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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Stockholm, 15. Februar 1942.

n Auf den ersten Blick allerdings wirkt dieses Pro- fett verblüffend, und darauf ist es auch berechnet,

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ietel R. Langens, enleiter: Hm? Beck. Dotfiümmel '8l.St.fi,

Zchriftleitung und Geschaftrstelle: Giehen, Schulstratze 7-9

tische Flugzeuge ab. u..,.........o-- .

Au dem Gelingen des Durchbruchs unserer See-s brachte dem Gegner sehr starke Verluste bei.

Japan schlägt weiter kraftvoll zu.

Ministerpräsident Tojo spricht vor dem japanischen Reichstag.

oelt die Welt erobern zu können. Der Materialis­mus, der mit den Ideen der französischen Revolu­tion über den Atlantik wanderte, feiert jetzt dort drüben seine höchsten ^Triumphe. , _

Der Webrmachtberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine der eingeschlosseneo feindlichen Kräfte- gruppen vernichtet. 800 Gefangene und 42 Geschirre fielen in unsere Hand. Auch an den anderen Front­abschnitten erlitt der Feind neue schwere Verluste.

3m Kampf gegen die sowjetischen Luflstreilkräfle wurden am gestrigen Tage bei zwei eigenen Ver­lusten 46 feindliche Flugzeuge vernich­tet. , .

3m Kanalgebiet erzielte ein Sperrbrecher in kurzem Gefecht mit feindlichen Schnellbooten meh­rere Treffer. Der Untergang eines britischen Schnell­bootes ist wahrscheinlich.

3n Nordafrika verliefen örtliche Vorstöße

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mit seinen Verbündeten noch enger Zusammen­arbeiten. Es wird die militärischen Operationen kraftvoll weiterführen, um den USA.. Groß­britannien und ihren Trabanten die vernich­tendsten Schläge zu erteilen."

Ministerpräsident Tojo sprach am Montagmittag vor dem Reichstag in seiner Eigenschaft als Kriegsmini st er. Er gab eine ausführliche Schilderung der militärischen Ereignisse der letzten Zeit und übermittelte*babei der gesamten japanischen Nation den Dank für ihre Anstrengungen, durch die die großen Erfolge ermöglicht wurden. Kriegs­minister Tojo stellte die Schlacht um Singapur in den Vordergrund seiner Betrachtungen. Die Be­deutung des Falles von Singapur faßte Tojo in folgende drei Punkte zusammen:

1. Sicherstellung der Freiheit in unseren weiteren Operationen mit gleichzeitigem Druck gegenüber dem Indischen Ozean.

2. Der nordamerikanisch-englische Plan gemein­samer Operationen in diesem Raum wurde völlig vereitelt und der japanfeindliche Einkreisungsring gesprengt. Weitere gemeinsame Operationen nord- ' amerikanischer und britischer Kräfte im Westpazifik sind unmöglich geworden.

3. Vereitelt wurde auch die Absicht Tschungkings. seinen Widerstand gegen Japan in Zusammenarbeit mit nordamerikanischen und englischen Streitkräften fortzusetzen. Die wirkliche Stärke Englands und der USA. ist jetzt enthüllt. Tschungking ist isoliert.

Am Schluß seiner Rede betonte Kriegsminister Tojo, daß die japanische Wehrmacht auch in allen anderen Kampfabschnitten große Erfolge erzielt habe. Das sei eine Folge des Kampfgeistes der Offi­ziere und der Mannschaften sowie der vorbehaltlosen Unterstützung und Mitarbeit der gesamten Heimat­front. Er möchte hiermit der gesamten japanischen Nation seinen tiefempfundenen Dank aussprechen.

Oer Tenno an den Führer.

Dank für öle Glückwünsche zur Einnahme von Singapur.

Berlin, 16. Febr. (DNB.) Der Tenno hat dem Führer telegraphisch für die Glückwünsche zur Einnahme von Singapur gedankt. Das Telegramm des Tenno hat folgenden Wortlaut: .

