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Gowjetangriffe aus Kertsch gescheitert.

Schwere Panzerverluste der Sowjets.

Berlin, 19. März. (DNB.) Wie das Oberkom­mando der Wehrmacht mitteilt, waren am 18.3. auf der Halbinsel Kertsch die bolschewisti­schen Angriffe infolge der erlittenen hohen Verluste und der Notwendigkeit neuer Versorgung der Trup­pen, insbesondere mit Munition, schwächer als an den Vortagen. In den Morgenstunden griff der Gegner, unterstützt von Panzern, zweimal in Stärke von je einem Regiment die deutschen Stellungen an. In den Mittagstunden wurde der Angriff gegen die Stellungen einer weiteren Division ausgedehnt. Jedesmal wurden die Angriffe unter hohen bluti­gen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen, wobei mehrere Panzer vernichtet wurden. Am Nach­mittag führte der Feind nach starker Artillerieoor- bereituna erneute ergebnislose Angriffe gegen eine von unseren Truppen besetzte Höhe durch. Auch an der Donezfront ostwärts Charkow griffen die Bolschewisten nur an einigen Stellen mit stär­keren Kräften an. Eigene Gegenangriffe verliefen erfolgreich. Die Bolschewisten erlitten bei ihren ver­geblichen Angriffen während der großen Abwehr­schlacht der Wintermonate hohe Ausfälle an Panzerwagen. In den ersten sieben Wochen dieses Jahres wurden insgesamt 960 Panzer ver­nichtet oder erbeutet. Vom 17.2. bis 16.3. haben die Bolschewisten weitere 879 Panzer verloren. Mit­

hin betragen ihre Verluste vom 1.1. bis 16.3. über 1800 Panzer.

Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Aus demFührerhauptquarlier, 19. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Kertsch scheiterten erneute, mit geringerer Kraft als an den Vortagen geführte Angriffe des Feindes.

3m Donezgebiet schlugen deutsche und ru­mänische Truppen mehrere heftige Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner ab. Eigene Gegen­angriffe verliefen erfolgreich.

Auch an anderen Stellen der Ostfront find noch heftige Abwehrkämpfe im Gange.

3n Rordafrika richteten sich wirkungsvolle Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen militä­rische Anlagen der Festung Tobruk.

Die bei Tag und Nacht fortgesetzte Bombardie­rung von Flugplätzen der Insel Matta verur­sachte heftige Brände und Explosionen.

Im Mittelmeerraum wurden In Lust­kämpfen ad)t feindliche Flugzeuge abge- sch osf en und drei am Boden zerstört.

Der Leutnant St relo w. Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, schoß am gestrigen Tage an der Ostfront sieben sowjetische Flugzeuge ab.

legen haben und an den Schiffsraum als einzige Beförderungsgelegenheit gebunden sind.

Diese Klarheit über unsere Lage und ... die Lage der anderen gibt uns den rechten Standpunkt, um die anschauliche und doch knappe Darlegung der innerdeutschen und innereuropäischen Wirtschafts- Problematik zu verstehen und in das rechte Verhält­nis zu setzen, die Reichswirtschaftsminister Funk als Präsident der Reichsbank am 17. März gegeben hat. Da tauchen viele Fragen auf: Die arbeits­teilige Wirtschaft in Deutschland und Europa, der Zahlungsverkehr, die Umwandlung vieler Warenbe­stände in schwimmendes Geld, das irgendwie gebun­den werden muß. Sogar Börsenfragen, die die letzten unserer Sorgen sind, und dann das Problem derZinsruhe", wie Funk sehr gegenständlich die Stabilisierung des allgemeinen Zinsfußes auf etwa 3% v. H. genannt hat. Jede dieser Einzelfragen ist sehr wichtig. Jede erfordert zu ihrer Behandlung eine zugleich feste und sachte Hand. In jeder liegen innere Gegensätzlichkeiten eingekapselt. Wesentlich ist aber nur eins: Wieviel Rüstungsgüter können wir der Front, wieviele Verbrauchsgüter der Heimat zur Verfügung stellen?

