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sicheruntzsfrei sind oder von der Versicherungspflicht befreit werden können, weil sie Anspruch auf Ruhe­gehalt, Wartegeld oder ähnliche Bezüge haben und die Hinterbliebenenoersorgung gewährleistet ist.

Grundgedanke für die Befreiung von Ehefrauen ist im allgemeinen, daß im Todesfälle die Hinter­bliebenen auf alle Fälle versorgt sind, entweder aus der Sozialversicherung oder auf Grund von Bezügen aus einem Beamtenverhältnis. Es würde zu weit führen, die komplizierten gesetzlichen Vor­schriften an dieser Stelle zu erörtern. Das Städtische Versicherungsamt, Am Nahrungsberg 37, steht jedem Beteiligten zu Auskünften zur Verfügung.

Mehrarbeitsvergütung für leitende Angestellte.

9n den Amtlichen Mittellungen veröffentlicht der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsge­biet Hessen eine allgemeine Bekanntmachung hinsicht­lich der Mehrarbeitsvergütung für leitende Ange­stellte. Es heißt hierin:

,Zn letzter Zeit ist wiederholt der Versuch ge­macht worden, bei leitenden Angestellten (Ange­stellten mit einem Monatsgehalt von mehr als 600 RM.) den Lohnstopp durch die Gewährung von Mehrarbeitsvergütungen zu umgehen. Im allge­meinen sind Mehrarbeitsvergütungen für leitende Angestellte nicht gerechtfertigt. Wenn ein leitender Angestellter infolge der Knegsverhältnisse in stär­kerem Ausmaß Mehrarbeit leisten muß, so kann von ihm erwartet werden, daß er die kriegsbedmgte Mehrarbeit im Hinblick auf seine Stellung ohne be­sondere Vergütung verrichtet. Es ist nicht üblich, und es wurde auch in der Vergangenheit stets ab­gelehnt, daß die Gehaltsbemessung der leitenden Angestellten nach Stunden erfolgt. Mit dem Gehalt eines leitenden Angestellten wird im allgemeinen nicht eine bestimmte wöchentliche Arbeitszeit, son­dern die in den Aufgabenbereich des Angestellten fallende Arbeit, die im Wechsel der Zeit größer oder kleiner sein kann, abgegolten. Die Gehaltsbemessung des leitenden Angestellten erfolgt also unter dem Gesichtspunkt der Leistung nicht aber nach den Stun­den, die er im Betrieb verbringt. Bei gewissen Gruppen von leitenden Angestellten, insbesondere bei technischen Angestellten, kann es sein, daß eine andere Beurteilung Platz greifen muß. Aber auch hier ist es aus Gründen des Lohnstopps erforderlich, daß die Gewährung von Vergütung für Mehrarbeit nur in dem notwendigen und unter Berücksichtigung der Kriegsumstände als angemessen anzusehenden Rahmen erfolgt. Um einer Umgehung des Lohn­stopps durch Gewährung von Mehrarbeitsver­gütungen für leitende Angestellte vorzubeugen, be­stimme ich auf Grund des § 1 der Verordnung über die Lohngestaltung, daß Mehrarbeitsvergutungen für leitende Angestellte vom 1. Mai 1942 an nur insoweit zulässig sind, als ich ihnen schriftlich zuge­stimmt oder sie angeordnet habe."

Tiere wechselten bei guten Preisen den Besitzer. Den größten Teil der aufgetriebenen Tiere erwarb der Zweckverband Biedenkopf-Wetzlar, einige Tiere gin­gen nach Schlesien, Westfalen, dem Harz und nach Oberhessen. Am kommenden Freitag findet eine große Zuchtviehoersteigerung in Ebern, Fleckvieh­bullen und Niederungsbullen statt.

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

$ Lollar, 18. April. Am morgigen Sonntag, 19.April, kann Frau Elisabeth Erdmann, geb. Simon, in bester körperlicher und geistiger Regsam­keit auf ein Alter von 84 Jahren zurückblicken. Der Jubilarin gelten auch unsere herzlichsten Glück­wünsche.

