Mit dieser Leistung liefern unsere Gartenbaubetriebe einen bedeutenden Beitrag zur Frühgemüseversorgung der städtischen Bevölkerung und zur Belieferung von Stadt und Land mit Gemüsepflanzen aller Art. Sie dienen damit in guter Weise der Erfüllung der großen Aufgaben, die in der Ernährungswirtschaft als wesentliches Stück zu unserem Sieg unerläßlich sind. B.
H»lf mit!
Hilf mit zum Siege! Jeder wird dabei sagen: Wir helfen schon, wir tun alle unsere Pflicht, jeder auf seinem Platz. Das rpird nicht bezweifelt, und eine bessere Zukunft wird es uns allen danken. Die Hilfe, die wir heute erbitten, ist keine neue Belastung, sie besteht überhaupt in keiner Mehrbelastung, sondern nur in einer Unterlassung. Sie lautet:
Laß das Rauchen im Walde und am Waldrand! Koche nicht in der Nähe von Wäldern ab und entzünde dort keine Lagefeuer! Achte auf deine Kinder, daß sie keinen Unfug treiben in den Wäldern, womöglich mit Streichhölzern oder Feuerzeugen. Streichhölzer haben im Walde nichts zu suchen, am allerwenigsten in Kinderhänden!
Das ist die ganze Bitte, und jeder leistet viel, der sie erfüllt, denn der Wald ist heute als Lieferant von.Nahrung, Holz und Werkstoffen, letztere werden ja aus Holz gewonnen, ein unersetzbarer Kraft- und Wirtschaftsquell, der gerade für die Kriegführung von unerreichbarem Wert ist.
Sei dir auch hier deines Handelns bewußt! Han- dele als Volksgenosse: Hilf mit zum Siege!
Oie Mütterehrung in ließen.
Zur Ehrung der kinderreichen Mütter, denen vom Führer das Mutterehrenkreuz verliehen wurde, veranstaltet die Partei auch in unserer Stadt anläßlich des morgigen Muttertages würdige Feierstunden. Dabei werden den Müttern von den Ortsgruppenleitern die Mutterehrenkreuze überreicht und ihnen zugleich der Dank ausgesprochen für alle ihre Arbeit und Sorgen zum Besten ihrer Familien und unseres Volkes. Die Feierstunden der vier Gießener Ortsgruppen finden wie folgt statt: Ortsgruppe G i e ß e n - O ft am heutigen Samstag, 18 Uhr, in der „Stadt Lich"; Ortsgruppe Gießen-Süd am morgigen Sonntag, 10 Uhr, m der „Stadt Wetzlar", Ludwiqstraße; Ortsgruppe Gießen-Nord am morgigen Sonntag, 10.30 Uhr, im „Burghof"; Ortsgruppe Gießen- Mitte am morgigen Sonntag, 11 Uhr, in der Gaststätte „Zum Löwen", Neuenweg.
Sreitvillige für die Waffen-^.
Bon der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten wir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-^ einzutreten.
Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend und an die. wehrhaften Männer. Vollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen und Sanitätstruvpen.
Die Waffen-^ stellt ein a) Kriegsfreiwillige (Arbeitsdienstpflichtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht); b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vorn vollendeten 17. bis zum 45. Lebensjahr.
Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführerund Führerlaufbahn, sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt!
Annahmeuntersuchungen finden am 19. Mai ab 8 Uhr im „Burghof" in Gießen statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen.
Außerdem nimmt die ^-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburgstraße 10, Telephon 36 683 und 34 441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche Merkblatt.
Oie Frühstückspreise in Gaststätten.
Die Entwicklung der Versorgungslage hat in einer wachsenden Zahl von Beherbergungsbetrieben Ver-. anlassung zur Einstellung der Abgabe von Zucker und zum Strecken der Marmelade gegeben. Im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung hat deshalb die Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Mitglieder, bei denen die erwähnten Versorgungsschwierigkeiten bestehen, aufgefordert, den Frühstückspreis um weitere 5 v. H. zu senken. Ausgangspunkt für die Senkung ist der bereits vor einiger Zeit gesenkte Frühstückspreis. Der Preisbildungskommissar hat die Preisüberwachungsstellen angewiesen, die Durchführung der neuen Frühstückspreissenkungen zu überwachen.