Und da sind wir wieder bei dem Ausgangspunkt, daß im 31. Kriegsmonat die Produktionskräfte, über die wir und ... die anderen verfügen, minde­stens gleich geworden sind, und daß jeder mili­tärische Fortschritt auf unserer Seite für die anderen wirtschaftlich schwer zu Buche schlägt. Das ist der Hintergrund, auf dem sich die innere Problematik der deutschen Wirtschaft im 31. Kriegsmonat mit dem richtigen Maß messen läßt, für sie hat der Reichswirtschaftsminister folgende Worte gefunden: Die Wirtschaft wird erhebliche neue Lasten in diesem Jahr zu tragen haben. Die tiefeingreifenden Rationalisierungsmaßnahmen, die jetzt durchgeführt werden, müssen auch vielfach finanzielle Auswir­kungen nach sich ziehen. Große Teile der deutschen Wirtschaft werden Strukturwandlungen erfahren. Liquiditätssorgen werden auftauchen, sowohl bei den stillgelegten oder umgestellten Betrieben, die die Substanz durchhalten wollen (man denke hier ins­besondere auch an den Handel), als auch bei denen, die stark erweiterte Produktionsprogramme durch­führen müssen. Auch wenn die Leistungssteigerung in jeder Hinsicht gefördert werden wird, so werden eine straffere Preispolitik und eine schärfere Er­fassung von Mehrerträgen im Kriege auch die Ge­winnergebnisse beeinflussen." Dr. Ho.

Ein Australier

Vertreter des Empire in Kairo.

Stockholm, 19. März. (Europapreß.) Als Nachfolger des als Produktionsminister nach.Lon­don berufenen Sir Oliver Lyttle ton zum Staats­minister und Vertreter des britischen Krieqskabinet^s in Kairo ist der bisherige australische Gesandte in Washington, Richard Casey, ernannt worden. Es scheint sich um einen Versuch der Londoner Regie­rung zu handeln, den Bestrebungen Australiens, sich näher an die Vereinigten Staaten anzufchließen, dadurch zu begegnen, daß Australien innerhalb des Empire eine einflußreichere Stellung als bisher erhält. Als weiteres. Anzeichen für eine solche Politik kann vielleicht die Anwesenheit von General­leutnant Sir Thomas B l a m e y in Kapstadt be­trachtet werden. Blamey ist Oberbefehlshaber der australischen Truppen im mittleren Osten und Stell­vertreter General Auchinlecks. Als Zweck seiner Reise nach Kapstadt werden Besprechungen mit Ge­neral S m u t s angegeben. Gleichzeitig wird jedoch bekannt, daß bereis heute eine große Anzahl austra­lischer Flieger bei der amerikanischen Luftwaffe aus­gebildet werden. Außerdem wurden drei australisch­amerikanische Ausschüsse zur Gleichschaltung der Kriegswirtschaft beider Länder errichtet.

Soff ein von den Japanern beseht.

Berlin, 19. März. (DNB ) Japanische Truppen sind nun auch in die burmesische Hafenstadt B a s - sein eingezogen, nachdem sich die britischen Streit- kräfte nach Nordwesten zurückgezogen haben. Mit Bassein verlieren die Briten die letzte Seeverbin­dung an der südburmesischen Küste, die Japaner dringen am Jrawadi und gleichzeitig auch im Sit- tangtal nach Norden vor. In der Gegend von Toungoo und Prome spielen sich noch hartnäckige Kämpfe ab.

Oie Militärattaches der Verbündeten auf den ostastastschenKi-ieasschauplähen

Tokio, 19. März. (Europapreß.) Die Militär-- und Lustattaches Deutschlands, Italiens Rumäniens und Finnlands in Tokio be-

Oer Goldene weiter in Magdeburg.

Von Ernst von Niebelschütz.

