen und Königsbotschaften, bevor sie in Marsch gesetzt wurden. Wie wurden in Reden und Zeitungsartikeln in London und Neuyork die kom-
Buntes Bild der Le-pziger Messe.
In einer hübsch illustrierten kleinen Schrift hat das Reichsmesseamt in Leipzig unter dem Titel „Die Welt in einer Nuß" literarische Zeugnisse über die Leipziger Messe aus drei Jahrhunderten gesammelt. Wir lesen darin unter anderem folgendes:
Natürlich haben auch die Leipziger Verleger es sich nicht nehmen lassen, verschiedene, meist humoristisch gehaltene Schriftfolgen über Leipzig und seine weltberühmte Messe herauszubringen, als deren Abnehmer offenbar vornehmlich, die Fremden ins Auge gefaßt waren. „Die Leipziger Messe — wer kennt sie nicht. Napoleon war nicht berühmter", chebt eines der Hefte an, die unter dem Gesamttitel „Leipzig wie es geht und steht, lebt und liebt" segeln, und die I. Lyser 1835 herausgab. Der Autor fährt fort: „Fremde Gestalten, Armenier, Türken und Russen wandeln zu einzelnen oder zu mehreren durch die Gassen über den Markt. Aus dem Roß-Platz reiht sich Bude an Bude. In der einen ist ein großer Ochse zu sehen, in der anderen ein wilder Mann, in der dritten ein dickes Fräulein, in der vierten ein Hund aus Portugal." Was den großen Ochsen anbelangt, so ist er sogar einer literarischen Sonderbehandlung gewürdigt worden, in der allerhand anzügliche Späße gemacht werden.
Niemals hat es an Sensationen dieser Art auf den alten Leipziger Warenmessen gefehlt. So hatte es sich auch der berühmte Dr. Eisenbarth nicht nehmen lassen, in Leipzig „die Leut' auf seine Art zu kurieren". Zur Frühjahrsmesse 1697 errichtete er eine mehrstöckige Bude auf dem Marktplatz und lockte mit gewaltiger Reklame sein Publikum an. Handzettel wurden verteilt, Trompeten dröhnten und Trommelwirbel klangen, Gaukler führten Possen auf, Schlangenbeschwörer zeigten ihre Kunst, ein als Clown verkleideter Gehilfe schrie feine Ankündigungen in einen Schalltrichter. Eisenbart selbst aber, den Dreimaster auf der wallenden Perücke und angetan mit einem scharlachroten Rock, zog b rinnen in der Bude Zähne und führte seine Operationen durch Wie hoch er, der trotz aller Hanswurstiaden ein für seine Zeit tüchtiger Mediziner mar, in der Gunst des Rates stand, geht daraus hervor, daß er auf fein am 10. Mai 1697 eingereichtes Gesuch, feinen Aufenthalt über tue Messe hinaus v-rlängern zu dürfen, einen zusagenden Bescheid erhielt.
Schuß. Wir kommen jedoch nicht dazu. Ich stehe I gerade in der Zentrale und verfolge das Manöver, da kommt der Kommandant vom Turm herunter ! und gibt dem L. I. (Leitender Ingenieur) ein Zeichen
Bemahe.
Um die Jahrhundertwende kamen mir Braunschweiger Notare, die wir nicht in der Stadt wohnten, zusammen und beschlossen unter anderem, eine Eingabe an den Herzog zu richten, weil es im Herzogtum Braunschweig nicht die Bestimmung gab, daß in den Ferien Stellvertreter für uns bestellt wurden (die in der Stadt Braunschweig wohnenden hatten das nicht nötig; sie vertraten sich gegenseitig) und der Justizminister hatte unfern Antrag abgelehnt.
