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192. Jahrgang Nr. N4 Erscheint täglich, anher Sonntags und feiertags

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Was Deutsche in Amerika erdulden mußten.

Auch Angehörige der Dreierpaktmächte in Mittelamerika auf Geheiß Roosevelts interniert und mißhandelt.

Lissabon, 16. Mai. (DNB.) Mit dem schwedi­schen DampferDrottningholm" trafen Samstag die deutschen Diplomaten aus Amerika in Lissabon ein, die mit Diplomaten der amerikanischen Länder ausgetauscht werden. Angeschlossen waren italienische, bulgarische und ungarische Diplomaten aus der westlichen Hemisphäre. An der Spitze der deutschen Gruppe stand der Gesandte Thomsen, der langfährige deutsche Geschäftsträger in Washing­ton. Ferner befanden sich an Bord derDrottning- holm" die dKltschen Schriftleiter, die in den Bereinigten Staaten tätig gewesen waren. Die bis­herigen Neuyorker DNB.-Vertreter Cramer und Sell gaben nach ihrer Ankunft in Lissabon eine Schilderung über die Leiden der Amerika-Deutschen:

Einen Tag nach Pearl Harbour bereits prokla­mierte Roosevelt die Angehörigen aller Achsenmächte zu Feinden des amerikanischen Staates, womit gleichzeitig eine seit Monaten sorgfältig vorbereitete Verhaftungswelle gegen die Staatsangehö­rigen der Achsenmächte einsetzte. Sie wurden nach kurzem Verhör für das Verbrecheralbum photographiert. Der Fingerabdruck mußte dieses Bild noch vervollständigen. Wie gemeine Ver­brecher wurden die Inhaftierten dann in Gefängnis­wagen zur Neuyorker Einwanderungsinsel Ellis Is­land transportiert.

Die Quartiere, Riesenschlassäle, in denen über 300 Menschen unter primitiven Verhältnissen zusammengepfercht wurden, werden am besten dadurch charakterisiert, daß der frühere US2L- Botschafter in Rom, Philipps, die Hände vor Entsetzen über den Kopf zufammenfchlug, als er einmal Ellis Island besuchte. Die Inhaftierten hatten Anspruch auf ein Verhör durch Sonder­gerichte, die zu entscheiden hatten, ob sie als ge­fährlich zu-gelten hätten oder als harmlos frei- - zulaffen feien. Rach fünf Monaten ist bei der Mehrzahl noch keine Entscheidung getroffen worben. Bei ungenügender Verpflegung, in fchmuhstarrenden Masjenquartieren mit unzu­reichenden Waschmöglichkeiten und sanitären Anlagen, mangelnder frischer Lust haben allein in Reuyork über 300 Deutsche, dazu Italiener und Japaner, monatelang auf die Entscheidung ihres Schicksals gewartet. Man hat es den Deut­schen auf Ellis Island nicht erspart, sie von Schwarzen bewachen zu lassen. In ande­ren Internierungslagern hat man Deutsche so­gar mit Regern zusam'm engesperrk. In Rew Orleans hat man eine deutsche Frau mit prostituierten und Kindesmörderinnen in ein Gefängnis gesteckt. Aeberhaupt darf es sich Roosevelt zur Ehre anrechnen, erstmalig Frauen und Kinder interniert zu haben, was selbst in der hahgeschwängerten Atmosphäre von 1917 nicht vorgekommen ist. hatte man ursprünglich nur Einzelpersonen verhaftet, wurde später das gesamte Deutsche Seemannsheim in hoboken nach Ellis Island gebracht, kurz dar­auf auch sämtliche Mitglieder des Reuyorker Kyffhäuserbundes.