Gegen den Schwarzhandel mit Beförderungsausweisen.
Nach einer Anordnung des Reichskommissars für die Preisbildung und des Reichsoerkehrsministers ist es verboten, für die Ueberlaffung eines Personenbeförderungsausweises (z. B. Fahrkarte, Zulassungskarte, Platzkarte) ein Aufgeld oder einen sonstigen Vorteil zu fordern, anzubieten, zu gewähren oder anzunehmen. Auch ist es unzulässig, einen aus einen fremden Namen ausgestellten Personenbeförderungsausweis (z. B. Bettkarte, Flugschein) zu benutzen oder einen solchen Ausweis zum Zwecke der Weiterveräußerung zu erwerben. Zuwiderhandlungen werden nach der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preisvorschriften vom 3. Juni 1939 mit Geld- oder Freiheitsstrafen bestraft. Durch die Anordnung soll etwaigen Versuchen entgegengetreten werden, die Mangellage bei Beförderungsgelegenheiten zu gewinnsüchtigen Zwecken auszunutzen. Es muß sichergestellt werden, daß allen Volksgenossen die Benutzung der Beförderungsmittel im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten zu den amtlichen Preisen möglich ist. Die staatlichen Ueberwachungsorgane werden durch scharfe Kontrollen die Beachtung der Anordnung sicherstellen.
Hütet die Wintersachen vorMottenfraß.
Ziemlich spät trennen wir uns in diesem Jahr von unserer Winterkleidung. Aber von Tag zu Tag wird die wärmende Kraft der Sonne stärker, und damit ergibt sich zugleich für unsere Hausfrauen die Aufgabe, die beiseite gelegten warmen Wintersachen so fortzupacken, daß keine Motte an sie herankann. Viele Hausfrauen sehen auch heute noch in dem Einschlagen der Woll- und Pelzsachen in Z e i - tung spapier einen wirksamen Schutz gegen Mottenbefall. Dabei nimmt man an, daß durch den Geruch der Druckerschwärze die Motten abgeschreckt werben. Das ist jedoch nicht der Fall? Drucker- jchrvärze —- und mag sie noch so frisch sein -- hält
SJL-tfport
Die
Geeignete Trinken für nistende Vögel.
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soll der Herd geputztwerden. Kalt oder heiß gehts schwerer
Tschammer-pokalspiel.
Luftwaffe — Rot-weiß Frankfurt.
Die be- die sich der
tragen, außerdem ist darauf zu achten, daß Ufer flach auslaufen. Im allgemeinen hatten die Vögel an ganz bestimmte Trinkzeiten. In
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Herdputzpulver
Die Brutperiode ist nun bald bei allen Vögeln im Gange: Mit dem Anbringen von Nistkästen und Bruthohlen allein ist den Tieren jedoch nicht gedient. Die Singvögel können während der Brutzeit nicht zu weiter entfernt liegenden Tränken liegen, und so kann der Mensch den Vögeln die Brutperiode erleichtern, wenn er für geeignete Tränken in Park und Garten sorgt. Schon'kleinere, mit Wasser gefüllte Gefäße erfüllen ihren Zweck. Um ein Umschlägen der Gefäße zu vermeiden, ist es jedoch angebracht, einen Stein in das Gefäß zu legen. Vor allen Dingen stelle man die Geräte so auf, daß die Vögel einige Meter im Umkreis das Gelände Übersehen können, weil anschleichende Katzen sonst zu spät bemerkt werden. Noch besser ist es, wenn man die Trinknäpfe auf einen etwa 1% bis 2 Meter hohen Mahl stellt. Sind größere Wasserbehälter vorhanden, empfiehlt es sich, einen stärkeren Zweig so zu de- estigen, daß er schräg in das