1M9.3UIW2
fikfjtnct Anzeiger iSeneral-Anzeiger für GberWeiii
Nr. 167 Zweites Blatt
V
Oberpostsekretär Äeorg Korell.
| 1/ || | V w I V IM v » ** • *7 *' w 1111 | ) 111 u 11, j - w 11 v n <
Am kommenden Montag. 20.3utt.Iann d-rDber- stmwch Mönwer in den
Hohe Auszeichnung tapferer Frontkämpfer
Das Deutsche Kreuz in Gold
gerne an.
moden, eiligen- le (auch fen ges. : unter nzeiger.
Auf» sdas sder. sder. änier Pilo den eie-
KbfiJ
neben der angestrengten Unterrichts- und Heimarbeit reichliche und vielseitige Entspannung und Erholung bei guter Verpflegung zu bieten. Die zur Ausbildung in der Schule weilenden weiblichen. Mitarbeiterinnen der Reichsbahn sind in zwei anderen Häusern untergebracht und gemeßen dort eben, alls die beste Betreuung durch die Schulleitung. Es ist Gewähr dafür geboten, daß die Schüler und Schülerinnen für ihre angestrengte geistige Arbeit alle Voraussetzungen zur körperlichen Kräftigung
issen
.ugust lortt bist
isch^ öfter son’s
für Leutnant Käppele.
NSG. Für mehrfache besondere Tapferkeit bei den Kämpfen an der Ostfront wurde dem Leutnant Karl Käppele aus Gießen, Kompaniefuhrer in einem Infanterieregiment, das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. „, _ •
In zahlreichen Kämpfen zeichnete sich Leutnant Käppele durch hervorragenden Schneid aus. Als bet einem durch überlegene Feindkräfte geführten Angriff der Widerstand der Kompanie zu erlahmen drohte, führte der Kompanieführer mit wenigen beherzten Infanteristen einen Gegenstoß, brachte durch seine persönliche hervorragende Tapferkeit den feindlichen Angriff Zum Stehen und fügte den Bolschewisten hohe blutige Verluste zu. Bald darauf ver- hinderte der Kompanieführer mit seinen tapferen Infanteristen den Durchbruch eines sowjetischen Bataillons, dessen Angriff von vier Panzerwagen unterstützt wurde. Immer wieder feuerte Leutnant Käppele seine Infanteristen zum Widerstand an und gab ihnen selbst durch vorbildliche Tapferkeit das beste Beispiel. Als in den winterlichen Abwehrkämpfen die Bolschewisten in die Nachbarstellung eingedrungen waren, führte Leutnant Käppele einen Gegenstoß durch. Wiederum war er seinen Infante- risten ein Beispiel und riß dadurch seine Kompanie mit nach vorn. Die eingedrungenen Bolschewisten wurden vernichtet. Auch in anderen Gefechten erwies sich der tapfere Jnfanterieoffizier als umsichtiger Führer und beherzter Draufgänger.
Die weitgehende Sicherheit des Verkehrs auf der Deutschen Reichsbahn, durch die wir andere Länder übertreffen, beruht nicht nur auf der vorbildlichen technischen Ausrüstung, insbesondere des Zugmelde- und -sicherungs- dienstes, sondern vornehmlich auch auf der umfassenden und gründlichen Ausbildung der Reichsbahn-Beamtenschaft aller Dienstgrade. Diese fachliche Ausbildung läßt sich die Verwaltung der Deutschen Reichsbahn besonders angelegen sein. Ein Beweis dafür ist die Unterrichtsarbeit in der Reichsbahn - Zen - t r a l s ch u l e i n B a d H o m b u r g , die wir vor einigen Tagen besucht haben.
a* ldt- J Se-
Ä
genießen können. m. .