Mein Freund, den wir den „Patriarchen nannten, und ich wurden besttmmt, den Herzog um eine Unterredung zu bitten und ihm die Sache vorzutragen. Der Patriarch sagte mir b^i einer Begegnung im Anwaltszimmer des Landgerichts, ihm läge das nicht, ich möchte doch das Gesuch aufsetzen und ihm mit meiner Unterschrift geben. Ich nahm als selbstverständlich an, er würde die Schrift lesen und dann beizeit sehen, daß ich mir, aber nur für ihn, den Scherz gemacht hatte, das Gesuch mit den Worten zu schließen: „Zum Beschluß bemerken wir ehrerbietig, daß wir gar keine Hoffnung haben, Eurer Hoheit jemals klar zu machen, um was es sich handelt."
Der Patriarch hatte feinen Namen darunter gesetzt, aber — ich weiß nicht, ob ihm dann doch etwas aufgefallen ist oder ob vielleicht fein Angestellter das Schriftstück gelesen hat — es wurde nicht eingereicht.
' Welches Gesicht hätte wohl der Herzog gemacht? Er war ein kluger Herr, ob er aber die Klugheit heit gehabt hätte, die Sache zu unterdrücken, ist mir zweifelhaft. Da ich den Patriarchen selbstverständlich nicht im Stich gelassen hätte, wären mir beide vielleicht aus Notariat- und Anwaltschaft entlassen worden.
Ich bin so häufig in bedenkliche Lagen geraten, daß mein Geschick übergenug zu tun hatte, mir im- nfer herauszuhelfen. Rudolf Huch.
Und weitergesungen, in seinem Liede untergeht, aufgeht und — weiterlebt.
Davon zeugt das Erlebnis, das er mit seinem beitbefannten und die Jahre überdauernden Liede ^Wohlauf noch getrunken ...!" gehabt hat, als er «5, 1809 Tübingen verlassend, auf der Wanderschaft lichtete: „Zu Echterdingen schrieb ich es im Wirtshaus für die Langeweile auf, und als ich weiterging, fang ich es auf der Straße vom Blättchen »ach eigener Melodie ab. Da kam ein Handwerks- b'irsche die Straße her, der lief auf mich zu und bat ittch sehr höflich, ihm das Lied zu geben. Da vergaß ich, daß es noch nicht gefeilt mar, und gab es ■>r den zehn Jahren der Festung (Fäulung) in die Reit hinaus ..." Und an Freund Uhland berichtete er: „Ich schlenderte, als du mich verlassen, so heinen Gang roeiter in einem Zickzack und dichtete Ach wirklich ein Wanderlied. Das Lied hatte bald la rauf das Glück, noch eh' ich Stuttgart erreichte, Ion einem Handwerksburschen gekrönt und somit
PK. Seit Tagen schuckelten wir bereits im Mittelmeer umher, ohne daß uns eines von den Schiffen, auf die wir Jagd machen sollten, vor die Rohre gekommen märe. Wir wurden langsam unzufrieden. Was soll man schon hier, wenn weit und breit nichts zu sehen ist als die Küste, dann und wann mal ein kleines Fischerboot oder ein Lazarettschiff. Die Skat- und Schachmeisterschaft war bereits entschieden, die während der Freiwache ausgetragen wurde, und sonst gibt es eben auf einem U-Boot während der Feindfahrt keine andere Abwochslung als Wache gehen, Essen, Lesen und Schlafen.
Als eine wahre Erlösung aus diesem Einerlei würde es deshalb empfunden, als es hieß, wir nehmen Kurs auf Alexandrien. Schien es doch, daß dort die Engländer mit Transporten nach Tobruk unter Begleitung von Flottenverbänden eine eifrige Tätigkeit entfalteten. Kaum daß mir es erwarten konnten dorthin zu kommen!