Wasser hineinführt und den Vögeln so das Ansitzen über dem Wasser gestattet. Auch ein auf einer Seite beschwertes Brett ergibt, wenn es leicht unter Wasser schwimmt, ein vorzügliches Badefloß. Vertiefungen im Erdboden geben ebenfalls geeignete Tränken ab, wenn aus dem Brunnen Wasser zugeleitet wird. Hier besieht allerdings die Gefahr, daß das Wasser allzu chnell im Boden versickert. Die Vögel wollen nicht nur trinken, sondern auch baden. Es ist angebracht, kleinere Vertiefungen im Erdreich auszuheben und durch Zementguß abzudichten. ' größte Tiefe darf aber nur 15 Zentimeter
NSG. Auf Grund einer Anordnung des Preis- kommiffars vom 1.5.42 bzw. einer Bekanntgabe des Landesverbandes der Pferdezüchter in Hessen- Nassau sind sämtliche verkäufliche, 1942 geborene Absatzfohlen schätzungspflichtig. Nach der neuen. Preisregelung für Absatzfohlen muß für jedes Fohlen ein Höchstwert festgesetzt werden, und zwar auf einer öffentlichen Absatz Veranstaltung, deren erste am 3. Juli 1942 in Gießen stattfindet, oder im Wege einer sonstigen Schatzung. Dabei verpflichten sich die Züchter, alle Absatzfohlen, welche von eingetragenen Stuten abstammen, auf den in Abständen von 3—4 Wochen statt find enden Fohlenoerstei- gerungen zum Verkauf zu stellen, wobei eine Einstufung in die verschiedenen Zuchtwertklasfen erfolgt. Auf den öffentlichen Absatzveranstaltungen bewegen sich die Höchstpreise bis RM. 1200,—, im Wege sonstiger Schätzungen bis RM. 950,—, Fohlen aus nichteingetragenen Stuten bis RM. 650,—. Die neue Derkaufsregelung wird von den Pferdezüchtern be- arüßt werden, zumal ein Ausbau der seitherigen Absatzveranstaltungen vorgesehen ist.
*
** Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: Am Sonntag, 17. Mai, wird die erfolgreichste aller Kün- neke-Operetten, „Der Detter aus Dingsda", in der Neuinszenierung von Oberspielleiter Max Schwarze nach mehrjähriger Pause wieder gegeben. Die musikalische Leitung hat Gerhard Hergert. Es wirken mit: Hella Henzky, Gabriele Possinke, Annemarie schwind; Hans Bergmann, Georg Böhm, Bert Dederichs, Hugo Hellmers-Hallwegh, Franz Payer und Carl Bruno Schmidt. Bühnenbilder: Karl Löff- ler.
** Steuerrück stände werden von der Sladtkasse heute zur sofortigen Bezahlung öffentlich angemahnt. Es handelt sich dabei um Gewerbesteuer, Grundsteuer und Bürgersteuer 1942. Man beachte die Bekanntmachung.
rrL®erteilung von Eiern. Aus den Bestellschein 36 der Reichseierkarte werden, nach einer Bekanntmachung im heutigen Blatte, für jeden Versorgungsberechtigten 5 Eier ausgegeben.
Frankfurter SdifarfifoiebmarfL
Frankfurt a M., 16. Mai. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 42 bis 51, Bullen 39 bis 49, Kühe 29,5 bis 49 Farien 32,5 bis 50, Kälber 40 bis 59, Hämmei
Schafe 32 bis 46, Schweine H8L bis Marktverkauf: alles zugeteilh.
Hauptsache nehmen sie Tränken zwischen 10 und 12 und von 17 bis 18 Uhr. Man wird mit dieser Tränke- nicht nur den überaus nützlichen Tieren einen großen Dienst erweisen, sondern der Vogel- reund findet Gelegenheit, seine Lieblinge ständig zu beachten. Ueberbies werden diese kleinen Mühen von den Sängern durch die Vertilgung unzähliger Insekten und Schädlinge überreich vergolten.
Gießener Dochenmarktpreise.