Von den Unterrichtsmitteln, die in ihrer Vielgestaltigkeit vollkommen den Einrichtungen des prak- tischen Dienstes entsprechen, haben mir dem wichtigsten Stück, dem Lehrstellwerk, unsere besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Diese Einrichtung, eine Bahnhofsanlage im kleinen mit eingleisiger und doppelgleisiger Streckenführung, mit unzähligen Weichen und Signalen, Lokomotiven und Triebwagen, ist in einem früheren Tanzsaale aufgebaut. Auf drei Seiten des Podiums mit der Miniatur- Eisenbahn stehen in natürlicher Größe alle Apparate Melde- und Sicherungsanlagen für den Zug« verkehr und die Streckensicherung, die in allen Teilen genau den Einrichtungen des praktischen Dienstes entsprechen; die vierte Seite des niedrigen Ausbaues der Eisenbahn nehmen die Schulbänke ein, auf denen die Schüler alle Handgriffe an den Apparaten genau verfolgen können. Hier werden die Männer, die künftig als Fahrdienstleiter und im Stellwerksdienst die schwierigen und verantwortungsvollen Aufgaben des Zugbetriebs und des Zuasicherungsdienstes ztl erfüllen haben, mit allen Einzelheiten ihrer Arbeit an den komplizierten Apparaten genauestens vertraut gemacht. Hier herrscht nicht etwa die graue Theorie, sondern die lebendige Praxis, denn mit Hilfe der Miniatur-EisenbahN! können die Schüler bei ihrer Tätigkeit an den Ap- paraten unmittelbar jede Auswirkung ihrer Handgriffe im Zugverkehr kontrollieren und dabei erken- neu, ob sie' richtig oder falsch gehandelt haben; übrigens können sic auch an dem Funktionieren ober Nichtfunktionieren der einzelnen Apparate, z. V. im Zugmeldedienst, sofort feststellen, ob ihre Handhabung richtig oder falsch war. Kurzum, wenn auch auf dieser kleinen Eisenbahnstrecke, die einem Km-» derspielzeug gleicht, nur ebenso kleine Lokomotiven und Triebwagen fahren, so vollzieht sich doch alle Ar- I beit an den Apparaten unter dem Gebot des größten Ernstes der Arbeit und der Schwere der Verantwortung, die einmal von diesen Männern auf
nimmt öj saubere
►rgiwcw
Wochen i«
te braune
N
Bi
ck 'M ’Jli
Hitterrreuzträger Major Kornmeyer.
Der Führer hat den Major und Bataillonskommandeur Hans Kornmeyer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Major Kornmeyer mürbe am 6. August 1907 in Darmstadt geboren. Seit 1925 ist er Soldat. Im Westfeldzug führte er als Kompaniechef eine Panzerjäger-Kompanie und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse und dem Jnfanterie-Sturm- abzeichen ausgezeichnet. 3m Ostfeldzug führte er ein Infanterie-Bataillon. Das Bataillon, stets im Brennpunkt der Kämpfe eingesetzt, hatte wesentlichen Anteil an den Angriffserfolgen der Division. Für hervorragende Führung und die dabei oft bewiesene Tapferkeit erhielt er am 17. November 1941 bas Deutsche Kreuz in Gold. Nach den schweren Kämpfen vor Moskau wurde ihm am 9. Mai 1942 vom Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
In den seitherigen Kämpfen ist Major Kornmeyer viermal verwundet worden, er ist Träger des Der- wunbeten-Abzeichens in Silber. Im Januar 1942 wurde er zum Major befördert. In den Reihen feines Bataillons kämpften mit ihm viele Hessen, die er als gute Soldaten und Kameraden kennenlernte.
„Unangenehm bleibt es doch!" Albrecht zieht dts Stirn kraus. „Var allen Dingen fei nicht nervös, dazu liegt ja kein Grund vor. Ue-berlege dir genau, was du sagst, unb gib präzise Antworten. Am besten natürlich so, daß du in einem etwaigen Prozeß nicht als Zeugin aufzutreten brauchst; das wäre ziemlich cheußlich. Selbstverständlich mußt du dich strikt an die Wahrheit halten, aber du brauchst feine Generalbeichte über deine Gestihle abzulegen, außer bei mir natürlich!"
47.
So unangenehm der bevorstehende Gang ist Irmela erwacht mit einem Glücksgefühl: sie hat mit Albrecht gesprochen, sie hat keine Heimlichkeiten mehr vor ihm, ihr Herz ist von dieser drückenden Last befreit! < , , ,
Sie ist weit weniger erregt und befangen als gestern, da der Besuch sie überraschte. Sie wird es nicht wie gestern hinnehmen, daß er die Unterredung aus Rücksicht auf ihre Ermüdung abbncht. Sie'ist durchaus nicht müde, und sie wird es auch m einigen Stunden nicht fein. Er soll hintereinander fragen, was er nur immer zu fragen hat, und sie dann endgültig in'Ruhe lassen.
