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17 Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Klein» politische Nachrichten.
Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darmstadt haben dem Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium SA.-Obergruppenführer Wilhelm Kl ein mann in Würdigung seiner hervorragen- den Verdienste auf dem Gebiete der Eisenbahnwissenschaften, insbesondere um die wissenschaftliche Durchdringung der Eisenbahnpraxis und um die Zusammenarbeit der Verkehrsmittel, die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber verliehen.
Wie aus Tanger gemeldet wird, ist ein durch eine Flugzeugbombe im Mittelmeer schwer beschädigter britischer Zerstörer in Gibraltar eingelaufen. Drei Tote und 15 Verwundete wurden an Land gebracht.
i Der wegen ongev« n Vizeadmiral dgelöst MiM wirb, aus dem
Marschall Antonescu traf nach seinem Besuch im Führerhauptquartier Sonntag vormittag in Begleitung seines Stabes wieder in Bukarest ein.
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feindliche Dampfer erzielten. Am 14. 2. sichteten zwei auf bewaffneter Aufklärung befindliche italienische Torpedoflugzeuge einen durch drei Avisos und einen Hilfskreuzer gesicherten feindlichen Geleitzug. Die italienischen Torpedoflugzeuge gingen sofort zum Angriff über und erMten einen Tor. pedovolltreffer auf einen mit Material schwer beladenen Dampfer, der sofort Schlagseite gab und kurz darauf sank. Ein zweiter Dampfer wurde eb-enfalls von einem Torpedo getroffen. Die Abwehr der Geleitschiffe war schwach und wirkungslos. Zur selben Zeit führten deutsche Flugzeuge glänzende Aktionen gegen andere feindliche Schiffe durch.
Unsere Schlachtschiffe zwischen Kontinent und Insel. Oer kühne Marsch deutscher Ueberwafferfireitkräste durch -en Kanal. Von Kriegsberichter Willi Gleichfeld.
Die englischen Geleitzüge für Malta unter unseren Bomben.
Rom, 17.Februar. (DNB. Funkspruch.) Zu den erfolgreichen Angriffen der deutschen und italienischen Luftwaffe auf englische Geleitzüge im östlichen Mittelmeer veröffentlicht die römische Presse folgende Einzelheiten:
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Der feurige Ofen
Roman von Hans von Hülfen
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Die tagtäglich auf die englischen Stützpunkte der Insel Malta durchgeführten schweren Angriffe haben die Engländer veranlaßt, zahlreiche Material, und Versorgungstransporte aus den ä g y p t fc • schen Häfen auslaufen zu lassen. Die italienische Luftaufklärung wurde daraufhin ^verstärkt, und bereits am 13. Februar gelang es, nördlich der S y r t e einen Geleitzug festzustellen, der von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen wurde, die trotz heftiger Luftabwehr Volltreffer auf drei feindliche Dampfer erzielten. Am 14.2. sichteten zwei auf bewaffneter Aufklärung befindliche
USA.-Kreuzer „Houston" gefallen. Der Kreuzer .Houston" wurde, wie jetzt bekannt wird, am I. Februar in der Seeschlackt an der Küste Javas mfammen mit zwei holländischen Kreuzern versenkt. Durch die nachträgliche Absetzung sollte der Untergang des Kreuzers verschleiert werden.
„Houston" war ein schwerer Kreuzer, der 1929 vom Stapel lief und eine Wasserverdrängung von 9050 Tonnen hatte. Die Geschwindigkeit des Schif- Jes, das eine Besatzung von 611 Köpfen hatte, betrug 32,7 Seemeilen. Die Armierung des Kreuzers lhestand aus neun 20,3-cm-Geschützen sowie vier
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angelegenheit, bei der fremde Leute immer ein bißchen blöde wirken ...
„Aber du schlägst ja für dich selber auch einen Fremden vor, Jan? Und überhaupt ... da du so für Versöhnung bist ... sollten wir es nicht wenigstens versuchen, mit Ulla einen Ausgleich zustande zu bringen?"