Auf dem Alten Markt in Magdeburg, dem Verkehrszentrum des mittelalterlichen Stadtkerns, erbebt sich auf hohem Postament inmitten eines tabernakelartigen Säulenbaldachins die Steinfigur eines gekrönten Reiters, begleitet von zwei weib­lichen Gestalten, von denen die eine einen Schild, die andere ein Banner trägt. Die bis auf einige Flickstellen wohlerhaltene, in ihrer Goldfassung er­neuerte Gruppe stammt aus der Heldenzeit der mittelalterlichen Großplastik: sie mag um 1240 ent­standen sein, bildet stilistisch also die Brücke zwi­schen den kurz zuvor vollendeten Bamberger Bildwerken und den um etwa ein Vierteljahrhun- fcert jüngeren Stifterfiguren des Naumburger Domes. Vier stark überarbeitete Reliefs mit den weltlichen Kurfürsten am Sockel sind dem Denk­mal erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts hmzugefügt worden. Noch später ist der Säulen­überbau mit der geschweiften Haube. Er wurde in den Formen der Spätrenaissance 1651 errichtet, als zeitgemäßer Ersatz für einen gleichzeitig mit ben drei Monumentalfiguren entstandenen früh- gotischen Baldachin, über dessen Aussehen wir durch einen Holzschnitt in einer 1588 geschriebenen Stadt­chronik genau unterrichtet sind. Acht Säulen dien- ten als Träger für ein nadelschlankes Spitzdach, an dessen Fuß föHerartige, mit kleinen weiblichen Halbfiguren geschmückte Vorbauten angebracht waren. Den obersten Abschluß bildete ein Figür­chen des Stiftspatrons St. Mauritius. Es wurde bei der Zerstörung Magdeburgs am 10. Mai 1631 entwendet und ist später durch den Reichsadler er­setzt worden.

Eine lateinische Inschrift auf dem Holzschnitt von 1588 bezeichnet das Denkmal als das Kaiser Ottos des Großen, und so heißt es im Dolks- munde noch heute ob mit Recht oder Unrecht, bleibe zunächst dahingestellt. Auf jeden Fall handelt es sich um einen weltlichen Herrscher. Vergebens sehen wir uns in der ganzen Monumentalplastik

finden sich auf einer Besichtigungsreise durch die verschiedenen Kriegsschauplätze des Ostasienkrieges. Als erstes besichtigten sie das Kampfgelände um Hongkong. Alle sprachen ihre Bewunderung aus über die Leistungen der japanischen'Truppen. Dann setzten die Attaches die Reise nach der malaiischen Halbinsel fort, wo sie die Schlachtfelder besichtigten und die unter der japanischen Militärverwaltung bereits eingeleiteten Wiederaufbauarbeiten stu­dierten.

Empörende Behandlung italienischer Diplomaten im Irak und (Syrien.

Rom, 20. März. (DNB. Funkspruch.) Anläßlich der Ankunft der aus Saudi-Arabien zurück- kehrenden italienischen Gesandtschaftsmitglieder in Agram bringenGiornale d'Jtalia" undTribuna" einen Bericht über die empörende Behandlung der italienischen diplomatischen Mission im Irak und Syrien. Der Abschied in Saudi-Arabien er­folgte in voller Freundschaft, da das Land nur un­ter dem Druck der Engländer die diplomatischen Be­ziehungen zu Italien gelöst hat. Die Rückreise war lang und beschwerlich. Es schien, als durchquere man eine Mondlandschaft. Sand, nichts als Sand, nur hin und wieder ein paar kleine Oasen mit nomadi­sierenden Hirten. Aber die saudi-arabischen Behör­den taten alles, um die Reise zu erleichtern. Das Unglück begann erst, als die Mission die Grenze d e s I r a k überschritt. Der Irak, der seine Freiheit vollkommen eingebüßt hat, wird beherrscht von Truppen aus allen Teilen des britischen Weltreiches, die die friedliche Landbevölkerung ausplündern und töten. Australische Gendarmen untersuchten mit pein­licher Genauigkeit das Gepäck der Italiener und stellten langwierige Untersuchungen an. Ebenso war es in Syrien, wo die G a u l l i st e n alles un­ternahmen, um die Italiener herauszufordern. Sie übertrafen die Australier noch in Beleidigungen, die sie den Italienern zufügten, und scheuten sich nicht, sogar persönlichen Besitz zu rauben. An der türki­schen Grenze hatten die Leiden schließlich ein Ende.