Wer *on dem Sondergericht zur dauerndes In­ternierung verurteilt wurde, verließ Ellis Island, um in ein dem Militär unterstehendes Inter­nierungslager zu gehen. Die Sondergerichte -versuchten teilweise mit gemeinsten Mitteln die.ein­zelnen zu erpressen. Es wurden Fragen gestellt ob man für Deutschland kämpfen wurde: es wurden anderen sogar Dokumente zur Unterschrift vorgelegt, in denen sie sich bereiterklären sollten, amerikanische Bürger zu werden. Der Besitz einer flagge, eines Hitler-Bildes genügte, die Betreffen­den für staatsfeindlich zu erklären. In den Schilde­rungen der Jnertnierungslager wird Camp Up- t o n auf Long Island in der Nähe Neuyorks i'ber- einftimmend als die Hölle bezeichnet, ^st^roßer Prozentsatz des Militärs einschließlich derDfslZlere waren I u d e.n, die ihren Haß an den Zivilge- fanqenen ausließen. Die Unterbringung war ange­sichts des strengen Winterwetters ebenso unge­nügend wie die Verpflegung. Bezeichnend für den Geist in diesem Lage ist die Begrüßungsrede des Lagerkommandanten, der den Inhaftierten kurz und bündig mitteilte, daß es nur zwei Wege aus dem Lager herausgebe, entweder durch Verfügung der Regierung, odertot wie ein alter Hund". Ent-» prechend dieser Einstellung wurden die Internierten denn auch bei kleinsten Vergeben sofort zu Strafen verurteilt und tätlich bedroht. Nirgends waren Vor­bereitungen getroffen, um die Tausende von Inter­nierten menschenwürdig unterzubrmaen. Ueberall bedurfte es, um die notwendigsten Mängel abzu- fteUen. ständiger, immer wiederholter Vorstellunnen der Schweizer Gesandtschaft, deren Schutz die In­ternierten unterstellt sind.

Die deutschen Diplomaten und Schriftleiter wurden am 18. Dezember i n e i n e m H o t e l f e r n von Washington untergebracht, wo sie fünf Monate lang von der Außenwelt ab ge­schnitten waren-und nur eine Tageszeitung hatten, sodaß die endliche Abfahrt mit der r o t b ninqholm" allgemein begrüßt wurde. Das alte schwedische Schiff'war für die Passagiere viel zu klein, so daß auch die schlechtesten Kabinen und so­gar die Säle voll belegt werden mußten. Das Wet­ter war aber günstig, und die Mannschaft war trotz Uebereinstrenqung äußerst hilfsbereit. ..iit der Drottningholm" kehrten insgesamt 605 Deutsche zu­rück, und zwar 83 aus Peru. 81 aus Guatemala, 49 aus Kolumbien, 45 aus Mexiko, 42 aus Vene­zuela, 36 aus Ecuador, 18 aus Bolivien, 14 aus Kuba. 8 aus San Domingo und 5 aus Haiti.

Als Gesandter Reinebeck am 6.'Ianuar mit seinem Stabe Guatemala verlassen hatte, um in den USA. bis zur Beförderung nach Europa interniert zu werden, wurden entgegen der feier­lichen Zusicherung der Regierung von Guatemala 116 Deutsche in Guatemala verhaftet, unter den unwürdigsten Verhältnissen nach New Orleans geschafft und später im Lager Blanding (Florida) interniert, während Frauen und Kinder in Guatemala verbleiben mußten. Am 2. Mai wurden weitere 23 Deutsche verhaftet und nach dem USA.-Lager Kennedy in Texas gebracht. In P a n am a wurden auf Weisung der USA. be­reits am 9. Dezember 150 Deutsche verhaftet und nach Balboa transportiert, wo die Behandlung schi­kanös, die Unterkuiift primitiv und das Essen un­zureichend war. Nach vier Monaten Aufenthalt im Lager wurden die Panama-Deutschen nach New Orleans weitertransportiert, wo man die Konsulats­mitglieder zum Transport auf derDrottningholm"