* Gießen, 16. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf^ Käse, das Stück 8 bis 9. Kartoffeln,
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Am vergangenen Sonntag trat Leihgestern zum Vorentscheidungsspiel um die Bannmeisterschaft gegen Garbenteich in Watzenborn-Steinberg an. Trotz zweimaliger Verlängerung endete der Kampf nach beiderseitig guten Leistungen 2:2 (1:1). Der Wiederholungskampf sand am Mittwochabend auf bem DsB.-R.-Platz in Gießen statt. Nach spannendem Spiel konnte Leihgestern nach hervorragender Leistung als verdienter Sieger mit 3:1 Toren (Halbzeit 2:0) den Platz verlaßen. Bei bem Sieger Zeigten in beiden Kämpfen der Tormann Erwin Faber II., sowie Quast, Happel und Haßler hervorragende Leistungen.
Am kommenden Sonntag tritt Leihgestern zum Endspiel gegen die durch Freilos ins Endspiel gekommene Jgd. von Teutonia Watzenborn-Steinberg « ließen an. Dies wird allerdings der schwerste Kampf für Leihgestern werden, zumal Leihgestern ln dieser Woche das dritte Meisterschaftsspiel bestreitet und Watzenborn-Steinberg frisch und mit ausgeruhten Kräften in den Kamps gehen kann.
Handball.
Gauklasie.
Rüsselsheim — Luftwaffe Gießen.
Am vergangenen Sonntag kam die Luftwaffe kampflos zu den Punkten, da Mombach nicht antrat. Zum letzten Spiel der Spielrunde tritt die Luftwaffe die Fahrt nach Rüsselsheim an. Das Vorspiel konnte Rüsselsheim knapp mit 9:8 Toren
5 kg 47, rote Rüben, kg 12, Spinat 18 bis 30„ fnpf., Spargel 1,20 bis 1,40 RM., Schwarzwurzeln 30 Rpf., Rhabarber 20, Salat 87, Lauch, das Stück 5 bis 10, Oberkohlrabi 20 bis 30, Rettich 20 bis 30, Radieschen, das Bund 20 Rpf.
Die Vermißte von Fellingshausen.
Die seit vorigen Dienstag — wie gestern von uns berichtet wurde — vermißte 27 Jahre alte Luise Steinmüller aus Fellingshausen soll, wie wir heute früh aus Rodheim (Bieber) und aus Fellingshausen hören, am Mittwoch im Walde zwischen Krofdorf und Fellingshausen von zwei Frauen aus Krofdorf gesehen worden fein. Ob das Mädchen im Walde herumirrt, ober ihm dort ein Unglücksfall zuge- ftofeen ist, weiß man bis jetzt nicht. Der in dieser Angelegenheit von der Gendarmerie in Krofdorf am Donnerstagabend in Gewahrsam genommene und am gestrigen Freitag in Wetzlar dem Amtsgericht vorgeführte Mann aus Rodheim, der mit dem Mädchen in Beziehungen stand, ist vom Amtsgericht auf freiem Fuß belassen worden und gestern nach Rodheim (Bieber) zurückgekehrt. Die Ermittlungen nach dem Verbleib des Mädchens nehmen natürlich ihren Fortgang.
Verkaufsregelung für Absahfohlen in Hessen-Nassau.
weder die Motten vom Fraß ab, noch tötet sie die Mottenbrut. Zeitungspapier bildet nur insofern eine schützende Hülle für unsere Wollwaren, als es von den Motten nicht angefreffen wird. Es erfüllt aber feine Aufgabe als Schutzmittel auch nur dann, wenn bie dann verpackten Sachen vorher nicht von Motten verseucht waren und das zum Einpacken verwendete Papier völlig unbeschädigt bleibt. Da nun Zeitungspapier wenig fest ist, werden schon nach kurzer Zeit Löcher und Risse entstehen, die den Motten den Weg zum verpackten Wollgut freigeben. Wenn also unsere Hausfrauen die warmen Wintersachen in Zeitungspapier mottensicher aufbewahren wollen, so gehört dazu sowohl ein sorgfältiges Lüsten und Reinigen, wie eine genaue Untersuchung ber zur Verpackung vorgesehenen Kleidungsstücke, ob em Mottenbefall nicht etwa bereits vorliegt. Ist bas ber Fall, so hilft nur ein nachhaltiges chemisches Bekämpfungsmittel, das neben den Eiern auch die Raupen und Larven vernichtet. Die chemische Industrie hat zu diesem Zweck geruchfreie und geruch- arme Abwehrstoffe herausgebracht. Erst wenn man bie völlige Gewißheit hat, daß alle Woll- und Pelz- achen frei von jeglichem Mottenbefall sind, kann das Zeitungspapier zu feinem Recht kommen. Jede Hausfrau muß sich jedoch darüber klar sein, daß Zeitungspapier nur dann als mottensichere Schutzhülle gilt, wenn es dauernd auf Löcher, Ritzen und Falten überwacht und jede schadhafte Stelle in der Papierhülle sofort überklebt wird. P. St.