Der Empfang verläuft anders, als sie ihn sich oorgestellt hat.'Man führt sie zunächst einmal in einen Raum, wo man sie kühl und geschäftsmäßig ersucht, ihre Handschuhe auszuziehen und ihre Fm- gerspitzen auf eine Platte zu drucken. Sie wider« spricht nicht, sie tut, was man von ihr verlangt, aber sie zittert vor Empörung, als sie ein paar Mi- nuten später dem Kriminalrat gegenübersiht.
Wissen Sie, daß man Fingerabdrücke von mit genommen hat? fragt sie. .Hören Sie, das ist aber kein angenehmer Gedanke, daß meine Fmgerab« drücke hier im Archiv aufbewahrt werden?"
„Warum nicht?" Bauer lächelt ganz freundlich. „Sie liegen da gut — und wir werden sie voraus- sichtlich nie wieder heroorziehen. Aber wir brauchen schließlich einen Beweis dafür, daß 3HrH Finge abbrüd.e. nicht auf dem Revolver zu finden Jhwl
Fortsetzung folgt.1
sire?' renh°f
„Hast du je im Briefwechsel, mit ihm gestanden? Davon weiß ich ja gar nichts!"
Nein, Albrecht, davon weißt du nichts. Ich habe dir's nicht mit Absicht verheimlicht, es war mir nur zu unwichtig. Es waren ganz dumme, kindische Liebesbriefe, wirklich. Ich war damals nicht viel mehr als ein Kind. Und plötzlich ist er wieder aufgetaucht und hat mir die Briefe angeboten, und ich sollte ihm aus alter Freundschaft eine Stellung bei dir verschaffen; und ich wollte dich nicht damit behelligen."
„Aber, Irmela!" Albrecht springt auf und faßt sie an beiden Armen. „Warum hast du mir das nicht gesagt? Das nehme ich dir wirklich Übel' Aus diese Weise kannst du einem Erpresser in die Hande geraten !" *
Sein Ton ist so vorwurfsvoll und streng, daß ihr Zittern heftiger wird und ihr die Tränen in die Augen schießen. „Ich kann nicht sagen, daß er er« preßt hat. Er hatte ja auch gar feine Handhabe, wirklich nicht, glaub mir!"
„Natürlich glaube ich dir!" Er schüttelt sie etwas. „Aber du konntest wissen, daß ich dir glaube! Du hättest sofort zu mir kommen müssen! Hast du so wenig Vertrauen zu mir? Schäm dich! Wie konntest du dich hinter meinem Rücken mit so einem Gauner einlassen? Du siehst ja, wohin das fuhrt! Em Mensch, der ein solches Ende nimmt! Das wird auch schon seine Ursachen haben, du kannst dich in Teufels Küche bringen mit solchen Dummheiten.
„Ach, ich hoffe, es wird sich schnell aufklären; aber ich muß morgen wieder hin, und wieder irgendwelche Aussagen machen."
9 „Dann geh ich selbstverständlich mit! Ich lass dich nicht allein gehen."
Es ist lieb von dir, Albrecht, aber ich glaub nicht, daß das geht. Zum Zahnärzt muß ich ja schließlich auch allein." Sie lächelt unter Tranen zu ihm auf. „Und viel schlimmer ist,es nicht Die Leute , sind sehr jreuMich. JK habe ^Meßlich Nichts
Neben der beruflichen Aus- und Weiterbildung i nimmt die Erziehung im nationalsozialistischen Geiste und die Vertiefung der daraus erwachsenden Gemeinschaftsgesinnung und des Kameradschaftsgedankens einen hervorragenden Platz in der Arbeit der Schule ein, außerdem hat auch der öport nut verschiedenen Arten der Volkssportpflege seinen wohlabgewogenen Platz. Heber allem stehen als beherrschende Gesichtspunkte die Grundsätze der Kameradschaftsarbeit und des verantwortungsbewußten Dienstes für die Volksgemeinschaft.