Unter den aus Amerika zurückgekehrten Deutschen befand sich auch der- bisherige Wirtschaftsreferent der deutschen Botschaft in Washington, Dr. Wilhelm Tanneberg, der sich in interessanten Darle­gungen über di e wirtschaftliche Situa­tion in Washington ausließ. Das Hauptproblem für die USA. ist heute dis Inflatjonsgefahr. Bis zum Ende dieses Jahres muß mit einem wei­teren Ansteigen der Preise auf etwa das D o p - pelte des Vorkriegsstandes gerechnet werden. Die Farmprodukte sind bereits um 30 bis 40 v. H. ge­stiegen. Noch erheblich stärker kletterten vielfach die Preise für Textilwaren und Luxusartikel in die Höhe. Die Teuerungswelle, die in den Vereinigten Staaten mit Kriegsausbruch einsetzte, muß in erster Linie von der breiten Masse getragen wer­den. Der wirtschaftliche Druck wird weiter durch das Anziehen der Steuerschraube bei den kleinen Lohn- und Gehaltsempfängern verstärkt. Die Zeit ist nicht mehr fern, da der Staat 50 v. H. die­ser Einkommen fortfteuern wird, um Roosevelts Krieg zu finanzieren. Mit dem Inkrafttreten der neuen Steuervorlage von 7,6 Milliarden Dollar müssen aber auch diejenigen Amerikaner, die unter 2500 Dollar im Jahr verdienen und das sind 78 v. H. des amerikanischen Volkes, zweimal so viel Einkommensteuer zahlen als bisher.

Mit dem Gelds, das dem kleinen Mann in Ame-

Bei der kurzen Anwesenheit der deutschen Diplo­maten aus Nord- und Mittelamerika in Lissabon fant) in der deutschen Gesandtschaft ein Empfang statt. Gesandter Dr. Thomsen, der bisherige deutsche Geschäftsträger in Washington, erklärte, Roosevelt habe seine Politik so eingerichtet gehabt, immer England mit allen Mitteln zu helfen, dabei aber um den effektiven Krieg herumzukommen. Er hatte es nie für möglich gehalten, daß Japan an­gesichts der unausgesetzten Provokationen des USA.- Präsidenten zum Schwerte greifen würde. Die Auf­fassung, man könne nur durch Produzieren den Krieg gewinnen, ist inzwischen in den USA. von der Er­kenntnis abgelöst worden, daß man s i ch wirklich e i n s e tz e n muß, wenn man überhaupt eine Rolle spielen will. Vor allem aber ergibt sich in Amerika die große Frage, w o eingesetzt werden soll. Es un­terliegt keinem Zweifel, daß das Ziel Roosevelts die Weltherrschaft ist. Roosevelts Gegenlei­stung an seine ausländischen Freunde waren Ver­sprechungen. Aber bis jetzt hat sich gezeigt, daß fast alles, was die Amerikaner an militärischen Leistun­gen, an Waren- und Waffenlieferungen und an Steigerung ihrer Kriegsproduktion ankündigten, Bluff war. Die astronomischen Aufrüstungsziffern Roosevelts sind typisch amerikanischer Bluff. Selbst die Amerikaner werden bald sehen, daß eine Ver­wirklichung des Rooseveltschen Rüstungsprogramms unmöglich' ist, vor allem aus Mangel an Rohstoffen, Facharbeitern und Maschinen. Es ist sehr bezeich­nend, daß es in den USA. schon jetzt eine starke Tonnageknappheit gibt, und man sogar da­von redet, den Verkehr zwischen den Vereinigten Staaten und Südamerika mit kleinen Segelschiffen aufrechtzuerhalten. Wie knapp das amerikanische Rüstungsmaterial ist, ergibt sich daraus, daß z. B. von Dezember 1941 bis März 1942 kein Kn egs- material nach der Sowjetunion geschickt werden konnte, obwohl Moskau darum flehte. So­weit im April Transporte nach Rußland abgegan­gen find sind sie größtenteils von unseren Seestreit­kräften versenkt worden. Die Gesamtsituation wird für die USA. vor allem durch die grandiosen za- panischen Eroberungen amerikanischer Bezugsgebiete an Kautschuk, Zinn und Wolfram sowie gewaltiger Oelgebiete immer schwieriger.

Roosevelt sagt zwar, Amerika kämpfe für Demo­kratie und Freiheit, aber selbst in den Vereinigten Staaten ist heute Demokratie und Freiheit nicht mehr voll vorhanden. Man kämpft zwar angeblich für die Erhaltung desamerican way of hfe", aber alles ist von der Regierung überwacht, reguliert, organisiert, und zum Teil sehr schlecht. Das schlimmste aber ist, daß Roosevelt dem Bolschewis-