Indern ich Eurer Exzellenz auf das lebhafteste danke für das liebenswürdige Glückwunschtele­gramm, das Sie anläßlich der Waffentaten der japanischen Armee an mich richteten, liegt mir daran. Ihnen meinen festen Entschluß zu bezeugen, im Zusammenwirken mit unseren Verbündeten alle Anstrengungen zu machen für den endgültigen Er­folg dieses Krieges Ostasiens."

60 000 Gefangene auf Singapur.

Tokio, 16. Februar. (DNB.) Die gegnerischen Streitkräfte, die auf der Jnselfestung Singapur zur Uebergabe gezwungen wurden, werden, einem Do- rnei-Bericht zufolge, auf schätzungsweise ins ge- samt 60000 Mann beziffert. Davon sind etwa je 15 000 Engländer und Australier und 30 000 Inder. Außerdem hielt sich in der Stadt Singapur noch eine Bevölkerung von etwa einer Million auf. darunter 120 englische Frauen und Kinder.

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 81/» Ubr desBormittagS

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Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsteMengenstaffelv Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr

Oer Führer und Marschall Anionescu.

DasGrotzkreuzvomDeutschenAdler inGold.

DNB. Führerhauptquartier, 16. Febr. Der Führer überreichte dem rumänischen Staats­führer Marschall Antonescu anläßlich seines Besuches im Führerhauptquartier das Groß- kreuz vom Deutschen Adler in Gold.

Das Ritterkreuz

für Generaloberst Cavallero.

Berlin, 16. Februar. (DNB.) Der Führer hat dem Chef des italienischen Wehrmachtgeneral- stades, Generaloberst C a o a l l e r o , in Anbetracht seiner großen Verdienste um die erfolgreiche gemein­same Wehrmachtführung das Ritterkreuz des EisernenKreuzes verliehen.

Im Auftrage des Führers ist die Auszeichnung dem Generaloberst Cavallero heute durch, den deut­schen General beim Hauptquartier der italienischen 1 Wehrmacht überreicht worden.

D°r M lnn Qtn moroi« let*r Frisch« - herzlichen

eßen.

^9t mit einem 9e Handlungen "agte war ge- "gnisstra'fe e Mei Monate werben, Der*

'egen versuchter Angeklagte be- 'erführt und zu zwei Mo*

Bolschewistische Krästegruppe vernichtet

46 Sowjetflugzeuqe abgeschoffen. - Oertliche Vorstöße in Nordafrika.

15 britische Maschinen im Mittelmeerraum verlorengegangen.

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Die Männer, welche in Washington darum bemüht sind, eine Weltstrategie zur V e r - nichtung Europas zu entwerfen, haben eine andere Karte, wenn nicht an der Wand ihrer Be- ratunqszimmer, so doch gewiß in ihrer Vorstellung por Augen. Am obersten Rand dieser Karte liegt Kapstadt, die Spitze eines gewaltigen Dreiecks, l )esien wuchtende Last das zierlich am unteren Ranbe auf der beinahe gebrechlich wirkenden skan- i -manischen Halbinsel balancierende Europa zu er­drücken scheint. Wer seinen Atlas einmal ver­kehr t h e r u m betrachtet, kann sich sehr leicht eine ! Vorstellung von dieser Karte machen. Es ist gewiß m'cht die gewohnte, nicht die europäische Borstel-

sireilkräfle durch den kau a l "haben die unter Füh- rung von Kapitän zur See und Kommodore Rüge stehenden Rlinensuch- und Räumboote sowie Siche­rungsfahrzeuge hervorragenden Anteil.

Oer italienische Bericht.

iRom, 16. Febr. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Montag meldet u. a.:

Luft- und Seestreitkräfte der Achse haben in erfolgreicher, gut abgestimmter Zusammen­arbeit durch Einsatz von den verschiedenen Stutz­punkten des M i t t e 1 m e e r c s aus einen glänzen-

Die holländischen Truppen, die den Japanern noch weiterhin Widerstand leisten, wird Japan meder- schmettern, fuhr Tojo fort. Wenn die Bevölkerung Niederländisch -Ostindiens Japans Ab sichten begreift und bereit ist, mit Japan am Auf­bau eines größeren Ostasien zu arbeiten, o wird Japan ihren Wunsch und ihre Tradition be­rücksichtigen und sie von der despotischen Herrschast der holländischen Flüchtlingsregierung befreien. Ja­pan wird aus Niederländisch-Ostindien em Land der Zufriedenheit und des Wohlstandes für die in­donesische Bevölkerung machen.