Der Unterricht ist in verschiedene Fachgebiete aus- gegliedert, je nachdem die Zielsetzungen der Lehrgangsteilnehmer festgelegt !md. ^-o gibt es z. V. ?ehrqemeinschaften, die sich ausschließlich dem Zug- Merkehrsdienst zuwenden, andere arbeiten auf Dem Gebiete des Fahrkartenwesens, der Güterabfertigung und -deförderung, des Derwaltungswefens usw. usw. Für alle diese Gruppen sind Spezialeinrichtungen, wie z. B. Anlagen des Bahnhofsbetriebs, Apparate usw. außerdem natürlich die erforderlichen Formulare'und dergleichen vorhanden, wie sie m Der praktischen Arbeit auf den Dienststellen im Gebrauch sind bzw. als technische Anlagen von Den Mannern gehandhabt werden müssen. Mit all diesen Dingen haben sich die Lehrgangsteilnehmer unter Führung und Aufsicht ihrer Lehrkräfte so gründlich zu beschäftigen, daß sie am Schluffe ihres Lehrganges das Unterrichtsziel erreicht haben. Bei der außerordentlichen Fülle und Vielseitigkeit die im Betrieb der Reichsbahn auf allen Gebieten der Arbeit herrschen, erfordert die Ausbildung auf Der Schule die ganze Hingabe des Lernenden an feine Obliegenheiten. Daher ist Denn auch Der Unterricht am Vormittag und am Nachmittag für jeden Teilnehmer eine Zeit der angestrengtesten geistigen Arbeit zu deren richtiger Auswertung aber noch die weitere Vertiefimg in der Heimarbeit gehört, für die in schonen Ge- meinschaftswohnräumen entweder im Jnternat der Schule oder in anderen Hausern die günstigsten Voraussetzungen bestehen. _
Das Verwaltungsgebäude der Relchsbahn-Zew tralschule war früher ein Sanatorium, m dem sich ' auch der Hauptteil des Internats befindet Schone ' Wohnräume, die jeweils Drei Mannern als Unter. : tunft dienen, hell und luftig find einen Balkon ' haben und Bequemlichkeit aufmeifen, schone Ge- 5 meinschaftsräume, z. B. Schreibzimmer, ein geschmackvoll ausgestatteter Speisesaal, modern em- gerichtete große' Küche mit Mhlräumen u m. ein ttch^it°d°di'n^den Besuchern d-r Schule I deUchüibank draußen -ui M-ren Bahnhöfen im
postsekretär Georg Korell in Gießen, Am Nie- : aelpfab 22 wohnhaft, in bester Gesundheit seinen i 60. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist geborener Oberhesse, Der am 20. Juli 1882 in Kirtorf (Kreis < Alsfeld) als Sohn eines Heilgehilfen das Licht Der Welt erblickte. Am 14. Oktober 1903 trat er in das Infanterie-Regiment 116 in Gießen ein, m Dem er bis zum 30. November 1919 diente Benn Aus- rücken des Regiments mußte er zunächst noch m Der Garnison bleiben, Dann kam er eben alls ms Felo, wo er bald verwundet wurde. Nach seiner Wiederherstellung konnte er nur-noch büm Ersatztruppenteil in Gießen Dienst tun, wo er sich bis zu seinem Ausscheiden aus dem Heere als Vizefeldwebel feinen Obliegenheiten widmete. Nach feiner Mitttarzett trat er bei Der Poft ein, wo er am 1. Mai 1923 zum Postamt Gießen einberufen wurde, später Beamteneigenschaft erhielt und heute noch tätig ist. ..