Vorstoh der schweizerischen Erneuerungsbeweaung.

Zürich, 19. März. (Europapreß.) Wie ,T)ie Front" meldet, haben einige Männer aus den Krei­sen der schweizerischen Erneuerungsbewegung die Bundesregierung ersucht, die verfassungsmäßige Ord­nung wiederherzustellen durch Aushebung aller Maß­nahmen, die die Pressefreiheit, die Versammlungs­freiheit und die Redefreiheit einschränken, soweit es sich nicht um die Wahrung militärischer, wirtschaft­licher oder politischer Geheimnisse handelt. In außen­politischer Beziehung wird feftgefteüt, daß sich der Bundesrat in einem Irrtum befinde, wenn er auf dem Gebiet der Außenpolitik ein Dogma seiner Un­fehlbarkeit aufstelle. Die Entscheidung darüber, ob die Neutralität als außenpolitische Gesamthaltung

des Mittelalters nach etwas Aehnlichem um. Nicht daß es außerhalb Magdeburgs an Kaiserftcmd- bilbern gefehlt hätte, allein die Idee, einem deutschen Herrscher auf offenem Marktplatz und ohne jede Beziehung zur Kirche und ihrer Heilsordnung ein Denkmal zu setzen, ist ohne Vorgang. Das ver­lorengegangene Reiterstandbild Theoderichs des Großen in der karolingischen Pfalz zu Aachen kann zum Vergleich nicht herangezogen werden. Es war nicht öffentlich, zudem ein antikes, von Karl dem Großen gewaltsam nach dem Norden versetztes Werk. Die Reiterstatuen der Skaliger in Verona aber, an die man denken könnte, sind mindestens ein halbes Jahrhundert jünger. Sie fallen in das (Bebiet der Grabmalskunst und stehen in eggftem räumlichen Zusammenhang mit einem Kirchenbau eine Beziehung, deren Fehlen den Magdeburger Reiter ja gerade als eine Ausnahme von einer sonst überall streng befolgten Regel erscheinen läßt. Da auch der berühmte Bamberger Reiter trotz gro­ßer stillstischer Verwandtschaft mit dem Magdebur­ger dem kirchlichen Jdeenkreise angehört, scheidet auch er als mögliches thematisches Vorbild aus.

Ueber die Bedeutung des Standbildes als eines Symbols für die durch kaiserliche Gnade der Stadt verliehenen Freiheiten und Gerechtsame kann kein Zweifel bestehen. Das zeigt schon die unmittelbare Nähe des Rathauses und seiner ehemaligen Ge­richtslaube an, der die befehlende Geste des kaiserlichen Reiters vermutlich einmal galt. Auch die beiden weiblichen Begleitfiguren, von denen übrigens die eine durch eine moderne Kopie ersetzt ist (das Ori­ginal im Museum), können nur als weltliche Alle­gorien gedeutet werden, vielleicht alsGerechtig­keit" undSouveränität" oder auch als Personi­fikationen der beiden ReichshälftenGermania" undItalia". Daß sie eigenhändige Werke des Reitermeifters find, ist neuerdings, und wohl mit Recht, bestritten worden.

Sicher hat der Rat den Auftrag dazu erteilt. Ueber die für die Perfonalbeftimmung wichtige Frage allerdings, ob das Monument von der Bür­gerschaft als die Trophäe eines über das Erzstift errungenen politischen Sieges errrichtet worden ist oder ob der Bischof als Stadtherr seine mächtige Hand darüber hatte, gehen heute die Ansichten der Forschung noch weit auseinander. Nur der Cha-

beibehalten oder aufgehoben werden solle, fei Sache des souveränen Volkes. Also müsse ihm auch die Diskussion über diese Frage Vorbehalten bleiben, je nach den Umständen könnte das Volk eines Ta­ges zu der Ueberzeugung gelangen, mit einer an­deren Außenpolitik besser beraten zu fein.