In bezug auf China erklärte Tojo, der Fall Singapurs bedeute den Zusammensturz eines Eck­pfeilers der britischen Einkreisungsfront. Ts ch u n g- kinq-China sei infolge des unaufhaltsamen Vormarsches der kaiserlichen Truppen in Burma dazu verurteilt, in Kürze ya b g e s ch n 111 e n zu werden. Das Regime Tsch angkaischeks sei isoliert und hilflos. Japan wolle diesem Regime nut aller Entschlossenheit den Todesstreich versetzen. Mit dem chinesischen Volk suche Japan jedoch, so betonte Tojo, einen brüderlichen Zusammenschluß, denn Japan wolle den Neuaufbau Ostasiens zusammen mit der Bevölkerung Chinas bei gegenseitiger Hilfe­leistung durchführen.

Hinsichtlich Südamerika - und anderen neu- traten Ländern erklärte Tojo:Ich k)abe den festen Glauben, daß sie unsere wirklichen Absichten ver­stehen und sich nicht unter dem Druck der UnA. und Großbritanniens dazu hergeden, die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Tojo wies abschließend darauf hin, daß der Fall Singapurs nur die Vervollständigung des ersten Abschnittes des Krieges im asiatischen Kaum bedeute. Es dür^e kein Rachlassen in der 2Hora! des japanischen Volkes und keine Hebet- heblichkeit durch diesen Sieg geben. Japan wird

»2. Jahrgang Nr. 40 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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zwungen, kehrtzumachen.

In den Kampfhandlungen vom 13. bis 15. Fe­bruar sind insgesamt, wie festgestellt wurde, sie­ben Dampfer, ein Zerstörer und ein kleines Geleitschiff versenkt worden. Acht Dampfer, fünf Kreuzer, zwei Zerstörer wur­den beschädigt, zwei Flugzeuge wurden vernichtet.

Auch in der C y r e n a i k a hat die italienische und deutsche Luftwaffe besonders lebhafte Tätigkeit ent-

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In Amerika hat sich während des letzten Jahres eine politische Doktrin herausgebildet, deren Kern­satz die Behauptung ist, das Schwergewicht der Welt würde sich in kurzer Zeit vom Abendland auf den amerikanischen Kontinent verlagern. Es sind Schlag­worte vomamerikanischen Jahrhun­dert" und derPax americana geprägt worden, und Roosevelt hat sich diese Begriffe zu eigen gemacht, um seiner imperialistischen Politik die Rechtfertigung derhistorischen Notwendigkeit" zu geben. Das Urteil über diese Doktrin wird die Geschichte fällen. Vorläufig geschehen jedenfalls immer noch um das Mittelmeer herum Dinge, die für das Schicksal der Welt nicht weniger Bedeutung haben werden als die politischen Projekte und mili­tärischen Pläne, welche in Amerikas Hauptstadt augenblicklich entworfen werden.

In der Tat ist das M i t t e I m e e r g e b i e t von all^n geschichtlichen Räumen dasjenige, welchem bei- nahe in allen Stadien dessen, was wir mit einiger Llnlnaßung die menschliche Geschichte nennen, eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle zugefallen ist. An den Ufern und auf den Inseln dieses Meeres entstand nicht nur die abendländische Kul­tur, sondern es war auch Mittelpunkt des ersten und bisher einzigen universalen Reiches, des Im­perium Romanum, wobei der Begriff des Univer­salen an dem Umfang der damals bekannten Welt gemessen werden muß. In späteren Jahrhunderten sind einige der wichtigsten Entscheidungen im mittel­ländischen Raum ausgetragen worden. Das Welt- herrschaftsftreben des Islams zerbrach nicht zuletzt in der Seeschlacht von Lepanto, und der Kampf Napoleons gegen England wurde im Grunde schon in den Schlachten von Abukir und Trafalgar ent­schieden. Zwar liegt das Empire der Briten nicht um das Mittelmeer, aber die Linie Gibraltar MaltaPott Said wird von den Engländern selbst als eine der Lebensadern ihres Reiches bezeichnet.

lung des Mittelmeerraums, die sich da bietet. Aber die Männer in Washington lassen sich bei ihren Be­trachtungen der Pläne nicht von europäischen Ge­sichtspunkten leiten, sondern von dem Gedanken an eine angelsächsis ch e Weltherrschaft amerikanifcherPrägung.

