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Gegenangriffe an der Ostfront.

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Harte Kämpfe an vielen Abschnitten

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und fügte dem Gegner schwere Verluste zu.

Im Eismeer wurde durch die deutsche Unter­seebootwaffe ein feindliches Unterseeboot versenkt. Im Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier feindliche Schiffe mit zusammen 21 000 BRT. Außerdem wurde ein großer Transporter durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt. Vei bewaffneter Luftaufklärung über der Nordsee wurde in der letzten Nacht vor der englischen Ostküste ein

Berlin, 17. Ian. (DRV.) Generalfeldmarschall von Reichenau, der infolge eines Schlag­anfalls schwer erkrankt war, ist während feiner Uebersührung in die Heimat g e ft o r b e v. Der Führer hat für den hochverdienten Aeldmarschall ein Staatsbegräbnis angeordnet. Mit feiner Vertretung als Führer der deutschen Nation hat der Führer den Reichsmarschall Hermann Göring nad in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des

DNV. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Krim wurden erneute Angriffe des Feindes vor Sewastopol unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. 3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiesen die deutschen Truppen im Verlaufe der weiteren anhal­tenden schweren Kämpfe zahlreiche Angriffe des Feindes ab. An mehreren Stellen wurden erfolg­reiche Gegenangriffe geführt. Im Rahmen dieser Kämpfe kam es zu starkem Einsatz deutscher Kampf­und Jagdfliegerverbände. Sie vernichteten, zum Teil in kühnen Tiefangriffen, Hunderte von Fahrzeu­gen und anderen Transportmitteln sowie zahlreiche schwere Waffen und anderes Kampfgerät des Geg­ners. Bei Luftangriffen auf Eisenbahnlinien wur­den mehrere beladene Transportzüge der Sowjets beschädigt. Bei einem Angriff einer deutschen Pan­zerdivision im mittleren Frontabschnitt wurde der Feind unter Zurücklassung von 450 Toten geworfen. Ein Verband der Waffen--- sprengte bei Stoß­truppunternehmungen vor Leningrad 15 Bun­ker und Kampfstände, erbeutete zahlreiche Waffen

gegen britische Marsch- und Rachschubkolonnen an der Küstenstraße. Deutsche Unterseeboote ver­nichteten ostwärts von Sollum einen englischen Zer­störer und erzielten drei Treffer auf einem Geleit- zug. im Seegebiet von Tobruk: das Sinken der Schiffe Tonnte nicht beobachtet werden.

Der Feind warf in der letzten Rächt Bomben auf verschiedene Orte in Rordwesideutschland. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. In den Wohnvierteln einiger Städte entstanden Gebäude­schäden. Zwei britische Flugzeuge wurden zum Ab­sturz gebracht.

In der Zeit vom 10. bis 16. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe f05 Flugzeuge. Davon wurden 66 in Luftkämpfen und 14 durch

Weichsel. m f u

3m Westfeldzug stand Generaloberst von Reichenau an der Spitze der 6. Armee. Nach den Kämpfen bei Maastricht, dem Durchbruch über den Albert-Kanal und der Wegnahme des Forts Eben Emael gelang es ihm schnell, den Dser-Kanal zu erreichen. Sein linker Flügel konnte die franzost- schen Verbände im Raume um Lille vernichten. Zu Beginn der Schlacht in Frankreich erzwang die 6. Armee den Uebergang über die obere Somme und den Oise-Aisne-Kanal, überschritt den Ourco, Marne und Seine, verfolgte den weichenden Feind bis zur Loire und nahm Orleans im Handstreich.