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 19. März. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an Major Griesbach Führer eines Infanterieregiments: Hauptmann Klaus- grober, Bataillonskommandeur in einem Infan­terieregiment, und ^-Obersturmführer Meier- d r e ß , Batterieführer in einem Artillerieregiment einer ^-Division. Major Griesbach hat sich bei dem Angriff auf Feodofia mit feinem Regiment, dessen Führung er trotz eigener Verwundung übernom­men hatte, zu einem Höhenzug durchgekämpft, um seine Einheiten erneut zum Angriff zu gliedern. Die Höhe wurde genommen. Hauptmann Kl aus­grab e r hat bei der Inbesitznahme einer vom Feind besetzten Ortschaft im nördlichen Abschnitt der Ostfront die Sowjets aus der Ortschaft geworfen und eine große Beute, zehn Geschütze, 33 Minen- und Granatwerfer, 600 Gewehre und 300 Pferde, eingebracht. ^-Obersturmführer Meierdreß hat bei der Verteidigung einer in der Abwehrfront als vorgeschobener Stützpunkt ausgebauten Ort­schaft die Sowjets, die durch ihre Uebermacht vor­übergehend in hie Ortschaft einzudringen vermoch­ten, jedesmal zurückgedrängt oder vernichtet. Er ist im weiteren Verlauf der Kämpfe schwer verwundet.

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Der Träger des Ritterkreuzes, Leutnant Heinrich Hunger, Flugzeugführer in einem Kampfge­schwader, hat im Ostfeldzug den Fliegertod gefun­den. In über 100 Feindflügen hatte er hervor­ragende Waffentaten vollbracht und im Südostfeld- zug durch kühne Tiefangriffe dem Feind schwere Verluste zugefügt. Auch bei dem Unternehmen Kreta hatte er sich ausgezeichnet.

llmgehen der Vorschriften über die Einschränkung des Bauens wird bestraft

Der Generalbevollmächtigte für die Bauwirtfchaft, Reichsminister Speer, ist in drei Fällen wegen Umgehung der Vorschriften über die Einschrän­kung des Bauens eingeschritten. Ein Bau­unternehmer hat sich ohne Zustimmung' an sein Wohnhaus einen Wintergarten anbauen, in seinem Garten Stützmauern und ein kleines Schwimm- bab ausfübren lassen, obwohl in seiner Gegend in stärkstem Umfange Wiederaufbaumaßnahmen durch­zuführen waren. Der Oberbaurat D. hat zugelassen, daß an mehreren in seinem Arbeitsbereich durch Verfügung stillgelegten Bauten weitergebaut wurde. Er stt damit seiner Aufsichtspflicht nicht nachqekom- men. Der Baurat C. hat trotzdem zur Zeit aus­führliche Richtlinien bestehen, im Kriege alles so emsach wie möglich zu bauen bei dem ihm an­

rakter des Denkmals als städtisches Rechts-' Zeichen, das damit den Rolanden vergleichbar wäre steht fest. Daher auch die Aufstellung auf dem Marktplatz und vor dem-Rathaufe. Der Kaiser ist als Richter dargestellt, als Banner des Unfriedens. Leise öffnet sich der Mund zu einem gerechten Spruch, die Justitia selber scheint seine Lippen zu bewegen. Unbeirrt durch ein oorbeftimmtes Ziel, es sei denn das der sicheren Rechtsfindung, blicken die milden, leidenschaftslosen Augen, die von Er- sahrung und Umsicht zeugen. Ungerufen stellt sich Der Vergleich mit dem nur wenig älteren Bam- berger Reiter ein. In Magdeburg sind die Formen fester, dichter, massiger. Was sich am Gelock in »amberg in einzelne Strähnen auseinandernehmen laßt und von der Arbeit des aushühlenden Boh­rers Kunde gibt, hier ist es im Begriff, sich zu- fammen^uschließen, ein einheitliches, weniger pla- ftisch gesehenes Gefüge zu werden. Das Blockhafte der Naumburger Stifter kündigt sich bereits an.

habe der Magdeburger den geschärften Blick für Has Ganze, den organischen Zusammen­hang der Teile ein Gewinn, der freilich auch Verlust bedeutet, Verlust an Aufmerksamkeit für bie Einzelheiten, für die der Bamberger ein so waches, eindringendes Auge hatte.