abzweigte. Der Geschäftsträger Eckner und Konsul Sanders aus Nicaragua berichteten, daß die dortigen Deutschen teils in gewöhnlichen Staatsge­fängnissen (!), teils auf Kaffeeplantagen interniert worden feien. In San Domingo wurden auf Geheiß Washingtons etwa 55 Deutsche in einem un­gesunden Lager und bei völlig unzureichender Ver­pflegung interniert, darunter Familienväter mit vier Kindern. Die dominikanische Regierung weigerte sich, die Frauen und Kinder der Internierten zu unterstützen. In Port-au-Prince hat sich, wie der Geschäftsträger in Haiti, Gesandtschaftsrat Kempfe, erzählte, der Negerpräsident Lescot in schmutzigster Weise gegen die Deutschen benommen, obwohl drei Millionen deutschen Kapitals dort in­vestiert sind. Gleich nach Kriegsausbruch wurden die etwa 1200 Deutschen Haitis, darunter drei deutsche Aerzte, in Fort National interniert, wo die Unterbringung und Verpflegung jeder Beschreibung spotteten.

rika verbleibt, kann er sich nicht mehr viel kaufen. Nicht nur die Herstellung von Privatautos ist ein­gestellt worden, sondern auch diejenige von Eis- schränken, von Rundfunkapparaten, Meiallmöbeln, Möbelausstattungen, vielerlei Haushaltsgeräten usw. Für Hunderte von Gebrauchsartikeln ist die Ver­wendung von Eisen und Stahl untersagt. Der Elek­trizitätsverbrauch ist vielfach stark gedrosselt. Große Teile der Konservenindustrie sind infolge des Zinn- und Weißblechmangels eingestellt worden. Selbst Seife ist rationiert. Auch auf dem Gebiet der Textil­versorgung sind starke Verknappungserscheinungen bemerkbar, so bei Wolle und Seide. Die Schneider dürfen nur noch AnMge ohne Weste und Hosen ohne Aufschläge an fertigen, um Wolle für den Heeres- beöarf zu ersparen. Von Lebensmitteln ift, bereits Zucker rationiert worden. So sind die USA., die von der ganzen Welt gehn alsLand der Fülle" bewundert werden wollten, über Nacht zu einem Land der Knappheit geworden. Der kleine Mann in Amerika muß heute am eigenen Leibe spüren, daß der gegenwärtige Krieg ein völlig anderer ist als der vorige. Heute d^nkt Amerika auch nicht mehr daran, für Englgnd zu opfern, sondern will im Ge­genteil das britische Weltreich beerben, mit dem Re­sultat, daß es selber den Mangel spüren muß. Uns Deutschen geben diese Zustände immer stärker das Bewußtsein, daß wir diesen Krieg gewinnen.

mus, dem Vernichter von Intelligenz und Privat­eigentum, die Türe Amerikas öffnet. Es ist meine feste Reberzeugung, daß Roosevelts Krieg nicht dem amerikanischen Volke, dessen überwiegende Mehrheit am liebsten im Frieden geblieben wäre, nützen kann, sondern er dient einfach der Wiederherstel­lung der Weltgeltung des Judentums. Man spricht zwar in Amerika gern von World War Nr. 2, aber der gegenwärtige Krieg ist doch ein völlig anderer. Damals konnten die Amerikaner in Europa landen und ihre ganzen Streitkräfte auf einem schmalen Frontabschnitt einsetzen. Heute da­gegen stehen sie zum erstenmal in der Geschichte in einem Zweifrontenkrieg und sind ge­zwungen, ihre Kräfte auf ungeheure Entfernungen hin zu zersplittern. Den Sieg der Dreierpaktmächte werden die Vereinigten Staaten nicht mehr auf­halten. Das amerikanische Volk ist in diesem ftrieg nicht mit dem Herzen dabei. Es hat noch nicht ver­standen, warum es geht. Der Amerikaner im Mittel­westen hat nicht das Gefühl, daß der Krieg ihn etwas angehe. Woher soll auch nach den erlittenen .Rückschlägen der Erfolg kommen, der die Kriegsbe­geisterung auslöft? Mit der ParoleNiederlagen find der erste Schritt zum Sieg" kann man auf die Dauer niemand kriegsbegeistert machen. Es gibt in Amerika eine furchtbare bürokratische Ueberorganb fation, die genau das Gegenteil von dem ist, was man von einempraktischen Volk" erwartet. Es gibt keine einheitliche Führung, dafür aber um so mehr Instanzen, die regieren wollen. Juden und Juden­genossen machen sich in Washington in allen Aemtern breit. Es ist ein geflügeltes Wort gewor­den, daß der größte Engpaß der Schreibtisch des Präsidenten sei. Was darauf liegen bleibe, fei em aussichtsloser Fall geworden.