ß a u b a d), 17. April. Als letzte Vorstellung m der Reihe der Darbietungen der Laubacher Kun st gemeinde brachte die Spielgemeinschaft der Rhein-Mainischen Landesbühne die rheinische KomödieSpalierobst" von Ritzel hier zur Auf­führung. Es war ein beschwingter Abend, in dem der harmlose Frohsinn in einer konfliktreichen Hand­lung voll Situationskomik sich fpannungsreich und kurzweilig entlud. Der wohlverdiente Beifall war stark und herzlich. , .

)-( Ruppertsburg, 16. April. Unsere K r re - gerkameradschaft hielt bei Gastwirt Hahn ihren diesjährigen Hauptappell ab. Kameradschafts­führer Seipp gedachte zunächst der im abgelaufe­nen Jahre verstorbenen und der im Kriege gefallenen Kameraden und verlas sodann den Jahresbericht, der zeigte, daß die Kameradschaft sich ihrer Auf­gaben während des Krieges voll und ganz bewußt ist. Die Rechnungsablage durch den langjährigen Rechnungsführer Wilhelm Lehr II. hatte ein gutes Ergebnis. Die Versammlung beschloß, dem Deutschen Roten Kreuz 20 RM. zu überweisen.

Zwei Kinder stürzten aus dem Fenster.

LPD. Hanau, 17. April. In der Yorckstraße stürzten zwei Kinder im Alter von drei und vierJahren aus einem Fenster des zwei­ten Stockwerks in den Hof herunter. Ein schnell hinzuspringender Mann konnte gerade noch das kleinere Kind auffangen und so vor Schlimmerem bewahren. Mit einigen Prellungen kam dieses Kind davon, während sich das andere Kind beim Auf­schlagen auf den Boden schwere Kopf- und Gesichts­verletzungen sowie einen Beinbruch zuzog. Zum Glück sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich. Wahrscheinlich haben sich die beiden kleinen Kinder zu weit aus dem Fenster gebeugt und dabei das Gleichgewicht verloren. Sie suchten sich dann noch im letzten Augenblick aneinander festzuhalten, wo­durch der verhängnisvolle Doppelsturz ausgelöst wurde. Allen Eltern eine neue Mahnung zur größten Sorgfalt.

Von der Frankfurter Börse.

Rotvieh-Absotzveranstallung in Gießen.

In der Versteigerungshalle Rhein-Main auf dem Gießener Viehmarktplatz fand am gestrigen Freitag die 6. Elite-Absatzveranstaltung des Reichsverbandes der Rinderzüchter, Abt.V, Rotes Höhenvieh, statt, zu der 30 Bullen und 7 weibliche Tiere aufgetrieben waren. Nach der Eröffnung durch den Abteilungs­leiter, Bauer Brand- Stohte, überreichte der Lei­ter des Tierzuchtamtes Gießen, Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, dem verdienten langjährigen Züch­ter Bauer Otto Fischer, Hof Zwiefalten, als äußeres Zeichen der Anerkennung für hervorragende Zuchtleistungen den Otto-Wagner-Gedächtnispreis. Bei dem Verkauf brachte das aufgetriebene Tier- material den gewünschten Erfolg, denn sämtliche

IG. Farben im Vordergrund.

FWD. Frankfurt a. M., 17.April. Die ver­gangene Berichtswoche stand im Zeichen einer Son- berbemegung in IG. Farbenindustrie, die schließlich ähnlich wie bereits vorher bei Siemens dazu führte, daß im variablen Verkehr eine Notiz unter­blieb und der Kaffakurs letzten Endes jeweils un­verändert festgesetzt wurde, allerdings unter ständig schärferer Rationierung. Heber die Gründe, die zu der starken Nachfrage nnchJG.-Aktien führten, hörte man verschiedene Ansichten. Zunächst dürfte die Tat­sache nutgewirkt haben, daß nach den Vorgängen am Siemensmarkt und nach der Anpassung der kon­vertierten 4,5proz. Pfandbriefe an den Stand der bisher schon 4proz. das anlagesuchende Publikum sich mehr der JG.-Farben als einem Standardpa­pier zuwandte, zum andern dürften auch Aufstok-