Daß ein so einzigartiges Monument dazu auf- mrdert, in dem Reiter eine konkrete geschichtliche Persönlichkeit zu erblicken, ist wohl zu verstehen, doch haben sich alle bisher vorgeschlagenen Namens­gebungen als nicht genügend überzeugungskräftig erwiesen. Die Bezeichnung als Otto der 'Große in der Chronik von 1588 hat den Vorzug jahrhunderte­alter Ueberlieferung, sie beruht jedoch auf einer als Fälschung erkannten Urkunde des 14 Jahr­hunderts. Neuere Forschungen bringen das Denk­mal mit Karl dem Großen, den Begründer und Schützer der alten Sachsenfreiheit, und mit Konstantin als der Quelle alles geistlichen und weltlichen Rechts in Verbindung, andere wieder denken an den um 1240 regierenden Kaiser, also den Staufer Friedrich II. Bescheiden wir uns mit dem Eingeständnis, daß mir es nicht wissen und wohl auch nie erfahren werden, und achten wir ein Geheimnis, das uns zu gebieten scheint, in der Herrscherlichen Gestalt nicht das Porträt einer vergänglichen Person zu sehen, sondern den K a i -

vertrauten Bau weiter in normaler friedensmäßiger Weise gebaut Er hat entgegen den bestehenden Be­stimmungen Baumaterial und Arbeitskräfte für nichtkriegsnotwendige Zwecke verwandt. In den ersten beiden Fällen wurde Freiheitsstrafe, im- drit­ten Fall eine hohe Geldstrafe verhängt. Nicht nur der Soldat an der Front, auch die Verantwortlichen Fn der Heimat müssen Disziplin wahren und jede Maßnahme vermeiden, die die Kriegswirtschaft wenn auch im Kleinen zu stören geeignet ist.

M l täröienffiubiläum General OßwaldS.

Lpd. Der Befehlshaber im Wehrkreis V und im Elsaß, General der Infanterie Erwin Oßwald, begeht am 22. März fein vierzigjähriges Militär­jubiläum. Er wurde 1882 in Tübingen als Sohn des Generals von Oßwald geboren, der im Novem­ber 1914 als Brigade-Kommandeur vor Verdun fiel. 1902 trat der Jubilar aus dem Kadettenkorps

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als Leutnant beim 8. Württember gifchen Infanterie regiment 126 in Straßburg ein. lieber die Kriegs­akademie ging fein Weg zum Großen Generalstab, mit dem er im August 1914 ins Feld rückte. Später kam er zur bulgarischen und türkischen Heereslei­tung. Im Frühjahr 1916 war Oßwald als Kom­panie- und Bataillons sichrer an der Ppernfront, dann wurde er Verbindungsoffizier bei der öster­reichischen Armee. Nach dem Weltkrieg trat er trt die Reichswehr. 19331936 war er Infanterie-Füh­rer V in Kassel. 1934 wurde er Generalmajor, am 7 März 1936 Kommandeur der 9. Divi­sion in Gießen und am 1.April des gleichen Jahres Generalleutnant. Mit dieser Division war er am Sudeteneinmarsch beteiligt. Am 1. Dezember 1938 wurde er General z. b. D. beim Generalkom­mando V. A.-K. Seit Ausbruch des Krieges ist er Befehlshaber im Wehrkreis V und feit dem 1. De­zember 1940 General der Infanterie.

Kriegswirtschastsverbrecher hingerichtet.