Der Empfang war doch alles andere als schön. Noch ganz eingenommen von der Ruhe, die uns hier umgab, trafen wir voller Erwartung auf unserer neuen Position ein. Also nun mal sehen, was los ist. Das sollten wir allerdings sehr schnell gewahr werden! Kaum, daß der Kommandant die
1914/18 ihre einzigartige Bewährung fanden, erleben wir— und nicht weniger die Briten — in Jtorbafrifa die glänzendsten Beweise der unverwüstlichen Angriffskraft und des mitreißenden Draufgängertums unserer nationalsozialistischen Wehrmacht. In diesem Sinne erlebt auch das ganze deutsche Volk die Kämpfe im Osten und in Afrika: mit zusammengebissenen Zahnen und unerbittlich entschlossen, alles auf sich zu nehmen, um die heldenhafte Front gegen den Bolschewismus stark inb unerschütterlich zu halten; mit heißem ^er^en unb freudiger Begeisterung für die geniale Kriegführung und die geradezu unglaublichen Bravourleistungen des Generalobersten Rommel und seines tapferen Afrikakorps.
Wo wir heute den Namen des Generalobersten Aommel lesen oder hören, wo von den blitz- fchnellen Attacken unserer „Afrikaner" die Rede ist, sind sie uns Begriffe unbesiegbaren deutschen Bolbatentums, Beispiele für die Richtigkeit des nationalsozialistischen Grundsatzes, daß Willens- jlärke und Leistungskraft mehr wiegen als Mate- rial und Masse, daß der Sieg schließlich die Fahnen begleiten wird, die von den tapfersten Armeen und dem entschlossensten Volk vorwärtsgetragen werben. In Generaloberst RomMel erblicken mir ben Offizier unserer neuen Wehrmacht und Zeit überhaupt, das Vorbild des militärischen Führers, ber die Generalstabskarte ebenso souverän de- jerrscht. wie das Gelände, das er an der Spitze einfet Panzertruppen wie der Sturmwind durchquert. Vielleicht aber ist nicht die geringste Ursache iir seine einmaligen Erfolge die Fähigkeit Rommels, durch persönliche Tapferkeit, verbunden mit ngeheurer körperlicher Ausdauer, durch die entwaffnend überlegene Meisterung heikler Situationen, durch seinen nicht unterzukriegenden trockenen Humor und die echte soldatische Kameradschaft, die ihn mit allen seinen Soldaten verbindet, die Männer feines Korps zu Leistungen mitzureißen, die nicht allein die Früchte der selbstverständlichen deutschen Solbatentugenben ber Disziplin und Pflichterfüllung sind, sondern aus ber persönlichen Anhänglichkeit, ber Bewunberung unb Begeisterung jebes einzelnen öfrifatämpfers für seinen Truppenführer ihre
arbeitet haben.
Ein liebensmürbiger Menschenfreund war^Kerner und ein anziehender Plauderer. Das „Kerner- haus" in Weinsberg ist noch heute ein lebendiges Denkmal des dankbaren Freundeskreises, der sich dort aufhielt, immer wieder gastfrei empfangen. Mit besonderer Vorliebe griff Kerner in seinen Plaudereien auf die Kinderzeit zurück: fein „Bilderbuch aus meiner Knabenzeit" und seine „R eisescha11en" haben eineganz persönliche und anschaulich-einprägsame Erzählform.
Justinus Kerner gehört zu den Dichtern und
bei „Heller und Pfennig" bezahlt haben, geben uns aber über die Herkunft des Hellers keine Rechenschaft. Die richtige Schreibweise wäre eigentlich „Hüller" gewesen, denn er war die Münze ber alten schwäbischen Reichsstadt Hall unb hat von ihr seinen Namen.
„Ein Hell'er und ein Batzen Warn all zwei beide mein", singt das alte Lied und ber Sübdeutsche kennt noch oie Redensart: „Er ist keinen Batzen wert!" Dieser „Batzen" kommt ursprünglich aus ber Schweiz, aus dem Kanton Bern, der den Bären im Wappen führt. Auch die Berner Münzen trugen das Bild des Bären, d^r bekanntlich Petz oder Bätz genannt wird, daher der Name Batzen. Die ersten „Kreuzer" sind zweifellos in Tirol geprägt worden, denn „Meraner" oder „Etschkreuzer" sind die frühesten, die erwähnt werden. Sie tragen das bischöflich Brixener Wappen, ein Kreuz, haben also ihren Namen gleichfalls vom Gepräge.