Fehr war etwas betroffen. Er fühlte sich geneigt, ihr innerlich recht zu geben: es war schwer, den ersten Schritt zu tun! So 'antwortete er ausweichend, und man einigte sich schließlich darauf, daß Marion ihre Münchner Freundin Jenny Metz („Fipps" genannt) — die ja bereits Zeuge ihrer ersten Bekanntschaft gewesen-war! — nach Berlin einladen würde. Wenn man dem armen Hascher! das Reisegeld schickte, käme sie natürlich begeistert..
Am Morgen nach diesem Gespräch, da Marion — ein wenig früher auf als Fehr — zum Frühstück hinuntertam, empfing sie beim Portier zwei Briefe. Der eine trug den Poststempel Lappersdorf — der andere — mein Gott, der andere trug die Handschrift ihres Vaters!
Schnell ließ sie beide in der Handtasche verschwinden, denn auf der Treppe klang bereits Fehrs Stimme, der mit dem Zimmermädchen sprach.
Beim Frühstück mußte sie - sich sehr zusammen- nehmen. Daß der Brief des Vaters nichts Gutes brachte, stand fest. Mer „Lappersdorf?" Wer konnte ihr aus Lappersdorf schreiben? Fontana höchstens?
Fehr bemerkte nichts von ihrer Erregung und Unsicherheit. Er war in aufgeräumter Stimmung, der böhmische Landwein, den er gestern reichlich getrunken, war ihm ausgezeichnet bekommen, er hatte die Nacht vortrefflich geschlafen und sich mit dem Entschluß erhoben, den prachtvollen Morgen zu einer Skitour nach Spindlermühle hinab zu benutzen. — Die Filmleute, wußte er aus dem gestrigen Abendgespräch, reisten heute vormittag, Gott sei Dank!, ihre Härnerschlitten waren bestellt, er brauchte nicht zu fürchten, daß der Regisseur Grel- ling sich in seiner; Abwesenheit Marions bemächtigen Würm
Was der Marsch schwerer Seestrektkräfte durch den Kanal im Angesicht der stark befestigten englischen Stufte bedeutet, wird im Urteil der Seekrieas- Se bestätigt werden. Uns an Bord erfüllt tm lick allein das Erlebnis der Gegenwart und desKampfes.
„Nie so verzweifelt wie jetzt."
Ein offenes Wort
eines britischen Großadmirals.
Stockholm, 17.Februar. (DNB. Funkspruch.) Großadmiral Sir Roger Keyes erklärte in einem Kommentar zum deutschen Sieg im Kanal, wobei er auch auf die Versenkung Der „Prince of Wales" und „Repulse" vor Singapur einging, das britische Volk müsse einsehen, daß sich Großbritannien „nie zuvor in seiner Geschichte in einer so verzweifelten Lage wie gegenwärtig" befunden habe.
12,7-cm-, zwei 4,7-cm- und acht 4-cm^Luftabwehr- geschützen. Er hatte vier Katapultflugzeuge an Bord.
Sie Japaner auf Sumatra.
Lissabon, 17. Febr. (Europapreß.) Stark beunruhigt, beobachtet man in den Vereinigten Staaten das Vordringen der Japaner auf Sumatra. Die CBC meldet bereits die Eroberung der Oel - selber Sumatras durch japanische Truppen mit dem Hinzufügen, daß dadurch die Hälfte der Oelproduktion Niederländisch - Indiens verlorengegangen sei.