3m Feldzug gegen Sowfetrußland er­zwang die Armee des Generalfeldmarschalls von Reichenau den Uebergang über den oberen Bug und den Durchbruch durch die Stalin-Lime. An­fang Juli nach harten Stampfen bei Berdyczew er-

tines Schlaganfalls bet Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. So wie er im Leben ein V a n n c r- trägerber (Bebanfen einer neuen Zeit war, so stand er als Generalfeldmarschall im Kriege an bet Spitze seiner Mannschaft, oft an ben vor­dersten Brennpunkten bes Kampfes. Das Sturm­abzeichen auf feiner Brust verbindet ihn besonders eng mit Euch, meine Frontsoldaten! Den ewigen Solbatentugenben verschaffte er burch ben Schwung seiner mitreißenden Führerpersönlichkeit einen neuen Glanz dadurch, daß er sie in die neue Zeil stellte und sich ihrer Mittet bediente. Generalfeld­marschall von Reichenau war In der Geschichte der erste Führer einer Panzerarmee. Ich habe sie ihm im Polenfeldzug anvertraut. Er führte sie zum Siege. Begeistert folgten ihm damals seine Männer, die in seiner Person eine Verbindung eines wahren Soldatentums mit den nationalsozia- listischen Idealen fanden. Mit dem starken Glauben an den endgültigen Sieg unseres Volkes ist er nun­mehr in die Ewigkeit gegangen. Vor diesem Leben, das feinen Soldaten, feinem Volke und damit der Zukunft Deutschlands gehörte, senkt das Heer die Kriegsflagge des Reiches. Er ehrt damit feinen ruhmvollen Feldmarschall und tapferen Kämpfer. Sein Rame wird in der Geschichte des deutschen Volkes und seiner Wehrmacht für immer weiter­leben. Adolf Hitler.

Flakartillerie abgeschosssn, bet Rest am Boden ff ort Während der gleichen Zeit gingen an Ostfront 15 eigene Flugzeuge verloren.

Walter von Reichenau wurde 1884 in Karlsruhe als Sohn des spateren Generalleutnants von Rei­chenau geboren. Er trat 1903 als Fahnenjunker m das 1. Gardefeldartillerieregiment ein. 1914 ruckte er als Regimentsadjutant des 1. Garüe-Referve- Feldartillerie-Regiments ins Feld. Als ^ront- und Generalstabsoffizier nahm er an ben Mampfen in Belgien und Ostpreußen, Polen und 8laJern, an der Somme und in den Vogesen teil. Nach dem Zusammenbruch schützte er als Generalftabsoffizier im Grenzschutz die Provinz Schlesien: als Haupt­mann wurde er in das 100 000 Mann-Heer über­nommen. __ ., ,

Das Jahr 1931 sah Oberst von Reichenau als Chef des Stabes der 1. Division in Ostpreußen. 1933 wurde er Chef des Wehrmachtamtes, 1934 General­major 1935 Generalleutnant und Kommandieren­der General des VII. A. K. in München, 1936 Ge­neral der Infanterie, 1938 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 4 in Leipzig. 2m Oktober 1938 mar­schierten seine Truppen ins Egerland ein, im Früh­jahr 1939 in B 'chmen und Mahren.

Er befehligte im polnischen Feldzug die 10. Ar­mee. Es gelang ihm, die polnische Front zu durch­brechen und nach Gewinnung der Warthelime ge­gen Warschau durchzustoßen. Dieser Stoß zwang den Gegner, die stark ausgebauten Stellungen an der Widawka zu räumen. In raschem Entschluß faßte General von Reichenau starke Kräfte zusam­men, führte sie durch die Lysa Gora auf Radom und südlich an' die Weichsel vor und verlegte so dem Gegner den Rückzug. Am 7.9. schwenkte die 10. Armee aus der Richtung auf Warschau nach Osten gegen die Linie PulawyGora Kalwanja und bildete Brückenköpfe auf dem Ostufer der

DRV. Aus dem Führerhauptquarller, 17. Januar. Das Oberkommando bet Weh * ~d>t gibt bekannt:

An ber Front vor Sewastopol wiesen beut- che unb rumänische Truppen wieberhotf feinbliche Vorstöße unter hohen Verlusten für ben Gegner ab. An ber Westküste bet Krim zwang eine beulsche Küstenbatterie feinbliche Kriegsschiffe zum Abbrehen. 3m mittleren unb nörblichen Abschni11bet Ostfront fügten Truppen bes beut- chen Heeres, burch starke Verbänbe bet Luftwaffe unterstützt, bem Feinbe im harten Abwehrkampf auch gestern schwere Verluste zu. 3m Raum ost­wärts Kursk würben bei einem Stoßtrupp­unternehmen brei feinbliche Geschütze unb mehrere Maschinengewehre erbeutet ober vernichtet.

Vor ber englischen Ostküste würbe ein briti- scher Minensucher burch Bombenwurf schwer be­fähigt.

3nRorbaftika bauern bie lebhaften Angriffe unb bas heftige Arlilleriefeuer auf bie beulich-ita­lienischen Stellungen im Raum von Sollum an. Britische Panzer- unb Kraftwagenkolonnen sowie Flugplätze unb Zeltlager in der Eyrenaika unb an der ägyptischen Küste wurden erfolgreich bombar­diert. Deutsche Kampfflugzeuge führten bei Tag urd Rächt wirksame Angriffe gegen Schiffsziele und Hafenanlagen in La Valetta sowie gegen britische Flugplätze auf der 3 use 1 Ma 11a burch.

Die Mliiarkonvention unterzeichnet.

Gemeinsame Operationen gegen die gemeinsamen Gegner.

Berlin, 18. 3au. (DRV.) 3n Berlin ist heute eine MiNtärkonvention zwischen Deutschland, 3 fallen und 3 apan unter­zeichnet worden, welche die Richtlinien der gemein­samen Operationen gegen die gemeinsamen Gegner feffgelegt hat. Für Deutschland unterzeichnete der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, für 3ta- lien ein Bevollmächtigter des Oberkommandos ber italienischen Wehrmacht, für 3apan ein Bevollmäch­tigter des Ehefs des Generalsiabes des japanischen Heeres unb ein Bevollmächtigter bes Ehefs bes Admiralstabes der japanischen Marine.

Neue deutsch-rumänische

> WirtschastSvereinbarungen.

Generalseidmarschatt von Reichenau f

Ein Tagesbefehl des Führers zum Tode des verdienten Heerführers.

fchewisten durch Bombenvolltreffer und Bord­waffenjagd starke Verluste beigebracht.

Oer Wehrmachiberichi vom Gamstag.

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Starke Kräfte von Kampfflugzeugen und Jagern unterstützten die Truppen des Heeres bei ihren er­folgreichen Abwehrkärnpsen. Durch kühne Tieffluge erlitten die Bolfchewiften hohe blutige Verluste und büßten große Mengen an Kriegsmaterial ein. An einigen Stellen wurden feindliche Angrifssvorbe- reitungen und -bewegungen durch rollenden Einsatz belondere"immitllerenAbschnitt wurden den Bol-1 von 600 Millionen Reichsmark

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 81/, Ubr desVormittags

Anzeigen-Preife:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel 1 AbfchlüffeMengenstaffelL Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr

Heeres ben Generalfeldmarschall von (lebt beauftragt. Der Führer und Oberste Befehls­haber der Wehrmacht hat nachstehenden Tages­befehl an das Heer erlassen:

Soldaten! Am 17.3anuar starb an den Folgen

gen. Fränkische Truppen warfen den Feind zurück, wobei er hohe blutige Verluste erlitt. Bei einem Er­kundungsvorstoß sowjetischer Panzerkampfwagen wurden zwei feindliche Panzer vernichtet. Schle­sische Truppen wiesen zwei starte Angriffe ab, ein bolscheurW scher Stoßtrupp in Stärke von 40 Mann wurde völlig aufgerieben. Starke Angriffe richteten sich am 15. Januar gegen eine Ortschaft. Sie wurden aber zurückgeschlagen. Trotzdem wiederholten die Bolschewisten ihre Angriffe noch viermal, wobei ihnen die den ganzen Tag über anhaltenden Schnee­fälle zustatten kamen. Bei keinem Angrift gelang es ihnen jedoch, in die deuftchen Linien einzudrmgen. Der umstrittene Ort blieb fest in deutscher Hand.