T)er bald nach dem Weltkriegsende gegründet n Vereinigung ehemaliger 116er trat G^rg Korell schon bald 'nach der Gründung bei, er machte stch im Kreise der Kameraden vielfach verdient und wirkte namentlich bei den 116er-Tresten m hervorragender Weise mit. Seit Jahren gehört er dem Vorstand Der alten 116er an; er war lange Zett Stellvertreter Des Kassenwarts und wurde nach dessen ToD zum Kassenwart bestellt, em Amt, das er heute noch mit größter Gew^senhaftigkeit versieht. Bei Der Ueberfuhrung der ^meradschaft ehe maliger 116er in Den NS.-Reichskriegerbund m Rahmen Der Umorganifation aller alten Soldaten- kameradschaften hat sich Georg Korell in hohem Maße oerDient gemacht
®ei seinen 'Berufskameraden vom Postamt Gießen, im Kreise Der alten Soldaten und namentlich der ehemaligen 116er sowie Darüber ^naus in weiten Kreisen Der Gießener Bevölkerung erfreut sich Der Jubilar großer Wertschätzung unD Beliebtheit Den zahlreichen Glückwünschen, Die ihm zu seinem 60. Geburtstage zweifellos ^eil werden schließen auch wir uns mit unseren besten Wünschen
Teil schon lange im Dienste Der Reichsbahn stehend, ( werden neben' Der fachlichen Durchbildung auch zu ■ wirtschaftlich denkenden und überlegenden Menschen erzogen, die überall Da, wo fie eingefetzt werden, voll und ganz ihren Mann stellen können. Sie sind <um Teil Zivil» und Dersorgungsanwarter, Die sich für die Beamtenlaufbahn bei Der Reichsbahn entschieden haben und neben Der praktischen Ausbil- Dung an ihrer Dienststelle zwecks theoretischer Vervollkommnung zu den Lehrkursen m Der Reichsbahn-Zentralschule geschickt werden, ?um Teil sind es sog. Aufstiegsbeamte der Reichsbahn, D. h. Manner, Die schon vor Jahren bei der Reichsbahn ein« getreten waren und sich nun in Beamtenstellungen, auch im gehobenen mittleren Dienst, emporarbei- ten wollen und zu diesem Zwecke von Der Reichs- bahnverwaltung nach Bad-Homburg entsandt werden, Damit sie hier ihr bisheriges, durch Den praktischen Dienst erworbenes Fachwissen noch vertiefen und erweitern können; bei dieser Gruppe von Lehrgangsteilnehmern handelt es sich vornehmlich um Reichsbahn-Assistenten und -Sekretäre, aber auch um Schaffner und Schaffnerinnen, um weibliche Hilfskräfte für die Fahrkartenausgaben ufw. Neben den allgemeinen Lehrgängen bestehen uoch Sonder- lehrgänge für Die Reichsbahn-Leitungsaufseher bzw. -Vermessungsbeamte usw. Die für ihre Spezlalaus- gaben eigenen Unterricht genießen.
Neben'Der Theorie in Den Lehrsalen haben praktische Uebungen im BetriebsDienst und im Verkehrswesen ihren gebührenden Platz, wozu tlebungsstat- ien im Rahmen der Schule vorhanden sind. Mit Der Schule verbunden ist eine Lehrm'ittelzentrale, die auch für die Unterweisung Der Eisenbahner außerhalb Der Schule auf Den Dienststellen Material zur Verfügung stellt, damit die laufende fachliche Schulung unb Fortbildung des Reichsbahn-Personals ständig auf der Höhe gehalten werden kann. Die i Schule besitzt außerdem noch eine Niederlage Der , verkehrswissenschaftlichen Lehrmittel^Gefellfchaft, aus i der alle Lehrgangs-Teilnehmer mit der einschlägigen Fachliteratur zu ihrer Fortbildun^versorgt^werDein
Aus der Stadt Gießen.
TleueS blühendes Leben.
Junge Mütter sitzen auf den Bänken in den Anlagen. In Den Kissen Der Wagen, Die sie sanft wiegend hin- und zurückschieben, schlafen und lachen und träumen die Kinder. Dann und wann beugt sich eine Mutter zu ihrem Kinde hin und faßt nach seinen Händchen. Davon erwacht es und lächelt. Glücklich und zufrieden quäkt sein Sümmchen
Unser Dand den jungen Müttern! Während die Väter an allen Fronten kämpfen, hüten sie daheim mit ihrem Leben und ihrer Liebe Die ewige Flamme der Deutschen Unsterblichkeit. Wie jene anDeren, Die ihre Söhne Dem Vaterlande und des Volkes Frei-' heit zum Opfer gaben, sind sie unserer Ehrfurcht gewiß!