DNB. ..., 16. Februar. (PK.) Soeben hat unser ^Schiff die schmälste Stelle zwischen dem Kontinent md der englischen Insel passiert. Es sind nur we- nige Seemeilen bis drüben zur Steilküste, und man staucht kein Glas, um die hellen Felswände selbst bei diesem diesigen Wetter auszumachen. Die Uhr- beiger stehen fast auf Mittag. Unsere Schlacht- shiffe und andere schwere Einheiten haben zwar Aeleitschutz zu Wasser und "zu Land, aber dennoch miri) der Feind alles daran setzen, diese Unterneh- kirn-g mindestens zu stören. Wir alle an Bord sind uns bewußt, was diese Aufgabe bedeutet. Für jeden bis zum jüngsten Matrosen ist der Tagesbefehl des Befehlshabers der Schlachtschiffe Leitwort und Her- -enssache im soldatischen Sinne. Jeder wird auf seiner Station bis zum letzten seine Pflicht erfüllen, lind schon beginnt sich der Feind zu rühren. Eng- lische Küstenbatterien feuern auf unseren verband. Man muß es dem Tommy lassen, er tofet nicht schlecht, aber dennoch nicht genau genug, um uns zu treffen. Ringsum gischten die Aufschläge her Granaten auf, liegen mal näher, mal weiter hon den Schiffen weg. Dann erreicht uns der Engländer nicht mehr. Der Durchbruch durch die engste stelle im Kanal ist gelungen. -
Nun beginnt ein stundenlanger Kampf gegen britische Flugzeuge und Unterwasser, jt r e i t f r ä f t e. Im Schutz der Küste und des hiesigen Wetters operieren feindliche Einheiten. Wieder beobachten wir die Einschläge, die allerdings lauch daneben liegen. Schwefelgelb springen kurze Rauchsäulen der betonierten Granaten auf, klatschen hie eisernen Grüße in die See. Unbeirrt setzen die Ideutschen Schiffe und Boote ihre Marschsahrt fort, heuern zurück, erzielen Treffer und decken den Geg- her ein, der bald darauf die Zwecklosigkeit seines »Angriffes von See her einsieht und das Feuer ein» hellt. Da setzt man auf den Inseln Flugzeuge [in Massen em. Während dieser Bericht geschrie- Istn wird, läßt sich noch nicht übersehen, wie stark in Wirklichkeit die Angriffskräfte der englischen Luft- paffe sind. Vielleicht sind es 80 Flugzeuge, viel- [leicht sind es auch mehr.
I Der Feind läßt keine Gelegenheit ungenutzt, um Bins Treffer beizubringen. Er bietet alles auf. pomberallerTypen greifen an. To rp ed o- vlugzeuge fliegen Anlauf um Anlauf, Jäger Karen dazwischen auf und schießen mit Bordwaffen. Das Wetter ist für den Gegner günstig, die tief» Hangende Wolkendecke schützt die Flieger. Jetzt tobt ■in wilder Kamps hier im Kanal. Flugzeuge Ion vorn und von achtern, Flugzeuge »n Steuerbord und an Backbord. Ein höllisches Konzert dröhnt in der Lust. Leichte, mitt- Jere und schwere Flak schießt aus allen Rohren, daß Uch der Himmel von den Garben der Leuchtspur- ■nunition weit erleuchtet. Brennende Flugzeuge stürzen ins Meer und werden sofort von ■en Wogen verschlungen. Englische Besatzungen Iptingen mit Fallschirmen ins Wasser, loroeit sie noch Zeit dazu haben. Bomben klatschen In die Fluten, daß es yoch aufspritzt. Lufttorpedos Mischen mitten hinein. Deutsche Jäger Der» lolgen außerhalb der Kampfzone den Feind.
[ Die Hölle i ft los. An Bord stehen die Män- met eisern auf ihren Gefechtsstationen. Wir sehen Me getroffenen Maschinen ins Wasser stürzen. Es mögen acht ober zehn Flugzeuge gewesen jein, die mir selbst von unserem Schiff mit bloßem Äuge »beobachteten. Die Anzahl der Abschüsse ist aber be» Nimmt größer, da die Sicht kurz ist und die an» ■beten Schiffe nicht schlechter schießen. Wir unter« ■schätzen den Gegner nicht. Seine Anflüge sind mutig ■und kühn, doch unsere Abwehr ist besser. ■Erst als sich die Dunkelheit über die Deutsche Bucht Jen ft, wird der Kamps abgebrochen. Weder eine ■englische Fliegerbombe noch ein Torpedo haben ihr «Ziel erreicht. Am nächsten Morgen aber stehen unsere Einheiten pünktlich auf der befohlenen Po siti o n irgendwo in heimischen Gewässern.