Am 19. März 1942 ist der am 23. Januar 1898 in Hamm geborene Paul Vollmer hingerichtet worden, den das Sondergericht in Dortmund wegen Kriegswirtschaftsverbrechens zum Tode verurteilt hatte. Vollmer hat als Lebensmittelgrößhändler große Mengen Lebensrnittel zurückgehalten und sie zum Teil gegen andere bezugsbeschränkte Waren eingetauscht. Ferner hat er 107 Zentner Lebens­mittel verderben lassen.

Zwei Landesverräter hingerichtet

Der durch Urteil des Volksgerichtshofes wegen Landesverrats zum Tode verurteilte 41jährige Rich. Trutt aus Sierck (Kreis Diedenhofen) ist hin- gerichtet worden. Trutt hat im Auftrag einer frem­den Macht Spionage gegen Deutschland getrieben. Ferner ist der vom Volksgerichtshof wegen Landes­verrats zum Tode verurteilte 50jährige Fritz Küw-- ning hingerichtet worden. Der oft vorbestrafte Verurteilte hat aus Gewinnsucht im Auftrage eines fremden Nachrichtendienstes Spionage gegen Deutschland getrieben.

Aus aller Wett.

Schwere Schneestürme in Dänemark.

Schwere Schneestürme gehen über Seeland und Nordjütland. Ueberall liegen Personen- und Güter» züge im Schnee fest. In Kopenhagen liegt der Schnee meterhoch in den Straßen. Der voraus« gehende Eishagel hat zusammen mit den Schnee» stürmen jeglichen Telephonverkehr unterbrochen. Tausende von Telephonmasten sind wie Streich» Hölzer geknickt worden, viele Dörfer ohne elektri­schen Strom. Der Verkehr über den Großen Belt wurde eingestellt.

ser schlechthin, den Kaiser als den obersten Rechtswahrer, wie er in der Phantasie der Nation lebte und wirkte! Was von dem Bildhauer gefor­dert und auch geleistet wurde, war die künstlerische Verklärung der geistigen Vorstellung, die sich in den Menschen einer nichthistorisch, sondern mythisch denkenden Zeit mit dem Begriff höchster Würde und Majestät verband. DerGoldene Reiter" sagt uns mehr als ein historischer Name, dem die all­gemeine Anerkennung fehlt.

Zeitschriften.

Im letzten Heft der MonatsschriftKunst dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) findet man zu einem Aufsatz über Gemälde aus preußischen Schlössern die farbige Wiedergabe einer delikaten mythologischen KompositionMerkur, Venus und Amor" von Boucher, dazu so berühmte Bilder wie das Porträt Friedrichs des Großen von Graff, dieEinschiffung nach Cythere" und Das Firmenschild des Kunsthändlers Gersaint" von Watteau, auch dieses übrigens in einer unge­mein feinen farbigen Reproduktion. Dem male- nschen und zeichnerischen Werk von Rudolf Ribarz stt eine illustrierte Würdigung von Dr. Ankwicz von Kleehoven gewidmet. Ganzseitige Farbtafeln be­gleiten Albert Boecklers Beitrag über die Manes­sische Liederhandschrift.

Im März-Heft der ZeitschriftNeues Volk" (Blätter des Raffenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) lesen wir zu Be­ginn einten Gruß an Reichsinnenminister Dr Frick zum 65. Geburtstage. Ein Aufsatz über die Grund­lagen des japanischen Familienlebens ist mit einer Anzahl charakteristischer japanischer Holzschnitte illu­striert. Ein aktueller BeitragScheinheilige Re­klame gute Geschäfte" befaßt sich an Hand be­zeichnender Karikaturen mit der kriegshetzerischen Agitation in den USA. Aufschlußreiche Gegenüber­stellungen bringen die Aufnahmen zu einem Aufsatz Idealbild und Wirklichkeit", der die Darstellung berühmter Persönlichkeiten in Bild und Film be­handelt. Interessantes Material enthält auch die SparteVölkische Lebensfragen", in der das Ras» senpolttische Amt Auskünfte erteilt.