Luftwaffe, die als einziger Gießener Vertreter noch an den Tschammer-Pokalspielen beteiligt ist. erwartet am kommenden Sonntag auf dem Waldsportplatz die spielstarke Mannschaft von Rot- Weiß Frankfurt. In bester (Erinnerung steht noch bas schöne Spiel von Rot-Weiß im vorigen Jahre, bie, gegen eine Gießener Stabtoertretung fpielenb, 9:1 gewannen. Auch die derzeitige klare Tabellenführung im Kriegs-Erinnerungspreis der Stadt Frankfurt gibt die Spielstärke wieder. Wie ernst dieser Kampf von feiten Der Luftwaffe genommen wirb, zeigt, daß schon mehrere Trainingsspiele aus- getragen wurden, die vollauf befriedigten. Bis zur stunde steht die endgültige Mannschaftsaufstellung der Luftwaffe noch nicht fest, doch hofft man, daß es dem Abteilungsleiter, Oberltn. Zitzmann, gelingt, eine kampffreudige Mannschaft auf die Beine zu bringen. Da Mittelläufer Rose wieder spielberechtigt ist, dürfte die Hintermannschaft gut besetzt sein. 3n Rot-Weiß Frankfurt ist der Sieger ohne weiteres gegeben, doch erwartet man, daß sich der neue Meister der Staffel Gießen-Wetzlar ehrenvoll schlagen wird. Schiedsrichter: Witter, Wetzlar.
Bücheriisch.
— Walter Bauer: Das Lichte und das JZ) u n U e. Bildnisse europäischer Maler. Mit zehn Bildtafeln. 179 Seiten. Geb. 4,80 RM. Karl Rauch t Verlag, Dessau 1941. — (16) — Dieses Buch ver- . einigt Abhandlungen verschiedenen Umfanges über [ sechs Maler, deren dominierende Stellung in der , Geschichte der europäischen Kunst seit langem frag» I los UNO unverrückbar gegründet ist: über Lionardo, Michelangelo, Rembrandt, Goya, Caspar David Friedrich und öan Gogh. Was über sie ausgesagt wird, geschieht weniger in der Form einer rein ästhetischen Würdigung oder einer ausgreifenden ■ Kunstbetrachtung als vielmehr auf eine menschliche Weise: ausgehend von einem besonders markanten = Werke, etwa den Selbstbildnissen Lionardos und । Goyas oder dem „Barmherzigen Samariter" Rem- bkandts, oder von einem entscheidenden Wendepunkt im Lebensablauf wie dem „Abenteuer in der Bori- nage" bei van Gogh, entwirft Bauer in einer Schilderung, an der gründliche Sachkenntnis und Iie< bende Einfühlung gleicherweise beteiligt sind, sechs Lebens- und Schicksalsbilder großer Menschen, dis zugleich — dies ist das Verbindende — geniale Künstler waren. Die von Bauer gewählte, fympa- thische und erwärmende Darstellung macht das Buch zu einer sehr anregenden und lehrreichen Lektüre nicht nur für Kunsthistoriker, sondern auch und vornehmlich für den aufgeschlossenen, an Dingen der Kunst teilnehmenden Laien. Zehn Bildtafeln nach berühmten und kennzeichnenden Werken der sechs Meister beleben den Text in willkommener Weise^
Hans Thyriot.