Schwieriger lag die Sache für Marion. Ihre ein» firnen Bekannten in Berlin waren Leute vom Igeater, Agenten, Kollegen aus früheren Engagements, die Fehr nicht genehm sein würden. Er lehnte denn auch gleich ab.
„Mer — wie wär's mit deinen Eltern, Marlon?" fragte er: „Sie sind doch schließlich Hie Nächsten dortau', wie Fritz Reuter sagt. Und wenn Re sich seinerzeit nicht damit befreunden konnten, daß du zum Theater gingst — jetzt tust du ihnen ja gewissermaßen nachträglich den Willen! — Also kein Erund mehr zur Verstimmung, auf beiden Seiten, denk' ich. Eine bessere Gelegenheit, sich auszusohnen, kommt nicht so leicht wieder. — Was meinst du?"
Aber Marion schüttelte nur energisch den Kopf: „Wenn du wüßtest, Jan! Du hast ja keine Innung, wie tief der Riß zwischen ihnen und mir Nt. Bestimmung? Ach, das ist ein sehr freundlich- deschönigendes Wort. Das trifft die Sache gar nicht. Go sehr ich immer für Frieden bin — ich will mich ^stimmt nicht dem aussetzen: eine Abfuhr zu be» bmmen. Du kennst Papa nicht! Versöhnlichkeit ist, Sünde gesagt, nicht seine starke Seite. Er würde, denn er zur Hochzeit käme, todsicher die ganzen Uten Geschichten wieder aufrühren, und alles wäre schlimmer als bisher. Nein, laß uns auf etwas andres denken! Ich habe mich nun einmal von seinem Elternhause losgemacht — es ist mir bitter schwer geworden. Aber wenn sich an biefem Verhältnis oder Mißverhältnis etwas ändern soll, muß ler erste Schritt von drüben ausgehen. — Wirklich, kß uns auf etwas anderes sinnen!"
„Gew, Kind. Obwohl ich es redlich bedauere.
Aus der Stadt Gießen.
Oer Druckfehlerteufel.
Dieser wahrhaft teuflische Bursche ist der tödliche Feind eines jeglichen, dessen mehr oder weniger unsterbliche Werke der Druckerschwärze für würdig befunden werden, kennt er doch keine größere Lust als die, den unglücklichen Schreiber in den Augen des Lesers als komische Figur erscheinen zu lassen.
Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, macht er beispielsweise aus einer „Taschenuhr" ein „Taschentuch", was wie männiglich zugegeben wird, immerhin zweierlei ist, denn niemandem, als etwa dem zerstreuten Professor der Witzblätter, wird es einfallen, das Taschentuch als Zeitmesser heranzuziehen ober gar den Versuch zu machen, die Taschenuhr — die Feder sträubt sich, dieses Bild auszumalen!
Mit hämischer Freude läßt der Druckfehlerteufel jemanden „schnell" blicken statt „scheel" und freut sich bis in die Tiefe seiner schwarzen Seele, wenn er vernimmt, wie der liebe Leser daraufhin kurz und deutlich feststellt, daß der Verfasser ganz offenbar in einer Anstalt für harmlose Irre am besten aufgehoben sei.
Daß der Dwckfehlerteufel daneben auch Wörter ausläßt, Kommata und andere Satzzeichen unterschlägt oder an Stellen schiebt, an denen sie ganz und gar nichts zu suchen haben, sei nur nebenbei erwähnt.