kungserwarkungen mitsplelen. Die IG. hat bisher dazu noch keine endgültige Stellung genommen; so­weit Verlautbarungen vorliegen, lassen sie die Frage, ob und inwieweit Aufstockung, noch völlig offen. Je­denfalls betrachtet man die Entwicklung am Far­be nmarkt mit gemischten Gefühlen, da sofern die Börse selbst die Situation nicht endlich meistern kann die Einführung von Festkursen befürchtet wird. Diese Befürchtungen haben dazu beigetragen, daß die zunächst zahlreichen mebrprozentigen Kurs­steigerungen auch in anderen Aktien rasch wieder aufhörten und Rückschläge nicht selten waren. So gaben Demag einen Anfangsgewinn von 4 v. H. schon am nächsten Tag wieder her. Immerhin sind 5proz. Kurserhöhungen nicht wenig eingetreten, so bei Rheinbraun, Südd. Zucker, Dt. Erdöl, Salzdet­furth, Wintershall, Gesfürel, Goldschmidt, AEG. und

Rutgers, Conti Gummi {Hegen bis um 7, Accu- Mutatoren bis 9 v. H., auch Rheinstahl und Stahl« verein bis 4 v. H. Bankaktien lagen 1 bis 2 v. H. fester, stark schwankend waren Berger, fast täglich um Prozentbruchtelle höher waren Zell Waldhof. Scheideanstalt durch die Kapitalberichtigung wenig beeinflußt, Metallgesellschaft zogen allerdings auf die 5 proz. Aufstockung vorübergehend bis 234 an, auch VDM. umgestellt um etwa 2 v. H. fester.

Am Rentenmarkt konnte die Reichsaltbesitz anleihe sich mit 165,25 gut behaupten, Steuergutscheine I stiegen um fast 0,75 v. H. auf 105,25. Die (nicht amt­lich gehandelten und notierten) Reichsschätze von 1942 Folge I finden starke Nachfrage, aber auch für 1941er börfemnäßig gehandelte ist das Interesse größer geworden. Jndustrieobligationen im allge­meinen ruhig und wenig verändert.

O.Jt.-'fpoii

Dom Futzball.

VfB.-Rb. Ehringshausen.

Watzenborn-Steinberg Luftwaffe.

Von den ursprünglich angesetzten 3 Meisterschafts­spielen wurde das Spiel 1900 gegen Sinn wieder ab gefetzt, da mehrere Jugendspieler zu einem Bann- Au swahlspiel abgestellt werden müssen.

Auf dem Waldsportplatz empfängt der VsB.-Rb. den Sp. Ehringshausen zum fälligen Rückspiel. Nach änfänglich gutem Start ist Ehringshausen in der Tabelle wieder zurückgefallen und nimmt z. Z. den 4. Platz ein. War das Vorspiel in Ehringshausen schon ausgeglichen, so muß man VsB.-Rb. auf eige­nem Gelände ein Plus zusprechen. Auf Grund der vorsonntägigen Leistung im Spiel gegen Watzen­born-Steinberg sollte es VfB.-Rb. nicht schwer fal­len, zu zwei weiteren wichtigen Punkten zu kommen.

Das wichtigste Spiel steigt in Watzenborn-Stein­berg, wo die beiden führenden Mannschaften auf- einanbertreffen. Dieses Spiel wird auch zugleich den Meister der Staffel 9 Gießen-Wetzlar ermitteln. Zur Zeit führt die Luftwaffe mit einem Punkt Vor­sprung vor Watzenborn-Steinberg.

Tpahenborn-Steinberg I Luftwaffe Gießen L

Das rückständige Vorrundenspiel Watzenborn- Steinberg gegen Luftwaffe Gießen kommt am mor­gigen Sonntag auf dem Platz in Watzenborn-Stein­berg zum Austrag. Gewinnt die Luftwaffe diefes Spiel, fo kann sie jetzt schon als Meister der Gruppe betrachtet werden. Selbstverständlich werden die Platzbesitzer alles daransetzen, dieses Spiel für sich zu entscheiden, um weiterhin in der Spitzengruppe der Tabelle vertreten zu fein.

Handball.

Gauklasse.