Die überragende Rolle, welche Afrika in diesen Plänen zufällt, ist auch wahrscheinlich keine eng­lische Erfindung, sondern in A m e r i k a ausqedacht. Denn obwohl die Engländer seit mehr als hundert Jahren sehr beträchtliche Teile Afrikas in ihrem Besitz haben, sahen auch sie zu Beginn dieses Krie­ges in dem dunklen Erdteil noch immer vor allem die südliche Begrenzung des Mittelmeeres, und Aegypten, welches weder geographisch noch anders­wie der Mittelpunkt Afrikas ist, war doch für die Engländer sein wichtigster Teil, weil es an der Straße nach Indien gelegen ist. Selbst als Chur­chill seinen Plan zur Einkreisung Europas zu ver­wirklichen begann, sollte Nordafrika nur die Kette schließen, deren beide riesigen Glieder die britische Flotte im Westen und Norden und die Rote Armee im Osten sein sollten. Erst Roosevelt, der sich, sobald durch seine Wiederwahl zum Präsidenten seine Stel­lung gesichert mar, sehr schnell die führende Stel­lung im feindlichen Lager verschaffte, drehte die Landkarte herum und wies Afrika die Rolle der gemaltbrften Operationsbasis zu, welche die Kriegs­

geschichte bisher kennt.

Es ist ein echt amerikanischer Gedanke, em Plan aus dem Londe des grenzen- und hemmungslosen Derkkens. Die römischen Cäsaren stützten die Le­gionen, mit denen sie die damals bekannte Welt er­oberten, auf kleine umfriedete Feldlager. Don ein paar Oasen aus unterwarfen die Kalifen des Is­lams sich die Lander vom Ganges bis nach Gi­braltar, u > auch die Engländer erwarben sich ihr Gmnire mit vergleichsweise geringen Mitteln und gestützt auf schmale Basen. Nicht so Roosevelt, Der amerikanische Imperialismus des 20. Jahrhunderts braucht einen Erdtei l ols B a - |is. Mit Masse und Schwergewicht glaubt Roose«

Die überragend« Rolle, welche das Mittelmeer in der menschlichen Geschichte gespielt hat, erklärt sich daraus, daß es Bindeglied seiner Kontinente ist. Europa streckt sich mit weitgeöffneten Küsten Ihm entgegen. Weniger aufgeschlossen, aber um so wuchtiger begrenzt Afrikas Nordküste den südlichen Saum des Mittelmeeres, während von Osten her Kleinasien sich zwischen beide schiebt. Seit Beginn 'dieses Krieges hat wohl jeder einen Blick auf eine Karte des Mittelmeeres geworfen, um die Erfolge unserer Soldaten in' anschaulicher Weise richtig schätzen zu lernen. Alle diese Karten sehen sich ähn­lich: Im Norden zeigen sie Europa etwa bis zur Breite des Mains, im Westen erscheint gerade noch die atlantische Küste Spaniens und Portugals, im Osten schneiden die Karten mit der östlichen Grenze der Türkei ab, und im Süden bringen sie die nörd­lichsten Küstenstriche des afrikanischen Kontinents. Dies ist, wenn wir von den wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen der letzten zwei Jahr­tausende absehen, die gleiche Karte, welche die Bür­ger Roms in ihren Bibliotheken betrachteten, als Eäsar seine Gegner rund um das Mittelmeer jagte. t ist die Karte des Mittelmeeres, wie sie von I Europäern für Europäer gezeichnet wurde.