Ist es da ein Wunder, wenn die Leute von der Feder den Bösewicht dahin wünschen, woher er zweifellos stammt, zum Teufel, zur Hölle nämlich?
L. B.
Mit dem Deutschen Kreuz in Gold . ausgezeichnet.
NSG. Für mehrfache außergewöhnliche Tapferkeit wurde dem Hauptmann Trautvetter, Bataillonsführer in einem hessischen Infanterieregiment, das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Der Hauptmann, der bereits im Westfeldzug mit den beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet worden war, bewährte sich in dem Feldzug gegen die Sowjetunion als tapferer Offizier. Als Bataillonsführer war er seinen Infanteristen ein Vorbild an Tapferkeit und ungestümem Vorwärtsdrängen. In härte
sten Kämpfen stand er an entscheidender Stelle und riß seine Infanteristen mit vor. Sein persönlicher Einsatz trug dazu bei, daß die Gegenstöße der Bolschewisten, Die zum Teil mit Panzern erfolgten, an der eisernen Abwehr dieses Bataillons restlos scheiterten.
Als bei schlechtesten Wetterverhältnissen fein Bataillon eine Höhe gegen die Angriffe der Sowjets verteidigte, gelang es den Bolschewisten, einen Einbruch zu erzielen und in die Lücke einzudringen. Ohne erst die zum Gegenstoß befohlene Reservekompanie abzuwarten, griff der tapfere Bataillonsführer mit seinem Stab und Teilen einer Kompanie die Bolschewisten an und warf sie im Nahkampf zurück. Sein mutiges Beispiel riß die ganze Front mit vor, so daß der Gegenangriff der Sowjets nach hartem Kampf zerschlagen werden konnte. Hierbei wurde der Hauptmann verwundet. Bei späteren Kämpfen wurde dieser tapfere Offizier zum zweitenmal so schwer verwundet, daß er ein Bein verlor.
Einstellung von Freiwilligen in die Wehrmacht.
In die Wehrmacht werden laufend Kriegsfreiwillige und längerdienende Freiwillige, die sich für e ne zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden: 1. Kriegsfreiwillige vom vollendeten 17. Lebensjahre: a) beim Heer: für Infanterie (Jnf.-Regt., Jnf.-Regt. (rnot.) und Gebirgsjäger-Regt.), Panzertruppe (Panzer-Regt., Schützen-Regt., Kradschützen-Btl.), Nachrichtentrupxe (nur für Funkdienst); b) bei der Kriegsmarine: für Küstendienst (See und Land); c) be* der Luftwaffe: für ’ Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschütze, Bordschütze, Fallschirmschütze), Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerschütze). Höchstalter 28 Jahre. 2. Längerdienende Freiwillige vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehr- machtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Fall bei dem für den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt. Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchfichrung der Annahme als Freiwilliger.
Glänzendes Ergebnis des Tages der Polizei.
Sv vielversprechend der glanzvolle Auftakt des „Tages der Polizei" in Gießen am Donnerstag mit dem künstlerisch außerordentlich hochstehenden Konzert im Theater war, so würdig reihte sich der Verlauf der weiteren Darbietungen verschiedenster Art am Samstag und Sonntag an. Dabei trat überall die herzliche Verbundenheit unserer Bevölkerung mit den Männern der Polizei, aber auch mit ihren Helfern aus den Reihen der ff. des NSKK., der Feuerlöschpolizei, der Technischen Not- hilfe, der Bahnpolizei ufw. erneut zutage. Gern und freudig opferten alle Volksgenossen auf die freundliche Einladung der Sammler hin ihren Beitrag zur Sammlung der Polizei für das Kriegs-Winterhilfswerk, sei es nun bei den unterhaltenden Darbietungen, wie z. B. bei dem Konzert des SA.-Musikzuges ober beim Schießen in der Schießhalle am Markt, bei der einladenden Geste von Nurmi, der die Sammelbüchse in seinem Elefantenrüssel entgegenhielt, beim Reiten oder fei es bei dem Verkauf eines schönen Wandspruches, der von Polizeibeamten in den Wohnungen der Volksgenossen an- geboten wurde und willige Abnehmer fand, allüberall immer das gleiche Bild: jedermann gab gerne und reichlich, weil er hierbei eine Gelegenheit erblickte, den Männern unserer Gießener Polizei einen Teil seiner Anerkennung für ihren schweren Dienst zum Besten unserer Volksgemeinschaft zu bekunden und damit erneut zu beweisen, wie eng er sich mit unserer Polizei verbunden weiß.