Ganz Burma in japanischer Hand.

Tokio, 18. Mai. (Europapreß.) Wie das japa­nische Hauptquartier am Sonntagnachmittag be­kanntgibt, fügten japanische Verbände etwa 20 000 britischen Soldaten am 13. Mai bei Kalewa , nahe der burmesisch-indischen Grenze eine schwere Niederlage zu. 1200 Briten seien gefallen, 2000 Kraftwagen, 113 Tanks, über 400 Kanonen und mehr als 700 Gewehre erbeutet halben. Ka- leroa liegt 250 Kilometer nordwestlich von Manda­lay am Chindwin-Fluß.

Der Sieg bei Kolewa war die Folge eines glan­zend geglückten Umgehungsmanövers, das den ver­einigten britisch-chinesischen Truppen die enge Rück-

Dank der Nation.

In der Erkenntnis der Notwendigkeit, der wer« denden Mutter und dem keimenden Leben jeden nur irgend möglichen Schutz angedeihen zu lassen, hat die Reichsregierung inmitten des gewaltigen Rin­gens ein neues Mutterfchutzgefetz erlas­en, das den Schutz von Mutter und Kind auf eine wilkommen neue Grundlage stellt. Dieses neue Ge- etz, das das Datum des Muttertages 1942, deS 17. Mai, trägt, berücksichtigt alle bisher auf diesem Gebiet gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse und beweist eindringlich, welche Sorge die Reichs­regierung auch im Kriege der Gesunderhaltung und Förderung der werktätigen Frauen zuwendet, die in so überaus großer Zahl dem Rufe des Führers gefolgt sind und die Arbeitsplätze der zur Wehr­macht einberufenen Männer ausfullen. Wenn diese Frauen neben ihrer nicht hoch genug einzuschätzen­den Arbeitsleistung auch noch die ihnen von deö Natur Angewiesene Ausgabe erfüllen und dem deut- chen Volke gesunde Kinder schenken, dann ist es die elbstoerständliche Pflicht des Staates, sie, das kei­mende Leben und das Kind vor allen Schäden und möglichen Nachteilen zu bewahren.

Das neue Gesetz sichert einen Schutz im Gegensatz zu der bisherigen Regelung allen weiblichen Gefolg- chaftsmitgliedern in sämtlichen Betrieben der In­dustrie, des Handels, des Handwerks und der Land­wirtschaft. Dabei ist es besonders zu beachten, daß der Schutz auch auf die Landwirtschaft ausgedehnt ist, wie es überhaupt das erste Mal ist, daß ein Ar­beitsschutzgesetz gewerbliche und landwirtschaftliche Gefolgschaftsmitglieder völlig gleich behandelt. Fer­ner kann der Reichsarbeitsminister den Schutz des Gesetzes auch auf Frauen ausdehnen, die an sich nicht unter den Geltungsbereich des Gesetzes fallen, wie z. B. Hausgehilfinnen und Heimarbeiterinnen. Auch können die Schutzvorfchriften auf Bäuerinnen und mithelfende Familienangehörige in der Land­wirtschaft ausgedehnt'werden.

Unter den einzelnen Schutzbestimmungen steht an erster Stelle das absolute Verbot der Beschäftigung werdender und stillenden Mütter mit allen Arbeiten, welche geeignet sind, die Gesundheit der Mutter ober des Kindes zu schädigen, wobei besonders wichtig ist, daß durch einen sich auf Grund dieser Be- timmung notwendig machenden Arbeitsplatzwechsel für die werdende Mutter keinerlei Lohnausfall ein­treten darf. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Schutzfristen für die Zeit vor und nach der Geburt gerichtet. So müssen die Frauen 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Niederkunft von jeder Arbeit vollständig befreit werden, wobei besonders darauf zu achten ist, daß auch die Schutzfrist vor der Geburt unbedingt eingehalten wird, was bisher wegen des damit verbundenen Lohnausfalles meist nicht der Fall war. Aus diesem Grunde ist das für diese Zeit zu zahlende Wochengeld in der vollen Höhe des Arbeitslohnes festzusetzen, so daß auch hier jede finanzielle Benachteiligung, von vornherein ver­mieden wird. Für st i 11 e n d e M ü 11 e r wurde die Befreiung von der Arbeit sogar auf 8 Wochen und nach Frühgeburten auf 12 Wochen ausgedehnt. Weiter wird das für die weitere Entwicklung so wichtige Stillen gefördert durch eine Verlängerung der bezahlten Stillzeiten.