Nach dem Siege der Luftwaffe über Pfungstadt nimmt Gießen den 5. Tabellenplatz ein. Gelingen den Soldaten in den restlichen Spielen noch Punkt­gewinne, so ist eine weitere Verbesserung Tatsache. Der jetzige Tabellenstand ist folgender: Polizei Frankfurt 24:2 P., SA. Frankfurt 16:6 P., Dietzen­bach 14:8 P., Pfungstadt 14:12 P., Luftwaffe- Gie­ßen 8:14 P., Mombach 6:16 P., Rüsselsheim 6:16 P., Offenbach 4:18 P.

Kreisklasfe.

Holzheim trat zu dem Spiel gegen die 2. Mann­schaft der Gießener Luftwaffe nicht an. Die Gäste vergaben dadurch die Möglichkeit, als Kreisbester hervorzugehen.

Krofdorf Watzenborn 11:8 (4:4).

Die Gäste begannen recht vielversprechend. Nach kurzer Spielzeit führte man schon mit 3:0 Toren.

Krofdorf gelang jedoch bis zur Pause der Gleich­stand'. Mach dem Wechsel hatte die Platzmannschaft mehr vom Spiel und konnte knapper Sieger werden. Hörnsheim Lang-Göns 4:10 (2:8).

Hörnsheim hat nach langer Ruhepause den Spiel­betrieb wieder ausgenommen. Obwohl die Gäste Er-

verdunkelungszeil:

18. April von 21.25 bis 5.47 Uhr.

19. April von 21.27 bis 5.45 Uhr.

satz in ihren Reihen hatten, waren sie jederzeit über­legen. Die Drangperiode der Platzmannschaft konnte Lang-Göns sicher abwehren.

HJ.-Klasse.

Um für die Rückrunde gerüstet zu sein, trugen Watzenborn und Lang-Göns Freundschaftsspiele aus.

Spiele um bie Bannmeisterschaft.

Am Sonntag werden die Sviele um die Bann­meisterschaft fortgesetzt. Durch Vas Ausscheiden von Lich hat es in der Tabelle Aenderungen gegeben. Da die Mehrzahl der Vereine geschwächt ist, kann mit Überraschungen gerechnet werden.

Watzenborn Mtv. Gießen.

Die Gießener führen zur Zeit die Tabelle an. Da sie jedoch alle restlichen Spiele auswärts haben, werden sie schwere Treffen zu erwarten haben. Zu diesem Spiel ist man nun in der glücklichen Lage, verstärkt antreten zu können. Die Platzmannschaft muß trotz des vielen Ersatzes versuchen, die Nieder­lage nicht allzu hoch werden zu lassen. Das Vorspiel sah die Gäste mit 12:6 Toren als Sieger.

Holzheim Grüningen.

Die letzte Begegnung beider Vereine in einem Freundschaftsspiel endete mit einem klaren Sieg der Gäste. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Auf­stellung der Gastgeber bewähren wird. Da Grü­ningen noch eine Möglichkeit besitzt, in die weitere Entscheidung einzugreifen, werden sie alles ver­suchen, die Punkte zu erringen. Das Vorspiel endete 7:5 für Grüningen.______________________________

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Bekanntmachung.

2sm Sonntag, dem 3.2Hai 1942, werden bei der unterzeichneten Industrie- und Handelskammer die nachstehenden Prüfungen durchgeführt:

L kurzschriftprüfungen:

1. Kurzschriftprüfung für Anfänger (120 Silben),

2. Kurzfchriftprüfung, Abteilung: 150, 180, 200 Silben).

IL rNaschineschreibprüfung.

III. Stenotypistenprüfungen:

1. Stenotypistenprüfung für Anfänger',

2. Stenotypistenprüfung.

Anmeldungen zu diesen Prüfungen müssen bis zum 27.4.42 hier eingegangen sein. Anmeldevor­drucke sind bei uns erhältlich. 13000

Bürogehilfinnen, deren Anlernzeit im Herbst 1942 endet, können die für die Anlern-Abschlußprüfung erforderliche Stenotypistenprüfnug für Anfänger schon jetzt im Rahmen dieser Prüfung ablegen.

Industrie- und Handelskammer zu Gießen.

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