Bei dieser anerkennenswerten Opferfreudigkeit war es selbstverständlich, daß das Ergebnis der Sammlung wiederum außerordentlich erfreulich für die Polizei und ihre Helfer als Sammler und für das Kriegs-WHW. als Empfänger ausfiel. So konnte unsere Gießener Polizei — einschließlich der persönlichen Spenden der Polizeibeamten und Angestellten des Gießener Polizeidirektionsbezirks, der Gießen, Bad-Nauheim und Friedberg umfaßt, — einen Betrag an das Kriegs-WHW. abliefern, der um rund 9 Ö v. H. über dem Ergebnis der vorjährigen Sammlung liegt.
Der stellvertretende Polizeidirektor, Major und Kommandeur der Schutzpolizei Hellwege Emden, brachte am gestrigen Montagnachmittag in
einer Besprechung mit der Gießener Presse seine und seiner Beamten und Angestellten große Freude angesichts dieses glänzenden Ergebnisses zum Ausdruck. Er gedachte dabei mit Worten herzlichster Dankbarkeit der schon immer bewährten anerkennenswerten Opferfreudigkeit der Gießener Bevölkerung, mit gleicher Genugtuung aber auch des in diesem Sammelergebnis erneut zum Ausdruck gebrachten Vertrauensbeweises der Gießener Volksgenossen für ihre Polizeibeamten, die sich mit ihr aufs engste verbunden fühlen. Major H e 11 w e g e Emden bat uns, seinen und seiner Kameraden aufrichtigen und tiefempfundenen Dank für diese erneute eindrucksvolle Bekundung der Opferfreudigkeit und des nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeistes allen Volksgenossen zum Ausdruck zu bringen. Die Polizei werde dieses Sammelergebnis als einen neuen Ansporn betrachten, um auch in Zukunft mit Einsatz ihrer ganzen Kräfte für die Gießener Volksgemeinschaft zu wirken.
Wie wir von der Genbarmerie-Jnspektion in Gießen hören, hat auch die Sammlung der Gendarmeriebeamten im Landkreis Gießen ein sehr erfreuliches Ergebnis gebracht. Unsere Gendarmeriebeamten im Kreisgebiet konnten diesmal rund 7 5 v. H. mehr als im Vorjahre für das Kriegs-WHW. einnehmen und weiterleiten. Die Gendarmerie weiß sich für dieses schöne Ergebnis der Opferspende allen Volksgenossen im Landkreis Gießen ebenfalls in herzlicher Dankbarkeit verbunden.
Kranke Zähne vergiften den Körper.
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In der Tat vergingen keine zehn Minuten, bis Herr Greiling erschien, — reisefertig, er hatte bereits gefrühstückt, um sich zu verabschieden. „Schade —", sagte er und hielt Marions Hand vielleicht ein wenia länger, als notwendig war. Dann ging er.
Fehr blieb es überlassen zu fragen, was dies eine Wort alles bedeuten konnte. Aber er war viel zu gut aufgelegt, um sich zu fragen.
Er redete Marion dringlich zu, unter Anleitung des Bauden-Sportlehrers auf der Wiese fleißia zu üben, schnallte die Bretter unter die Füße und schoß mit einem fröhlichen Juchzer vom Eingang talwärts, während Marion mit ihrem bunten Kopftuch winkte.