Im Gefolge des Krieges schreitet der Tod. Leben wird geopfert, um Leben und Zukunft zu sichern. Aber im Schutze der Schwerter wächst das Lebendige. Während Die Fronten Der Leiber und Herzen alle tödliche Gefahr von der Heimat bannten, schlugen daheim Hunderttausende junger Menschen- knospen ihre Augen auf. Die meisten ihrer Väter halten die Waffe in den Fäusten, verteidigen an den Fronten ihr eigenes Leben, das ihrer Familie und das größere des Volkes und Vaterlandes. Aber «ift nicht letztlich der Sinn dieses Krieges Darin zu sehen, daß von jenen, die heute und morgen geboren werden, der Bann der Bedrohung genommen wird, daß sie nicht in einem Vierteljahrhundert, wie heute ihre Väter, zur Verteidigung ihres Lebens und ihres Hauses werden aufbrechen müssen? Im Schutze des Schwertes keimt und wächst die neue Generation, von Der Zärtlichkeit der Mütter behütet, von ihrer Liebe umgeben, von männlicher Kraft, die sich im Kriege millionenfach bewährt, verteidigt vor der Flut der Vernichtung.
Es will sich Da ein seltsamer Zwiespalt auftun: Der Krieg bedingt, Daß Der Mensch Tod und Der- uichtung wirken läßt. Aber Der gleiche Mensch will aus Trieb und Willen das Leben erhalten und weitergeben. So erneuert sich das Leben aus dem Blute der jungen Mutttr. Wie die Männer mit Dem Schwerte, so bewahren auch sie das Volk vor dem Absturz in das Chaos durch die heilige Bereitschaft, um des Lebens der Kommenden willen das eigene Leben in Die Waage des Schicksals zu werfen. Darm sind sich unsere deutschen Schdaten und Mutter gleich. Aus diesem Bereitsein wächst trotz Tod und Vernichtung das Lebendige! * Schn.
Die Reichsbahn-Zentralschule ist eine innerbetriebliche Einrichtung Der Reichsbahn. Im Jahre 1925 in Hanau geschaffen, wurde sie im Jahre 1938 nach Bad Homburg verlegt. Ihre Aufgabe ist Die Heranbildung Des Nachwuchses an Reichsbahnbeamten und Die Weiterbildung solcher Beamten des Reichsbahü- Betriebs, Die aus Den unteren in höhere Beamten- ftelten aufsteigen sollen. Seit 1927 steht die Schule unter Leitung Des Reichsbahn-Amtmanns Eßer, Dem für Den Unterrichtsbetrieb Drei weitere hauptantt- liche Lehrkräfte pnd über 40 nebenamtliche Fachlehrer aus Dem Kreise der Beamten der Reichsbahndirektion und benachbarter größerer Bahnhöfe zur Seite stehen. Mit 30 Schülern wurde im Jahre 1925 die Unterrichtsarbeit begonnen, jetzt sind es ständig rund 240 Schüler, Die in je seck)s- dis acht« wöchigen Lehrkursen bei Unterricht am Bormtttag unb am Nachmittag für ihre künftigen Aufgaben ausgebildet werden. Die Schüler — und jetzt ini Kriege auch Schülerinnen — kommen aus Den westlichen Reichsbahn-Direktionsbezirken Frankfurt am Main, Mainz, Karlsruhe, Saarbrücken, Köln, Essen, Münster und Erfurt nach Bad Homburg in Die Reichsbahn-Zentralschule. Neben dieser Anstalt bestehen für Die übrigen Reichsgebiete noch einige gleichartige Ausbildungsstätten Der Reichsbahn.
Der Unterricht wirb ganzjährig durchgefuhrt. In feinem Mitelpunkt steht Die fachliche Ausbilbung Des Beamtennachwuchfes, auf Grund eines durch langjährige Erfahrung immer mehr ausgestalteten ILeyr- planes, im Reichsbahn-Derk^hrswefen, Reichsbahn- Bauwesen, in der Durchführung des Bahnbetriebs, im Finanz- unb Verwaltungswesen usw. Die Schu-
Briefe in Bareiros Hand
Roman von Anna ElisabetWeirauch
Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.
85. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.)
„Also nehmen wir ruhig an, daß der Revolver sein Eigentum war. Vielleicht hat er sie sogar damit bedroht, sie zwingen wollen, irgenbeine ungeheure Zahl auf den Scheck zu fetzen, ober 'hn andre eigene Schläfe gehalten: ,wenn ich nicht so unb Jo viel bekomme, muß ich mich vor Demen Augen er- schießen'.' Dann hat al\o^00!^ gelegen, sie hat Den Scheck ausgeschrieben, und er hat hohn gelacht. Das Dreifache, Das zehnfache verlangt! Ihr gedroht, ihr Das ganze ElenD vor ? "gen geh alte in Das er sie stürzen kann, sie aufs äußerste g reizt ... und peng! Da schießt sie eben ...