— Friedrich Kayßler: Helene Fehb? mer zum Gedächtnis. Gestalten ihrer Kunsts 513 Seiten. Mit 57 Bildtafeln. Geb. 16 RM. Rütten & Loeying, Potsdam. — (30) — Die Schauspielerin Helene Febdmer, 1872 in Königsberg geboren, ist 1939 in Eibsee gestorben. Dieses schöne und noble Buch schrieb ihr zum Gedächtnis Friede rich Kayßler, ihr Gatte und, in vielen Stücken, durch Jahre hindurch ihr Partner auf der Bühne. Während Kayßler aus einer großen Zahl von Filmen auch im Reich sehr bekannt wurde, ist Helene Fehdmers Wirkung, die viel seltener filmte, in der Vorstellung des durchschnittlichen Provinzpubli- kums kaum über den Umkreis ihres reichshauptstädtischen Tätigkeitsbereiches hinausgedrungen. Der eine ober andere unserer Leser mag sich vielleicht noch ihres Gastspiels im „Götz" mit Kayßler zusammen auf dem Marburger Schloßberg erinnern ober auch, aus ber letzten Zeit, bes Films „Friesennot" („Dorf im roten Sturm"), in bem sie bie Frau Wagner spielte. Kayßler fühlte sich, wie er im Vorwort bemerkt, zu dem Unternehmen dieses Buches nicht nur berechtigt, sondern geradezu verpflichtet, da er wie kein anderer als Gatte, als Partner, als „seelischer Zeuge" gleichsam die künstlerische Gesamterscheinung und die innere Entwicklung von Frau Fehdmer überblicken und darstellen könne: das geschieht in einer musikalisch-rhythmisch aufgebauten Folge von Jnnen-Bildnissen an Hand ber Gestalten, bie im wesentlichen Helene Fehdmers schauspielerischen Weg bezeichnen. So machen. den Hauptteil des umfänglichen (übrigens reproduk- lwns- und drucktechnisch vorzüglich ausgestatteten) Werkes jene sehr einläßlichen Schauspiel- und Rollen-Analysen aus, die in doppeltem Sinne Charakterstudien genannt werden können. Manchmal hat man den Eindruck, als ob dabei über das Stück ober bie Rolle an sich mehr ausgesagt würde als über deren Trägerin; doch vereinigen sich die barm enthaltenen, für Frau Fehbmers schauspielerisches Wesen spezifische Züge mit ber sorgfältig ausgewählten und wiedergegebenen Serie ihrer Bühnen- und Privataufnahmen zu einer Geschlossenheit des Gesamteindruckes, den die lebendige (Erinnerung des persönlichen Theatererlebnisses als echt und kennzeichnend bestätigen wird: Klara Sang und Tora Parsberg (bei Björnson), Alkmene, Elisabeth („Götz"), Goneril („König Lear"), Minna von Barnhelm, „Die Dame" („Nach Damaskus"), Lady Cicely (Shaw), Frau John (Hauptmann) und Frau Boll (Barlach) mögen als einige der wich-, tigften Namen aus Helene Fehdmers Repertoire genannt fein. Nur wenige von denen, die sich dieser Nollen aus eigener Anschauung erinnern, werden missen, daß sich die Verewigte nebenbei auch bildhauerisch betätigt hat, was die Aufnahmen- ihrer Wachsplastiken bezeugen: sie verbinden sich mit Kayßlers liebevoll einfühlendem Text und den übrigen Bildern zum schonen, lebendigen Charakterporträt einer bedeutenden schöpferischen Persönlichkeit, die ihren Platz in der Geschichte des deutschen Theaters und in der Galerie unserer großen Schauspieler immer behaupten wird. Hans Thyriot-
— Pros. Dr. W. Paulcke: Gefahrenbuch des B e r g st e i g e r s und Skiläufers. Katechismus für Bergfreunde in Sommer und Winter. Mit 73 Abbildungen. Halbleinen 4,80 RM. Union Deutsche Verlagsgesellschaft Berlin Roth & Co., Berlin SW 68. — Dieses reich illustrierte Buch ist der Extrakt hochtouristischer und wissenschaftlicher Erfahrungen eines in den Schweizer Bergen herangewachsenen deutschen Alpinisten und Gebirgstruppenkommandeurs. Es vermittelt also Erfahrungen aus der Gebirgspraxis für die Gebirgspraxis aus der Feder eines bedeutenden Gletscherforschers, der allen Bergsteigern Beherzigenswertes zu sagen hat. Aus jeder Zeile spricht die Sorge über die Zunahme der alpinen Unglücksfälle und zugleich die Mahnung zu nie erlahmender Vorsicht bei 'Gebirgsgefahr, der auch Führer und Führerlose von Weltruf erlagen. Jeder Hochtourist und Gebirgssoldat wird sich daher diesen Erfahrungsschatz eines reichen alpinen Lebens gern zu eigen machen.