Im Raume südostwärts von Charkow versuchten die Bolschewisten in Stärke eines Ba­taillons am 16.1. die deutschen Linien zu durch­brechen. Deutsche Infanterie trat zum Gegenangnf an und stieß dem weichenden Feind mehrere Kilo­meter weit nach. Auch im Raume nordostwärts von Kursk zwangen mehrere deutsche Stoßtrupp­angriffe den Feind, aus den vor diesem Front­abschnitt gelegenen Orten nach Osten zuruckzu- weichen. Bei einer dieser Unternehmungen versuch­

ten im benachbarten Abschnitt die Bolschewisten, dem deutschen Vorgehen durch einen von zwei Pan­zern unterstützten Gegenangriff halt zu gebieten. Die deutschen Soldaten wehrten aber den Gegen- stoß erfolgreich ab; ein Panzer blieb bewegungs- unfähig liegen.

Berlin, 18.3an. (DRB.) Die Regierungsaus- schüsfe für die Regelung der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen haben das Programm jur Öen Waren- und Zahlungsverkehr zwischen den bei- den Ländern im Jahre 1942 Jeftgcleflt. en wird auch 1942 einer der wichtigsten Lieferanten Deutschlands an landwirtschaftlichen Erzeugnisstn und Mineralöl fein. Umgekehrt wird Deutschland in aroüem Umfange Maschinen und Gerate zur lye- bung der landwirtschaftlichen Erzeugung m Ruma, nien und Jndustrieerzeugmste zum weiteren Auf. bau der rumänischen Wirtschaft und zur Stärkung der rumänischen Rüstung liefern. Um Rumänien die Erhöhung seiner Bezüge aus Deutschland M er. leichtern, wurde eine Anzahl weiterer gr°h«r In- befti(innen auf Kreditbasis und em neuer Kredit Innn 600 Millionen Reichsmark vereinbart.

,92. Jahrgang ttr.fS

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

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Singapur.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Während der Napoleonischen Kriege hatte Eng­land die holländischen Kolonien in Indien besetzt. Englischer Gouverneur auf Java war bis 1815 Tholnas Stamford Raffles, ein Mann von imperialistischem" Weitblick. Er sah voraus, daß England in absehbarer Zeit sich mit Gewalt den Weg zur handelspolitischen Ausbeutung Chinas öffnen und wie bedeutend dann eine feste Stellung an der Malakkasttaße, dem Durchgang aus dem Indischen in den Stillen Ozean, sein würde. Es machte ihm wenig Mühe, von einem der kleinen Sultane im Süden der Malakka-Halbinsel das nur einige hundert Quadratkilometer große Inselchen Singapur für England zu erwerben. In Lon­don legte man anfangs wenig Wert auf den Besitz und überließ ihn der Verwaltung durch die Bri­tisch-Ostindischen Compagnie. Erst 1867, als der, Dampferverkehr mit Ostasien und Australien sei­nen ersten kräftigen Aufschwung nahm, wurde Singapur Kronkolonie. Verwaltungsmäßig gehört es mit zu den sogenannten Straits Settle­ments, den unmittelbaren englischen Besitzungen an der Malakkastraße. Die nächstwichtige von die­sen ist das von den Japanern bereits genommene P e n a n g. Der Gouverneur derStraits" hat seinen Sitz in Singapur und führt auch die Auf- sicht über die unter englischer Oberhoheit stehenden kleinen Eingeborenenstaaten auf Malakka, durch die jetzt die Japaner von der Landseite her im Vor­marsch gegen Singapur sind.