Den ,'Lroschey" kennt der Berliner noch heute. (Uebrigens hat der Ausdruck „Groschen" für das Zehnpfennigstück in den letzten Jahren so ziemlich im ganzen Reich sich eingebürgert.) Zuerst ließ Wenzel von Böhmen gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts „Grossi" prägen; ihm folgten die Markgrafen von Meißen mit ihren „Groschen", die sich rasch über ganz Norddeutschland verbreiteten.
„Da host du 'n Taler, geh auf den Markt, kauf dir ’n Kühchen unb ’n Kälbchen und ’n Wulle-Wulle- gänschen", sagt die Mutter auch heute noch zu ihrem Kleinen und mahnt den Heranwachsenden: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", obwohl es. die Münze schon lang nicht mehr gibt. Der Taler hat seinen Namen nach dem Ort Joachimstal in Böhmen erhalten. Aus dem Joa- chimstaler Bergwerk nämlich, das dem Grafen Schlick gehörte, stammte das Silber, aus dem die ersten Taler geprägt wurden, die an Wert dem Goldgulden gleichstanden. Es sollte eigentlich heißen: „Joachimstaler Gulden". Daraus wurde „Joachims- taler" oder „Schlickentaler"; dann blieben noch „Joachim" und „Schlick" fort, und es hieß einfach „Taler, Taler, du mußt wandern". Und so wanderte er bis nach Amerika, denn auch ber Dollar, der all-
Unsere Afrikaner.
Von H. Schwaibold.
Die beiden Hauptkriegsschauplätze, auf denen beute die Kanonen unserer Wehrmacht sprechen, iragen in ihrer ganzen Eigenart den Stempel ber heiben hervorragenbsten Eigenschaften bes beut- chen Soldaten und des deutschen Menschen über- haupt. Während sich nach dem einzigartigen Sieges- iturm jetzt in den Eis- und Schneewüsten bes ’tens unter schwierigsten Wetter- und Wegever- bältnissen und unter dem ununterbrochenen An- jiurm bolschewistischer Horden die ungeheure Härte mb Standfestigkeit unserer Soldaten zeigt, die bereits in den Materialschlachten bes Weltkrieges
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chcrft gehalten,* eine wahrhaft fruchtbare Freund- yaft Besonbers war es Uhlands Volkslieder-For- d)ung, für bie Kerner viel Verständnis und Neigung zeigte. Zu seinem Glück kam Kerner mit [einem Dichten in den Volksliedton hinein und emp- ------- v ,
fonb die Seligkeit des Poeten, der vielleicht namen- Weisen, die ebenso furios wie musisch waren. Von los, aber um so lieber vorn Volke aufgenommen Beritt Arzt, hatte er sick> besonders mit der Seelen- ' ' künde abwegiger Geistesverfassungen beschäftigt.
Beobachtend und nachfühlend hatte er dabei so manches fein und heilsam erforscht, was fo-gar der nüchterner gerichtete Uhland anerkannte. Dann aber sammelte er auch Zeugnisse und Berichte anderer Menschen, schenkte diesen allzuviel Glauben und geriet mit seiner Psychologie in die Irre.
Und Kerner hatte noch zwei andere Liebhabereien, die er aber nun wieder mit reizvollem Nutzen unb
menben Siege gefeiert. Churchill sonnte sich in seiner Washingtoner Rede bereits oor ben auf ihre Agitation hereingefallenen amerikanischen Politikern in seinem künftigen Ruhme. Die Wegnahme von Tripolis war eine abgemachte Sache. Lebiglich ein kleines Sprungbrett nach Italien, bas man von ©üben her aufrollen wollte, um die Nazis am Brenner zu schlagen.