— Emil Braunweiler: Physik als Wissenschaft und Werkzeug mit 107Abbildungen im Text und 17 «Photos. Verlag Knorr & Hirth, München. Halbleinen 5,50 RM. — Emil
gewinnen. Die Gießener haben in der letzten Zeit an Spielstärke gewonnen, während die Platzmannschaft unterschiedlich kämpfte. Die Soldaten haben den besonderen Ehrgeiz, ihr letztes Treffen siegreich zu beenden. Die letzten bewährten Aufstellungen sollten dieses Vorhaben knapp gelingen lassen.
Handball der HI.
Spiele um die Gebietsmeisterschaft. ^Nach Ermittlung der Gruppensieger werden die Spiele um die Gebietsmeisterschaft fortgesetzt. Als Gruppensieger gingen die Banne Wiesbaden, Frankfurt 81, Dillenburg, Gießen, Offenbach und Mainz hervor. Diese tragen nach dem Pokalsystem die weiteren Spiele aus. Die Paarungen lauten: Wiesbaden-Frankfurt, Mainz—Offenbach und Bann 116 Gießen — Bann 303 Dillenburg.
Auf Gießener Boden ist der Bann Dillenburg der Gegner. Heber die Spielstärke der Gästemannschaft ist nichts näheres bekannt. Auf Grund der letzten Spielergebnisse erwartet man den Bann 116 als Sieger, obwohl in der Aufstellung eine Aende- rung zu verzeichnen ist.
Grüningen — Watzenborn.
Die Platzmannschaft hat noch Aussichten, bei ber Vergebung des Bannmeisters ein Wort mitzureden. Aus eigenem Boden hat die Mannschaft noch keinen Punkt abgegeben. Da sie schon im Vorspiel mit 7:2 Toren Sieger blieb, wird sie versuchen, auch im Rückspiel äu den Punkten zu kommen. .Es bedarf großer Anstrengung der Gäste, ein für sie günstiges Resultat zu erzielen.
DI.-Klasfe.
Grüningen — Lang-Gons.
Im Vorspiel gelang Grüningen schon ein 8:3- Sieg. Die Gäste haben unterschiedlich gekämpft. Auch diesmal werden sie der Platzmannschaft Sieg und Punkte überlassen müssen.
Heuchelheim — M t v. Gießen.
Die Gießener wollen ihren zweiten Tabellenplatz wahren. Nachdem man schon im Vorspiel mit 9:1 Toren den Sieger stellte, will man auch in Heuchelheim zu einem Siege kommen. Die Platzmannschaft lieferte jedoch auf eigenem Boden immer bessere Spiele. Ein allzu großes Resultat wird es für Gießen nicht geben.
Radsport.
Bannmeiskerschaflen im „Ersten Schritt".
Am Sonntag, 17. Mai, finden in Gießen bie Bannmeisterschaften im „Ersten Schritt" statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Jgn., die noch kein größeres Rennen gefahren höben. Räder mit Schal- tung sind verboten. Start 8 Uhr Volkshalle in tadellosem Sportzeug. Antreten hierzu und Rück- nummernempfang um 19.30 Uhr.