1882 wurde Singapur Flotten st ützpunkt und erhielt einige Befestigungen. Eine Seefe­st u n g ersten Ranges wurde es erst nach dem Welt­krieg. Auf der See-Abrüstungskonferenz in Washing­ton 1921/22 verpflichteten sich alle Mächte, die Be­sitzungen im Stillen Ozean hatten, keine ihrer dor­tigen Befestigungen zu verstärken. Unter diese »Be­stimmung fiel Hongkong, nicht aber Singapur, das als noch zum Indischen Ozean gehörig galt.

Nach dem Erlöschen des bis 1921 tn Kraft be-

Berlin, 18.Jan. (DNB.) Nach der Abwehr eines Angriftes auf einen von deutschen Trupven verteidigten Bahndamm im nördlichen Ab­schnitt der Ostfront am 16.1. mußten bie Bol­schewisten über 200 Tote auf dem Gefechtsfeld zu- rücklassen. Im Nachbarabschnitt gelang es dem Geg­ner unter Ausnutzung des unübersichtlichen Ge- Geländes, zwischen den deutschen Stützpunkten in die Stellung einzudringen. Der bolschewistische Stoß­trupp wurde sofort abgeriegelt und zum Teil vernichtet. Der Feind verlor 60 Tote. Wetter nördlich griff der Zeind zweimal mit starker Arttt- lerieunterstützung und unter Einsatz von elf schweren Panzern an. Unter schweren Verlusten für die Bol­schewisten wurden auch diese Angriffe abgeschlagen und vier Panzer vernichtet. Im Waldai- Gebiet haben die Bolschewisten in den letzten Tagen schwere Verluste erlitten. So wurden nach der Abweisung heftiger Angriffe auf eine von den deutschen Truppen besetzte Ortschaft allem am 14. Januar 440 gefallene Bolschewisten gezahlt. Südostwärts des Ilmensees stieß ein deutscher Stoßtrupp mehrere Kilometer über die eigenen Linien vor, vertrieb die Besatzung eines als Stützpunkt stark ausgebauten Ortes und zer­störte mehrere feindliche Kampfstände. Wurttem- bergische Truppen stießen gerade in dem -Augen­blick in bolschewistische Truppen hinein, als diese im Begriff waren, die deutschen Linien anzugreifen. Nach harten Kämpfen wurde der Feind geworfen, wobei er erhebliche Verluste erlitt. An einer anderen Stelle wurde ein Angriff von drei Sowzet-Batail. Ionen durch das zusammen gefaßte Feuer deutscher Artillerie und anderer schwerer Waffen bereits vor den deutschen Stellungen zum Scheitern gebracht.

Unter schweren Verlusten für den Gegner wurden am 16.1. im mittleren Frontabschnitt meh- rere bolschewistische Angriffe bi- Regiment-stmke abgeschlagen. Einem bolfchewistischen Stoßtrupp ge­lang es, oorübergehenÄ in eine Ortschaft emzudrtn-

zwang der linke'Flügel der Armee den Uebergang über den Dnjepr nördlich Kiew. Andere Teile der Armee durchbrachen die starken Verteidigungsstellen westlich von Kiew, nahmen am 19.9. die Stadt und überschritten auch hier den Dnjepr. Dann drang die Armee weiter nach Osten über Charkow bis an den oberen Donez vor. Aus den harten Win­terkämpfen an dieser Front heraus wurde General­feldmarschall von Reichenau zur- großen Armee ab­berufen.

Oer Gportsmann.