Tokio, 16. Febr. (DNB.) Premierminister Tojo versicherte vor dem Parlament, daß der Fall Singapurs die Besetzung aller wichtigen Stützpunkte Großbritanniens und der USA., die bisher von diesen Ländern zur Unterdrückung Ost­asiens benutzt wurden, durch die japanischen Trup­pen bedeute. Japans Kriegsziel, so wieder­holte Tojo, ist

diesichere Einrichtung einer neuen Ordnung für die gemeinsame Existenzmöglichkeit auf ethischen Prinzipien. Bei dieser neuen Ordnung wird das japanische Kaiserreich jedem Land und jedem Volk im größeren ostafiatischen Raum den ihm zustehenden Platz sichern.

Die kaiserlichen Truppen führen die Offenstv- operationen in Burma weiter, um die britischen militärischen Stützpunkte zu erobern und um die anglo-amerikanische Versorgungsstraße für Tschung­king abzuschneiden. Die Japaner denken nicht im geringsten daran, die burmesische Bevölkerung als ihre Feinde zu betrachten. Wenn sich daher die Be­völkerung Burmas über die augenblickliche Lage Großbritanniens, die seine absolute Unfähigkeit klar­legt, Rechenschaft ablegt und willens ist, mit Japan bei der Abschü11elung der langjährigen britischen Fesseln zusammenzuarbeiten, so wird Japan gern der Bevölkerung Burmas seine positive Mitarbeit zur Einrichtung eines .Burmas für die Burmesen' gewähren."

Tojo kam dann auf I n d i e n zu sprechen. Indien hat jetzt, so erklärte der Premier, die beste Gelegen­heit den rücksichtslosen Despotismus Großbritan­niens abzuschütteln und a m A u f b a u d e r g roß- asiatischen Wohlstandssphäre teilzu- nehmen. Japan erwartet, daß Indien den ihm zukommenden Status einesIndien der In­der" wiederherstellt und die patriotischen An­strengungen der Inder tatkräftig unterstützt.

düng zwischen ihrer ägyptischen Position und dem Kap der Guten Hoffnung herzustellen, und auch das war nur eine Verbindung, welche der Beför­derung eiliger Verwaltungsbeamter und wichtiger Sendungen gewachsen war, nicht aber der Verschie­bung von Truppen und Material, wie Roosevelt es in seinem Projekt vorgesehen hat.

Die umgekehrte Mittelmeerwelt stellt sich also als ein phantastisches Traumgebilde amerikanischer Imperialisten dar, nicht aber als der Alp, der sie nach dem Willen der Weltstrategen in Washington für die europäischen Völker werden sollte

Don Stufe zu Stuse.

Der Londoner Sender nennt die abgelaufene Wochedie schwärzeste des Krieges für das britische Empire." Dieser Sender ist unhöflich genug zu er­klären, daß bie^e Woche die Engländeran die Zeit der Ruinen von Dünkirchen und an die Kapitula­tion Frankreichs erinnere". Dünkirchen hatte Chur­chill alssiegreichen Rückzug" bezeichnet, während er die französische Kapitulation alstreulosen Ver­rat an den gemeinsamen Ziele der Alliierten" ver­urteilt hatte. Die weiße Fahne, das Zeichen der Kapitulation, war von diesem Kriegsverbrecher als Zeichen des Verrats hingestellt worden. Jetzt ist es nach dem Londoner Sender nur einMißge- chick, das uns persönlich trifft", nämlich die weiße Flagge über Singapur.

Auch Mister Churchill hat sich am gleichen Tage der Kapitulation Singapurs in einer neuen Unterhausrede mit der allgemeinen Kriegslage beschäftigt und darin auch diefurchtbare Niederlage" erwähnt, die das britische Empire in Singapur und auf der ganzen Malaiischen Halb­insel einstecken mußte. Er hat die Kapitulation von Singapur nicht als Verrat bezeichnet. Er hat sich überhaupt nicht näher darüber ausgelassen. Er brachte diesen Fall Singapurs auch nur ganz zum Schluß seiner Rede zur Sprache. Man hatte aus seiner Mitteilung den Eindruck, daß er zu Beginn einer Ausführungen das Geschick Singapurs noch nicht kannte. Deshalb wirken auch feine an sich schon reichlich widerspruchsvollen Darlegungen noch kon­fuser und wenig überzeugend.