Sie sah ihm nach, solange sie ihn auf dem steil abfallenden Weg nach der Spindlerbaude erkennen konnte; aber dann eilte sie sogleich in ihr Zimmer hinauf, schloß sich ein und holte die Briefe hervor. Jetzt hatte sie Zeit zum Lesen. Fehr hatte gesagt, daß er vor 2 Uhr nicht wieder oben sein könne, und beim Kellner das Mittagessen ausdrücklich für diese Stunde bestellt.
Als sie eben den Umschlag mit dem Poststempel „Lappersdorf" aufriß, klopfte es. Sie räumte fort und lief, zu öffnen.
Draußen stand der Portier, die Tresienmütze in der Hand:
„Verzeihung, gnädige Frau. Dieser Brief ist für Sie hinterlegt worden. Ich habe versprochen, ihn Ihnen persönlich zu überbringen." (Daß er dafür ein reichliches Trinkgeld empfangen, verschwieg der Brave!)
Marion gab sich Mühe, ihn mit kühlem Blick zu mustern. Noch ein Brief?! Sie öffnete ihn absichtlich vor seinen Augen, überflog ihn scheinbar — obwohl sie in Wirklichkeit nur verschwommene Zeilen sah —, dankte und schloß wieder die Tür.
Der Brief war von Greiling, offenbar in großer Eile auf einen Bogen mit dem Aufdruck „Gloria-Film" hingeworfen. Leider, schrieb der Regisseur, habe er keine Gelegenheit mehr gefunden, ihr nochmals zu sagen, wie sehr er bedauere» daß die Umstände shr im Moment nicht Möglich
machen schienen, seinem dringenden Vorschlag, den Film betreffend, näherzutreten. Aber, nichts sei ewig als der Wechsel, fuhr er fort: und für den Fall, daß diese Umstände sich einmal änderten, wolle er ihr nur sagen, daß er immer zu seinem Angebot stehe, und ihr deshalb hier seine Adresse gebe ...
Marion mußte lächeln. Nett von Greiling! War überhaupt ein netter Kerl! ... Aber das war im Augenblick nicht wichtig, — obwohl er recht hatte, wenn er sagte, daß nur der Wechsel ewig sei ... Sie schloß den Brief tief in ihren Koffer und langte nach dem schon aufgerissenen Umschlag. Fontana? Was konnte er von ihr wollen? So reizend war die Silvesternacht in der klingenden Jagdhütte gewesen! Sie zog eine Briefkarte heraus, las:
„Liebe, ungetreue Marion! Das Schicksal, das offenbar seltsame Dinge mit uns vorhat, wählte einen sonderbaren Weg, um mich Ihre plötzliche Verlobung wissen zu lassen: ich erfuhr davon, als ich hier eintraf, um die Glashütte Ihres künftigen Herrn und Gebieters zu übernehmen. Vielleicht hätte ich einen kleinen Anspruch darauf gehabt, ein so bemerkenswertes Ereignis aus erster, schönster Hand zu erfahren. Aber wie Sie wissen, ,ich grolle nichtt, sondern freue mich aufrichtig, daß meine Tätigkeit in Lappersdorf mir die immer willkommene Gelegenheit geben wird. Ihnen häufig zu begegnen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück zu Ihrem überraschenden Entschluß und bitte Sie, wenn Sie das für angebracht halten, meine Glückwünsche auch dem Herrn Baron, der so diskret zu schweigen verstand, zu übermitteln. Wenn nicht, so wird Dafür volles Verständnis haben —
Ihr sehr ergebener Adbeg."
Mit einer Gebärde des Unwillens warf Marion den Brief auf den Tisch. Abbeg! Abbeg in Lappersdorf!
Warum hatte Fehr ihr nichts davon gesagt? Aus welchen Gründen verschwieg er's ihr?
(Fortfrtzung folgt.)