UnD peng! Da schießt sie Daneben! Es ist alles gut und schön, bis zu Diesem Moment. Wenn Diese Frau in Diesem Augenblick fdüe6t bann mußte e ein verbammt merkwyrbiger Zufall fem, we"" s trifft. So trifft. Ein gerabezu ausgesuchtts Pech für sie. Es wirb mehr geschossen, Butenschon, als wir zu wissen kriegen. Weil es meistens Daneben geht? Wenn Da ein halb Diitzend Kugeln m be Wand steckten... und Herr Bareiro den Revolver kaltlächelnd aus Der H^b gewunDen hatte unb sie hätte einen Wemkrampf bekommen, unb er hätte noch mehr von ihr verlangt, und noch mehr, ja, bann hätte man uns mit ber ganzen Angelegen heit gar nicht bemüht oder ledenfalls erst sehr viel später..."
4b.
Irmela Sierinck nimmt das kommissarische Verhör nicht allzu ernst. Sie kommt nicht auf Den Gedanken? daß sie auch nur der Schatten eines JKcr - Verdachts treffen könnte. Aber immerhin ist es ernst genu^Daß sie Albrecht Mitteilung machen muß.
ntner
tendierten Missen, 50, suci» ekanntsch. 5rau od. lein m 1 von 4o iO Jahren jweds eint.
. Zusckm r T. M itvoitlag.
-en. 103^
Die Tatsache, daß Da überhaupt ein Mord geschehen ist, daß sie als Zeugin m einen Prozeß hmeingezogen werden kann, läßt all ihre Nerven schwingen und zittern. Es etwas so Ungeheuerliches, so Grauenhaftes, was sie Da streift, Daß da- , neben alles anbere klein und belanglos erscheint, alles, auch ihre eigenen Vergehen, ihre eigenen Torheiten, ihre kleinen Heimlichkeiten.
Sie wartet in fiebernder Ungeduld auf Albrechts Rückkehr, fie läuft ihm entgegen bis in den Windfang, fie empfängt ihn fchon mit den Worten. ,^Zch muß Dir etwas sagen, Albrecht, ^tte, laß uns gleich nach oben gehen. Es ist etwas Furchtbares paliiert• Nein, nein! Nichts, was uns angeht. Du brauchst nicht zu erschrecken. Ich muß nur ungestört mit Dir
Albrechts erster Gedanke sind die Kinder, sein Zweiter ist Gerd und sein dritter ist, daß man ihn mit Katta Serena gesehen hat, und daß Irmela ihm eine Eifersuchtsszene machen will
Bareiro ist ermordet!" sagt Irmela leise, blaß und zitternd, als sie die Tür hinter stch geschlossen ^,M°r ist denn dos?" fragt Albrecht Ach ja, ein Bekannter von dir. von früher, du hast ihn kürzlich noch einmal »ettolfen. Aber geht d,r da-i so^nahe?
Nahe^ Nein — obgleich — Die Vorstellung ist scheußlich, Daß ein Mensch ermordet ist, den man ^^,^Ja^natürlich, hast du's in Der Zeitung gelesen? Reat es dich so aus, arme kleine Maus?
Albrecht setzt sich auf den Bettrand und wechselt Die Schuhe. Er ist sehr freunDltd) nut ihr, trotz eines leisen Aergers, Daß sie ihn so erschreckt hat -um etwas so FemliegenDes wie Den furchtbaren Tod Cin^ro^fr^tm™Ä-bred,t weil di- Krimi- na'l'pol'izei heute hier war, um mich zu vernehmen ...
Dick? Ja, was weißt Du denn davon?
"Nichts. Aber... es ist sehr unangenehm... man bat Briese von mir bei ihm gefunden, Richt ^oon t jetzt natürlich, von damals"
ene
? I
1EN
Eisenbtthner auf der Schulbank.
' Em Besuch in der Reichsbahn-Zentralschule in Bad Homburg
§3 ■
Brauns :
M
s'S »>«•!! Ätl SSld