Völlig neu ist auch die Bestimmung, daß werdende und stillende Mütter nicht mit Mehrarbeit, Nacht­oder Feiertagsarbeit belastet werden, also praktisch in keinem Fall über die 48stündige Arbeitswoche hinaus beschäftigt werden dürfen. Zur Sicherstel­lung des für den Lebensunterhalt notwendigen Ein­kommens der Mütter hat das neue Gesetz den Kündigungsschutz weit über den bisherigem Rahmen hinaus ausgedehnt. Er erstreckt sich vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Niederkunft. Wer in dieser Zeit- einer Frau, die ein Kind erwartet ober geboren hat, kündigen will, macht sich strafbar. Ausnahmen kann nur her Reichstreuhänder im Falle besonders wichtiger Gründe zulassen. Dor allem ist die Tatsache der Schwangerschaft selbst in keinem Falle ein Kim-» bigungsgrunb, aber auch aus sonstigen Gründe« darf eine Kündigung nicht ausgesprochen werden. Damit die bereits erwähnte Arbeitsbefreiung vos und nach der Niederkunft nicht mit einer Schmäle­rung des Einkommens verbunden ist, erhalten die Mütter während der Schutzfristen Wochengeld in der vollen Höhe des bisher bezogenen Arbeitsent­gelts. Wenn Frauen nicht in der gesetzlichen Kran­kenversicherung versichert sind, muß der Unterneh­mer ihnen das regelmäßige Arbeitsentgelt weiter zahlen. Darüber hinaus erhalten die Mütter für dis

zugslinie nach Chittagong abschnitt. Infolgedessen gelang es dem linken Flügel der vom Frontabschnitt Penanyong nach Norden vorrückenden japanischen Gruppen die fliehenden Engländer zum Kampf zu stellen und vernichtend zu schlagen. Die in Berfob» gung der nach Indien flüchtenden britischen Truppe« entlang dem Chindwinfluß vorgehenden japanischen Streitkräfte erreichten am Dienstag den Ort K o n g g i, 15 Kilometer südlich von Kalewa.

Japanische Elitetruppen haben bet ihren Säube­rungsaktionen gegen die britischen Truppenüberreste in den Arakanbergen große britische mecha­nisierte Einheiten, die aus etwa 3000 Panzern und zahlreichen Geschützen bestehen, 110 Kilometer west­lich von Mandalay eingekreist. Bis jetzt wurden 2000 Lastkraftwagen erbeutet, davon 1000 in ge­brauchsfertigem Instand, ferner 113 Panzer. Dis Japaner erreichten auch den äußersten Nordzipfel Burmas, das D r e i l ä n b e r e rf , wo Indien, Burma und Tibet zusammenstoßen. Damit ist g a n z Burma in japanischer Hand. Geringer Ört­licher Widerstand versprengter Truppen wird von japanischen Säuberungskommandos gebrochen.

Die japanischen Streitkräfte, die von Bhamo aus in die chinesische Provinz Y u e n n a n vorgedrunge« sind, haben die chinesische Stadt Tengjue einge­nommen. Tengjue ist einer der bedeutendsten Handelsplätze im Westen von Puennan und Aus­gangspunkt der Flußschiffahrt auf dem Salwin, der hier Lu-Kiang heißt, die Truppen Tschiangkaischeks zogen sich in Unordnung in östlicher Richtung zurüch

Das Hauptproblem in -en LlGA.

-ie Znflationsgesahr.

Roosevelts Ziel: -ie Weltherrschaft.

Gesandter Thomsen'über -en Bluff der Noosevelt-Dersprechungen.