Kriegsberichter Willi K a h l e r t gab in einem PK.-Bericht folgenden kurzen Abriß über den Sportsmann Walter von Reichenau:Dor dem Weltkrieg fällt im Berliner Sport-Club unter den Aktiven die Gestalt eines jungen Offi- tiers auf. Nicht wegen überragender Leistungen, andern wegen seiner unerhörten sportlichen,V i e l - eitigkeit. Er stößt die Kugel, wirft den Speer und den Diskus für die damaligen Verhältnisse be­achtlich weit. Aber diese leichtathletischen KaMpf- arten genügen ihm nicht. Er ist ein ebenso guter Schwimmer wie Tennisspieler. Au s diesem damals jungen unbekannten Offizier ist inzwischen der Generalfeldmarschall Walter von Reichenau geworden. Er hat seinem ehemaligen Verein bis heute die Treue gehalten. Auch jetzt mit seinen 58 Jahren treibt er seinen Sport wie früher und ist Ka m e r ad u n t e r K a m e rad e n. Dis vor wenigen Jahren lief er noch in der Staffel

«emfvrechanfchluß 2251 Drahtanschrift :Anzelgep Postscheck 11685 Frankf./M.

GietzenerAnzeiger

wZSm General-Anzeiger für Oberhessen rasasT-

seines Vereins. Auch vor einem Fußballspiel chreckte er nicht zurück. Seine sportliche Betätigung hat er selbst jetzt in der Kriegszeit beibehalten. Als er im Polenfeldzug mit der Vorhut seiner Armee an der Weichsel stand und die darüber führende Brücke von den Polen gesprengt war, zog er ferne Uniform aus, sprang m den treibenden Strom, durchschwamm den F tu ß und wies seinen Männern den Weg zu den Hängen, von denen der Blick auf den geschlagenen Feind fiel."

Der Reichssportführer hat des General- seldmarschalls mit folgenden Worten gedacht: Durch den Tod des Generalfeldmarschalls von Reichenau ist der deutsche Sport schwer und hart getroffen. Wir verlieren in ihm nicht nur einen begeister- te n und großen Freund, sondern wir ver­lieren in Generalfeldmarschall von Reichenau auch einen bis in die allerletzten Tage aktiven Ka­meraden. Sein Beispiel erreichte mehr, als durch noch so beredte Worte zu erreichen ist. Die Leibesübungen waren ihm von Jugend an treue, gebefreudige und glückspendende Begleiter. Diese Tatsache hat der Generalfeldmarschall durch seine Haltung erwiesen, als Soldat, als Kamerad und als ein immer wieder, auch im reifen Mannesalter, noch gern in die Kameradschaft der Mannschaft zurücktretender Kämpfer. Auch er wurde Zeuge da­für, daß die in den Leibesübungen wohnenden Eigenschaften zu mehr taugen als nur zum Rufe oder zum Ruhme, ein tüchtiger Sportsmann zu sein. An der Bahre seines Kameraden von Reichenau setzt der deutsche Sport in Stolz und Ehrfurcht seine Banner, hinter denen er mit uns schritt in guten und bösen Tagen, die er mitgeholfen wieder aufzu­richten und die er selbst mit uns trug, als es galt, noch größere und tüchtigere Gefolgschaft um sich zu versammeln.

Im Atlantik 21000 BRT. versenkt. - DerHeldenkampf von Sollum beendet, größerer Gelälzug angegriffen unb zersprengt. Meh­rere Schiffe würben schwer befchäbigl. Andere Kampfflugzeuge belegten Häfen an ber englischen Sübweslküste mit Bomben mittleren unb schweren Kalibers. Britische Ueberwasserstreitkräfte griffen i m Kanal einen beuischen Geleitzug erfolglos an. 3n den Kamps griff auch unsere Küstenabwehr ein. Ein englisches Schnellboot sank brennenb.

I n R o r b a s r i k a hat die von allen Verbinbun- gen abgeschnittene schwache Vesahung ber beutsch- italienischen Stützpunkte im Raum von Sol­lum, nachdem sie in wochenlangem, helbenhaftem Wiberstanb ihre IHunitions- unb Verpflegungsvor­räte aufgebraucht hatte, bie Vebergabe ange­boten. Die Luftwaffe führte erfolgreiche Angriffe

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