Im Grunde lohnt es nicht, sich mit Churchill- Reden zu befassen. Sie gehen in der Regel um die Wahrheit herum und bringen keine Klarheit über die wirkliche Lage. Das Volk soll eben nicht wissen, wie es um das englische Schicksal steht. Er versuchte durch einen scheinbar logischen Aufbau Hörer und Volk zu verwirren. Deshalb behandelte er die Fra­gen: 1. Wie hat sich unser Geschick entwickelt? und 2. Welche Aussichten haben wir für die Zukunft zu erwarten? Den Kriegsablauf beurteilt er offen­bar nach Zeitabschnitten von August zu August. Man wird sich erinnern, daß er bald nach Kriegs­beginn händereibend von einemreizenden Krieg sprach. Er zeichnete damals eine Lage vom Kriege, nach der die Aushungerung Deutschlands und die militärische Vernichtung der Nazis gleichsam in wenigen Wochen Wirklichkeit geworden sein würde. Es ging ja dann nicht so schnell mit der Vernich­tung Deutschlands. Um so größere Enttäuschungen und Niederlagen mußte Churchill als der Haupt­kriegstreiber und -Hetzer einstecken. Nach Ablauf des ersten Kriegsjahres hatte er auf der Gewinnseite seines Kriegsschuldbuches nichts stehen, auf der Ver­lustseite aber waren verzeichnet Polen, Norwegen,

genau wie das RüstungsproHramm Roosevelts für die nächsten beiden Jahre, dessen astronomische Zahlen genau so verwirrend wirken wie die gren­zenlose Weite der Sahara und genau so un­fruchtbar. So erdrückend das Gewicht des dunk­len Erdteils-auf Europa zu lasten scheint, so zeigt doch ein zweiter nachdenklicher Blick auf diese um­gekehrte Karte der Weltstrategen in Washington, wie phantastisch das ganze Projekt ist. Gerade an der gewaltigen Größe des afrikanischen Kontinents scheitert der Plan, ihn in eine einheitliche Basis verwandeln zu können. Was bisher ge­schehen ist, mag gewiß nicht gänzlich bedeutungslos sein für sie künftigen Feldzüge und Schlachten. Die Errichtung einer amerikanischen Materialbasis in Eritrea, der Ausbau amerikanischer Flugplätze in L i b e r i a , die Erweiterung der britischen Stütz­punkte in B a t h u r st und Freetown, die all­mähliche Entwicklung südafrikanischer Rüstungsbe­triebe, die stärkere Ausbeutung von Rohstoffquellen in den belgischen und gaullistischen Kolonien, das alles sind Dinge, die nicht ohne jede Bedeutung sind, die aber zu ihrer vollen Auswirkung nicht kommen können, wenn und solange es nicht gelingt, sie zueinander in Beziehung zu setzey. Di- Eng­länder haben trotz aller kolonisatorischen Erfahrung Jahrzchnte benötigt, um eine brauchbare Derbm-

Ein Erdteil als Basis

Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.

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deutsch-italienischer Kräfte erfolgreich.

Auf Malta wurden durch Bombentreffer deut- scher Kampffliegerverbände erhebliche Zerstörungen an militärischen Anlagen und Verladeeinrichtungen des Hafens La Valetta angerichtet. Bei Luft­angriffen gegen Flugplätze der 3nfel wurden drei britische Bomber atn Boden vernichtet und Betriebs­stofflager in Brand geworfen. 3n Luftkämpfen über w,________

21laUa und in der östlichen Eyrenaika.^et; sie belegte im Tiefflug in kühnem Schwünge schossen deutsche 3äger ohne eigene Verluste 15 bri- Kraftfahrzeuge, Artilleriestellungen und Truppen­ansammlungen des Gegners.mit MG.-Feuer und

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den Erfolg errungen.

Der große feindliche Geleitzug, der, in mehreren Gruppen aufgeteilt und stark geschützt, von unserer Aufklärung beim Versuch, von Alexandrien aus Malta zu erreichen, gestellt wurde, wurde wiederum zu wiederholten Malen angegriffen. Ein Teil des Geleitzuges wurde vernichtet, ein anderer Teil wurde ge-