Daß auf die blühende Phantasie des plutokratischen Kriegstreibers ein früher Reif fiel, daß der furchtbare Schlag, mit dem sie die deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika zermalmen wollten, in den Sanddünen der Cyrenaika verpuffte, daß die amerikanischen Panzerwagen, noch bevor sie bie Kurve nach Tripolis erreichten, von unseren Panzerjägern, Flakkanonieren unb Fliegern zu Hunderten abgeschossen wurden, ja baß bie englisch-amerikanische Wafsenprobuktion eines Vierteljahres, bie Konzentration riesiger Truppenmassen in Aegypten auf Kosten ber ostasiatischen Stellungen unb ber Einsatz zahlreicher, in anberen Gewässern bringend benötigter Kriegs- und Handelsschiffe in einer derartigen militärischen und politischen Niederlage der demokratischen Katastrophenpolitiker endet, ist das einmalige Verdienst des Generalobersten Rommel und seiner tapferen deutschen und italienischen AfrikaAmpfer. Ihre Heldentaten und ihr unentwegter Angriffsgeist erfüllen das ganze deutsche Volk mit Freude und Stolz.
Es wäre ihrer nicht würdig, wollten wir ihnen nur mit Worten dynken. In der unermüdlichen Arbeit der schaffenden Heimat unb in ber Bereitschaft jedes einzelnen von uns, bie kleinen Opfer und Einschränkungen des Alltags jederzeit auf sich 3u ur'hmcn. mögen sie den bescheidenen Dank des deutschen Volkes erblicken. Ihr schönster Lohn aber 1 wirb ber Enbsieg sein. .
deutschen und italienischen Soldaten in Afrika spre- d;en, so dürfen wir nie vergessen, daß nur außerordentliche Leistungen solche Erfolge zeitigen föhnen, Leistungen, die unter schwersten klimatischen Bebtnaungen, mit riesigen unb vielfach gefährdeten Nachschubwegen, oft nur von wenigen Männern j ..........;**--•***--
oll- n 'n den unendlichen Sandwüsten der Cyre- Lage gepeilt hatte, kamen auch schon zwei Zerstörer laita Tausende Kilometer von der Heimat entfernt | auf uns zu. Der Kommandant versuchte das Boot vollbracht werden Wer es einmal im Kasernenhof, in günstige Schußposition zu bringen. Es gilt also ober im Kriegseinsatz erprobt hat, bei glühender! m zeigen. brh deutsche U-Boote auch feindliche Zer- vonnenhitze Kanonen im Mannschaftszug durch den ftörer nicht fürchten.
)vnd zu schleppen, in wenigen Minuten in iote 1= Während die Zerstörer sehr schnell naherkommen,
lang zu bringen und feuerbereit zu machen, bann | gerben jm Boot die Torpebos klargemacht zum Dieb er - im rasenden Tempo Stellungswechsel zu ~ machen, an der Dopvelkurbel eines Flakgeschützes m drehen, bis einem die Luft ausbleibt.und b;e Blasen an den Händen platzen, wer selbst manche fal^ Nacht, die einem heihen Tag folgte, im Zelt auf hartem Boden geschlafen hat, weiß noch nicht,
CMIUNGfH hofetraßp.
öreMÄinncii, 7/172U.24/169, Ziiroangeflcllle, iMusieli., 1M im'cheinungen, litten (i. diesem Lege djnrnltci1 lolie, gebildete 'cbenskamerlid. Inschriften mit )ilb um. C53D n d. (M. M
erlobimgs-Anzeigeii iei Brühl, SchuWl
Im Jahre 1804 kam Justinus Kerner als Studiosus nach Tübingen und wurde dort der vertraute Freund Ludwig Uhlands, der, etwas jünger als er, nicht ganz siebzehn Jahre alt und tzleich ihm kchwabe war Die beiden haben ihr ganzes Leben indurch buchstäblich bis zum letzten Tage Freund-


